– Seit 2019 sind in der EU 84 chemisch-synthetische Pflanzenschutz-Wirkstoffe weggefallen.
– In Deutschland gingen in zehn Jahren 32 Prozent der 2015 verfügbaren chemischen Wirkstoffe verloren.
– Der Industrieverband Agrar kritisiert eine irreführende Zählweise bei Wirkstoffen in einem BUND-Faktencheck.
Pflanzenschutz in der Landwirtschaft: Zahlenspiel oder tatsächliche Verfügbarkeit?
Die aktuelle Situation beim Pflanzenschutz in der Landwirtschaft ist ein zentrales Thema in der öffentlichen Diskussion. Der Industrieverband Agrar (IVA) weist darauf hin, dass eine reine Zählung zugelassener Wirkstoffe kein aussagekräftiges Bild liefert. Stattdessen sei eine differenzierte Betrachtung notwendig, die die praktische Wirksamkeit und die Wirkmechanismen in den Mittelpunkt stellt.
Laut der offiziellen Pressemitteilung des IVA vom 5. Februar 2026 ist seit 2019 kein neuer chemisch-synthetischer Wirkstoff in der EU zugelassen worden. „Seit 2019 sind 84 chemisch-synthetische Wirkstoffe weggefallen, ohne Neuzulassungen in der EU,“ so die Aussage. Zusätzlich wurde bei biologischen Wirkstoffen ein Nettoverlust von fünf Substanzen verzeichnet, was insgesamt einen Rückgang von 89 Wirkstoffen bedeutet.*
Auch in Deutschland zeigt sich ein drastischer Rückgang: Innerhalb der letzten zehn Jahre haben 61 chemische Pflanzenschutz-Wirkstoffe, die in Produkten genutzt wurden, ihre Zulassung verloren. Das entspricht laut IVA einem Verlust von 32 Prozent der im Jahr 2015 noch genehmigten und verwendeten 192 Wirkstoffe. Im Bereich der chemischen Insektizide zur Spritzanwendung im Freiland ist der Rückgang sogar noch gravierender: 44 Prozent sind in diesem Zeitraum weggebrochen.
Diese Entwicklung hat direkte Konsequenzen für die landwirtschaftliche Praxis. Viele bedeutsame Schädlinge können in vielen Kulturen mit keinen wirksamen Insektiziden mehr bekämpft werden. Das führt zu erhöhten Produktionsrisiken, zu einer Verschiebung der Fruchtfolgen und belastet die heimische Selbstversorgung.
Der IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer betont, dass landwirtschaftliche Betriebe dringend ein breiteres und innovativeres Instrumentarium für den integrierten Pflanzenschutz benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Er kritisiert, dass die Bewertung der Verfügbarkeit von Wirkstoffen häufig verzerrt werde, weil bei der Zählweise keine Unterschiede zwischen Wirkmechanismen gemacht werden. „Wenn ein sogenannter ‚Faktencheck‘ bei den Zählweisen keine Unterschiede zwischen Wirkmechanismen macht oder mehrere Stämme desselben Wirkprinzips und Grundstoffe gleichwertig mitrechnet, entsteht ein verzerrtes Bild der Verfügbarkeit. Entscheidend bleibt, was in der Praxis wirksam verfügbar ist,“ so Gemmer.
Die EU-Kommission bekräftigt diese Einschätzung in ihrer „Vision für Landwirtschaft und Ernährung 2025“ und bestätigt die Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft heute steht. Die aktuelle Verfügbarkeit an Pflanzenschutzmitteln ist für die Ernährungssicherung und die nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen von entscheidender Bedeutung.
(Frankfurt a. M., 5. Februar 2026)
Quelle: Mitteilung der EU-Kommission vom 19. Februar 2025 („Vision für Landwirtschaft und Ernährung“)*
Hintergründe zu den aktuellen Herausforderungen im Pflanzenschutz: Ursachen, Markttrends und Prüfkapazitäten
Die Diskussion um abnehmende Verfügbarkeiten bei Pflanzenschutzmitteln ist komplex. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) warnt vor einer verzerrten Wahrnehmung, die nur die Anzahl der zugelassenen Wirkstoffe betrachtet. Stattdessen müsse man die tatsächliche Marktentwicklung, die regulatorischen Rahmenbedingungen und die praktische Wirksamkeit in den Blick nehmen.
