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Rheinland-Pfalz ignoriert Tierschutz: Baujagd bleibt erlaubt

In Mainz zeigt die grüne Landesumweltministerin Katrin Eder unerwartet wenig Rückgrat in Sachen Tierschutz. Trotz klarer Gefahren und nachgewiesener Tierquälerei bleibt die umstrittene Baujagd in Rheinland-Pfalz auf Druck des Landesjagdverbands weiterhin erlaubt. Der Wildtierschutz Deutschland e.V. kritisiert diese Entscheidung scharf, da sie nicht nur den Koalitionsvertrag unterminiert, sondern auch den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit widerspricht. Eine Petition gegen die Baujagd hat bereits über 22.000 Unterschriften gesammelt und unterstreicht den öffentlichen Widerstand gegen diese Praktik.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die jüngste Entscheidung der grünen Landesumweltministerin von Rheinland-Pfalz, Katrin Eder, sorgt für massive Kritik aus den Reihen des Tier- und Naturschutzes. Im Visier steht die Baujagd, eine Praxis, die nachweislich Tierquälerei beinhaltet. Trotz großer Bedenken und einschlägiger Verbotsgründe bleibt die Baujagd auf Druck des Landesjagdverbands weiterhin erlaubt.

Gemäß dem Bundesjagdgesetz umfasst die Ausübung der Jagd auch den Tierschutz, der ausdrücklich dem Jäger auferlegt wird. Die Grundsätze der Weidgerechtigkeit besagen, dass vermeidbare Schmerzen und Leiden für Tiere zu verhindern sind. Doch bei der Baujagd kommt es regelmäßig zu grausamen Szenen: Hunde dringen in Fuchs- oder Dachsbaue ein, was oft zu schweren Verletzungen sowohl der gejagten Tiere als auch der jagenden Hunde führt. Ebenso werden jahrzehntealte Baustrukturen zerstört und das Risiko, Jagdhunde im Bau zu verlieren, ist erheblich.

Ein besonders kritischer Punkt ist die Fortsetzung der Baujagd während der Setzzeit. Dabei besteht immer die Gefahr, dass eine säugende Fähe getötet oder vom Hund totgebissen wird. Auch hochträchtige Füchsinnen, die körperlich eingeschränkt sind, haben keine faire Fluchtchance, was ebenfalls den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit widerspricht.

Das Verhalten von Ministerin Eder stößt auf Unverständnis. Anstatt sich konsequent an den Koalitionsvertrag zu halten, in dem der Tierschutz einen prominenten Platz in der rheinland-pfälzischen Landesverfassung hat, weicht sie dem Druck der Jägerschaft aus. Damit stellt sie nicht nur ihre demokratische Einstellung infrage, sondern ignoriert auch den Schutz von Wildtieren, der eigentlich prioritär sein sollte.

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Statistiken zeigen, dass die Baujagd lediglich einen marginalen Anteil an der gesamten Fuchsjagd in Deutschland hat. Beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, wo zahlreiche Füchse erlegt werden, liegt der Anteil der durch Baujagd getöteten Tiere zwischen 1,5 und 2,3 Prozent. Der Rückgang von Rebhühnern, Fasanen und anderen Bodenbrütern sowie Feldhasen trotz intensiver Fuchsjagd unterstreicht zudem, dass diese Praxis keinerlei bedeutungsvollen Einfluss auf die Stabilisierung gefährdeter Beutetierarten hat.

Eine von Wildtierschutz Deutschland e.V. gestartete Petition gegen die Baujagd sowie die tierschutzwidrige Haltung von Füchsen in sogenannten Schliefenanlagen hat mittlerweile über 22.000 Unterstützer gefunden. Diese Einrichtung trainieren Jagdhunde mit lebenden Füchsen, was zusätzlich eine schwere Missachtung tierschutzrechtlicher Prinzipien darstellt.

Wildtierschutz Deutschland wurde 2011 gegründet und setzt sich seither intensiv für den Schutz und die Wiederherstellung von Lebensräumen für Wildtiere sowie deren Versorgung und Auswilderung in Not geratenen Wildtiere ein. Lovis Kauertz, Ansprechpartner für Presseanfragen bei Wildtierschutz Deutschland, unterstreicht die Notwendigkeit eines klaren gesetzlichen Rahmens, der den Tierschutz unmissverständlich priorisiert.

