Neue Fortschritte in der AIDS-Therapie ermöglichen ein gesundes Altern mit HIV

Eine Tablette am Tag - und das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) bleibt unter Kontrolle. Die gute Nachricht: Mit frühzeitiger und konsequenter Therapie kann AIDS verhindert werden. Neue Forschungsergebnisse und Techniken ermöglichen es den Betroffenen, mit HIV alt zu werden, ohne an AIDS zu erkranken. Erfahren Sie mehr zum Welt-AIDS-Tag.

Bremen (VBR). Eine Tablette am Tag – damit lässt sich das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) meist in Schach halten. Die Immunschwächekrankheit AIDS bricht bei einer frühzeitigen und konsequenten Therapie mit Arzneimitteln gegen HIV nicht aus. Dann überträgt sich das Virus auch nicht auf andere Menschen. Im Laufe von über 30 Jahren Forschung hat die pharmazeutische Industrie verschiedene Wirkstoffe gegen HIV entwickelt, die meist gut verträglich und einfach zu handhaben sind. Und es wird weiter geforscht: An neuen Anwendungsformen, an einer Impfung gegen HIV und zum Einsatz der sogenannten Genschere. Aber es gilt schon jetzt: “Die Betroffenen können mit HIV alt werden, ohne an AIDS zu erkranken”, sagt Dr. Matthias Wilken, Apotheker und Geschäftsführer Market Access beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI). Eine gute Nachricht zum morgigen Welt-AIDS-Tag!

Vor 40 Jahren wurde das HI-Virus entdeckt. Es schädigt oder zerstört bestimmte Zellen des Immunsystems. Unbehandelt kann eine HIV-Infektion zur Immunschwächekrankheit AIDS (“Acquired Immunodeficiency Syndrome”) führen und tödlich verlaufen: Das geschwächte Immunsystem kann dann selbst harmlose Keime und Viren nicht mehr bekämpfen oder andere Krankheiten nicht mehr verhindern. Die Betroffenen sterben beispielsweise an Krebserkrankungen oder Infektionen, wie Lungenentzündungen oder Pilzerkrankungen. Weltweit haben bisher rund 40 Millionen Menschen an den Folgen von AIDS ihr Leben gelassen. “Doch dank der zahlreichen Therapieverbesserungen im Bereich der HIV-Therapeutika hat sich HIV von einer tödlichen zu einer chronischen Erkrankung entwickelt”, sagt BPI-Experte Wilken.

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Arzneimittel gegen HI-Viren
In Deutschland leben über 90.000 Menschen mit HIV. Über 90 Prozent der Betroffenen geben an, “gut” mit der Infektion leben zu können, drei Viertel fühlen sich gesundheitlich nicht oder nur wenig eingeschränkt. Das zeigt eine wissenschaftliche Online-Befragung der Deutschen Aidshilfe in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft. “Mit Hilfe der Therapeutika erkranken die Betroffenen weder an AIDS noch geben sie das Virus weiter”, so Wilken. Seit dem ersten Arzneimittel gegen HIV im Jahr 1987 hat sich viel getan: Inzwischen stehen verschiedene Wirkstoffe für eine Therapie zur Verfügung. “Die Arzneimittel verhindern die Vermehrung des Virus im Körper”, erklärt Wilken. “Dafür setzen sie an verschiedenen Stellen an: Sie verhindern zum Beispiel, dass HIV sein Erbgut in die Körperzellen einbaut. Oder sie lassen gar nicht erst zu, dass das Virus in die Zelle eindringt.”

Neue Anwendungsformen
Meistens nehmen die Betroffenen eine Kombination von drei Wirkstoffen ein, damit die Behandlung so effektiv wie möglich verläuft. Eine sogenannte “Fixkombination” in Form von einer einzigen Tablette täglich vereinfacht die Handhabung enorm. Seit Kurzem sind auch Depotpräparate auf dem Markt: Die Wirkstoffe müssen nur alle ein bis zwei Monate gespritzt werden. Zudem entwickeln pharmazeutische Unternehmen weitere neue Anwendungsformen, wie Implantate oder Mikronadelpflaster, die über lange Zeit hinweg die Wirkstoffe freisetzen. Egal ob Pille, Pflaster, Spritze oder Implantat: Die Therapeutika wirken so gut, dass die Viren im Blut nicht mehr nachweisbar sind. Gleichzeitig erholt sich das Immunsystem, was sich an der Anzahl der Helferzellen nachweisen lässt. “Voraussetzung für ein möglichst beschwerdefreies Leben mit HIV ist eine frühe Diagnose, ein früher Beginn der Behandlung und eine konsequente Therapie”, betont Wilken. “Das bedeutet auch: Nach risikoreichen Situationen sollten sich Menschen auf HIV testen lassen.”