Im Jahr 2023 wurden in Deutschland insgesamt 75.804 Tonnen Pflanzenschutzmittel verkauft*. Im Folgejahr 2024 stiegen die Verkaufszahlen leicht auf 87.022 Tonnen*. Diese Daten zeigen, dass die Absatzmenge zwar im Vergleich zum Vorjahr leicht zunahm, dennoch bleiben die Einsparungen und der Rückgang bei wichtigen Wirkstoffen aktuell Thema.
Gleichzeitig verschärfen regulatorische Vorgaben die Situation. Seit 2019 sind in Deutschland 84 chemisch-synthetische Wirkstoffe wegfallen*; in der EU wurde kein neuer Wirkstoff dieser Gruppe zugelassen. Angaben zur Streichung von Substanzen bei biologischen Wirkstoffen sind nicht eindeutig belegbar. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Stand: Dezember 2023) haben in den letzten zehn Jahren 61 chemische Wirkstoffe ihre Zulassung verloren — das entspricht einem Rückgang um 32 Prozent im Vergleich zu 2015, als noch 192 Wirkstoffe zugelassen waren*.
Besonders gravierend ist der Rückzug bei Insektiziden: Seit 2011/2013 ist die Bewertungs- und Prüfkapazität der deutschen Behörden von 46 Prozent auf nur noch 9 Prozent im Jahr 2019/2020 gefallen*.
Was bedeutet das konkret für die landwirtschaftliche Praxis?
Erstens reduziert sich die Zahl der verfügbaren Wirkmechanismen deutlich. Engpässe bei der Bekämpfung von Schädlingen wie Blattläusen bei Kartoffeln führen zu zunehmenden Herausforderungen in der Praxis. Ähnliche Engpässe bestehen bei anderen Kulturen, was die Risiken für Erträge erhöhen, Anbauentscheidungen beeinflussen und die Fruchtfolgeoptionen einschränken. Diese Entwicklung führt vielfach dazu, dass bestimmte Kulturen aus der Fruchtfolge gedrängt werden oder die Selbstversorgung bei wichtigen Nahrungs- und Futterpflanzen unter Druck gerät.
Diesen Sachverhalt bestätigt die EU-Kommission in ihrer „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ aus dem Jahr 2025, die eine nachhaltige Nutzung von Pflanzenschutzmitteln betont. Der IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer unterstreicht: „Landwirte benötigen dringend ein breiteres, vielfältigeres und innovatives Instrumentarium für den integrierten Pflanzenschutz, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Nachhaltigkeit sowie Ernährungssicherheit zu gewährleisten.“ Entscheidend sei vor allem, auf die praktische Verfügbarkeit wirksamer Substanzen zu achten, statt nur die Zahl zugelassener Wirkstoffe zu zählen.
Mögliche Interpretationsspielräume ergeben sich bei der Beurteilung, ob die Verkaufszahlen die tatsächliche Wirkstoffverfügbarkeit widerspiegeln. Während die Absatzmengen im Vergleich der Jahre 2023 und 2024 eine leichte Erholung zeigen, sind die Auswirkungen auf die tatsächliche Versorgung durch aktive Substanzen deutlich gravierender. Die zunehmende Anzahl biologischer Grundstoffe oder Mikroorganismen, die nur wegen unterschiedlicher Stämme gezählt werden, spiegelt nicht unbedingt eine Erweiterung der Bekämpfungsmöglichkeiten wider.
Letztlich zeigt sich: Die regulatorische Dynamik, gekoppelt mit Rückzügen bei Wirkstoffen, stellt die landwirtschaftliche Praxis vor große Herausforderungen. Sie erfordert eine differenzierte Bewertung der tatsächlichen Verfügbarkeit von Wirkstoffen und ein Umdenken bei der politischen Regulierung, um ökologische und wirtschaftliche Ziele in Einklang zu bringen.
