Bundesregierung startet ressortübergreifende Pharma- und Medizintechnik-Strategie: VDGH fordert konkrete Maßnahmen

Die Bundesregierung hat heute Vertreter der Pharma- und Medizintechnikbranche zum Start eines ressortübergreifenden Strategieprozesses ins Kanzleramt eingeladen. Der Verband der Diagnostica-Industrie begrüßt den Dialog und fordert konkrete Maßnahmen wie Bürokratieabbau und verlässliche Rahmenbedingungen. Innerhalb eines Jahres sollen gemeinsame Ergebnisse erarbeitet werden, die in einen Kabinettsbeschluss münden.
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– Bundesregierung startet Strategieprozess mit Pharma- und Medizintechnikindustrie.
– Ziel ist Stärkung der industriellen Gesundheitswirtschaft durch Bürokratieabbau.
– Gemeinsame Ergebnisse sollen innerhalb eines Jahres erarbeitet werden.

Strategieprozess startet: Bundesregierung lädt Gesundheitswirtschaft ins Kanzleramt

Berlin – Die Bundesregierung hat heute Vertreterinnen und Vertreter aus Pharma- und Medizintechnikindustrie zum Auftakt des gemeinsamen Strategieprozesses ins Bundeskanzleramt eingeladen. Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) begrüßt ausdrücklich, dass der angekündigte Dialogprozess nun beginnt. Der VDGH hatte sich seit Langem für eine nationale MedTech-Strategie eingesetzt und sieht darin einen wichtigen Schritt, um die industrielle Gesundheitswirtschaft zu stärken.

"Dass Pharma und Medizintechnik jetzt gemeinsam in einem strategischen Prozess gedacht werden, ist ein wichtiges industriepolitisches Signal", erklärt Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des VDGH. "Die Diagnostika-Industrie steht als Teil der MedTech-Branche für Innovationskraft, Versorgungssicherheit und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Entscheidend ist, dass dieser Prozess jetzt zügig mit konkreten Maßnahmen unterlegt wird: Wir brauchen spürbaren Bürokratieabbau, verlässliche Rahmenbedingungen und eine Politik, die Innovationen ermöglicht, statt sie zu bremsen."

Der VDGH begrüßt, dass der Strategieprozess ressortübergreifend angelegt ist. Innerhalb eines Jahres sollen gemeinsame Ergebnisse von Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitspolitik und Industrie erarbeitet werden, die in einen Kabinettsbeschluss einmünden werden.

Jahr Bereich Umsatz Quelle/Stand
2024 Gesamtumsatz 6,2 Milliarden Euro* PM/VDGH
2024 Diagnostika mehr als 2,4 Milliarden Euro* PM/VDGH
2024 Forschung 3,8 Milliarden Euro* PM/VDGH

Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von mehr als 100 in Deutschland tätigen Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2024. Sie stellen Untersuchungssysteme und Reagenzien zur Diagnose menschlicher Krankheiten her, mit denen ein Umsatz von mehr als 2,4 Milliarden Euro erzielt wird, sowie Instrumente, Reagenzien, Testsysteme und Verbrauchsmaterialien für die Forschung in den Lebenswissenschaften, mit denen ein Umsatz von 3,8 Milliarden Euro* erwirtschaftet wird.

Strategischer Dialog: Warum das Kanzleramtstreffen Signalwirkung entfaltet

Das Treffen im Bundeskanzleramt markiert mehr als nur einen formalen Auftakt – es steht für eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik. Dass Vertreter aus Pharma- und Medizintechnikindustrie gemeinsam an einem Tisch sitzen, zeigt den Willen zu ressortübergreifender Koordination. Dieser Ansatz durchbricht traditionelle Ressortgrenzen und erkennt an, dass Gesundheitswirtschaft nicht allein im Gesundheitsministerium verortet werden kann. Der Strategieprozess soll innerhalb eines Jahres zu einem Kabinettsbeschluss führen*.

Warum jetzt?

