– Fünf Jahre nach Einführung kennen 91 Prozent der Verbraucher den Nutri-Score.
– 61 Prozent der Befragten fordern eine verpflichtende Kennzeichnung aller Produkte.
– Der Nutri-Score wird bisher nur von etwa einem Drittel der Verbraucher häufig genutzt.
Fünf Jahre Nutri-Score: Mehrheit fordert verpflichtende Lebensmittelampel
Berlin, 10. Dezember 2025. Fünf Jahre nach der Einführung des Nutri-Score in Deutschland wünscht sich eine deutliche Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher, dass die Lebensmittelampel zur Pflicht wird. Eine aktuelle Befragung im Auftrag der Verbraucherorganisation foodwatch zeigt: 91 Prozent der Menschen kennen den Nutri-Score (Stand: 10.12.2025). Zugleich sprechen sich 61 Prozent für eine verpflichtende Kennzeichnung aller Produkte mit dem farbigen Label aus (Stand: 10.12.2025).
Dennoch nutzt bisher nur knapp ein Drittel der Befragten (31 Prozent, Stand: 10.12.2025)* die Ampel häufig oder sehr häufig beim Einkauf. Ein Grund dafür ist die freiwillige Basis des Systems. Seit der offiziellen Einführung im November 2020 nutzen etwa 960 Firmen mit 1420 Marken die Kennzeichnung – bei rund 6000 Lebensmittelunternehmen in Deutschland (Stand: 10.12.2025)*. Diese lückenhafte Anwendung verhindert einen echten Produktvergleich im Supermarkt.
Die Verbraucherorganisation fordert Bundesernährungsminister Alois Rainer deshalb auf, den Nutri-Score verpflichtend einzuführen. „Fast alle Verbraucher:innen kennen zwar den Nutri-Score – doch solange nur vereinzelte Produkte im Supermarkt damit gelabelt sind, kann die Lebensmittelampel ihre positive Wirkung nicht entfalten“, sagte Luise Molling von foodwatch. „Ernährungsminister Rainer muss zu einem guten Ende bringen, was seine christdemokratische Amtsvorgängerin Klöckner gestartet hat und die verbraucherfreundliche Ampelkennzeichnung verpflichtend einführen.“
Die Befragung offenbart auch Wissenslücken und Skepsis. Obwohl der Nutri-Score von unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelt wurde, sind 59 Prozent der Befragten mindestens teilweise skeptisch hinsichtlich der Neutralität des Systems (Stand: 10.12.2025). 67 Prozent halten die Bewertungen mindestens teilweise für irreführend (Stand: 10.12.2025). Zudem sind sich 80 Prozent unsicher, ob sie den Nutri-Score richtig anwenden, und 71 Prozent wünschen sich mehr Erklärungen und Informationen (Stand: 10.12.2025)*.
Professor Dr. Achim Spiller, Mitautor der Studie, sieht dennoch großes Potenzial. „Das ernährungspolitische Potenzial des Nutri-Score wird derzeit bei Weitem nicht ausgeschöpft – auch weil zu wenige Unternehmen ihre Produkte mit dem Nutri-Score kennzeichnen. Der Nutri-Score hilft gerade den Menschen, die über nicht so viel Wissen zu Ernährung verfügen und setzt damit bei der Gruppe an, die besonders negativ von ungesundem Essen betroffen sind.“
Für die repräsentative Verbraucherbefragung wurden im August 2025 online 1.103 Menschen ab 16 Jahren befragt (Stand: August 2025)*. Angesichts ausbleibender EU-weiter Regelungen fordert foodwatch die Bundesregierung auf, nun auf nationaler Ebene aktiv zu werden.
Vom Probelauf zur Pflichtdebatte: Die Entwicklung des Nutri-Score
Der Nutri-Score hat in Deutschland eine bewegte Geschichte hinter sich, die von wissenschaftlicher Entwicklung, politischen Weichenstellungen und praktischen Herausforderungen geprägt ist. Die aktuelle Forderung nach einer verpflichtenden Einführung ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses, der mit einer grundsätzlichen Zustimmung der Bevölkerung begann.
Im November 2020 wurde in Deutschland die freiwillige Nutzung des Nutri-Score auf Lebensmittelverpackungen ermöglicht.* Die damalige Bundesernährungsministerin Julia Klöckner startete damit ein System, das auf der freiwilligen Mitwirkung der Lebensmittelwirtschaft basierte.
Von der freiwilligen Einführung zur Debatte um eine Pflicht
Die Praxis zeigte schnell Grenzen auf. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Sachsen im Dezember 2020 ergab, dass der Nutri-Score nur bei einem begrenzten Teil der Produkte zu finden war. Zwar verstanden Verbraucherinnen und Verbraucher die Skala grundsätzlich, doch Detailwissen zur Berechnung fehlte häufig. Diese begrenzte Verbreitung wurde zu einem zentralen Kritikpunkt. Wie die aktuelle foodwatch-Befragung von August 2025 zeigt, ist der Nutri-Score zwar mit 91 Prozent Bekanntheit fast allgegenwärtig, wird aber nur von 31 Prozent der Menschen häufig beim Einkauf genutzt. Ein Hauptgrund: Er ist nach wie vor nicht auf allen Produkten zu finden, was einen direkten Vergleich erschwert. Diese Diskrepanz zwischen hoher Bekanntheit und eingeschränkter praktischer Nutzbarkeit nährt die Forderung nach einer verpflichtenden Kennzeichnung, für die sich in derselben Umfrage 61 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher aussprechen.
Technische Anpassungen und Kritik in der Übergangsphase
Parallel zur Diskussion um Freiwilligkeit oder Pflicht durchlief das System selbst eine wichtige technische Weiterentwicklung. Für die Industrie gilt eine Übergangsfrist, was bedeutet, dass im Supermarktregal sowohl nach alter als auch nach neuer Berechnung gekennzeichnete Produkte parallel stehen können. Diese Parallelität stößt auf Kritik. Fachleute bemängeln, dass sie Transparenz und Neutralität des Systems beeinträchtigen kann, da Verbraucherinnen und Verbraucher identische Scores auf ähnlichen Produkten finden können, die auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen beruhen.
Rechtlich bleibt die Lage unverändert: Der Nutri-Score ist in mehreren EU-Staaten offiziell empfohlen, bleibt jedoch weiterhin eine freiwillige Kennzeichnung, da verbindliche nationale Pflichtregelungen aufgrund von EU-Recht bislang fehlen.* Die EU-Kommission hat ihre Pläne für eine europaweit einheitliche Front-of-Pack-Kennzeichnung vorerst nicht weiterverfolgt. Diese Blockade auf europäischer Ebene führt nun zu verstärkten Forderungen, auf nationaler Ebene aktiv zu werden und den Nutri-Score in Deutschland zur Pflicht zu machen, um sein volles ernährungspolitisches Potenzial auszuschöpfen.
Studien, Zahlen und Wirkung
Der Nutri-Score ist nicht nur ein buntes Logo auf der Verpackung. Seine tatsächliche Wirkung auf das Einkaufsverhalten und die Wahrnehmung der Verbraucherinnen und Verbraucher wird seit Jahren wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Die farbige Skala kann Konsumentscheidungen lenken, stößt in der Praxis aber auch auf Skepsis und Unsicherheiten.
Wirkung auf Kaufverhalten
Mehrere unabhängige Studien belegen, dass der Nutri-Score das Potenzial hat, Verbraucher zu gesünderen Wahlentscheidungen zu bewegen. Bereits vor der offiziellen Einführung in Deutschland wies eine Studie der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten positive Effekte auf das Konsumverhalten nach (Stand: vor August 2019)*.
Aktuellere Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2023, durchgeführt vom Institut für Sales und Marketing (ISM), bestätigen diesen Trend. Die Untersuchungen zeigen: Steht der Nutri-Score auf der Verpackung, greifen Kundinnen und Kunden signifikant häufiger zum besser bewerteten Produkt*. In Vergleichstests schnitt das Ampelsystem in puncto Verständlichkeit und Lenkungswirkung oft besser ab als andere Kennzeichnungsmodelle*.
Wahrnehmung und Informationsbedarf
Trotz dieser nachweisbaren Wirkung offenbaren Verbraucherbefragungen eine ambivalente Haltung. Eine im Oktober 2025 veröffentlichte Online-Befragung zeigt, dass der Nutri-Score zwar flächendeckend bekannt ist. Gleichzeitig äußern viele Menschen Unsicherheiten bei der konkreten Anwendung und zeigen sich skeptisch gegenüber der Unabhängigkeit des Bewertungssystems (Stand: Oktober 2025)*.
Diese Diskrepanz zwischen Bekanntheit und Vertrauen unterstreicht den Informationsbedarf. Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit des Nutri-Score von zwei Faktoren abhängt: seiner flächendeckenden Verfügbarkeit auf Produkten und einer begleitenden Aufklärung über seine Funktionsweise.
Die wichtigsten wissenschaftlichen Befunde im Überblick:
- Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten – Nachweis positiver Effekte auf das Konsumverhalten (Stand: vor August 2019)*.
- ISM-Studien – Beleg, dass der Nutri-Score Kaufentscheidungen zugunsten besser bewerteter Produkte beeinflusst (Stand: 2023)*.
- Online-Befragung zur Wahrnehmung – Weite Bekanntheit, gepaart mit Anwendungsunsicherheiten und Skepsis (Stand: Oktober 2025)*.
Die technische Weiterentwicklung des Systems, wie das Algorithmus-Update zum 1. Januar 2024 mit einer Übergangsfrist bis Ende 2025, zielt darauf ab, die Bewertungsgrundlage zu verbessern. Kritische Stimmen, wie sie beispielsweise im April 2025 laut wurden, mahnen jedoch weiterhin Transparenz und klare Kommunikation an, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken.
Eine Frage der Gerechtigkeit: Warum die Kennzeichnung alle angeht
Die Diskussion um eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung wie den Nutri-Score geht weit über die Frage einer praktischen Einkaufshilfe hinaus. Sie berührt grundlegende Aspekte gesellschaftlicher Teilhabe, gesundheitlicher Chancengleichheit und der langfristigen Tragfähigkeit unseres Gesundheitssystems. Aus Sicht von Verbraucherschützern und Wissenschaftlern ist eine einheitliche, verpflichtende Regelung ein entscheidender Schritt, um diese Ziele zu erreichen.
Kern des Anliegens ist die Schaffung von Vergleichbarkeit. Solange die Kennzeichnung freiwillig bleibt und nur auf einem Teil der Produkte im Regal zu finden ist, bleibt ihr Nutzen begrenzt. Verbraucherorganisationen wie foodwatch argumentieren, dass erst eine Pflicht für alle Hersteller – vom großen Junkfood-Konzern bis zum kleinen Bio-Betrieb – die Lebensmittelampel zu einer wirklich praxistauglichen Entscheidungshilfe macht.* Diese Forderung nach Transparenz und Fairness im Supermarkt ist ein zentrales Argument der Befürworter (Stand der Forderung: Dezember 2025).
Besonders profitieren könnten von einer solchen verpflichtenden, leicht verständlichen Kennzeichnung jene Bevölkerungsgruppen, die über weniger Ernährungswissen verfügen. Professor Dr. Achim Spiller, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz, bringt es auf den Punkt: „Der Nutri-Score hilft gerade den Menschen, die über nicht so viel Wissen zu Ernährung verfügen und setzt damit bei der Gruppe an, die besonders negativ von ungesundem Essen betroffen sind.“ Eine einheitliche Ampel kann somit als Werkzeug dienen, um Wissensungleichheiten auszugleichen und gesündere Entscheidungen unabhängig vom Bildungsgrad zu ermöglichen.
Die gesellschaftliche Relevanz zeigt sich auch in der finanziellen Dimension. Die Behandlung ernährungsmitbedingter Krankheiten wie Adipositas, Diabetes Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht immense Kosten im Gesundheitssystem. Präventionsmaßnahmen, zu denen eine klare Lebensmittelkennzeichnung gezählt wird, gelten als wichtiger Ansatzpunkt, um diese Kosten langfristig zu begrenzen. Fachgesellschaften und Ärzteverbände unterstützen die Forderung nach einer verpflichtenden Einführung daher seit Jahren nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus ökonomischer Perspektive.
Gegen diese Position stehen vor allem wirtschaftliche Interessen der Lebensmittelindustrie. Eine verpflichtende, farblich auffällige Kennzeichnung könnte den Druck auf Hersteller erhöhen, Rezepturen zu überarbeiten und den Gehalt an kritischen Nährstoffen wie Zucker, Fett oder Salz zu reduzieren. Dieser Reformulierungsprozess ist mit Aufwand und Kosten verbunden. Zudem bestehen technische und algorithmische Herausforderungen, etwa bei der einheitlichen Berechnung des Scores für alle Produktkategorien oder während einer möglichen Übergangsphase. Solche Unsicherheiten werden von Gegnern einer Pflichtregelung häufig als Argument angeführt.
Die Debatte um den Nutri-Score ist somit auch ein Ringen um die Frage, welches Gewicht Verbraucherinformation und -schutz im Verhältnis zu wirtschaftlichen Freiheiten der Industrie haben sollen. Sie macht deutlich, dass Ernährungspolitik nie nur Privatsache ist, sondern immer auch eine öffentliche Gesundheits- und Gerechtigkeitsfrage.
Wie geht es weiter mit dem Nutri-Score?
Die Forderung an die Politik ist klar. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat Bundesernährungsminister Alois Rainer aufgefordert, den Nutri-Score in Deutschland verpflichtend einzuführen*. Diese Position stützt sich auf Befragungsergebnisse, die eine Mehrheit der Bevölkerung für eine solche Pflichtkennzeichnung zeigen*. Sollte dieser Schritt auf nationaler Ebene erfolgen, stünden anschließend praktische Fragen der Umsetzung und Kommunikation im Mittelpunkt*.
Was Minister Rainer tun könnte
Ein erster konkreter Vorschlag von foodwatch lautet, eine staatliche Informationskampagne zu starten, um Missverständnisse auszuräumen und für das Kennzeichnungssystem zu werben*. Dies würde direkt an den Ergebnissen der Studie ansetzen, die zeigte, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher unsicher sind, ob sie den Nutri-Score richtig anwenden*.
Parallel dazu wäre eine transparente Kommunikation über die technische Weiterentwicklung des Systems wichtig. Der Algorithmus zur Berechnung des Nutri-Scores wird regelmäßig überprüft und kann angepasst werden. Eine klare Information über solche geplanten Änderungen und Übergangsfristen für die Industrie – wie sie beispielsweise auf dem Portal „IN FORM“ thematisiert werden* – könnte Verunsicherung vorbeugen. Zudem gibt es von medizinischer Seite, etwa vom Diabetesinformationsportal diabinfo, Kritik an der Intransparenz der genauen Berechnungsgrundlagen (Stand: April 2025). Eine offene Darstellung dieser Kriterien könnte das Vertrauen in die Neutralität des Scores stärken.
Kommunikation und Transparenz während der Übergangsphase
Die Einführung einer verpflichtenden Kennzeichnung wäre ein mehrjähriger Prozess. In dieser Zeit wäre eine kontinuierliche, sachliche Begleitung durch das zuständige Ministerium entscheidend. Verbraucher müssten nicht nur über die Funktionsweise, sondern auch über den Sinn der Kennzeichnung informiert werden. Für Hersteller wären realistische Umsetzungsfristen und klare rechtliche Vorgaben notwendig, um die Kennzeichnung aller Produkte vorzubereiten.
Der weitere Weg des Nutri-Scores hängt nun maßgeblich von politischen Entscheidungen ab. Die Diskussion bewegt sich zwischen der Forderung nach einer verbindlichen nationalen Lösung und der Frage, wie ein bereits bekanntes Tool für alle im Alltag nutzbar und vertrauenswürdig gemacht werden kann.
Dieser Beitrag enthält Informationen und Zitate aus einer Pressemitteilung von foodwatch e.V.
Weiterführende Quellen:
- „In einer vom BMEL beauftragten repräsentativen Befragung im Sommer 2019 bevorzugten 57 % der Teilnehmenden den Nutri-Score gegenüber drei alternativen Kennzeichnungsmodellen.“ – Quelle: https://www.in-form.de/ernaehrung/gesund-und-ausgewogen-essen/orientierung-auf-einen-blick-der-nutri-score
- „Seit November 2020 gilt in Deutschland eine Verordnung, die die freiwillige Nutzung des Nutri-Score ermöglicht.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nutri-Score
- „Eine Studie der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten zeigte vor August 2019, dass Nutri-Score-Kennzeichnung den Konsum von Obst um +12,4 %, Gemüse um +5,4 % und Ballaststoffen um +7,2 % erhöht und die Aufnahme gesättigter Fettsäuren um −29,9 % und Salz um −4,1 % senkt.“ – Quelle: https://www.ddg.info/diabetes-zeitung/geschafft-der-nutri-score-kommt
- „Im Dezember 2020 fand ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Sachsen Nutri-Score-Kennzeichnungen nur bei einem begrenzten Teil der Produkte und berichtete, dass Verbraucher:innen die farbige Skala zwar grundsätzlich gut verstehen, aber oft Detailwissen zur Berechnung fehlt.“ – Quelle: https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/sites/default/files/2021-01/2020-12_Nutri%20Score_Bericht.pdf
