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Vereine und Verbände informieren | Nachrichten vom 22.03.21

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Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt erneut gegen Tönnies Zulieferer in Rheda-Wiedenbrück | #Tierschutz

Berlin/Rheda-Wiedenbrück, 17.03.2021. Im Juli 2020 hat das Deutsche Tierschutzbüro Bildmaterial aus einem Tönnies-Zulieferbetrieb in Rheda-Wiedenbrück veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigten katastrophale Zustände in einer Schweinemast, in der ca. 1.000 Tiere gehalten werden. Viele der Schweine litten an Verletzungen, die ganz offensichtlich nicht behandelt wurden.

„Unzählige Schwänze und Ohren waren blutig gebissen, hier hätte der Mäster einschreiten müssen, dies tat er aber nicht“ kritisiert Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender vom Deutschen Tierschutzbüro. Im Video sieht man in einer Szene ein hervorstehendes, stark geschwollenes und blutiges Auge eines Schweins, das vermutlich auf diesem Auge erblindet ist. Eine andere Szene zeigt einen unbehandelten, Tennisball großen Abszess an einem Ohr.

„Solche gravierenden Verletzungen und Entzündungen passieren nicht über Nacht, hier scheint der Mäster seiner Fürsorge und Verantwortung nicht nachgekommen zu sein“ so Peifer. Das zeigte sich auch an den hygienischen Zuständen, u.a. drückte in einigen Bereichen der Mastanlage die Gülle durch die Spaltenböden nach oben. Zu einem vernichtenden Ergebnis kam auch Univ.-Prof (i.R.) Dr. Siegfried Ueberschär in einem Kurz-Gutachten. Er sieht dringend Handlungsbedarf und den Tatvorwurf der Tierquälerei erfüllt.

Die Tierrechtler*innen hatten damals sofort das zuständige Veterinäramt informiert. Dieses fand bei einer eingeleiteten Kontrolle die beschriebenen Missstände vor, einige der Tiere mussten notgetötet werden. Zudem wurde auch eine Überbelegung der Besatzdichte festgestellt. Die Zustände vor Ort waren so gravierend, dass das Veterinäramt selbst Strafanzeige gegen den Betreiber erstattete.

Auch das Deutsche Tierschutzbüro hatte damals Strafanzeige erstattet und als Beweis das entstandene Videomaterial beigelegt. Nach anfänglicher Ermittlung hatte die Staatsanwaltschaft Bielefeld das Verfahren überraschend Ende November 2020 eingestellt (Aktenzeichen: 756 Js 1187/20). In der Begründung hieß es, es sei nicht zweifelsfrei nachweisbar, dass das Bildmaterial in dem Stall entstanden ist. Möglicherweise sei es auch manipuliert. „Das ist völlig absurd und eine ganz faule Ausrede, nicht ermitteln zu wollen“ kritisiert Peifer die Staatsanwaltschaft in Bielefeld.

Das übersandte Videomaterial umfasst knapp zwei Stunden, ist ungeschnitten und damit durchlaufend. Als Datumsbeleg wurde eine Tageszeitung abgefilmt, sowie die Gegebenheiten des Stalls und ein GPS Gerät aufgezeichnet. Somit ist das Videomaterial zweifelsfrei in diesem Betrieb entstanden und selbst der Betreiber der Mastanlage hat auf den Aufnahmen seinen Stall wiedererkannt.

Das Deutsche Tierschutzbüro hat Anfang des Jahres Beschwerde gegen die Einstellung eingelegt und der Staatsanwaltschaft Bielefeld glaubhaft dargestellt, dass das Bildmaterial authentisch und nicht manipuliert ist. „Offenbar ist die Staatsanwaltschaft nun auch überzeugt davon, dass die Bilder aus dem Stall sind, denn die Ermittlungen wurden wieder aufgenommen“ so Peifer. Auch Tönnies hatte, nachdem ein leitender Mitarbeiter den Stall persönlich besichtigt hatte, keinen Zweifel an der Echtheit der Aufnahmen und beendete damals zeitweise die Zusammenarbeit.

„Immer wieder decken wir und auch andere Organisationen massive Tierschutzverstöße auf. Ich kann nicht verstehen, warum Menschen immer noch Fleisch und tierische Produkte essen, denn wir können dieses System der Tierquälerei nur beenden, indem wir aufhören Tiere zu töten“ so Peifer abschließend.

Bildmaterial aus der Schweinemast senden wir Ihnen auf Anfrage zu. Gerne stellen wir auch das ungeschnittene Rohmaterial (2 Std.) und eine Eidesstattliche Versicherung zur Verfügung.

Weitere Informationen unter https://www.tierschutzbuero.de/toennies-toetet

Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig. Weitere Informationen unter https://www.tierschutzbuero.de 

Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Pressestelle
Streustraße 68
13086 Berlin

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Quelle: www.tierschutzbuero.de


Schulterschluss gegen Corona und Regulierungen gefordert | #Corona

Sebastian Lazay, Präsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), Christian Baumann, Bundesvorsitzender des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), und Dr. Andreas Weber, Direktor Prävention der VBG, unterhielten sich über Entwicklungen der Zeitarbeitsbranche in der Coronakrise. Die Moderation – auch der gesamten Veranstaltung – übernahm wie gewohnt die Journalistin Conny Czymoch.

Schlagartiger Einbruch

Zunächst unterstrichen Baumann und Layzay den Unterschied der jetzigen Situation zur Wirtschaftskrise 2008/2009: „Wir hatten kein Szenario, Corona war absolut neu und wir mussten uns auf der Stelle anders orientieren“, eerläuterte der iGZ-Bundesvorsitzende rückblickend. Lazay drückte es in Zahlen aus „2008/09 haben wir in drei Monaten 70 Prozent Umsatz verloren. In der Coronakrise verbuchte ich ein Minus von 80 Prozent in zwei Tagen. Das war eine wirtschaftliche Vollbremsung.“ Wichtig sei die schnelle Umsetzung von Kurzarbeit für die Zeitarbeitsbranche gewesen, waren sich beide einig.

VBG-Impulse

Andreas Weber unterstrich, die VBG werde im Angesicht der Pandemie weitere Impulse iun Sachen Prävention setzen: „Den Weg können wir aber nur gemeinsam beschreiten.“ Die VBG unterstütze aktuell in allen Fragen rund um Coronamaßnahmen und berate weiterhin zu Arbeitsschutz und Prävention.

Eigene Konzepte

Baumann ergänzte, dnach dem ersten Lockdown sei die Zeitarbeit in Zusammenarbeit mit der VBG mit ihren Konzepten deutlich weiter gewesen als die Einsatzunternhehmen. Beispiele dafür seien die Testung, Aufteilung von Schichten, Sicherheitskleidung und etwa Schutzausrüstung. Auch über Knüppel, die zwischen die Zeitarbeitsbeine geworfen wurden, sprach die Runde: Die Allgemeinverfügung für Schleswig-Holstein sei, so Baumann, schlichtweg sehr schockierend gewesen. Unter anderem kritisierte er die Kurzfristigkeit der Realisierung. Die Verfügung, die ursprünglich Zwangstests für Zeitarbeitnehmer vorsah,  sei ohne jegliche Berücksichtigung erlassen worden. „Das entzog sich jeglicher Neutralität“, ärgerte sich der iGZ-Bundesvorsitzende. Es sei gut, dass diese Version der  Allgemeinverfügung nun vom Tisch sei.

Schlecht, dumm, abwegig

Mit dem sektoralen Verbot der Zeitarbeit in der Fleischindustrie sprache das Trio eine weitere Restriktion der Branche an. „Verstöße wurden bei Einsätzen von Zeitarbeitnehmern gar nicht festgestellt“, erklärte Lazay. Das Verbot sei schlecht, dumm und abwegig. Zeitarbeit habe keine höheren Infektionszahlen als andere Branchen. „Es ist höchste Zeit für eine Verfassungsbeschwerde. BAP und iGZ werden gemeinsam rechtlich dagegen vorgehen“, kündigten die Verbandsvertreter an.

Einsatzbetriebe profitierten

„Das Verbot hat auch die VBG überrascht. Wir haben während der Pandemie kein Infektionsgeschehen festgestellt, das gehäuft durch die Zeitarbeit verursacht wurde“, bestätigte Weber denn auch. Baumann ergänzte: „Viele Coronatests wurden von den Zeitarbeitsfirmen selbst initiiert. Davon profitierten auch die Einsatzbetriebe.“

Enger Schulterschluss

Das zeige auch die Haltung im Markt im Umgang mit Zeitarbeitnehmern. Die Zeitarbeit in der Pflege sei hochbelastet. „Wir kämpfen in Nachtschichten für die Impfungen, das ist eine absolute Frechheit“, fasste der iGZ-Bundesvorsitzende den status quo zusammen. Die Zeitarbeitsbranche brauche den engen Schulterschluss mit Einsatzbetrieben und politischen Institutionen, um die Leistungen in der Coronapandemie zu koordinieren. Er appellierte, die Branche brauch In den nächsten zwölf Monaten Ruhe und Planungssicherheit, weil die Kassen leer seien. „Zeitarbeit muss dereguliert werden, um nicht am Ende das aufsammeln zu müssen, was politisch gerade mal übrig bleibt.“ (WLI)

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Quelle: ig-zeitarbeit.de


UN-Weltwasserbericht 2021: Der Wert von Wasser | #Ernährung

Es fehlt weltweit an Investitionen für die lebenswichtige Ressource Wasser

Wasser wird weltweit viel zu oft als selbstverständlich angesehen, privatisiert, verschmutzt und verschwendet. Wasser muss einen höheren Stellenwert bekommen. Das fordert der Weltwasserbericht 2021 „Wasser bewerten und wertschätzen“, den die UNESCO im Auftrag der Vereinten Nationen erstellt hat. Der Bericht zeigt, dass zwar ein weltweiter Konsens bestehe, dass Wasser überlebenswichtig und ein Menschenrecht sei, dass aber die praktische Umsetzung bei weitem nicht ausreiche. Der Weltwasserbericht wird am 22. März, dem Weltwassertag, veröffentlicht.

Der Bericht zieht ein ernüchterndes Fazit: Das Bewusstsein ist zwar vorhanden, dass Gesundheit, Hygiene, Landwirtschaft und Industrie ohne sauberes Wasser nicht möglich sind. Die Weltgemeinschaft hat auch festgestellt, dass sicheres Wasser und sanitäre Dienstleistungen ein Menschenrecht und eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sind. Dennoch fehlen weltweit im politischen Alltag Aufmerksamkeit und Investitionen für die lebenswichtige Ressource. Der Weltwasserbericht zieht daraus die Schlussfolgerung, dass der Wert des Wassers für konkrete politische Entscheidungen genauer bestimmt werden müsse. Der Weltwasserbericht wirbt dafür, den Wert von Wasser mit neuen Methoden zu bemessen.