Die aktuelle Initiative fügt sich in eine Reihe politischer Bemühungen, die Gesundheitswirtschaft strategisch zu stärken. Bereits im März 2021 legte der Bundesverband der Deutschen Industrie eine umfassende Strategie mit rund 180 Handlungsempfehlungen vor*. Diese frühe Positionierung zeigt, dass die Diskussion um industrielle Gesundheitspolitik seit Jahren geführt wird. Im August 2024 folgten die Ärztekammer Berlin und die Deutsche Krankenhausgesellschaft mit 55 konkreten Vorschlägen zur Bürokratieentlastung*. Den vorläufigen Höhepunkt bildete die Regierungskommission für Krankenhausversorgung, die am 14. November 2024 Empfehlungen zum Bürokratieabbau vorlegte*. Diese chronologische Abfolge unterstreicht den wachsenden politischen Handlungsdruck.

Was fordern Industrieverbände?

Die Forderungen der Industrie kreisen um drei Kernbereiche: spürbaren Bürokratieabbau, verlässliche Rahmenbedingungen und innovationsfördernde Politik. Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des VDGH, bringt es auf den Punkt: "Entscheidend ist, dass dieser Prozess jetzt zügig mit konkreten Maßnahmen unterlegt wird." Diese Position deckt sich mit den vorliegenden Empfehlungen der verschiedenen Gremien. Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von über 100 in Deutschland tätigen Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2024* und betont seine Rolle für Versorgungssicherheit und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Der ressortübergreifende Ansatz der Bundesregierung greift damit genau jene Forderungen auf, die Verbände seit Langem formulieren.

Initiativen und Quellen im Überblick

Der Weg zu mehr Effizienz im Gesundheitswesen wird von verschiedenen Akteuren mit konkreten Vorschlägen begleitet. Die folgenden Initiativen zeigen die Bandbreite der aktuellen Bestrebungen:

  • Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) veröffentlichte eine Strategie mit rund 180 Handlungsempfehlungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft.*
  • Die Ärztekammer Berlin und die Deutsche Krankenhausgesellschaft präsentierten 55 Vorschläge für Bürokratieabbau in Krankenhäusern, darunter Taskforce-Einrichtung und Vereinfachung von Abrechnungen und Zulassungsverfahren.*
  • Die Bundesregierung hat Empfehlungen der Regierungskommission für Krankenhausversorgung zum Bürokratieabbau veröffentlicht.*
  • Das Bundeskanzleramt bestätigte den Start eines ressortübergreifenden Strategieprozesses, bei dem Pharma- und Medizintechnikindustrie gemeinsam in einem bundesweiten Dialogformat eingebunden werden.*

    Was der Strategieprozess für Versorgung und Arbeitsplätze bedeutet

Der ressortübergreifende Strategieprozess könnte tiefgreifende Veränderungen für das gesamte Gesundheitssystem bewirken*. Die geplanten Maßnahmen betreffen nicht nur die industrielle Gesundheitswirtschaft, sondern haben direkte Auswirkungen auf Patientenversorgung, Forschungskapazitäten und Beschäftigungsperspektiven.

Konkrete Effekte für Patientenversorgung

Aus Sicht der Industrie verspricht ein spürbarer Bürokratieabbau schnellere Innovationszyklen und damit früheren Zugang zu neuen Diagnoseverfahren und Therapien*. Die Diagnostika-Industrie betont ihre Rolle für die Versorgungssicherheit*. Gleichzeitig mahnen Ärztekammer und Deutsche Krankenhausgesellschaft (Stand: August 2024) praktikable Lösungen an, die nicht zu Lasten der Patientensicherheit gehen. Die im November 2024 vorgelegten Empfehlungen der Regierungskommission zum Bürokratieabbau könnten Kliniken spürbar entlasten und damit mehr Ressourcen für die eigentliche Patientenversorgung freisetzen.

