– Die 35. Dresdner Verpackungstagung findet am 4. und 5. Dezember 2025 statt.
– Schwerpunkte sind PPWR, Rezyklat, alternative Fasern, Glas, Mehrweg und Green Claims.
– Über 200 Branchenverantwortliche und 30 Studierende haben sich bereits angemeldet.
Dresdner Verpackungstagung 2025: Branchentreffen mit Zukunftsfokus
Am 4. und 5. Dezember 2025 (Stand: 2025) findet die 35. Dresdner Verpackungstagung statt – bereits jetzt haben sich rund 200 Verantwortliche aus der gesamten Wertschöpfungskette sowie über 30 Studierende verpackungsrelevanter Studiengänge (Stand: 2025) angemeldet.
„Die Dresdner Verpackungstagung wird auch in diesem Jahr ihrem Ruf als Klassentreffen und Zukunftsforum der Branche gerecht werden. Wir haben ein äußerst reichhaltiges Programm und freuen uns auf verantwortliche Expertinnen und Experten aus der gesamten Wertschöpfungskette der Verpackung“, betont Natalie Brandenburg, Geschäftsführerin des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (dvi). „Wir wollen den Blick weiten und gleichzeitig schärfen. Es wird um Kunststoff und die Rezyklatfrage gehen, um Möglichkeiten und Chancen alternative Fasern, um Nachhaltigkeit und Innovation bei der Glasproduktion, um das Thema Mehrweg und um die richtige Kommunikation ökologischer Vorteile“, ergänzt sie zur inhaltlichen Ausrichtung der Tagung.
PPWR: Die neue EU-Verpackungsordnung im Überblick
Die neue europäische Verpackungsverordnung (PPWR, VO (EU) 2025/40) ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten und ab 12. August 2026 für Unternehmen verbindlich anzuwenden (Stand: Februar 2025)*.
Zeitschiene und Pflichten
Nach dem offiziellen Inkrafttreten im Februar 2025 haben Unternehmen bis August 2026 Zeit, ihre Prozesse anzupassen*.
Die Verordnung definiert für bestimmte Verpackungssegmente Anforderungen an die Rezyklatquote und fördert Alternativen zu kunststoffbasierten Materialien durch Design- und Materialauflagen (Stand: 2025)*.
Rezyklat- und Reduktionsziele
Ziel der PPWR ist es, den Verpackungsverbrauch in der EU zu senken: Bis 2030 soll die Menge um mindestens 5 Prozent, bis 2035 um 10 Prozent und bis 2040 um 15 Prozent gegenüber 2018 reduziert werden (Stand: 2025)*.
Für Kunststoffverpackungen gelten ab 2030 europaweit Mindestquoten für den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklat. Hinweise deuten zudem auf höhere Quoten bis 2040 hin (Stand: Februar 2025)*. Diese doppelte Strategie aus Verbrauchsreduktion und Rezyklateinsatz soll die Umweltbelastung durch Verpackungen systematisch verringern und gleichzeitig den Markt für recyclingfähige Materialien stärken.
Materialwandel: Rezyklat, alternative Fasern und Nachwuchs
Die Verpackungsbranche befindet sich in einem grundlegenden Transformationsprozess. Papier und Karton stellen den größten Anteil am Verpackungsaufkommen in Deutschland – Stand: 2023.* Diese Dominanz unterstreicht die Bedeutung nachhaltiger Materialentwicklungen. Gleichzeitig rücken alternative Fasern und Rezyklateinsatz in den Fokus, während der Fachkräftenachwuchs die Zukunft der Branche sichert.
Die Ausbildungskapazitäten spiegeln diese Entwicklung wider: An deutschen Hochschulen schlossen 2023 verpackungsrelevante Studiengänge ab, in Österreich ebenso – Stand: 2023.* Diese jungen Talente bringen frisches Wissen in die Unternehmen und treiben Innovationen voran.
Rechtliche Rahmenbedingungen beschleunigen den Materialwandel zusätzlich. Ab 2026 konzentrieren sich neue EU-Gesetze auf die Junktimierung von Green Claims mit digitalen Produktpässen und strengeren Herkunftsdeklarationen. Diese Entwicklungen erhöhen den Druck auf Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsversprechen substantiell zu untermauern.
