– Der DFB startet mit PROMATEUR das erste offizielle Managerspiel für den Amateurfußball bundesweit.
– Die App nutzt reale Spielerdaten von FUSSBALL.DE und bewertet Leistungen nach jedem Spieltag.
– Nach einer Pilotphase in NRW ist PROMATEUR nun für alle Regionalligen abwärts verfügbar.
Bundesweites Managerspiel für den Amateurfußball: PROMATEUR startet durch
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat ein neues Managerspiel für den Amateurfußball gestartet. Mit PROMATEUR powered by FUSSBALL.DE soll die Leidenschaft für den Fußball auf eine digitale Ebene gehoben sowie der Spielbetrieb in ganz Deutschland sichtbarer und spielerischer gestaltet werden. Nach erfolgreicher Pilotphase ist das Spiel nun bundesweit verfügbar*.
Der DFB beschreibt PROMATEUR als „das erste offizielle Managerspiel für den Amateurfußball“ und hebt hervor, dass es die traditionell passionierte Spielkultur mit digitalen Elementen verbindet. Dr. Holger Blask, Generalsekretär des DFB, erklärt: „Mit PROMATEUR geben wir dem Amateurfußball eine neue Bühne, auf der das zählt, was ihn überall im Land ausmacht: Leidenschaft, Einsatz und die Leistung der Spielerinnen auf dem Platz.“* Das Spiel richtet sich an Aktive und Fans, die ihre eigenen Teams aus echten Amateurfußballspielern zusammenstellen, gegen Freunde antreten und dabei ihre Leistungen digital präsentieren können.
PROMATEUR wurde in mehreren Pilotprojekten in Nordrhein-Westfalen und weiteren Verbänden getestet und ist jetzt deutschlandweit zugänglich*. Die App nutzt einen Algorithmus, um den Marktwert und PROMATEUR-Punkte der Spieler*innen nach jedem Spieltag basierend auf den offiziellen Daten von FUSSBALL.DE zu bestimmen. Damit verbindet das Spiel klassisches Teammanagement mit einer digitalen Spielwelt, bei der taktisches Geschick, Wissen und strategisches Handeln gefragt sind.
Lesenswert ist außerdem DFB Masterplan Amateurfußball 2026-2029: Verbindliche Ziele, Finanzierung und Auswirkungen für alle Vereine.
Laut DFB fokussiert das Projekt die Bereiche, in denen die Amateurverbände tätig sind. So wurde die App bereits im Rahmen eines Pilotprojekts in den Staffeln der Fußballverbände Niederrhein, Mittelrhein sowie im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen getestet. Mit dem bundesweiten Start sollen alle Staffeln der Regionalligen für Männer und Frauen abgedeckt werden, ausgenommen sind die Staffeln des Bayerischen Fußball-Verbandes.
Die Plattform soll den Amateurfußball nicht nur digital erlebbar machen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl stärken. Nutzerinnen und Nutzer können den Spielspaß in der Community teilen und ihre eigenen Teams aktiv managen – eine Verbindung aus realem Geschehen und digitaler Unterhaltung.
Für alle Interessierten steht die App zum Download bereit. Weitere Informationen sowie Erklärungen zum Spielprinzip, FAQs und die Download-Links sind auf der offiziellen DFB-Website verfügbar. Hiermit setzt der DFB ein klares Signal: Digitaler Fortschritt im Amateurbundesfußball schafft neue Möglichkeiten für mehr Sichtbarkeit und Beteiligung.*
Digitalisierung im Amateurfußball: Verbreitung und Nutzung digitaler Tools
Der digitale Fortschritt hat auch im Amateurfußball Einzug gehalten.
Die Daten belegen, dass Digitalisierung im Amateurfußball immer mehr Einzug hält. Während in den oberen Amateurligen eine breite technologische Ausstattung üblich ist, sind in den unteren Klassen noch viele Vereine ohne entsprechende Systeme aktiv. Der Trend zeigt jedoch: Mit zunehmender Liga-Stufe wächst die technische Vernetzung deutlich. Die Etablierung digitaler Tools ist somit kein Trend, sondern eine Entwicklung, die den Amateurfußball nachhaltig verändert.
Regionale Lösungen im Amateurfußball: Warum die Bayerischen Verbände auf eigene digitale Angebote setzen
Die Digitalisierung im Amateurfußball zeigt, dass regionale Verbände eigene digitale Systeme entwickeln, um den spezifischen Bedürfnissen vor Ort gerecht zu werden. Während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bundesweit an einem einheitlichen Managerspiel arbeitet, nutzen viele regionale Organisationen bereits seit Jahren maßgeschneiderte Lösungen, die auf ihre jeweiligen Strukturen und Nutzergruppen abgestimmt sind.
