Marktwachstum bei Raumklimageräten und Luft-Luft-Wärmepumpen: Neue Trends und Chancen für die Klimawende 2024

Der Fachverband Gebäude-Klima (FGK) meldet, dass nach einem leichten Rückgang seit 2021 die Verkaufszahlen für Raumklimageräte und Luft-Luft-Wärmepumpen seit 2024 wieder deutlich anziehen. Mit über 250.000 verkauften Außeneinheiten in diesem Jahr leisten die hocheffizienten Systeme einen spürbaren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele und stärken die Kälte-Klima-Branche. Getrieben wird die Nachfrage sowohl von gestiegenen Energiepreisen und staatlichen Förderprogrammen als auch von einem zunehmenden Bewusstsein für erneuerbare Heizlösungen.
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* Verkaufszahlen Raumklimageräte/Wärmepumpen 2020 bei >330.000 Einheiten, seit 2024 wieder steigend.
* Luft-Luft-Wärmepumpen seit 2022 verstärkt im Heizbetrieb genutzt, CO2-Emissionen deutlich reduziert.
* Über 250.000 Einheiten 2024 verkauft, in BEG-Förderung aufgenommen, wichtiger Klimaschutzbeitrag.

Der Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK) dokumentiert regelmäßig die Verkaufszahlen von Außeneinheiten für DX-Raumklimageräte mit integrierter Wärmepumpenfunktion. Erfasst werden Anlagen zur Außenluft-Heizung und -Kühlung in Split-, Multi-Split- und VRF-Ausführungen. Die Daten zeigen einen klaren Trend: Nach einem Spitzenwert von mehr als 330.000 Geräten im Jahr 2020 – dem Höhepunkt während der Covid-Pandemie – ist der Markt weiterhin bedeutend. Besonders im Segment der VRF-Anlagen, die überwiegend in Nichtwohngebäuden eingesetzt werden, lag die Höchstzahl bei knapp 19.000 verkauften Einheiten im Jahr 2019. Nach einem moderaten Rückgang bis 2023 steigen die Verkaufszahlen seit 2024 wieder an, was das große Potenzial dieser Technik für die deutsche Wirtschaft und den Klimaschutz unterstreicht.

Die Geräte sind besonders gefragt, weil sie sowohl effizient heizen als auch kühlen können. Dadurch tragen sie maßgeblich dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen und zugleich die Folgen des Klimawandels abzumildern. „In Sachen Energieeinsparung bieten nicht nur die Geräte, die zukünftig verbaut werden, ein großes Potenzial. Auch die bereits installierten Anlagen leisten einen großen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen“, erklärt Lucas M. van Stephoudt, Referent beim FGK. Einen entscheidenden Wandel beobachtet der Verband insbesondere in Wohngebäuden: „Vor allem in Wohngebäuden wurden in der Vergangenheit die meisten Geräte eher im Kühlbetrieb eingesetzt. Seit 2022 beobachten wir hier eine erhebliche Veränderung zugunsten der Wärmeerzeugung.“

Die massiv gestiegenen Energiepreise für Gas und Öl ab 2022 gelten zwar als initialer Auslöser für diese Entwicklung. Mittlerweile habe sich jedoch ein stärkeres Bewusstsein für die Nutzung erneuerbarer Energien beim Heizen etabliert. „Wenn ein noch größerer Anteil der bereits installierten Geräte fürs Heizen genutzt wird, verstärkt sich der Effekt weiter zugunsten des Klimaschutzes“, ergänzt FGK-Geschäftsführer Frank Ernst.

Insbesondere bei VRF-Geräten in Nichtwohngebäuden findet die Wärmeerzeugung bereits seit längerer Zeit in deutlich größerem Umfang statt. Dies bestätigt auch eine Studie des ITG Dresden aus dem Jahr 2023, die das enorme Potenzial von Luft-Luft-Wärmepumpen und VRF-Systemen für Energieeinsparungen und die Verringerung von Treibhausgasemissionen belegt. Die Studie steht auf der Website des FGK öffentlich zur Verfügung.

Zudem hat die hohe Energieeffizienz von Luft-Luft-Wärmepumpen dazu geführt, dass diese Geräte in die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) aufgenommen wurden. Aus Sicht des FGK ist es entscheidend, alle Wärmepumpensysteme künftig gleich zu behandeln. Mit über 250.000 verkauften Einheiten im Jahr 2024 unterstreicht Lucas M. van Stephoudt nochmal die Bedeutung dieses Bereichs: „Mit über 250.000 verkauften Einheiten im Jahr 2024 ist dieser Bereich sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch relevant, insbesondere für die Wärmewende.“ Er mahnt gleichzeitig zur Nutzung aller Chancen: „Damit Deutschland hinsichtlich der Klimaziele, der Resilienz gegenüber steigenden sommerlichen Temperaturen und für das klimafreundliche Heizen im Winter weiter auf Kurs bleibt, dürfen keine Chancen ungenutzt bleiben.“

Klimaschutzmotor mit Zukunft: Raumklimalösungen im Wandel

Raumklimageräte und Luft-Luft-Wärmepumpen haben sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Baustein der deutschen Wärmewende entwickelt. Mit über 250.000 verkauften Einheiten im Jahr 2024 zeigen diese Technologien nicht nur wirtschaftliche Relevanz, sondern auch ihre ökologische Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel. Besonders bemerkenswert ist dabei der Wandel in der Nutzung: Während die Geräte früher vor allem der Kühlung dienten, gewinnt ihre Heizfunktion seit 2022 deutlich an Bedeutung. Das ist eine unmittelbare Reaktion auf die massiven Energiepreiserhöhungen für Gas und Öl, aber auch ein Zeichen für das zunehmende Bewusstsein, erneuerbare Energien im Wärmesektor einzusetzen.

