Selbstmedikation und OTC-Markt 2024: Warum rezeptfreie Arzneimittel für Verbraucher immer wichtiger werden

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) berichtet, dass rezeptfreie Arzneimittel mit 0,5 Prozent Marktwachstum auf ein Volumen von 11 Milliarden Euro im Jahr 2023 weiterhin jede zweite in Apotheken verkaufte Packung ausmachen. Trotz einer Inflationsrate von 16,4 Prozent seit 2021 sind die Apothekenverkaufspreise für diese Produkte nur um 7,5 Prozent gestiegen, was die Stabilität des Segments unterstreicht. Besonders gefragt sind Husten- und Erkältungsmittel, Vitamine sowie Schmerz- und Gelenkpräparate, während rezeptfreie Abnehmpräparate mit einem Umsatzrückgang von 16,9 Prozent deutlich seltener nachgefragt wurden.

Inhaltsverzeichnis

– Jede zweite in Apotheken verkaufte Packung nicht verschreibungspflichtig, OTC-Markt stabilisiert sich post-pandemie
– OTC-Markt wuchs 0,5 % auf 11 Milliarden €, Apothekenverkaufspreise stiegen moderat um 7,5 %
– Hohe Nachfrage nach Hustenmitteln, Vitaminen und Schmerzpräparaten; Abnehmpräparate-Nachfrage minus 16,9 %

Stabile Entwicklung bei Selbstmedikation bestätigt

Eine aktuelle Veröffentlichung des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) am 09. April 2024 zeigt, dass Selbstmedikation – der Kauf von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln – weiterhin eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung spielt. Die neuesten „OTC-Daten 2024“ belegen, dass jede zweite in Apotheken verkaufte Arzneimittelpackung in diese Kategorie greift. Damit spiegelt sich ein dauerhaftes Vertrauen der Verbraucher in diese Produkte wider.

Der Markt dieser Arzneimittel entwickelte sich von 2022 auf 2023 mit einem Wachstum von 0,5 Prozent und einem Volumen von elf Milliarden Euro stabil*. Trotz der allgemeinen Inflation, die viele Branchen zu Preisanpassungen veranlasst hat, stiegen die Verkaufspreise der nicht verschreibungspflichtigen Medikamente in Apotheken deutlich weniger als die Verbraucherpreise insgesamt*. So erhöhte sich der Verbraucherpreisindex seit Januar 2021 um 16,4 Prozent, während die Apothekenverkaufspreise um 7,5 Prozent weniger gestiegen sind*.

Besonders gefragt sind Husten- und Erkältungsmittel, Vitamine und Mineralstoffe sowie Schmerz-, Muskel- und Gelenkmittel. Im Gegensatz dazu ist die Nachfrage nach rezeptfreien Abnehmpräparaten um 16,9 Prozent rückläufig.

Mit mehr als der Hälfte der insgesamt knapp 1,7 Milliarden abgegebenen Packungen im Jahr 2023 im nicht verschreibungspflichtigen Bereich unterstreichen die Zahlen die Bedeutung dieses Sektors. Die „OTC-Daten 2024“ bieten so einen umfassenden Überblick über Entwicklungen und Herausforderungen und werfen ein Licht auf die Robustheit des OTC-Marktes in Zeiten ökonomischer Unsicherheit. Sie bestätigen das anhaltende Vertrauen der Verbraucher in nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel als wesentlichen Bestandteil ihrer Gesundheitsversorgung.

Warum Selbstmedikation für Gesellschaft und Gesundheitswesen wichtiger wird

Die Selbstmedikation gewinnt zunehmend an Bedeutung – und das aus mehreren Gründen. Bei wachsendem Gesundheitsbewusstsein und einer steigenden Erwartung an Eigenverantwortung wenden sich immer mehr Verbraucher:innen rezeptfreien Arzneimitteln zu, um kleinere Beschwerden eigenständig zu behandeln. Diese Entwicklung wirkt sich auf die gesamte Gesellschaft, das Gesundheitssystem und den Arzneimittelmarkt aus. Denn Selbstmedikation steht nicht nur für eine direkte Entlastung der ärztlichen Versorgung, sondern auch für eine verbesserte Gesundheitskompetenz der Bevölkerung.

Apotheken nehmen in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle ein: Sie sind mehr als nur Orte des Medikamentenverkaufs. Als kompetente Beratungsstellen bieten sie wertvolle Orientierung bei der Auswahl und sicheren Anwendung rezeptfreier Produkte. Das stärkt das Vertrauen der Verbraucher:innen und unterstützt eine informierte, eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge.

Die Dynamik in der Branche ist spürbar. Angesichts von Preisdruck und Inflation sehen sich sowohl Apotheken als auch Hersteller herausgefordert. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen Angebot und Nachfrage sowie die Erschwinglichkeit von Arzneimitteln. Gleichzeitig trägt Selbstmedikation dazu bei, die Ausgaben im Gesundheitssystem insgesamt zu steuern, da viele kleinere Erkrankungen ohne Arztbesuch behandelt werden können.

Für Verbraucher:innen hat der Trend viele Auswirkungen:

  • Sie übernehmen mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit.
  • Sie profitieren von einem breiteren Zugang zu wirksamen und sicheren Produkten.
  • Sie stoßen auf vielfältige Beratungsangebote in Apotheken.
  • Sie müssen bei der Auswahl und Dosierung rezeptfreier Arzneimittel informiert und vorsichtig sein.

Die Bedeutung der Selbstmedikation spiegelt sich auch international wider, wo rezeptfreie Arzneimittel in vielen Ländern einen festen Platz in der Gesundheitsversorgung einnehmen. Damit entwickelt sich ein stärkeres Bewusstsein für vorbeugende und eigenständige Maßnahmen, was langfristig das Gesundheitssystem entlastet und die Lebensqualität verbessert.

Verantwortung und Chancen für Verbraucher

Herausforderungen für Apotheken und Politik


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Neue Daten zu verschreibungsfreien Arzneimitteln: Mehr Hustenmittel, weniger …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Über den Autor

Die Redaktion von Verbandsbüro besteht aus vielen unterschiedlichen Experten aus der Verbands- und Vereinswelt. Alle Beiträge beruhen auf eigene Erfahrungen. Damit wollen wir Ihnen unsere professionellen Leistungen für Ihre Organisation präsentieren. Wollen Sie mehr zu diesem Thema erfahren? Nehmen Sie doch einfach mit uns Kontakt auf.​