OTWorld 2024: Gefahr durch gesenkte Standards in der Lymphversorgung

Leipzig (ots) – Auf der OTWorld 2024 wurde eindrucksvoll demonstriert, dass die medizinische Kompressionsversorgung bei Lymphödemen alles andere als trivial ist. Vom 14. bis 17. Mai zeigten Experten anhand von Workshops die Notwendigkeit qualitätsbasierter Versorgung für rund 1,5 Millionen Betroffene in Deutschland. Doch während die Spitzenverbände der Krankenkassen die Standards durch die 17. Fortschreibung der Präqualifizierung drastisch senkten, warnen Branchenexperten vor den weitreichenden Folgen: Fehl- und Unterversorgung, steigende Gesundheitskosten und ein Rückschritt in der Patientenbetreuung. Im Zentrum der Kritik steht das sogenannte Engpassgesetz (ALBVVG), das Apotheken von jeder PQ befreit und damit das Risiko mangelhaft angepasster Kompressionsstrümpfe erhöht. Die Fachwelt fordert hingegen eine Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit und die Einhaltung höchster Versorgungsstandards, um die Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit der Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.

(Aktivieren Sie Ihren journalistischen Appetit mit einem tieferen Einblick in die Herausforderungen und dringenden Forderungen aus dem Orthopädietechniksektor, besonders zur Zeit, da lebenswichtige Versorgung unter Druck gerät.)

Scrollen Sie nach unten um den detaillierten Beitrag und alle Kommentare zu lesen.

Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Am 23. Mai 2024 meldete der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik eine beunruhigende Entwicklung in der medizinischen Versorgung von Lymphödemen in Deutschland. Auf der OTWorld 2024 in Leipzig demonstrierten Fachleute eindrucksvoll, wie individuell zugeschnittene medizinische Kompression zur hochwertigen Lymphversorgung beiträgt. Diese chronische Erkrankung betrifft etwa 1,5 Millionen Menschen bundesweit und erfordert eine spezialisierte Betreuung – fernab von standardisierten Lösungen.

Doch die Einführung der 17. Fortschreibung der Präqualifizierung (PQ) durch den GKV-Spitzenverband hat den Standard erheblich gesenkt. Noch besorgniserregender ist das Auslaufen der PQ für Apotheken durch das Engpassgesetz (ALBVVG). Laut Alf Reuter, Präsident des BIV-OT, erhöht dies das Risiko einer Fehl- oder Unterversorgung mit weitreichenden gesundheitlichen und finanziellen Folgen: „Hier wurde unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus eine ‘Versorgung light’ eingeführt, die auf dem Rücken der Patientinnen und Patienten ausgetragen wird,” kritisiert Reuter.

Prof. Dr. Gerd Lulay, Chefarzt am Klinikum Rheine, verdeutlicht das Leid, das hinter der Diagnose Lymphödem steckt. Viele Betroffene erleiden enorme Einbußen an Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit, wenn ihre Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und fachgerecht behandelt wird. Er betont, dass in Deutschland mindestens 1,8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betroffen sind und die Dunkelziffer hoch ist.

Fehl- oder Unterversorgungen können schwerwiegende Folgen haben: von Wundrosen und offenen Beinen bis hin zu orthopädischen Leiden und Herz-Kreislauferkrankungen. Die Kosten für solche Folgeerkrankungen treiben die Ausgaben im Gesundheitssystem in die Höhe, warnt Prof. Lulay: “Nach unseren Studien können sich die Kosten für ein offenes Bein infolge eines Lymphödems in drei Jahren auf rund 33.500 Euro summieren.” Eine fachgerechte Behandlung hingegen senke diese Kosten um über 90 Prozent.

Lesen Sie auch:  Dr. Dirk Jandura ist neuer BGA-Präsident

Die derzeitige Situation in der Lymphversorgung sei in Deutschland alarmierend schlecht. Es mangele sowohl an adäquater Fortbildung für Ärzte als auch an nötiger Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Das führe dazu, dass oft nur die Folgeerkrankungen behandelt werden, während die Grunderkrankung vernachlässigt bleibt.

Ein adäquat finanziertes interdisziplinäres Dreieck aus früher ärztlicher Diagnose, schneller Therapie, Kompressionsversorgung im Sanitätshaus und manueller Lymphdrainage könnte dem entgegenwirken und erhebliche Folgekosten verhindern, so Lulay. Doch die neuen Regelungen schwächen dieses Modell erheblich.

