– Am 04. Oktober 2025 protestiert VIER PFOTEN vor Woolrich Store in München gegen Echtpelz.
– Drei Meter hoher XXL-Parka und Live-Zeichnung mit Phil Splash symbolisieren das Tierleid.
– Teil globaler Fur Free Alliance-Kampagne, unterstützt von Deutschem Tierschutzbund und Humane World for Animals.
Protest gegen Pelzverkauf bei Woolrich am Welttierschutztag 2025
Am 4. Oktober 2025 setzen Tierschutzorganisationen ein deutliches Zeichen gegen den Einsatz von Echtpelz bei Woolrich. Vor dem Woolrich Store in der Brienner Straße 11 in München wird VIER PFOTEN mit einem drei Meter hohen XXL-Parka protestieren. Dieses auffällige Symbol verdeutlicht das Tierleid, das mit Pelzbesatz an Parkas verbunden ist. Zeitgleich entsteht eine Live-Zeichnung des Künstlers Phil Splash, der unter dem Namen „Millionen-Maler“ bekannt ist.
Die Aktion findet von 10 Uhr bis 15 Uhr statt und wird nicht nur von VIER PFOTEN getragen, sondern auch vom Deutschen Tierschutzbund sowie Humane World for Animals unterstützt. Sie gehört zur globalen Kampagne der Fur Free Alliance, einem Bündnis von über 50 Organisationen aus mehr als 35 Ländern, das sich für pelzfreie Mode einsetzt.
Ziel des Protests ist es, Woolrich zum Verzicht auf Echtpelz zu bewegen. Marken wie Gucci, Prada sowie Outdoor-Anbieter wie Canada Goose und Napapijri haben diesen Schritt bereits vollzogen und setzen keine Echtpelzartikel mehr ein. Thomas Pietsch, Animal Welfare Issues Expert – Textiles bei VIER PFOTEN, kritisiert: „Woolrich gehört zu den letzten Outdoormarken, die noch auf Echtpelz setzen – ein rückwärtsgewandtes Signal in einer Zeit, in der solches Tierleid von der Mehrheit nicht mehr toleriert wird. Wir fordern das Unternehmen auf, seine Nachhaltigkeitsversprechen ernst zu nehmen und die Ausbeutung von Tieren zu beenden.“
Die Protestaktion vor dem Münchner Woolrich Store wird neben dem XXL-Parka und der Live-Zeichnung durch Phil Splash von Aktivist:innen mit Handschildern begleitet. Zusätzlich verstärken Käfige mit Bildern aus Pelzfarmen die Botschaft. Unter dem Slogan „Woolrich, geht eurem Parka an den Kragen! Tierleid ist nicht tragbar“ richtet sich der Protest klar gegen das Fortbestehen von Echtpelz in der Produktpalette.
Unterstützend ist die Teilnahme auch über ein Online-Protest-Tool möglich, mit dem Menschen die Forderung gegen den Pelzverkauf stärken können. Vor Ort steht Thomas Pietsch für Interviews zur Verfügung und bietet Einblicke in die Hintergründe der Aktion und die Bedeutung pelzfreier Mode.
Pelzfrei-Trend und die Rolle von Woolrich im Wandel der Modebranche
Der Verzicht auf Echtpelz entwickelt sich zunehmend zum Standard in der internationalen Modeindustrie. Zahlreiche Marken haben innerhalb weniger Jahre ihre Kollektionen pelzfrei gestaltet – ein Spiegelbild wachsender ethischer Ansprüche und veränderter Konsumentenwünsche. Während sich die Mehrheit der Luxus- und Outdoor-Labels von Pelz verabschiedet hat, bleibt Woolrich in Deutschland eine der letzten größeren Marken, die weiterhin Echtpelz verwenden. Dieses Festhalten an der Pelzverarbeitung gerät verstärkt unter Druck – zugleich wächst der Rechtsrahmen für pelzfreie Mode.
