Radverkehr stärken: ADFC fordert Bundesverkehrsministerium zu klaren Prioritäten für klimafreundliche Mobilität auf

Am Mittwochabend hat das Bundesverkehrsministerium den Abschlussbericht des Expertenforums klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur vorgelegt, in dem erstmals umfassende Empfehlungen für den Radverkehr formuliert werden. Der ADFC sieht viele seiner langjährigen Forderungen – etwa die bedarfsorientierte Bereitstellung von Fördermitteln, verlässliche Strukturen und ein deutschlandweites Radwegenetz mit Bahnanbindung – wiedererkannt, kritisiert jedoch, dass das Potenzial des Radfahrens noch nicht vollständig abgebildet ist. Nun fordert der Verband die Bundesregierung auf, diese Vorschläge im kommenden Haushaltsentwurf zu verankern und langfristig umzusetzen, unter anderem durch Programme wie „Stadt + Land“ und Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen.
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– Bundesverkehrsministerium veröffentlicht am 18. Juli 2025 Abschlussbericht des EKMI klimafreundliche Mobilität.
– ADFC begrüßt Radverkehrsschwerpunkt im Bericht, kritisiert jedoch unzureichende Darstellung des Potenzials.
– Forderung: Bundesregierung muss Empfehlungen im Haushaltsentwurf umsetzen – Fahrradnetz, Förderstruktur, NRVP-Programme.

Expertenforum EKMI: ADFC fordert Priorität für nachhaltige Radverkehrsförderung

Am 16. Juli 2025 hat das Bundesverkehrsministerium den Abschlussbericht des Expertenforums klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur (EKMI) veröffentlicht. Der Bericht stellt den Radverkehr als zentrales Element nachhaltiger Verkehrsgestaltung in den Fokus, auch wenn das enorme Potenzial des Radfahrens aus Sicht des ADFC noch nicht vollständig gewürdigt wird. Für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ist es ein wichtiger Schritt, dass die Empfehlungen die langjährigen Forderungen des Verbandes widerspiegeln.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Dr. Caroline Lodemann betont: „Es freut mich, dass die Empfehlungen des Expertenforums klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur die langjährigen Forderungen des ADFC zugrunde legen, indem sie etwa die bedarfsorientierte und langfristige Bereitstellung von Fördermitteln, den Aufbau verlässlicher Förderstrukturen oder die Flexibilisierung der Mittelverwendung aufgreifen.“ Damit bringt die Analyse die wesentlichen Rahmenbedingungen auf den Punkt, die für eine zukunftsfähige Radverkehrspolitik entscheidend sind. Als nächster Schritt sieht der ADFC die Bundesregierung in der Pflicht, diese Empfehlungen in den Haushaltsentwurf einzupflegen und mit einer langfristigen Perspektive umzusetzen.

Konkret weist Lodemann auf die Bedeutung der Fortschreibung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) sowie seiner Programme hin: „Die richtigen Weichen liegen in der Fortschreibung des NRVP mit den Programmen ‚Stadt + Land‘ und ‚Fahrradparkhäusern an Bahnhöfen‘. Wir benötigen ein deutschlandweites Radwegenetz mit Anbindung an die Bahn.“ Dieses Ziel unterstreicht die Verbindung von innovativer Infrastruktur und Mobilitätsverknüpfung als Kernelement einer umfassenden Verkehrswende.

Der Abschlussbericht des Expertenforums hebt damit grundlegende Maßnahmen hervor, die den Radverkehr als wichtigen Baustein zur Klimaneutralität im Verkehrssektor stärken sollen. Der ADFC sieht sich durch die veröffentlichten Empfehlungen bestärkt in seiner politischen Arbeit für bessere Bedingungen für Radfahrende – von bedarfsgerechter Finanzierung bis zur Vernetzung der Infrastruktur. Nun kommt es darauf an, diese Ansätze konsequent in die Praxis umzusetzen und den Radverkehr in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten.

Radverkehr als Schlüssel zur nachhaltigen Mobilität: Bedeutung, Herausforderungen und Perspektiven

Der Radverkehr gewinnt in der öffentlichen Diskussion als zentraler Baustein für eine klimafreundliche und zukunftsfähige Mobilität zunehmend an Bedeutung. Er bietet eine umweltverträgliche Alternative zu motorisierten Verkehrsmitteln, entlastet Städte vom Verkehrslärm und fördert die Gesundheit der Menschen im Alltag. Vor diesem Hintergrund steht die Verkehrswende immer stärker im Fokus politischer Entscheidungsprozesse auf Bundes- und kommunaler Ebene. Dabei zeigen sich nicht nur zahlreiche Chancen, sondern auch deutliche Herausforderungen – insbesondere beim Ausbau der Infrastruktur und der langfristigen Finanzierung.