Kathrin Rammin, selbst an einem Lymphödem leidend, berichtet von ihrem Erfahrungsschatz: „Ich habe erst durch viel Eigeninitiative und Nachforschungen die richtigen Leute und Methoden gefunden.“ Ihre Geschichte zeigt, wie entscheidend eine gut abgestimmte und kontinuierliche Versorgung sein kann. Stephan Klör, Orthopädietechnik-Meister und Leiter eines Sanitätshauses, schildert die Herausforderungen seiner Arbeit und den Druck, dem Fachbetriebe nun zusätzlich ausgesetzt sind.

In einer Branche, die viel Zeit und genaue Expertise für die korrekte Versorgung erfordert, reichen einfache Messmethoden und oberflächliches Wissen nicht aus. Die Absenkung der Präqualifizierung verschärft die Problematik, indem sie beispielsweise keine Liegepflicht oder Kundentoiletten mehr vorschreibt. Dies mache es für Fachkräfte unzumutbar, ihre Aufgaben effektiv auszuführen und gefährde letztlich die Patientensicherheit, so Klör.

Lesen Sie auch:  Iris Schöberl wird neue ZIA-Präsidentin: Ära Mattner endet

Diese Entwicklungen mahnen, dass eine leitliniengerechte Versorgung weiterhin gewährleistet bleiben muss. Nur so kann den Betroffenen adäquat geholfen und hohe Folgekosten vermieden werden. Der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik fordert daher eine Rückbesinnung auf qualitätsbasierte Standards und eine umfassende Unterstützung durch die Politik und Krankenkassen.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
OTWorld 2024: Qualitätsstandards in der Lymphversorgung erhalten – jetzt erlaubte …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Meldung einfach erklärt

Hier ist der Beitrag in leichter Sprache erklärt:

  • Datum: 23.05.2024 – 11:00
  • Ort: Dortmund/Leipzig

Was geht’s?

  • Der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) hat auf der OTWorld 2024 über medizinische Kompression gesprochen.
  • Das Thema: Die richtige Behandlung von Lymphödemen, das sind Schwellungen im Körper, die viele Menschen in Deutschland haben.

Was ist ein Lymphödem?

  • Ein Lymphödem ist eine Krankheit, bei der sich Flüssigkeit im Gewebe ansammelt und es anschwillt.
  • Betroffen sind oft Arme oder Beine.
  • Es kann angeboren sein oder nach einer Verletzung, Krebs oder Operation auftreten.
  • Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
  • Wichtige Behandlung ist die Kombination aus eng anliegender Kleidung (Kompression), manueller Therapie (Lymphdrainage), Hautpflege und Bewegung.

Worum geht es genau?

  • Zur richtigen Behandlung benötigen Patienten spezielle Kompressionsversorgungen.
  • Diese Versorgung soll von Fachexperten wie Ärzten und Orthopädietechnikern geleistet werden.
Lesen Sie auch:  TERRE DES FEMMES wählt neuen Vorstand

Warum gibt es Probleme?

  • Neue Regeln senken die Qualitätsstandards für diese Versorgungen.
  • Vor allem Apotheken benötigen keine Zertifizierung mehr, um diese Kompressionen zu verkaufen.
  • Experten sagen, dass dies zu schlechterer Behandlung führen kann und die Kosten für das Gesundheitssystem steigen.

Was sagen Experten?

  • Alf Reuter, Präsident von BIV-OT, kritisiert die neuen Regeln scharf.
  • Professor Dr. Gerd Lulay sagt, dass die schlechte Behandlung viele Folgeprobleme verursacht und teurer wird.
  • Sie fordern bessere Schulungen für Ärzte und eine angemessene Finanzierung der Behandlungen.

Erfahrungen von Betroffenen:

  • Kathrin Rammin berichtet, dass sie erst durch viel eigene Recherche und den richtigen Fachleuten im Sanitätshaus geholfen wurde.
  • Orthopädietechniker Stephan Klör beschreibt, dass viele Patienten erst nach langer Leidenszeit richtig behandelt werden.
  • Klör betont, dass die Arbeit im Sanitätshaus sehr anspruchsvoll ist und viel Verantwortung trägt.

Was soll verbessert werden?

  • Eine bessere Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Sanitätshäusern und Krankenkassen.
  • Mehr Kompetenz und Fortbildung in diesem Bereich.
  • Höhere Standards und Qualifikationen für die Anbieter dieser Kompressionen.

Kontaktinformationen:

  • Pressesprecherin Kirsten Abel
  • Telefon: 01715608125
  • E-Mail: kommunikation@biv-ot.org

Der Original-Content stammt vom Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik und wurde von news aktuell bereitgestellt.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Warum sind eure Kommentare so wertvoll?

