Bremen (VBR). Im malerischen Gernsbach wurde kürzlich eine besondere Premiere gefeiert: Die Papier- und Zellstoffindustrie ehrte erstmals die herausragendsten Nachwuchstalente der Branche mit dem Heinrich-August-Schoeller-Bestenpreis. Diese Veranstaltung fand am 5. Dezember 2024 im Rahmen des Jahrestreffens der Ausbilderinnen und Ausbilder statt.
Der Preis, benannt nach Heinrich August Schoeller, einem Pionier der Papierindustrie, würdigt die besten Absolventen und Absolventinnen der dualen Ausbildung als Papiertechnologen. Die Ehrung trägt nicht nur zur Anerkennung individueller Leistungen bei, sondern sie hebt auch den hohen Stellenwert von beruflicher Bildung in einer sich stetig wandelnden Wirtschaftslandschaft hervor.
In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen an junge Talente aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Michelle Veenker von der Nordland Papier GmbH in Dörpen erhielt den Preis für die beste Jahresleistung, verbunden mit einem Preisgeld von 500 Euro. Paula Alwine Laackmann von Steinbeis Papier GmbH in Glückstadt folgte als Zweitbeste und erhielt 400 Euro, während Alexander Krecker von der Papier- und Kartonfabrik Varel GmbH & Co in Varel den dritten Platz und 300 Euro einnahm.
Darüber hinaus wurden Hans Daniel Cleemann, Jamy Dean Nickel und Franziska Kroll-McKee mit Ehrenpreisen ausgezeichnet. Diese Preise beinhalten wertvolle Bildungsgutscheine der Bildungsakademie Papier im Förderverein Papierzentrum Gernsbach e.V., gestiftet durch den LENA-Fonds der Landesarbeitgeberverbände.
André Müller, Vorstandsmitglied des Verbands DIE PAPIERINDUSTRIE für Bildungsfragen, überreichte die Auszeichnungen persönlich. Er unterstrich die „Bedeutung der dualen Ausbildung“ als wesentlichen Bestandteil der Industrie (Zitat-Quelle: Pressemitteilung). Dr. Benno Hundgeburt, ebenfalls Mitglied des Präsidiums, betonte: „Mit dieser Auszeichnung unterstreichen wir den hohen Stellenwert der beruflichen Bildung und würdigen die besten jungen Menschen mit viel Potential für ihren weiteren Werdegang in unserer Papier- und Zellstoffindustrie.“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).
Die Ehrung ist Teil eines umfassenderen Engagements zur Förderung junger Experten in der Papierbranche, die sich, inspiriert von Tradition und Innovation, auf ihrem Karriereweg weiter entfalten sollen. Die Initiative zeigt, wie wichtig es ist, junge Talente zu fördern und ihnen eine Plattform für Anerkennung zu bieten, um das zukünftige Wachstum und die Innovationsfähigkeit der Industrie zu sichern. Die Erinnerung an Heinrich August Schoeller lebt in dieser erneuerten Tradition fort, getragen durch die Unterstützung seiner Familie und Institutionen, die in der Vergangenheit ebenso für Perfektion und Fortschritt standen.
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Erstmalige Verleihung des Heinrich-August-Schoeller-Bestenpreises des Verbands DIE …
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Neue Impulse für die papiertechnische Ausbildung: Ein Blick in die Zukunft
Die Einführung des Heinrich-August-Schoeller-Bestenpreises setzt ein starkes Signal für die Branche und würdigt nicht nur exzellente Ausbildungsleistungen, sondern hebt zugleich die Relevanz der dualen Ausbildung im Bereich Papiertechnologie hervor. Dieser Schritt ist besonders wichtig angesichts der rapiden technologischen Entwicklungen, die die Papierindustrie zunehmend prägen. Die Digitalisierung verändert Produktionsprozesse grundlegend, während ökologische Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stetig steigen.
Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, dass Fachkräfte nicht nur technisch kompetent sind, sondern auch flexibel auf neue Herausforderungen reagieren können. Die Anerkennung durch den Bestenpreis kann junge Talente motivieren, sich weiterzubilden und innovative Ansätze in ihre Arbeit einzubringen. Solche Auszeichnungen fördern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf internationalem Parkett, sondern tragen auch zur Sicherung der Arbeitsplätze bei, indem sie eine hochqualifizierte Belegschaft sichern.
Schaut man über die Grenzen hinweg, ähnelt diese Initiative erfolgreichen Programmen in anderen Ländern, insbesondere in skandinavischen und asiatischen Industrieländern, die bereits seit Jahren auf gezielte Nachwuchsförderung setzen, um Spezialisierung und Innovationsfähigkeit voranzutreiben. Auch hier fokussiert man sich zunehmend auf interdisziplinäre Kompetenzen und lebenslanges Lernen – Trends, die vermutlich in den kommenden Jahren noch an Bedeutung gewinnen werden.
Gleichzeitig stellt die Verleihung dieser Preise einen Anreiz dar, die Attraktivität technischer Berufe in der Jugend zu steigern. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es essenziell, junge Menschen schon früh von dieser Berufswahl zu überzeugen. Branchenverbände könnten hierbei künftig verstärkt mit Schulen kooperieren, um praxisnahe Projekte und Orientierungspraktika anzubieten und so Schüler:innen einen direkteren Zugang zu technischen Berufen zu ermöglichen.
Eine Erfolgsgeschichte wie die des Heinrich-August-Schoeller-Bestenpreises demonstriert, wie zielgerichtete Förderung und Anerkennung talentierter Nachwuchskräfte langfristige Erfolge und Innovation in traditionellen Industriezweigen befeuern können. Sie zeigt zudem die Bedeutung gemeinsamer Bemühungen von Industrie, Bildungseinrichtungen und politischen Akteuren, um eine widerstandsfähige und zukunftsorientierte Wirtschaftslandschaft zu schaffen.
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