„Der Weltwasserbericht 2021 schlägt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis. In Sonntagsreden sind wir uns über den Wert des Wassers einig, im Alltag vergessen wir ihn. Man kann die Bedeutung von Wasser eben nicht mit dem Preis der Bereitstellung für Industrie, Landwirtschaft und Haushalte gleichsetzen. Vor allem muss auch berücksichtigt werden, welchen Wert Wasser für Ökosysteme und damit als menschliche Lebensgrundlage hat. Auch werden große Wasserinfrastrukturprojekte wie Staudämme ebenfalls zu selten nach Kosten und Nutzen bewertet. Eine echte Transformation ist erforderlich.“ fordert Ulla Burchardt, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission.

Weltweit haben aktuell 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. 4,2 Milliarden Menschen – also mehr als 55 Prozent der Weltbevölkerung – haben keine sicheren Sanitäranlagen. Etwa vier Milliarden Menschen leben in Regionen, die in mindestens einem Monat pro Jahr von hoher Wasserknappheit betroffen sind. Die Pro-Kopf-Kapazität von Stauseen nimmt ab, einerseits auf Grund von Bevölkerungswachstum und andererseits wegen der Ablagerung von Sedimenten. Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum und veränderte Konsumgewohnheiten führen dazu, dass der globale Wasserverbrauch weiter um etwa 1 Prozent pro Jahr ansteigt. Im weltweiten Mittel verbraucht die Landwirtschaft 69 Prozent der Wasservorräte aus Flüssen, Seen und Grundwasserleitern. In Deutschland ist die Lage anders, hier machen Energieversorgung, Bergbau und verarbeitendes Gewerbe 77 Prozent aus. Da die Weltbevölkerung weiter wächst, bräuchte es bei unveränderten Trends 50 Prozent mehr Bewässerung in der Landwirtschaft bis 2050 – allerdings fehlt dafür das Wasser. Das heißt, dass in der Landwirtschaft eine viel effizientere Wassernutzung nötig ist, was gerade auch eine andere Bewertung von Wasser erfordert.

Die Weltpolitik hat die Bedeutung von Wasser durchaus erkannt. So zählen „Wasserkrisen“ seit Jahren durchgängig zu den Top-5-Risiken des World Economic Forum. Auch für die Hälfte aller Großinvestoren ist Wassermangel längst ein Thema. Die Weltbank hat 2016 berechnet, dass Wassermangel die Wirtschaft vieler Staaten bald in eine Schrumpfungsspirale ziehen könnte. Mit Nachhaltigkeitsziel 6 der Agenda 2030 ist die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen auch offiziell zu einem Menschheitsziel erklärt worden. Bis 2030 soll für alle Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen sichergestellt sein.

Der Weltwasserbericht stellt aber fest, dass aus diesen Erkenntnissen zu wenig Konsequenzen folgen. Zum Beispiel werde viel zu wenig in wasserwirtschaftliche Infrastruktur investiert. Eine aktuelle Studie der Weltbank ergibt, dass die Einnahmen aus den Wassernutzungsgebühren gerade mal bei einem Drittel der weltweiten Versorgungsunternehmen für die anfallenden Betriebs- und Wartungskosten der Wasserinfrastruktur ausreichen. Kosten für den Bau der Infrastruktur sind hier noch nicht eingerechnet.

Deutsche Kurzfassung des Weltwasserberichts

Vollversion des Weltwasserberichts und weiteres Pressematerial (engl.)

Website der UNESCO zum Weltwasserbericht (engl.)

Weltwasserbericht 2021 – Facts and Figures (engl.)

Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission zu „Wasser und Ozeane“

Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission

Verantwortlich: Sabine Luft

Deutsche UNESCO-Kommission
Martin-Luther-Allee 42
53175 Bonn


Unsere heimischen Wildtiere haben jetzt Nachwuchs | #Tierschutz

VIER PFOTEN gibt Tipps für einen achtsamen Spaziergang im Grünen

Hamburg, 22. März 2021 – Spaziergänge in freier Natur gehören sicherlich zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten während der Corona-Pandemie. Doch unsere Wälder sind nicht nur Erholungsraum für uns Menschen, sondern in erster Linie Lebensraum für eine große Anzahl von Wildtieren. Eva Lindenschmidt, Diplom-Biologin bei TIERART, einer Wildtierstation von VIER PFOTEN, gibt Tipps, wie wir uns im Wald verhalten sollten, um unsere heimischen Wildtiere zu schützen.

Wildtiere haben eine natürliche Scheu vor dem Menschen und meiden den Kontakt, so dass direkte Begegnungen mit ihnen eher selten vorkommen. Sie wittern uns schon lange, bevor wir sie wahrnehmen und ziehen sich unmittelbar in geschützte Bereiche zurück, wo sie Unterschlupf finden und sich verstecken können. Auch sind Wildtiere generell Menschen gegenüber nicht aggressiv. In bestimmten Situationen kann dennoch Vorsicht geboten sein, etwa bei der Begegnung mit Wildschweinen.

Vorsicht bei Wildschweinen mit Nachwuchs

„Wildschweine sind in unseren Wäldern und mittlerweile auch in Städten und Siedlungen sehr weit verbreitet und sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv. Mit Hilfe ihres exzellent ausgeprägten Geruchssinns bemerken sie sich nähernde Menschen schon aus weiter Entfernung und laufen davon. Wildschweine sind friedfertige Tiere, jedoch können führende Bachen d.h. weibliche Tiere mit Frischlingen aggressiv reagieren, wenn sie Gefahr für ihren Nachwuchs fürchten. Bei Begegnungen mit Wildschweinen ist es ratsam, Ruhe zu bewahren und sich aus ihrem Umfeld zu entfernen. Bachen mit Nachwuchs sollte man sich auf keinen Fall nähern oder sich gar zwischen Mutter und Frischlinge stellen, um keinen Angriff zu provozieren“, erklärt Eva Lindenschmidt, Diplom-Biologin bei TIERART, Wildtierstation von VIER PFOTEN.

Beim Durchwandern von Dickicht oder Maisfeldern kann es passieren, dass man unverhofft direkt auf eine solche Familie trifft und bedroht oder in seltenen Fällen gar angegriffen wird. „Zur eigenen Sicherheit und auch aus Rücksicht auf die Ruhebereiche von Wildschwein und Co. sollten Waldwege und Wanderrouten daher nicht verlassen werden. Insbesondere dämmerungs- und nachtaktive Tiere ziehen sich tagsüber gerne ins Dickicht zurück und könnten durch das Eindringen von Menschen aufgeschreckt werden. Damit nachtaktive Waldbewohner ungestört auf Nahrungssuche oder Beutejagd auf Wiesen und Feldern gehen können, sollten sich Spaziergänger außerdem nach Einbruch der Abenddämmerung nicht mehr im Wald aufhalten“, ergänzt die Expertin.

Nicht jedes Jungtier ist verwaist

Im Frühling ist zu beachten, dass zu dieser Jahreszeit die Jungtiere zur Welt kommen und gerade dann Störungen weitreichende Folgen haben können. Wer Wildtiere mit ihrem Nachwuchs sichtet, sollte sich umgehend leise und zügig entfernen. Dies gilt auch, wenn Jungtiere ohne ihre Mutter aufgefunden werden. „Feldhasen oder Rehe beispielsweise lassen ihre Jungen oft viele Stunden am Tag alleine. Sie kehren in regelmäßigen Abständen zum Säugen zurück, entfernen sich aber dann rasch wieder, um auf Nahrungssuche zu gehen und keine Aufmerksamkeit möglicher Beutegreife auf das Jungtier zu lenken“, weiß Eva Lindenschmidt. „Die Kleinen verharren in der Zwischenzeit regungslos im Gras und laufen auch meist nicht davon, wenn ein Mensch sich nähert. Dies ist vollkommen normal und kein Grund, diese Tiere aufzusammeln oder anzufassen. Auch hier gilt: entfernen Sie sich zügig, um jeglichen Stress für das Tier zu vermeiden oder gar die in der Nähe befindliche Mutter zu verjagen.“

Hunde bitte an die Leine nehmen

Auch Hunde sollten unbedingt, zumindest während der Frühjahrs- und Sommermonate, angeleint bleiben. Jedes Jahr kommt es vielfach zu Verletzungen junger Wildtiere durch freilaufende Hunde, die dadurch vermieden werden könnten.

Hände weg von jungen Wildtieren

„Wer ein vermeintlich krankes, verletztes oder verwaistes Wildtier auffindet und sich unsicher ist, ob es Hilfe benötigt, sollte nicht zögern, zunächst eine fachkundige Stelle um Rat zu fragen, bevor er selbst handelt und das Tier möglicherweise grundlos einsammelt. Ansprechpartner in solchen Fällen sind Wildtierstationen, örtliche Naturschutz- oder Tierschutzvereine, Förster, Jäger oder die Polizei. Es ist zu beachten, dass die Nähe und Berührung durch Menschen eheblichen Stress bei Wildtieren verursacht. Insbesondere verletzte Tiere, die zusätzlich unter Schmerzen leiden, können in Panik geraten, sich dadurch noch stärker verletzen oder auch kräftig zubeißen“, so der Rat der Expertin.

Müll zerstört den Lebensraum

Auch sollte es selbstverständlich sein, keinen Müll im Wald zurückzulassen. Weggeworfene Dosen oder Plastiktüten verschmutzen nicht nur unsere Umwelt, sie können auch zur Gefahr für Tiere werden, die sich darin verfangen oder daran verletzen. Glasflaschen oder weggeworfene Zigaretten können unter Umständen bei trockener Witterung sogar Waldbrände auslösen. Wer Erholung draußen in der Natur sucht, sollte darauf bedacht sein, unsere heimischen Wildtiere in ihrem Lebensraum nicht zu stören oder zu gefährden und entsprechend Rücksicht zu nehmen. Die Begegnung mit einem Wildtier, das man aus sicherer Entfernung in seinem natürlichen Umfeld beobachten darf, kann bei einem solchen Ausflug ein ganz besonderes Erlebnis sein.