Die steigenden Verkaufszahlen, die nach einem Corona-bedingten Höchststand 2020 und einem leichten Rückgang bis 2023 seit 2024 wieder zulegen, spiegeln eine gesellschaftliche und technische Transformation wider. Raumklimageräte und insbesondere Luft-Luft-Wärmepumpen eröffnen neue Chancen für Mieter, Eigentümer und Unternehmen, ihre Energiekosten zu senken und gleichzeitig Klima- und Energieschutz zu fördern. Ihr doppelter Nutzen – effiziente Kühlung im Sommer und klimafreundliches Heizen im Winter – macht sie zu einem Schlüsseltechnologie in Zeiten sich verschärfender klimatischer Bedingungen.

Wie verändern sich Heiz- und Kühlgewohnheiten in Deutschland?

Eine der wichtigsten Beobachtungen ist die Veränderung im Nutzerverhalten: Immer mehr Anwender nutzen ihre Raumklimageräte nicht nur zur Kühlung, sondern zunehmend auch zur Wärmeerzeugung. Dies gilt besonders für Wohngebäude, wo noch vor wenigen Jahren die Kühlfunktion dominierte. Diese Entwicklung wird von der steigenden Sensibilität für Energiekosten und Nachhaltigkeit angetrieben. Zugleich erhöht sich durch den häufigeren Einsatz der Heizfunktion der Beitrag dieser Geräte zur Emissionsreduktion deutlich. Bereits installierte Anlagen spielen laut FGK-Referent Lucas M. van Stephoudt eine wichtige Rolle: „Auch die bereits installierten Anlagen leisten einen großen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen“.

Für Nichtwohngebäude sind VRF-Systeme (Variable Refrigerant Flow), die vorwiegend als Luft-Luft-Wärmepumpen eingesetzt werden, schon seit längerem fest etabliert und werden zur Wärmeerzeugung häufig genutzt. Allgemein spricht die hohe Energieeffizienz dieser Geräte dafür, sie noch stärker in den Fokus von energetischer Sanierung und Neubau zu rücken.

Technologietrends und internationale Perspektiven

Die technologische Entwicklung bei Raumklimageräten und Luft-Luft-Wärmepumpen verläuft international vergleichbar, doch in Deutschland spielen Förderprogramme eine entscheidende Rolle. So sind Luft-Luft-Wärmepumpen inzwischen Bestandteil der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Diese politischen Anreize beschleunigen die Verbreitung der Technologie und unterstreichen ihre Bedeutung für die Wärmewende. Eine Gleichbehandlung aller Wärmepumpensysteme sieht der FGK als notwendig an, um das volle Potenzial dieser Lösungen auszuschöpfen.

Im internationalen Vergleich zeigen Länder mit ähnlich hohem Klimaschutzanspruch ebenfalls ein steigendes Interesse an effizienten Raumklimageräten. Dort werden innovative Systeme zunehmend in Kombination mit smarten Gebäudetechnologien eingesetzt, um Energieverbrauch und Emissionen weiter zu senken. Deutschland kann von diesen Erfahrungen profitieren, indem es die Integration von Raumklimalösungen in moderne Gebäudekonzepte vorantreibt und die politischen Rahmenbedingungen entsprechend ausgestaltet.

Chancen und Herausforderungen für Gesellschaft und Wirtschaft

Die wachsende Bedeutung von Raumklimageräten mit Wärmepumpenfunktion bringt eine Reihe von Chancen und Risiken mit sich.

  • Chancen:

    • Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele durch emissionsarme Wärmeerzeugung
    • Erhöhung der Sommerresilienz durch effiziente Kühlung
    • Reduzierung von Energiekosten und Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
    • Förderung innovativer Technologien und Stärkung der Wirtschaftszweige Klima- und Lüftungstechnik
  • Herausforderungen:

    • Anpassung der Förderprogramme an neue Technologien und Markttrends
    • Information und Schulung von Konsumenten hinsichtlich optimaler Nutzung
    • Integration in unterschiedliche Gebäudetypen, vor allem im Mietwohnungsbestand
    • Sicherstellung von Umweltverträglichkeit und nachhaltig produziertem Strom

Die steigende Nachfrage setzt neue Maßstäbe sowohl für Betreiber als auch für Vermieter und Handwerksbetriebe. Mieter können zukünftig stärker von modernen, energieeffizienten Raumklimalösungen profitieren, eine Entwicklung, die auch die Immobilienwirtschaft vor Umwälzungen stellt.

Der Blick nach vorn zeigt, dass Raumklimageräte mit Heizfunktion als Teil eines integrierten Energiekonzepts zunehmend unverzichtbar werden. Sie leisten nicht nur Klimaschutz und schaffen Komfort, sondern stärken auch die Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels. Um diese Potenziale auszuschöpfen, sind eine konsequente Förderpolitik sowie eine enge Verzahnung von technologischem Fortschritt und gesellschaftlichen Bedürfnissen entscheidend.

Die hier aufgeführten Informationen und Zitate entstammen einer Pressemitteilung des Fachverbands Gebäude-Klima e. V. (FGK).

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