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PKV-Sofortprogramm: 5 schnelle Maßnahmen für mehr Prävention in der Pflege

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) schlägt ein Sofortprogramm mit fünf praxiserprobten Maßnahmen vor, um Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflegeversicherung schnell zu verankern. Hintergrund ist der steigende Pflegebedarf durch die alternde Gesellschaft, der nach zeitnahen Lösungen verlangt. Die Vorschläge zielen darauf ab, Pflegebedürftige früher und besser zu beraten sowie präventive Ansätze in der Versorgung zu stärken.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der PKV-Verband schlägt fünf schnell umsetzbare Maßnahmen zur Stärkung der Prävention in der Pflege vor.
  • Fokus liegt auf frühzeitiger Beratung, verbindlichen Standards und digitaler Unterstützung in Pflegeeinrichtungen.
  • Maßnahmen zielen darauf ab, Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern und das Versorgungssystem zu entlasten.
  • Digitale Tools wie CareCM verbessern Pflegeberatung, Koordination und Selbstbestimmung der Betroffenen.
  • Erfolg hängt von praktischer Umsetzung, technischer Infrastruktur und Datenschutz ab.

– Der PKV-Verband schlägt fünf schnell umsetzbare Maßnahmen zur Stärkung von Prävention in der Pflege vor.
– Ziel ist es, Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern und das Versorgungssystem zu entlasten.
– Die Vorschläge umfassen eine Neuausrichtung von Pflegegrad 1 und verbindliche Standards für die Pflegeberatung.

Präventive Maßnahmen in der Pflege: Fünf schnelle Hebel gegen den Pflegebedarf

Der PKV-Verband fordert im Rahmen des „Zukunftspakt Pflege“ die sofortige Umsetzung praxiserprobter Maßnahmen, um die Prävention in der Pflege langfristig zu stärken. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass eine bessere Gesundheitsförderung den Pflegebedarf deutlich verringern kann. Das Ziel: rasch wirksame Interventionen, die Pflegebedürftigkeit verhindern oder hinauszögern und das System nachhaltig entlasten.

Der Verband legt ein Sofortprogramm vor, das fünf konkrete Maßnahmen umfasst. Diese sollen dazu beitragen, präventive Angebote in der Pflege stärker zu verankern und die Versorgung qualitativ zu verbessern. Laut Dr. Timm Genett, Geschäftsführer Politik im PKV-Verband, „…haben wir fünf Maßnahmen zusammengefasst, die schnell umsetzbar sind, um Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege wirksam zu stärken.“

Lesenswert ist außerdem GKV-Reform: PKV-Verband warnt vor Systembruch durch geplante Anhebung der Versicherungspflichtgrenze.


"Viele der Maßnahmen werden aber Zeit brauchen, bis sie ihre Wirkung entfalten – Zeit, die wir nicht haben“, so Dr. Timm Genett, Geschäftsführer Politik im PKV-Verband.

"In den kommenden Jahren steigt der Pflege- und Behandlungsbedarf infolge der Alterung massiv. Deshalb haben wir fünf Maßnahmen zusammengefasst, die schnell umsetzbar sind, um Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege wirksam zu stärken.“

Fünf zentrale Maßnahmen aus dem Sofortprogramm des PKV-Verbands (Stand: 2024):

  • Pflegegrad 1 konsequent auf Gesundheitsförderung und Prävention ausrichten: Statt weiterhin Leistungen wie Haushaltshilfen über den Entlastungsbetrag zu finanzieren, sollte der Fokus auf Beratung, Pflegekursen, Hilfsmitteln und verbesserten Wohnumfeldmaßnahmen liegen.

  • Nahtlosen Übergang von der Pflegebegutachtung zur Pflegeberatung sicherstellen: Pflegebedürftige müssen nach der Begutachtung zügig Zugang zu individueller Beratung erhalten, um die passende Unterstützung im Sinne eines Casemanagements zu bekommen.

  • Bessere Beratung durch verbindliche Standards: Die Normen des Casemanagements sollen endlich verbindlich umgesetzt werden. Ein anerkanntes Assessment zur Ermittlung des individuellen Präventionsbedarfs und die verpflichtende präventive Pflegeberatung bei Laienpflege sollen helfen, den Bedarf frühzeitig zu erkennen und gezielt zu handeln.