VIER PFOTEN –
Stiftung für Tierschutz

Schomburgstraße 120

22767 Hamburg


Die notwendige Durchimpfung darf nicht an Regelungswut ersticken | #Impfung

PM des Hartmannbundes Bayern: Die notwendige Durchimpfung darf nicht an Regelungswut ersticken

Locher: Die notwendige Durchimpfung darf nicht an Regelungswut ersticken

Der Vorsitzende des bayerischen Hartmannbundes, Prof. Wolfgang Locher, hat angesichts des erneuten Impfstarts mit AstraZeneca bei gleichzeitig stetig steigenden Corona-Infektionszahlen die bayerische Landesregierung aufgefordert, die Spielräume bei der Impfung mit AstraZeneca deutlich zu erhöhen. „Die Durchimpfung der Bevölkerung hat höchste Priorität – nur so können wir zu einem normalen Leben zurückkehren“.

„Es ist Teil unserer ärztlichen Aufgabe, Ermessensentscheidungen zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten zu treffen. Als Hausarzt kenne ich außerdem die individuellen Risikofaktoren meiner Patientinnen und Patienten“, so Wolfgang Gradel, stellvertretender Vorsitzender des Hartmannbundes in Bayern. Alle verfügbaren Impfdosen müssen effizient und medizinisch sinnvoll eingesetzt werden. Dies Bedarf ein maximales Maß an gesundem Pragmatismus und weniger Impfbürokratismus, um endlich voranzukommen. „Lieber mal improvisieren als übermäßig priorisieren“, plädiert Gradel. Dass die in Kürze in Kraft tretende neue Impfverordnung den Ärztinnen und Ärzten in dieser Hinsicht ohnehin mehr Spielräume ließe, spreche umso mehr für dieses Vorgehen.

Den Text der Pressemeldung finden Sie auch in der Anlage bzw. auf der Homepage des Verbandes
(
https://www.hartmannbund.de/der-verband/landesverbande/bayern/#pressemitteilung)


E-Commerce ist maßgeblicher Leistungs- und Innovationsträg er für die gesamte deutsche Wirtschaft | #Wirtschaft

Neue bevh-Studie belegt: E-Commerce ist maßgeblicher Leistungs- und Innovationsträger für die gesamte deutsche Wirtschaft – über 1,2 Millionen Menschen sind im digitalen Handel beschäftigt und steigern den Wohlstand um über 100 Milliarden Euro jährlich

Berlin, 22. März 2021 | E-Commerce ist im 26. Jahr seines Bestehens in Deutschland zum starken Treiber von Wohlstand und Arbeit geworden und trägt jährlich allein schon 100 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Über die direkt zurechenbaren Umsätze und Gewinne hinaus stimuliert
E-Commerce Wachstum auf allen Handelsstufen, bei Lieferanten und Dienstleistern. Vor allem aber mehrt E-Commerce den gesellschaftlichen Wohlstand, wie eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Copenhagen Economics (CE) im Auftrag des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) erstmals berechnet hat.

Die E-Commerce Branche beschäftigt direkt und indirekt über 1,2 Millionen Menschen
(1.256.400 Beschäftigte und damit nur etwas weniger als die Automobilindustrie in Deutschland mit 1.283.000 Beschäftigten), wobei auf 100 neue Arbeitsplatze im E-Commerce weitere 66 im Umfeld entstehen. Mit 100 Milliarden Euro an Wertschöpfung trägt der Sektor außerdem fast drei Prozentpunkte (2,9) zum Bruttoinlandsprodukt bei, so die Studie. Zum Vergleich: Der Beitrag zum BIP durch die deutsche Automobilindustrie liegt mit 4,9 nur 2 Prozentpunkte höher.

Der E-Commerce verändert als Innovator die Handelsbranche und leistet wichtige, jetzt messbare Beiträge für das Gemeinwohl. Er ist Bestandteil und Treiber der tiefgreifenden digitalen Transformation der deutschen Wirtschaft“, sagt Gero Furchheim, Präsident des bevh und Sprecher des Vorstands,
Cairo AG. „Eine klare Trennung von Online und Offline wird auf allen Handelsstufen immer seltener. Die verschiedenen Wege ergänzen sich vielmehr. Gerade auch während des Lockdowns hat der
E-Commerce den betroffenen Unternehmen helfen können, ihre Kunden weiter zu erreichen.“

Dabei spielten auch Marktplätze wie Amazon, Mercateo, Otto.de oder Zalando eine wichtige Rolle, indem sie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Einstieg in den Online-Handel erleichterten.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren vom E-Commerce in besonderem Maße: Bei ihnen liegt der Anteil des Online-Vertriebs am Umsatz um zehn Prozentpunkte über dem Mittelwert.

„E-Commerce fördert die Vielfalt, denn kleine Unternehmen können mit nur geringen Eintrittshürden in den Onlinehandel starten. Digital werden zusätzliche Kunden unabhängig vom Standort angesprochen, bedient und gebunden. Auch das Unternehmen, das ich leite, wurde von inhabergeführten Fachgeschäften gegründe, um gemeinsam Versandhandel und jetzt E-Commerce zu betreiben. Qualität, Service und eine persönliche Handschrift führen auch und gerade im Onlinehandel zum Erfolg. Es ist an der Zeit, dass die Politik die reale Veränderung in der Wirtschaft akzeptiert und die Chancen von Wandel und Innovation positiv begleitet, statt auf Bewahren zu setzen“, so Gero Furchheim weiter.

Weitere relevante Erkenntnisse der Studie:

  • Insbesondere in ländlichen Räumen wirkt sich der E-Commerce positiv aus: Einerseits durch Investitionen in strukturschwache Gebiete, etwa beim Ausbau der Liefer-Logistik; andererseits, weil sich für Kunden dort die Vielfalt des Angebots erhöht. Menschen auf dem Land bekommen durch die Online-Option dieselbe Produkt-Auswahl wie Bewohner größerer Städte.
  • E-Commerce trägt zur Stabilisierung der Verbraucherpreise bei, ohne das Preisniveau im Mittel zu senken. Mit nur 0,2 Prozent niedrigeren im E-Commerce erzielten Verbraucherpreisen kann von einem Preisverfall im Internet keine Rede sein.
  • E-Commerce schafft leichteren Zugang zu einer größeren Menge an vielfältigeren Produkten. So steigert er den „Consumer Welfare” in Deutschland um bis zu 3 Prozent.
  • E-Commerce hat großen Einfluss auf den Direktvertrieb. Immer mehr Produzenten nutzen das Internet, um direkt mit ihren Angeboten Kunden zu erreichen: Jeder fünfte Online-Kauf findet im Shop eines Herstellers oder Erzeugers statt.
  • Deutschland ist ein Netto-Profiteur des internationalen E-Commerce. Durch eine Verlagerung von Offline- zu Online-Einkauf innerhalb und zwischen den EU-Ländern steigt das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland. Für das Jahr 2019 errechnet sich ein positiver Saldo von 5 Milliarden Euro.
  • Die E-Commerce-Umsätze zwischen Unternehmen (B2B) erreichen heute schon fast die vierfache Höhe der mit Endkunden (B2C) erzielten Umsätze

Sigurd Naess-Schmidt, Partner bei Copenhagen Economics, sieht die Studie als Auftrag an Politik und Gesellschaft für eine angemessenere Bewertung des E-Commerce: „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass E-Commerce durch die wirtschaftliche Aktivität, die in der gesamten Wertschöpfungskette der Produktion und des Vertriebs von Waren und Dienstleistungen an Unternehmen und Verbraucher entsteht, einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft hat. Unsere Studie liefert eine Schätzung dieses direkten und indirekten Beitrags zum BIP. Die eigentliche wirtschaftliche Wertschöpfung liegt jedoch zweifellos in den Produktivitätsgewinnen und dem erhöhten Wohlstand der Verbraucher, der sich unter anderem aus einem breiteren Produktangebot ergibt, sowie aus der Möglichkeit, die Anbindung abgelegener Gebiete zu verbessern, wodurch kleinere Unternehmen und Verbraucher Teil der E-Commerce-Wertschöpfungskette werden können. Unsere Studie enthält eine Reihe von Beispielen, in denen wir den Wert solcher Wohlfahrts- und Produktivitätsgewinne für die Verbraucher quantifiziert haben. Wir freuen uns daher, diesen Beitrag zu der so dringend notwendigen politischen Diskussion leisten zu können.“

Copenhagen Economics hat die Studie zwischen Oktober 2020 und Dezember 2020 durchgeführt. Weitere Informationen zu unserer neuen bevh-Studie „Die Auswirkungen des E-Commerce auf die deutsche Wirtschaft“ finden Sie hier. Die Studie ist dort komplett verfügbar.

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)
Friedrichstraße 60 (Atrium)
10117 Berlin


MEDI macht’s möglich: Yoga in der Pause | #Gesundheit

Yoga ist gesund und macht glücklich ­– das beweisen zahlreiche Studien. Um die Kollegen gut durch diese Krisenzeiten zu lotsen, bietet MEDI-Mitarbeiterin Jasmin Ritter jetzt Yoga in der Mittagspause an, ganz digital und Corona-konform.

Ritter ist nicht nur Fachbereichsleiterin der Facharztverträge bei MEDI, sondern auch ausgebildete Yogalehrerin. Ein Glück für die Kollegen: Seit einigen Wochen kommen auch sie in den Genuss der jahrtausendealten indischen Praktiken für Körper und Geist. Jeden Donnerstag gibt es per Video aus dem Homeoffice von Ritter eine halbstündige Yoga-Session. „Ich habe selber gemerkt, wie gut es mir tut, wenn ich die Mittagspause für eine kurze Yogaeinheit nutze. Ich wollte meine Kollegen daran teilhaben lassen. Neben Körper und Geist stärkt es auch unser Gemeinschaftsgefühl, zumal viele von uns sich gerade gar nicht mehr sehen“, erzählt die 35-jährige Gesundheitsökonomin.

Mentales Refreshing
Viele Mitarbeiter haben das Angebot sofort dankbar angenommen. In der Mittagspause wählen sie sich in das Videoprogramm ein und folgen den Übungen ihrer Kollegin: „Das ist super. Durch das viele Sitzen, gerade im Homeoffice, verkürzen sich die Muskeln vor allem im Beckenbereich. Da ist Yoga sehr hilfreich. Außerdem ist es für mich wie ein mentales Refreshing. Meine Kollegin macht das ganz toll“, erzählt Lars Keilbach aus der IT-Abteilung begeistert. Auch er ist schon ein erfahrener Yogi und vermisst seine Stunden im Studio. Er versteht nicht, dass viele Männer Yoga immer noch als „Frauenangelegenheit“ abtun. „Viele Workouts basieren auf Yoga-Übungen“, erklärt er.

Positive Wirkung auf Blutdruck und Psyche
Zahlreiche Studien zeigen: Yoga wirkt sich positiv auf unser Gehirn und unsere Psyche aus. Es lindert Angststörungen und somatische Beschwerden und hat eine blutdrucksenkende Wirkung.

