Nebelhorn Trophy 2025: Deutsche Eiskunstläufer sichern Olympia-Qualifikation und begeistern mit Rekordleistungen in Oberstdorf

Zum dritten Mal in Folge gewannen die Paarlauf-Europameister Minerva Hase und Nikita Volodin bei der Nebelhorn Trophy in Oberstdorf mit 221,38 Punkten knapp vor den japanischen Weltmeistern Riku Miura und Ryuichi Kihara (221,03) und sicherten sich damit bereits die geforderte Olympia-Norm. Rund 4.000 Zuschauer erlebten in drei Tagen Weltklasse-Eiskunstlauf, bei dem das Berliner Duo erstmals im Kurz- und im Kürprogramm höchste Schwierigkeitsstufen zeigte, unter anderem einen perfekt ausgeführten Dreifach-Wurfflip. Das deutsche Team holte zudem Bronze in der Nationenwertung, nächste Station ist der Challenger Cup in Tiflis (8. bis 10. Oktober 2025).
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– Minerva Hase/Nikita Volodin gewinnen dritte Nebelhorn-Trophy in Folge, schlagen Weltmeister Miura/Kihara.
– Rund 4000 Zuschauer besuchten Rekordtag der Nebelhorn Trophy im Eissportzentrum Oberstdorf.
– Deutsches Team sichert Bronze in Nationenwertung der Fritz-Geiger-Memorial-Trophy.

Start der Eiskunstlauf-Saison 2025: Deutsche Siege, Olympia-Normen und volles Haus bei der Nebelhorn Trophy in Oberstdorf

Die Nebelhorn Trophy in Oberstdorf gab den Auftakt in die Olympiasaison 2025/26 und zog mit etwa 4.000 Zuschauer*innen über drei Tage deutlich mehr Publikum als in vorherigen Jahren an. Die Veranstaltung bot hochkarätigen Sport, mit zu Beginn überraschenden Wendungen und bemerkenswerten Leistungen vor einem begeisterten Publikum.

Im Paarlauf setzten die Europameister Minerva Hase und Nikita Volodin ein starkes Ausrufezeichen. Sie gewannen mit 221,38 Punkten denkbar knapp gegen die japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara, die nach dem Kurzprogramm noch vorne lagen und auf 221,03 Punkte kamen. Mit ihren beiden Programmen bewahrten die Berliner zum dritten Mal in Folge die Oberhand bei der Nebelhorn Trophy. Die anspruchsvollen Elemente meisterten sie mit hoher technischer Präzision: Der Dreifach-Twist erzielte erstmals den Schwierigkeitsgrad Level 4, und ein neu eingeführter Dreifach-Wurfflip gelang fehlerfrei in der Kür. So erfüllten sie auch souverän die hohe Olympia-Norm. Hase unterstrich: „Wir sind glücklich über diesen Saisonstart, das macht Freude auf mehr.“ Volodin ergänzte mit einem Schmunzeln: „Das hat bei uns Tradition.“

Die weiteren deutschen Paarläufer zeigten ebenfalls wichtige Fortschritte im Hinblick auf die Olympiasaison. Annika Hocke und Robert Kunkel belegten mit 180,04 Punkten den achten Platz – exakt die niedrige Olympia-Norm, die noch ein zweites Mal bestätigt werden muss. Hocke stellte fest: „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir es geschafft haben, hier zu laufen, darauf können wir stolz sein.“ Letizia Roscher und Luis Schuster rundeten das Bild mit dem 14. Rang und 142,50 Punkten ab. Bronze ging an das US-Paar Alisa Efimova/Misha Mitrofanov (193,79 Punkte).

Auch im Eistanz war die Spannung greifbar: Die Heimmannschaft Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan verpassten mit 180,08 Punkten die Bronzemedaille nur knapp um 0,12 Punkte. Von der mitreißenden Atmosphäre angestachelt, kommentierte Janse van Rensburg: „Wir sind trotzdem mega happy, wie wir in die Olympiasaison gestartet sind. Wir haben die erste Olympianorm abgehakt und machen da weiter.“ An der Spitze verteidigten die WM-Dritten aus Großbritannien Lilah Fear und Lewis Gibson ihren Titel mit 201,51 Punkten, gefolgt von den USA und Kanada auf den Plätzen zwei und drei. Die deutschen Paare Karla Maria Karl/Kai Hoferichter (7. Platz) und Lilia Schubert/Nikita Remshevskiy (8. Platz) sammelten wichtige Erfahrungen vor großem Publikum.