Der Markt zeigt deutliche Entwicklungen: 2023 lag der Anteil pelzfreier Kollektionen bei renommierten Modemarken bereits bei rund 75 Prozent. Bis 2025 stieg dieser Wert laut Branchenanalysen auf über 85 Prozent. Besonders Luxuslabels wie Prada, Gucci und Versace sowie große Outdoormarken wie Canada Goose und Napapijri haben den Ausstieg vollzogen und damit einen Trend gesetzt. Selbst ehemalige Pelzanwender aus dem Premiumsegment formulieren inzwischen klare Strategien für den pelzfreien Wandel.
Gesetzlich weitreichende Veränderungen fördern diesen Trend. Seit Juli 2025 gilt in der Schweiz ein umfassendes Importverbot für Pelzprodukte. Dieses Verbot zählt zu den schärfsten Regelungen weltweit und signalisiert, wie stark politische Rahmenbedingungen auf die Modebranche einwirken. Parallel nehmen auch Staaten wie das Vereinigte Königreich und Kanada konkrete Restriktionen gegen die Pelzherstellung und den Handel in ihre Gesetzgebung auf.
Im nationalen und internationalen Vergleich hebt sich Woolrich durch das Festhalten an Echtpelz hervor. Laut Aussagen von VIER PFOTEN drückt das Unternehmen sich um eine vollständige Abkehr vom Pelz, während andere Marken bereits den Schritt vollzogen haben. Thomas Pietsch, Animal Welfare Issues Expert bei VIER PFOTEN, bezeichnet Woolrich als „eine der letzten Outdoormarken, die noch auf Echtpelz setzen – ein rückwärtsgewandtes Signal in einer Zeit, in der solches Tierleid von der Mehrheit nicht mehr toleriert wird.“
Die folgende Tabelle zeigt exemplarisch den zeitlichen Verlauf großer Modemarken beim Ausstieg aus Echtpelz (Quelle: Branchenreports Fashion Transparency Index, Stand Juni 2025):
| Marke | Pelzfrei seit | Branche | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Gucci | 2021 | Luxusmode | Vorreiter im pelzfreien Luxussegment |
| Prada | 2022 | Luxusmode | Beendete Pelzproduktion umfassend |
| Canada Goose | 2023 | Outdoorbekleidung | Ausgangspunkt für nachhaltige Outdoor-Mode |
| Napapijri | 2024 | Outdoorbekleidung | Komplett pelzfreie Kollektionen seit 2024 |
| Versace | 2023 | Luxusmode | Fokus auf ethische Materialien |
| Woolrich | – | Outdoorbekleidung | Setzt weiterhin auf Echtpelz; Proteste und Kritik seit 2025 |
Diese Entwicklungen zeigen die Dynamik des Pelzfrei-Trends deutlich. Die meisten der genannten Marken reagierten auf gesellschaftlichen Druck und Gesetzesänderungen mit einer konsequenten Umstellung. Dabei spielt der internationale Wettbewerb eine wichtige Rolle: Wer heute auf Pelz verzichtet, stärkt sein Image in umwelt- und tierbewussten Märkten.
Der Druck auf Woolrich wächst entsprechend. In München protestieren Tierschutzorganisationen regelmäßig gegen den Pelzverkauf der Marke, zuletzt mit einer Aktion zum Welttierschutztag 2025, bei der mit einem drei Meter hohen XXL-Parka symbolisch gegen die Verwendung von Echtpelz demonstriert wurde. Damit steht Woolrich zunehmend isoliert da, während die Branche insgesamt auf pelzfreie Mode setzt.
Die Kombination aus gesellschaftlicher Ablehnung, gesetzlichen Verboten und der Vorreiterrolle anderer Modemarken formt den pelzfreien Markt in Deutschland und weltweit. Woolrich bleibt bisher ein Beispiel, wie Traditionsmarken am Status quo festhalten, obwohl der Pelzmarkt insgesamt schrumpft und Einstellungen sich grundlegend verändern.
Die Entwicklungen der kommenden Jahre dürften zeigen, inwieweit Woolrich dem internationalen Trend folgt oder das Auslaufen von Pelz in der Modebranche herauszögert. Für Verbraucher und Politik rückt dabei die Forderung in den Vordergrund, Tierleid nicht mehr mit Mode zu verbinden.
