Reisebürobarometer 2025: Stabile Umsätze, aber steigende Kosten belasten kleine Betriebe

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Die wirtschaftliche Lage der Reisebüros in Deutschland bleibt insgesamt stabil. Das zeigt das aktuelle Reisebürobarometer 2025 des Deutschen Reiseverbandes (DRV). Die Ergebnisse mit Daten basierend auf dem Jahr 2024 zeigen aber auch, dass die Reisebüros trotz stabiler Umsätze zunehmend unter wirtschaftlichem Druck stehen.

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– Die wirtschaftliche Lage deutscher Reisebüros ist stabil, aber steigende Kosten belasten die Ertragslage.
– Besonders kleinere Betriebe verzeichnen durch hohe Personal- und Standortkosten ein negatives Betriebsergebnis.
– Für künftigen Erfolg sind effiziente Prozesse und die Weiterentwicklung der Ertragsmodelle entscheidend.

Reisebürobarometer 2025: Stabilität trotz wachsendem Kostendruck

Der aktuelle DRV-Reisebürobarometer 2025 zeigt, dass die Umsätze der Branche im Jahr 2024 insgesamt stabil geblieben sind. „Die wirtschaftliche Lage der Reisebüros in Deutschland bleibt insgesamt stabil,“ betont der Deutsche Reiseverband (DRV). Die Ergebnisse mit Daten basierend auf dem Jahr 2024 belegen jedoch auch, dass die Ertragskraft vieler Betriebe durch steigende Kosten unter Druck gerät. „Obwohl Umsätze und Erlöse auf Vorjahresniveau liegen, schmälern deutlich gestiegene Kosten die Ertragslage,“ fasst der Verband zusammen. Besonders kleine und Kleinstbetriebe seien von den Herausforderungen durch erhöhte Personal- und Standortkosten betroffen, die zu einer Verschlechterung des Betriebsergebnisses führten.

Trotz stabiler Umsätze hebt die Studie hervor, dass Effizienz, Kostenbewusstsein und die Weiterentwicklung der Ertragsmodelle künftig entscheidend bleiben, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. „Trotz stabiler Umsätze hat sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert,“ berichtet das Barometer. Besonders Kleinstbetriebe verzeichneten – laut den Daten aus dem Jahr 2024 – im Durchschnitt erneut ein negatives Betriebsergebnis.

Beim Produktmix zeigt sich die Branche weiterhin solide: Rund 70 Prozent der Betriebe erzielten 2024 vermittelte Umsätze zwischen 1,3 und 3,3 Millionen Euro*. Das klassische touristische Angebot bildet weiterhin das Rückgrat, während insbesondere größere Betriebe zunehmend Umsätze aus Flugleistungen generieren. Im Durchschnitt erwirtschafteten Reisebüros per Vollzeitäquivalent rund 900.000 Euro Umsatz*, während die Gesamterlöse bei der Mehrheit der Betriebe zwischen 146.000 und 350.000 Euro lagen.

Serviceentgelte, die im Durchschnitt etwa zehn Prozent zum Gesamterlös beitragen, gewinnen an Bedeutung. Diese Erlösquelle ist vor allem für größere Betriebe eine wichtige Ergänzung, doch die Margen bleiben insgesamt knapp: Die durchschnittliche Umsatzrendite lag im Jahr 2024 bei lediglich zwei Prozent*.

Die Ertragslage verschlechtert sich leicht, insbesondere bei kleinen Betrieben: „Besonders Kleinstbetriebe geraten dadurch unter Druck und verzeichneten im Durchschnitt erneut ein negatives Betriebsergebnis.“ Die Branche steht vor der Herausforderung, Kostenstrukturen konsequent zu optimieren, um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

Mobile Reiseberater setzen weiterhin auf das bewährte Modell: Im Durchschnitt erzielten sie einen Umsatz von rund 250.000 Euro, der nahezu vollständig aus klassischen touristischen Produkten stammt. „97 Prozent“ ihres Umsatzes generieren die mobilen Vertriebsmitarbeiter mit traditionellen Angeboten. Dabei bleibt der Fokus auf klassische Angebote erhalten, während Flugleistungen nur eine geringe Rolle spielen.

Die Ergebnisse des Barometers verdeutlichen: Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle werden immer mehr zu Schlüsselfaktoren für nachhaltiges Management. „Insbesondere kleinere Betriebe stehen vor der Aufgabe, ihre Kostenstrukturen zu optimieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern,“ betont der Verband. Die bestehenden Herausforderungen erfordern eine konsequente betriebswirtschaftliche Steuerung, damit der deutsche Reisehandel auch künftig seine bedeutende Rolle in der Tourismusbranche behält.

