Neuer Tarifvertrag bei Sana-Kliniken: ver.di erzielt bis zu 16 % Lohnerhöhung und mehr Flexibilität für Beschäftigte

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Sana-Kliniken haben einen neuen Tarifvertrag mit deutlichen Gehaltssteigerungen und mehr Flexibilität für rund 8 000 Mitarbeitende an 17 Standorten vereinbart. Ab 1. September 2024 erhöhen sich die Tabellenentgelte um 150 €, ab 1. Dezember um weitere 50 €, gefolgt von zwei Anhebungen um jeweils 2 % in 2025 – insgesamt bis zu 16 % plus 200 € mehr Ausbildungsvergütung und eine 1 100-Euro-Übernahmeprämie. Ein neues Wahlmodell erlaubt es den Beschäftigten zudem, einen Teil ihres Entgelts gegen zusätzliche Urlaubstage einzutauschen.

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– Ver.di und Sana-Kliniken einigen sich auf Gehaltserhöhung bis zu 16 Prozent ab Sept. 2024
– Auszubildendenvergütung steigt ab Januar 2025 um 200 Euro plus 1.100 Euro Übernahmeprämie
– Tarifvertrag gilt Mai 2024 bis Ende 2025 für 8.000 Beschäftigte an 17 Standorten

Sana-Kliniken und ver.di erzielen spürbare Lohnerhöhungen und neue Tarifregelungen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Sana-Kliniken haben in ihrer dritten Verhandlungsrunde einen bedeutenden Tarifabschluss erreicht, der den Beschäftigten deutliche Einkommensverbesserungen bringt. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die jeweiligen Gremien steigen die Gehälter ab dem 1. September dieses Jahres zunächst um 150 Euro, gefolgt von einer weiteren Erhöhung um 50 Euro zum 1. Dezember. Im Jahr 2025 sind zwei zusätzliche Steigerungen von jeweils zwei Prozent zum 1. September und 1. Dezember geplant, wobei insgesamt mindestens eine Gesamterhöhung von 350 Euro erwartet wird. Diese Anpassungen führen zu einer Steigerung der Tabellenentgelte um bis zu 16 Prozent.

Nicht nur die festangestellten Mitarbeitenden profitieren vom Tarifabschluss, auch Auszubildende erhalten eine verbesserte Vergütung. Ab Januar 2025 wird die Ausbildungsvergütung um 200 Euro erhöht. Zusätzlich gibt es eine Übernahmeprämie: Wer sechs Monate nach Abschluss seiner Ausbildung bei Sana weiterarbeitet, bekommt eine einmalige Zahlung von 1.100 Euro brutto.

Sylvia Bühler, Mitglied des ver.di-Bundesvorstands, würdigte die Einigung: „Dieses Ergebnis konnten die Beschäftigten durchsetzen, weil sie sich für ihre Forderungen aktiv eingesetzt haben, bis hin zum Warnstreik. Angesichts der immer noch anhaltend hohen Preise war es vor allen Dingen wichtig, die Löhne deutlich zu erhöhen. Das ist ein ordentliches Verhandlungsergebnis, das auch eine soziale Komponente beinhaltet. Es war gut, dass wir gerade für die unteren und mittleren Einkommen überproportionale Erhöhungen vereinbaren konnten.“

Ein weiterer bedeutender Bestandteil des neuen Tarifvertrags ist die Einführung eines Wahlmodells, das Mitarbeitenden erlaubt, einen Teil ihres Entgelts gegen zusätzliche Urlaubstage einzutauschen. Damit wird der Wunsch vieler Beschäftigter nach flexibleren Arbeitszeit- und Lebensmodellen berücksichtigt. Darüber hinaus steigen die Zulagen des Entgelttarifvertrags ab Januar 2025 um zwölf Prozent.

Auch ver.di-Mitglieder erhalten zusätzliche Vorteile: Für dieses Jahr ist ein weiterer freier Tag vorgesehen, im nächsten Jahr kommen bis zu zwei weitere freie Tage hinzu. Der Tarifvertrag gilt ab Mai 2024 bis Ende 2025 und umfasst rund 8.000 Beschäftigte an 17 Standorten der Sana-Kliniken. Dieses Verhandlungsergebnis setzt ein wichtiges Zeichen, wie gemeinsames und entschlossenes Handeln substanzielle Verbesserungen für Beschäftigte erzielen kann.

Arbeitsbedingungen im Wandel: Warum der Tarifabschluss für die Gesundheitsbranche entscheidend ist

Der jüngste Tarifabschluss trifft mitten in eine Phase tiefgreifender Veränderungen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Angesichts steigender Inflation, eines anhaltenden Fachkräftemangels und der fortschreitenden Modernisierung der Arbeitswelt ist dieser Abschluss nicht nur eine Lohnanpassung, sondern ein bedeutendes Signal für die Attraktivität des Berufs und die Zukunft der Branche. Viele Kliniken und Pflegeeinrichtungen stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Die Arbeit wird körperlich und emotional anspruchsvoller, während der Wettbewerb um Fachkräfte immer härter wird. Gerade durch überproportionale Gehaltssteigerungen für mittlere und untere Einkommensgruppen lässt sich nicht nur die soziale Gerechtigkeit stärken, sondern auch ein entscheidender Anreiz schaffen, qualifizierte Beschäftigte zu halten und neue zu gewinnen.

Ein zentraler Punkt ist die Frage, warum gerade diese Gehaltsgruppen von höheren Erhöhungen profitieren sollten. Sie bilden das Rückgrat der Gesundheitsversorgung, oft ausgeübt in besonders belastenden, aber unverzichtbaren Positionen. Eine angemessene finanzielle Anerkennung wirkt hier direkt auf die Arbeitsmotivation und hilft, den steigenden Anforderungen besser zu begegnen. Zugleich beeinflussen neue Wahlmodelle im Arbeitszeitmanagement und der Arbeitsorganisation maßgeblich die Arbeitskultur. Flexiblere Modelle können zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben beitragen, was die Arbeitszufriedenheit erhöht und attraktiver für die Beschäftigten ist.

Diese Entwicklungen sind Teil eines größeren gesellschaftlichen Trends: Arbeitsbedingungen werden näher an die Bedürfnisse der Menschen angepasst und die Wertschätzung für soziale Berufe wächst. Die Gesundheitsbranche steht deswegen vor der Aufgabe, nicht nur kurzfristige Tarifziele zu erreichen, sondern auch langfristige Perspektiven für Fachkräfte zu schaffen – von der Ausbildung bis zur Karriereentwicklung.

Aktuelle Branchentrends lauten deshalb unter anderem:

  • Stärkung der Mitarbeiterbindung durch faire Löhne und bessere Arbeitszeitmodelle
  • Anpassung an moderne Arbeitswelten mit digital unterstützten Prozessen
  • Ausbau von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Fachkräftesicherung

Mit Blick auf die Zukunft liegt im Tarifabschluss nicht nur eine notwendige Reaktion auf aktuelle Probleme, sondern auch ein entscheidender Schritt, um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern und die Gesundheitsbranche widerstandsfähiger und attraktiver zu machen.

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ver.di-Medien-Info: Tarifeinigung bei Sana-Kliniken: Höhere Tabellenentgelte von bis …
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11 Antworten

  1. Wow, das ist eine gute Nachricht! Endlich mehr Geld für die Mitarbeiter. Aber warum dauert das so lange?

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