Raum für bedarfsgerechte Lösungen bei Gebäudeeffizienzrichtlinie: HDE und ZIA setzen sich ein

HDE und ZIA: Bei Gebäudeeffizienzrichtlinie Raum für bedarfsgerechte Lösungen für die Ladeinfrastruktur lassen. Mit den Trilog-Verhandlungen in Brüssel zur Europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) wird auch die Frage virulent, welche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge Immobilien künftig vorhalten müssen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) unterstützen das Ziel, E-Mobilität in Europa weiter zu stärken.
Raum für bedarfsgerechte Lösungen bei Gebäudeeffizienzrichtlinie: HDE und ZIA setzen sich ein

Inhaltsverzeichnis

Unser Nachrichtenangebot – jetzt als bevorzugte Quelle bei Google

Wer bei Google nach Vereins- oder Verbandsthemen sucht, sieht neben den Suchergebnissen oft auch eine Box mit aktuellen Schlagzeilen.

Wenn Sie Verbandsbüro als bevorzugte Quelle hinterlegen, erscheinen unsere Inhalte häufiger in Ihrer persönlichen Schlagzeilen-Übersicht – mit geprüften Informationen, praxisnahen Tipps und relevanten News für Vereine und Verbände.

Sagen Sie uns kurz Ihre Meinung:

Bremen (VBR). HDE und ZIA: Bei Gebäudeeffizienzrichtlinie Raum für bedarfsgerechte Lösungen für die Ladeinfrastruktur lassen

Mit den Trilog-Verhandlungen in Brüssel zur Europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) wird auch die Frage virulent, welche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge Immobilien künftig vorhalten müssen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) unterstützen das Ziel, E-Mobilität in Europa weiter zu stärken. Gerade deshalb sehen sie mit großer Sorge die aktuellen Pläne der EPBD. Denn die sehen vor, dass bei den Vorgaben für die Installation von E-Ladesäulen mit Ladepunkten nur auf die reine Zahl der Ladepunkte, nicht aber auf deren Qualität abgestellt wird. Zudem sind pauschale Nachrüstpflichten für alle Wirtschaftsimmobilien vorgesehen.

„Ein solch pauschaler Ansatz geht an der Vielfalt der Nichtwohngebäude völlig vorbei”, warnt ZIA-Geschäftsführer Dr. Joachim Lohse. „Die Installation von Ladepunkten muss daher bedarfsorientiert und flexibel erfolgen und sich an den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort orientieren. Daher sollte die zu erreichende Ladeleistung die relevante Größe sein, die vom Gesetzgeber vorgegeben wird“, so Antje Gerstein, HDE-Geschäftsführerin für Europapolitik und Nachhaltigkeit.

Die Forderung der beiden Verbände: Damit die Installation von Ladepunkten wirtschaftlich bleibt und nicht am Bedarf vorbei geht, sollten sich die neuen Vorschriften der EPBD nicht ausschließlich an der Anzahl der Ladepunkte orientieren. Denn eine rein quantitative Zielgröße von Ladepunkten wird der vielfältigen Nutzung verschiedener Gebäude, die zu deutlich unterschiedlichen Parkzeiten der Fahrzeuge führt, nicht gerecht. Gerade bei Nichtwohngebäuden mit stark fluktuierendem Publikumsverkehr wie dem Einzelhandel ist die Verweildauer deutlich geringer als etwa in Büros oder Hotels. „Durch die großen Parkflächen von Handelsimmobilien würden Investoren, Eigentümer oder Mieter gezwungen, eine hohe Zahl an einfachen Ladesäulen zu installieren, die durch Tiefbau und Elektroinstallation hohe Kosten verursachen“, sagt Lohse. Aufgrund des geringen Reichweitengewinns eines solchen Ladepunks sei der Mehrwert für die Kunden gering. „Viel nützlicher für den Kunden ist es, an Standorten mit kurzer Verweildauer, etwa im Einzelhandel, stattdessen Ladepunkte mit höherer Leistung, also Schnellladepunkte, vorzusehen, die die Autos während des Einkaufs von durchschnittlich 30 Minuten schnell laden”, sagt HDE-Geschäftsführerin Antje Gerstein.

