Pfaffensteigtunnel genehmigt: Verbände kritisieren Milliardenprojekt als nutzlos für Fahrgäste

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Das Eisenbahnbundesamt hat den Bau des Pfaffensteigtunnels genehmigt. Umwelt- und Fahrgastverbände kritisieren das Milliardenprojekt scharf, da es nur wenige Züge aufnehmen kann und dringende Sanierungen an anderen Strecken blockiert. Sie fordern stattdessen den Erhalt der bestehenden Panoramabahn für eine direkte und umsteigefreie Anbindung an den Stuttgarter Hauptbahnhof.

Inhaltsverzeichnis

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– Der Pfaffensteigtunnel wurde genehmigt, kostet etwa drei Milliarden Euro und bietet wenig direkten Nutzen für Fahrgäste.
– Umweltverbände fordern den dauerhaften Erhalt der Panoramabahn als schnellere, günstigere und klimafreundlichere Alternative.
– Das Projekt verursacht hohe CO₂-Emissionen und bindet Mittel, die andernorts für dringende Schienensanierungen fehlen.

Bürgerinitiativen kritisieren Genehmigung des Pfaffensteigtunnels: Milliardenprojekt ohne Nutzen

Die Entscheidung des Eisenbahnbundesamts, den Pfaffensteigtunnel zu genehmigen, stößt auf massive Gegenreaktionen der Umwelt- und Mobilitätsverbände. BUND Baden-Württemberg, VCD Baden-Württemberg und Pro Bahn kritisieren, dass das Projekt vor allem hohe Kosten verursacht, aber keinen spürbaren Vorteil für die Fahrgäste bietet. Sie fordern, die bestehende Panoramabahn langfristig und ohne Unterbrechung in den Stuttgarter Hauptbahnhof zu verlängern, um Pendlerverkehre zu sichern und den Klimaschutz zu stärken.

Der Sammeindruck: Ein milliardenschweres Bauvorhaben, das kaum volkswirtschaftlich gerechtfertigt sei. Außerdem verziehe sich die lange Bauzeit von mindestens sechs Jahren, währenddessen auf den Verkehr auf der Schiene kaum reagiert werde.

Die Verbände betonen, dass derzeit bessere Alternativen vorlägen: die sogenannte Kombilösung mit Sanierung der Panoramabahn, die schneller, kostengünstiger und umweltfreundlicher umsetzbar sei. Beim Ausbau der bestehenden Infrastruktur blieben Ressourcen frei, um Engpässe zu beseitigen.*

Folgende zentrale Aussagen der Verbände wurden in ihrer Pressemitteilung exakt wiedergegeben:

„*Die Genehmigung des Pfaffensteigtunnels ändert nichts an den grundlegenden verkehrlichen und klimapolitischen Problemen dieses Projekts. Der Tunnel ist ein überdimensioniertes Milliardenprojekt ohne unmittelbaren Nutzen für Fahrgäste. Trotz Baukosten von rund drei Milliarden Euro ermöglicht der Tunnel nur eine sehr begrenzte Zugzahl, während dringend notwendige Engpassbeseitigungen im bundesweiten Schienennetz weiter aufgeschoben werden.*“

Tausende Pendlerinnen dürfen nicht zu zusätzlichen Umstiegen in Stuttgart-Vaihingen gezwungen oder auf das Auto verdrängt werden. Mit überschaubaren Mitteln kann die bestehende Panoramastrecke erhalten werden – das wäre die schnellste, günstigste und klimafreundlichste Lösung. Die Entscheidung des Eisenbahnbundesamts entlässt die Bahn nicht aus der Pflicht, Alternativen ernsthaft zu prüfen sowie die Sanierung und den Erhalt der bestehenden Infrastruktur weiter voranzutreiben.*“

Der Ausbau des Projekts würde zusätzlich zu einer erheblichen Umweltauswirkung führen: Laut Pressemitteilung entstehen allein durch den Bau des Tunnels etwa 350.000 Tonnen CO₂-Emissionen, was den Landesbemühungen im Klimaschutz entgegenläuft.*

Die Verbände setzen auf eine noch stärkere Priorisierung des klimafreundlichen und wirtschaftlich sinnvolleren Erhalts bestehender Gleise, anstelle milliardenschwerer Neubauprojekte. Für sie bleibt klar: Der Fokus muss auf einer verbesserten Schieneninfrastruktur liegen, die Fahrgäste, Klima und Umwelt schützt.