Die Dresdner Verpackungstagung begleitet diese branchenweiten Veränderungen seit Jahren. Zwischen 2010 und 2020 bewegten sich die Teilnehmerzahlen im Bereich von 120 bis 220 Personen. 2019 erreichte die Veranstaltung über 200 Teilnehmende, ein Niveau, das auch 2024 mit ebenfalls über 200 Teilnehmenden gehalten wurde – Stand: 2024, laut WGFV. Diese Kontinuität unterstreicht die Bedeutung des Forums als Treffpunkt für den fachlichen Austausch zu Materialinnovationen und Nachwuchsförderung.
| Jahr | Teilnehmende | Quelle/Stand |
|---|---|---|
| 2010-2020 | 120-220 | WGFV, Stand: 2024 |
| 2019 | über 200 | WGFV, Stand: 2024 |
| 2024 | über 200 | WGFV, Stand: 2024 |
Neue Verpackungsregeln: Was sich für Wirtschaft und Kunden ändert
Die europäische Verpackungsverordnung PPWR bringt konkrete Veränderungen für alle Marktteilnehmer. Hersteller müssen bei PET-Getränkeflaschen einen Rezyklatanteil einhalten.* Bis 2030 gilt zudem eine Verpackungsreduktion gegenüber dem Basisjahr 2018, die bis 2040 weiter steigen soll.* Diese verbindlichen Vorgaben erfordern frühzeitige Anpassungen in Produktion und Design.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die künftige Überprüfung von Umweltaussagen. Ab 2026 werden Green Claims stärker kontrolliert – eine Reaktion auf zahlreiche Beanstandungen bei vermeintlich ökologischen Werbeversprechen bereits im Jahr 2024.* Unternehmen müssen ihre Nachhaltigkeitskommunikation daher rechtlich absichern, während Verbraucher von transparenteren Informationen profitieren.
Praktische Handlungsfelder für Unternehmen
- Rezyklat-Strategien prüfen: Die verbindlichen Quoten erfordern langfristige Planung bei Materialbeschaffung und Kreislaufwirtschaft
- Verpackungsdesign an PPWR-Anforderungen anpassen: Leichtbau, Standardisierung und recyclinggerechte Konstruktion werden entscheidend
- Green Claims rechtlich absichern: Unbelegte Umweltaussagen führen zu rechtlichen Risiken und Reputationsschäden
- Kooperationen für Mehrweg und Glas prüfen: Gemeinsame Systemlösungen können Investitionskosten senken und Skaleneffekte nutzen
Für Verbraucher bedeutet die Entwicklung mehr Klarheit bei Verpackungsmaterialien und bessere Vergleichsmöglichkeiten ökologischer Produkteigenschaften. Die zunehmende Standardisierung erleichtert die korrekte Entsorgung, während reduzierte Verpackungsmengen zu weniger Abfall im Haushalt führen.
Ausblick: Warum die Tagung jetzt wichtig ist
Die Dresdner Verpackungstagung positioniert sich als zentrales Branchenforum genau zum richtigen Zeitpunkt. Während sich die rechtlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln und die Anforderungen an nachhaltige Verpackungslösungen steigen, bietet die Veranstaltung den idealen Raum für praxisnahen Austausch. Themen wie Kreislaufwirtschaft, Materialinnovation und transparente Kommunikation bleiben entscheidend für den Markterfolg. Die Tagung ermöglicht es Unternehmen, sich frühzeitig auf die kommenden Veränderungen einzustellen und gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.
Dieser Beitrag stützt sich auf Informationen aus einer Pressemitteilung des Deutschen Verpackungsinstituts e. V. (dvi).
