– Jugendstudie deckt große Lücken in der Berufsorientierung zwischen Generation Z und Industrie auf.
– Jugendliche unterschätzen Industriegehälter stark und zeigen wenig Interesse an gewerblich-technischen Berufen.
– Nur wenige Jugendliche sind MINT-Fans, was die Fachkräftesicherung für die Industrie gefährdet.
Jugendstudien offenbaren gravierende Lücken in Berufsorientierung und Fachkräftesicherung
Die Ergebnisse der NORDMETALL-Jugendstudien 2022 bis 2024 liefern wichtige Einblicke in die Einstellungen und Erwartungen der zukünftigen Arbeitskräfte. Über 2.700 Abiturientinnen und Abiturienten sowie 200 Geschäftsführungen und Personalleitungen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wurden befragt. Ziel war es, den Übergang von Schule in Beruf zu analysieren und zu erkennen, wo dringend Handlungsbedarf besteht. Die Studien zeigen, dass es drei entscheidende Diskrepanzen gibt, die die Fachkräftesicherung gefährden und Maßnahmen der Politik sowie der Industrie erfordern.
Trotz des hohen Bedarfs der Industrie an MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) liegt der Anteil junger MINT-Fans bei nur 9,0 Prozent*. Jungen zählen dreimal häufiger zu dieser Gruppe als Mädchen. Zudem beschäftigen sich 53 Prozent der Mädchen und 17 Prozent der Jungen nicht mit Computern oder Computertechnologie. Gleichzeitig unterschätzen Jugendliche deutlich die Verdienstmöglichkeiten in der Industrie: Berufseinsteiger nach Ausbildung oder Bachelor-Studium schätzen ihr späteres Gehalt um ca. 800 bis 1.100 Euro bzw. 900 bis 1.000 Euro monatlich zu niedrig ein*.
Die Kluft zeigt sich auch bei den Präferenzen für Berufsfelder: Viele Abiturienten verzichten auf gewerblich-technische Berufe wie Montage oder Instandhaltung und streben stattdessen Tätigkeiten im Projektmanagement, in Forschung oder im Verkauf an. Bei der schulischen Berufsorientierung bewerten Betriebe das Angebot mit einer Durchschnittsnote von 3,2 deutlich schlechter als die Jugendlichen selbst (Note 2,6). Für die Arbeitgeber sind insbesondere Noten in Fächern wie Mathematik, IT-Kenntnisse und Praktika entscheidend, während das Gesamtzeugnis nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Zahlreiche Studienaussagen untermauern die Dringlichkeit. So betont Thomas Küll, Mitglied der Geschäftsleitung von NORDMETALL: „Berufsorientierung ist wichtig, weil sie jungen Menschen praktische Perspektiven eröffnet und weil sie Schule und Wirtschaft miteinander verbindet.“ Prof. Dr. oec. Stefan Wiedmann von der NORDAKADEMIE ergänzt: „Deutschlands Zukunft hängt davon ab, junge Menschen früh für MINT zu begeistern — denn hier ist der Fachkräftemangel am größten.“ Und Prof. Dr.-Ing. habil. Sascha Stowasser warnt: „Wenn wir heute nicht in die berufliche Orientierung und Ausbildung junger Menschen investieren, wird uns morgen die Fachkräftelücke mit voller Wucht treffen.“
Dennoch zeigt die Jugendstudie auch positive Signale: Zwei Drittel der Jugendlichen streben später eine Vollzeitbeschäftigung an*. Über die Hälfte ist grundsätzlich bereit, situativ mehr zu arbeiten, und knapp die Hälfte kann sich vorstellen, später eine Führungsrolle zu übernehmen. Zudem blicken 87 Prozent der Befragten zuversichtlich in ihre Zukunft*. Diese hohe Leistungsbereitschaft schafft eine solide Basis für gezielte Maßnahmen, um die Fachkräftelücke zu schließen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Ergebnisse der Studie auf erhebliche Wissens- und Motivationslücken hinweisen. Sie liefern Entscheidungsträgern konkrete Hinweise, wie frühzeitige Berufsorientierung, praktische Einblicke sowie die Förderung von MINT-Inhalten gestaltet werden müssen, um die Potenziale der Generation Z effektiv zu nutzen.
