– WiWiVille-Fest am 6. September 2025 im Naturerlebnisgarten Wilhelmsburger Inselpark
– Tagesprogramm mit Naturführungen, Singer-Songwriter-Konzerten und interaktiven Umwelt-Mitmachaktionen
– Abendprogramm mit Klangerlebnis aus PET-Flaschen, Bat Night-Expedition und Indierockpop
WiWiVille: Das Natur- und Begegnungsfest im Wilhelmsburger Inselpark
Am Samstag, den 6. September verwandelt sich der Naturerlebnisgarten im Wilhelmsburger Inselpark zum Herzstück des Festivals Wildes Wilhelmsburg. Das WiWiVille lädt von 15 bis 22 Uhr zu einem Tag voller Naturerlebnisse, Kultur und gemeinschaftlichem Miteinander ein. „*Wir freuen uns, wenn dieses Fest zu einem Meetup aller Naturliebhaber der Elbinsel und darüber hinaus wird!*“, sagt Lisa-Mia Schaich, Leiterin des Naturerlebnisgartens.
Bereits am Nachmittag sorgt die Singer-Songwriterin Gesa Daniel aus Lübeck für musikalische Atmosphäre, während parallel eine Schmetterlingsführung unter fachkundiger Leitung von Wolfram Hammer vom BUND startet. Im Anschluss bringt Sonja Ewald mit ihrem Theaterprojekt Mimekry ein Erzäh- und Tanztheaterstück mit dem Titel „Oh du schöner Schmetterling“ auf die Bühne, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht.
Das Fest bietet über den gesamten Tag wechselnde Mitmachaktionen und Informationsstände, die Naturwissen anschaulich vermitteln. Die Loki-Schmidt-Stiftung präsentiert ihr Programm „Moin StadtNatur“, während die BUKEA mit „Natürlich Hamburg“ Wissenswertes rund um die heimische Flora und Fauna teilt. Der Verein Heckenretter e.V. zeigt sein Engagement für lokale Lebensräume, und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bringt mit dem Spielmobil „Bombus“ spielerisch Naturverständnis näher. Außerdem informiert Jenny Ohlenschlager von der HafenCity Universität über Hitzeorte in Wilhelmsburg.
Der BUND selbst bietet zahlreiche Stationen zu den Themen Boden, Wasser und Luft, ergänzt durch einen Imker, der Einblicke in die faszinierende Welt der Bienen gibt. Für wasserbegeisterte Besucher gibt es das Projekt „canoe4nature“, bei dem Naturerlebnis und aktiver Umweltschutz verbunden werden: Mit Kanus sammeln Teilnehmer Müll direkt aus der Elbe.
Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Der Foodtruck Café Colifata, Matzes Mampf sowie die Wildwuchsbrauerei sorgen für vielfältige Speisen und erfrischende Getränke.
Das Abendevent startet mit einem besonderen akustischen Erlebnis: flairdrum kreiert aus recycelten PET-Flaschen einen Klangraum, der zum Zuhören und selbst Mitmachen einlädt. Daran schließt die „Bat Night“ an, eine Fledermaus-Expedition, die den Inselpark mit spannenden Einblicken in die Nachtwelt bereichert. Den Abschluss bildet die Band „Danke für die Blumen“, die mit ihrem Indierockpop den Garten zum Beben bringt.
Das WiWiVille verbindet auf einzigartige Weise Natur, Kultur und Gemeinschaft und macht den Inselpark an diesem Tag zu einem besonderen Ort für alle, die Interesse an Umwelt, Musik und Begegnung haben. Ein Besuch lohnt sich für Familien, Naturfreunde und alle, die das wilde Leben der Elbinsel entdecken möchten.
Ein Fest als Spiegel des gesellschaftlichen Wandels
Natur- und Begegnungsfeste wie WiWiVille in Hamburg-Wilhelmsburg sind weit mehr als reine Freizeitveranstaltungen. Sie spiegeln einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, bei dem urbane Freiräume neu entdeckt und aktiv gestaltet werden – sowohl als Orte der Erholung als auch als Plattformen für Umweltbildung und Bürgerbeteiligung. Die zunehmende Reurbanisierung, gekoppelt mit wachsendem Umweltbewusstsein, verändert die Art, wie Menschen Natur in der Stadt erleben und welche Bedeutung solche Events für das Miteinander gewinnen.
Die urbanen Freiräume, wie im Wilhelmsburger Inselpark, fungieren dabei zunehmend als lebendige Bürgerforen. Sie bieten Raum für Austausch, demokratisches Engagement und gemeinschaftliche Aktionen, die der Gesellschaft neue Impulse geben. Besonders wichtig ist die authentische Nähe zur Natur. Kontakte zu Pflanzen, Tieren und natürlichen Lebensräumen tragen nachweislich zum Wohlbefinden bei. Gleichzeitig sensibilisieren sie für ökologische Herausforderungen, wie den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt.
Umweltbildung vor Ort wird dadurch zu einem Erlebnis, das emotional anspricht und praktische Handlungsmöglichkeiten aufzeigt. Veranstaltungen, bei denen Besucher:innen direkt mitwirken können – sei es beim Müllsammeln auf dem Wasser oder bei Experimenten zu Boden und Luft – machen Umweltschutz greifbar und fördern ein Gefühl der Verantwortlichkeit.
