Postbank-Warnstreik: Forderung nach 15,5% mehr Lohn

In einer beispiellosen Eskalation des Tarifkonflikts bei der Postbank haben die Beschäftigten im Filialvertrieb und in den Callcentern durch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zum Streik aufgerufen. Ab dem 6. März 2024 werden deutschlandweit zweitätige Ausstände erwartet, die den Bankbetrieb erheblich beeinträchtigen könnten. Der Streit dreht sich um deutlich höhere Lohnforderungen und verlängerten Kündigungsschutz, während das Management der Postbank weit hinter den Erwartungen der Gewerkschaft zurückbleibt. Mit dieser drastischen Maßnahme signalisiert ver.di seine Unnachgiebigkeit in einer Tarifrunde, die bereits jetzt für Unruhe sorgt – sowohl unter den Beschäftigten als auch bei den Kunden.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Am Vorabend einer bedeutsamen Zäsur im Finanzdienstleistungssektor, dem 6. März 2024, wappnen sich die Beschäftigten der Postbank für eine eindrucksvolle Demonstration ihrer Unzufriedenheit. Unter der Ägide der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sind zweitägige Streiks in den Filialen und Callcentern der Postbank angesetzt. Diese drastische Maßnahme kristallisiert sich als unmittelbare Antwort auf das als unzureichend empfundene Lohnangebot seitens der Arbeitgeber heraus.

Jan Duscheck, ein erfahrener ver.di-Verhandlungsführer für den Bankenbereich, bringt es auf den Punkt: „Das bisher vorgelegte Angebot der Arbeitgeberseite ist sehr weit von einem verhandelbaren Kompromisskorridor entfernt. Ohne weitere Streiks bewegt sich bei der Deutschen Bank überhaupt nichts.” ver.di’s Forderungen sind klar und deutlich: Eine Lohnerhöhung von 15,5 Prozent, mindestens jedoch 600 Euro mehr, sowie eine Fortführung des Kündigungsschutzes bis Ende Dezember 2028. Im Kontrast dazu steht das Angebot der Bank, welches lediglich eine Lohnerhöhung von 5 Prozent ab Juni 2024 und eine weitere von 2 Prozent ab Juli 2025 umfasst, mit einem Kündigungsschutz bis Juni 2026.

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Die tiefgehende Kluft zwischen den Forderungen der Gewerkschaft und dem Angebot der Arbeitgeber zeugt nicht nur von einer zutiefst gespaltenen Verhandlungsbasis, sondern auch von einem zunehmenden Unmut unter den betroffenen Beschäftigten und den Kunden der Postbank. Die Entscheidung, in den Streik zu treten, wird von ver.di als notwendig erachtet, um auf die Dringlichkeit der Situation aufmerksam zu machen und ein Zeichen gegen die offensichtliche Verzögerungstaktik des Managements zu setzen.

Duscheck unterstreicht die Tragweite der anstehenden Streiks: „Die Streiks betreffen alle Filialen der Postbank Filialvertrieb AG und alle Vertriebs- und Servicecenter der Postbank Direkt. Wir gehen davon aus, dass der größte Teil der Filialen an beiden Tagen geschlossen bleibt und es auch an den Servicehotlines zu größeren Problemen bei der Erreichbarkeit kommen wird.“

Die angekündigten Streikmaßnahmen sind somit nicht nur ein Aufschrei für gerechte Löhne und einen sicheren Arbeitsplatz, sondern auch ein Weckruf für die gesamte Finanzdienstleistungsbranche. Es steht außer Frage, dass die kommenden Tage eine Zerreißprobe für die Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern darstellen werden, die weitreichende Konsequenzen für die Servicequalität und Kundenbetreuung innerhalb der Branche haben könnten.

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Für weitere Informationen und Einblicke in die Beweggründe der Streikenden verweist ver.di auf die Webseite www.wir-fuer-tarif.de und steht für Rückfragen über Kevin Voß (0151 61631366) sowie die zentrale Pressestelle zur Verfügung. In diesen Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit bleibt zu hoffen, dass eine konstruktive Lösung gefunden wird, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird.


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ver.di-Medien-Info: Postbank-Tarifrunde: Ab Mittwoch Streiks in Filialen und …

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