„Unser Alltag hat sich durch die Pandemie komplett verändert. Alle Hobbies und Beschäftigungen sind eingeschränkt. Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, dass wir Routinen entwickeln, etwas für uns tun. Da kann Yoga helfen, mit Ängsten und Sorgen umzugehen, um psychisch gesund zu bleiben“, empfiehlt Ritter.

Auch Carina Willbold, Teamleiterin der Vertragsumsetzung, ist seit der ersten Stunde mit dabei. „Für mich ist es die perfekte Auszeit. Eine kleine Oase der Ruhe mitten am Tag. Die Yogaeinheit ist sehr auf Atmung und Entspannung fokussiert, sodass ich mit einem ganz anderen Mindset und voller Energie in die zweite Arbeitshälfte starte“, schwärmt Willbold.

Yoga an die Bedürfnisse anpassen
Die positiven Wirkungen von Yoga hat Ritter bereits in ihrem Studium erfahren. Als Ausgleich zum stundenlangen Lernen am Schreibtisch hat sie vor neun Jahren einen Kurs besucht. Seitdem ist sie dabeigeblieben, hat – neben dem Beruf – eine zertifizierte Ausbildung abgeschlossen und unterrichtet gelegentlich in einem Yogastudio – wenn es die Pandemie zulässt.

Wenn sie es zeitlich schafft, praktiziert sie rund viermal die Woche über eine Stunde Yoga. „Ich könnte darauf nicht mehr verzichten. Das Schöne ist, dass man Yoga jeden Tag an seine Bedürfnisse anpassen kann. Nach einem anstrengenden Arbeitstag fühle ich mich schon nach einer halben Stunde wesentlich entspannter“, berichtet Ritter.

In den Büroräumen von MEDI gibt es mittlerweile einen Raum für Rückenschule. „Vielleicht können wir den Raum irgendwann gemeinsam auch für regelmäßige Yoga-Einheiten in der Mittagspause nutzen“, hofft Keilbach.

Tanja Reiners

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.medi-verbund.de


Branchenlösung Bitumen beim Heißeinbau von Walz- und Gussasphalt | #Wirtschaft

Branchenlösung Bitumen beim Heißeinbau von Walz- und Gussasphalt

Die walz- und gussasphaltverarbeitende Branche stand im November 2019 vor einer Mammutaufgabe. Der Ausschuss für Gefahrstoffe hatte einen sehr niedrigen Arbeitsplatzgrenzwert für Dämpfe und Aerosole, die bei der Heißverarbeitung von Destillations- und Air-Rectified Bitumen entstehen, neu festgelegt. Eine 5-jährige Übergangsfrist bis 31.12.2024 wurde nur unter der Maßgabe gewährt, dass eine Branchenlösung gemeinsam mit der BG BAU und der IG BAU erarbeitet wird.

Nun liegt die Branchenlösung vor. Darauf haben sich die im Koordinierungsausschuss Bitumen vereinten Verbände HDB, ZDB, BVMB, DAV, BGA und VDMA sowie die BG BAU und IG BAU geeinigt. Bauverbände, maschinen- und asphaltherstellende Industrie haben gemeinsam in den vergangenen Monaten Maßnahmen identifiziert, bei deren Anwendung die Expositionshöhen der Dämpfe und Aerosole aus Bitumen im Walz- und Gussasphaltbau signifikant verringert werden.

Der Vorsitzende des Koordinierungsausschuss Bitumen, Martin Ziegenberg, führt dazu aus: „Die nun fertig gestellte Branchenlösung stellt einen Meilenstein zur Sicherung der Asphaltbauweise – vor allem im Verkehrswegebau – auch für die Zukunft dar. Gleichzeitig zeigen die vom Arbeitsplatzgrenzwert betroffenen Wirtschafts- und Industriezweige, welch hohen Stellenwert der Arbeitsschutz ihrer Beschäftigten einnimmt.“

„Die Maßnahmen der Branchenlösung sind ein zielführender Weg, den Gesundheitsschutz im Asphaltbau zu verbessern“, erklärt Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. „Durch Arbeitsschutzprämien zur Nachrüstung von Bestandsmaschinen mit Techniken zur Reduzierung der Belastungen unterstützt die BG BAU die Aktivtäten der Branche. Investitionen in den Arbeitsschutz wie Absaugeinrichtungen an Fertigern oder fernbedienbare Auslassöffnungen an Rühr-werkskesseln lohnen sich jetzt gleich doppelt.“

Carsten Burckhardt, Vorstandsmitglied der IG BAU: „Mit der Branchenlösung Bitumen haben wir eine Reduzierung der Belastung der Arbeitsplätze im Asphaltstraßenbau erreicht. Nun ist es unsere gemeinsame Aufgabe mit den Sozialpartnern und unseren Betriebsräten alles zu tun, damit die Ergebnisse der Branchenlösung Bitumen auf den Arbeitsplätzen eingehalten werden.“

Die Branchenlösung wird am 23. März 2021 durch die Verbände sowie BG BAU und IG BAU auf deren Websites veröffentlicht und steht dort zum kostenlosen Download bereit.

BAUINDUSTRIE

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.

Kurfürstenstraße 129 – 10785 Berlin


Ladeinfrastruktur für Elektro-Pkw auch in Mehrfamilienhäusern ermöglichen – eigenes Förderprogramm notwendig | #Energie #Immobilien

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen

Ladeinfrastruktur für Elektro-Pkw auch in Mehrfamilienhäusern ermöglichen – eigenes Förderprogramm notwendig

Gemeinsamer Brief an Minister Altmaier, Scheuer und Scholz – Enorme Investitionen können nicht von Immobilienbesitzern und Mietern allein getragen werden – Elektrische Infrastruktur der meisten Häuser entspricht heute den Anforderungen der 1980er-Jahre

Berlin – Automobilindustrie, Energie- und Wohnungswirtschaft haben in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesminister Andreas Scheuer (BMVI), Peter Altmaier (BMWi) und Olaf Scholz (BMF) auf den notwendigen Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in und an Mehrfamilienhäusern mit vermieteten Wohnungen hingewiesen.

„Wir wollen, dass auch diese Gebäude für die Anforderungen von morgen fit gemacht werden, um die Potenziale für die Elektromobilität zu heben“, heißt es in dem Schreiben. Angesichts der enormen Investitionen sprechen sich die Branchenverbände für ein „eigenständiges Förderprogramm“ für entsprechend leistungsfähige Elektro-Infrastrukturen im Mehrfamilienhausbereich aus. Eine weitere Option sei die Einbindung in ein Förderprogramm für gewerbliches Laden. Die drei Verbände haben den Bundesministern einen konzeptionellen Vorschlag für ein solches Förderprogramm vorgelegt.

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung und Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), sowie Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), betonen in dem gemeinsamen Schreiben, dass die Verbände die Ziele der Bundesregierung hinsichtlich der elektromobilen Zukunft des Verkehrssektors unterstützen.

Allerdings gebe es – neben rechtlichen und steuerlichen Hemmnissen beim Betrieb von Ladeinfrastrukturen und -einrichtungen durch Wohnungsunternehmen – vor allem auch technische Herausforderungen, die bisher in der Öffentlichkeit kaum diskutiert worden seien.

VDA, BDEW und GdW nennen drei wesentliche Problemfelder, die die Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen stellen:

Erstens weisen Bestandsgebäude eine elektrische Infrastruktur auf, die zwar sicher und normgerecht instandgehalten wird. Die meisten Anlagen sind allerdings für Anforderungen gebaut worden, die denen der 1980er-Jahren entsprachen. Bei zukünftigen Anforderungen im Zusammenhang mit dem Laden von Elektro-Pkw, dem Betrieb von Photovoltaik-Anlagen sowie der künftigen Wärmeversorgung mit Wärmepumpen werden laut VDA, BDEW und GdW die Anlagen „regelmäßig an ihre Grenzen kommen“.

Zweitens weisen die Verbände darauf hin, dass – anders als im Ein- und Zweifamilienhaus-Bereich – in einem Mehrfamilienhaus eine gleichzeitige Versorgung von verschiedenen Haushalten stattfindet. Bisher würden die Hausanschlüsse effizient genutzt, „es gibt aber wenig Reserven, wenn sehr viel Strom gleichzeitig benötigt wird“.

Wenn immer mehr Pkw-Stellflächen mit einer Ladeinfrastruktur ausgestattet werden, wie es dem beschlossenen Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) und dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastrukturgesetz (GEIG) sowie Mieterwünschen entspricht, kann dies schnell zu einem hohen Strombedarf führen. Dabei gehen die Verbände von einer typischen Ladeleistung von 11 Kilowatt (kW) eines E-Autos aus. Zum Vergleich: Ein Elektroherd (1 Herdplatte) benötigt zwischen 1 und 3 kW, je nachdem, welche Energieeffizienz das jeweilige Gerät hat.

Aus Sicht von VDA, BDEW und GdW ist für die zu erwartende hohe Konzentration von Lasten bzw. elektrischen Leistungen eine moderne Elektroinstallation notwendig, die Anschluss, Absicherung, Zählerkästen und Kommunikationsinfrastruktur umfasst.

Drittens sind erhebliche Investitionen in die elektrische Gebäudeinfrastruktur notwendig, um die Energiewende insgesamt umzusetzen und vor allem die Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern zu schaffen. Hinzu kommen hohe Investitionen in die Effizienzsteigerung der Gebäude, in die „Wärmewende“, den altersgerechten Umbau und in die Digitalisierung. Diese enormen Investitionen können weder von den Immobilieneigentümern noch von den Mietern vollständig geleistet werden.

Daher schlagen die Verbände vor, diese Zukunftsmaßnahmen, von denen allein in Deutschland Millionen von Immobilien betroffen sein werden, durch ein spezielles Förderprogramm für Ladeinfrastrukturen zu flankieren. Diese Förderung müsse deutlich über die Anschaffung einer Ladeeinrichtung hinausgehen. VDA, BDEW und GdW haben einen konzeptionellen Vorschlag für ein eigenständiges Förderprogramm erarbeitet und den Bundesministern vorgelegt. Die Verbände richten an die Politik die Bitte, diesen Vorschlag zu unterstützen, „damit die Verkehrswende auch im breiten Maße in den vermieteten Mehrfamilienhäusern stattfinden kann“. Auf dieser Grundlage sollten rasch Gespräche geführt werden.