  • Was der Pfaffensteigtunnel technisch und zeitlich bedeutet

Der geplante Pfaffensteigtunnel ist ein bedeutendes Infrastrukturprojekt, das die Bahnverbindung in der Region Stuttgart deutlich verbessern soll. Der Tunnel soll vor allem die Engpasssituationen im Schienennetz entschärfen. Dabei soll die Route zwischen Horb und Singen neu strukturiert werden, um den Verkehrsfluss zu optimieren. Der Tunnel ist eine zentrale Komponente im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm*; die Bauplanung sieht vor, dass in diesem Jahr (2025) die konkreten technischen Eckdaten feststehen*.

Zeitplan: Baubeginn und geplante Inbetriebnahme

Der Baubeginn des Tunnels ist auf Februar 2026 terminiert, wobei die Fertigstellung sowie die Inbetriebnahme Ende 2032 geplant sind*. Dies basiert auf aktuellen Planungen und wurde im letzten Jahr (2025) offiziell bestätigt*. Der Bau wird voraussichtlich mindestens sechs Jahre in Anspruch nehmen, was längere Beeinträchtigungen für den Nah- und Fernverkehr mit sich bringen könnte. Die Realisierung dieses Projekts ist damit in einer ähnlichen zeitlichen Größenordnung eingeordnet, wie bereits in früheren Berichten, und entspricht den aktuellen Planungen*.

Wirtschaftliche Risiken und Kontroversen beim Tunnelprojekt: Kosten, Nutzen und Vergleichsbeispiele

Die Planung und Umsetzung von Infrastrukturbauten wie dem Pfaffensteigtunnel wirft stets zentrale Fragen nach Wirtschaftlichkeit, Risiken und Nutzen auf. Analytisch betrachtet, zeigen aktuelle Prognosen, Haushaltsansätze und vergleichende Beispiele, dass die ökonomischen Folgen, insbesondere im Hinblick auf Kostensteigerungen und Nutzen-Kosten-Relationen, erheblich sind.

DUH-Kostenwarnung und Nutzen-Kosten-Index

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) beziffert die realistischeren Kosten des Projekts auf rund 3,5 Milliarden Euro (Stand: 25. August 2025). Dies steht im deutlichen Gegensatz zu den im Haushalt veranschlagten Mitteln. Der Bundeshaushalt für 2026 stellt lediglich 1,69 Milliarden Euro bereit (Stand: 25. August 2025). Zusätzliche Ursachen für die Kostendynamik liefern der Nutzen-Kosten-Index (NKI), der für das Projekt vorliegt. Laut Bewertung der DUH wird erwartet, dass der NKI voraussichtlich weit unter 1 liegt (Stand: 25. August 2025)*.

Der Nutzen-Kosten-Index ist eine ökonomische Kennzahl, die angibt, ob die erwarteten Vorteile einer Investition die Kosten decken. Werte über 1 signalisieren rentable Projekte, bei Werten unter 1 sinkt die Wirtschaftlichkeit deutlich. Für den Pfaffensteigtunnel bedeutet ein NKI unter 1, dass die Förderfähigkeit der Investition kritisch ist. Bei einem NKI weit unter 1 ist die Wirksamkeit auf das Gesamtprojekt bezogen gering, was praktische Konsequenzen für die Förderfähigkeit und zukünftige Investitionsentscheidungen hat.

Vergleich: Offenburger Tunnel als Warnbeispiel

Das Beispiel des Offenburger Eisenbahntunnels unterstreicht die Risiken übersteigender Kosten. Ursprünglich auf 1,18 Milliarden Euro veranschlagt, stiegen die tatsächlichen Kosten bis auf 3,8 Milliarden Euro (Stand: 25. August 2025)*. Zudem verzögerte sich die Fertigstellung um circa sechs Jahre. Solche Entwicklungen verdeutlichen, wie schwer vorhersehbar und steuerbar Großprojekte sind, vor allem wenn Kosteneinschätzungen auf optimistischen Annahmen beruhen. Das Beispiel zeigt, dass Projekte, die auf überhöhten Kosten- und Nutzenannahmen basieren, die öffentliche Hand vor erhebliche finanzielle Herausforderungen stellen.

Tabellenanregung: Kosten- und Haushaltsvergleich

Jahr Betrag Einheit/Bezug Quelle/Stand
2025 3,5 Milliarden Euro Projektkosten (DUH-Schätzung) *
2025 1,69 Milliarden Euro Bundeshaushalt 2026 *
2025 <1 (NKI) Nutzen-Kosten-Index *
2025 3,8 Milliarden Euro Offenburger Tunnel *

Die Tabelle zeigt deutlich die Diskrepanz zwischen ursprünglich angepassten Budgetplanungen und den tatsächlichen oder realistisch bewerteten Kosten.