BFV: Eigene Apps und Dienste für den Spiel- und Trainingsbetrieb
Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bietet seit dem Sommersemester 2023 eine Reihe eigener digitaler Anwendungen an, um den Spiel- und Trainingsbetrieb im Bayernverband zu erleichtern. Zu den verfügbaren Tools zählen die BFV-App, SpielPlus, BFV-TV und die BFV-Teamapp. Diese Lösungen ermöglichen es Vereinen, Spielpläne zu verwalten, Spielberichte digital zu erfassen, Videos zu übertragen und Mannschaftsdaten zu koordinieren.*
Digitalisierung als Service fürs Ehrenamt
Das Ziel hinter diesen eigenen Entwicklungen liegt klar auf der Hand: der Support für das Ehrenamt. Sven Laumer, Digitalbeauftragter des BFV, erklärt, dass die Digitalisierung die Arbeit der ehrenamtlichen Akteure erheblich verbessere. Durch die Nutzung digitaler Werkzeuge könnten typische Prozesse – etwa die Passbeantragung oder die Erstellung von Spielberichten – deutlich vereinfacht werden. Zudem wird KI in einigen Bereichen eingesetzt, etwa für die Trainingsplanung oder die Erstellung automatischer Berichte, was die Vereinsarbeit erheblich erleichtere.*
Diese regionalen Lösungen sind eine bewusste Entscheidung. Während der DFB bundesweit an einer Plattform wie PROMATEUR arbeitet, setzen die Bayerischen Verbände auf etablierte, lokale Plattformen, die den besonderen Anforderungen vor Ort entsprechen. Zudem profitieren sie von der Nähe zu den Vereinen und können gezielt auf spezifische regionale Gegebenheiten eingehen – ein Vorteil, den bundesweite Plattformen bislang nicht vollständig bieten.
Die Entscheidung für eigene digitale Angebote ist somit eine Reaktion auf die Vielfalt und Vielfalt der Amateurszene: Von unterschiedlichen Vereinsarten bis zu regional unterschiedlich ausgeprägten Infrastrukturstandards. Somit ergänzen die Verbände die bundesweiten Lösungen durch maßgeschneiderte Services, die die Ehrenamtlichen direkt entlasten und die digitale Nutzung im Verein vor Ort fördern.
Folgen und Perspektiven des digitalen Amateurfußballs
Der Einsatz digitaler Plattformen im Amateurfußball schafft neue Möglichkeiten, verändert jedoch auch das gesellschaftliche Bild und die Wahrnehmung des Sports auf Vereinsebene. Mit dem bundesweiten Start von PROMATEUR, dem offiziellen Managerspiel für den Amateurbereich, verknüpft der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die realen Mannschaftsleistungen mit einer spielerischen digitalen Ergänzung. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Amateurszene zu erhöhen und das Engagement der Spielerinnen und Spieler zu fördern.*
Die Integration digitaler Formate bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Einerseits steigt durch innovative Angebote die Aufmerksamkeit für den Amateurfußball, was das Interesse bei jüngeren Zielgruppen und bei außenstehenden Fans erhöhen kann. Andererseits besteht die Gefahr, dass digitale Plattformen manchen Menschen das Vereinsleben entziehen oder den Fokus zu stark auf individuelle Spielwerte lenken. Die gesellschaftliche Relevanz hängt maßgeblich von der Akzeptanz der digitalen Methoden ab – dabei ist es wichtig, stets den Nutzen für den echten Sport und die Gemeinschaft zu betonen.
Chancen und Risiken auf einen Blick
Chancen:
- Erhöhte Sichtbarkeit des Amateurfußballs und stärkere Einbindung der Community
- Motivation der Spielerinnen und Spieler, ihre Leistungen digital zu präsentieren und zu verbessern
Risiken:
- Gefährdung des Ehrenamts durch den zunehmenden Fokus auf digitale Spielerprofile
- Risiko der Entfremdung vom echten Vereinsleben und der persönlichen Gemeinschaft
Vor allem Vereine und Verbände sollten die Entwicklungen aktiv mitgestalten, um digitale Innovationen sinnvoll und sozial verträglich einzusetzen. Zwei konkrete Empfehlungen lauten:
- Beteiligung und Feedback einholen: Vereine sollten die Meinungen ihrer Mitglieder sowie der Spieler aktiv einbinden, um Angebote bedarfsgerecht zu gestalten.