Ursachen und Hintergründe der Mismatches im Übergang von Schule und Beruf
Die aktuellen Studien zum Übergang Jugendlicher in die Berufswelt offenbaren zentrale Ursachen für die bestehenden Fachkräftelücken. Ein wesentlicher Faktor ist der Rückgang der Ausbildungsorientierung. Seit 2020/2021 sank der Anteil sicher Ausbildung anstrebender Hauptschülerinnen von 49 auf 42 Prozent, bei Realschülerinnen von 49 auf 36 Prozent (Quelle: IAB)*. Dieser Trend verschärft die Problematik, da weniger junge Menschen direkt in Ausbildung oder Studium starten. Die Konsequenz: Die Industrie, die auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen ist, sieht sich mit einem geringeren Bewerberpool konfrontiert.
Ein weiteres entscheidendes Element ist die gering ausgeprägte MINT-Bildung. Trotz des hohen Bedarfs an Kompetenzen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zeigen nur 9,0 Prozent der befragten Jugendlichen „MINT-Fans“, darunter Figuren mit Leidenschaft für diese Fachbereiche (Quelle: Jugendstudie)*. Mädchen sind drei Mal seltener auf diesem Gebiet aktiv als Jungen, und 53 Prozent der Mädchen beschäftigen sich gar nicht mit Computern. Diese Ungleichheiten vermindern langfristig die technologische Fachkräftesicherung.
Hinzu kommt die geschlechtsspezifische Differenz bei den Berufsinteressen. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Vorstellungen von jungen Menschen von Berufswegen stark durch schulische und außerschulische Angebote beeinflusst werden. Die mangelnde Förderung und die unzureichende Sichtbarkeit gewerblich-technischer Berufe im Schulunterricht sowie in Freizeitangeboten tragen dazu bei, dass Noten als alleiniges Kriterium für die Berufsentscheidung herangezogen werden. Hier zeigt sich: Noten allein reichen nicht aus, um die Jugendlichen für die Anforderungen der Industrie zu gewinnen.
Immer wieder offenbart sich eine Diskrepanz zwischen der Bewertung der schulischen Berufsorientierung durch die Betriebe und die Selbsteinschätzung der Jugendlichen. Während Betriebe mit einer Durchschnittsnote 3,2 die Orientierung an Schulen bewerten, schätzen die Jugendlichen die Qualität deutlich besser ein (Note 2,6). Das zeigt: Die Orientierung in der Schule vermittelt oft nicht die praktischen Perspektiven, die für die Berufswahl entscheidend sind. Hier ist eine stärkere Verbindung zwischen Bildungsangeboten, praktischer Erfahrung und aktuellen Fachkräftebedarfen notwendig.
Das Entwickeln eines langfristigen, analytischen Verständnisses dieser Hintergründe ist essentiell, um gezielt Maßnahmen gegen die Mismatches zu ergreifen. Frühe Förderung im MINT-Bereich, die Sensibilisierung für technologische Berufe und die Verbesserung der Berufsorientierung sind zentrale Bausteine, um diese Herausforderungen anzugehen. Nur durch eine nachhaltige Abstimmung von Bildungsangeboten und den tatsächlichen Anforderungen der Industrie lassen sich die Zukunftsprobleme in der Fachkräftesicherung nachhaltig mildern.
Praxisbeispiele und politische Maßnahmen: Wege zu einer besseren Berufsorientierung
Verschiedene Regionale Programme und Reformen zeigen bereits Wirkung und legen den Grundstein für eine stärkere Berufsorientierung an Schulen. Mit Blick auf die aktuelle Praxis und geplante Reformen lassen sich konkrete Erfolge sowie zukünftige Schritte erkennen.
Bereits 2022 verzeichnete Hamburg konkrete Fortschritte beim Übergang Schule–Beruf: 40,8 Prozent der Schulabgängerinnen und -abgänger an Hamburgs Stadtteilschulen fanden im Jahr 2022 direkt den Weg in eine Ausbildung* (Quelle: Hamburgs Berufsorientierung, Stand 2022). Zudem erreichten im Rahmen des Programms AvDual 54,7 Prozent der Teilnehmenden 2022 den Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung* (Quelle: Hamburgs Berufsorientierung, Stand 2022). Diese Zahlen spiegeln die Erfolgskraft praktischer Fördermaßnahmen wider.