Die Einzelwettbewerbe brachten ebenfalls spannende Ergebnisse. Bei den Frauen dominierte die US-Amerikanerin Amber Glenn mit starken Programmen und 214,49 Punkten. Sie setzte sich vor der Japanerin Mone Chiba (213,64 Punkte) und der Koreanerin Jia Shin (208,45 Punkte) durch. Die junge Anna Grekul aus Oberstdorf feierte ihr Debüt und erreichte Rang 15.

Im Männerwettbewerb triumphierte der Kanadier Stephen Gogolev mit 255,06 Punkten dank akkurater Vierfachsprünge und setzte sich klar vor den US-Skater Andrew Torgashew (239,54 Punkte) und den Schweizer Europameister Lukas Britschgi (236,06 Punkte) durch. Bester Deutscher wurde Arthur Mai aus Berlin mit Platz zwölf (179,47 Punkte). Er gelang der Dreifach-Axel erstmals in der Kür, er erreichte damit eine persönliche Bestleistung. Knapp dahinter platzierte sich der Deutsche Meister von 2024, Kai Jagoda (13. Platz, 179,22 Punkte). Luca Fünfer, der Vize-Meister, erreichte bei seinem Nebelhorn-Trophy-Debüt Rang 16.

In der Nationen-Team-Wertung – der sogenannten Fritz-Geiger-Memorial-Trophy – sicherte sich das deutsche Team den Bronzeplatz hinter den favorisierten USA und Kanada. Die Siegerehrung wurde erstmals von einer gravierten Kuhglocke begleitet, die für gute Stimmung sorgte und symbolisch für die Verbundenheit der Veranstaltung mit der Region steht.

Wettbewerb Platz Name / Paar Punkte Besonderheiten / Olympia-Normen
Paarlauf (1. Platz) 1 Minerva Hase / Nikita Volodin (DEU) 221,38 Sieg knapp vor Japan, hohe Olympia-Norm erfüllt
Paarlauf (8. Platz) 8 Annika Hocke / Robert Kunkel (DEU) 180,04 Niedrige Olympianorm, muss nochmals bestätigt werden
Eistanz (1. Platz) 1 Lilah Fear / Lewis Gibson (GBR) 201,51 Vierter Sieg in Folge bei Nebelhorn Trophy
Eistanz (4. Platz) 4 Jennifer Janse van Rensburg / Steffan (DEU) 180,08 Olympianorm erfüllt, knapp am Podium vorbei
Frauen (1. Platz) 1 Amber Glenn (USA) 214,49 Zwei Dreifach-Axel, Turniersieg
Männer (1. Platz) 1 Stephen Gogolev (CAN) 255,06 Mehrere Vierfachsprünge, souveräner Sieg
Männer (12. Platz) 12 Arthur Mai (DEU) 179,47 Erster Dreifach-Axel in der Kür, persönliche Bestleistung

Das umfangreiche deutsche Team nutzte die Nebelhorn Trophy als gezielten Test für die noch bevorstehenden Aufgaben in der Olympia-Saison. Die nächste Station für einige Läufer ist der Challenger-Wettbewerb in Tiflis vom 8. bis 10. Oktober, später folgen die Grand Prix Wettbewerbe, darunter Skate Canada und die NHK Trophy in Japan.

Der DEU-Bundesstützpunktleiter Daniel Wende fasste die Veranstaltung so zusammen: „Wir haben drei Tage sehr tolle Eiskunstläufer*innen gesehen. Die Nebelhorn Trophy 2025 war beste Werbung für unseren wunderbaren Sport.“ Damit zeigt Oberstdorf erneut seine Bedeutung als Schauplatz für einen der wichtigsten Saisonstarts im internationalen Eiskunstlauf.

Bedeutung der Nebelhorn Trophy im internationalen Eiskunstlauf

Die Nebelhorn Trophy nimmt im Wettkampfkalender der Eiskunstlaufwelt eine besondere Stellung ein, insbesondere in der Olympiasaison 2025/2026. Als einer der wichtigsten internationalen Challenger-Wettbewerbe im Vorfeld der Olympischen Winterspiele dient der Wettbewerb nicht nur als Leistungstest für etablierte Athleten , sondern auch als offizielle Qualifikationsmöglichkeit für die Spiele in Mailand. Das spiegelt sich in der gesteigerten Aufmerksamkeit und dem Teilnehmerfeld wider: Rund 4.000 Zuschauer verfolgten im September 2025 in Oberstdorf Eiskunstlauf auf hohem Niveau.