Ansprechpartner:

GdW
Andreas Schichel
schichel
+49 30 82403-150

VDA
Eckehart Rotter
eckehart.rotter,
+49 30 897842-120

BDEW
Birgit Heinrich
birgit.heinrich
+49 30 300 199-1170

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Ü


Artenvielfalt gibt es nur im Einklang mit nachhaltiger Bewirtschaftung | #Naturschutz

Familienbetriebe Land und Forst zum Deutschen Naturschutzrechtstag

Berlin, 22. März 2021. „Wir begrüßen die aktuell stattfindende breite gesellschaftliche Debatte rund um die Bedeutung des Waldes und seine Rolle als biodiversitätserhaltendes Ökosystem“, erklärt Max v. Elverfeldt, der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, anlässlich des 14. Deutschen Naturschutzrechtstages. Gleichzeitig richtet er einen klaren Appell an die Teilnehmenden der Veranstaltung: „In dem Kontext muss aber auch die zentrale Rolle der nachhaltigen Bewirtschaftung für den Erhalt der Artenvielfalt anerkannt werden und nach Wegen gesucht werden, die erbrachten Ökosystemleistungen des Waldes zu honorieren.“

Aktuelle Studien zeigen, dass die Artenvielfalt im bewirtschafteten Wald höher ist, als im sich selbst überlassenden Wald. So sind in Deutschland keine Arten bekannt, die nur in geschützten Wäldern vorkommen. „Artenvielfalt gibt es nur im Einklang mit nachhaltiger Bewirtschaftung“, betont Elverfeldt und erklärt weiter: „Die Waldbewirtschaftung greift zwar in das Ökosystem Wald ein, sorgt aber zugleich für vielfältige Waldstrukturen und schafft so neue Lebensräume, etwa durch den größeren Lichteinfall.“

Die Familienbetriebe Land und Forst sind ein freiwilliger Zusammenschluss von Eigentümern, die mit ihren Betrieben für gut 50.000 Unternehmer, Mitarbeiter und Familienmitglieder stehen. Unsere Mitgliedsbetriebe tragen Verantwortung für rund 5 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Fläche in Deutschland. Sie bewirtschaften ihre Flächen nachhaltig und denken in Generationen. Unser Ziel ist es, Mehrwert für unsere Gesellschaft zu schaffen und das Bewusstsein für die Anliegen von familiengeführten land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zu stärken. Der Verband setzt sich daher für den Schutz des privaten Eigentums und die Stärkung der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum ein. Im ständigen Dialog mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit engagieren sich die Familienbetriebe Land und Forst für eine verantwortungsvolle und generationsgerechte Politik.

Familienbetriebe Land und Forst e.V.

Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin


Stifterverband startet Wettbewerb: Bildungsort des Monats gesucht #Bildung

Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär und Mitglied der Geschäftsleitung des Stifterverbandes erklärt: „Wie die Corona-Krise zeigt, ist die Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf die digitale Welt eine der großen Herausforderungen, die auch nicht von der Politik allein gelöst werden kann. Gleichzeitig gibt es vielfältige, teilweise wenig bekannte Lösungsansätze. Diese möchten wir mit diesem Wettbewerb als Inspirationsquellen und Beispiele guter Praxis bekannt machen.“ 

Für eine Bewerbung stellen sich die Projekte mit einem kurzen Video oder nur schriftlich vor. Jeden Monat wird ein Bildungsort des Monats ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 2.500 Euro dotiert. Am Ende jedes Jahres wird unter allen Preisträgern eines Jahres der Bildungsort des Jahres ausgewählt. Jeder Bildungsort des Monats hat damit noch einmal die Möglichkeit, ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro (1. Platz), 5.000 Euro (2. Platz) beziehungsweise 2.500 Euro (3. Platz) zu gewinnen. Über den Wettbewerb werden die hervorragenden Bildungsorte für die Öffentlichkeit sichtbar. Die Preisträger haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich beim Festival zum Tag der Bildung, der jedes Jahr am 8. Dezember stattfindet, auszutauschen und zu vernetzen.

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.stifterverband.org


Erfolgreiche Durchführung des digitalen „Jugend musiziert“-Wettbewerbs | #Kultur

„Jugend musiziert“ in Baden-Württemberg –

Erfolgreiche Durchführung eines digitalen Wettbewerbs geht zu Ende

Der 58. „Jugend musiziert“-Wettbewerb in Baden-Württemberg wurde erstmals als digitaler Wettbewerb durchgeführt. Über 1760 Nachwuchskünstlerinnen haben Videodateien mit ihrem einstudierten Programm eingeschickt, die in den vergangenen fünf Tagen von knapp 100 Jurorinnen in der Landesakademie Ochsenhausen, in der Bundesakademie Trossingen sowie in der Christuskirche Mannheim bewertet wurden.

Trotz aller Umstände äußerten sich die Juror*innen vor Ort durchweg positiv. Die Leistung der Teilnehmenden anhand der Videos sei gut zu beurteilen. Mit der Durchführung eines Wettbewerbs wird nicht nur ein wichtiges Zeichen gesetzt – er soll vor allem als Motivation in Zeiten dienen, wo es so gut wie keine Möglichkeiten mehr gibt, sich mit anderen zu messen und sich über den Stand des Erreichten bewusst zu werden.

Prof. Dr. Hermann Wilske, Landesausschussvorsitzender von „Jugend musiziert“, äußert sich dazu: „Wir sind überaus dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, den Wettbewerb in dieser außergewöhnlichen Form stattfinden zu lassen. Hiermit zeigen wir den Teilnehmenden, dass sich ihre Mühe trotz einiger Hürden gelohnt hat. Zu Recht, denn mit großer Freude können wir bekannt geben, dass wir 535 junge Musikerinnen und Musiker an den Bundeswettbewerb weitergeleitet haben, der um Pfingsten in Bremen stattfinden wird. Ein großer Dank geht an alle Teilnehmenden und Juror*innen, die auch in diesen schwierigen Zeiten mit und für die Musik ihr Bestes geben. Genau das macht unser Musikland Baden-Württemberg aus.“

Landesmusikrat Baden-Württemberg e. V.

Ortsstraße 6

76228 Karlsruhe


Austritt aus Istanbul-Konvention muss Konsequenzen haben

Austritt aus Istanbul-Konvention muss Konsequenzen haben

Der Deutsche Frauenrat verurteilt den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention und fordert Konsequenzen für die deutsch- bzw. europäisch-türkischen Beziehungen. Bei ihrem heutigen Ratstreffen müssen sich die EU-Außenminister*innen und der Hohe Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, dem antifeministischen Dammbruch in Europa entschlossen entgegenstellen.

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, ist das Ergebnis jahrzehntelanger Bemühungen der Frauenbewegung, um Gewalt gegen Frauen in all ihrer Vielfalt zu ächten. „Der Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention ist schockierend. Überraschend ist er leider nicht. Weltweit, unter den Mitgliedstaaten des Europarates, innerhalb der EU und auch in Deutschland stehen Frauenrechte unter Beschuss. Sie sind aber nicht verhandelbar,“ sagt Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats.

In Istanbul wurde die Europarats-Konvention 2011 von den ersten Mitgliedstaaten gezeichnet und 2012 von der Türkei als erstem Staat ratifiziert. In der jüngsten Vergangenheit hatten der türkische Präsident Erdogan und seine Partei sie aber wiederholt in Frage gestellt – eine scharfe internationale Reaktion darauf blieb bisher aus. Am Geburtsort der Konvention sorgt der Austritt per Dekret jetzt für große Proteste. „Frauenrechte sind Menschenrechte. Dieser gesellschaftliche Konsens wird offensichtlich wieder in Frage gestellt. Das können und werden wir als Frauenbewegung nicht hinnehmen,“ erklärt Lisi Maier, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrates.

Neueste Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zeigen, dass weltweit jede dritte Frau in ihrem Leben von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen ist. Auch – und insbesondere – die junge Generation der Frauen erleidet Gewalt durch aktuelle oder ehemalige Partner. Es ist davon auszugehen, dass die Corona-Pandemie häusliche Gewalt verschärft hat. Die türkische Organisation „Wir werden Frauenmorde stoppen“ zählte im Jahr 2020 über 300 Femizide. Eine Gewaltschutzkonvention in dieser Situation aufzukündigen ist zynisch und falsch.

In Solidarität mit der türkischen Frauenbewegung und den Frauen in der Türkei appelliert der DF an die Bundesregierung:

· Im Rahmen des aktuellen Vorsitzes des Ministerkomitees des Europarates die Türkei aufzufordern, diesen Schritt rückgängig zu machen. Ein Ausdruck des Bedauerns kann hier nicht genügen.

· Sich als aktuelles Mitglied der EU-Triopräsidentschaft ohne Verzug dafür einzusetzen, dass der Austritt der Türkei Konsequenzen für die deutschen und EU-Beziehungen zur Türkei haben sollte – auch in den aktuellen Verhandlungen über die Fortführung des Migrationspaktes mit der Türkei. Die fortschreitende Entfernung des Nato-Mitglieds von demokratischen Werten darf nicht länger ignoriert werden.

Nicht nur die Türkei auch EU-Mitgliedstaaten, wie Polen und Ungarn, stellen wiederholt die Gleichstellung der Geschlechter und konkret die Istanbul-Konvention in Frage. Der DF fordert die Bundesregierung deshalb auf:

· Sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass die EU die Istanbul-Konvention umgehend ratifiziert. Ein Gutachten des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofes hat kürzlich festgestellt, dass dies rechtlich möglich ist.

· In der EU einen antifeministischen Dammbruch zu verhindern. Innerhalb der EU-Mitgliedstaaten muss sichergestellt sein, dass EU-Mitglieder dem Aufkündigen der Konvention durch Erdogan nicht folgen. Geschlechtergerechtigkeit und Gewaltschutz dürfen nicht zur Verhandlung gestellt werden – weder in Europa noch weltweit.

Der Deutsche Frauenrat ist die politische Interessenvertretung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen und damit die größte Frauenlobby Deutschlands.

Deutscher Frauenrat

National Council of German Women’s Organizations

Axel-Springer-Str. 54a

10117 Berlin


Landvolk fordert intensive Bejagung des Wildschweins – Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.

Landwirtschaft dankt Jägern im Kampf zur Eindämmung der ASP

L P D – „Wir können Niedersachsens Jägern gar nicht genug danken, dass sie mit ihrem Einsatz helfen, durch konsequente Bejagung die Afrikanischen Schweinepest, kurz ASP, einzudämmen“, erklärt Jörn Ehlers als Vorsitzender des Veredlungsausschusses im Landvolk Niedersachsen anlässlich der Veröffentlichung des neuen Landesjagdberichtes 2019/2020. Mit 70.481 Stück Schwarzwild inklusive Fallwild wurde in Niedersachsen nur zwei Jahre nach dem bisherigen Streckenrekord von 2017/18 mit 68.992 erlegten Wildschweinen ein neuer Höchstwert (plus 24 Prozent) erreicht, schreibt der Landvolk-Pressedienst.