Für das Schuljahr 2024 plant Niedersachsen eine signifikante Erhöhung der Praxistage in der Berufsorientierung: Der neue BO-Erlass sieht vor, die Praxistage von bislang 25 auf 35 pro Schuljahr zu erhöhen, beginnend ab Klasse 7*. Ziel ist es, noch stärker praktische Erfahrungen in den Schulalltag zu integrieren, um die Jugendarbeitslosigkeit zu senken und den Berufsweg transparenter zu machen (Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium, geplant ab 2024).
Ein Blick auf Hamburgs Perspektiven 2024 zeigt die positive Entwicklung: Insgesamt begannen in Hamburg im Jahr 2024 3.464 Jugendliche eine Berufsausbildung nach Klasse 10, davon 2.092 direkt –, was den bisher höchsten Wert darstellt* (Quelle: Hamburgs Landesamt für Statistik, Stand 2024). Diese Zahlen verdeutlichen den Trend, dass frühzeitig intervenierte Maßnahmen und gezielte Übergangsprogramme die Übergangschancen deutlich verbessern.
Mögliche Tabelle: Vergleich von Übergangs- und Fördermaßnahmen
| Jahr | Wert | Einheit | Quelle/Stand |
|---|---|---|---|
| 2022 | 40,8 | Prozent der direkten Ausbildung (Hamburgs Stadtteilschulen) | Hamburgs Berufsorientierung (Stand 2022) |
| 2022 | 54,7 | Prozent der AvDual-Teilnehmer, die in Ausbildung/Beschäftigung starten | Hamburgs Berufsorientierung (Stand 2022) |
| 2024 | 3.464 / 2.092 | Jugendliche, die Ausbildung begonnen haben / davon direkt | Hamburgs Landesamt für Statistik (Stand 2024) |
| 2024 | 35 | Praxistage in Niedersachsen (geplant) | Kultusministerium Niedersachsen (Plan ab 2024) |
Durch die gesteuerten Verbesserungen in den Übergangsquoten sowie die geplanten Reformen im Praxistage-Bereich wird die Berufsorientierung nachhaltiger und praxisnäher. Die Bundesländer setzen auf einen Mix aus konkreten Programmen, Monitoring-Ergebnissen und Reformschritten, um die Zahl der erfolgreichen Übergänge in Ausbildung dauerhaft zu erhöhen und den Fachkräftemangel in der Industrie systematisch zu bekämpfen.
Auswirkungen für Gesellschaft und Unternehmen: Chancen nutzen und Herausforderungen gestalten
Die Ergebnisse der aktuellen Jugendstudie zeigen deutlich, dass die gesellschaftliche Bedeutung einer gezielten Berufsorientierung nicht unterschätzt werden darf. Sie beeinflusst die Fachkräftesicherung, Gleichstellung sowie die Stabilität lokaler Arbeitsmärkte maßgeblich. Daher sind sowohl kurzfristige Maßnahmen als auch langfristige Strategien gefragt, um die bestehenden Lücken zu schließen und die Potenziale junger Menschen optimal zu fördern.
Die gesellschaftliche Herausforderung: Fachkräftemangel und Chancengleichheit
Der Trend der sinkenden Ausbildungsambitionen verunsichert viele Wirtschaftsexperten. Laut einer Studie sank seit 2020/2021 der Anteil sicher Ausbildung anstrebender Hauptschülerinnen und Hauptschüler von 49 auf 42 Prozent*, bei Realschülerinnen und Realschülern von 49 auf 36 Prozent* (Stand: 2021/2022). Diese Entwicklungen erhöhen das Risiko, den Fachkräftemangel in den kommenden Jahren zu verstärken. Gleichzeitig eröffnet die ungleiche Verteilung in Interesse und Kompetenzen in MINT-Fächern Chancen, gezielt mit niederschwelligen, frühkindlichen Förderprogrammen gegenzusteuern.