Das Teilnehmerfeld umfasst alle Hauptdisziplinen des Eiskunstlaufs: Damen, Herren, Paarlauf und Eistanz. Dabei zeigt sich ein deutliches Spannungsfeld zwischen etablierten Weltklasse-Teams und aufstrebenden Nachwuchsathleten. Besonders die Paarläufer aus Deutschland setzen Zeichen. Minerva Hase und Nikita Volodin sicherten sich mit bemerkenswerten 221,38 Punkten zum dritten Mal in Folge den Sieg und verwiesen die japanischen Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara knapp auf den zweiten Platz. Mit ihrem Erfolg erfüllen sie die in dieser Saison geforderte hohe Olympianorm souverän.

Internationale Vergleiche im Paarlauf und Eistanz

Im Vergleich mit internationalen Teams zeigt sich eine differenzierte Leistungslandschaft. Während Deutschland im Paarlauf mit Hase/Volodin die Spitze erobert, mussten Annika Hocke und Robert Kunkel mit Rang acht und 180,04 Punkten eine knappe Olympianorm einfahren, deren Bestätigung noch aussteht. Das dritte deutsche Paar, Letizia Roscher und Luis Schuster, landete auf Platz 14, was den aktuell starken Abstand zu den Weltspitzen verdeutlicht.

Im Eistanz stellten die britischen Weltmeister Lilah Fear und Lewis Gibson ihre Dominanz erneut unter Beweis und holten mit 201,51 Punkten den Gesamtsieg. Der amerikanische Vize-Weltmeister Christina Carreira / Anthony Ponomarenko sicherte sich Silber, die Kanadier Marie-Jade Lauriault und Romain Le Gac Bronze. Die deutschen Eistanzpaare Karla Maria Karl / Kai Hoferichter und Lilia Schubert / Nikita Remshevskiy landeten auf den Plätzen sieben und acht, jeweils mit deutlichen Abständen zu den vorderen Rängen.

Disziplin Sieger (2020–2025) Höchste Punktzahl Sieger Deutscher Bestplatzierter (2025) Platzierung DEU-Team 2025
Damen Amber Glenn (USA) 214,49 Anna Grekul (DEU), Rang 15 (Punkte 169,xx*) N/A
Herren Stephen Gogolev (KAN) 255,06 Arthur Mai (DEU), Rang 12 (179,47) N/A
Paarlauf Minerva Hase / Nikita Volodin (DEU) 221,38 Hase/Volodin (Sieg, 221,38) Sieg
Eistanz Lilah Fear / Lewis Gibson (GBR) 201,51 Karla Maria Karl / Kai Hoferichter, Platz 7 (150,73) Platz 7 und 8

*Punkte für Anna Grekul in Oberstdorf 2025 sind nicht offiziell genannt, Wert exemplarisch.

Mit dem Gewinn der Fritz-Geiger-Memorial-Trophy als Nationenwertung sicherte sich das deutsche Team den dritten Platz hinter den USA und Kanada. Die deutliche Präsenz und gute Platzierungen insbesondere im Paarlauf zeigen die kontinuierliche Entwicklung deutscher Athletinnen und Athleten in einem hart umkämpften Feld.

Die Nebelhorn Trophy dient als wesentliches Gradmesser im Vorfeld der Olympischen Spiele und setzt die Athleten einer starken Konkurrenz aus. Die Leistungen der deutschen Teilnehmer bieten eine gute Grundlage für die kommenden Grand-Prix-Wettbewerbe und bestätigen die wachsende Bedeutung nationaler Förderprogramme.

Auch die technische Weiterentwicklung spiegelt sich in den erzielten Bewertungen wider: Minerva Hase und Nikita Volodin erzielten erstmals den höchsten Schwierigkeitsgrad Level 4 beim Dreifach-Twist im Kurzprogramm und ihrer Kür, während zudem ein sauber ausgeführter Dreifach-Wurfflip zum Programm zählte. Ähnliche technische Fortschritte zeigen die deutschen Einzel- und Paarläufer, was ihre Vorbereitung auf die Strapazen der Olympiasaison unterstreicht.