Bedeutung für die Praxis

Ein NKI unter 1 bedeutet für Fördermittelgeber, dass Investitionen kaum eine wirtschaftliche Rechtfertigung haben. Für die öffentliche Hand ist dies eine zentrale Herausforderung, da die Investitionen dann nur schwer gegen die ökonomischen Nachteile aufgewogen werden. Das Beispiel Offenburger Tunnel macht deutlich, wie Kostenexplosionen und Verzögerungen die Budgetplanung belasten und die Effizienz der Mittelverwendung beeinträchtigen.

Fazit

Gerade bei groß angelegten Infrastrukturprojekten wie dem Pfaffensteigtunnel ist eine kritische Prüfung der Kostenschätzungen, Nutzenbewertungen und der langfristigen Risiken unerlässlich. Die bisherigen Prognosen und vergleichenden Analysen werfen Zweifel auf, ob derartige Milliardeninvestitionen in diesem Ausmaß ökonomisch vertretbar sind. Das Beispiel des Offenburger Tunnels mahnt, dass realistische Kostenplanung und Nutzenabschätzung entscheidend sind, um wirtschaftliche Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Polarisierte Reaktionen auf den Pfaffensteigtunnel: Diskussionen zwischen Landkreisen, Ministerien und Oppositionsvertretern

Die Genehmigung des Pfaffensteigtunnels hat in der Öffentlichkeit und Politik für unterschiedliche Einschätzungen gesorgt. Während einige Akteure die Entscheidung begrüßen, kritisieren andere das Milliardenprojekt und warnen vor erheblichen Nachteilen. Die Meinungsbildung ist klar polarisiert: von Forderungen nach Begrenzungen bis zu Warnungen vor den Folgen eines zeitnahen Baubeginns.

Landkreis fordert Begrenzung der Kappungsdauer

Der Landkreis Böblingen setzt sich für eine Begrenzung der Kappung der Gäubahn ein. Er fordert, die zeitliche Begrenzung auf maximal fünf Jahre zu beschränken, um den Zugverkehr auch über einen längeren Zeitraum sicherzustellen. Diese Forderung zielt darauf ab, Pendler und Wirtschaft vor unnötigen Umstiegen und Zugangsproblemen zu bewahren. Laut Angaben des Landratsamts ist diese Forderung mit Blick auf die Mobilität und Wirtschaftlichkeit sinnvoll, um eine kurzfristige Beeinträchtigung durch Bauarbeiten zu vermeiden*.

Ministerialbewertung: Freude und Optimismus

Der baden-württembergische Verkehrsminister sieht die Genehmigung des Tunnels als eine positive Nachricht. In seinem Statement vom 9. Januar 2025 hebt er hervor, dass die Genehmigung ein Meilenstein sei, um die Verkehrsprobleme in der Region anzugehen. Er betont, dass die Realisierung des Projekts maßgeblich zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen werde. Laut Minister Hermann befinde sich die Landesregierung in enger Abstimmung mit den Planern, um den Bau zügig voranzutreiben*.

Opposition: Kritische Stimmen und Forderungen nach Alternativen

Oppositionsvertreter argumentieren, dass der Pfaffensteigtunnel nur eine eingeschränkte Lösung darstelle. Kritiker meinen, dass die Investitionen in diesen Tunnel keine nachhaltige Verbesserung brächten und nur wenige Züge pro Stunde und Richtung ermöglichten. Er betont, dass die dringend benötigte Sanierung und der Ausbau der bestehenden Strecke deutlich wichtiger seien, um den Verkehrsfluss dauerhaft zu sichern*.

Zudem warnen Kritiker vor den ökonomischen und ökologischen Kosten. Überdimensionierte Baukosten und offene Fragen zur Wirtschaftlichkeit stehen im Konflikt zu den klimapolitischen Zielen. Kurzfristige Bauzeitpläne könnten zudem zu einer weiteren Belastung für die Fahrgäste führen, da sie längere Zwangsumstiege in Stuttgart-Vaihingen befürchten müssen. Kritiker fordern daher eine stärkere Berücksichtigung nachhaltiger Alternativen, wie die Sanierung der Panoramabahn*.