Für das DRV-Reisebürobarometer 2025 wurden Daten von 1.031 Reisebüros sowie Umsatzzahlen von 1.441 mobilen Reiseberatungen ausgewertet. Mit diesen Zahlen liefert das Barometer eine realistische Abbildung der Branche, unterstützt durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Dr. Fried & Partner.

Die vollständige Analyse sowie das aktualisierte interaktive Dashboard stehen vertraulich für Mitglieder im geschützten Bereich auf drv.de bereit.

Warum stabile Umsätze nicht automatisch stabile Betriebe bedeuten

Trotz eines grundsätzlich stabilen Umsatzniveaus in der deutschen Reisebürobranche zeigt ein genauer Blick auf die Strukturen und Rahmenbedingungen: Viele kleine Betriebe stehen wirtschaftlich unter Druck, während die Gesamtsumme der Umsätze auf Branchenebene kaum Schwankungen aufweist. Dieser scheinbare Widerspruch lässt sich durch eine Vielzahl wirtschaftlicher Mechanismen und branchenspezifischer Faktoren erklären.

Mehr als 6.700 stationäre Reisebüros gibt es in Deutschland, Stand März 2024.* Im Jahr 2023 wurden zudem Insolvenzverfahren von Reisebüros eröffnet, was die Herausforderungen für kleinere Unternehmen unterstreicht. Parallel dazu lag der Umsatz der Branche im Jahr 2024 bei rund 62 Milliarden Euro nominal, 52 Milliarden Euro real auf 2020er-Preisniveau, was auf eine robuste wirtschaftliche Basis hinweist.*

Die Key-Insight: Hoher Gesamtumsatz, niedrige Insolvenzrate und stabile Produktvermittlungen lassen den Schluss zu, dass die Branche insgesamt stabil ist. Dennoch ist diese Stabilität irreführend, wenn man das Schicksal einzelner kleiner Betriebe betrachtet. Die Ergebnisse des Barometers 2025 zeigen, dass insbesondere kleinere Unternehmen durch gestiegene Kosten und schwächere Skaleneffekte deutlich stärker belastet werden.

Wirtschaftliche Mechanismen erklären die Diskrepanz: Große Firmen profitieren durch Skalenvorteile, etwa bei Mieten oder Personal, die bei kleinen Anbietern meist deutlich höher ausfallen. Kleine Betriebe müssen oft teure Standorte mieten und Personal aufstellen, das nur schwer effizient eingesetzt werden kann. Ein Beispiel: Während Großketten von gebündelten Einkaufsvorteilen profitieren, müssen Einzelläden meist Miet- und Personalkosten allein stemmen, was ihre Rentabilität gefährdet.

Als Folge davon steigen die Fixkosten bei kleinen Betrieben stärker als die Umsätze. Steigende Mieten, höhere Personalkosten und zusätzliche Ausgaben für Dienstleistungen, die keine Skalenvorteile bieten, wirken sich direkt auf die Ertragslage aus. Im Gegensatz dazu können größere Unternehmen Kostenvorteile aus einer breiteren Produktpalette und effizienteren Prozessen ziehen, wodurch sie trotz stagnierender Umsätze ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Der Blick auf die Zahlen bestätigt: Im Jahr 2024 erzielten die durchschnittlichen Reisebüros einen Umsatz von rund 900.000 Euro pro Vollzeitbeschäftigten-Äquivalent, so die aktuellen Daten. Gleichzeitig dominieren klassische touristische Produkte nach wie vor das Geschäft – fast 90 Prozent der Provisionserlöse stammen aus diesen Bereichen. Die Ertragsqualität leidet jedoch zunehmend, insbesondere bei kleinen Betrieben. Laut Bericht machen Serviceentgelte, die im Durchschnitt zehn Prozent zum Gesamterlös beitragen, bei großen Betrieben fast ein Viertel aus, bei Kleinstbetrieben jedoch nur knapp neun Prozent.* Das zeigt, wie wichtig es für kleine Betriebe wird, ihre Kosteneffizienz zu verbessern und neue Ertragsquellen zu erschließen.

