Feuerwehrverband gibt neue Empfehlungen für Katastrophenschutz: So stärkt klare Rollenverteilung die Feuerwehr im Klimawandel

Nach der Flutkatastrophe 2021 und angesichts immer häufiger auftretender Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels hat der Deutsche Feuerwehrverband eine zehnseitige Fachempfehlung zur klaren Rollenverteilung zwischen Leitstellen und Einsatzleitungen vorgelegt. Die Leitlinie liefert konkrete Vorgaben zu Zuständigkeiten und Abläufen bei großen Sonderlagen, um Missverständnisse und Reibungsverluste zu vermeiden. Das Dokument steht ab sofort zum Download bereit.
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Neue Handlungsempfehlungen des Deutschen Feuerwehrverbands für Extremwetterereignisse

Die verheerende Flutkatastrophe im Juli 2021 hat eindrucksvoll vor Augen geführt, dass der Klimawandel in Deutschland zu immer häufigeren und intensiveren Extremwetterereignissen führt. Angesichts dieser neuen Herausforderungen hat der Deutscher Feuerwehrverband (DFV) eine wichtige Fachempfehlung zur Rollenverteilung zwischen Leitstellen und Befehlsstellen erarbeitet.

Dr. Christoph Weltecke, Vizepräsident des DFV, betont die Bedeutung einer präzisen Organisation: „Eine strukturierte Vorplanung zur Aufgabentrennung zwischen Leitstellen und Einsatzleitungen oder Stäben bei großen Einsatzereignissen ist erforderlich.“ Die neue, zehnseitige Fachempfehlung mit dem Titel „Schnittstelle Leitstelle und Befehlsstelle(n) – Fachempfehlung zur Rollenverteilung“ zeigt praxisnahe Lösungsansätze für die Zusammenarbeit zwischen Leitstellen, Stäben vor Ort und rückwärtigen Führungseinrichtungen, speziell bei Sonderlagen wie Punkt- oder Flächenlagen.

Entwickelt wurde die Empfehlung von Experten des Fachsauschusses „Leitstellen und Digitalisierung der deutschen Feuerwehren“ und steht ab sofort zum Download bereit. Sie enthält klare Zielsetzungen und Rahmenbedingungen, beschreibt den Übergang vom Regelbetrieb in besondere Organisationsformen, sowie eine fundierte Zusammenfassung und Schlussbetrachtung.

Florentin von Kaufmann, Mitautor der Empfehlung, hebt hervor, dass „detaillierte Vorgaben zu Zuständigkeiten und Aufgabentrennung bislang nicht einheitlich geregelt“ sind. Durch die strukturierte Vorplanung sollen nun potenzielle Missverständnisse und Reibungsverluste vermieden werden. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Leitstellen und Einsatzkräften vor Ort künftig deutlich zu optimieren und effektiver zu gestalten.

Die Fachempfehlung steht interessierten Fachkreisen und Einsatzverantwortlichen direkt zum Abruf bereit: Neue Fachempfehlung zur Rollenverteilung bei besonderen Einsatzlagen / Dokument ….

Was die neuen Empfehlungen für Bevölkerung und Einsatzkräfte bedeuten

Die neuen Empfehlungen spiegeln eine notwendige Anpassung wider, die auf die veränderten Bedingungen durch eine immer häufiger auftretende Extremwetterlage in Deutschland reagiert. Damit wird deutlich: Der Schutz der Bevölkerung und das Handeln der Einsatzkräfte müssen neu gedacht und klar getrennt werden. Diese differenzierte Rollenverteilung ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung, weil sie Verantwortlichkeiten klarer definiert und das Zusammenspiel bei Katastrophenlagen verbessert. Für die Menschen vor Ort heißt das konkret, besser informiert und vorbereitet zu sein – und im Ernstfall gezielt zum eigenen Schutz und zur Entlastung der Rettungskräfte beizutragen.

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Wie sich Verantwortungsstrukturen im Bevölkerungsschutz verändern

Traditionell waren Hilfsdienste und Behörden die Hauptakteure in Katastrophensituationen. Die neuen Empfehlungen unterstreichen die Bedeutung einer aktiveren Rolle der Bevölkerung, zum Beispiel durch Selbsthilfe und Vorsorge. Das bedeutet, dass Bürgerinnen und Bürger künftig nicht nur passiv Hilfe erwarten, sondern auch eigene Entscheidungen treffen und erste Maßnahmen ergreifen sollen. Gleichzeitig verändert sich die Rolle der Einsatzkräfte: Sie fokussieren sich stärker auf koordinierte Notfallhilfe und professionelle Unterstützung. Diese Entwicklung wirkt sich auf die Organisation des Bevölkerungsschutzes aus und erfordert neue Kommunikationswege sowie Schulungen, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sind.

Zukunftsblick: Welche Herausforderungen bringt der Klimawandel für Hilfsdienste?

Der Klimawandel verstärkt die Häufigkeit und Intensität von Unwettern und anderen Extremwetterereignissen. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung, vor allem in urbanen Räumen, was die komplexen Anforderungen an Rettungs- und Hilfsdienste weiter erhöht. Die Hilfsdienste stehen daher vor mehreren zentralen Herausforderungen:

  • Schnelle und flexible Anpassung von Einsatzkonzepten an neue Gefahrenlagen
  • Verbesserung der Vernetzung zwischen Behörden, Hilfsorganisationen und der Bevölkerung
  • Erhöhung der Kapazitäten und Ressourcen, um gleichzeitig mehrere größere Ereignisse bewältigen zu können
  • Förderung von Präventionsmaßnahmen und resilientem Verhalten in der Gesellschaft

Diese Herausforderungen verdeutlichen, dass der Klimawandel nicht nur ökologische, sondern vor allem auch gesellschaftliche Folgen hat. Die neuen Empfehlungen sind ein Schritt, um mit diesen Veränderungen besser umgehen zu können und die Sicherheit aller Menschen nachhaltig zu stärken.


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Neue Fachempfehlung zur Rollenverteilung bei besonderen Einsatzlagen / Dokument …

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