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Quinoa-Boom: Neuer Verband für nachhaltigen Anbau gegründet

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Quinoa-Boom in Deutschland: Neuer Verband für nachhaltigen Anbau gegründet – Porträt eines Mannes in Brille, grauem Blazer und blauem Pullover.
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Ein neu gegründeter Deutscher Bundesverband Quinoa e.V. engagiert sich für die Förderung des Quinoaanbaus in Deutschland, um die Ernährungsqualität und -sicherheit zu gewährleisten und die Auswirkungen des Klimawandels besser abzufedern. Der Verband, der aus Quinoa-Experten aus Produktion, Forschung und Kommunikation besteht, fungiert als Schnittstelle zwischen Quinoa-Produzenten, Forschern und der Politik.

Warum braucht Deutschland einen Verband, der Quinoa fördert?

Prof. Dr. Karl Schmid, Präsident des Verbandes, betont, dass Quinoa in Zukunft eine wichtigere Rolle auf dem Speiseplan der Deutschen spielen wird. Im Vergleich zu anderen Kulturarten benötigt Quinoa weniger Wasser und Stickstoffdünger und wächst auch auf kargen, trockenen Böden. Diese Bodenverhältnisse werden in den kommenden Jahren in Deutschland durch den Klimawandel häufiger anzutreffen sein. Eine Kulturpflanze, die wenig Wasser braucht und selbst auf einem nährstoffarmen Boden wächst, kann Landwirten helfen, die Folgen des Klimawandels besser abzufedern.

Das Potenzial des Pseudogetreides ist noch lange nicht ausgereizt. Bessere Züchtungen und neue Erkenntnisse hinsichtlich optimaler Anbaumethoden werden auch hierzulande die Quinoa-Erträge noch steigern können. Genau dieses Potenzial will der Deutsche Bundesverband Quinoa e. V. zusammen mit Forschungseinrichtungen und Landwirten strukturiert erschließen.

Quinoa ist nicht nur für eine ressourcenschonende Landwirtschaft gut, sondern auch für die Menschen. Quinoa enthält alle essenziellen Aminosäuren, insbesondere Lysin. Das Korn ist glutenfrei, enthält komplexe Kohlenhydrate und ungesättigte Fettsäuren. Für diesen Nährstoffreichtum sollen Verbraucher sensibilisiert werden. Kampagnen des Verbandes sollen die Quinoanachfrage in Deutschland stärken.

Die Bedeutung des Quinoaanbaus will der Deutsche Bundesverband Quinoa e. V. auch an die Politik adressieren, um zum Beispiel Regularien zu optimieren und Landwirten Anbau und Vertrieb von Quinoa zu erleichtern. Wie erfolgreich die heimische Quinoa-Produktion in Deutschland und Europa sein kann, zeigt das Beispiel der Niederlande. Durch den dortigen Quinoa-Boom hat sich das Land bereits auf Platz 3 der wichtigsten Exportländer von Quinoa positioniert.

Der Deutsche Bundesverband Quinoa e.V. möchte den Anbau des Pseudogetreides in Deutschland fördern und sensibilisiert Verbraucher für die gesundheitlichen Vorteile von Quinoa. Der Verband hat das Potenzial von Quinoa erkannt und möchte dieses zusammen mit Forschungseinrichtungen und Landwirten strukturiert erschließen, um die Ernährungsqualität und -sicherheit in Deutschland auch in Zukunft zu gewährleisten.

Wer kann Mitglied werden?

Der neu gegründete Bundesverband Quinoa e. V. bietet Landwirten und Forschungseinrichtungen eine Plattform, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen rund um den Anbau von Quinoa auszutauschen. Landwirte können von einer Wissensdatenbank mit aktuellen Studienergebnissen profitieren, die ihnen helfen soll, die Anbauqualität und Ertragssicherheit zu erhöhen.

Zudem werden Informationen zu Marktzugängen und Vertriebsstrategien zur Verfügung gestellt. Forschungseinrichtungen können sich als Netzwerkpartner anschließen und von gebündelten Statistiken und Projekten zum Thema Quinoa profitieren.

Die Community profitiert von Zugriff auf aktuelle wissenschaftliche Studien, direkter Kooperation mit der Wissenschaft, Informationen zu marktwirtschaftlichen und fachlichen Fragen sowie der Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Quinoaanbau.

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