Recycling im Aufbruch: Neuer bvse-Vorstand Nord und innovative ORCA-Anlage setzen Meilenstein für nachhaltiges Baustoffrecycling

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Am 2. Juli trafen sich in Seevetal-Hittfeld rund 60 bvse-Nord-Mitglieder zur Landesversammlung und wählten turnusgemäß die Vorstände der fünf norddeutschen Landesverbände neu. Anschließend präsentierte die OTTO DÖRNER Kies und Deponien GmbH ihre neue ORCA-Recyclinganlage – ein 22-Millionen-Euro-Projekt, das jährlich bis zu 120.000 Tonnen mineralischen Bauschutt zu Sekundärbaustoffen aufbereitet. Die Teilnehmenden hoben den Stellenwert ehrenamtlicher Verbandsarbeit und die Notwendigkeit eines unterstützenden politischen Rahmens für die Kreislaufwirtschaft hervor.

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– Landesverbände Nord wählen neuen Vorstand bei Rekordbeteiligung von rund 60 Teilnehmenden.
– Vorstellung und Besichtigung der ORCA-Recyclinganlage in Seevetal-Hittfeld mit 22-Mio-Investition.
– ORCA verarbeitet jährlich 120.000 Tonnen mineralischen Bauschutt zu qualitätsgesicherten Sekundärbaustoffen.

Landesverbände Nord: Vorstandswahlen und Innovation im Recycling

Am 2. Juli 2025 versammelten sich rund 60 Teilnehmende zur Landesversammlung der bvse-Landesverbände Nord in Seevetal-Hittfeld – ein Rekordergebnis für die Verbandsarbeit in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Im Mittelpunkt standen die turnusmäßigen Vorstandswahlen, bei denen neue Vorstandsmitglieder bestimmt wurden, die künftig die Interessen der mittelständischen Recyclingwirtschaft auf Landesebene vertreten.

bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock betonte die Bedeutung dieses Engagements: „Ich gratuliere allen neu- und wiedergewählten Vorstandsmitgliedern herzlich und danke ihnen für ihre Bereitschaft, Verantwortung für unsere Branche zu übernehmen. Der ehrenamtliche Einsatz der Landesvorstände ist ein zentraler Pfeiler unserer Verbandsarbeit – sie tragen die Anliegen der Unternehmen in die politische Debatte vor Ort und sorgen dafür, dass der Mittelstand der Recyclingwirtschaft auch auf Landesebene Gehör findet. Ein besonderer Dank für ihren Einsatz gilt auch allen ehemaligen engagierten Vorsitzenden und Vertretern, die in diesem Jahr nicht erneut kandidiert haben.“

Nach der Wahl stand die Besichtigung der hochmodernen ORCA-Recyclinganlage der OTTO DÖRNER Kies und Deponien GmbH & Co. KG auf dem Programm. Dieses innovative Projekt setzt mit einer Investition von 22 Millionen Euro, davon 2,7 Millionen Euro Förderung durch das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums, neue Maßstäbe in der Aufbereitung mineralischer Bau- und Abbruchabfälle – es ist das bisher größte Einzelprojekt des Unternehmens.

Die ORCA-Anlage zeichnet sich durch eine fortschrittliche Nassklassierungstechnik aus, die mineralische Stoffgemische effizient trennt, sowie einen geschlossenen Prozesswasserkreislauf, der Ressourcen schont. Die Anlage kann jährlich etwa 120.000 Tonnen mineralischen Bauschutt verwerten und daraus qualitätsgesicherte Sekundärbaustoffe für den Wiedereinsatz in der Bauwirtschaft produzieren. Damit trägt die Anlage messbar zur Verbesserung der CO₂-Bilanz bei und ist ein konkretes Beispiel für moderne Stoffkreisläufe im Sinne des europäischen Green Deals.

