– Der Deutsche Wanderverband verleiht vom 17. bis 19. Januar 2026 auf der CMT in Stuttgart Urkunden für Qualitätswege und -regionen.
– Ausgezeichnet werden 50 Wege und drei Regionen für verlässliche Wegführung, nachhaltige Pflege und hohe Erlebnisqualität.
– Zu den prämierten Regionen zählen der Frankenwald, das Räuberland im Spessart und die Region Eislek in Luxemburg.
Deutsche Wanderwege und Regionen erhalten auf der CMT 2026 Auszeichnungen für Qualität und Nachhaltigkeit
Der Deutsche Wanderverband hat im Rahmen der Messe Fahrrad- & WanderReisen in Stuttgart vom 17. bis 19. Januar 2026 zahlreiche Wanderwege und Regionen mit Urkunden für ihre besondere Qualität gewürdigt. Die Auszeichnungen betonen verlässliche Wegführung, nachhaltige Pflege und eine hohe Erlebnisqualität. Insgesamt vergibt der Verband an diesem Wochenende 56 Urkunden an Routen und Regionen, die durch ihre Pflege, Sicherheit und landschaftliche Vielfalt überzeugen.*
Auf der Messe erfolgt die feierliche Übergabe auf der Fahrrad- & WanderReisen Bühne in Halle 9 sowie im Basislager. Die Termine sind wie folgt geplant: Am Samstag, den 17. Januar, startet die Übergabe um 12:45 Uhr auf der Bühne in Halle 9; im Anschluss, ab 13:20 Uhr, lädt das Basislager in Halle 9, Stand 9E52, zu einem Meet and Greet mit den Preisträgern ein. Am Sonntag, den 18. Januar, folgt die offizielle Verleihung zwischen 12:00 und 12:15 Uhr, wieder mit Möglichkeit zum Austausch. Der Montag, 19. Januar, schließt die Auszeichnungen ab, mit einer vorherigen Einladung des Deutschen Wanderverbands auf der Bühne sowie einer gemeinsamen Veranstaltung im Basislager.*
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In diesem Jahr gehen die Auszeichnungen an:
- 26 lange und 24 kurze „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“
- Drei Qualitätsregionen
- Drei „Leading Quality Trails – Best of Europe“
Zu den prämierten Regionen gehören der Frankenwald in Bayern, das Räuberland im Spessart (Bayern) sowie die Region Eislek in Luxemburg. Bei den „Leading Quality Trails“ sind erfolgreich drei Wege ausgezeichnet worden. Erstmals erhält der Murgtalpfad im südlichen Schwarzwald die Urkunde. Dieser verbindet die Quellen der Murg in rund 1.000 Metern Höhe mit dem Rhein und vereint Natur, Kultur sowie die historische Verbindung alter Wege.*
Die Kriterien für die Auszeichnungen sind bundesweit einheitlich. „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ zeichnen sich durch gut markierte, naturnahe Wege und abwechslungsreiche Landschaften aus. Zudem unterliegen sie einer regelmäßigen Kontrolle. Die „Qualitätsregionen“ fassen mehrere hochwertige Wege, gastfreundliche Unterkünfte und ein nachhaltiges Tourismus-Konzept zusammen. Laut Liane Jordan, Leiterin des Qualitätsmanagements beim Deutschen Wanderverband, ist die Pflege der Wege eine anspruchsvolle Aufgabe, die mehrheitlich ehrenamtlich getragen wird. „Gerade in Zeiten des Klimawandels, wenn Starkregen Umleitungen erforderlich macht oder Wälder durch Borkenkäfer geschädigt sind, zeigt sich, wie wichtig dieses Engagement für sichere Wanderangebote ist.“
Die Initiative „Wanderbares Deutschland“ bietet Wanderern Orientierung und hilft Regionen, ihre Qualität sichtbar zu machen und zu sichern. Aktuell gibt es bundesweit 122 lange und 252 kurze Qualitätswege, sowie neun Qualitätsregionen. Bei den „Leading Quality Trails“ sind es 24 Wege mit insgesamt 3.470 Kilometern.* Weitere Informationen zur Übergabe und den Auszeichnungen sind unter der offiziellen Landingpage des Deutschen Wanderverbands verfügbar.*
Verfahren zur Prüfung von Qualitätswegen und -regionen im Wandertourismus
Die Bewertung von Wanderwegen und -regionen im Rahmen der Auszeichnung „Qualitätswege“ und „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“ basiert auf klar definierten Kriterien und festen Bewertungsmechanismen. Diese gewährleisten Transparenz und Vergleichbarkeit der Qualifikationen.