Entwicklung der Pflanzenschutzmittel in Deutschland: Zahlen, Trends und regulatorische Rahmenbedingungen
Die aktuellen Statistiken zum Einsatz und zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland liefern ein differenziertes Bild der Branchenentwicklung. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 75.804 Tonnen Pflanzenschutzmittel (ohne inerte Gase) verkauft, was einem Rückgang von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Stand: 2023; Quelle: Raiffeisen). Gleichzeitig wurde ein Wirkstoffabsatz von 25.295 Tonnen verzeichnet, was einem Rückgang von 21,3 Prozent gegenüber 2022 bedeutet (Stand: 2023; Quelle: Raiffeisen). Diese Zahlen verdeutlichen den Trend innerhalb der Branche, der durch regulatorische Veränderungen, Marktentwicklungen und gesellschaftliche Debatten beeinflusst wird.
Im Dezember 2023 waren in Deutschland 278 Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe zugelassen (Stand: Dezember 2023; Quelle: BwAgrar). Für das Jahr 2024 steigt die Verkaufsmenge deutlich an: 87.022 Tonnen, also circa 15 Prozent mehr als im Vorjahr, wurden in Deutschland verkauft (Stand: 2024; Quelle: Raiffeisen). Hierbei sind fast 12 Prozent der eingesetzten Mittel auch im Ökolandbau zugelassen (Stand: 2024; Quelle: Raiffeisen)*. Diese Entwicklung zeigt eine zunehmende Diversifizierung und eine teilweise Rückkehr zu biologischen Wirkstoffen, was den verschobenen Fokus in der landwirtschaftlichen Praxis widerspiegelt.
Gleichzeitig spiegeln regulatorische Entwicklungen im Zeitverlauf den verstärkten Bewertungsdruck wider. So nahm die Zahl der zugelassenen Wirkstoffe in Deutschland in den letzten Jahren deutlich ab. Zwischen 2011 und 2013 wurden noch 46 Prozent der Zulassungen in Deutschland bewertet, während es in den Jahren 2019/2020 nur noch 9 Prozent waren (Stand: 2019/2020; Quelle: Umweltbundesamt)*. Die Zahl der weggefallenen Wirkstoffe – bislang 61 chemische Mittel in den letzten zehn Jahren – entspricht 32 Prozent der im Jahr 2015 noch in Verwendung befindlichen 192 Wirkstoffe. Besonders beim chemischen Insektizidbereich ist der Rückgang mit 44 Prozent noch ausgeprägter.
Zur Veranschaulichung dieser Entwicklung könnte eine Tabelle dienen, die die Verkaufsmenge in Tonnen und die Anzahl der zugelassenen Wirkstoffe gegenüberstellt. Ein Vorschlag für den Tabellenkopf:
Jahr | Verkaufsmenge (t) | Anzahl zugelassener Wirkstoffe | Quelle/Stand – beispielsweise: 2023 | 75.804 | 278 | Quelle: Raiffeisen; 2024 | 87.022 | 278 | Quelle: Raiffeisen.
Diese Datenreihe macht den Wandel innerhalb der Branche auf einen Blick sichtbar.
Hinweis zur Interpretation:
Unterschiedliche Indikatoren – beispielsweise Tonnenabsatz, Anzahl zugelassener Wirkstoffe oder regulatorische Bewertungen – können zu unterschiedlichen Einschätzungen der tatsächlichen Marktsituation führen. Weiterführende Einordnungen und Bewertungen finden sich in den Kapiteln 2 und 4.
Auswirkungen und Perspektiven: Wie verringerte Verfügbarkeiten von Pflanzenschutzmitteln Gesellschaft, Landwirte und Politik betreffen
Verringert sich die Zahl der verfügbaren Pflanzenschutzmittel, hat das konkrete Konsequenzen für die Landwirtschaft, die Versorgungssicherheit und die Gesellschaft. Schon heute lässt sich feststellen, dass der Übergang zu zahlreichen wegfallenden Wirkstoffen zu einer spürbaren Erhöhung der Produktionsrisiken führt. Beispielsweise stehen in der Kartoffelproduktion gegen Virusvektoren nur noch wenige Wirkmechanismen zur Verfügung, und bei anderen Kulturen sind zahlreiche Schädlinge kaum noch wirksam zu bekämpfen. Dieses Risiko steigt, die Vielfalt der Anbausysteme wird eingeschränkt, und die Gefahr von Ernteausfällen wächst – mit direkten Folgen für die landwirtschaftlichen Betriebe und ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Diese Entwicklungen sind wesentlich für die Versorgungssicherheit. Die Reduktion effektiver Bekämpfungsmöglichkeiten schränkt die Selbstversorgung im Inland bei wichtigen Kulturarten ein. Die EU betont in ihrer Gemeinschaftsvision für Landwirtschaft und Ernährung die zentrale Bedeutung der Versorgungssicherheit, um Unabhängigkeit von Importen zu bewahren und die Lieferketten stabil zu halten*. Lieferengpässe bei kritischen Wirkstoffen wirken sich somit nicht nur auf die landwirtschaftliche Produktion aus, sondern haben auch gesellschaftliche Bedeutung.
Angesichts dieser Herausforderungen entstehen vielfältige Handlungsoptionen. Auf politischer Ebene könnten Regelungen angepasst werden, um die Zulassung neuer Wirkstoffe zu beschleunigen oder die Prüfverfahren zu vereinfachen (Zuständigkeiten: Bund, EU, Behörden). Die Forschung und Innovation in der Pflanzenschutztechnik ist ebenso gefragt wie eine stärkere Beratung landwirtschaftlicher Betriebe. Hier könnten Fachverbände und Beratungseinrichtungen die Betriebe bei der Auswahl und Anwendung bestehender Wirkstoffe sowie bei der Entwicklung integrierter Strategien unterstützen. Zudem wäre es sinnvoll, die Produktion biologischer Wirkstoffe zu fördern und den Zugang zu biologischen Bekämpfungsmitteln zu erleichtern, um die Widerstandsfähigkeit der Kulturen zu stärken.
Vonseiten der Branche und Hersteller wird häufig die Position vertreten, dass eine breite Produktpalette notwendig ist, um flexibel auf Schädlingsbefälle reagieren zu können. In diesem Zusammenhang fordern sie eine stärkere Entwicklung und Zulassung innovativer Produkte. Die Regulierungsbehörden wiederum sehen in den zunehmenden Rückgängen eine Absicherung im Sinne des vorsorgenden Umweltschutzes, da die Sicherheitsbedenken bei bestimmten Wirkstoffen stetig steigen. Diese Sichtweisen ergeben eine komplexe Gemengelage: Während sich die Branche für mehr Innovation einsetzt, betonen Umweltschützer die Notwendigkeit, Risiken zu minimieren und die Anwendungsträger zu kontrollieren.
Aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher ist die aktuelle Lage ebenso bedeutsam. Die Versorgungssicherheit hängt direkt vom Bestand an verfügbaren Mitteln ab, und mögliche Engpässe könnten zu höheren Lebensmittelpreisen und einer geringeren Vielfalt in den Supermarktregalen führen. Zudem wirft die Diskussion um den Rückgang der Pflanzenschutzmittel die Frage auf, wie nachhaltige, sichere und zugleich effektive Lösungen für den Pflanzen- und Naturschutz geschaffen werden können.
In der Perspektive verschiedener Akteure zeigt sich das Dilemma: Auf der einen Seite steht die Forderung nach stärkerem Schutz von Umwelt und Gesundheit, auf der anderen Seite die Notwendigkeit, die landwirtschaftliche Produktion robust und wettbewerbsfähig zu halten. Die Antworten auf diese Herausforderungen müssen deshalb differenziert sein: Einerseits sind innovative, nachhaltige Pflanzenschutzlösungen in der Entwicklung, andererseits besteht ein erhöhter Informationsbedarf, um mögliche Datenlücken zu schließen – etwa durch EU- oder nationale Berichte zur Zulassungsentwicklung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verfügbarkeit wirksamer Pflanzenschutzmittel in Zukunft eine Schlüsselrolle für die Stabilität unserer Ernährungssicherung spielt. Es ist unabdingbar, den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis weiter zu intensivieren, um geeignete Lösungswege zu entwickeln und die kritischen Datenlücken zu schließen. Nur so kann eine handlungsfähige, nachhaltige Landwirtschaftsstrategie entstehen, die sowohl Umweltbelange respektiert als auch die Versorgungssicherheit gewährleistet.