- Datentransparenz sicherstellen: Klare Kommunikation zur Nutzung von Daten und transparente Datenschutzrichtlinien stärken das Vertrauen in digitale Angebote.
Insgesamt wird die Digitalisierung den Amateurfußball wohl nicht ersetzen, sondern als ergänzendes Element zur Verstärkung der Gemeinschaft und Sichtbarkeit beitragen. Die richtige Balance zwischen innovativer Nutzung und bewahrender Gemeinschaftspflege entscheidet darüber, wie gesellschaftlich relevant, akzeptiert und nachhaltig diese Entwicklungen sein werden.
Die folgenden Informationen und Zitate beruhen auf einer Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bunds.
Weiterführende Quellen:
- „Mehr als 81% der Vereine in den Ligen 4-6 nutzen Teammanagement-Apps, 75% in den darunterliegenden Ligen; Videoanalysen kommen bei 64% (Ligen 4-6) bzw. 19,1% (Ligen 7+) zum Einsatz; GPS-Tracking nutzen 40,91% (Ligen 4-6) bzw. 14,61% (Ligen 7+) der Vereine (Stand: vor 2026).“ – Quelle: https://www.vereinsticket.de/neuigkeiten/studie-so-steht-es-um-die-digitalisierung-im-amateurfussball
- „Ab Verbandsliga verwenden fast alle Vereine technische Systeme, ab Oberliga sind es alle Mannschaften (Stand: vor 2026).“ – Quelle: https://www.fitnessmanagement.de/die-digitalisierung-ist-im-amateurfussball-angekommen
- „Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bietet eigene digitale Lösungen wie BFV-App, SpielPlus, BFV-TV und BFV-Teamapp für den Spiel- und Trainingsbetrieb (Stand: Sommersemester 2023).“ – Quelle: https://www.digitalisierung.rw.fau.de/lehre/bachelor/bachelorseminar-wirtschaftsinformatik/archiv/digitalisierung-im-amateurfussball-sommersemester-2023
- „Laut BFV-Digitalbeauftragtem Sven Laumer verbessert Digitalisierung das Ehrenamt durch optimierte Abläufe wie Passbeantragung und Spielberichte; KI wird für Trainingsplanung und automatische Berichte eingesetzt (Stand: Juli 2025).“ – Quelle: https://www.bfv.de/news/servicethemen/2025/07/kunstliche-intelligenz-im-amateurfussball
Update: Warum das Thema wichtig bleibt
Digitalisierung im Amateurfußball ist mehr als ein neues Spiel: Mit PROMATEUR verknüpft der DFB reale Leistungen aus dem Spielbetrieb mit einem digitalen Format, das Sichtbarkeit schaffen und die Community enger einbinden soll. Gleichzeitig zeigt der Beitrag, dass digitale Tools im Amateurbereich bereits in vielen Vereinen angekommen sind – und mit steigender Liga-Stufe deutlich häufiger werden.
Für Betroffene bedeutet das vor allem: Vereine und Verbände müssen darauf achten, dass der Nutzen digitaler Angebote das echte Vereinsleben stärkt und nicht verdrängt. Wer sich engagiert beteiligt und Feedback aus den eigenen Reihen einholt, kann digitale Plattformen sozial verträglicher gestalten. Ebenso wichtig ist Transparenz bei Daten und deren Nutzung, damit Vertrauen in solche Angebote wachsen kann.
Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten
Für wen ist PROMATEUR gedacht und was wird im Spiel bewertet?
Das Spiel richtet sich an Aktive und Fans. Es nutzt offizielle Daten von FUSSBALL.DE und bewertet Leistungen nach jedem Spieltag.
Welche Bereiche sind vom bundesweiten Start abgedeckt?
Mit dem Start sollen alle Staffeln der Regionalligen für Männer und Frauen abgedeckt werden – ausgenommen sind die Staffeln des Bayerischen Fußball-Verbandes.
Warum wird in der Berichterstattung auch über regionale digitale Lösungen gesprochen?
Weil der Beitrag zeigt, dass regionale Verbände eigene Tools entwickeln, um Vereinsprozesse vor Ort zu erleichtern und das Ehrenamt zu entlasten.
Wie kann man als Verein den digitalen Wandel konstruktiv mitgestalten?
Der Beitrag nennt zwei Punkte: Feedback einholen und Datentransparenz sicherstellen. Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein.