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Psychologischer Bedarf steigt: Krieg in der Ukraine fordert Tribut / Aktion Deutschland Hilft unterstützt Trauma-Arbeit

+++ Eilmeldung: Psychologischer Beistand dringend nötig! +++ Im kriegsgeschüttelten Ukraine steigt der Bedarf an psychologischer Hilfe dramatisch an. Das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" schlägt Alarm und sorgt sich um das seelische Wohl der Menschen im zweiten Kriegswinter. Erfahren Sie mehr darüber, wie die Organisationen vor Ort Trauma-Arbeit leisten und den Menschen zur Seite stehen. Lesen Sie jetzt den ganzen Artikel!

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die anhaltenden Kämpfe in der Ukraine haben nicht nur körperliche Schäden hinterlassen, sondern auch tiefe seelische Wunden verursacht. Immer mehr Menschen in dem kriegsgeschüttelten Land benötigen psychologische Unterstützung, um das Trauma zu bewältigen. Dieser alarmierende Anstieg des Bedarfs an psychologischer Hilfe beunruhigt verschiedene Organisationen im Bündnis “Aktion Deutschland Hilft”, die sich im zweiten Kriegswinter verstärkt um das Wohl der Menschen in der Ukraine kümmern.

Florian Beck, Programmreferent der Johanniter für die Ukraine, berichtet nach einem Besuch vor Ort von den Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung: “Der langfristige Stress durch den Krieg zehrt immer mehr an den Menschen.” Die ständige Angst vor Raketenangriffen, das heulende Alarmsirenen und die ständige Sorge um Angehörige belasten die Seele der Menschen in der Ukraine zunehmend.

Die Organisationen im Bündnis “Aktion Deutschland Hilft” stehen den Betroffenen in ihrer psychischen Notlage zur Seite. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) bietet beispielsweise eine Telefon-Hotline für Ukrainerinnen und Ukrainer in Schutzbunkern an, in denen sie Zuflucht vor Raketenangriffen suchen. Gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Anrufenden mit professionellem Rat und Beistand zur Seite.

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Der Schwerpunkt der Hilfe verlagert sich jedoch zunehmend von akuter psychologischer Nothilfe zu langfristiger Traumabewältigung. Die Hilfsorganisationen im Bündnis leisten Trauma-Arbeit, indem sie traumatisierte Menschen in Einzel- und Gruppensitzungen mit Psychologinnen und Psychologen begleiten. Zusätzlich werden Musik- und Maltherapien, sportliche Aktivitäten und Gespräche in Selbsthilfegruppen angeboten, um den Menschen zu helfen. Auch mobile Teams besuchen Patientinnen und Patienten in entlegenen ländlichen Gebieten, um ihnen Unterstützung zukommen zu lassen. Lisa Schönmeier, Länderleiterin Ukraine bei Malteser International, freut sich, dass die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen nachlässt.

Der Fokus liegt auch auf der psychosozialen Unterstützung von Kriegsveteranen, die mit traumatischen Erlebnissen von der Front zurückkehren, und ihren Familien. Malteser International unterstützt ehemalige Soldaten, die nicht mehr aktiv dienen können, bei der Verarbeitung der Kriegstraumata durch Traumatherapien.

Auch Geflüchtete, insbesondere Frauen mit Kindern, in den Nachbarländern der Ukraine und in Deutschland benötigen psychosoziale Notfallhilfe. Sie müssen nicht nur das Grauen des Krieges verkraften, sondern sich auch in einem fremden Land zurechtfinden. Tiergestützte Therapien, Kochkurse und Kunsttherapien helfen den Betroffenen dabei, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und ihr inneres Gleichgewicht wiederzugewinnen. Die Hilfsorganisation ADRA bietet Geflüchteten eine 24-Stunden-Hotline in ukrainischer und deutscher Sprache an.

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Die Mitarbeitenden der Hilfsorganisationen stehen ebenfalls unter enormem Stress. Je länger der Krieg dauert, desto größer wird die Erschöpfung der Helfenden. Sie setzen sich oft selbst in Lebensgefahr und sind hautnah mit den Schicksalen der Menschen konfrontiert, denen sie helfen. Um diesem Druck standzuhalten und einem Burnout vorzubeugen, bieten die Hilfsorganisationen ihren Mitarbeitenden Schulungen zur Stressbewältigung, psychologische Unterstützung, Supervision und Team-Building an.

Eine Herausforderung besteht darin, dass die ständigen Luftangriffe die Menschen immer wieder traumatisieren. Eine effektive Trauma-Arbeit ist jedoch erst in einer ruhigen und stabilen Umgebung möglich. Eine nachhaltige Heilung der Psyche wird wahrscheinlich erst in friedlicheren Zeiten erreichbar sein.

Die Organisation “Aktion Deutschland Hilft” wurde im Jahr 2001 gegründet und vereint renommierte deutsche Hilfsorganisationen in einem Bündnis. Gemeinsam leisten sie schnelle und effektive Hilfe in Katastrophensituationen. Über ein gemeinsames Spendenkonto ruft das Bündnis zu solidarischem Handeln auf und koordiniert die Hilfseinsätze vor Ort, um eine optimale Versorgung der Menschen in den Katastrophengebieten sicherzustellen. Die Organisation hat sich dem verantwortungsvollen Umgang mit Spenden verpflichtet und ist unter anderem Mitglied im Deutschen Spendenrat.

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Für weitere Informationen oder Interviews zur aktuellen Situation in der Ukraine können sich Redaktionen gerne an “Aktion Deutschland Hilft” wenden.

Pressekontakt:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 – 222
Fax: 0228/ 242 92 – 199
E-Mail: presse@aktion-deutschland-hilft.de
www.aktion-deutschland-hilft.de

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Krieg in der Ukraine: Bedarf der Menschen an psychologischer Hilfe wächst drastisch / …

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8 Responses

    1. Deutschland hilft der Ukraine aus Solidarität und Verantwortung. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen, besonders in schwierigen Zeiten. Zusammen können wir stärker sein und positive Veränderungen bewirken.

  1. Ich finde es gut, dass Aktion Deutschland Hilft Trauma-Arbeit unterstützt. Aber warum nicht auch den Opfern anderer Kriege helfen?

    1. Es ist wichtig, dass wir uns auf eine Sache konzentrieren und nicht versuchen, alles auf einmal zu tun. Aktion Deutschland Hilft hat sich auf Trauma-Arbeit spezialisiert. Wenn du andere Kriebsopfer unterstützen möchtest, starte doch deine eigene Initiative.

    1. Wer sagt, dass Deutschland sich nicht einmischen sollte? Die Ukraine ist Teil Europas und wir haben das Recht und die Verantwortung, uns für ihre Stabilität und Freiheit einzusetzen. Es ist an der Zeit, dass wir handeln und der Ukraine beistehen!

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