Diese Kontroverse unterstreicht erneut die Herausforderung, Tierschutzinteressen gegenüber traditionellen Jagdpraktiken durchzusetzen. Die dringend erforderliche Reform des Landesjagdgesetzes soll sicherstellen, dass Entscheidungen basierend auf ethischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen getroffen werden.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Rheinland-Pfalz duldet weiterhin die Tierquälerei bei der Jagd am Fuchsbau – …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Personen

    • Katrin Eder
    • Lovis Kauertz
  • Organisationen

    • Wildtierschutz Deutschland e.V.
    • Landesjagdverband Rheinland-Pfalz
    • Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT)
  • Institutionen

    • Landesumweltministerium Rheinland-Pfalz
  • Unternehmen

    • news aktuell
  • Projekte/Initiativen

    • aktionsbuendnis-fuchs.de
  • Social Media und Online-Plattformen
    • wildtierschutz-deutschland.de
    • facebook.com/wildtierschutz
    • Instagram: wildtierschutzdeutschland

Meldung einfach erklärt

  • Datum und Zeit: 11.07.2024 – 11:35 Uhr
  • Veröffentlicht von: Wildtierschutz Deutschland e.V.

Wer ist die grüne Landesumweltministerin?

  • Es geht um Katrin Eder aus Rheinland-Pfalz.

Was ist das Thema des Beitrags?

  • Der Beitrag kritisiert, dass die Baujagd in Rheinland-Pfalz weiterhin erlaubt bleiben soll.

Was ist Baujagd?

  • Bei der Baujagd werden Hunde in Fuchsbauten geschickt, um dort Füchse oder Dachse herauszutreiben.

Warum ist das problematisch?

  • Baujagd kann für die Hunde gefährlich sein.
  • Oft werden jahrzehntealte Bauten zerstört.
  • Hunde können bei der Baujagd verloren gehen.
  • Die Jagd ist besonders grausam, wenn es um säugende oder hochträchtige Füchsinnen geht.

Was sind die Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit?

  • Bei der Jagd sollen Tierschutzprinzipien beachtet werden.
  • Tiere sollen nicht unnötig leiden.
  • Baujagd widerspricht diesen Prinzipien.

Welche Kritik gibt es noch?

  • Die Baujagd findet auch während der Setzzeit statt, wenn Füchsinnen Junge zu versorgen haben.
  • Hochträchtige Füchsinnen haben keine faire Fluchtchance, was ebenfalls gegen die Weidgerechtigkeit verstößt.
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Wie steht das zum Koalitionsvertrag?

  • Im Koalitionsvertrag steht, dass Tierschutz in Rheinland-Pfalz sehr wichtig ist und in der Landesverfassung verankert ist.

Welchen Einfluss hat die Baujagd auf gefährdete Arten?

  • Die Baujagd hat wenig Einfluss auf die Stabilisierung gefährdeter Arten.
  • In Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil erlegter Füchse durch Baujagd bei nur 1,5 bis 2,3 Prozent.
  • Trotz intensiver Bejagung gehen die Bestände von Bodenbrütern wie Rebhühnern und Feldhasen zurück.

Was kann man tun?

  • Es gibt eine Petition von Wildtierschutz Deutschland gegen die Baujagd und andere tierschutzwidrige Praktiken.
  • Die Petition hat bereits über 22.000 Unterstützer.

Wer ist Wildtierschutz Deutschland e.V.?

  • Eine Tier- und Naturschutzorganisation, gegründet im Jahr 2011.
  • Sie setzen sich für Wildtiere und ihre Lebensräume in Deutschland ein.
  • Sie kümmern sich auch um Wildtiere in Not und bringen sie in Wildtierstationen.
  • Mitglied der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT).

Kontakt:

  • Lovis Kauertz, Wildtierschutz Deutschland e.V.
  • Telefonnummer: 0177 72 300 86
  • E-Mail: lk@wildtierschutz-deutschland.de
  • Website: www.wildtierschutz-deutschland.de
  • Facebook: facebook.com/wildtierschutz
  • Instagram: wildtierschutzdeutschland

Originalquelle:

  • Der Beitrag stammt von Wildtierschutz Deutschland e.V. und wurde über news aktuell verbreitet.

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