Zusätzlich bremst die steigende Kostenbelastung die Rentabilität: Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Umsatzrendite bei circa zwei Prozent. Regionale Unterschiede, zum Beispiel in den Bundesländern mit günstigerem Miet- und Personalaufwand, führen zu höheren Renditen. In Ballungsräumen hingegen verursachen hohe Mieten und Personalkosten nach wie vor erhebliche Herausforderungen. Diese Unterschiede manifestieren sich in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der lokalen Betriebe.

In der Gesamtbetrachtung wird deutlich: Auch wenn die Branche auf Branchenebene nominale Umsatzerlöse aufweist, sind kleinere Betriebe durch die steigenden Kosten erheblichen Risiken ausgesetzt. Ohne betriebswirtschaftliche Anpassungen – etwa Effizienzsteigerungen, Kostenkontrolle und neue Ertragsmodelle – riskieren viele, den wirtschaftlichen Druck nicht mehr bewältigen zu können. Das legt nahe, dass die zukünftige Stabilität der Gesamtbranche maßgeblich von der Fähigkeit kleiner Anbieter abhängen wird, ihre Kosten zu senken und ihre Ertragsprofile nachhaltiger zu gestalten.

Wirtschaftliche Lage der Reisebüros 2025: Stabilität trotz steigender Kosten

Die Branche der stationären Reisebüros in Deutschland zeigt eine insgesamt stabile wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024, auch wenn die Herausforderungen durch steigende Kosten zunehmen. Das aktuelle Reisebürobarometer 2025 des Deutschen Reiseverbandes (DRV) bestätigt, dass die Umsätze auf Vorjahresniveau bleiben, doch die Ertragslage wird zunehmend durch Kostensteigerungen belastet.

Die Umsätze der Reisebüros bewegen sich 2024 auf einem soliden Niveau. Der nominale Gesamtumsatz der Branche lag bei rund 62 Milliarden Euro. Diese Kennzahl basiert auf aktuellen Daten des DIHK und ist ebenfalls Stand: 2024.*

Jahr Kennzahl Wert Einheit Quelle / Stand
2024 Nominaler Umsatz Reiseveranstalter & -büros 62 Milliarden Euro Quelle: dihk.de, Stand: 2024

Diese Zahlen verdeutlichen, dass Reisebüros trotz wachsendem Kostendruck eine stabile Basis besitzen. Besonders small-scale-Betriebe sind jedoch stärker betroffen. Das DRV-Barometer zeigt, dass die Betriebsergebnisse im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert haben; vor allem die steigenden Personal- und Mietkosten drücken auf die Ertragslage.

Die Produktstruktur bleibt weitgehend klassisch: Rund 70 Prozent der Betriebe erzielten 2024 Vermittlungsumsätze zwischen 1,3 und 3,3 Millionen Euro.* Der Vertrieb konventioneller touristischer Produkte dominiert weiterhin, wobei bei größeren Unternehmen der Anteil aus Flugleistungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Unter den Erlösquellen sind klassische Provisionen nach wie vor dominant: Fast 90 Prozent der Erlöse stammen aus touristischen Produkten, ergänzt durch Serviceentgelte, die im Durchschnitt zehn Prozent zum Gesamtergebnis beitragen. Bei Betrieben mit mehr als 15 Millionen Euro Umsatz erreichen Serviceentgelte fast ein Viertel der Erlöse, bei Kleinbetrieben liegt dieser Anteil bei kaum neun Prozent.

Robust zeigt sich die Produktivität.

Regionale Unterschiede bei den Renditen machen deutlich: Die durchschnittliche Umsatzrendite aller Reisebüros lag bei etwa zwei Prozent. In Bundesländern mit günstigen Personal- und Mietkosten sind die Renditen tendenziell höher. Dennoch bleiben die Kostenherausforderungen in Ballungsräumen eine wesentliche Herausforderung für die Branche.

Das DRV-Barometer unterstreicht: Effizienzsteigerung, Kostenkontrolle und die Weiterentwicklung der Ertragsmodelle sind längst keine optionalen Strategien mehr. Gerade kleinere Betriebe stehen vor der Aufgabe, ihre Strukturen zu optimieren, um auch künftig wirtschaftlich stabil zu bleiben. Die Analyse basiert auf Daten von 1.031 Reisebüros aus 2024 sowie 1.441 mobilen Beratern und wird vom Beratungsunternehmen Dr. Fried & Partner unterstützt.*

Insgesamt zeigt das Reisebürobarometer, dass die Branche trotz der kontinuierlichen Herausforderungen auf einem stabilen Pfad bleibt, jedoch die Ertragssteigerung und Kosteneffizienz im Fokus behalten müssen.

