Nico Paufler als Sport-Stipendiat des Jahres 2024: Kanurennsport, Studium und gesellschaftliches Engagement im Fokus

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Nico Paufler wurde von der Deutschen Bank und der Sporthilfe als einer von fünf Kandidaten zum „Sport-Stipendiaten des Jahres 2024“ nominiert. Der Kanurennsportler gewann 2023 in Duisburg Bronze über 5.000 m, während er parallel seine Promotion im Maschinenbau vorantreibt. Dank des Stipendiums kann er Spitzentraining, Studium und Lebensunterhalt verbinden und organisiert zudem ein jährliches Spendenrennen für die Kinder-Krebs-Forschung. Noch bis zum 25. Juli 2024 kann online abgestimmt werden.

Inhaltsverzeichnis

– 26-jähriger Maschinenbau-Doktorand und Kanurennsportler gewann WM-Bronze 2023 (5000 m Einer-Kajak)
– Kandidat für „Sport-Stipendiat des Jahres 2024“ der Deutschen Bank und Sporthilfe
– Vereint Promotion an Ruhr-Universität Bochum mit internationalem Kanurennsport

Nico Paufler – Sport-Stipendiat des Jahres 2024 nominiert für die Spitzenleistung zwischen Kanurennsport und Maschinenbau

Nico Paufler gehört zu den fünf Nominierten für die Wahl zum „Sport-Stipendiat des Jahres“ 2024 und verkörpert so die besondere Verbindung von akademischer und sportlicher Spitzenleistung. Die Auszeichnung, die von der Deutschen Bank und der Sporthilfe vergeben wird, würdigt sein außergewöhnliches Engagement als Kanurennsportler und Maschinenbau-Doktorand zugleich. Im Jahr 2023 erreichte Paufler bei der WM in Duisburg die Bronzemedaille im Einer-Kajak über 5.000 Meter – ein bedeutsamer Erfolg auf internationalem Niveau.

Der Weg zurück in den Kanurennsport gelang Paufler bereits während der Corona-Pandemie, die ihn zurück zum Rennsport brachte: „Durch Corona bin ich wieder zum Rennsport gekommen.“ Das gelingt ihm trotz der enormen Herausforderung, Promotion und Hochleistungssport gleichzeitig zu meistern. Dabei ist die gezielte Förderung essentiell: „Das ist ja teilweise überlebenswichtig.“ Insbesondere für junge Athleten in Randsportarten sind solche Stipendien ein entscheidender Baustein für den sportlichen Traum.

Ein unvergesslicher Moment für ihn bleibt der Erfolg bei der WM: „Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Es war so cool, weil so viele Leute da waren, die ich kenne.“ Auch die Konkurrenz war spannend: „Es war ein echter Krimi.“ Für das laufende Jahr hat Paufler ambitionierte Ziele, darunter die Qualifikation für eine olympische Distanz von 200 bis 1.000 Metern sowie weitere Top-Platzierungen.

Neben seinen sportlichen und wissenschaftlichen Leistungen engagiert sich Paufler auch persönlich für gesellschaftliche Themen. Besonders am Herzen liegt ihm die Kinder-Krebs-Forschung: „Das Projekt mit der Kinder-Krebs Forschung ist eine Herzensangelegenheit für mich.“ Mit einem jährlich in München organisierten Spendenrennen setzt er sich aktiv für diese wichtige Sache ein.

Die Ruhr-Universität Bochum bietet ihm die notwendige Flexibilität, um sein Studium mit dem Leistungssport auf hohem Niveau zu verbinden. Die Wahl zum „Sport-Stipendiat des Jahres“ bringt neben Anerkennung auch weitere Unterstützung mit sich. Die Öffentlichkeit kann noch bis zum 25. Juli 2024 auf www.sportstipendiat.de für den Favoriten abstimmen; unter allen Teilnehmenden wird eine Garmin-Fitness-Smartwatch verlost. Neben Paufler stehen Tabea Botthof, Luka Herden, Flora Kliem und Sonja Zimmermann zur Wahl.

Spitzensport und Wissenschaft: Zwischen Karriere, Anerkennung und Förderungsdruck

Die Verbindung von Hochleistungssport und akademischer Bildung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Für viele Athletinnen und Athleten ist die sogenannte Doppelkarriere im Hochschulbereich nicht nur eine Möglichkeit, sportliche Ambitionen und Bildung unter einen Hut zu bringen, sondern auch eine entscheidende Voraussetzung, um langfristige Perspektiven jenseits der aktiven Sportzeit zu sichern. Dennoch stellt die Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport eine große Herausforderung dar: Zeitintensive Trainingseinheiten, Wettkämpfe und Reisen konkurrieren mit universitären Anforderungen und Lernphasen. Dieser Spagat verlangt viel Disziplin und ein ausgeklügeltes Zeitmanagement.

