– Caritas und Diakonie starten Sommeraktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ für Ostafrika
– 28 Mio. Menschen am Horn von Afrika leiden unter Dürre, Überschwemmungen und Cholera
– 2023 wurden nur 38 % der benötigten 52,3 Mrd. Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt
Ostafrika am Rande des Abgrunds: Klimakrise verschärft Katastrophen und Notlage
Unter dem Motto "Die größte Katastrophe ist das Vergessen" machen die beiden Hilfsorganisationen auf die wiederholten Naturkatastrophen aufmerksam, die durch den Klimawandel zusätzlich verschärft werden. Die Region am Horn von Afrika durchlebt dramatische Veränderungen: Wir haben in den vergangenen zwei Jahren am Horn von Afrika eine gravierende Dürre gesehen, jetzt erleben wir sintflutartige Regenfälle mit Überschwemmungen, die beispielsweise in Kenia über die Zerstörung von Lebensgrundlagen der Menschen hinausgehen. Der Ausbruch der Cholera bringt zusätzlich beträchtliche Gesundheitsgefahren mit sich. Aktuell kämpfen rund 28 Millionen Menschen in Ostafrika ums Überleben und sind dabei erschöpft. Die Gesellschaften dort sehen sich zunehmend mit multiplen Krisen in immer schnellerer Abfolge konfrontiert, was nicht zuletzt auf die sich verschärfende Klimakrise, die bereits auf allen Kontinenten spürbar ist, zurückzuführen ist.
Trotz der sich zuspitzenden Lage haben die internationalen Hilfsleistungen erheblich nachgelassen: 2023 wurden lediglich 38 Prozent der benötigten 52,3 Milliarden Euro bereitgestellt – ein eklatanter Rückgang im Vergleich zu den Jahren zuvor. Die Hilfsorganisationen mahnen eindringlich, dass um weiterhin umfassend die notwendige Hilfe leisten zu können, mehr Geld von Nöten ist, das ist jetzt schon absehbar. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass diese Krise angesichts der aktuellen Großkrisen in Europa und im Nahen Osten schnell untergeht. Das darf nicht sein. Wer helfen möchte, findet Unterstützungsmöglichkeiten online bei www.caritas-international.de und www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/.
Klimakrise, Not und Solidarität: Warum das Vergessen fatal ist
Die humanitären Krisen in Ostafrika stehen symptomatisch für eine Reihe von Regionen, deren Notlagen zunehmend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden. Dabei sind die Verflechtungen von Klimawandel, Armut und politischer Vernachlässigung zentrale Treiber dieser sich zuspitzenden Katastrophen. Gerade jetzt ist verstärkte Aufmerksamkeit dringend geboten, denn die Kombination dieser Faktoren führt nicht nur zu unmittelbarem Leid, sondern erschwert auch eine nachhaltige Bewältigung der Krisen.
Klimawandel verstärkt Dürreperioden, Überschwemmungen und andere Extreme, die die ohnehin prekären Lebensgrundlagen vieler Menschen in Ostafrika weiter zerstören. Die Folge sind ernste Ernährungsunsicherheit und Wasserknappheit, die nicht nur individuelle Existenzen bedrohen, sondern ganze Gesellschaften destabilisieren. Parallel dazu verhindern anhaltende politische Instabilität und unzureichende Investitionen in Infrastruktur und soziale Systeme, dass betroffene Bevölkerungen resilienter werden. Das Zusammenspiel dieser Faktoren führt zu einer Spirale aus Not und Hunger, die immer schwerer aufzuhalten ist.
Eine internationale Solidarität, die sich diesen komplexen Herausforderungen stellt, ist unabdingbar. Die globale Staaten- und Zivilgesellschaft muss ihre Verantwortung wahrnehmen und Konzepte entwickeln, die über kurzfristige Hilfe hinausgehen. Nur mit einer nachhaltigen, integrativen Herangehensweise können sowohl die akuten humanitären Bedürfnisse adressiert als auch die Ursachen bekämpft werden. Ostafrika steht exemplarisch dafür, wie Klimakrise, Armut und politische Vernachlässigung zusammenwirken und warum es gefährlich ist, die Not dort zu vergessen.
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Ostafrika: Zunehmende Wetterextreme lassen die Kräfte der Menschen schwinden
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