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Arzneimittel zur Vorbeugung
Manche der HIV-Therapeutika können einer Infektion sogar vorbeugen. Die “Prä-Expositions-Prophylaxe”, kurz: PrEP genannt, kann dann vor einer möglichen HIV-Infektion schützen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko die Kosten.

Genschere und Impfung
Patientinnen und Patienten müssen die Therapeutika bisher lebenslang einnehmen, denn die Arzneimittel können das Virus nicht vollständig aus dem Körper entfernen. “HIV nistet sich in das Erbgut von Immunzellen ein und ist dort vor Arzneimitteln geschützt”, erklärt Wilken. Hört man auf, die Therapeutika zu nehmen, kann die Infektion jederzeit wieder aufflammen. Große Hoffnung setzt die Forschung daher in die sogenannte Genschere: Mit ihrer Hilfe sollen die Viren in ihrem Versteck aufgespürt und ihr Erbgut aus der DNA der menschlichen Zellen herausgeschnitten werden.

Genauso bestechend ist der Ansatz einer Impfung: Die Forschung zu HIV-Impfstoffen hat durch die rasante Entwicklung von Impfstoffen gegen Corona, genauer SARS-CoV-2 profitiert. Doch noch immer bereitet den Forscherinnen und Forschern die HIV-Impfung Kopfzerbrechen, denn es existieren unzählige Formen des Virus, das extrem geschickt darin ist, sich vor dem Immunsystem zu verstecken. Doch Studien im Tiermodell sind bisher vielversprechend.

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Pressekontakt:
Andreas Aumann (Pressesprecher), Tel. 030 27909-123, aaumann@bpi.de

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Mit HIV alt werden – Fortschritte in der AIDS-Therapie

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Pressemeldung:Neue Fortschritte in der AIDS-Therapie ermöglichen ein gesundes Altern mit HIV

30 Antworten

  1. Alter, ich kapier nicht, warum wir uns so auf HIV-Therapie konzentrieren, anstatt nach einem Heilmittel zu suchen.

  2. Article: Neue Fortschritte in der AIDS-Therapie ermöglichen ein gesundes Altern mit HIV

    Comment: Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass HIV überhaupt existiert. Ist doch nur Hype, oder?

    1. Da muss ich dir widersprechen. HIV bekommt heutzutage sehr wohl viel Aufmerksamkeit, sowohl in den Medien als auch in der Forschung. Es ist wichtig, dass wir uns auch um andere gesundheitliche Herausforderungen kümmern und nicht nur um eine bestimmte Krankheit.

  3. Also ich finde ja, dass es total übertrieben ist, überhaupt noch über AIDS zu reden. Das ist doch längst vorbei!

  4. Also ich finde ja, dass HIV einfach eine Erfindung der Pharmaindustrie ist. Verschwörungstheorien, Leute!

  5. Ich finde es total übertrieben, dass manche Leute immer noch so einen Wirbel um HIV machen. Es gibt doch längst genug Fortschritte in der Therapie!

    1. Sorry, aber deine Ignoranz ist schockierend. HIV ist nach wie vor eine ernsthafte Krankheit, die das Leben von Millionen Menschen beeinflusst. Nur weil es Fortschritte in der Therapie gibt, bedeutet das nicht, dass der Wirbel unnötig ist. Informier dich bitte, bevor du solche Kommentare abgibst.

    1. Es ist erschreckend, dass Sie die Wichtigkeit der HIV-Therapie herunterspielen. HIV ist nach wie vor eine ernste Bedrohung für Millionen von Menschen weltweit. Es ist unsere Verantwortung, uns um alle Krankheiten zu kümmern, um das Leid zu minimieren.

    1. Ich stimme dir vollkommen zu. AIDS ist zweifellos ein ernstes Problem, und das Leben mit HIV ist eine enorme Herausforderung. Es ist wichtig, dass wir weiterhin Bewusstsein schaffen und Maßnahmen ergreifen, um diese Krankheit zu bekämpfen.

  6. Na ja, ich finde, dass AIDS einfach überbewertet wird. Es gibt doch viel schlimmere Krankheiten da draußen.

    1. Ich finde es bedauerlich, dass du so wenig Verständnis für die Realität von Menschen mit HIV hast. Zahlreiche medizinische Fortschritte ermöglichen heute ein gesundes Altern. Informiere dich bitte besser, bevor du solche ignoranten Aussagen tätigst.

    1. Sorry, aber deine Zweifel sind fehl am Platz. HIV-Positive können definitiv gesund altern! Mit modernen medizinischen Fortschritten und der richtigen Behandlung ist ein langes, erfülltes Leben möglich. Informiere dich besser, bevor du solche Kommentare abgibst.

  7. Also ich muss sagen, dass ich es total übertrieben finde, dass HIV jetzt plötzlich kein Problem mehr sein soll. Ich meine, es ist immer noch eine lebensbedrohliche Krankheit!

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