Für die weitere Entwicklung der Recyclingbranche unterstrich Eric Rehbock: „Solche Projekte erfordern Mut, Fachwissen und Überzeugung. Ebenso wichtig ist ein politischer Rahmen, der solche Investitionen anerkennt und ermöglicht. Wenn die Transformation hin zur echten Kreislaufwirtschaft gelingen soll, braucht das Land genau solche Anlagen.“ Die ORCA funktioniert somit nicht nur als innovative Recyclinganlage, sondern auch als Pilotprojekt mit Vorbildcharakter für vergleichbare Initiativen in Deutschland.

Vision Kreislaufwirtschaft: Warum die Weichen gerade jetzt gestellt werden

Die Vorstandsarbeit in Verbänden ist eine zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmen und Politik. Vorstandsmitglieder bringen die Interessen ihrer Branchen in politische Entscheidungsprozesse ein, beeinflussen Gesetzgebungen und gestalten Rahmenbedingungen mit. Gerade im Bereich der Kreislaufwirtschaft gewinnen diese Strukturen an Bedeutung, denn die Transformation hin zu einer nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen und Abfällen ist eine große gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung, die alle betrifft – von Verbraucherinnen und Verbrauchern bis hin zu Produzenten und Kommunen.

Der Druck, Ressourcen effizienter zu nutzen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren, erhöht sich angesichts globaler Klima- und Umweltziele, etwa im Rahmen des europäischen Green Deals. Neue technologische Lösungen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Anlagen wie die ORCA in Seevetal-Hittfeld demonstrieren eindrucksvoll, wie moderne Recyclingtechnologien den Wandel vorantreiben: Mit einer Investition von 22 Millionen Euro und einer teilweisen Förderung durch das Umweltinnovationsprogramm des Bundes werden mineralische Bau- und Abbruchabfälle in qualitätsgesicherte Sekundärbaustoffe umgewandelt. Das schont wertvolle Ressourcen und unterstützt die Bauwirtschaft dabei, ihre CO₂-Bilanz zu verbessern.

Solche Projekte stehen exemplarisch für die Chancen, die sich durch Innovationen in der Branche ergeben. Sie zeigen gleichzeitig, welche Anforderungen an Politik und Wirtschaft gestellt werden. Förderprogramme vom Bund schaffen wichtige Anreize, doch der rechtliche und wirtschaftliche Rahmen muss stabil und verlässlich sein, damit solche Technologien sich bundesweit etablieren können.

Wie innovative Anlagen die Recyclingbranche verändern

Die ORCA-Anlage arbeitet mit fortschrittlicher Nassklassierung und einem geschlossenen Prozesswasserkreislauf, was sowohl die Materialqualität sicherstellt als auch den Wasserverbrauch minimiert. Rund 120.000 Tonnen mineralischer Abfall werden dort jährlich zu hochwertigen Sekundärbaustoffen verarbeitet, die zum Beispiel in Betonprodukten wiederverwendet werden können. Diese Art der Kreislaufnutzung schließt Stoffkreisläufe effizient, reduziert Abfallmengen und fördert die Ressourcenschonung.

Innovationen wie diese sind skalierbar und können den Standard im Baustoffrecycling neu definieren. Die Zertifizierung der Materialqualität sorgt für Vertrauen bei den Verwertern und Bauunternehmen. Digitalisierung spielt ebenfalls eine Rolle, indem sie Prozessabläufe optimiert und die Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette erhöht.

Politik, Mittelstand und der europäische Green Deal

Der Erfolg solcher zukunftsweisenden Anlagen hängt stark vom politischen Umfeld ab. Der Mittelstand der Recyclingwirtschaft benötigt klare Rahmenbedingungen und Unterstützung, um nachhaltige Innovationen zu realisieren und bundesweit zu verbreiten. Förderprogramme wie das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums sind Wegbereiter und unterstreichen die Bedeutung dieser Transformation.

