NRW-Ehrenamt: Dringender Aufruf zur Schließung der Millionenlücke

Mehrere Helfer in blauen Jacken versammeln sich draußen vor einem Gebäudekomplex, verteilen Mahlzeiten und warme Utensilien an Bedürftige. 
Dramatische Umarmung zweier Frauen rückt den menschlichen Kern ins Zentrum, während andere Wartende ruhig zuschauen

Einleitung:

In Nordrhein-Westfalen zeichnet sich ein besorgniserregendes Bild für das Ehrenamt ab. Eine aktuelle Sonderauswertung des EhrenamtAtlas von WestLotto offenbart, dass zwar 58 Prozent der jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren engagiert sind, doch mit lediglich 1,5 Millionen Engagierten bilden sie die kleinste Altersgruppe. Im direkten Vergleich stehen ihnen 2,8 Millionen aktive Ehrenamtliche über 60 Jahre gegenüber, was eine drohende Lücke von 1,3 Millionen Freiwilligen für die Zukunft prognostiziert. WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter betont die Dringlichkeit, junge Menschen für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen und schlägt vor, bestehendes Potenzial besser zu nutzen und geeignete Voraussetzungen zu schaffen. Die Bereitschaft zum Engagement ist vorhanden – es gilt nun, die richtigen Anreize zu bieten.

Inhaltsverzeichnis

Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
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In Nordrhein-Westfalen steht das Ehrenamt vor einer drängenden Herausforderung: ein Nachwuchsproblem, das nicht ignoriert werden kann. Eine aktuelle Sonderauswertung des EhrenamtAtlas von WestLotto zeigt alarmierende Zahlen: Obwohl die EhrenamtQuote unter jungen Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren mit 58 Prozent höher ist als in anderen Altersgruppen, stellen sie mit lediglich 1,5 Millionen Engagierten die kleinste Gruppe. Im Gegensatz dazu engagieren sich fast doppelt so viele Menschen über 60 Jahre – 2,8 Millionen. Dies führt zu einer bedrohlichen Schere: Schon jetzt fehlen rechnerisch 1,3 Millionen Ehrenamtliche, die der Gesellschaft in Kürze verloren gehen könnten, wenn die ältere Generation in den Ruhestand tritt.

Der Geschäftsführer von WestLotto, Andreas Kötter, hebt die Dringlichkeit dieser Situation hervor: „Wir müssen rechtzeitig damit beginnen, diese Millionenlücke zu schließen. Es muss unser Ziel sein, das Ehrenamt für junge Menschen attraktiv und sichtbar zu machen.“ Der EhrenamtAtlas, der durch eine repräsentative forsa-Umfrage erstellt wurde, bietet wertvolle Hinweise, wie mehr junge Menschen für ehrenamtliches Engagement gewonnen werden können.

Spannend ist, dass 83 Prozent der unter 30-Jährigen, die bisher nicht engagiert sind, sich vorstellen können, in einem Ehrenamt tätig zu werden. Andrea Walter, Ehrenamtsforscherin von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW, die hinter dem EhrenamtAtlas steht, erklärt: „Die Bereitschaft der jungen Menschen zum Engagement ist grundsätzlich da. Die Fragen sind: Wie schöpfen wir das vorhandene Potenzial derjenigen aus, die sich eine ehrenamtliche Betätigung vorstellen können? Und: Welche Rahmenbedingungen brauchen junge Menschen für ein Ehrenamt?“

Die Umfrageergebnisse zeigen aufschlussreiche Aspekte der Motivation junger Menschen: 83 Prozent geben an, dass Weiterqualifizierungen, von denen sie privat oder beruflich profitieren können, sie antreiben würden. Zudem erwarten 94 Prozent, dass ein Ehrenamt Freude bereiten muss, während 87 Prozent die Unterstützung des gesellschaftlichen Miteinanders als wesentlich erachten. Zudem will rund drei Viertel der jungen Menschen, sich durch ehrenamtliches Engagement persönlich weiterzuentwickeln. Die Frage der Wertschätzung für ihre Tätigkeit wird für diese Generation zunehmend bedeutend.

Diese Zahlen beleuchten nicht nur die Dringlichkeit des Themas, sondern auch das Potenzial, das im Engagement junger Menschen steckt. Um die Herausforderungen des Ehrenamts anzugehen, braucht es innovative Ansätze, um die junge Generation zu erreichen und zu inspirieren. Es liegt an der Gesellschaft, die Voraussetzungen zu schaffen, die es jungen Menschen ermöglichen, ihre Stimme einzubringen und aktiv zu werden.