Die nachfolgenden Angaben und Zitate entstammen einer Pressemitteilung des Industrieverband Agrar e. V.
Weiterführende Quellen:
- „Seit 2019 sind 84 chemisch-synthetische Pflanzenschutzwirkstoffe weggefallen, ohne Neuzulassungen in der EU; in Deutschland verloren in den letzten zehn Jahren 61 chemische Wirkstoffe die Genehmigung, was 32 % Rückgang seit 2015 entspricht.“ – Quelle: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:52025DC0075
- „Im Jahr 2023 wurden 75.804 Tonnen Pflanzenschutzmittel (ohne inerte Gase) verkauft, 19 % weniger als im Vorjahr, mit einem Wirkstoffabsatz von 25.295 Tonnen (−21,3 % gegenüber 2022).“ – Quelle: https://www.raiffeisen.de/psm-absatz-auf-50-jahres-tief
- „Im Dezember 2023 waren insgesamt 278 Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe in Deutschland zugelassen.“ – Quelle: https://www.bwagrar.de/aktuelles/news/article-8014835-204217/weniger-wirkstoffmenge-verkauft-.html
- „Bei chemischen Insektiziden zur Spritzanwendung im Freiland sank die Verfügbarkeit in Deutschland in den letzten zehn Jahren um 44 %.“ – Quelle: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:52025DC0075
- „Die Autorität deutscher Behörden nahm an der Bewertung neuer Pflanzenschutzmittel ab: 2011–2013 wurden noch 46 % der Zulassungen in Deutschland bewertet, 2019/2020 waren es nur noch 9 %.“ – Quelle: https://www.abl-ev.de/aktuelles/details/umweltbundesamt-mit-scharfer-kritik-an-eu-pestizidzulassungspraxis
- „Im Jahr 2024 wurden 87.022 t Pflanzenschutzmittel (ohne inerte Gase) in Deutschland verkauft, etwa 15 % mehr als 2023, wobei fast 12 % dieser Mittel auch im Ökolandbau zugelassen sind.“ – Quelle: https://www.raiffeisen.de/psm-absatz-ueber-vorjahr-trend-ruecklaeufig
12 Antworten
Ich bin neugierig auf die zukünftige Entwicklung im Pflanzenschutzbereich. Welche Trends seht ihr auf uns zukommen?
Ich finde den Ansatz des IVA spannend, aber gleichzeitig auch verwirrend. Wie sollte die Politik reagieren? Was denkt ihr über neue Vorschriften?
Ich denke, wir brauchen klare Richtlinien und einen offenen Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren.
Da bin ich ganz bei dir! Die Politik muss sicherstellen, dass alle Stimmen gehört werden.
Mir macht es Sorgen zu hören, dass wichtige Insektizide fehlen. Wie wirken sich diese Veränderungen auf die Ernte aus? Gibt es Studien dazu?
Ja genau! Ich habe auch gehört, dass dies die Preise für Lebensmittel beeinflussen könnte.
Das stimmt! Wir müssen unbedingt mehr Informationen erhalten und auch der Verbraucher sollte darüber aufgeklärt werden.
Die Tatsache, dass 84 chemisch-synthetische Wirkstoffe weggefallen sind, ist besorgniserregend. Was denkt ihr, können Landwirte tun, um trotzdem erfolgreich zu sein?
Das ist eine gute Frage! Vielleicht sollten wir mehr in die Forschung investieren und innovative Lösungen finden.
Ich stimme zu! Es wäre wichtig, die Landwirte besser zu unterstützen und ihnen Ressourcen anzubieten.
Es ist schon interessant, wie die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln in den letzten Jahren gesunken ist. Ich frage mich, welche Alternativen wir haben? Ist der Einsatz von biologischen Mitteln wirklich eine Lösung?
Ich denke auch, dass wir mehr über biologische Alternativen nachdenken sollten. Welche Erfahrungen habt ihr mit diesen Mitteln gemacht?