Die Haltung von HDE und ZIA: Angesichts dieser Lage sollten die Mitgliedstaaten die Möglichkeit erhalten, wirtschaftliche Faktoren und örtliche Gegebenheiten – wie z.B. vorhandene Netzkapazitäten – bei den Überlegungen zur Installation der Ladeinfrastruktur einfließen zu lassen. Als Zielvorgabe biete sich daher eine zu erreichende Ladeleistung an, empfehlen die Verbände.

Zudem sieht der EPBD-Vorschlag vor, dass bereits ab 2027 pauschal alle Nichtwohngebäude mit Ladeinfrastruktur nachgerüstet sein müssen – unabhängig davon, ob das Gebäude oder der Parkplatz in diesem Zeitraum saniert wird. Damit wären pauschal Millionen von Nichtwohngebäuden in der Europäischen Union betroffen – was nicht zu einem regional unterschiedlichen und zeitlich erst anwachsenden Bedarf passt. „Das Kapital für diese Investitionen stünde Immobilieneigentümern und Handelsunternehmen nicht mehr zur Sanierung ihrer Gebäude zur Verfügung“, gibt ZIA-Geschäftsführer Lohse zu bedenken. „Eine sinnvolle und am Bedarf orientierte Nachrüstung im Bestand sollten nur im Falle der Sanierung des Gebäudes oder des Parkplatzes verpflichtend sein und nicht an einem Stichtag pauschal greifen.“

Der HDE ist die Spitzenorganisation des deutschen Einzelhandels. Insgesamt erwirtschaften in Deutschland rund 280.000 Einzelhandelsunternehmen mit drei Millionen Beschäftigten an 400.000 Standorten einen Umsatz von rund 630 Milliarden Euro jährlich.

Der ZIA ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft und spricht durch seine Mitglieder, darunter 33 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Kontakt:
Handelsverband Deutschland – HDE e.V.
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Tel.: 030 / 72 62 50 65
Fax: 030 / 72 62 50 69
E-Mail: presse@hde.de
Internet: www.einzelhandel.de

ZIA-Pressestelle
Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.
Leipziger Platz 9
10117 Berlin
Tel.: +4930202158523
E-Mail: presse@zia-deutschland.de
Internet: www.zia-deutschland.de

Weiteres Material zum Download:
Dokument: 231206 PM HDE_ZIA_Ladesäulen.docx

Quelle: Pressemeldung ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. – 06.12.2023

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
HDE und ZIA: Bei Gebäudeeffizienzrichtlinie Raum für bedarfsgerechte Lösungen für …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

11 Kommentare

    1. Da kann ich dir leider nicht zustimmen. Richtlinien sind wichtig, um eine gewisse Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten. Ohne sie würden wir in einer chaotischen Welt leben. Also sollten wir sie lieber befolgen, anstatt uns von ihnen zu lösen.

    1. Sorry, aber deine Meinung ist einfach nur kurzsichtig. Die Gebäudeeffizienzrichtlinie ist entscheidend, um den Klimawandel zu bekämpfen und unsere Umwelt zu schützen. Nur weil du es nicht verstehst oder dich nicht darum kümmerst, bedeutet das nicht, dass es unwichtig ist.

    1. Effizienzrichtlinien sind nicht das einzige Heilmittel für alle Probleme. Anreize können helfen, aber es ist wichtig, auch andere Aspekte zu berücksichtigen. Lasst uns nach ganzheitlichen Lösungen suchen, anstatt uns auf einen einzigen Ansatz zu versteifen.

  1. Ich finde es total übertrieben, dass sich der HDE und ZIA für bedarfsgerechte Lösungen einsetzen. Einfach nur lächerlich!

    1. Sorry, aber du verstehst wohl nicht, wie wichtig bedarfsgerechte Lösungen sind. Der HDE und ZIA kämpfen für die Interessen der Menschen und tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Informier dich lieber, bevor du solche Kommentare abgibst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

NACHRICHTEN ZUM THEMA
Weitere aktuelle Themen aus anderen Kategorien
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge