Pharmaindustrie NRW: Landesverband Pharma Deutschland gegründet – Neuer Impuls für pharmazeutische Forschung und Innovation in Nordrhein-Westfalen

Gestern wurde in Bonn der Landesverband Nordrhein-Westfalen von Pharma Deutschland ins Leben gerufen, um die Interessen von 76 regionalen Pharmaunternehmen gebündelt zu vertreten und den Pharmastandort NRW weiter zu stärken. Christoph Harras-Wolff aus Bielefeld wurde dazu einstimmig zum Vorsitzenden gewählt und verwies auf rund 20 % der deutschen Pharmaproduktion, 15.000 Beschäftigte und eine jährliche Wertschöpfung von etwa 80 Milliarden Euro in NRW. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte, dass der enge Dialog von Industrie und Landesregierung die Rahmenbedingungen für Forschung und Produktion kontinuierlich verbessern werde.
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– Gründung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen von Pharma Deutschland e.V. in Bonn.
– Christoph Harras-Wolff einstimmig zum Vorsitzenden des neuen Landesverbandes gewählt.
– Pharmaindustrie in NRW: 20 % deutsche Produktion, 15.000 Beschäftigte, 80 Mrd. Euro Umsatz.

Neuer Landesverband stärkt Pharma-Standort Nordrhein-Westfalen

In Bonn trafen sich führende Vertreter der pharmazeutischen Industrie, um den Landesverband Nordrhein-Westfalen von Pharma Deutschland e.V. zu gründen. Mit diesem Schritt wird die regionale Präsenz des größten Pharmaverbandes Deutschlands deutlich ausgebaut. Christoph Harras-Wolff von der Dr. August Wolff GmbH & Co. KG aus Bielefeld wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Nach seiner Wahl betonte er: „Pharma in NRW steht für hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung, große Produktionskapazitäten und einen entsprechend hohen Beitrag zur Wirtschafts- und Innovationskraft dieses Landes.“ Sein Ziel ist es, gemeinsam mit der Landesregierung die Rahmenbedingungen für Forschung und Produktion kontinuierlich zu verbessern und den Standort Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu stärken.

Nordrhein-Westfalen ist ein bedeutender Standort für die Pharmaindustrie: Rund 20 % der deutschen Pharmaproduktion sind hier angesiedelt. Die Branche wird vor allem von mittelständischen Unternehmen geprägt, beschäftigt über 15.000 Menschen und erzielt eine Bruttowertschöpfung von etwa 80 Milliarden Euro jährlich – was mehr als 10 % der gesamten Wirtschaftskraft des Landes ausmacht. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin von NRW, äußerte sich erfreut: „Mit Ihrer Expertise und Ihrem Unternehmergeist in einem steten und vertrauensvollen Dialog sollte es gelingen, NRW weiterhin als führenden Pharmastandort zu positionieren.“

Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, hob hervor: „Mit den Landesverbänden schaffen wir mehr Nähe zu unseren Mitgliedsunternehmen und können noch gezielter auf regionale Herausforderungen und Bedürfnisse eingehen.“ Der neugegründete Vorstand vereint namhafte Persönlichkeiten, darunter Dr. Dr. Richard Ammer von MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn, Dr. Frank Münchberg von Bayer Vital GmbH, Leverkusen, sowie Thomas Zimmermann von APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG, Monheim.

Christoph Harras-Wolff fasste die Bedeutung der Gründung zusammen: „Mit der Gründung des Landesverbandes haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Jetzt geht es darum, die neue Struktur mit Leben zu füllen und konkrete Projekte anzustoßen. Gemeinsam werden wir die Stimme der pharmazeutischen Industrie in Nordrhein-Westfalen stärken und den Pharmastandort weiterentwickeln.“ Insgesamt vertritt der Landesverband die Interessen von 76 Mitgliedsunternehmen, die in Nordrhein-Westfalen aktiv sind.

Impulse für die Gesundheitswirtschaft in NRW: Vernetzung, Chancen und Perspektiven

Die Gründung des Landesverbands NRW setzt einen wichtigen Impuls für die Gesundheitswirtschaft in der Region. Sie stärkt die regionale Vernetzung zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung und schafft damit die Basis für eine noch gezieltere Interessenvertretung. Unternehmen aller Größenklassen können so effizienter auf die besonderen Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen reagieren und ihre Kräfte bündeln. Gerade vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, der digitalen Transformation und der intensiver werdenden globalen Konkurrenz ist eine enge Zusammenarbeit vor Ort unverzichtbar. Nordrhein-Westfalen verfügt bereits über eine ausgezeichnete Forschungsinfrastruktur und viele mittelständische Spezialisten, die zusammen eine starke Innovationskraft entwickeln.

Stärkere regionale Vernetzung: Warum ist sie wichtig?

Die gebündelte Zusammenarbeit fördert wichtige Branchentrends, die den Standort nachhaltig stärken. Dazu zählen insbesondere:

  • Forschungspartnerschaften zwischen Unternehmen und Hochschulen, die Innovationen beschleunigen
  • die Intensivierung der Digitalisierung in Produktion und Logistik
  • die wachsende Bedeutung von Personalentwicklung und Fachkräftebindung

Eine stärkere Vernetzung erlaubt es regionalen Akteuren, Förderprogramme schneller zu initiieren und den Wissenstransfer zu erhöhen. So kann NRW zu einer Modellregion für pharmazeutische Innovationen avancieren.

Chancen und Herausforderungen für NRW als Pharmastandort

Durch den Landesverband eröffnen sich neue strategische Möglichkeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts NRW zu optimieren. Neben den Herausforderungen regulatorischer Anforderungen und globalem Wettbewerb bestehen große Potenziale, die sich aus der vorhandenen Forschungsinfrastruktur und dem starken Mittelstand ergeben. Die Gründung dieses Verbands schafft die Voraussetzungen, diesen Standort weiter auszubauen und die Gesundheitstechnologiebranche in Deutschland insgesamt zu stärken.


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Pressemitteilung: Pharma Deutschland gründet Landesverband Nordrhein-Westfalen

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