– 20 junge Führungskräfte der Recyclingbranche trafen sich 4.–6. Juni 2025 in München.
– Besuche bei Geiger Entsorgung und ALFA Recycling vermittelten praxisnahe Einblicke.
– bvse-Juniorenkreis fördert Austausch, Digitalisierungsthemen und Zukunftskompetenzen junger Branchenakteure.
Junge Führungskräfte der Recyclingbranche vernetzen sich beim bvse-Juniorenkreistreffen 2025 in München
Vom 4. bis 6. Juni 2025 trafen sich 20 junge Fach- und Führungskräfte aus Mitgliedsunternehmen des bvse-Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. zum Juniorenkreistreffen in München. Die Veranstaltung, die von Maxime Rehbock organisiert wurde, kombinierte praxisnahe Einblicke, fachlichen Austausch und persönliche Vernetzung in einem kompakten Programm über drei Tage. Am ersten Tag stand ein Besuch bei der Geiger Entsorgung München GmbH in Garching auf dem Plan. Dort vermittelte Geschäftsführer Joachim Schön den Teilnehmenden detaillierte Einblicke in die technische Infrastruktur für den Umgang mit mineralischen Abfällen sowie in die logistischen Abläufe im Baustellen- und Recyclingbereich. Anschließend erhielten die Nachwuchskräfte die Gelegenheit, die Anlagen der benachbarten ALFA Recycling GmbH & Co. KG zu besichtigen. Dieses Unternehmen spezialisiert sich auf die Behandlung nicht-mineralischer Abfälle.
Der Nachmittag gehörte der Sitzung des Juniorenkreises, moderiert vom Vorsitzenden Leander Leins. Dabei standen aktuelle Fragestellungen aus der Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft im Fokus, ebenso wie der persönliche Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten. Ein gemeinsames Abendessen in der MOTORWORLD München bot zum Ausklang Raum für intensive Gespräche und den Ausbau persönlicher Kontakte in besonderer Atmosphäre.
Der zweite Tag ermöglichte den Teilnehmenden dank des Engagements von Juniorenkreismitglied Maximilian Meckelburg einen Besuch im MAN Truck Forum. Neben einem umfangreichen Rundgang durch die Lkw-Produktion präsentierten die Gastgeber aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung, alternative Antriebe und moderne Fertigungsmethoden. Abgerundet wurde der Besuch mit einem Aufenthalt im Besucherbereich und der MAN-Markenwelt.
Der bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock betont die Bedeutung dieser Nachwuchsinitiative: „Nur durch gezielten Austausch und die Vernetzung der nächsten Generation sichern wir die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit unserer Branche. Mit dem bvse-Juniorenkreis schaffen wir eine starke Plattform, um junge Talente zu fördern und aktiv in die Verbandsarbeit einzubinden. Auch für ehrenamtliche Funktionen – etwa im Präsidium, Gesamtvorstand oder in den Fachverbänden – ist der personell gut aufgestellte Juniorenkreis eine wichtige Talentschmiede, um den bvse nachhaltig zu stärken und zu verjüngen.“
Mit dem Juniorenkreistreffen in München unterstrich der bvse erneut die Relevanz des Erfahrungs- und Wissensaustauschs junger Führungskräfte für die Entwicklung der Recycling- und Entsorgungsbranche. Die Gastfreundschaft von Geiger Entsorgung, ALFA Recycling und MAN sowie die vielfältigen Programmpunkte trugen wesentlich zu einer gelungenen Veranstaltung bei.
Nachwuchsförderung als Motor für Innovation in der Recyclingwirtschaft
Die Recyclingbranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen, die sowohl technische Innovationen als auch neue gesellschaftliche Anforderungen mit sich bringen. In diesem Umfeld wird die Förderung von Nachwuchskräften zu einem zentralen Erfolgsfaktor, um die Zukunftsfähigkeit der Entsorgungswirtschaft sicherzustellen. Junge Fach- und Führungskräfte tragen entscheidend dazu bei, innovative Technologien voranzutreiben, nachhaltige Kreislaufwirtschaftskonzepte umzusetzen und die Branche an die erhöhten Umweltstandards sowie gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen.
