Plastiksteuer der Ernährungsindustrie “unverhältnismäßig” und kontraproduktiv

Berlin (ots) - Die Bundesvereinigung Ernährungsindustrie (BVE) spricht sich entschieden gegen die geplante Einführung einer Plastiksteuer aus, die die Kunststoffverpackungen der Lebensmittelbranche betreffen würde. Die Unternehmensverantwortung und die bestehende EU-Plastikabgabe werden bereits hoch belastet, kritisiert Peter Feller, stellvertretender BVE-Hauptgeschäftsführer. In einem gemeinsamen Aufruf mehrerer Verbände wird die unausgewogene Teilfinanzierung und ihre ökonomischen und ökologischen Auswirkungen angeprangert. Die Ernährungsindustrie ist einer der wichtigsten Industriezweige Deutschlands mit einem jährlichen Umsatz von 218,5 Mrd. Euro und über 600.000 Beschäftigten.

Bremen (VBR). Berlin (ots) – Die Bundesvereinigung Ernährungsindustrie (BVE) hat sich entschieden gegen die geplante Einführung einer Plastiksteuer ausgesprochen. Diese soll insbesondere die Kunststoffverpackungen betreffen, die von der Ernährungsindustrie für die Distribution ihrer Produkte eingesetzt werden. Peter Feller, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der BVE, äußerte sich dazu wie folgt: “Es ist nicht einzusehen, dass gerade die Inverkehrbringer von Kunststoffverpackungen erneut zur Kasse gebeten werden sollen. Im Rahmen ihrer Herstellerverantwortung müssen unsere Unternehmen bereits seit Jahren erhebliche Aufwendungen für die Sammlung, Sortierung und Verwertung der von ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen tätigen. Ab 2024 kommt zudem eine zusätzliche Belastung durch eine Sonderabgabe für bestimmte Einwegkunststoffverpackungen hinzu.” Die geplante Plastiksteuer wird vor dem Hintergrund der seit 2021 geltenden EU-Plastikabgabe diskutiert, die für Deutschland jährlich rund 1,4 Milliarden Euro kostet. Aufgrund einer Finanzierungslücke in Höhe von rund 17 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 2024 werden Überlegungen angestellt, eine Teilkompensation über die Belastung von Inverkehrbringern von Kunststoffverpackungen zu erreichen.

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Mehrere Verbände haben sich in einem gemeinsamen Aufruf gegen die unausgewogene Ausrichtung der Teilfinanzierung auf den Bereich der Kunststoffverpackungen ausgesprochen. In diesem Aufruf werden die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen kritisiert. Die Ernährungsindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig in Deutschland, mit 5.991 Betrieben, einem jährlichen Umsatz von 218,5 Milliarden Euro und 637.000 Beschäftigten. 90 Prozent der Unternehmen gehören dem Mittelstand an und die Branche exportiert 35 Prozent ihrer Produkte.

Die Bundesvereinigung Ernährungsindustrie e.V. (BVE) ist der Zusammenschluss der deutschen Ernährungsindustrie. Sie vertritt die Interessen von Unternehmen aus den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel, sowie der industriellen Landwirtschaft. Die BVE setzt sich für die Förderung von Innovationen, die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, sowie die Stärkung des Verbrauchervertrauens ein.

Pressekontakt:
Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE)
Oliver Numrich
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 30 200786-167
E-Mail: numrich@ernaehrungsindustrie.de

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Ernährungsindustrie: Vorgesehene Plastiksteuer ist unverhältnismäßig und …

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Pressemeldung:Plastiksteuer der Ernährungsindustrie “unverhältnismäßig” und kontraproduktiv

4 Antworten

  1. Das ist doch totaler Quatsch! Plastiksteuer ist sinnvoll und notwendig, um unsere Umwelt zu schützen!

  2. Ehrlich gesagt, finde ich die Plastiksteuer der Ernährungsindustrie total überflüssig und kontraproduktiv. Was denkt ihr?

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