Ein kurzer Überblick der Positionen

  • Forderung des Landkreises Böblingen: Begrenzung der Kappungsdauer auf maximal fünf Jahre*
  • Ministerial-Bewertung: Positive Einschätzung, schnelle Umsetzung geplant*
  • Oppositionskritik: Begrenzter Nutzen, hoher finanzieller und ökologischer Schaden, dringender Sanierungsbedarf der bestehenden Infrastruktur*

Die Diskussion zeigt klar, wie stark die Meinungen zu diesem Projekt auseinandergehen. Während die Landesregierung auf den langfristigen Ausbau setzt, warnen Experten vor einer überdimensionierten Investition ohne nachhaltigen Nutzen für Fahrgäste und Umwelt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Alternativen ernsthaft geprüft werden und wie die Entscheidungsträger auf die vielfältigen Bedenken reagieren.

Auswirkungen auf Verkehr und Klimaziele: Was die Recherche offenlegt

Der Ausbau des Pfaffensteigtunnels wirft erhebliche Fragen für den regionalen Verkehr, die Umwelt und die Erreichung von Klimazielen auf. Während die offizielle Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt erfolgt ist, zeigen unabhängige Recherchen, dass die tatsächlichen Folgen für Pendlerinnen, den Güterverkehr und die Klimaentwicklung differenzierter bewertet werden müssen.

Laut der Deutschen Umwelthilfe ist der Pfaffensteigtunnel nicht für den Güterverkehr geeignet. Das bedeutet, dass die Hoffnung auf eine spürbare Entlastung des Verkehrs durch den Einsatz solcher Infrastrukturmaßnahmen erheblich eingeschränkt ist.* Zusätzlich kritisieren Verkehrsverbände wie BUND, VCD und Pro Bahn die geplante Schnellgenehmigung des Projekts.* Sie warnen davor, dass ein überhasteter Bau die Wirtschaftlichkeit des Projekts in Frage stellt und damit auf Kosten von Umwelt und Fahrgästen erfolgt.

Für den Pendlerverkehr stellt die Reichweite des Projekts ebenfalls ein Problem dar. Derzeit verbleibt die Forderung, die bekannte Verbindung der Gäubahn auch nach 2027 direkt in den Stuttgarter Hauptbahnhof zu führen, weiter bestehen. Das ist notwendig, um zusätzliche Umstiege und Autoeinsätze zu vermeiden. Eine kostengünstige und schnelle Alternative wäre die Sanierung der bestehenden Panoramastrecke, die die Bahn in Verbindung mit oberirdischen Gleisen erhält. Bei einer solchen Lösung verbleibt die volkswirtschaftliche Belastung deutlich geringer, und die Umwelt muss nicht mit dem über das Projekt hinausgehenden Baulärm und CO₂-Emissionen belastet werden.

Der Ausbau und die Sanierung der bestehenden Infrastruktur haben zudem klare Vorteile: Laut der Kreisverwaltung Böblingen sollten die Genehmigungsfristen für den Tunnel auf maximal fünf Jahre beschränkt werden, um unnötige Verzögerungen zu vermeiden.* Dies würde die Planungen transparenter machen und mögliche Abwägungsverzögerungen reduzieren.

Vonseiten der Umweltverbände wird zudem der Klimaschaden des Tunnelbaus deutlich gemacht. Allein durch die Bauarbeiten könnten rund 350.000 Tonnen CO₂-Emissionen entstehen – eine Summe, die die Glaubwürdigkeit solcher Infrastrukturprojekte infrage stellt.*

In der Gesamtbetrachtung ergibt sich, dass das Vorhaben insbesondere für den Güterverkehr und den Klimaschutz nur eine eingeschränkte Bedeutung besitzt. Statt auf ein Milliardenprojekt zu setzen, das nur geringe Fahrgastzahlen und umweltschädliche Bautätigkeiten verursacht, sprechen sich Kritikerinnen für die Erhaltung und nachhaltige Sanierung der bestehenden Bahnstrecken aus. Damit lassen sich kurzfristig Kosten sparen, die Effizienz steigern und die Umweltbelastung reduzieren. Die Kosten werden laut Quelle mit rund drei Milliarden Euro beziffert.*

Ausblick: Zwischen Beschlüssen, Unsicherheiten und offenen Fragen

Die Entscheidungen in Bezug auf den Bau des Pfaffensteigtunnels stehen kurz vor entscheidender Klärung. Die Genehmigung des Projekts durch das Eisenbahnbundesamt wurde im Jahr 2025 erteilt*. Der Baubeginn ist für 2026 geplant*. Die Inbetriebnahme ist für 2032 vorgesehen*. Dennoch bleiben zahlreiche Fragen offen, die unmittelbar die Kosten, die Wirtschaftlichkeit sowie die Dauer der Baumaßnahmen betreffen. Insbesondere wird die Frage diskutiert, ob die vorgesehenen Investitionen den erwarteten Nutzen tatsächlich rechtfertigen oder ob Alternativen nicht effizienter sowie klimaschonender umzusetzen sind.