Bedeutung für Forschung und Beschäftigung

Verlässliche Rahmenbedingungen gelten als entscheidend für die Attraktivität des Forschungsstandorts Deutschland. Die industrielle Gesundheitswirtschaft verweist auf ihre hochqualifizierten Arbeitsplätze und Innovationskraft, die durch planbare politische Vorgaben gestärkt werden könnten. Der VDGH fordert eine Politik, die "Innovationen ermöglicht, statt sie zu bremsen". Allerdings stehen diesen Forderungen haushaltspolitische Restriktionen gegenüber, die eine Umsetzung aller Wünsche erschweren. Der Erfolg des Strategieprozesses wird sich letztlich daran messen lassen, ob es gelingt, die Interessen von Industrie, Forschungseinrichtungen und Versorgungspraxis in Einklang zu bringen.

Ausblick: Prozess, Kritik und offene Fragen

Der nun gestartete Strategieprozess soll innerhalb eines Jahres gemeinsame Ergebnisse von Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitspolitik und Industrie erarbeiten, die in einen Kabinettsbeschluss einmünden werden. Die politische Priorität des Vorhabens zeigt sich in der Einladung zum Start des Dialogs durch das Kanzleramt*. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die angekündigte Beschleunigung tatsächlich greift: Entscheidend sind der konkrete Zeitplan für den Kabinettsbeschluss, die Umsetzung von Bürokratieabbau sowie die Einbindung von Kliniken und Patientengruppen. Offen bleibt, wer den Erfolg der Strategie misst und wie die Balance zwischen Patientensicherheit und innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen gelingt.

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung des Verbands der Diagnostica-Industrie (VDGH).

Weiterführende Quellen:

  • „Am 12. November 2025 bestätigte das Bundeskanzleramt offiziell den Start eines ressortübergreifenden Strategieprozesses, bei dem Pharma- und Medizintechnikindustrie gemeinsam in einem bundesweiten Dialogformat eingebunden werden; die Ergebnisse sollen in ein Strategiepapier münden.“ – Quelle: https://www.bvmed.de/verband/presse/pressemeldungen/medtech-im-kanzleramt-bvmed-unterstuetzt-strategie-der-bundesregierung
  • „Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) veröffentlichte im März 2021 eine eigene Strategie mit rund 180 Handlungsempfehlungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft, die ressortübergreifend Unternehmen der Pharma- und Medizintechnikbranche einbindet.“ – Quelle: https://bdi.eu/media/user_upload/BDI-Strategie_fuer_die_industrielle_Gesundheitswirtschaft.pdf
  • „Die Bundesregierung hat im November 2024 Empfehlungen der Regierungskommission für Krankenhausversorgung zum Bürokratieabbau veröffentlicht, darunter Standardisierung des Datenaustauschs, Ausbau elektronischer Patientenakte und beschleunigte Verhandlungen zur Abrechnung neuer Behandlungsmethoden.“ – Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/regierungskommission-legt-empfehlung-fuer-buerokratieabbau-vor-pm-14-11-2024.html
  • „Die Ärztekammer Berlin und die Deutsche Krankenhausgesellschaft präsentierten im August 2024 55 Vorschläge für Bürokratieabbau in Krankenhäusern, darunter Taskforce-Einrichtung und Vereinfachung von Abrechnungen und Zulassungsverfahren.“ – Quelle: https://magazin.aekb.de/im-fokus/wie-geht-buerokratieabbau-im-gesundheitswesen
  • „Der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) vertritt über 100 Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2024, die Diagnostika- und Forschungsprodukte herstellen; die MedTech-Branche wird als Innovationskraft und wichtiger Wirtschaftsfaktor hervorgehoben.“ – Quelle: https://www.vdgh.de/
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2 Kommentare

  1. Ich finde es sehr positiv, dass die Bundesregierung sich um die Pharma- und Medizintechnikindustrie kümmert. Es ist wirklich wichtig, Bürokratie abzubauen. Welche Maßnahmen denkt ihr, werden zuerst umgesetzt?

    1. Ja, das mit der Bürokratie ist echt ein Problem! Aber was ist mit den Patienten? Wie kann man sicherstellen, dass sie nicht zu kurz kommen?

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