Stadtgrün als Bürgerforum
Naturerlebnisse in Städten sind heute Plätze, an denen sich Gemeinschaft formiert und neue Formen der Beteiligung entstehen. Wilhelmsburg zeigt, wie lokal verankerte Umweltinitiativen und Vereine zusammenkommen, um Wissen zu vermitteln und Interesse für den städtischen Naturraum zu wecken. Diese Orte verbinden Menschen unterschiedlichster Herkunft und Altersgruppen, die gemeinsam Aktivitäten genießen und gleichzeitig Elemente nachhaltiger Stadtentwicklung erleben. Der Naturerlebnisgarten fungiert hier als lebendiges Beispiel für die Ressource „Stadtgrün“ als integratives Forum.
Umweltschutz wird zum Erlebnis
Das aktive Einbeziehen der Besucher:innen in den Schutz ihrer Umwelt steigert nicht nur das Verständnis für ökologische Zusammenhänge, sondern schafft auch emotionale Bindungen. Solche Feste fördern das Bewusstsein für den Wert von Biodiversität, Wasserqualität oder städtischem Klima. Mit Musik, Theater und sinnlichen Erfahrungen entsteht ein ganzheitliches Bildungsangebot, das sich vom klassischen Unterricht abhebt. Hier wird Umweltschutz nicht belehrend vermittelt, sondern lebendig und einladend inszeniert.
Zentrale Gründe für die wachsende Beliebtheit von Natur- und Begegnungsfesten wie WiWiVille sind:
- Die steigende Nachfrage nach naturnahen Erholungsräumen in der zunehmend urbanisierten Gesellschaft
- Der Wunsch nach direktem Kontakt mit Natur, der mentale Entlastung vermittelt und soziale Verbindungen stärkt
- Das Angebot praxisnaher Umweltbildung mit partizipativen Elementen
- Die Chance zur aktiven Mitgestaltung städtischer Lebensqualität durch Bürgerbeteiligung
- Das Zusammenführen von Kultur, Natur und Gemeinschaft als integratives Erlebnis
Angesichts der Herausforderungen durch Klimawandel, Flächenverbrauch und soziale Spaltung bieten solche Events wichtige Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Ihre Rolle als Brückenbauer zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und als Erlebnisorte, die Wissen, Spaß und Engagement verbinden, wird künftig weiter zunehmen. Daraus ergibt sich die Perspektive, städtische Feste noch stärker in planerische Prozesse einzubinden und in vielfältige Netzwerkstrukturen zu integrieren. Nur so lassen sich urbane Freiräume dauerhaft als lebendige Orte des gesellschaftlichen Wandels erhalten und entwickeln.
Alle Informationen und Zitate dieses Beitrags basieren auf einer Pressemitteilung des BUND-Landesverbands Hamburg e.V.
12 Kommentare
Die Vielfalt der Speisen beim Fest ist ein großer Pluspunkt! Ich hoffe nur, dass auch vegetarische und vegane Optionen angeboten werden.
Das wäre wirklich toll! Eine gute Auswahl kann mehr Menschen anziehen und das Bewusstsein für gesunde Ernährung fördern.
Ja genau, ich bin gespannt auf die Gerichte! Vielleicht könnten wir Rezepte austauschen oder Tipps für umweltfreundliches Kochen teilen.
„Es ist wichtig, dass solche Feste zur Umweltbildung beitragen. Wie kann man das Bewusstsein in der breiteren Gemeinschaft weiter stärken? Gute Ansätze sind immer willkommen!“
Ich denke auch, dass Aufklärung sehr wichtig ist. Wir sollten alle aktiv an diesen Initiativen teilnehmen und unser Wissen teilen!
„Oh du schöner Schmetterling“ klingt nach einem wunderbaren Theaterstück! Gibt es Pläne für weitere Aufführungen oder Workshops für Kinder? Das könnte echt bereichernd sein!
„Ich stimme dir zu! Theater kann so eine starke Möglichkeit sein, Kindern Natur näherzubringen. Vielleicht könnten wir auch über andere Kunstformen sprechen?“
„Das würde ich auch gerne wissen! Die Kombination aus Natur und Kunst ist wirklich wichtig für die Entwicklung von Kindern. Welche anderen Programme gibt es noch?“
Die Idee mit den PET-Flaschen klingt wirklich innovativ! Ich frage mich, ob es andere ähnliche Projekte gibt, die diese Recycling-Idee weiterverbreiten können. Was denkt ihr darüber?
Das klingt nach einer tollen Initiative! Recycling sollte viel mehr gefördert werden. Gibt es vielleicht andere Feste in der Umgebung, die sowas auch anbieten?
Ich finde es super, dass das WiWiVille-Fest so viele umweltfreundliche Aktivitäten bietet. Es wäre interessant zu wissen, wie viele Besucher letztes Jahr kamen und ob das Fest weiterhin wachsen wird.
Ja, das wäre wirklich spannend! Vielleicht könnte man auch die Auswirkungen auf die lokale Umwelt besprechen? Ich hoffe, dass solche Feste mehr Menschen ansprechen.