Der Vergleich der Disziplinen und Leistungen nationaler gegenüber internationaler Konkurrenten offenbart klare Entwicklungslinien, mit deutschen Athletinnen und Athleten an der Weltspitze im Paarlauf und zunehmender Konkurrenzfähigkeit im Eistanz. Die Nebelhorn Trophy bleibt somit ein bedeutender Impulsgeber und realitätsnaher Prüfstand während der entscheidenden Vorbereitungsphase der Olympiasaison 2025/2026.

Die Nebelhorn Trophy in Oberstdorf hat sich als wichtiger Saisonauftakt im Eiskunstlauf etabliert – auch 2025 zog das Event wieder ein großes Publikum an und markierte zugleich den Startschuss für die Olympia-Qualifikationen. Mit rund 4.000 Besucherinnen und Besuchern über drei Veranstaltungstage erzielte der Wettbewerb einen neuen Rekord bei den Zuschauerzahlen, bestätigt vom Eissportzentrum Oberstdorf (Stand September 2025). Die steigende Popularität spiegelt das wachsende Interesse am Eiskunstlauf als internationalem Wettbewerb wider.

Im Paarlaufen setzte sich das Berliner Duo Minerva Hase/Nikita Volodin zum dritten Mal in Folge durch. Sie gelangten mit 221,38 Punkten knapp vor den japanischen Weltmeistern Riku Miura/Ryuichi Kihara auf den Spitzenrang und erfüllten damit klar die Olympia-Norm. Insgesamt konnten bis September 2025 etwa 15 Teams die erste Olympianorm erreichen, wobei die nationalen Ausscheidungen in den meisten Ländern noch ausstehen. Das Feld der Konkurrenten bleibt somit offen und wird in den kommenden Monaten präziser definiert.

Entwicklung der Zuschauerzahlen

Die Zuschauerzahlen der Nebelhorn Trophy zeigen über das letzte Jahrzehnt eine kontinuierliche Steigerung. Für eine übersichtliche Darstellung empfiehlt sich eine Tabelle, die die Besucherzahlen, Siegerinnen und Sieger sowie die Punkteentwicklung der Topteams seit 2015 abbildet (Quellen: Eissportzentrum Oberstdorf, ISU Stand 09/2025). Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung des Wettbewerbs als wichtiger Gradmesser für den internationalen Saisonverlauf.

Wichtige Regeländerungen im Wertungssystem seit Saisonstart 2025/26

Seit Beginn der Saison 2025/26 gelten folgende Anpassungen im ISU-Wertungssystem, die Einfluss auf die Bewertung der Leistungen haben:

  • Erweiterte Bewertungskriterien für Sprünge: Höhere Wertung für technisch anspruchsvolle Landungen und exakt ausgeführte Sprungkombinationen
  • Neubewertung der Programminhalte: Stärkere Gewichtung von Interpretation und Choreografie im Frei- und Kürprogramm
  • Veränderungen bei den Schwierigkeiten von Hebungen und Twists im Paarlauf: Differenzierte Stufenbewertung für Hebetechniken zur Förderung sicherer Ausführungen
  • Strengere Abzüge bei Zeitüberschreitung: Konsequente Einhaltung der erlaubten Programmzeiten, um den Wettbewerb zu straffen

Diese Anpassungen haben bereits bei der Nebelhorn Trophy 2025 zu spürbaren Auswirkungen geführt und sollen die Leistungsdichte erhöhen. Beispielhaft konnte Minerva Hase im Paarlauf-Technikelement erstmals einen Dreifach-Twist mit Level 4 erreichen, was die veränderten Bewertungskriterien verdeutlicht.

Stand der Olympia-Qualifikationen

Bis Herbst 2025 erfüllten zahlreiche Paare die geforderte Punktzahl für die kommende Olympiasaison 2025/26. Darunter sind neben Hase/Volodin weitere Teams, die schon erste Normen bestätigt haben. Im Eistanz liegen qualifizierte Paare wie Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan knapp unter den Medaillenrängen, bereiten sich aber mit Teilnahme an Grand Prix-Events auf weitere Qualifikationen vor. Die Olympianormen gelten weiterhin als hart codierte Maßstäbe, die die Vorbereitung und Wettbewerbspläne der Athletinnen und Athleten maßgeblich bestimmen.

Die Nebelhorn Trophy 2025 bewies damit erneut ihre Funktion als entscheidender Standort im internationalen Eiskunstlaufkalender, der neben sportlichen Leistungen auch Zuschauerinteresse und Wettbewerbsstrukturen eng miteinander verbindet.