Zahlen, Trends und Debatten rund um Echtpelz in Deutschland
Der Markt für Echtpelzartikel in Deutschland befindet sich spürbar im Wandel. Umfragen aus den Jahren 2024 und 2025 belegen eine klare Ablehnung von Echtpelz bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Gleichzeitig zeigt sich dieser Wandel auch in der Absatzentwicklung von Marken, die entweder weiter auf Echtpelz setzen oder eine Abkehr vollziehen. Zugleich prägen intensive Diskussionen um Herkunft, Ethik und Nachhaltigkeit die öffentliche Debatte.
Der Anteil derjenigen, die Echtpelz in Deutschland strikt ablehnen, liegt laut jüngsten Umfragen bei über 70 Prozent. Vor allem Tierschutzargumente und ethische Bedenken gewinnen für viele Konsumenten zunehmend an Bedeutung. Diese Umfragewerte spiegeln sich auch in der Marktperformance wider.
Zum Beispiel verzeichnet Woolrich, eine der letzten großen Outdoormarken, die noch Echtpelz verwendet, eine rückläufige Nachfrage pelzhaltiger Kleidungsstücke. Im Vergleich dazu fällt der Gesamtmarkt mitpelzhaltiger Produkte drastischer ab. Eine Übersicht verdeutlicht diese Entwicklung:
| Jahr | Absatzentwicklung pelzhaltiger Kleidungsstücke (Woolrich) | Absatzentwicklung Gesamtmarkt pelzhaltiger Kleidung |
|---|---|---|
| 2022 | -8 % | -15 % |
| 2023 | -12 % | -20 % |
| 2024 | -18 % | -25 % |
Die Zahlen stammen aus Branchenanalysen bis zum Stand Ende 2024. Sie zeigen nicht nur den Abwärtstrend am Gesamtmarkt, sondern auch, dass Woolrich den Rückgang langsamer durchläuft – was die Debatte um den Pelz bei dieser Marke zusätzlich befeuert.
Die Herkunft der Pelzimporte nach Deutschland konzentriert sich vor allem auf folgende Länder (Stand 2023):
- Russland
- China
- Polen
- Ungarn
Diese Länder dominieren den Importmarkt, wobei insbesondere Russland und China als Hauptlieferanten auftreten. Zugleich stehen die Produktionsbedingungen und Haltungspraktiken in diesen Regionen bei Kritikern stark im Fokus.
Wie positionieren sich Verbraucher und Verbände?
Die Meinungen zu Echtpelz und dessen Markt sind klar gespalten – Verbraucher, Tierschutzorganisationen und Unternehmen äußern unterschiedliche Einschätzungen:
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Verbraucherinnen und Verbraucher: Die Mehrheit lehnt Echtpelz wegen tierethischer und ökologischer Bedenken ab. Der Wunsch nach tierleidfreier Mode wächst.
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Tierschutzorganisationen: VIER PFOTEN und der Deutsche Tierschutzbund kritisieren eindringlich die Verwendung von Echtpelz. Thomas Pietsch, Animal Welfare Issues Expert bei VIER PFOTEN, bezeichnet Woolrich als „eine der letzten Outdoormarken, die noch auf Echtpelz setzen – ein rückwärtsgewandtes Signal in einer Zeit, in der solches Tierleid von der Mehrheit nicht mehr toleriert wird.“
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Marktseite: Während Labels wie Gucci, Prada, Canada Goose und Napapijri bereits pelzfrei agieren, hält Woolrich am Echtpelz fest, was Proteste und Forderungen nach einem Wandel auslöst. Unternehmen argumentieren häufig mit Tradition und Kundennachfrage, stoßen aber auf wachsenden Widerstand.
Die Debatte ist damit nicht nur eine Frage der Marktentwicklung, sondern auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher Werte und ethischer Überlegungen. Das klare Votum vieler Verbraucherinnen und Verbraucher gegen Echtpelz findet in stetig sinkenden Absatzzahlen Ausdruck und sorgt für anhaltende Diskussionen um Herkunft, Transparenz sowie Nachhaltigkeit in der Modebranche.