- „Bis April 2024 hatten sich in Deutschland etwa 850 Unternehmen mit mehr als 1.250 Marken für die Nutzung des Nutri-Score registriert.“ – Quelle: https://www.in-form.de/ernaehrung/gesund-und-ausgewogen-essen/orientierung-auf-einen-blick-der-nutri-score
- „Bis April 2025 waren rund 960 Unternehmen mit mehr als 1.420 Marken in Deutschland beim Nutri-Score registriert (Stand: April 2025).“ – Quelle: https://www.diabinfo.de/leben/diabetes-im-alltag/nutri-score.html
- „Seit 1. Januar 2024 gilt in allen Nutri-Score-Ländern ein weiterentwickelter Algorithmus, mit einer Übergangsfrist von zwei Jahren bis Ende 2025, in der Produkte mit alter und neuer Berechnungsgrundlage parallel im Markt sein können.“ – Quelle: https://www.in-form.de/ernaehrung/gesund-und-ausgewogen-essen/orientierung-auf-einen-blick-der-nutri-score
- „Im April 2025 äußern Fachleute Kritik, dass Verbraucher:innen aufgrund der Parallelität alter und neuer Nutri-Score-Berechnungen in der Übergangsphase die Transparenz und Neutralität des Systems nicht immer erkennen können.“ – Quelle: https://www.diabinfo.de/leben/diabetes-im-alltag/nutri-score.html
- „Bis September 2025 ist der Nutri-Score in mehreren EU-Staaten wie Frankreich, Belgien, Spanien, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden offiziell empfohlen, bleibt jedoch rechtlich freiwillig, da verbindliche nationale Pflichtregelungen aufgrund von EU-Recht bislang fehlen.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nutri-Score
- „ISM-Studien aus 2023 zeigen, dass Konsument:innen bei vorhandener Nutri-Score-Kennzeichnung signifikant häufiger das besser bewertete Produkt wählen, wobei Nutri-Score andere Front-of-Pack-Labels teilweise in Verständlichkeit und Lenkungswirkung übertrifft.“ – Quelle: https://ism.de/nutri-score-beeinflusst-kaufverhalten
- „Eine Online-Befragung aus 2024, veröffentlicht Oktober 2025, weist darauf hin, dass viele Verbraucher:innen den Nutri-Score zwar kennen, aber Unsicherheiten bei der Anwendung und Skepsis bezüglich der Unabhängigkeit des Systems äußern.“ – Quelle: https://haushalt-wissenschaft.de/2025/10/23/nutri-score-wahrnehmung-und-akzeptanz/
10 Antworten
Das Thema ist echt wichtig für unsere Gesundheit! Wenn wir den Nutri-Score verpflichtend machen könnten, würde das sicherlich vielen Leuten helfen. Gibt es Pläne von der Regierung dafür? Vielleicht sollte man eine Kampagne starten!
Eine Kampagne wäre toll! Viele Leute wissen einfach nicht genug darüber und brauchen mehr Informationen.
Ich hoffe wirklich auf Veränderung im System! Es ist Zeit für klare Regeln beim Essen.
Ich finde es klasse, dass sich so viele Menschen für den Nutri-Score interessieren! Aber warum gibt es immer noch so viel Unsicherheit bei der Anwendung? Brauchen wir vielleicht mehr Workshops oder Informationen dazu?
Es ist wirklich interessant zu sehen, dass 61 Prozent für eine verpflichtende Kennzeichnung sind. Ich frage mich aber, ob das die Hersteller unter Druck setzen würde, ihre Produkte zu verbessern. Wer denkt ähnlich?
Ja, das könnte definitiv ein Anreiz sein! Hersteller könnten gezwungen werden, gesündere Zutaten zu verwenden. Das wäre ein großer Schritt nach vorne!
Stimmt genau! Ich glaube auch, dass eine verpflichtende Kennzeichnung helfen würde. Aber wie lange könnte dieser Prozess dauern?
Ich habe gehört, dass viele Menschen skeptisch gegenüber dem Nutri-Score sind. Das macht mich nachdenklich. Warum glauben so viele nicht an die Neutralität des Systems? Könnte das Vertrauen in die Kennzeichnung erhöht werden?
Ich finde es super, dass der Nutri-Score so bekannt ist! Aber wieso nutzen ihn nicht mehr Leute? Vielleicht bräuchte man mehr Aufklärung dazu, damit die Menschen verstehen, wie sie ihn anwenden können. Hat jemand Erfahrungen damit?
Ich stimme zu! Es ist wichtig, dass alle Produkte mit dem Nutri-Score gekennzeichnet werden. Ich denke, es könnte helfen, ungesunde Nahrungsmittel zu vermeiden und gesündere Entscheidungen zu treffen.