Die besondere Situation von Randsportarten macht diese Balance noch komplexer. Im Gegensatz zu populären Sportarten erhalten viele dieser Athlet*innen deutlich weniger öffentliche Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung. Daher spielen Stipendien und individuelle Förderangebote eine zentrale Rolle, um das Engagement dieser Sportler zu ermöglichen und zu würdigen. Ohne gezielte Förderung durch Vereine, Hochschulen und Unternehmen wäre es für viele schwer möglich, die Doppelbelastung erfolgreich zu meistern.

Wie gelingt die Balance von Studium und Leistungssport?

Für Spitzensportler ist der Spagat zwischen akademischen Verpflichtungen und sportlichem Leistungsdruck Alltag. Die Vereinbarkeit hängt maßgeblich von flexiblen Studienmodellen, individuellen Vereinbarungen und unterstützenden Strukturen ab. Neben zeitlicher Flexibilität benötigen Athletinnen und Athleten auch räumliche und persönliche Begleitung, die sie befähigt, beiden Welten gerecht zu werden.

Wichtige Faktoren sind dabei:

  • Anpassungsfähige Studienpläne und Prüfungsmodalitäten, die auf Trainings- und Wettkampfzeiten Rücksicht nehmen
  • Persönliche Mentorinnen oder Studienberaterinnen als Brückenbauer zwischen Sport und Hochschule
  • Zugang zu umfangreichen Förderprogrammen, die finanzielle und ideelle Unterstützung bieten

Diese Elemente helfen, die Doppelbelastung zu verringern und langfristig sowohl sportliche Höchstleistungen als auch akademischen Erfolg zu ermöglichen.

Warum brauchen Randsportarten besondere Unterstützung?

Randsportler stehen vor speziellen Herausforderungen, da sie oft nicht dieselbe mediale Präsenz und finanzielle Förderung erfahren wie Athleten aus populären Sportarten. Das führt zu einer oftmals prekären Situation, in der Leistung, gesellschaftliche Anerkennung und wirtschaftliche Absicherung in einem empfindlichen Gleichgewicht zueinander stehen.

Die Bedeutung von gezielten Stipendien und Förderprogrammen lässt sich in mehreren Bereichen erkennen:

  • Sicherung der Existenzgrundlage: Fördergelder bieten die nötige finanzielle Entlastung, damit Randsportler Studium und Sport nicht auf Kosten ihrer Lebensqualität organisieren müssen.
  • Öffentliche Wahrnehmung und Motivation: Durch gezielte Unterstützung steigt die Sichtbarkeit von weniger bekannten Sportarten, was wiederum zu größerem gesellschaftlichem Interesse führt.
  • Soziale Verantwortung: Sportler engagieren sich verstärkt in sozialen Projekten, was sowohl ihrer persönlichen Entwicklung zugutekommt als auch gesellschaftliche Relevanz schafft.

Vereine, Hochschulen und Unternehmen kommen hier als wichtige Förderer zusammen. Sie investieren nicht nur in die individuelle Karriere, sondern stärken auch das Image des Sports insgesamt – mit wachsendem Einfluss auf die gesellschaftliche Anerkennung.

Vor diesem Hintergrund sind öffentliche Abstimmungen und mehr Sichtbarkeit entscheidend, damit Sportförderung in all ihren Facetten breit und nachhaltig vorangebracht wird. Solche Entwicklungen eröffnen großes Potenzial, um Doppelkarrieren stärker zu entlasten, Sportarten jenseits des Mainstreams zu etablieren und damit den gesellschaftlichen Wert von Sport insgesamt zu erhöhen.


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Rennkanute Nico Paufler im Sporthilfe-Interview: „Die Unterstützung ist …

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10 Antworten

  1. Ich habe das Gefühl, das Deutsche Bank immer gute Leute unterstützt. So wie Nico, der kan beides machen, Sport und Uni.

  2. Das ist toll das Nico nicht nur ein guter Sportler ist, sondern auch ein super Student. Nicht jeder kann Maschinenbau und Sport zusammen machen!

  3. Warum es so schwer Sponsoren zu finden für solche Sportarten? Nico ist super und verdient mehr unterstützung.

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