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Dem Ehrenamt in NRW droht eine Millionenlücke

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Nachwuchsengpass im Ehrenamt: Ein Blick auf die Gesellschaft

Die Herausforderungen im Ehrenamt sind nicht nur auf Nordrhein-Westfalen beschränkt, sondern spiegeln eine deutschlandweite Entwicklung wider. Laut verschiedenen Studien ist das Ehrenamt in der Breite von der demografischen Verschiebung betroffen. Insbesondere die Zahl der engagierten älteren Menschen wächst, während das Interesse junger Menschen am Ehrenamt zwar stark ausgeprägt ist, jedoch in Zahlen nicht ausreichend zum Tragen kommt.

Es ist bemerkenswert, dass sich 83 Prozent der nicht engagierten unter 30-Jährigen vorstellen können, eine ehrenamtliche Tätigkeit aufzunehmen. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen. Ein steigendes Bewusstsein für die Vorteile des Ehrenamts könnte eine Lösung darstellen. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung immer wichtiger werden, benötigen wir kreative Ansätze, um das Ehrenamt für die junge Generation attraktiver zu gestalten.

In vielen Regionen sind bereits Initiativen und Programme entstanden, die eine Brücke zwischen Jugendlichen und bestehenden ehrenamtlichen Strukturen schlagen. Dabei spielen Qualifizierungsmaßnahmen eine entscheidende Rolle. Den Angaben zufolge würde ein (83 Prozent) der nicht engagierten jungen Menschen eine Förderung durch Weiterbildung dazu motivieren, sich zu engagieren. Dieser Aspekt könnte auch wegweisend für die Entwicklung junger Menschen sein, die den Eintritt in den Berufsmarkt vor Augen haben.

Eine weitere Herausforderung, die sich abzeichnet, betrifft die Wertschätzung der ehrenamtlichen Tätigkeit. Junge Menschen legen zunehmend Wert auf die Anerkennung ihrer Leistungen. Dieser Wunsch könnte, gepaart mit einem positiven Umfeld, das Gefühl der Gemeinschaft fördern. Somit wird nicht nur das Ehrenamt, sondern auch die sozialen Strukturen in unserer Gesellschaft gestärkt.

Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, wie wir den Generationenwechsel im Ehrenamt gestalten. Die Prognosen zeigen ein klares Bild: Wenn wir jetzt handeln und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, kann die drohende Millionenlücke an Engagierten möglicherweise geschlossen werden. Die Initiative von WestLotto ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. In den nächsten Jahren wird es darauf ankommen, innovative Wege zu finden, wie wir junge Menschen für das Ehrenamt begeistern und unterstützen können.


Weiterführende Informationen auf Wikipedia

  1. Ehrenamt
  2. Nordrhein-Westfalen
  3. Freiwilliges_Engagement
  4. Demografie
  5. Hochschule_f%C3%BCr_Polizeiund%C3%B6ffentliche_Verwaltung_NRW

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10 Antworten

  1. Ich finde es toll, dass so viele junge Leute sich engagieren möchten! Aber warum sind sie dann nicht aktiv? Vielleicht fehlt es an Sichtbarkeit? Wie kann man das ändern?

  2. Die Wertschätzung für ehrenamtliche Tätigkeiten muss steigen! Das könnte viele junge Menschen motivieren. Habt ihr Beispiele von Initiativen, die gut funktionieren?

    1. Das ist ein guter Punkt! Vielleicht könnten soziale Medien helfen, mehr Aufmerksamkeit auf diese Themen zu lenken.

  3. Es ist wichtig, dass wir das Ehrenamt fördern. Die Weiterbildungsmöglichkeiten könnten echt eine gute Idee sein! Welche Qualifizierungen wären denn besonders hilfreich?

    1. Ich denke, das sollte auf jeden Fall mehr beworben werden. Es wäre schön zu wissen, welche konkreten Schritte bereits unternommen wurden.

  4. Die Zahlen sind echt erschreckend! 83 Prozent der jungen Leute können sich ein Ehrenamt vorstellen, aber es gibt zu wenig, was sie anspricht. Welche Programme gibt es denn schon?

  5. Ich finde es gut, dass hier über das Ehrenamt gesprochen wird. Es ist wichtig, junge Leute zu motivieren. Was denkt ihr, wie man die Jugendlichen besser erreichen kann?

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