Hier ein paar Gründe:

  1. Ihr bringt frischen Wind in die Diskussion und sorgt für abwechslungsreiche Ansichten.
  2. Ihr helft uns, uns selbst zu verbessern und immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  3. Gemeinsam lernen wir voneinander und wachsen als Community.
  4. Mit euren Beiträgen bauen wir eine offene und respektvolle Umgebung auf, in der alle Stimmen gehört und geschätzt werden.

 

Jeder Kommentar ist Gold wert, egal ob Lob oder Kritik, zustimmend oder kontrovers. Lasst euren Gedanken freien Lauf und helft uns dabei, diese Community zu einem Ort zu machen, an dem jeder gern vorbeischaut und seine Meinung teilt. Auf geht’s!

 

OTWorld 2024: Qualitätsstandards in der Lymphversorgung erhalten - jetzt erlaubte ...

Mehr Infos und News aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie hier in der Übersicht

114 Millionen Menschen auf der Flucht: Rekordzahlen erreichen Krisenlevel

Dramatische Zunahme der weltweiten Flüchtlingskrise fordert dringende Hilfe

Bonn (ots) – Die Zahl der weltweit Geflüchteten hat laut dem UNHCR im September 2023 die Rekordmarke von 114 Millionen Menschen erreicht – darunter erschreckende 43,3 Millionen Kinder. Diese alarmierende Statistik, die sich seit 2013 nahezu verdoppelt hat, ist eine direkte Folge von gewaltsamen Konflikten, Kriegen und den Folgen der Klimakrise. Besonders dramatisch ist die Situation der rund 75,9 Millionen Binnenvertriebenen, die innerhalb ihrer eigenen Länder auf der Flucht sind. In dieser prekären Lage leistet "Aktion Deutschland Hilft" humanitäre Unterstützung bei 178 Projekten weltweit, um das Überleben und die Zukunftsperspektiven von Millionen Betroffenen zu sichern.

Jetzt lesen »

Apothekenreform: Risiko für Arzneimittelversorgung

Berlin (ots) – In einem heute veröffentlichten Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wird der lange erwartete Referentenentwurf für das "Gesetz für eine Apothekenhonorar- und Apothekenstrukturreform" des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vorgestellt. Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, kritisiert den Entwurf scharf: "Er bedroht die Arzneimittelversorgung der Menschen und ist ein Rückschritt in der apothekerlichen Tätigkeit." Besonders problematisch sei laut Overwiening, dass Apotheken künftig auch ohne fachkundige Apotheker Medikamente abgeben dürften, was nicht nur auf große Bedenken trifft, sondern als ein schwerer Tabubruch gesehen wird.

Jetzt lesen »

Erneuter Baustopp für Gasbohrungen vor Borkum erfolgreich

Den Haag, 12. Juni 2024 – Ein Triumph für Klima- und Naturschutz:
Das höchste niederländische Gericht in Den Haag hat erneut den Baustopp für die umstrittenen Gasbohrungen vor Borkum verlängert. Nach einem Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und ihrer Partner dürfen bis zur finalen Entscheidung keine Arbeiten erfolgen. Diese Entwicklung bedeutet einen erheblichen Sieg für den Schutz des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und das maritime Ökosystem. Die DUH fordert nun die niedersächsische Landesregierung auf, keine Genehmigungen mehr zu erteilen und bereits bestehende zu widerrufen.

Jetzt lesen »

ZIA-Innovationsradar 2024: Bewerbungsphase für kreative Ideen gestartet

Bewerbungsphase für ZIA-Innovationsradar 2024 gestartet

Berlin, 12. Juni 2024 – Startschuss für das ZIA-Innovationsradar 2024: Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V., lädt ab sofort Startups, etablierte Unternehmen sowie Städte und Gemeinden ein, ihre Best-Practice-Innovationen einzureichen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 11. August 2024. „Kreative Ideen transformieren unsere Branche“, betont Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des ZIA. Mit KPMG als neuem starken Partner setzt der Wettbewerb auf wegweisende Lösungen, die die Zukunft der Immobilienwirtschaft gestalten sollen. Die herausragendsten Innovationen werden am 12. November 2024 auf dem ZIA-Innovationskongress in Berlin prämiert.