  • Qualitätsprüfungen als Instrument für Gesundheitsförderung etablieren: Prüfdienste sollen bei der Bewertung von Einrichtungen die Aspekte Prävention und Gesundheitsförderung regelmäßig berücksichtigen und entsprechende Handlungsempfehlungen geben.

  • Digitale Schulungs- und Beratungsangebote vorantreiben: Um die Prävention flächendeckend in Pflegeeinrichtungen zu stärken, bedarf es einer digitalen Infrastruktur. Damit lassen sich Standards der gesundheitsförderlichen Organisationsentwicklung schneller und bundesweit umsetzen, etwa durch Beratung, Schulung, Vernetzung und Projektmanagement.

Das vollständige Sofortprogramm mit detaillierten Handlungsempfehlungen und Praxisbeispielen steht zum Download bereit.* Es bietet eine wichtige Orientierung, um präventive Maßnahmen in der Pflege zügig umzusetzen und die Versorgung nachhaltiger zu gestalten.

Warum Prävention in der Pflege jetzt eine zentrale Rolle spielt

Derzeit gewinnt die Bedeutung präventiver Maßnahmen in der Pflege erheblich an Fahrt. Im Rahmen der anstehenden Pflegereform steht die Frage im Mittelpunkt, wie das systemische Versorgungssystem dauerhaft finanzierbar bleibt und gleichzeitig die Belastung für Pflegebedürftige und Fachkräfte reduziert werden kann. Hierbei rückt die Prävention in den Fokus, weil sie das Potenzial hat, den Eintritt in eine Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern oder gar zu verhindern. Das Entstehen notwendiger Pflegeleistungen lässt sich durch gezielte Gesundheitsförderung verzögern, was im Sinne einer Entlastung des gesamten Versorgungssystems von entscheidender Bedeutung ist.

Die Argumentation der Fachverbände basiert auf der Erkenntnis, dass sich die demografische Entwicklung, insbesondere die Alterung der Gesellschaft, zunehmend auf den Pflegebedarf auswirkt. Die Diskussion um eine nachhaltige Reform setzt auf die Implementierung evidenzbasierter Maßnahmen, die sofort Wirkung entfalten. Das Ziel: Pflegequalität sichern, Kosten eindämmen und den Druck auf die Ressourcen begrenzen. Hierbei spielen digitale Innovationen und Case-Management-Systeme eine unterstützende Rolle, da sie eine individuell zugeschnittene Beratung und Koordination ermöglichen.

Die sogenannte Digitalisierung, etwa durch digitale Schulungs- und Beratungsangebote, bietet die Chance, präventive Strategien flächendeckend in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen zu etablieren. Solche Instrumente sollen den organisatorischen Rahmen verbessern, um Standards der gesundheitsförderlichen Pflege zu sichern. Gleichzeitig sollen bei der Qualitätsprüfung die Aspekte der Gesundheitsförderung künftig stärker berücksichtigt werden, was den Fokus auf Prävention noch verstärkt. Insgesamt wird deutlich, dass die aktuelle Diskussion um die Pflege-Reform die Herausforderung in den Vordergrund stellt, Präventionspotenziale in kurzer Umsetzungszeit nutzbar zu machen – unter Berücksichtigung der stark steigenden Bedarfe und der 5 Maßnahmen* – Stand: 2024*.

Digitale Unterstützung in der Pflege: Praxisbeispiele und Chancen

Der Einsatz digitaler Tools im Care- und Case-Management gewinnt in der Pflege an Bedeutung. Sie bieten Potenziale, die Beratung, Koordination und Prävention wirkungsvoll zu verbessern. Durch konkrete Praxisbeispiele lässt sich verdeutlichen, wie digitale Technologien den Pflegealltag erleichtern und die Selbstbestimmung der Betroffenen stärken können.

Eine zentrale Anwendung ist die Nutzung spezieller Software wie CareCM. Der Pflegestützpunkt Berchtesgadener Land führte diese Lösung ein.* Das Tool unterstützt Berater:innen dabei, individuell zugeschnittene Maßnahmen schnell zu identifizieren und umzusetzen.

Darüber hinaus zeigt die Gesundheitsregion EUREGIO / ReKo, wie die Anbindung an die Telematikinfrastruktur die Pflege erleichtert. Pflegekräfte und Vertrauenspersonen profitieren von digitalen e-Arztbriefen und dem Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA). Diese Verfahren ermöglichen eine nahtlose Kommunikation zwischen Akteuren im Gesundheitswesen.* So lassen sich Pflegemaßnahmen besser koordinieren und potenzielle Risiken frühzeitig erkennen.