Die fünf Säulen der Bewertung bei Qualitätswegen
Qualitätswege im Deutschen Wanderverband werden nach fünf zentralen Säulen beurteilt: Wegeformat, Wanderleitsystem, Natur und Landschaft, Kultur sowie Zivilisation. Jede dieser Säulen umfasst spezifische Aspekte, die eine hohe Erlebnisqualität sicherstellen. So wird das Wegeformat unter anderem hinsichtlich Wegführung, Belag und Breite analysiert. Das Wanderleitsystem umfasst Markierung und Wegweisung, was Orientierungssicherheit schafft. Die Bewertung der Natur und Landschaft berücksichtigt Abwechslungsreichtum, während die Kultursäule kulturelle Spuren und historische Elemente einbezieht. Der Bereich Zivilisation berücksichtigt die Erreichbarkeit und Infrastruktur wie Gasthäuser, Parkplätze oder den öffentlichen Nahverkehr. Laut aktuellen Angaben werden bei der Bewertung der Qualitätswege „Wanderwege nach 5 Säulen bewertet: Wegeformat (Wegführung, Belag, Breite), Wanderleitsystem (Wegweisung, Markierung), Natur/Landschaft, Kultur, Zivilisation (Gasthäuser, ÖPNV, Parkplätze)“ * (Stand: aktuell).
Kriterien und Bewertung von Qualitätsregionen
Im Vergleich zu den Wegen sind die Anforderungen an Qualitätsregionen deutlich umfassender. Für eine Auszeichnung gelten insgesamt 43 Kriterien, von denen 13 die Beschaffenheit des Wanderwegenetzes sowie die Beschilderung betreffen, 6 Kriterien beziehen sich auf die Gastgeberqualität (Stand: Februar 2019). Neben der Wegqualität müssen die Regionen ein Wandernetz mit mindestens 75 % Abdeckung der Region aufweisen, wobei der naturverträgliche Untergrund mindestens 35 % des Wegesammels ausmacht. Die restlichen Wanderwege sollen einen maximalen Anteil an Verbunddecken von 20 % haben (Stand: Februar 2019). Diese Vorgaben sollen sicherstellen, dass die Regionen eine hohe Wanderfreundlichkeit sowie nachhaltige Wegeführung gewährleisten*.
Konkrete Bewertungsgrundlagen
Bei der Vergabe der Auszeichnungen erfolgt eine umfassende Analyse der jeweiligen Kriterien. Für die Qualitätswege stehen gemäß den aktuellen Vorgaben gut markierte, naturnahe Routen mit abwechslungsreicher Landschaft im Fokus. Die Kontrolle der Infrastruktur erfolgt regelmäßig, um die hohen Standards zu sichern. Die Qualitätsregionen hingegen bündeln mehrere hochwertige Wege, bieten wanderfreundliche Unterkünfte und setzen auf nachhaltigen Tourismus. So erfüllen die ausgezeichneten Regionen mindestens 43 Kriterien und zeichnen sich durch den Einsatz ehrenamtlicher Pflege und Weiterentwicklung aus, was erheblich zur Langzeitqualität beiträgt*.
Vergleichstabelle: Kriterien aktueller Bewertungssysteme
| Kategorie | Kriterienanzahl / Anforderungen | Stand | Quelle |
|---|---|---|---|
| Qualitätswege | 9 Kernkriterien + 23 Wahlkriterien | aktuell | * |
| Bewertete Säulen | 5 Säulen (Wegformat, Leitsystem, Natur, Kultur, Zivilisation) | aktuell | * |
| Qualitätsregionen | 43 Kriterien (13 Wege/Schilderung, 6 Gastgeber) | Februar 2019 | * |
| Mindestanforderung an Wegenetz | 75 % Abdeckung, naturverträglicher Untergrund (35 %), Verbunddecke (max. 20 %) | Februar 2019 | * |
Dank dieser klaren Bewertungssysteme können Wanderinnen und Wanderer sich auf verlässliche Qualität und hohe Erlebnisstandards verlassen. Die Auszeichnungen dokumentieren die kontinuierliche Arbeit an Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit und Erlebnisvielfalt der Wanderangebote.
Bedeutung, Praxis-Tipps und Ausblick für nachhaltigen Wandertourismus
Die Auszeichnung durch den Deutschen Wanderverband schafft eine Orientierungshilfe für Wandernde sowie Regionen. Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet die Kennzeichnung, dass gewählte Wege und Regionen bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen*.
Zur praktischen Anwendung raten Experten, bei der Routenplanung auf gut markierte Wege zu achten, die Orientierung durch klare Beschilderung zu sichern und Gastgeber zu wählen, die auf Nachhaltigkeit setzen. Zudem ist es hilfreich, sich vorher über regionale Angebote und Qualitätskriterien zu informieren, beispielsweise anhand der Kriterienkataloge der jeweiligen Regionen*.