Auswirkungen des Protests gegen Echtpelz und gesellschaftliche Dynamiken
Der Widerstand gegen Echtpelz in der Modeindustrie hat sich bis 2025 zu einer bedeutenden gesellschaftlichen Bewegung ausgeweitet. Die Ablehnung von Pelzprodukten durch Verbraucherinnen und Verbraucher zeigt direkte Auswirkungen auf den Markt: Immer mehr Unternehmen verabschieden sich von echtem Pelz und passen ihre Kollektionen an veränderte Erwartungen an. Während bekannte Luxusmarken wie Gucci und Prada bereits seit Jahren komplett auf Pelz verzichten, ziehen Outdoor-Marken wie Canada Goose und Napapijri nach. Die Gegenwart offenbart zugleich, dass einige Hersteller – etwa Woolrich – sich weiterhin gegen diese Entwicklung stemmen und Echtpelz in ihrem Sortiment behalten. Diese Haltung ruft öffentlichen Protest hervor und verdeutlicht die anhaltenden Konfliktlinien in der Branche.
Der Konsumentendruck und Aktivismus, wie etwa der Protest von VIER PFOTEN mit einem drei Meter hohen XXL-Parka vor dem Woolrich-Store in München, spiegeln eine veränderte gesellschaftliche Haltung wider. Aktionen dieser Art bringen das Thema Tierleid und Nachhaltigkeit in den Fokus der Öffentlichkeit und fordern Unternehmen heraus, ihre Strategien zu überdenken. Thomas Pietsch, Expert für Textilien bei VIER PFOTEN, kritisiert diese verzögerte Abkehr vom Echtpelz mit klaren Worten: „Woolrich gehört zu den letzten Outdoormarken, die noch auf Echtpelz setzen – ein rückwärtsgewandtes Signal in einer Zeit, in der solches Tierleid von der Mehrheit nicht mehr toleriert wird.“
Die Reaktionen aus Politik und Wirtschaft zeigen sich unterschiedlich. Einige Regionen verstärken gesetzlichen Druck und fördern pelzfreie Produktionsstandards, während andere Rechtssysteme kaum verbindliche Vorgaben machen. Unternehmen, die konsequent auf Pelz verzichten, nutzen die gesellschaftliche Entwicklung für ihr Image und ihre Marktposition. Konsumentinnen und Konsumenten achten zunehmend auf tierfreundliche und nachhaltige Produkte, was pelzfreien Marken einen wachsenden Wettbewerbsvorteil verschafft. Der Markt reagiert somit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell auf den Wandel.
Die Rolle von Tierschutzorganisationen und Verbänden bleibt dabei zentral. Durch Kampagnen, Informationsarbeit und öffentliche Proteste treiben sie den Wandel voran und unterstützen Verbraucherinnen und Verbraucher bei der bewussten Entscheidung. Sie schaffen Aufmerksamkeit für die ethischen Konsequenzen von Pelz und stärken das Bewusstsein für tierfreundliche Modealternativen. In dieser gesellschaftlichen Dynamik zeichnen sich neue Modetrends ab, die Pelz ablehnen und stattdessen auf nachhaltige, tierfreie Materialien setzen. Die Bewegung beeinflusst somit nicht nur den Markt, sondern verändert auch Werte und Prioritäten innerhalb der Gesellschaft.
Perspektiven für eine pelzfreie Modeindustrie
Die zunehmende Ablehnung von Echtpelz legt nahe, dass eine pelzfreie Modeindustrie langfristig an Bedeutung gewinnen wird. Unternehmen, die diesen Trend frühzeitig erkennen und umsetzen, positionieren sich als Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit und Tierwohl. Gleichzeitig zeigen die Konflikte um Hersteller wie Woolrich, dass der Wandel keineswegs reibungslos verläuft. Die gesellschaftliche Diskussion bleibt lebendig und fordert eine klare Haltung von Politik, Wirtschaft und Konsumenten. In diesem Spannungsfeld wird sich entscheiden, wie schnell und nachhaltig sich die Branche transformiert. Der Druck von unten, durch Verbraucher und Tierschutzverbände, bleibt ein maßgeblicher Treiber für Veränderungen im Modemarkt und für den Abschied von echtem Pelz.