Gleichzeitig bleibt die Beschäftigung mit technischen Berufen geschlechtsspezifisch, was potenziell die späteren Fachkräftepotenziale einschränkt. Laut NORDMETALL-Studie interessieren sich nur etwa 9 Prozent der Jugendlichen als Lieblingsfach für Mathematik oder Physik, wobei Jungen dreimal häufiger zu den MINT-Fans zählen als Mädchen. Zudem beschäftigen sich 53 Prozent der Mädchen sowie 17 Prozent der Jungen nicht aktiv mit Computertechnologien. Diese Defizite in der technischen Bildung erschweren die Fachkräftesicherung in den digitalisierten und technologisch geprägten Arbeitsfeldern.
Handlungsfelder: Schulen, Unternehmen und Politik im gemeinsamen Einsatz
Zur Verbesserung der Berufsausrichtung ist es essenziell, die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Unternehmen und Politik zu intensivieren. Dazu gehören beispielsweise frühzeitige Angebote für praktische Einblicke, wie Betriebsbesichtigungen, Praktika oder Schulkooperationen. Unternehmen können durch frühkontakt-orientierte Bildungsangebote das Interesse an technischen Berufen sowie MINT-Fächern stärken. Die Politik sollte die Rahmenbedingungen schaffen, um schulische Berufsorientierung noch breiter und praxisbezogener zu gestalten.
Demenz im Blick behalten: Eine gezielte Förderung in den Bereichen Mädchenförderung sowie in MINT-Kursen erhöht die Chance, zukünftigen Fachkräftemangel zu mindern. Die Ergebnisse der Jugendstudie belegen zudem, dass ein frühzeitiger und kontinuierlicher Austausch mit Jugendlichen zum Berufswunsch eine erfolgreiche Strategie ist. Hierbei können Maßnahmen wie Berufsorientierungsprojekte, Beratungstage und gemeinsame Veranstaltungen entscheidend wirken.
Was Unternehmen jetzt tun können
Aus den Studienwerten lassen sich klare Empfehlungen ableiten. Thomas Küll betont, wie wichtig es ist, die Interessen und Bedürfnisse der Jugendlichen zu verstehen: „Es ist wichtig, die Jugendlichen bei ihren Bedürfnissen abzuholen. Dazu gehört der Wunsch nach Spaß an der Arbeit, einem sicheren Arbeitsplatz und Aufstiegsmöglichkeiten.“ Die Bereitschaft der Generation Z, im Beruf flexibel und engagiert zu sein, ist hoch: Zwei Drittel streben eine Vollzeitbeschäftigung an, und 56 Prozent sind grundsätzlich bereit, Überstunden zu leisten. Zudem zeigen 87 Prozent Zuversicht in ihre Zukunft, was Firmen für ihre Personalplanung nutzen sollten.
Mit konkreten Maßnahmen können Unternehmen das Interesse an technischen Berufen steigern und die Fachkräftebasis erweitern. Frühkontakt, beispielsweise durch Praktika, Mentoring-Programme oder Berufsorientierungsveranstaltungen, fördert die Bindung der Jugendlichen an die Branche. Gleichzeitig sollten sie die Vielfalt der Berufsbilder sichtbar machen, besonders im Bereich MINT, um das Geschlechterungleichgewicht zu reduzieren. Laut NORDMETALL-Studie ist die frühzeitige und kontinuierliche Begegnung zwischen Unternehmen und jungen Menschen ein zentraler Schlüssel, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Berufsorientierung zukunftsorientiert zu gestalten.
Ausblick: Empfehlungen für nachhaltige Entwicklung
- Für die Politik: Investieren Sie in eine breitere, praxisnahe Berufsorientierung an Schulen, insbesondere im MINT-Bereich und für Mädchen.
- Für Schulen: Etablieren Sie kontinuierliche Kooperationen mit Unternehmen und fördern Sie frühzeitig technische Kompetenzen.
- Für Unternehmen: Bauen Sie Praktikumsangebote, Schulkooperationen und Mentoring-Programme aus, um Fachkräfte frühzeitig an sich zu binden.
Die Johannes-Studie macht klar: Frühzeitige, gezielte Maßnahmen können die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage maßgeblich verbessern. Nur durch konsequentes Engagement aller Akteure lassen sich die Herausforderungen meistern und die Chancen der Generation Z in der Arbeitswelt nachhaltig nutzen.
Die nachfolgenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des NORDMETALL Verbandes der Metall- und Elektroindustrie e.V.
