Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
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Was macht einen „guten“ Menschen aus – und müssen *Psychologinnen diesem Ideal besonders entsprechen? Unter diesem provokativen Titel diskutiert die Landesgruppe NRW des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) am 30. August 2025 beim diesjährigen Tag der Psychologie** im Düsseldorfer Medienhafen. Die Veranstalter geben damit einen spannenden Denkanstoß, der weit über die Grenzen der eigenen Branche hinausreicht.
Im Zentrum steht die Frage, welche Erwartungen die Gesellschaft an Psychologinnen und Psychologen hat und wie sie mit den eigenen Werten und ihrer persönlichen Identität umgehen. Im Berufsalltag gelten für die Mitglieder des BDP klar definierte Qualitätsstandards und ethische Richtlinien – doch auch sie sind Menschen mit Sorgen, Hoffnungen und Schwächen. Oft wird gefragt: „Auf wen treffe ich da? Und welche insgeheimen Erwartungen schwingen bei dieser Frage mit?“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).
Einen besonderen Akzent setzt der Kommunikationspsychologe Marcus Poenisch vom angesehenen Schulz von Thun Institut. In seiner Keynote beleuchtet er, wie sich die *berufliche Rolle von Psychologinnen auf das Privatleben auswirkt. Er fragt, welche Spannungen entstehen**, wenn professionelle Distanz, Empathie oder Neutralität plötzlich zum Teil privater Beziehungen werden. Gerade in einer Gesellschaft, die Transparenz und Offenheit zunehmend fordert, sind diese Fragen aktueller denn je.
Fachleute unterschiedlicher Karrierephasen vertiefen das Thema in einer Podiumsdiskussion, moderiert von Marc Hartenstein (WDR). Die Perspektiven reichen von den Erfahrungen junger Studierender bis hin zu langjährig berufserfahrenen Psycholog*innen. Für einen authentischen Einblick sorgen u. a. Martina Schepe (Vorsitzende der BDP-Studierenden), Jan Birkemeyer (Berufseinsteiger), Vanessa Fröhlich (Freiberuflerin), Anne M. Lang (Institutsinhaberin, spricht für die Generation 60+) und Dr. Elif Gündüz, die sehr anschaulich aus dem Alltag in der klinischen Psychologie im Maßregelvollzug berichtet.
Der Tag der Psychologie steht allen Interessierten offen – seien es Fachleute, Studierende, Vertreter*innen der Medien oder gesellschaftlich Engagierte. Von 9.30 bis 15.30 Uhr wird das Courtyard by Marriott Hotel in Düsseldorf zum Treffpunkt für fachlichen Austausch und lebendige Diskussionen. Wer teilnehmen möchte, sollte sich vorab anmelden, um die Planbarkeit zu sichern.
Als größte berufsständische Vertretung seiner Art mit rund 11.000 Mitgliedern setzt sich der BDP seit über 75 Jahren für hohe Standards in Ausbildung, Praxis und Berufsethik ein. Die Arbeit des Verbands liefert wichtige Fakten, fundiertes Hintergrundwissen und sorgt für Orientierung in einer Zeit, in der psychologische Expertise immer wichtiger wird.
Mehr Informationen zum Verband, aktuelle Entwicklungen in der Psychologie-Branche und Hintergründe zu den diskutierten Themen finden Interessierte auch auf der Offiziellen Website und in den sozialen Kanälen des BDP NRW.
Der Tag der Psychologie 2025 bietet damit mehr als bloße Fachinformation: Er lädt zur kritischen Auseinandersetzung und zur Reflexion ein, wie viel „Gutsein“ wirklich von Expert*innen erwartet werden kann – und was das für unser Bild von professioneller psychologischer Arbeit bedeutet.
Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
BDP-Pressemitteilung zum Tag der Psychologie in NRW zum Motto „Muss ich als …
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Psychologie im Wandel: Zwischen Selbstverständnis, gesellschaftlichen Erwartungen und steigenden Anforderungen
In den vergangenen Jahren hat sich das Berufsbild der *Psychologinnen deutlich gewandelt. Während der Tag der Psychologie in Düsseldorf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen ins Zentrum rückt, lässt sich beobachten, dass sowohl das öffentliche Interesse an der akademischen Psychologie als auch die beruflichen Verantwortungsbereiche kontinuierlich zunehmen. Die Bedeutung psychologischer Fachkompetenz wird in einer Zeit, in der psychische Gesundheit und Resilienz immer stärker thematisiert werden, stetig größer. Parallel steigt auch das Bedürfnis nach verlässlichen Informationsquellen und fundierten Erklärungen zu psychologischen Themen – sei es in Medienberichterstattung, psychologischer Beratung oder der Therapielandschaft**.
Vergleichbare Fachtage und Veranstaltungen zeigen, dass sich ähnliche Fragen und Diskussionen auch auf internationalen Ebenen stellen: Wie kann die professionelle Distanz im Spannungsfeld gesellschaftlicher oder moralischer Erwartungen gewahrt werden? Welche Qualitätsstandards sind zu erfüllen, wenn die Arbeit psychologischer Expert*innen immer mehr Zielgruppen und Bevölkerungsschichten erreicht? Prognosen deuten darauf hin, dass Beratung, Coaching und klinische Psychologie angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen – etwa durch Digitalisierung oder den demografischen Wandel – weiter an Relevanz gewinnen. In diesem Kontext bleibt die Fort- und Weiterbildung eine tragende Säule, um den steigenden Anforderungen gerecht werden zu können.
Langfristig dürfte der Dialog über die Balance zwischen privatem Selbst und beruflicher Rolle auch weiterhin für Diskussionen und innovative Ansätze in der Branche sorgen. Der BDP NRW nimmt damit eine Schlüsselrolle ein: Er positioniert sich nicht nur als Kontaktpunkt und Ansprechpartner für Politik, Medien und interessierte Bürger*innen, sondern setzt wichtige Impulse im öffentlichen Diskurs über den gesellschaftlichen Wert psychologischer Arbeit. Wer weitere Hintergründe und aktuelle Entwicklungen sucht, findet auf den Kanälen des BDP weiterführende Informationen sowie Orientierung zu Angeboten, Mitgliedschaft und beruflicher Spezialisierung in der Psychologie.
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3 Antworten
Die Diskussion um professionelle Distanz und persönliche Identität ist echt spannend! Glaubt ihr, dass diese Spannungen auch die Qualität der psychologischen Arbeit beeinflussen können? Ich denke schon.
Ich finde den Ansatz, die Erwartungen an Psychologen zu hinterfragen, sehr wichtig. Wie können wir sicherstellen, dass diese Erwartungen realistisch sind? Vielleicht sollten wir mehr über die menschliche Seite der Psychologie sprechen.
Das ist ein guter Punkt, Sheuer. Ich frage mich, ob Psychologen oft unter Druck stehen, perfekt zu sein. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?