Auswirkungen und gesellschaftliche Relevanz des Branchenwandels im Reisebüromarkt

Die stabilisierten Umsätze der Reisebüros in Deutschland stehen nicht für eine unproblematische Situation. Trotz eines Branchenumsatzes von nominal rund 62 Milliarden Euro im Jahr 2024* sinken durch steigende Kosten die Ertragschancen kleiner Betriebe erheblich. Während viele Betriebe im Durchschnitt Umsätze zwischen 1,3 und 3,3 Millionen Euro erzielten, geraten vor allem kleine und unabhängige Reisebüros zunehmend unter Druck. Dies betrifft die Beschäftigten, lokale Geschäfte und die gesamte Wirtschaftsstruktur vor Ort. Die Entwicklung hat so weitreichende Folgen, dass sie für Städte, Regionen und Beschäftigungspolitik von hoher Bedeutung ist.

Wer ist betroffen — und wie?

  • Inhaber kleiner Reisebüros: Mehr als die Hälfte der Betriebe gehört mit Umsätzen zwischen 146.000 und 350.000 Euro zu den kleineren Unternehmen. Der Betriebserfolg hängt maßgeblich von der Effizienz ab, doch steigende Personal- und Raumkosten – die laut Branchenbericht im Jahr 2024 besonders auf kleinere Betriebe wirken – verringern ihre Gewinnspannen erheblich. Im Jahr 2023 mussten etwa 20 Reisebüros Insolvenzverfahren durchlaufen haben*.

  • Beschäftigte: Im Durchschnitt erwirtschaften Reisebüros pro Vollzeitbeschäftigten-Äquivalent etwa 900.000 Euro Umsatz*. Doch die Margen schrumpfen, weil die Betriebsergebnisse zwar stabil bleiben, sich aber die finanziellen Spielräume verringern, was Beschäftigungssicherheit gefährden kann. Zudem steigt der Kostendruck, insbesondere im Personalbereich, was den Arbeitsmarkt in der Branche beeinflusst.

  • Innenstädte und lokale Wirtschaft: Der stationäre Einzelhandel, zu dem auch Reisebüros zählen, ist essentiell für die Belebung innerstädtischer Räume. Mit rund 6.700 Betrieben (Stand: März 2024)* prägen sie das Stadtbild maßgeblich. Die zunehmende Branchenschließung, sichtbar an den Insolvenzen, schwächt die lokale Wirtschaftskraft. Die Abwanderung von Kundinnen und Kunden, die auf persönliche Beratung setzen, führt zu Umsatzeinbußen für umliegende Geschäfte.

  • Verbraucher: Kunden schätzen die Beratungskompetenz der stationären Reisebüros. Jedoch beeinflusst die zunehmende Digitalisierung den Vertriebsweg, wodurch Verbraucher auf online-basierte Alternativen ausweichen. Die Divergenz zwischen klassischen Beratungsangeboten und digitaler Konkurrenz kann zeigen, welche Folgen der Wandel für die Kundenzufriedenheit hat.

Politische und Branchenreaktionen

In Reaktion auf diese Entwicklungen diskutieren Branchenverbände und Politiker Maßnahmen zur Stabilisierung. Dabei stehen die Förderung innovativer Ertragsmodelle, Beratungs- und Digitalisierungsangebote sowie regulatorische Unterstützung im Fokus. Ziel ist es, den Kostendruck kleiner Unternehmen zu mindern, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Beschäftigung in den Innenstädten zu erhalten. Auch eine stärkere Begleitung bei der betrieblichen Transformation wird als notwendig erachtet, um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen auszugleichen.

Zusammenfassung in kurzer Übersicht

  • Rund 6.700 Reisebüros in Deutschland (Stand: März 2024)* beeinflussen lokale Wirtschaft und Arbeitsplätze.
  • 2023: 20 Insolvenzen, kleinere Betriebe besonders gefährdet*.
  • Branchenumsatz 2024: nominal rund 62 Milliarden Euro, mit wachsendem Kostendruck*.
  • Konzentration auf Effizienz und Ertragssteigerung ist notwendig.
  • Gesellschaftliche Herausforderungen entstehen durch schrumpfende stationäre Beratung und flächendeckende Wirtschaftsschwächung vor Ort.