Jetzt lesen »

FREIE WÄHLER verlangen verpflichtendes Gesellschaftsjahr

Noch keine 1:1 Übernahme, trotzdem Einführung: Am 12. Juni 2024 äußerte sich Joachim Streit, zukünftiger Europaabgeordneter der FREIEN WÄHLER, zum neuen Konzept einer Wehrpflicht und einem verpflichtenden Gesellschaftsjahr. Junge Menschen sollen so die Möglichkeit erhalten, der Gesellschaft und dem Staat aktiv etwas zurückzugeben. Eine Maßnahme, die laut Streit, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die Demokratie festigen soll. Verteidigungsminister Pistorius’ Entscheidung für ein neues Wehrpflichtmodell bekommt breite Unterstützung – und fordert zugleich eine Erhöhung des Wehretats sowie bessere Arbeitsbedingungen in der Bundeswehr.

Jetzt lesen »

DLRG Trophy: 200 Rettungsschwimmer starten in Haltern am See

DLRG Trophy 2024: Über 200 Rettungsschwimmer treten in Haltern am See an

Am 15. Juni verwandeln mehr als 200 Rettungssportler der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) das Strandbad im Halterner Stausee in eine Arena voller Wettkampfatmosphäre. Zu Beginn der DLRG Trophy 2024 werden Athleten aus 25 verschiedenen Vereinen um den begehrten Tagessieg kämpfen. Besonderes Augenmerk gilt den Titelverteidigern aus Lüneburg sowie starken Teams aus Harsewinkel und Halle an der Saale. Besucher sind herzlich eingeladen, die spannenden Wettbewerbe mitzuerleben und die Sportler lautstark zu unterstützen.

Jetzt lesen »

BGA kritisiert Ausgleichszölle auf chinesische E-Autos

Berlin (ots) – 12. Juni 2024 – Das brisante Thema der EU-Zölle auf chinesische Elektroautos sorgt für hitzige Debatten. Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), lehnt politisch motivierte Maßnahmen zur Abschottung des EU-Marktes entschieden ab und warnt vor den weitreichenden Konsequenzen solcher Entscheidungen. Vorläufige Ausgleichszölle könnten Gegenmaßnahmen auslösen und unbeteiligte Unternehmen in Mitleidenschaft ziehen. Jandura fordert zudem mehr Transparenz und eine ernsthafte Prüfung, ob zusätzliche Zölle die gesamten Interessen der EU vertreten oder nur protektionistische Ziele verfolgen. Er betont die Notwendigkeit neuer Freihandelsabkommen, wie beispielsweise das lange erwartete MERCOSUR-Abkommen, um den Handel zu erleichtern und protektionistischen Tendenzen weltweit entgegenzuwirken.

Jetzt lesen »

PKV wächst stark: Fast jeder zweite ist privatversichert

Berlin (ots) – Inmitten wirtschaftlicher Unsicherheiten verzeichnet die Private Krankenversicherung (PKV) ein beachtliches Wachstum: Die Anzahl der Versicherungen stieg im vergangenen Jahr um 432.700 auf beeindruckende 38,3 Millionen. „Fast jeder zweite Bundesbürger ist nun privatversichert," verkündete Thomas Brahm, Vorsitzender des PKV-Verbandes, auf der Jahrestagung in Berlin. Besonders bemerkenswert sei auch der Zuwachs bei den Zusatzversicherungen und der Trend, dass immer mehr Menschen von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur PKV wechseln. Mit diesen Entwicklungen unterstreicht die PKV ihre Rolle als stabiler Partner für eine umfassende gesundheitliche Vorsorge.

Jetzt lesen »

Pharmatempo für Gen- und Zelltherapien erhöhen

Berlin (ots) – Am 12. Juni 2024 wurde ein entscheidender Meilenstein für die deutsche Gesundheitsforschung erreicht: Die Nationale Strategie für Gen- und Zelltherapien (GCT) wurde an die Bundesregierung übergeben. Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI), betont die Bedeutung einer zügigen Umsetzung im Rahmen der Pharmastrategie, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit konkreten Maßnahmen in Kooperation mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sollen Deutschlands Stärken im Bereich der innovativen Therapien ausgebaut und die Versorgung schwerkranker Patienten verbessert werden.

Jetzt lesen »

„Psychotherapie-Kongress in Berlin: 1.500 Experten erwartet“

Berlin, 12. Juni 2024 – Heute beginnt der 3. Deutsche Psychotherapie Kongress (DPK) im Estrel Congress Center Berlin unter dem Motto „Licht und Schatten“. Mehr als 1.500 Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Politik werden erwartet, um über die neuesten Erkenntnisse in der psychotherapeutischen Forschung zu diskutieren. Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach übernimmt auch dieses Jahr die Schirmherrschaft. Der Kongress, der verschiedene Formate wie Symposien, Round Tables und Workshops umfasst, zielt darauf ab, die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern. Besondere Beachtung finden dabei berufspolitische Panels, die sich mit den Herausforderungen in der Ausbildung und Versorgung beschäftigen. Alle Veranstaltungen sind sowohl vor Ort als auch per Livestream zugänglich, was eine umfangreiche Teilnahme ermöglicht.