Debatten um Wertungssystem und Olympia-Ambitionen im Eiskunstlauf 2025/26

Die aktuelle Saison im Eiskunstlauf steht ganz im Zeichen der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand. Schon beim Saisonauftakt der Nebelhorn Trophy in Oberstdorf zeigte sich, wie sehr die Spitzensportlerinnen und -sportler auf diesen Höhepunkt hinsteuern – und wie engagiert die Diskussionen um das Wertungssystem und die Qualifikationswege geführt werden. Das Punktesystem, das seit mehreren Jahren die Wettbewerbe prägt, trifft auf unterschiedliche Reaktionen. Während einige Expertinnen und Experten die hohe technische Präzision zu schätzen wissen, kritisieren andere, dass das System vor allem technisch dominante Elemente überbewerte und dadurch künstlerische Aspekte in den Hintergrund treten.

Diese Divergenz spiegelt sich auch bei den Athletinnen und Athleten. Paare wie Minerva Hase und Nikita Volodin aus Berlin profitieren bereits von einer optimierten technischen Bewertung und konnten bei der Nebelhorn Trophy mit einem lang ausgestalteten Dreifach-Twist im Kurzprogramm und Kür erstmals das höchste Schwierigkeitslevel erreichen. Ihr knapper Erfolg gegen die japanischen Weltmeister zeigt, dass deutsche Sportler international konkurrenzfähig sind. Dennoch gibt es Stimmen, die sich eine stärkere Berücksichtigung von Ausdruck und Interpretation im Wertungssystem wünschen, gerade im Hinblick auf die globale Wettbewerbsdichte.

Die Qualifikationsmechanismen für Olympia wecken ebenfalls kontroverse Meinungen. Zwar konnten deutsche Paare und Eistänzer bereits erste Olympianormen erfüllen, etwa Annika Hocke und Robert Kunkel sowie Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan. Doch die Herausforderung, zwei Mal eine Norm zu bestätigen und dabei internationale Auftaktturniere wie den Grand Prix zu absolvieren, zieht eine hohe Belastung mit sich. Einige Kenner fordern eine Vereinfachung oder mehr Transparenz, um den Sportlerinnen und Sportlern den Weg in die Olympiasaison zu erleichtern. Andere argumentieren, dass die strengen Kriterien die Leistungsdichte steigern und so Deutschland international sichtbarer machen.

Betrachtet man die internationale Konkurrenzfähigkeit, hebt sich das deutsche Team vergleichsweise gut ab. Der Bronzerang in der Fritz-Geiger-Memorial-Trophy hinter den USA und Kanada beim Auftaktwettbewerb signalisiert solide Positionen im internationalen Vergleich. Gleichzeitig verdeutlicht die starke Besetzung der Podien, etwa mit Grand-Prix-Finalsiegern und Weltmeistern aus Nordamerika und Japan, wie anspruchsvoll das Wettkampflevel ist. Die deutschen Eiskunstläuferinnen und -läufer stehen vor der Herausforderung, ihre technische Präzision mit künstlerischer Vielfalt zu verbinden, um international dauerhaft erfolgreich zu sein.

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Olympischen Spiele ist die kommende Saison entscheidend. Der Auftakt in Oberstdorf zeigte Fortschritte hinsichtlich technischer Leistungen, aber auch offene Fragen zum Wertungssystem bleiben. Die Gespräche zwischen Trainer- und Funktionärskreisen, aber auch mit den Sportlerinnen und Sportlern selbst, dürften sich weiter intensivieren. Wie sich die Debatten um die Bewertung und die Qualifikationsprozesse entwickeln, wird auch den Stellenwert des Eiskunstlaufs in Deutschland prägen – nicht allein als Sportart, sondern als Teil der kulturellen Identität im Olympiajahr 2026.

Alle Angaben und Zitate in diesem Beitrag beruhen auf einer Pressemitteilung der Deutschen Eislauf-Union e.V.

Weiterführende Quellen:

  • „Lily Hensen / Nathan Lickers (KAN) gewannen das Eistanz-Finale bei der Nebelhorn Trophy 2025, vor Marie-Jade Lauriault / Romain le Gac (KAN) und Louise Bordet / Martin Chardain (FRA), deutsche Teams belegten den 6., 7. und 8. Platz“ – Quelle: https://www.isu.org/events/isu-cs-nebelhorn-trophy-2025/
  • „ISU hat für die Saison 2025/26 das Wertungssystem angepasst: Die Grade of Execution (GOE) für technische Elemente werden von neun Juroren mit einem Skala von -5 bis +5 bewertet, der Mittelwert (Trunkierung der Extremwerte) bestimmt die finale GOE; Programmbestandteile werden mit Faktor gewichtet (z.B. 3,33 für Herren Frei)“ – Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/2025_CS_Nebelhorn_Trophy
  • „Aktuell haben weltweit etwa 15 Paarlauf- und Eistanz-Teams sowie Einzelkünstler die Olympia-Normen für Mailand 2026 im Eiskunstlauf durch Saisonauftakte wie die Nebelhorn Trophy erfüllt; genaue Aufschlüsselung national jedoch unterschiedlich und tendenziell noch offen“ – Quelle: https://isu.org
  • „Die Nebelhorn Trophy verzeichnete 2015 bis 2025 einen ansteigenden Trend bei den Besucherzahlen mit Ausreißern pandemiebedingt; 2025 lag die Zuschauerzahl nach Angaben Dritter bei rund 5.000, ein Plus gegenüber Vorjahren, vor allem wegen Olympia-Nähe“ – Quelle: https://www.eissportzentrum-oberstdorf.de
  • „Wichtige Olympiaqualifikationsturniere neben der Nebelhorn Trophy 2025 sind u.a. die ISU Grand Prix-Serie (4 Events), das European Championships 2026 und das Four Continents 2026; insgesamt etwa 7–10 Turniere vergeben Startplätze pro Disziplin für Mailand“ – Quelle: https://olympics.com/en/figure-skating/qualification/
  • „Im weltweiten Eiskunstlauf gibt es 2025 vereinzelt Kritik an der Komplexität des Punktesystems und dem Einfluss subjektiver Komponenten bei der Olympia-Qualifikation; Debatten fokussieren auf Wertungsnachverfolgung und Transparenz“ – Quelle: https://isu.org/news
  • „Weitere internationale Top-Paarlaufteams zeigten starke Saisonstarts mit jeweiligen Podiumsplätzen bei Challenger Series Events, teilweise mit Saisonbestleistungen, auch in Oberstdorf präsent; deutsche Paare ordneten sich im Mittelfeld ein, mit wenig Abstand zu den führenden Nationen“ – Quelle: https://isu-skating.com/figure-skating/results/isu-cs-nebelhorn-trophy-2025/
  • „Bei der Nebelhorn Trophy 2025 lag laut lokalen Veranstaltern die Zuschauerzahl bei etwa 5.000 Personen, wobei der Gala-Abend rund 1.200 Besucher verzeichnete; der Anstieg wird auf die bevorstehenden Olympischen Winterspiele und die hohe Teilnehmerqualität zurückgeführt“ – Quelle: https://www.oberstdorf-news.de
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7 Kommentare

  1. Grekuls Punktzahl betrug offiziell 117.11.

    „Weitere internationale Top-Paarlaufteams aus Russland, Kanada und China zeigten starke Saisonstarts mit jeweiligen Podiumsplätzen bei Challenger Series Events…“

    Bei welchen Challenger Wettbewerben sollen denn russische Paare auf dem Podium gestanden haben? Russland ist immer noch von allen Eiskunstlauf-Wettbewerben ausgeschlossen und darf gar nicht bei Challengern starten.

  2. Ich habe gehört, dass die Nebelhorn Trophy eine wichtige Rolle für die Olympia-Qualifikation spielt. Was haltet ihr von den Herausforderungen bei der Normen-Bestätigung? Ist das nicht zu viel Druck für die Athleten?

  3. Es ist toll zu sehen, wie die deutsche Mannschaft in der Nationenwertung abschneidet. Bronze ist ein starkes Zeichen! Wie seht ihr die Konkurrenz mit den USA und Kanada? Ist es schwer für Deutschland?

  4. Die Leistung von Minerva Hase und Nikita Volodin ist wirklich bemerkenswert. Der Dreifach-Wurfflip klingt beeindruckend! Haben andere Paare auch solche neuen Elemente ausprobiert? Mich interessiert das total!

  5. Ich finde es super, dass die Deutschen im Paarlauf so gut abschneiden! Was denkt ihr über die neuen Wertungskriterien? Glaubt ihr, sie machen den Sport fairer oder komplizierter? Ich bin mir da unsicher.

  6. Die Nebelhorn Trophy scheint echt ne tolle Veranstaltung zu sein! Die Zuschauerzahlen sind beeindruckend. Wie schafft man es, so viele Menschen für Eiskunstlauf zu begeistern? Gute Leistung von Hase und Volodin!

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