Diese Entwicklung verdeutlicht, wie eng wirtschaftliche Stabilität im Branchenumfeld mit sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung verknüpft ist. Die Branche steht vor der Herausforderung, in einem veränderten Marktumfeld innovative Wege zu finden, um Beschäftigung und lokale Wirtschaft zu sichern.

Zukunftsfähigkeit der Reisebranche: Effizienz, Innovationen und Zusammenarbeit im Blick

Die Branche steht vor der Herausforderung, ihre wirtschaftliche Stabilität langfristig zu sichern. Dabei rücken insbesondere Maßnahmen in den Fokus, die die Effizienz steigern, Ertragsquellen diversifizieren und kleinen Betrieben das Überleben erleichtern. Reisebüros sollten verstärkt auf die Ergänzung klassischer Geschäftsmodelle setzen, indem sie digitale Tools und automatisierte Prozesse nutzen, um Kosten zu senken und zugleich den Kundenservice zu verbessern. Eine strategische Diversifikation des Produktportfolios, etwa durch gezielte Serviceentgelte oder eigeninitiierte Veranstaltungen, eröffnet zusätzliche Ertragswege. Auch der Ausbau von Kooperationen auf regionaler oder branchenübergreifender Ebene kann Synergien schaffen und die Wirtschaftlichkeit stärken.

Von Verbänden wird erwartet, dass sie diese Entwicklungen durch geeignete Beratungsangebote, Benchmarking-Tools und Plattformen für Erfahrungsaustausch unterstützen. Zudem können sie bei der Entwicklung gemeinsamer Standards, Schulungsprogrammen und der Förderung digitaler Kompetenzen eine entscheidende Rolle spielen. Für die Politik sind klare Rahmenbedingungen nötig: Förderprogramme und Erleichterungen bei bürokratischen Hürden sind zentrale Bausteine, um kleine und mittelgroße Anbieter gezielt zu stärken und den Standort Deutschland im touristischen Wettbewerb zu festigen.

Wenn die Reisebranche diese Handlungsfelder konsequent angeht, stehen die Chancen gut, dass sich die Unternehmen an die sich wandelnden Marktanforderungen anpassen. Im besten Fall entwickeln sich die Betriebe zu innovativen, resilienten Akteuren, die auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten bestehen. Bleiben jedoch die Problematiken unadressiert, könnten viele Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren oder sogar vom Markt verschwinden. Ohne strategische Anpassungen droht die Branche, den Anschluss an digitale und betriebswirtschaftliche Modernisierungen zu verpassen, was nachhaltige Folgen für Arbeitsplätze und die gesamte touristische Wertschöpfung hätte.

Liebhaber:innen vertiefender Einblicke finden in der Management Summary des DRV-Reisebürobarometers 2025, die im Kapitel 1 veröffentlicht wurde. Dort erhalten Interessierte detaillierte Analysen, die eine fundierte Grundlage für zukünftige Entscheidungen bieten.
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Die hier dargestellten Informationen und Zitate entstammen einer Pressemitteilung des Deutschen Reiseverbandes (DRV).

Weiterführende Quellen:

8 Antworten

  1. Kleine Reisebüros brauchen dringend Hilfe! Es sollte ein Programm geben, das speziell für sie gedacht ist und nicht nur für große Ketten.

  2. Ich finde es toll, dass die Branche trotz der Schwierigkeiten Stabilität zeigt. Aber was kann getan werden für die Zukunft? Ist eine Reform nötig?

  3. Es ist erstaunlich, wie stabil die Umsätze sind, obwohl viele kleine Büros kämpfen müssen. Gibt es Ideen, wie man diesen Widerspruch lösen kann?

  4. Ich frage mich, ob es wirklich an den Kosten liegt oder ob auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Digitalisierung könnte da ein großes Thema sein.

    1. Das ist ein guter Punkt! Vielleicht sollten mehr Reisebüros digitale Angebote entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

  5. Die Zahlen sind ja ganz interessant, aber warum wird nicht mehr getan, um den kleinen Betrieben zu helfen? Ich finde, dass die großen Ketten viel zu viel Einfluss haben. Was denkt ihr darüber?

    1. Ich verstehe deinen Punkt. Vielleicht sollten die Verbände mehr Unterstützung bieten für die kleinen Reisebüros, besonders wenn sie unter den hohen Kosten leiden.

    2. Ja, das wäre echt wichtig! Die kleinen Betriebe sind doch das Herz der Branche. Ohne sie verlieren wir auch die persönliche Beratung.

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