Nachdem im September 2020 die ersten ASP-Fälle in Brandenburg bekannt geworden waren, wurde Deutschland auf den Märkten als nicht mehr ASP-freies Gebiet eingestuft. „Das drückte neben anderen Faktoren den Schweinepreis, und der ASP-Status verwehrte uns die Zugänge zu den wichtigen außereuropäischen Märkten“, sagt Landvolk-Vizepräsident Ehlers. Mittlerweile ist die ASP in Brandenburg und Sachsen angekommen und wurde nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts bei 850 Wildschweinen nachgewiesen.

„Der ASP-Druck besonders aus West-Polen ist weiter hoch, die Verbände ostdeutscher Schweinehalter fordern daher von den Behörden ein konsequenteres Vorgehen bei der Bekämpfung der Seuche. Der Grenzzaun zu Polen weist immer noch große Lücken auf. Das können wir deutschen Schweinehalter uns insgesamt nicht leisten, denn wir müssen die für den Fleischexport wichtigen Drittländer überzeugen, dass Deutschland außerhalb der Restriktionszonen ASP-frei ist“, erklärt Ehlers.

Daher blickt Ehlers zufrieden auf die gestiegene Jagdstrecke 2019/20 bei den Schwarzkitteln. Spitzenreiter ist der Landkreis Göttingen mit fast 5.676 Wildschweinen, gefolgt vom Landkreis Heidekreis, der mit 5.656 Stück 20 Wildschweine weniger verzeichnet. Nahezu gleichauf folgen mit gut 4.600 erlegten Wildschweinen die Landkreise Celle und Uelzen.

Gute Ernährungsbedingungen in der Fläche begünstigen den Anstieg der Wildschweinpopulation. Wildschweine sind in 60 Prozent der Jagdreviere Niedersachsens vertreten: vorwiegend in Waldesnähe, doch selbst vor urbanen Räumen machen sie nicht Halt. Sie sind sehr sozial und extrem anpassungs- und lernfähig. Aufgrund des milden Frühjahrs 2020 rechnen die Jäger erneut mit einer hohen Anzahl an Nachkommen.

„Insgesamt sehe ich uns in Niedersachsen mit unseren ASP-Präventionsmaßnahmen und in der Zusammenarbeit von Behörden, Landwirtschaft und Jägern gut aufgestellt“, zeigt sich der Landvolk-Vizepräsident trotzdem zuversichtlich. Zugleich mahnt Ehlers, dass das intensive Bejagen von Schwarzwild ebenso im Fokus stehen muss wie das Verhindern des ASP-Eintrags nach Niedersachsen.

Um die Gefahr des Ausbruchs der ASP in Niedersachsen durch die unsachgemäße Entsorgung fleischhaltiger Lebensmittel aus Ländern zu vermeiden, in denen die Seuche bereits im Hausschweinebestand auftritt, weist der Landvolk-Pressedienst in diesem Zusammenhang auf die wichtigen Merkblätter für Saisonarbeitskräfte in 14 Sprachen zum Download unter „hier“ hin. (LPD 23/2021)

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Quelle: landvolk.net


BUND Brandenburg zum Tag des Wassers: Indirekte Braunkohle-Subventionen beenden! | #Naturschutz

BUND Brandenburg zum Tag des Wassers: Indirekte Braunkohle-Subventionen beenden!

Zum heutigen „Tag des Wassers“ erneuert der BUND Brandenburg seine Forderung nach der Aufhebung der verdeckten Braunkohlesubventionen durch die Befreiung von der Grundwasserentnahmegebühr für Tagebaue.

Das Abpumpen des Grundwassers für Tagebaue ist nach §40 des Wassergesetzes vom Wassernutzungsentgelt befreit. „Hinter den erlassenen Wassernutzungsentgelten versteckt sich eine riesige Subvention für die klimaschädliche und schmutzige Braunkohle. Brandenburg entgehen dadurch jährlich schätzungsweise 21 Millionen Euro. Angesichts von Dauer-trockenheit, Waldbränden und Ernteausfällen gibt es keine Begründung mehr für diese massive staatliche Unterstützung dieser veralteten Stromerzeugung „, erklärt Axel Kruschat, Geschäftsführer des BUND Brandenburg.

Die Lausitzer Tagebaue verursachen die seit Jahren angestiegene Belastung der Fließgewässer mit Sulfat und – vor allem langfristig beim Wiederanstieg des Grundwassers nach dem Kohleabbau – auch mit Eisenhydroxid („Ockerschlamm“). „In den letzten Tagen wurde immer wieder über den Wasserbedarf von 1,4 Millionen Kubikmeter der Tesla-Ansiedlung bei Grünheide diskutiert“, erklärt Axel Kruschat. „Dabei gerät völlig aus dem Blickfeld, dass die LEAG pro Jahr ca. 342 Millionen Kubikmeter Grundwasser hebt und dafür komplett von Grundwassergebühr freigestellt ist.“ Mit 342 Millionen Kubikmetern pro Jahr ist die Hebung von Grundwasser durch Tagebaue zweieinhalb mal größer als die gesamte jährliche Breitstellung von Grundwasser durch die Wasserversorgungsunternehmen in Brandenburg.

Der BUND Brandenburg fordert die Landesregierung die Begünstigung der Grundwasserhebung in Tagebauen zu beenden. Dafür ist eine entsprechende Änderung des Wassergesetzes dringend notwendig.


Rasante Entwicklung bei Fenstern & Türen | #Immobilien

Frankfurt/Main. Kein anderes Bauteil entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten qualitativ so schnell wie das Fenster. Der Verband Fenster und Fassade (VFF) stellt die wichtigsten Neuerungen und aktuellen Highlights für Fenster, Türen und Fassaden vor.

Die größte Entwicklung gab es im Bereich Wärmeschutz. Noch bis in die 1980er Jahre glichen Fenster eher kleinen Öffnungen in der Wand. Der Grund war, dass über die Fensteroberfläche viel Wärme verloren ging. Heutzutage sind Fenster dank moderner Isolierverglasungen und deutlich verbesserter Rahmen aber wahre Hightechbauteile geworden, die nahezu jedes Panoramaformat erlauben und durch ihre solaren Gewinne und großen Flächen auch noch Kosten sparen.

Schlanke Konstruktionen mit Komfort
„Transparenz und Weite liegen in der modernen Architektur absolut im Trend. Deshalb werden auch die Rahmen immer filigraner“, berichtet VFF-Geschäftsführer Frank Lange. Gleichzeitig bestehe der Wunsch nach einem nahtlosen Design bei höchster Funktionalität. „Schmale Rahmenansichten und vielfältige Flügelkonstruktionen bis hin zu geklebten rahmenlosen Flügeln schaffen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und hohe Anteile an Transparenz“, so Lange. Dadurch entsteht ein harmonisches Fassadenbild.

Zusätzlich ist die Integration von Funktionen und Komfortelementen ein wichtiges Thema, um die einfache Bedienbarkeit zu erhöhen. „Leicht handhabbare Griffe und automatisierte Elemente für das Öffnen und Schließen per Knopfdruck sind beliebt und stark nachgefragt“, sagt der Fensterexperte.

Sicherheit
Komfort mit Sicherheit zu verbinden, ist ein weiterer großer Trend bei modernen Fenstern und Türen. „Ein nach RC 1 – RC steht dabei für ‚Resistance Class‘ – zertifiziertes Fenster bietet einen Grundschutz. Ab RC 2 leisten Fenster wirksamen Widerstand gegen Einbruchswerkzeug wie Schraubendreher oder Brecheisen. Im Privathaus würde ich dabei immer mit RC 2 starten“, erklärt der VFF-Geschäftsführer. Zusätzliche Sicherheit bieten Alarm- oder Überwachungsanlagen, die mit einer Sensortechnik auf einen Glasbruch oder auch schon erste Erschütterungen am Fenster reagieren.

Smart Home
Das Thema Sicherheit spielt auch beim Trend Automation eine wichtige Rolle. Vollautomatische Systeme können in einem Smart Home dafür sorgen, dass Einbrecher fernbleiben – entweder durch Lampen, die automatisch ein- und ausgeschaltet werden, oder durch Rollläden, die herauf- und runterfahren. Zusätzlich registrieren Fenster- und Türsensoren ein unbefugtes Eindringen und warnen den Hausbesitzer im Fall der Fälle über sein Smartphone.

Darüber hinaus können in einem intelligenten Haus, je nach Luftqualität und Raumtemperatur, Fenster selber öffnen und schließen und mit der Heizungssteuerung verbunden werden. An sonnenintensiven Tagen hebt und senkt sich die Verschattung automatisch, was die Raumtemperatur um bis zu 10 Grad senken kann. Eine automatisierte Verschattung und eine Lüftung zur Nachtauskühlung helfen, bei den Energiekosten deutlich zu sparen.

Abgerundet werden die Fenstertrends von immer stabileren und dauerhafteren Konstruktionen. „Der Grundsatz ‚Hauptsache günstig‘ ist veraltet. Heute sollen die Konstruktionen lange halten – Energieeffizienz, Funktionalität und Nachhaltigkeit sind gefragte Werte“, so Lange abschließend. „Das kommt modernen Fenstern und Türen aufgrund ihrer hochwertigen Verarbeitung und langlebigen Konstruktion sehr entgegen.“ VFF/FS

Expertentipp: „Tipps und nützliche Hinweise für die optimale und persönlich sinnvollste Lösung für die eigenen Fenster und Türen können die Mitarbeiter im Fachhandel geben. Wer auf der Suche nach einem kompetenten Ansprechpartner ist, findet unter fenster-können-mehr.de einen Experten ganz in der Nähe.“

HDH, Flutgraben 2, 53604 Bad Honnef


Ökonomisches Fundament für Familienbetriebe stärken | #Wirtschaft

EU-Agrarpolitik: Bauernpräsident Heidl zu Agrarrat und „Super-Trilog“ in Brüssel

München (bbv) – In dieser Woche werden die Agrarminister der EU-Mitgliedstaaten sowie die Verhandlungsgruppen von EU-Agrarrat, EU-Parlament und EU-Kommission (Trilog) zusammenkommen, um in Brüssel auf Entscheidungen zum Rahmen der EU-Agrarpolitik (GAP) ab 2023 hinzuarbeiten. „Die künftige Agrarpolitik ist eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft der 100.000 Bauernhöfe in Bayern“, sagt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl.