Weiterführende Quellen:
- „Die neue europäische Verpackungsverordnung (PPWR, VO (EU) 2025/40) ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten und ab 12. August 2026 für Unternehmen verbindlich anzuwenden (Stand: Februar 2025).“ – Quelle: https://www.umweltpakt.bayern.de/abfall/recht/eu/505/verordnung-eu-202540-ueber-verpackungen-verpackungsabfaelle-ppwr
- „Ziel der PPWR ist es, den Verpackungsverbrauch in der EU zu senken: Bis 2030 soll die Menge um mindestens 5 Prozent, bis 2035 um 10 Prozent und bis 2040 um 15 Prozent gegenüber 2018 reduziert werden (Stand: 2025).“ – Quelle: https://www.ihk.de/osnabrueck/innovation/umwelt/die-neue-europaeische-verpackungsverordnung-ppwr-2025-6466054
- „Für Kunststoffverpackungen gelten ab 2030 europaweit Mindestquoten für den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklat; z. B. 30 % bei PET-Getränkeflaschen, teilweise höhere Quoten bis 2040 (Stand: Februar 2025).“ – Quelle: https://fkur.com/en/knowledgebase/ppwr-eu-packaging-waste-regulation/
- „Die PPWR definiert für bestimmte Verpackungssegmente explizite Anforderungen an die Rezyklatquote und fördert Alternativen zu kunststoffbasierten Materialien durch Design- und Materialauflagen (Stand: 2025).“ – Quelle: https://www.interzero.de/en/services/consulting/eu-packaging-and-packaging-waste-regulation-ppwr/
- „Im Bereich alternativer Verpackungsfasern werden laufend neue Rohstoffe getestet; 2023 lag der Anteil von Papier und Karton bereits bei 47 % am Verpackungsaufkommen in Deutschland (Stand: 2023).“ – Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_016_321.html
- „Die Junktimierung von Green Claims mit digitalen Produktpässen und strengeren Herkunftsdeklarationen steht ab 2026 im Fokus neuer EU-Gesetze. Bereits 2024 wurden von der Verbraucherzentrale NRW zahlreiche Green Claims rechtlich beanstandet (Stand: September 2024).“ – Quelle: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Verbraucherpolitik/studie_green_claims_verbraucherzentrale_bf.pdf
- „Die Anzahl der Absolventen verpackungsrelevanter Studiengänge in Deutschland lag im Jahr 2022 bei ca. 640, in Österreich bei 65; für 2024 wird ein weiterer leichter Anstieg erwartet (Stand: 2023).“ – Quelle: https://www.hochschulkompass.de/studium/suche-vergleich.html
- „Historische Teilnehmerzahlen der Dresdner Verpackungstagung zeigen eine beständige Beteiligung: 2019 über 200 Teilnehmende und auch 2024 über 200 Teilnehmende, mit Zahlen zwischen 120 und 220 im Zeitraum 2010 bis 2020 (Stand: 2024).“ – Quelle: https://www.wgfv.de
6 Antworten
Ich bin gespannt auf die Tagung und was die Experten sagen werden! Vielleicht sollten wir mehr über die Bedeutung von Mehrwegverpackungen sprechen. Was denkt ihr darüber? Sind sie wirklich nachhaltiger?
Das Ziel von 15% weniger Verpackung bis 2040 klingt gut! Aber wie realistisch ist das? Und was können wir als Verbraucher tun, um dabei zu helfen? Habt ihr Ideen?
Ich finde es super, dass so viele Teilnehmer angemeldet sind! Es zeigt, dass das Thema Verpackung wichtig ist. Wie sieht es denn mit der Umsetzung der neuen Gesetze aus? Wer kümmert sich darum?
Ich habe auch gehört, dass viele Firmen noch unsicher sind mit den neuen Vorschriften. Gibt es da schon Schulungen oder Unterstützung für Unternehmen?
Die PPWR klingt kompliziert, aber ich hoffe, dass sie wirklich was bringt für die Umwelt. Wie denkt ihr über alternative Fasern? Glaubt ihr, dass sie eine echte Lösung sind oder nur ein Trend?
Ich finde die Themen der Dresdner Verpackungstagung echt wichtig! Besonders das mit den Rezyklaten, weil wir alle weniger Plastik brauchen. Glaubt ihr, dass die neuen Regelungen wirklich helfen werden?