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Reimann fordert bessere Ersteinschätzung für Notfallversorgung

26. Juni 2024, Berlin (ots)Anlässlich der heutigen Verbändeanhörung zum NotfallGesetz (NotfallG) betont die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, die notwendige Strukturanpassung im deutschen Gesundheitswesen: „Mit dem NotfallGesetz wird endlich das Problem des ungeregelten Zugangs zur Notfallversorgung angegangen." Die Einführung der Integrierten Notfallzentren (INZ), bestehend aus Notaufnahmen in Krankenhäusern, Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung und Ersteinschätzungsstellen, markiert eine bedeutende Reform. Entscheidend für den Erfolg dieser Maßnahme ist ein bundesweit einheitliches Ersteinschätzungsverfahren, das unabhängig von Einzelinteressen funktioniert und Patientinnen und Patienten zuverlässig in die richtige Versorgungsebene leitet.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die heutige Anhörung zum NotfallGesetz (NotfallG) in Berlin brachte wichtige Erkenntnisse über dringend notwendige Anpassungen im deutschen Gesundheitswesen ans Licht. Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, nahm die Gelegenheit wahr, auf essentielle Strukturanpassungen hinzuweisen, die das deutsche Gesundheitssystem insgesamt effizienter und zugänglicher machen sollen.

„Mit dem NotfallGesetz wird endlich eines der drängendsten Probleme des deutschen Gesundheitswesens angegangen – der ungeregelte Zugang von Patientinnen und Patienten zur Notfallversorgung,” betonte Reimann. Sie hob die Bedeutung der Einführung Integrierter Notfallzentren (INZ) hervor, die eine Notaufnahme im Krankenhaus, eine Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung sowie eine Ersteinschätzungsstelle beinhalten sollen. Diese Zentren könnten die dringend benötigte Steuerungsfunktion übernehmen, um sicherzustellen, dass Patienten zügig und angemessen versorgt werden.

Ein zentraler Punkt für den Erfolg dieser Reform ist laut Reimann die verbindliche und neutrale Ersteinschätzung der Behandlungsbedarfe. „Eine verbindliche und neutrale Ersteinschätzung darf nicht wieder an den Einzelinteressen der Beteiligten scheitern”, mahnte sie. Ein bundeseinheitliches Verfahren sei entscheidend, um Patienten in die richtige Versorgungsebene zu leiten. Der Gemeinsame Bundesausschuss habe dazu bereits eine klare Richtlinie beschlossen, die nun genutzt werden müsse.

Ein weiterer Aspekt, den Reimann betonte, ist die Rolle der Rettungsdienste innerhalb dieses neuen Systems. Sie warnte davor, die Zusammenarbeit zwischen Rettungsleitstellen und den sogenannten KV-Akutleitstellen dem Zufall zu überlassen. Andernfalls drohe ein unübersichtlicher Flickenteppich aufgrund regionaler Unterschiede.

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Reimann unterstrich auch die Notwendigkeit einer umfassenden Krankenhausreform, die Kapazitäten bündelt und den Übergang zur ambulanten Versorgung vorantreibt. Diese Maßnahmen seien unerlässlich, um die gesteigerte Nachfrage nach Notfallversorgung bewältigen zu können. Ebenso sollten strukturelle Veränderungen im Rettungsdienst erfolgen, um tatsächliche Einsparpotenziale zu realisieren.

Besonders bemerkenswert ist Reimanns Anmerkung zu den erwarteten Einsparungen durch die Reformen: „Schon jetzt zeigen die weiter steigenden Krankenhauskosten trotz dauerhafter Abnahme der Fallzahlen, dass die Annahme schneller Einspareffekte illusorisch ist.” Sie zeigte sich skeptisch, ob die prognostizierten Einsparungen tatsächlich kurz- oder mittelfristig erreicht werden können, solange keine sektorenübergreifenden Lösungen umgesetzt werden.