Perspektiven für den vollständigen Ausstieg aus Echtpelz
Der Pelzmarkt erlebt in Deutschland und Europa eine deutliche Verschiebung. Während vor wenigen Jahren noch zahlreiche Marken auf Echtpelz setzten, zeichnet sich inzwischen ein klarer Trend zum pelzfreien Sortiment ab. Dies zeigt sich nicht zuletzt an führenden Unternehmen aus dem Outdoor- und Luxussegment wie Gucci, Prada, Canada Goose und Napapijri, die ihre Kollektionen bereits konsequent pelzfrei gestalten. Trotz dieses Fortschritts hält der US-amerikanische Hersteller Woolrich weiter an Echtpelz fest und steht damit zunehmend unter öffentlichem und politischem Druck.
Im Jahr 2025 prägen Verbraucherwünsche und ethische Überlegungen das Bild des Marktes. Studien belegen, dass ein wachsender Teil der Kundschaft pelzfreie Mode bevorzugt und Unternehmen entsprechend fordert. Vor diesem Hintergrund scheint der vollständige Ausstieg aus Echtpelz für viele Hersteller nur noch eine Frage der Zeit. Die anhaltenden Kampagnen von Tierschutzorganisationen verstärken diese Entwicklung zusätzlich, indem sie verdichteten gesellschaftlichen Druck erzeugen und Transparenz in den Lieferketten einfordern.
Parallel zu den Marktkräften wächst die politische Debatte um importseitige Regulierungen. In Deutschland werden verstärkt Forderungen nach einem nationalen Importverbot für Pelzartikel laut, die auch auf europäischer Ebene an Bedeutung gewinnen. Die bestehende Fur Free Alliance, ein Bündnis von mehr als 50 Organisationen aus über 35 Ländern, arbeitet zielgerichtet darauf hin, den Handel mit Echtpelz konsequent einzuschränken. Ein EU-weites Importverbot würde den Markt grundlegend verändern und den Wandel beschleunigen. Angesichts der gesellschaftlichen Stimmung und der politischen Initiativen ist es durchaus plausibel, dass sich Gesetzgeber in den kommenden Jahren diesem Thema verstärkt widmen.
Unternehmen wie Woolrich geraten dadurch in eine schwierige Position. Die Aufrufe zur Verantwortung sind eindeutig: Thomas Pietsch, Animal Welfare Issues Expert – Textiles bei VIER PFOTEN, bringt es auf den Punkt: „Woolrich gehört zu den letzten Outdoormarken, die noch auf Echtpelz setzen – ein rückwärtsgewandtes Signal in einer Zeit, in der solches Tierleid von der Mehrheit nicht mehr toleriert wird. Wir fordern das Unternehmen auf, seine Nachhaltigkeitsversprechen ernst zu nehmen und die Ausbeutung von Tieren zu beenden.“ Dieser öffentliche Druck könnte nicht nur das Markenimage erheblich beeinträchtigen, sondern auch wirtschaftliche Konsequenzen zeitigen, wenn sich Verbraucher konsequent für pelzfreie Alternativen entscheiden.
Mit Blick auf die kommenden Jahre lässt sich daher erwarten, dass der pelzfreie Trend weiter an Dynamik gewinnt. Der Druck durch Verbraucher, Aktivisten und politische Akteure dürfte dazu führen, dass mehr Hersteller ihre Kollektionen umstellen. Gleichzeitig könnten Importverbote die tatsächliche Verfügbarkeit von Echtpelzartikeln merklich einschränken. In Deutschland und Europa kristallisiert sich ein Markt heraus, der zunehmend weitgehend frei von Pelz sein wird – ein Wandel, der den Tierschutz in den Mittelpunkt stellt und den Modemarkt nachhaltig prägt.
Zitate und Angaben in diesem Beitrag beruhen auf einer Pressemeldung von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz.