„Durch den Gestaltungs- und Rechtsrahmen der europäischen Agrarpolitik müssen gerade die bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland gestärkt werden. Damit sie die immer wichtigeren Leistungen für Gesellschaft und Umwelt auch künftig erfüllen können, braucht es ein solides ökonomisches Fundament. Durch die geplante Basisprämie für öffentliche Grundleistungen und den Ausgleich für zusätzliche Öko-Leistungen muss deshalb unterm Strich mindestens so viel Geld auf den Höfen ankommen wie bisher.“

Nötig seien auch Vereinfachungen in der Verwaltung, bei Kontrollen und der gesamten Bürokratie. „Die Regelung zum aktiven Landwirt muss für die Mitgliedstaaten freiwillig sein, damit Betriebe mit Landurlaub, Direktvermarktung oder Bioenergieerzeugung und tausende Nebenerwerbsbauern nicht von der EU-Agrarförderung ausgeschlossen werden“, sagt Heidl und fordert ein Einlenken der Europaabgeordneten, um Nachteile insbesondere für kleinere und bäuerliche Betriebe zu verhindern.

Gleichzeitig müssen die geplante Konditionalität und die Eco-Schemes so ausgestaltet werden, dass die erfolgreichen Agrarumweltprogramme in Bayern nicht beschädigt werden. „Seit Jahren engagieren sich Bayerns Landwirte freiwillig und erbringen so besondere Umwelt- und Naturschutzleistungen. Inzwischen wird so jeder dritte Hektar im Freistaat nach den Vorgaben des Kulturlandschafts- oder des Vertragsnaturschutzprogramms bewirtschaftet sowie über zweite Säule der EU-Agrarpolitik und Landesmittel gefördert“, sagt Heidl. „Manche EU-Mitgliedstaaten haben in diesem Bereich erheblichen Nachholbedarf. Das darf aber nicht dazu führen, dass das Erreichte in Bayern kaputtgemacht wird!“

Bayerischer Bauernverband – Kommunikation
Max-Joseph-Straße 9 – 80333 München


Berliner Regional- und Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ erfolgreich beendet | #Auszeichnung # Kultur

„Jugend musiziert“ erstmals digital / Großes Engagement in Jurys und bei Sonderauszeichnungen

Der Wettbewerb Jugend musiziert Berlin 2021 hat an den beiden vergangenen Wochenenden erstmalig in vollständig digitaler Form stattgefunden. Insgesamt haben 27 Jurys an sieben Tagen 233 eingereichte Videos bewertet und im Anschluss 406 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fachlich beraten.

Durch den Lockdown vor Weihnachten 2020 entfielen für viele junge Musikerinnen und Musiker essenzielle Proben- und Unterrichtsmöglichkeiten, zumal die Berliner Musikschulen bis heute für den Unterrichtsbetrieb geschlossen sind. Die hohe Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei „Jumu Goes Digital“ zeigt deutlich die Notwendigkeit von motivierenden und anspornenden Erlebnissen im kulturellen Stillstand und das große Bedürfnis, trotz aller Schwierigkeiten weiter zu musizieren.

Zahlreiche Stifterinnen und Stifter honorieren auch in diesem Jahr besondere Leistungen im Wettbewerb mit Sonderpreisen, darunter auch viele Instrumentenfachgeschäfte der Hauptstadt.

Markus Wenz, Vorsitzender des Landesausschusses Jugend musiziert Berlin: „Die vorgestellten Leistungen sind, vor allem unter den schwierigen Bedingungen, durchweg hervorragend und bestärken uns nachträglich in der Entscheidung, die Wettbewerbsebenen von Region und Land in diesem Jahr an die Umstände angepasst als gemeinsame Wertungen durchzuführen. So konnten wir den Teilnehmenden Verlässlichkeit bieten. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle das Engagement unserer Jurorinnen und Juroren, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Beratungsgesprächen eine qualifizierte und motivierende Rückmeldung gegeben haben.“

Und „Jumu Goes Digital“ ist noch nicht vorbei: Im Live-Stream aus der Mendelssohn-Remise am Gendarmenmarkt werden sich Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend musiziert Berlin 2021 am Sonntag, den 25. April 2021 um 11 Uhr mit ihren Wettbewerbsbeiträgen präsentieren.

Der virtuelle Eintritt ist frei – um Anmeldung wird gebeten: https://www.survio.com/survey/d/W9E9B9V9Y9M6S1B6K

Alle Ergebnisse und weitere Informationen zum 58. Gemeinsamen Regional- und Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin: https://www.landesmusikrat-berlin.de/projekte/jugend-musiziert-berlin/landeswettbewerb/

Der Landesmusikrat Berlin e. V. setzt sich für die Institutionen und Verbände ein, die das Berliner Musikleben prägen. Er vertritt und koordiniert die musikpolitischen Interessen seiner Mitglieder und berät den Senat und die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus. In eigenen Projekten wirkt der Landesmusikrat selbst in die Kulturlandschaft Berlin hinein. Dabei nimmt er besonders den musikalischen Nachwuchs in den Blick.

Website: https://www.landesmusikrat-berlin.de/


Sieben verlorene Jahre | #Tierschutz

Ende Oktober 2020 stimmten EU-Agrarminister und EU-Parlament für eine Beibehaltung der schädlichen flächenabhängigen Direktzahlungen. Das ist eine schlechte Nachricht für Natur-, Tier- und Klimaschutz. Denn die Beschlüsse untergraben die Ziele des Green Deals.

Seit Jahren wird über die dringend notwendige Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) diskutiert. Die Agrar-Subventionen sind der größte Posten im EU-Budget. In keinen anderen Wirtschaftszweig fließen mehr Steuergelder. 387 Milliarden Euro sollen in der Haushaltsperiode 2021 bis 2027 verteilt werden. Der Green Deal sollte eine Ökologisierung der EU-Landwirtschaft einleiten. Doch es kam anders: Am 23. Oktober 2020 stimmte das EU-Parlament unter Leitung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) für einen fatalen Kompromiss. Während Klöckner diesen als Systemwechsel feierte, waren Natur-. Umwelt- und Tierschutzverbände schockiert. Denn die Beschlüsse der EU-Agrarminister und des EU-Parlaments untergraben die Ziele des Green Deals, der EU-Biodiversitätsstrategie und der EU-Agrarstrategie “Vom Hof auf den Tisch”. Die Koalition aus Christdemokraten, Sozialdemokraten, Liberalen und Rechten lehnte es sogar explizit ab, diese drei Regelungen in der GAP festzuschreiben. Das Ganze brüskiert Ursula von der Leyen und ihren Green Deal.

Systemwechsel bleibt aus
Besonders dramatisch ist, dass etwa 80 Prozent der Direktzahlungen weiterhin ohne konkrete Umweltvorgaben an Großbetriebe fließen werden.

Der Bundesverband und viele andere NGOs hatten immer wieder gefordert, dass die Vergabe von Fördergeldern zwingend an Maßnahmen für mehr Tier-, Umwelt- und Naturschutz gekoppelt werden müsse. Leider Fehlanzeige: Der Großteil der Subventionen soll weiterhin die industrielle Landwirtschaft und damit auch die Massentierhaltung begünstigen.

Die pauschale Flächenprämien benachteiligen die kleinen Landwirte und wird das Höfesterben zugunsten der Großbetriebe weiter verschärfen. Nur 20 bis 30 Prozent der Direktzahlungen sollen für eine Ökologisierungsprämie, sogenannte “Eco-Schemes”, reserviert werden. Dabei ist den Mitgliedsstaaten weitgehend freigestellt, wie sie diese Auflagen ausgestalten. Dass sie hier strenge Maßstäbe anlegen und diese auch kontrollieren und durchsetzen, darf jedoch bezweifelt werden.

Spitzen sich zu: Artensterben und Klimawandel
Dabei warnen Wissenschaftler seit langem, dass die Vielfalt der Arten noch nie so bedroht war wie heute. 81 Prozent der geschützten Lebensräume sind in einem schlechten Zustand.

Gleichzeitig wird von immer neuen Temperaturrekorden durch den Klimawandel berichtet. Das EU-Parlament hatte selbst vorgeschlagen, die Emissionen bis 2030 um 60 Prozent zu reduzieren. Doch ein wirksamer Klimaschutz ist ohne einen konsequenten Umbau der Tierhaltung und eine massive Reduzierung der Tierbestände nicht möglich. Doch die einfache Gleichung, weniger Tiere und diese dafür unter besseren Bedingungen zu halten, ist schlicht nicht gewollt.

Agrarwende so nötig wie nie zuvor
Die ursprünglich diskutierte Neuausrichtung der Agrarpolitik ist gründlich misslungen. Dabei wäre ein Systemwechsel gerade im Angesicht von Klimakrise, Artensterben und einer Pandemie, die auf der Ausbeutung von Tieren basiert, so nötig gewesen wie nie zuvor.

Stattdessen wird im Interesse der großen Agrarkonzerne an der bisherigen schädlichen Subventionspolitik festgehalten. Die Landbesitzer erhalten weiter einen Großteil der Steuergelder allein dafür, dass sie über die Fläche verfügen und nicht, weil sie ihren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und zur Eindämmung des Klimawandels leisten.

Eine Minderheit wird von dieser schädlichen Subventionspolitik profitieren. Die Konsequenzen müssen jedoch alle tragen. Die nationalen Regierungen und die EU müssen sich unter diesen Umständen nicht wundern, wenn die Bürger so den Glauben an die Demokratie und die EU verlieren.

Hoffnungsschimmer Trilog
Doch es gibt Hoffnung, dass der von Klöckner im Herbst 2020 ausgehandelte Kompromiss so nicht durchkommt. Die EU-Kommission hält die Einigung für ungenügend, um die angestrebten Umwelt- und Klimaschutzziele im Rahmen des Green Deals zu erreichen.

Sie hat angekündigt, sich im Rahmen der Trilog-Gespräche mit dem Rat und dem Parlament, die bis Ostern 2021 dauern, für mehr Um-welt- und Klimaschutz einzusetzen. Der leitende EU-Kommissar für den Green Deal, Frans Timmermans, betonte, dass die Agrarreform ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt leisten müsse. Beides bedrohe den Lebensunterhalt der Landwirte. Der vorliegende Kompromiss habe in dieser Hinsicht nichts geliefert.

Es geht hier um eine Zukunftsfrage, die uns alle angeht. Deswegen muss das Thema Landwirtschaft auch zentral sein bei der Frage, wen wir bei den Bundestagswahlen im Herbst 2021 wählen werden.