Die Aussagen von Dr. Carola Reimann verdeutlichen die Komplexität und die Herausforderungen einer Reform des deutschen Notfallsystems. Ihre Ausführungen rufen zu einem koordinierten und strukturierten Vorgehen auf, damit Patienten künftig besser und schneller die notwendige medizinische Hilfe erhalten können. Klar ist, dass ohne tiefgehende Änderungen an mehreren Stellen des Gesundheitssystems die angestrebten Verbesserungen nur schwer erreichbar sein werden.


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Reimann zum Notfallgesetz: Notfälle in die richtige Versorgungsebene steuern

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Zitierte Personen und Organisationen

  • AOK-Bundesverband
  • Dr. Carola Reimann
  • Kassenärztliche Vereinigung
  • Gemeinsamer Bundesausschuss
  • Rettungsdienst
  • Rettungsleitstelle
  • KV-Akutleitstelle
  • Pressestelle Ansprechpartner: Dr. Kai Behrens
  • Original-Content von: news aktuell

Meldung einfach erklärt

Hier ist der Beitrag in leichter Sprache und mit zusätzlichen Fragen und Antworten:

Datum und Uhrzeit: 26.06.2024 – 10:27 Uhr

Dieser Beitrag kommt von: AOK-Bundesverband

Ort: Berlin

Thema: NotfallGesetz (NotfallG)

Frau Dr. Carola Reimann, die Chefin des AOK-Bundesverbandes, spricht über das neue NotfallGesetz und warum es wichtig ist.

Was macht das NotfallGesetz?

  • Es löst ein großes Problem im deutschen Gesundheitswesen.
  • Es regelt, wie Patientinnen und Patienten Hilfe im Notfall bekommen.

Welche Änderungen bringt das Gesetz?

  • Integrierte Notfallzentren (INZ) werden eingerichtet. Diese Zentren verbinden:
    • Die Notaufnahme im Krankenhaus
    • Eine Notdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung
    • Eine Ersteinschätzungsstelle

Warum sind diese Änderungen nötig?

  • Menschen in Not können oft nicht richtig einschätzen, wie dringend ihre medizinische Situation ist.
  • Die neuen Strukturen helfen dabei, dass Patientinnen und Patienten schneller die richtige Hilfe bekommen.

Was ist besonders wichtig für den Erfolg der Reform?

  • Es braucht eine verbindliche und unabhängige Ersteinschätzung.
  • Es sollte ein Verfahren für ganz Deutschland geben.
  • Der Gemeinsame Bundesausschuss hat schon eine Richtlinie dazu beschlossen.
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Wie hängt das mit anderen Bereichen zusammen?

  • Funktionierende Ersteinschätzungsstellen könnten mehr Patienten ambulant behandeln, statt sie ins Krankenhaus zu bringen.
  • Im internationalen Vergleich landen in Deutschland noch zu viele Notfälle im Krankenhaus.

Warum muss der Rettungsdienst stärker eingebunden werden?

  • Der Rettungsdienst arbeitet mit der Notrufzentrale und der KV-Akutleitstelle zusammen.
  • Ohne gute Zusammenarbeit der 240 regionalen Leitstellen entsteht ein Flickenteppich.

Was ist außerdem notwendig, damit die Reform funktioniert?

  • Andere Bereiche des Gesundheitswesens müssen ebenfalls angepasst werden.
  • Krankenhäuser brauchen eine Reform, um besser zusammenzuarbeiten und mehr ambulante Behandlungen durchzuführen.
  • Die vertragsärztliche Versorgung muss gestärkt werden, damit sie auch die Notfallversorgung übernehmen kann.
  • Auch der Rettungsdienst braucht strukturelle Veränderungen, um echte Einsparungen zu erzielen.

Ist es realistisch, viel Geld zu sparen?

  • Schnelle Einsparungen sind unrealistisch.
  • Krankenhauskosten steigen trotz weniger Patientenfälle.
  • Einsparungen im Rettungsdienst sind nur langfristig möglich.

Wer ist der Ansprechpartner für Presseanfragen?

Dr. Kai Behrens

Telefon: 030 / 34646-2309

Mobil: 01520 / 1563042

E-Mail: presse@bv.aok.de

Herkunft des Inhalts:

Original-Content von: AOK-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

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