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Optimistische Tendenzen im Renten-Stimmungsbarometer 2024

Am 22. Mai 2024 veröffentlichte das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) in Frankfurt am Main den aktuellen Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV), der eine leichte Aufhellung im Stimmungsbarometer zur Rente zeigt. Trotz dieses vorsichtigen Optimismus bleibt die Skepsis in der Bevölkerung gegenüber der zukünftigen Alterssicherung hoch. Das jüngste Rentenreformpaket der Bundesregierung wird dabei weiter kritisch betrachtet, da Fragen zur langfristigen Finanzierbarkeit bestehen. Der Index, basierend auf einer Befragung von 2.000 Bürgerinnen und Bürgern, verbessert sich zwar von minus 4,4 auf minus 0,4 Punkte, doch viele Deutsche sehen die Zukunft der Rente weiterhin düster.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die Stimmung in der Bevölkerung zur Altersvorsorge scheint sich nach langem Abschwung wieder leicht aufgehellt zu haben. Dies legt der neueste Deutsche Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) nahe, ermittelt vom Deutschen Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA). In der Frühjahrsbefragung 2024 erreichte der Index, basierend auf den Antworten von 2.000 Bürgerinnen und Bürgern, einen Wert von -0,4 Punkten, nachdem er im Herbst 2023 noch bei -4,4 lag. Ein Hoffnungsschimmer also?

Von einer breit angelegten Optimismuswelle kann jedoch keine Rede sein. Der DIVA-Index reicht von -100 bis +100 Punkten und bleibt aktuell weiterhin negativ. Die Skepsis überwiegt: Auch wenn eine leichte Verbesserung spürbar ist, sieht die Mehrheit die Zukunft der Renten düster. “Möglicherweise leiten die Menschen aus der starken medialen Präsenz des Themas Rente ab, dass die Politik diese mit Blick auf den Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge ‘sturmfest’ machen will,” erläutert Prof. Dr. Michael Heuser, wissenschaftlicher Direktor des DIVA.

Im Fokus der aktuellen Diskussion steht das Rentenreformpaket II der Bundesregierung. Das Paket verspricht, das Rentenniveau festzuschreiben und Generationenkapital einzuführen. Tatsächlich zeigt sich ein kleiner Teil der Bevölkerung optimistisch: 17,7 Prozent der Befragten erwarten in den nächsten 10 bis 20 Jahren eine Verbesserung des Versorgungsniveaus der gesetzlichen Rente, während dies im Herbst 2023 nur 14,5 Prozent taten. Doch mehr als die Hälfte – exakt 55,3 Prozent – rechnet weiterhin mit einer Verschlechterung.

Ein gewichtiger Grund für den vorsichtigen Optimismus könnte in der intensiven Berichterstattung über die Rentenpolitik liegen. Diese könnte suggerieren, dass Maßnahmen gegen drohende Rentenengpässe getroffen werden. Dabei bleibt oft unberücksichtigt, dass Stabilisierungseffekte bei Rentenhöhen ihren Preis haben: steigende Beiträge und erhöhte Steuerzuschüsse belasten die Erwerbstätigen. “Die Zeche bezahlen also die Erwerbstätigen, die dann noch weniger Netto vom Brutto erhalten”, betont Prof. Dr. Heuser.

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In Sachen Finanzierung bevorzugen knapp 44,3 Prozent der Befragten die Erhöhung des Steuerzuschusses. Rund ein Viertel plädiert für höhere Rentenbeiträge, während 17,7 Prozent eine Absenkung des Rentenniveaus gutheißen. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters findet hingegen wenig Zustimmung und wird nur von 13 Prozent unterstützt. “Die Maßnahmen der Politik treffen also in weiten Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung. Wirklich erstaunlich ist das nicht,” sagt Heuser. “Denn der Anteil derjenigen, die bereits in Rente sind oder bald in Rente gehen, nimmt stark zu.”

Oliver Mathais, Verbandsdirektor des Bundesverbandes der Assekuranzführungskräfte (VGA), ist weniger optimistisch. “Mit 48 Prozent Rentenniveau kann das Generationenkapital signifikant zur Finanzierung der Renten der geburtenstarken Jahrgänge beitragen. Allerdings kommt diese Idee Jahrzehnte zu spät,” warnt Mathais. Zudem erwartet er erhebliche Diskussionen im Parlament über das Rentenpaket II. Seine Befürchtung: Sollte das Paket kippen, könnte auch die Reform der privaten Altersvorsorge auf der Strecke bleiben – ein Szenario, das bereits in vorherigen Legislaturperioden enttäuschte.

Diese Entwicklungen verdeutlichen die Komplexität der Rentenfrage und rufen nach durchdachten, nachhaltigen Lösungen. Wie sich die Rentendiskussion weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Das Thema Rente bleibt hochaktuell und fordert weiterhin die volle Aufmerksamkeit von Politik und Gesellschaft.

Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA), ein Meinungsforschungsinstitut in Frankfurt am Main, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese und ähnliche Fragestellungen zu erforschen und zu beleuchten. Es wird von vier namhaften Vermittlerverbänden mitgetragen und steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Michael Heuser. Der halbjährlich erhobene Deutsche Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) misst die Stimmungslage der deutschen Bevölkerung in Bezug auf Altersvorsorge und Vermögensbildung – zwei zentrale Themen unserer Zeit.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2024 (DIVAX-AV) / Stimmungsbild zur Rente …

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Meldung einfach erklärt

  • Datum und Uhrzeit: Der Beitrag wurde am 22. Mai 2024 um 10:00 veröffentlicht.

  • Herausgeber: Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA)

  • Ort: Frankfurt am Main

  • Hauptaussagen:

    • Die Stimmung zur Rente hat sich etwas verbessert.
    • Trotzdem sehen viele Menschen die Zukunft der Rente noch düster.
    • Das Rentenreformpaket II der Bundesregierung wirft viele Fragen auf.
  • Details zum Stimmungsbild:

    • Der Deutsche Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) zeigt eine leichte Verbesserung auf minus 0,4 Punkte im Frühjahrsbericht 2024.
    • Im Herbst 2023 lag er bei minus 4,4 Punkten.
    • Der Index kann Werte zwischen minus 100 und plus 100 haben.
  • Gründe für die Verbesserung:

    • Möglicherweise spielt die Rentenpolitik der Bundesregierung eine Rolle.
    • Über das Rentenpaket II wurde viel berichtet.
    • Einige glauben, dass sich das Rentenniveau in den nächsten 10 bis 20 Jahren verbessern wird (17,7% im Frühjahr 2024 vs. 14,5% im Herbst 2023).
    • Die Mehrheit erwartet jedoch weiterhin eine Verschlechterung (55,3% im Frühjahr 2024 vs. 59,4% im Herbst 2023).
  • Einschätzung der Bevölkerung:

    • Viele Menschen denken, dass die Medienberichterstattung der Rente eine wichtige Bedeutung gibt.
    • Jedoch werden höhere Beiträge und Steuern nötig sein, was die Erwerbstätigen belastet.
  • Lösungen zur Finanzierbarkeit:

    • 44,3% befürworten die Erhöhung des Steuerzuschusses.
    • 24,9% sind für höhere Rentenbeiträge.
    • 17,7% wären mit einer Absenkung des Rentenniveaus einverstanden.
    • Nur 13% stimmen einer Erhöhung des Renteneintrittsalters zu.
  • Meinungen der Experten:

    • Prof. Dr. Michael Heuser betont, dass die Maßnahmen auf Akzeptanz stoßen.
    • Oliver Mathais glaubt, dass das Generationenkapital keine signifikanten Beiträge leisten kann und dass es erhebliche Diskussionen im Parlament geben wird.
  • Hintergrundinformationen über DIVA:

    • DIVA ist ein Umfrageinstitut in Frankfurt am Main.
    • Es veröffentlicht zweimal jährlich den Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) und den Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV).
    • Es führt Sonderbefragungen durch, oft in Zusammenarbeit mit Unternehmenspartnern.
  • Hintergrundinformationen über FHDW:

    • Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) bietet duale und berufsbegleitende Bachelor- und Master-Studiengänge an.
    • Sie arbeitet eng mit rund 600 Unternehmen zusammen.
  • Weitere Informationen und Pressekontakt:
    • Prof. Dr. Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor vom DIVA
    • Adresse: Kleiner Hirschgraben 10-12, 60311 Frankfurt am Main
    • Telefon: 069 2562 6998-0
    • Webseite: www.diva.de
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Fragen und Antworten

  • Was ist der Deutsche Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV)?

    • Er misst das Meinungsklima der Menschen in Deutschland zur Rente.
  • Warum hat sich die Stimmung zur Rente verbessert?

    • Möglicherweise wegen der aktuellen Rentenpolitik und Medienberichten.
  • Wer übernimmt die Kosten der Rentenmaßnahmen?

    • Die Arbeiter, die höheren Beiträgen und Steuern gegenüberstehen.
  • Welche Lösungen werden bevorzugt zur Finanzierung der Renten?

    • Erhöhung des Steuerzuschusses, Erhöhung der Rentenbeiträge oder Absenkung des Rentenniveaus.
  • Wie sieht die Zukunft der Rentenpolitik aus?
    • Es gibt Bedenken, dass geplante Reformen nicht umgesetzt werden und die soziale Sicherung an ihre Grenzen stößt.

Für mehr Details besuchen Sie bitte die Webseite von DIVA unter www.diva.de.

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Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2024 (DIVAX-AV) / Stimmungsbild zur Rente ...

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