In den kommenden Monaten steht die Klärung der Haushaltsmittel und die endgültige Genehmigung weiterer Planungsphasen im Vordergrund. Dabei geht es auch um die kritische Bewertung der Wirtschaftlichkeits- und Kosten-Nutzen-Rechnung. Derzeit ist umstritten, ob das Projekt den erwünschten Mehrwert bringt. Angesichts dieser Unsicherheiten ist eine lebhafte Debatte im politischen sowie im Fachkreis zu erwarten. Die nächsten Monate könnten entscheidend werden, um festzulegen, ob das Milliardenprojekt weiterverfolgt oder alternativ die bestehende Infrastruktur besser saniert wird. Bis dahin bleibt der Zeitrahmen für endgültige Beschlüsse knapp bemessen, was eine frühzeitige und umfassende Abwägung notwendig macht.

Die nachfolgenden Informationen basieren auf einer gemeinsamen Pressemitteilung der Umwelt- und Mobilitätsverbände BUND Baden-Württemberg, VCD Baden-Württemberg und Pro Bahn.

Weiterführende Quellen:

9 Antworten

  1. In dem Bericht ist die Haltung der FDP zum Pfaffensteigtunnel widersprüchlich dargestellt:
    1. „Oppositionsvertreter, insbesondere aus der FDP, argumentieren, dass der Pfaffensteigtunnel nur eine eingeschränkte Lösung darstelle. Ein FDP-Landtagsabgeordneter kritisiert, dass die Investitionen in diesen Tunnel keine nachhaltige Verbesserung brächten und nur wenige Züge pro Stunde und Richtung ermöglichten. Er betont, dass die dringend benötigte Sanierung und der Ausbau der bestehenden Strecke deutlich wichtiger seien, um den Verkehrsfluss dauerhaft zu sichern*.“
    2. „Ein FDP-Landtagsabgeordneter argumentiert, dass der Pfaffensteigtunnel die einzige Möglichkeit sei, die Gäubahn zukunftsfähig an Flughafen und Hauptbahnhof anzubinden und Fahrzeitgewinne zu erzielen, während der Erhalt der Panoramabahn die Gäubahn zur Provinzbahn degradieren würde (Stand: 2024/2025).“ – Quelle: https://www.daniel-karrais.de/aktuelles/karrais-umweltverbaende-arbeiten-als-totengraeber-der-gaeubahn/
    Ein Blick auf die Website des MdL Karrais zeigt, dass die 2. Aussage korrekt ist. Demnach ist die 1. Aussage falsch wiedergegeben. Oder stammt die 1. Aussage von einem anderen FDP-Mitglied?

  2. „350.000 Tonnen CO₂-Emissionen“ sind eine beunruhigende Zahl! Warum hören wir nicht mehr von den umweltfreundlichen Alternativen? Ich würde gerne wissen, was andere darüber denken.

    1. „Klimaschutz ist wichtig!“ – Ja genau! Vielleicht sollten wir auch einen offenen Brief an unsere Politiker schreiben und sie fragen, warum sie nicht auf uns hören.

  3. „Ein Milliardenprojekt ohne Nutzen“ – das klingt wirklich absurd. Ich frage mich oft, wie solche Entscheidungen getroffen werden können. Gibt es überhaupt eine Transparenz in diesen Prozessen?

  4. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum man so viel Geld für einen Tunnel ausgibt, wenn es bessere Optionen gibt wie die Sanierung der Panoramabahn. Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand? Das sollte dringend diskutiert werden!

    1. Ja genau! Die Panoramabahn hat doch viel mehr Vorteile! Wir sollten als Bürger laut sein und fordern, dass diese Optionen ernsthaft geprüft werden!

  5. Die Genehmigung des Pfaffensteigtunnels scheint mir sehr fragwürdig. Wenn ich die ganzen Zahlen so sehe, glaube ich nicht, dass es den Pendlern wirklich hilft. Warum wird nicht mehr in die Panoramabahn investiert?

    1. Ich stimme dir zu! Es macht keinen Sinn, wenn der Tunnel nur wenig Züge ermöglicht und gleichzeitig die Umwelt belastet wird. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen endlich nach Alternativen suchen.

  6. Ich finde das sehr ungerecht, dass so viel Geld in den Pfaffensteigtunnel gesteckt wird. Was ist mit der Panoramabahn? Da könnte man doch einfach alles neu machen und es wäre besser für die Umwelt!

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