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Heim-WM in Frankfurt: Varfolomeev führt das DTB-Team an

Nach der letzten Qualifikation in Hannover hat der DTB sein Aufgebot für die Heim-WM der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt festgelegt. Angeführt wird das Team von Darja Varfolomeev, die vor heimischem Publikum im Mittelpunkt steht.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das deutsche Team für die Heim-Weltmeisterschaft wurde nach den Qualifikationen bei den Deutschen Meisterschaften nominiert.
  • Darja Varfolomeev führt das Team als Olympiasiegerin und elfmalige Weltmeisterin an.
  • Die WM in Frankfurt startet mit 354 Gymnastinnen aus 74 Nationen, die Teamwertung folgt der 2+1-Regel.
  • Die deutsche Gruppe gewann zuletzt fünf Medaillen in Cluj-Napoca, Signal für Stabilität und Erfahrung.
  • Entscheidend ist die Belastbarkeit des Gesamtteams beim Wettkampf vor heimischem Publikum in der Festhalle.

Für eine Heim-Weltmeisterschaft reicht eine Nominierung selten als bloße Formalität. Wenn in Frankfurt am Main die besten Gymnastinnen der Welt antreten, rückt schnell die Frage in den Vordergrund, wer dem Druck vor heimischem Publikum standhält.

Der Deutsche Turner-Bund (DTB) hat nach der letzten Qualifikation bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals in Hannover sein Aufgebot für die Weltmeisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik festgelegt. Angeführt wird das deutsche Team von Darja Varfolomeev, der 19-jährigen Olympiasiegerin und elfmaligen Weltmeisterin.

Warum die Nominierung des DTB so klar wirkt

Nach Angaben des DTB dominierte Varfolomeev auch die finale WM-Qualifikation. Lada Pusch wurde dort Zweite und sicherte sich damit das zweite Einzelticket für die Heim-WM, Anastasia Simakova folgt als dritte Einzelstarterin. Alle drei Einzelgymnastinnen kommen vom TSV Schmiden.

Passend dazu:DFB-Frauen: Kader für die WM-Qualifikation 2027 steht

Geplant ist, dass Varfolomeev mit allen vier Handgeräten antritt, Pusch mit drei und Simakova mit einem. Für den Verband ist damit früh festgelegt, welche Rollen die Athletinnen im deutschen Aufgebot übernehmen sollen.

Für die Gruppe nominiert der DTB Alina Datsenko (TSV Schmiden), Anja Kosan (SC Siemensstadt), Alina Ott (TSV Nürnberg 1846), Helena Ripken (VfL Zehlendorf) und Anna-Maria Shatokhin (TSV Schmiden). So setzt der Verband auf jene Besetzung, die sich in der internen Auswahl durchgesetzt hat.

„Es war durchaus ein enges Rennen um die WM-Plätze.“

So ordnete RSG-Teamchefin Isabell Sawade die Entscheidung ein. Die Auswahl fiel damit erst nach der letzten Qualifikation endgültig.

Varfolomeev ist die Spitze, Frankfurt bleibt der Prüfstein

Varfolomeev reist mit einem besonderen Status nach Frankfurt. Die 19-Jährige gilt als die derzeit prominenteste deutsche Gymnastin in der Rhythmischen Sportgymnastik. Für eine Heim-WM ist das ein Vorteil auf dem Papier, aber kein Garant für ein Ergebnis.

Die offizielle WM-Seite bestätigt die 42. Weltmeisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt am Main. Insgesamt werden dort 354 Gymnastinnen aus 74 Nationen an den Start gehen. Für das deutsche Team bedeutet das einen direkten Vergleich mit einem sehr großen internationalen Feld.

Der DTB verweist zudem auf die aktuelle Form der Gruppe: In Cluj-Napoca gewann sie zuletzt fünf Medaillen. Das spricht für Stabilität und Erfahrung, sagt für Frankfurt aber noch nichts über das spätere Abschneiden aus.

Wie die Teamwertung in Frankfurt funktioniert

Wer die Rhythmische Sportgymnastik nicht regelmäßig verfolgt, sollte vor allem die Teamwertung kennen: Sie folgt der sogenannten 2+1-Regel. Für das Mannschaftsergebnis zählen also mindestens zwei Einzelgymnastinnen und eine Gruppe zusammen.

Der offizielle Zeitplan und der Wettkampfmodus sind auf frankfurt26.de beschrieben. Für das deutsche Team ist diese Struktur wichtig, weil Einzel- und Gruppenwettbewerbe nicht getrennt nebeneinander stehen, sondern gemeinsam in die Gesamtwertung einfließen.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Form einer Spitzenathletin, sondern die Stabilität des gesamten Aufgebots.

Vor dem Start in der Festhalle steht noch ein Medientermin an

Bevor die Titelkämpfe beginnen, stellt sich das Aufgebot am 30. Juli 2026 um 11:00 Uhr im OOSTEN in Frankfurt am Main den Medien vor. Dort sollen Varfolomeev, Pusch, Simakova und die Gruppe noch einmal auf die WM eingestimmt werden.

Sportlich entschieden wird aber erst in der Festhalle. Dort zeigt sich, ob das DTB-Team die Leistungen aus der Qualifikation bestätigen kann oder ob die Heim-WM die Karten neu mischt.

Jetzt zählt der Auftritt in der Festhalle

Die Nominierung steht, der eigentliche Test beginnt jedoch erst mit dem ersten Wettkampf. Vor heimischem Publikum wird sich zeigen, wie belastbar das Aufgebot des DTB in einem dichten internationalen Feld ist.

Für Frankfurt ist die Heim-WM damit vor allem eine Standortbestimmung unter besonderen Bedingungen. Ob die Auswahl des DTB am Ende trägt, entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern auf der Fläche.

Quellen

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