Der europäische Green Deal setzt ambitionierte Ziele für Klimaschutz und Ressourceneffizienz, die nur mit einer echten Kreislaufwirtschaft erreicht werden können. Deutschland steht hier vor der Aufgabe, neben gesetzlichen Vorgaben auch wirtschaftliche Impulse zu setzen. Verbände und ihre Vorstände spielen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Politik fungieren und die Stimme der Branche vertreten.

Zentrale Herausforderungen und Vorteile im Überblick:

  • Ressourceneffizienz: Sekundärbaustoffe ersetzen zunehmend Primärrohstoffe und reduzieren den Abbau natürlicher Ressourcen.
  • Klimaschutz: Die Wiederverwertung mineralischer Abfälle senkt CO₂-Emissionen in der Bauwirtschaft erheblich.
  • Förderprogramme: Staatliche Unterstützung erleichtert Investitionen in innovative Recyclingtechnologien.
  • Zertifizierung und Qualitätssicherung: Geprüfte Materialstandards stärken die Akzeptanz auf dem Markt.
  • Digitalisierung: Optimiert Abläufe, erhöht Transparenz und Nachverfolgbarkeit im Recyclingprozess.
  • Politischer Rahmen: Klare gesetzliche Grundlagen sind entscheidend für Investitionssicherheit und Branchenwachstum.

Vergleichbare Initiativen in Europa zeigen ein breites Engagement für den Ausbau moderner Recyclinglösungen. Diese Entwicklungen markieren nicht nur einen technischen Fortschritt, sondern sind auch ein notwendiger gesellschaftlicher Schritt hin zu nachhaltigem Wirtschaften. Die Kreislaufwirtschaft wird so zu einem zentralen Baustein für den Klima- und Ressourcenschutz in Deutschland und darüber hinaus.

Die Berichterstattung basiert auf einer Pressemitteilung des bvse-Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

10 Antworten

  1. Es ist klar das wir alle zusammen arbeiten müssen um nachhaltige Lösungen zu finden für unser Recycling Problem ja was haltet ihr von den neuen Technologien?

    1. Ich denke das Innovationen sehr wichtig sind um im Klimaschutz voranzukommen und wir sollten uns wirklich darauf konzentrieren.

  2. … und ich finde es super, dass so viele neue Vorstandsmitglieder gewählt wurden! Sie können sicher frischen Wind bringen. Wie können wir als Bürger sie unterstützen? Welche Möglichkeiten seht ihr?

  3. Das Thema Kreislaufwirtschaft ist so wichtig für unsere Zukunft! Ich bin neugierig, wie genau diese innovative Technik in der ORCA-Anlage funktioniert? Gibt es dazu mehr Infos? Ich würde gerne mehr lernen!

    1. Ich habe gehört, dass die Technik ziemlich komplex ist, aber auch sehr effizient! Vielleicht könnte man eine Führung durch die Anlage organisieren für interessierte Bürger?

    2. … und vielleicht sogar Workshops anbieten? Das könnte helfen, das Bewusstsein für Recycling zu erhöhen und mehr Menschen zu motivieren!

  4. Die ORCA-Anlage klingt ja super innovativ! 120.000 Tonnen Bauschutt jährlich zu recyceln ist ein großer Schritt. Wie sehen die nächsten Schritte aus, um solche Technologien mehr zu verbreiten? Gibt es da Pläne von der Politik?

    1. Ich denke, dass die Politik da echt gefordert ist! Es wäre gut, wenn mehr Förderprogramme kommen würden. Wer weiß denn mehr darüber?

    2. Ja, das wäre wichtig! Aber auch Unternehmen sollten ihren Teil tun. Habt ihr Ideen, wie Firmen besser zusammenarbeiten könnten für den Klimaschutz?

  5. Ich finde es echt spannend, wie viel Teilnehmende bei den Vorstandswahlen dabei waren. Das zeigt, dass Recycling wirklich wichtig ist. Was denkt ihr über die Investition in die ORCA-Anlage? Glaubt ihr, das wird viele andere Projekte inspirieren?

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