Jetzt lesen »

Geheimpreise: Milliardenverluste belasten Gesundheitsversorgung

Am 12. Juni 2024 warnte Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, während einer Anhörung im Gesundheitsausschuss eindringlich vor drohenden Mehrkosten in Milliardenhöhe für die gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Grund hierfür seien geheime Erstattungsbeträge, die laut Reimann nicht nur signifikante Kostensteigerungen zur Folge hätten, sondern auch die wirtschaftliche Arzneimittelversorgung erschweren würden. Sie kritisierte den aktuellen Gesetzesentwurf zum Medizinforschungsgesetz als unzureichend und prognostizierte immense finanzielle Belastungen für die Beitragszahlenden der GKV, ohne dass ein entsprechender Nutzen in der Versorgung ersichtlich sei.

Jetzt lesen »

Keine Steuersorgen trotz Rentenerhöhung ab Juli 2024

Am 1. Juli 2024 steht eine bedeutende Rentenerhöhung von 4,57 Prozent bevor, die viele Rentnerinnen und Rentner veranlassen könnte, erstmals eine Steuererklärung abzugeben. Doch diese Möglichkeit muss nicht zwangsläufig zu einer Steuernachzahlung führen. Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) klärt auf, unter welchen Bedingungen Rentner steuerpflichtig werden und welche Ausgaben sie geltend machen können – denn oft sind die Steuersorgen unbegründet. Erfahren Sie mehr über den Rentenfreibetrag, die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung und wie Rentner ihre Steuerlast mindern können.

Jetzt lesen »

Kostenfreie DIN VDE 0132 für Feuerwehreinsätze online abrufbar

Kostenfreie Feuerwehrnorm für sichereren Umgang mit elektrischen Anlagen veröffentlicht

Berlin (ots) – Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) verkündet eine wichtige Neuerung: Die deutsche Norm DIN VDE 0132 "Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung im Bereich elektrischer Anlagen" steht ab sofort kostenfrei im Internet zur Verfügung. Diese maßgebliche Richtlinie, die essenzielles Wissen zu Mindestabständen bei elektrischen Anlagen sowie zu Elektromobilität, Lithium-Ionen-Energiespeichern und Photovoltaikanlagen enthält, ist jetzt direkt zugänglich. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt für Feuerwehrkräfte dar, wie der Branddirektor Björn Maiworm betont, da die Norm bislang verpflichtend nur über Lehrunterlagen verfügbar war. Die umfassende Verfügbarkeit dieser Informationen soll die Sicherheit und Effektivität im Einsatz deutlich erhöhen.

Jetzt lesen »

ver.di: Krankenhausreform für wohnortnahe, hochwertige Versorgung

Krankenhausreform gefordert: Ver.di drängt auf Qualität und Entökonomisierung

Am heutigen Mittwoch, den 12. Juni 2024, beginnt in Lübeck-Travemünde die Gesundheitsministerkonferenz, zu der die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) dringende Forderungen nach einer umfassenden Krankenhausreform erhebt. Im Mittelpunkt stehen eine wohnortnahe, hochwertige Versorgung und die Einlösung des Versprechens zur Entökonomisierung des Gesundheitswesens. Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler betont die Notwendigkeit einer gerechten Einigung zwischen Bund und Ländern für bessere Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und kritisiert die finanziellen Herausforderungen, die viele Kliniken an den Rand der Insolvenz treiben.

Jetzt lesen »

ver.di ruft zu neuem Streik in Bremerhavener Seehafen auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten der Seehäfen in Bremerhaven für Mittwoch, den 12. Juni 2024, zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung beginnt um 6:00 Uhr morgens und soll bis in den späten Abend andauern. Hintergrund des Streiks ist das Fehlen eines verhandlungsfähigen Angebots seitens der Arbeitgeber, vertreten durch den Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Ver.di fordert eine deutliche Erhöhung der Stundenlöhne, um den gestiegenen Lebenshaltungskosten gerecht zu werden, während der bisherige Verlauf der Verhandlungen ergebnislos blieb. Bereits in den vergangenen Tagen hatten Beschäftigte in Hamburg und Bremen ihre Arbeit niedergelegt, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

Jetzt lesen »

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Telegram
Email
Drucken
XING