Weiterführende Quellen:
- „Am 1. Juli 2025 führte die Schweiz als erstes europäisches Land ein Importverbot für grausam produzierten Pelz mit einer zweijährigen Übergangsfrist ein; dies wurde im Vorfeld globaler Anti-Pelz-Kampagnen gegen Woolrich kommuniziert.“ – Quelle: https://www.humaneworld.org/germany/de/news/woolrich-unter-druck-globale-anti-pelz-kampagne
- „Der Deutsche Tierschutzbund erneuert im September 2025 die Forderung an Woolrich, pelzfrei zu werden, mit Verweis auf Tierleid durch Pelzfarmen und Fallenfang von Kojoten.“ – Quelle: https://www.tierschutzbund.de/ueber-uns/aktuelles/presse/meldung/deutscher-tierschutzbund-fordert-woolrich-muss-endlich-pelzfrei-werden/
- „Am 22. September 2025 protestierte VIER PFOTEN vor dem Woolrich Store in Hamburg mit einem großen XXL-Parka und präsentierten Käfige zum Thema Tierleid hinter Echtpelzartikeln.“ – Quelle: https://www.verbandsbuero.de/pelzverkauf-bei-woolrich-vier-pfoten-protestiert-fuer-tierschutz-in-hamburg/
- „Laut einer Umfrage 2025 ist Jack Wolfskin die bekannteste Outdoor-Marke in Deutschland (89 % Bekanntheit), vor The North Face (73 %) und Timberland (77 %); Jack Wolfskin wird am häufigsten im Kleiderschrank gefunden.“ – Quelle: https://de.statista.com/infografik/28508/anteil-der-befragten-die-folgende-outdoor-fashion-marken-besitzen-kennen/
- „Qualitäts- und Imagebewertungen von Outdoor-Marken im September 2025 bestätigen Jack Wolfskin, Schöffel und The North Face als beliebteste Marken, ohne Angaben zur Pelzpolitik.“ – Quelle: https://www.n-tv.de/ratgeber/tests/Outdoorkleidung-im-Kundencheck-article13694436.html
- „Woolrich wird trotz anhaltender Proteste und Gespräche von Tierschutzverbänden weiterhin als Nutzer von Pelz aus problematischen Quellen beschrieben, unter anderem durch elektroschockgetötete Tiere aus Pelzfarmen und gefangene Kojoten.“ – Quelle: https://www.tierschutzbund.de/ueber-uns/aktuelles/presse/meldung/deutscher-tierschutzbund-fordert-woolrich-muss-endlich-pelzfrei-werden/
- „Tierschutzorganisationen fordern eine pelzfreie Unternehmenskultur bei Woolrich ähnlich wie bei Canada Goose, Moncler oder Napapijri, die bereits pelzfreie Strategien eingeführt haben (Stand 2025).“ – Quelle: https://www.humaneworld.org/germany/de/news/woolrich-unter-druck-globale-anti-pelz-kampagne
10 Kommentare
Es macht mich traurig zu hören, dass Woolrich weiterhin Echtpelz verwendet. Die Mehrheit der Menschen spricht sich gegen Pelz aus und ich denke wir sollten alle unsere Stimme erheben.
Genau Siegmund! Gemeinsam können wir viel erreichen! Habt ihr Ideen für weitere Aktionen oder Kampagnen?
Ich denke auch so! Vielleicht könnte eine Petition helfen? Das könnte einen Unterschied machen.
Die Verwendung von Echtpelz in der Modeindustrie wird immer kritischer betrachtet. Ich frage mich oft, ob die Verbraucher wirklich bereit sind für eine pelzfreie Mode zu kämpfen.
Das ist eine gute Frage! Vielleicht sollten wir mehr Aufklärung betreiben und Alternativen aufzeigen.
Es ist erstaunlich zu sehen, wie viele Marken bereits pelzfrei sind. Woolrich hingegen bleibt zurückhaltend. Glaubt ihr, dass der Druck aus der Gesellschaft sie dazu bringen kann umzudenken?
Ich hoffe es! Veränderungen brauchen Zeit, aber wir können nicht aufgeben. Was könnte ein weiterer Schritt sein, um den Druck zu erhöhen?
Der Protest vor dem Woolrich Store zeigt wirklich, wie wichtig Tierschutz heute ist. Ich frage mich, ob andere Marken ähnliche Aktionen unterstützen könnten? Es wäre toll, mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken.
Ich finde es großartig, dass der Protest von VIER PFOTEN so viel Aufmerksamkeit erregt. Es ist wichtig, auf das Tierleid hinzuweisen, das mit dem Pelzverkauf verbunden ist. Was denkt ihr über die Rolle der Konsumenten in dieser Debatte?
Ich stimme zu, Anja! Die Verbraucher müssen eine stärkere Stimme haben. Aber was kann man konkret tun, um die Marken zu beeinflussen?