Regionsübergreifend zeigt die Auszeichnung, dass eine Bündelung wanderfreundlicher Angebote sowie nachhaltiger Maßnahmen die Attraktivität steigert*. Regionen, die diese Standards umsetzen, bündeln mehrere hochwertige Wege, verbessern die Infrastruktur und fördern den regionalen Tourismus*.
Der Blick in die Zukunft verdeutlicht, dass die Sichtbarmachung von Qualität im Wandertourismus für eine nachhaltige Entwicklung wichtig ist. Sie unterstützt eine bewusste und umweltschonende Nutzung der Natur und trägt dazu bei, das Naturerlebnis für zukünftige Generationen zu sichern.
Kurze Praxistipps:
- Achten Sie bei der Routenwahl auf gut markierte und beschilderte Wege, um Orientierungssicherheit zu gewährleisten.
- Informieren Sie sich vorab über die Angebote und Gastgeber in der Region, die auf Nachhaltigkeit setzen.
Die nachfolgenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Deutschen Wanderverbands.
Weiterführende Quellen:
- „Bei der Auszeichnung als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland werden 9 Kernkriterien und 23 Wahlkriterien analysiert und bewertet (Stand: aktuelle Beschreibung).“ – Quelle: https://www.weserbergland-tourismus.de/de/page/qualitaetsweg-wanderbares-deutschland/55347165/
- „Qualitätswege werden nach 5 Säulen bewertet: Wegeformat (Wegführung, Belag, Breite), Wanderleitsystem (Wegweisung, Markierung), Natur/Landschaft, Kultur, Zivilisation (Gasthäuser, ÖPNV, Parkplätze) (Stand: aktuelle Beschreibung).“ – Quelle: https://www.wanderbares-deutschland.de/service/qualitaetsinitiativen/qualitaetswege
- „Für Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland gelten 43 Kriterien, davon 13 zum Wanderwegenetz/Beschilderung, 6 zu Gastgebern (Stand: Februar 2019).“ – Quelle: https://www.fichtelgebirge.bayern/fileadmin/user_upload/Kriterien-Katalog_Qualittsregion_2019.pdf
- „Qualitätsregionen müssen ein Wanderwegenetz mit mindestens 75 % Abdeckung der Region und wanderfreundlichem Format (naturnaher Untergrund min. 35 %, Verbunddecke max. 20 %) erfüllen (Stand: Februar 2019).“ – Quelle: https://www.fichtelgebirge.bayern/fileadmin/user_upload/Kriterien-Katalog_Qualittsregion_2019.pdf
Update: Warum das Thema wichtig bleibt
Wandern wirkt oft wie Freizeitvergnügen – doch die Qualität dahinter hängt an handfesten Faktoren: verlässliche Wegführung, nachhaltige Pflege und eine hohe Erlebnisqualität. Genau diese Punkte stehen bei den Auszeichnungen des Deutschen Wanderverbands im Mittelpunkt, die bundesweit anhand einheitlicher Kriterien vergeben werden.
Für Wandernde und Regionen wird damit greifbar, woran gute Angebote gemessen werden: klare Orientierung, passende Infrastruktur und ein naturverträgliches Wegenetz. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die Pflege der Wege weitgehend ehrenamtlich getragen wird – und gerade bei Herausforderungen wie Starkregen oder geschädigten Wäldern entscheidend bleibt, dass dieses Engagement verlässlich unterstützt und organisiert wird.
Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten
Woran erkenne ich, dass ein Wanderweg oder eine Region „Qualität“ hat?
An den Kriterien, die der Deutsche Wanderverband für Qualitätswege und Qualitätsregionen festlegt: vor allem Markierung/Wegweisung sowie Natur-, Kultur- und Infrastrukturaspekte.
Welche Rolle spielt Ehrenamt bei der Qualität?
Der Beitrag betont, dass die Wegepflege mehrheitlich ehrenamtlich getragen wird. Das Engagement gilt als wichtig für sichere Wanderangebote, auch bei klimabedingten Veränderungen.
Was bedeuten die „fünf Säulen“ konkret?
Sie beschreiben die Bewertung von Qualitätswegen: Wegeformat, Wanderleitsystem, Natur/Landschaft, Kultur und Zivilisation (u. a. Erreichbarkeit und Infrastruktur).
Wo kann ich mich vor einer Tour über passende Angebote informieren?
Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein. Außerdem helfen Informationen der ausgezeichneten Regionen, die Qualitätsmerkmale sichtbar machen.