Weiterführende Quellen:
- „40,8 Prozent der Schulabgängerinnen und -abgänger aus Hamburgs Stadtteilschulen gelangten 2022 direkt nach Klasse 10 in eine Ausbildung.“ – Quelle: https://hibb.hamburg.de/2022/11/28/hamburgs-berufsorientierung-ist-krisenfest/
- „Über das Programm AvDual schafften 54,7 Prozent der Teilnehmenden 2022 den Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung.“ – Quelle: https://hibb.hamburg.de/2022/11/28/hamburgs-berufsorientierung-ist-krisenfest/
- „Die Evaluation des BO-Erlasses in Niedersachsen im Herbst 2023 mit fast 4.000 Teilnehmenden ergab eine Stärkung der Berufsorientierung, aber einen Bedarf an breiterer Aufstellung.“ – Quelle: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationenfruher-individualisierter-und-praxisorientierter-die-berufliche-orientierung-an-niedersachsens-schulen-wird-deutlich-gestarkt-kultusministerin-hamburg-stellt-eckpunkte-des-neuen-bo-erlasses-vor-241865.html
- „Der neue BO-Erlass in Niedersachsen plant ab 2024 eine Erhöhung der Praxistage der Berufsorientierung von 25 auf 35 pro Schuljahr, beginnend ab Klasse 7.“ – Quelle: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationenfruher-individualisierter-und-praxisorientierter-die-berufliche-orientierung-an-niedersachsens-schulen-wird-deutlich-gestarkt-kultusministerin-hamburg-stellt-eckpunkte-des-neuen-bo-erlasses-vor-241865.html
- „Im Jahr 2024 begannen in Hamburg insgesamt 3.464 Jugendliche eine Berufsausbildung nach Klasse 10, davon 2.092 direkt – ein neuer Spitzenwert.“ – Quelle: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/senat/presseservice-des-senats/landespressekonferenz/erfolgreicher-uebergang-von-der-schule-in-den-beruf-996110
- „Seit 2020/2021 sank der Anteil sicher Ausbildung anstrebender Hauptschüler*innen von 49 auf 42 Prozent, bei Realschüler*innen von 49 auf 36 Prozent (Stand 2021/2022).“ – Quelle: https://www.iab-forum.de/berufliche-plaene-von-haupt-und-realschuelerinnen-der-anteil-der-unentschlossenen-steigt/
10 Antworten
Die Studie zeigt wirklich auf, wie wichtig eine bessere Berufsorientierung ist! Wenn wir nicht handeln, wird der Fachkräftemangel noch schlimmer werden.
Genau! Ich denke auch, dass Schulen hier eine größere Verantwortung tragen sollten und nicht nur auf Noten schauen dürfen.
Ich finde es wichtig, dass wir die Mädchen stärker für MINT-Berufe begeistern müssen. Die Ungleichheit ist ein großes Problem und muss angegangen werden.
Ja, absolut! Wir brauchen mehr Programme, die speziell auf Mädchen abzielen und ihnen zeigen, welche Möglichkeiten es im technischen Bereich gibt.
Die Ergebnisse sind wirklich besorgniserregend und zeigen ein großes Potenzial für Verbesserungen in der Berufsorientierung. Es wäre hilfreich, wenn Schulen engere Kooperationen mit Unternehmen eingehen würden.
Das stimmt! Wenn Schüler frühzeitig Einblicke in technische Berufe bekommen würden, könnte das ihr Interesse wecken.
Ich habe die Studie gelesen und finde die Zahlen sehr alarmierend. Es ist schockierend zu hören, dass nur 9% der Jugendlichen MINT-Fans sind. Was könnte dazu führen, dass mehr Jugendliche sich für Technik interessieren?
Die Studie macht deutlich, dass es große Lücken in der Berufsorientierung gibt. Ich finde es besorgniserregend, dass so viele Jugendliche die Gehälter in der Industrie unterschätzen. Was könnte man tun, um dies zu ändern?
Ich stimme dir zu! Vielleicht sollten mehr Informationen über die Verdienstmöglichkeiten in Schulen bereitgestellt werden. Manchmal wissen Schüler nicht, was für Berufe es gibt.
Gute Punkte! Auch die Praktika könnten helfen, das Interesse an technischen Berufen zu steigern. Vielleicht sollten Unternehmen auch mehr Einblicke geben.