Neben konkreten Anwendungen beschreibt eine Studie des Instituts für soziale Einrichtungen die allgemeinen Vorteile digitaler Technologien im Pflegebereich.* Dabei entstehen Herausforderungen, wie der Bedarf an Schulungen und technischer Infrastruktur, aber auch Chancen für eine moderne Pflegekultur.

Die wichtigsten Nutzenaspekte auf einen Blick:

  • Effizienzsteigerung bei der Pflegeplanung*
  • Bessere Koordination der Behandlungs- und Betreuungsprozesse*
  • Stärkung der Selbstbestimmung durch besseren Zugriff auf persönliche Gesundheitsinformationen*

In der Praxis bedeuten diese Entwicklungen, dass digitale Tools dazu beitragen, Pflegeprozesse transparenter, schneller und individueller zu gestalten. Sie erleichtern den Alltag pflegender und pflegebedürftiger Menschen gleichermaßen und bilden eine wichtige Grundlage für zukünftige Pflegekonzepte.

Mögliche Effekte und Risiken der geplanten Pflegeprävention

Die vorgeschlagenen Sofortmaßnahmen zur Stärkung der Prävention in der Pflege versprechen vielfältige Chancen, aber auch Herausforderungen. Durch die konsequente Ausrichtung des Pflegegrads 1 auf Gesundheitsförderung sowie durch den verbesserten Übergang von Begutachtung zu Beratung sollen Pflegebedürftige schneller und gezielter Unterstützung erhalten. Das erleichtert eine individuelle Präventionsplanung, fördert die frühzeitige Gesundheitsförderung und entlastet das System langfristig.

Zudem verbessern verbindliche Standards im Casemanagement die Beratungskompetenz, wodurch Pflegebedürftige bessere Entscheidungshilfen erhalten. Die Etablierung von Qualitätsprüfungen, die Prävention regelmäßig in die Bewertungen integrieren, schafft Anreize für Einrichtungen, ihre Angebote präventiv auszubauen. Digitale Schulungs- und Beratungsangebote sollen die flächendeckende Umsetzung fördern, was in der Praxis die Effizienz steigert und bundesweit einheitliche Standards schafft.

Dennoch sind Risiken zu bedenken: Interoperabilitätsprobleme bei digitalen Lösungen sowie Datenschutzfragen könnten den Erfolg dieser Maßnahmen einschränken. Ebenso stellen praktische Umsetzungsbarrieren in Einrichtungen eine Herausforderung dar, da Personaleinsatz und technische Infrastruktur bislang vor allem in weniger digitalisierten Pflegeeinrichtungen noch verbessert werden müssen (Stand: 2024)*.

Chancen versus Herausforderungen

  • Pro: Schnellere Umsetzung präventiver Angebote in Pflege und Beratung

  • Pro: Verbesserte Beratung durch verbindliche Standards und strukturierte Assessments

  • Contra: Datenschutz- und Interoperabilitätsprobleme, die technische Lösungen erschweren

  • Contra: Praktischer Umsetzungsaufwand in Pflegeeinrichtungen, insbesondere bei der Digitalisierung (Stand: 2024)*

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die geplanten Maßnahmen das Potenzial haben, die Qualität und Effizienz der Pflege deutlich zu verbessern, doch hängen Erfolg und Akzeptanz maßgeblich von der praktischen Umsetzung und der Bewältigung technischer sowie rechtlicher Barrieren ab.

Schnelle Maßnahmen für mehr Prävention in der Pflege: Strategien für Politik, Einrichtungen und Innovationen

Der PKV-Verband legt in seinem Sofortprogramm fünf praxiserprobte Maßnahmen vor, die innerhalb kurzer Zeit zu einer stärkeren Verankerung der Prävention in der Pflege führen können.* Diese Vorschläge sind bewusst einfach umsetzbar und sollen eine nachhaltige Wirkung entfalten. Das Ziel: Pflegebedürftige frühzeitig zu unterstützen, den Bedarf an stationärer Pflege zu verringern und die Qualität der Versorgung zu sichern.