Ein aktuelles Beispiel für die Bedeutung dieser Entwicklung liefert das jüngste Juniorenkreistreffen des bvse, bei dem 20 Nachwuchskräfte aus Mitgliedsunternehmen praxisnahe Einblicke erhielten, sich austauschten und vernetzten. Solche Formate schaffen eine Plattform für den Wissenstransfer, motivieren junge Talente und stärken den Zusammenhalt in einem sich wandelnden Markt.
Warum ein starker Nachwuchs für die Branche zählt
Die Herausforderungen und Chancen der Recyclingwirtschaft verlangen nach kompetenten Fachkräften, die technische Abläufe verstehen und zugleich innovative Geschäftsmodelle entwickeln können. Der Fachkräftemangel gilt als eine der größten Hürden, der die Branche schon heute belastet und sich durch eine demografisch bedingte Verringerung erfahrener Mitarbeiter künftig noch verschärfen wird. Nachwuchsförderung begegnet diesem Problem mit gezieltem Wissenstransfer und beruflicher Qualifizierung.
Darüber hinaus sind junge Führungskräfte besonders wichtig, um die Digitalisierung von Prozessen voranzutreiben, alternative Antriebstechnologien in der Logistik zu integrieren und neue Verfahren in der Abfallbehandlung zu etablieren. Zugleich wächst die Verantwortung, soziale und ökologische Standards in der Entsorgungswirtschaft stärker zu verankern. Junge Talente übernehmen hier eine Vorreiterrolle beim Gestalten von nachhaltigen Lösungen.
Typische Herausforderungen bei der Nachwuchsförderung in der Recyclingbranche lassen sich so zusammenfassen:
- Sicherstellung einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung angesichts sich schnell ändernder Technologien
- Gewinnung junger Menschen für ein Image, das mit moderner Umwelttechnik und Innovation verbunden ist
- Integration von Nachwuchskräften in Entscheidungsprozesse und Führungsaufgaben
- Unterstützung von Networking und Erfahrungsaustausch unter jungen Fachkräften, um eine starke Gemeinschaft aufzubauen
- Anpassung an gesellschaftliche Erwartungen und regulatorische Vorgaben durch innovative Ansätze
Der bvse-Bundesverband unterstreicht mit dem Juniorenkreis die strategische Bedeutung dieser Themen. Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, betont: „Nur durch gezielten Austausch und die Vernetzung der nächsten Generation sichern wir die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit unserer Branche.“ Der Juniorenkreis fungiert damit als wichtige Talentschmiede und Plattform, die junge Fach- und Führungskräfte gezielt unterstützt und in die Verbandsarbeit einbindet.
Auf diese Weise entsteht ein tragfähiges Fundament, mit dem die Recyclingwirtschaft nicht nur aktuelle Herausforderungen bewältigen kann, sondern auch ihre Rolle als eine der Schlüsselindustrien für nachhaltige Ressourcennutzung ausbaut. Die Nachwuchsförderung setzt Impulse für eine innovative und resilient gestaltete Zukunft der Branche.
Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des bvse-Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.
7 Antworten
„Nachwuchsförderung als Motor für Innovation“ ist ein wichtiger Punkt! Ich würde gerne wissen, welche konkreten Programme zur Unterstützung junger Talente existieren? Gibt es dazu Informationen auf der bvse-Website?
Das Juniorenkreistreffen klingt nach einer tollen Gelegenheit für junge Talente! Ich frage mich, wie der bvse sicherstellt, dass alle Stimmen gehört werden. Gibt es Möglichkeiten für Feedback von den Teilnehmern?
Das wäre wirklich interessant zu wissen! Feedback könnte helfen, zukünftige Veranstaltungen noch besser zu gestalten.
Ich stimme zu! Ein kontinuierlicher Austausch zwischen jungen Führungskräften kann sehr wertvoll sein für alle Beteiligten.
Die Besuche bei Geiger und ALFA Recycling scheinen sehr informativ gewesen zu sein! Welche Technologien wurden dort vorgestellt? Ich denke, wir brauchen mehr solche Veranstaltungen für den Austausch.
Ich finde es super, dass junge Führungskräfte im Recyclingbereich gefördert werden! Es ist wichtig, neue Ideen in die Branche zu bringen. Wer hat noch Erfahrungen mit solchen Netzwerktreffen gemacht?
Ja, ich war bei einem ähnlichen Treffen und fand die Diskussionen sehr inspirierend. Mich interessiert, wie die Digitalisierung konkret vorangetrieben wird. Hat jemand dazu spezifische Beispiele?