Die aktuellen politischen Debatten konzentrieren sich wesentlich auf die Frage, wie Fördermittel und Haushaltsmittel so eingesetzt werden können, dass der Radverkehr effektiv gestärkt wird. Aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ist es entscheidend, dass die in Expertenforen erarbeiteten Ansätze im Haushaltsentwurf berücksichtigt und dauerhaft umgesetzt werden. Dies betrifft etwa die bedarfsorientierte Vergabe von Fördermitteln und den Aufbau verlässlicher Strukturen, die eine flexible Mittelverwendung ermöglichen. Nur so lässt sich eine integrierte und flächendeckende Radverkehrsinfrastruktur entwickeln – von sicheren Verbindungen in der Stadt bis hin zu attraktiven Querverbindungen aufs Land.

Warum kommt es auf die Umsetzung im Haushaltsentwurf an?

Der Haushaltsentwurf des Bundes ist mehr als eine reine Finanzübersicht: Er spiegelt politische Prioritäten wider und legt die Grundlage für alle Förderprogramme im Verkehrsbereich. Eine konsequente Stärkung des Radverkehrs erfordert, dass die geplanten Mittel im Bereich Stadtentwicklung, Radwegeausbau und Fahrradparkhäuser tatsächlich bereitgestellt und langfristig gesichert werden. Ohne verlässliche und flexible Finanzierung bleiben viele Projekte unausgeführt oder kommen nur schleppend voran, was die Verkehrswende insgesamt ausbremst.

Die Forderung des ADFC, die richtungsweisenden Empfehlungen aus dem Expertenforum klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur auch im Haushaltsentwurf abzubilden, zielt darauf, die Weichen für eine systematische Förderung zu stellen. Dazu gehört die Fortschreibung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) mit speziellen Programmen wie „Stadt + Land“ sowie der Ausbau von Fahrradparkhäusern an Bahnhöfen als Knotenpunkte zwischen Rad und Bahn. Damit sollen nachhaltige Mobilitätsketten entstehen und der Umstieg auf das Fahrrad im Alltag erleichtert werden.

Was bedeutet ein integriertes Radverkehrsnetz für die Gesellschaft?

Ein flächendeckendes und vernetztes Radverkehrssystem ist mehr als eine Verkehrsinfrastruktur – es ist ein gesellschaftlicher Faktor mit Einfluss auf Umwelt, Stadtentwicklung und Lebensqualität. Solch ein Netzwerk sorgt dafür, dass Fahrradfahren nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern eine verlässliche Mobilitätsoption für alle Bevölkerungsgruppen wird. Es trägt zur Reduzierung von Treibhausgasen bei, indem es die Abhängigkeit vom Auto verringert, und wirkt gleichzeitig der Verkehrsüberlastung und dem Flächenverbrauch entgegen.

Die Umsetzung eines integrierten Radverkehrsnetzes stellt Kommunen vor konkrete Herausforderungen: Eine sichere, komfortable und zusammenhängende Infrastruktur muss entstehen, die unterschiedliche Verkehrsträger miteinander verknüpft und sowohl innerstädtische als auch ländliche Gebiete einbezieht. Die Koordination verschiedener Zuständigkeiten, der Ausbau der Radwege und die Anpassung des öffentlichen Raums sind komplexe Aufgaben. Zugleich steigt der Bedarf an innovativen Ideen, etwa für multimodale Angebote, die Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr nahtlos verbinden.

Hemmnisse und Handlungsfelder beim Ausbau des Radverkehrs

  • Fehlende oder unzureichende finanzielle Mittel, die Projekte verzögern oder beschränken
  • Uneinheitliche Förderstrukturen und mangelnde Flexibilität bei der Mittelverwendung
  • Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung über kommunale Grenzen hinweg
  • Bedarf an sicherem und attraktiven Fahrradparken insbesondere an Verkehrsknotenpunkten
  • Notwendigkeit für technische und organisatorische Innovationen zur Vernetzung von Verkehrsträgern

Die künftige Entwicklung der Radverkehrsinfrastruktur wird maßgeblich davon abhängen, wie Bund, Länder und Kommunen ihre Anstrengungen bündeln und Prioritäten setzen. Die Verkehrswende ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt, bei dem der Radverkehr eine tragende Rolle spielt – für eine nachhaltige Mobilität, mehr Lebensqualität und den Klimaschutz.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC).

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