Die Erfahrung zeigt, dass digitale Pilotprojekte wie der Einsatz von CareCM, einem digitalen Pflegeberatungssystem, rasch skaliert werden können. Im November 2023 haben solche Innovationen das Potenzial, Standards für Beratungsqualität und Case-Management deutlich zu verbessern.* Für eine erfolgreiche Umsetzung empfiehlt sich eine kurze Pilotphase, die systematisch evaluiert wird. Verbindliche Standards für Case-Management sowie die Einbindung der Prüfdienste schaffen zudem die Voraussetzung für eine nachhaltige Qualitätssicherung. Das vollständige Sofortprogramm mit detaillierten Handlungsempfehlungen steht zum kostenlosen Download bereit und bietet konkrete Wege, die Pflege nachhaltig zu stärken.*

Weitere Informationen und das vollständige Dokument finden Sie hier.*

Die hier präsentierten Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V.

Weiterführende Quellen:

  • „Der Pflegestützpunkt Berchtesgadener Land führte im November 2023 die Software CareCM für verpflichtende Dokumentation von Beratungseinsätzen ein, was zu spürbarer Optimierung der Arbeitsprozesse, Effizienzsteigerung und besserer Beratungsqualität führte (Stand: 2024).“ – Quelle: https://nubedian.de/digitale-pflegeberatung-carecm/
  • „Die Gesundheitsregion EUREGIO (ReKo) in Niedersachsen schloss sich als eine der ersten Pflegeinstitutionen der Telematikinfrastruktur an, um Case Manager mit Software Quovero e-Messages, e-Arztbriefe und Entlassbriefe auszutauschen sowie Zugriff auf ePA zu erhalten (Stand: 2024).“ – Quelle: https://www.dak.de/dak/unternehmen/innovationsfondsprojekt-reko-regionales-pflegekompetenzzentrum_12056
  • „Digitale Technologien im Care- und Case-Management wie elektronische Fallakten, KI-gestützte Entscheidungsunterstützung und Telecare tragen zu Effizienzsteigerung, besserer Koordination und Stärkung der Selbstbestimmung bei, trotz Herausforderungen wie Interoperabilität und Datenschutz (Stand: 2024).“ – Quelle: https://ilsesweitewelt.de/Shop/Produkte/Leseproben/98800096_leseprobe.pdf

Update: Warum das Thema wichtig bleibt

Prävention in der Pflege ist mehr als ein Programmpunkt: Mit der stärkeren Ausrichtung von Maßnahmen auf Gesundheitsförderung soll Pflegebedürftigkeit hinausgezögert oder verhindert werden. Das ist angesichts der erwarteten steigenden Pflege- und Behandlungsbedarfe zentral, weil es das Versorgungssystem entlasten und die Versorgung qualitativ verbessern kann.

Für betroffene Menschen wird vor allem entscheidend, wie schnell nach der Pflegebegutachtung eine passende Pflegeberatung und ein strukturiertes Casemanagement folgen. Für Pflegeeinrichtungen und Beratungsakteure bedeutet das: präventive Standards müssen verbindlich umgesetzt und in Qualitätsprüfungen stärker berücksichtigt werden. Digitale Schulungs- und Beratungsangebote sollen dabei helfen, die Umsetzung flächendeckend zu unterstützen—bei gleichzeitigen Herausforderungen wie Datenschutz und technischer Interoperabilität.

Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten

Was soll sich beim Pflegegrad 1 konkret ändern?
Der Beitrag nennt, dass der Fokus weg von bestimmten Leistungen hin zu Beratung, Pflegekursen, Hilfsmitteln und Maßnahmen fürs Wohnumfeld gehen soll.

Wie soll der Weg von der Begutachtung zur Beratung ablaufen?
Nach der Begutachtung soll der Zugang zur individuellen Pflegeberatung zügig sichergestellt werden, im Sinne eines Casemanagements.

Welche Rolle spielen verbindliche Standards in der Pflegeberatung?
Genannt wird ein verbindliches Assessment zur Ermittlung des individuellen Präventionsbedarfs sowie eine verpflichtende präventive Pflegeberatung bei Laienpflege.

Warum wird Digitalisierung zugleich als Chance und Risiko beschrieben?
Sie soll Standards schneller umsetzbar machen, steht aber unter Spannung durch mögliche Interoperabilitäts- und Datenschutzprobleme sowie Umsetzungsaufwand in Einrichtungen.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
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