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.tierrechte.de


Max Weckmüller glänzt mit Silber | #Auszeichnung

Im Goldfinale (siehe unten Video, ab 1:00:00) schien für Weckmüller gegen den Russen Beligto Tsynguev früh alles entschieden: Der DSB-Athlet begann die ersten zwei Sätze mit einer sieben bzw. einer sechs, „da der Wind mich zweimal im falschen Moment erwischt hat.“ Doch Weckmüller ließ sich nicht beirren und zeigte keinerlei Nervosität, obwohl „es mein erstes internationales Medaillen-Match seit drei Jahren war.“ Die Pfeile flogen nur noch ins „Gold“ sodass er zum 4:4 und 5-5 (26-29, 23-27, 28-27, 29-27, 28-28) ausgleichen konnte und ein Stechpfeil entscheiden musste. Die englischen Kommentatoren sprachen begeistert vom „Comeback-King“ Weckmüller, dem das Happy-end jedoch nicht gelang: „Für das perfekte Comeback hat es dann im Stechen leider um ein paar Millimeter nicht gereicht, es war ein verdammt knappes Match“, so Weckmüller. Er hatte mit einer Zehn den Russen unter Druck gesetzt, der jedoch seinen Pfeil um einen Hauch näher dem Zentrum platzierte. Für Weckmüller jedoch kein Problem, „denn ich konnte viel lernen und viel Positives mitnehmen. Und es war für die ganze Mannschaft toll, endlich wieder einen Wettkampf schießen zu können.“

Die Wettkampfpraxis ist essenziell, um gut auf die anstehenden Quotenplatz-Wettkämpfe vorbereitet zu sein!

Max Weckmüller zu der Bedeutung von Wettkämpfen Foto: Archery Europe / Veronika Haidn Tschalova war als Vierte bestes DSB-Schützin in Porec.

So empfand wohl das gesamte MännerTeam, denn mit Felix Wieser (Sechster), Florian Unruh (Siebter) und Moritz Wieser (Achter), Johannes Maier (Neunter) und Cedric Rieger (17.) erfüllten die Männer die Vorgaben von Bundestrainer Oliver Haidn, der im Vorfeld mehrere Top-8-Platzierungen gefordert hatte.

Haidn Tschalova überzeugt

Auch das deutsche Frauen-Team verließ mit einem guten Gefühl und Ergebnis das Turnier in Kroatien: Veronika Haidn Tschalova (Vierte), Elisa Tartler (Sechste), Michelle Kroppen, Lisa Unruh (Jeweils Neunte), Katharina Bauer (17.) und Charline Schwarz (33.) sorgten für ein gutes Team-Ergebnis mit dem Höhepunkt durch Haidn Tschalova. Zwar unterlag sie im Bronzematch der Rumänin Alexandra Mirca deutlich mit 0:6 (25-26, 25-29, 22.-26), dennoch schmälerte das den starken Auftritt der 44-Jährigen keineswegs.

Gute Qualifikation des DSB-Dutzend

Bereits in der Qualifikation hatte das Dutzend DSB-Akteure für gute Ergebnisse gesorgt und sich somit eine gute Ausgangsbasis für die Ko-Phase geschafft.

4. Platz Lisa Unruh (656)
8. Platz Katharina Bauer (651)
10. Platz Michelle Kroppen (650)
12. Veronika Haidn Tschalova (648)
14. Elisa Tartler (641)
21. Charline Schwarz (633)

3. Platz Max Weckmüller (671)
7. Platz Felix Wieser (669)
8. Platz Florian Unruh (668)
10. Platz Johannes Maier (667)
20. Platz Moritz Wieser (658)
24. Platz Cedric Rieger (656)

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Quelle: www.dsb.de


VdK fordert entschlossenes Handeln von Bund und Ländern bei Tests und #Impfungen #Corona

  • Hausärzte mit genügend Impfstoff versorgen
  • Bentele: „Mehr Tests für das gesellschaftliche Leben.“

Der VdK appelliert aus Anlass des Corona-Gipfels am Montag, 22. März, an Bund und Länder, endlich entschlossen und zielgerichtet für eine gute Impf- und Teststrategie zu sorgen.

Eine Beschlussvorlage für die heutigen Bund-Länder-Beratungen sieht vor, dass Schulen und Kitas geschlossen oder nicht geöffnet werden sollen, wenn Personal und Kinder nicht zweimal pro Woche getestet werden können. Bentele: „Der VdK fordert genügend Testkapazitäten für die Schulen und Kitas. Es ist wichtig, dass die Tests einfach zu handhaben sind und das Testergebnis muss dokumentiert werden.“

Großen Unternehmen, und Unternehmen bei denen am Arbeitsplatz kein Abstand möglich ist, soll nahegelegt werden, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Präsenzbetrieb einmal bzw. zweimal pro Woche zu testen. Bentele weiter: „Ein Appell reicht nicht aus. Es muss eine Verpflichtung für die Arbeitgeber geben.“

Viele Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen oder pflegende Angehörige warten noch immer verzweifelt auf ihre Impfung. Aus Angst vor Ansteckung verzichten sie seit Monaten auf Kontakt. Bentele dazu: „Es ist sinnvoll, die Hausärzte mit ins Boot zu holen. Sie kennen ihre Patientinnen und Patienten seit Jahren und können die Voruntersuchung gezielt vornehmen. Aber mit 20 Impfdosen pro Woche und Hausarztpraxis können auch sie nicht viel ausrichten. Bundesminister Spahn muss endlich für mehr Impfstoff sorgen!“

Der VdK fordert auch, den Hausärzten einen einheitlichen Wegweiser an die Hand zu geben, wer als nächstes geimpft werden sollte. Andernfalls verlagert sich der Unmut zur Impfreihenfolge nur von den Gesundheitsbehörden zu den Arztpraxen.

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Quelle: www.vdk.de


Blutbad in Bovenden: Neun Wildschweinbabys bei Mahd getötet – PETA schließt sich Strafanzeige gegen Landwirt an | #Tierschutz

Bovenden / Stuttgart, 22. März 2021 – Im Januar soll ein Landwirt mit einem Traktor die Senfsaat auf einem Feld im Flecken Bovenden gehäckselt und dabei neun Wildschweinjunge getötet haben. Zeugenaussagen zufolge war dem Beschuldigten bewusst, dass sich die Frischlinge im Feld befinden könnten. [1] Der zuständige Jagdpächter hat den Mann daraufhin bei der Staatsanwaltschaft Göttingen angezeigt. Die Tierrechtsorganisation PETA schließt sich nun mit einer Anzeige dem bereits laufenden Strafermittlungsverfahren an, da der Landwirt den Tod der Tierkinder mutmaßlich billigend in Kauf nahm.

„Die Tat in Bovenden war ein Blutbad: Rund um die zerstückelten Körper sollen je etwa eineinhalb Quadratmeter große Blutflecke gewesen sein. Der Landwirt hat die wenige Wochen alten Tierkinder unserer Ansicht nach fahrlässig getötet. Denn er war in der Pflicht, das Feld abzugehen und sicherzustellen, dass sich keine Wildtiere dort verstecken. Wir fordern eine harte Strafe – es wäre nicht hinnehmbar, dass jemand neun Frischlinge tötet und ungeschoren davonkommt“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA.

Hintergrundinformationen zur Tat in Bovenden
Der Sohn des Jagdpächters sprach den Angezeigten dem Bericht zufolge am Tattag an und fragte, ob er die Wildschweine im Feld bemerkt habe. Dies bejahte der Landwirt – er berichtete, dass die Mutter der Frischlinge geflohen sei, als er zu Beginn einige der Tierkinder „erwischt“ habe. Einige ihrer Geschwister hätten sich im Feld versteckt. Als der Zeuge nachsehen wollte, ob die Tiere so schwer verletzt waren, dass sie erschossen werden müssen, antwortete der Landwirt, dass dies nicht notwendig und alle tot seien. Der Augenzeuge und ein weiterer Mann entdeckten neun tote Frischlinge mit schwersten Verletzungen, als sie das Feld nach der Tat abgingen. Nachdem der Landwirt die ersten beiden Frischlinge mit dem Häcksler getötet hatte, habe er überlegt, den Jagdpächter anzurufen, dies jedoch unterlassen. Daher wirft PETA dem Trecker-Fahrer vor, den Tod der weiteren Tiere bewusst in Kauf genommen zu haben.

Unterlassen von Schutzmaßnahmen ist strafbar
PETA zeigte in der Vergangenheit wiederholt Landwirte in ähnlichen Fällen an. Rechtskräftige Verurteilungen – unter anderem des Landgerichts Offenburg, des Amtsgerichts Göttingen und des Amtsgerichts Forchheim – bestätigen, dass das Unterlassen entsprechender Schutzmaßnahmen strafbar ist. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, ein Wirbeltier ohne „vernünftigen Grund“ zu töten oder ihm länger anhaltende erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen. Ebenso legt das Naturschutzgesetz fest, dass wildlebende Tiere nicht mutwillig beunruhigt oder ohne „vernünftigen Grund“ verletzt oder getötet werden dürfen. Tiergerechte Vergrämungsmaßnahmen wie akustische Signale oder Duftzäune schrecken Wildtiere auf, die anschließend ein besseres Versteck für ihren Nachwuchs suchen. Haben Landwirte keine Wärmebildkamera im Fahrzeug, sind sie verpflichtet, die Felder im Vorfeld abzusuchen – dies können sie zu Fuß tun oder dafür Technologie wie den „Wildschweinschreck“ – der Schwarzwild mit Warn- und Alarmrufen fernhalten soll – nutzen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] Krüger-Lenz, P. (2021): Landwirt soll neun Frischlinge getötet haben. In: Göttinger Tageblatt vom 09.03.2021.

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Jagd-Hintergrundwissen

PETA.de/Themen/Wildschweinjagd

PETA.de/Themen/Maehtod-Rehkitze

Pressekontakt:

Valeria Goller, +49 711 860591-521, [email protected]

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Quelle: www.peta.de


Weltwassertag – NABU fordert neue Gewässerpolitik | #Tierschutz

Zum Weltwassertag macht der NABU auf das Missmanagement in der Gewässerpolitik aufmerksam. Probleme im Hamburger Hafen und Grubenwasser aus dem Erzgebirge gefährden Elbe und Wattenmeer.

22. März 2021 – Zum heutigen Weltwassertag der Vereinten Nationen appelliert der NABU an die Regierungen von Bund und Ländern, ökologische Zusammenhänge zu berücksichtigen und Gewässerpolitik von der Quelle der Flüsse bis zum Meer zu denken.

Dass dies dringend nötig ist, zeigt das Beispiel des Hamburger Hafens. Getrieben durch Dürresommer und Elbvertiefung droht ein ganzes System zu kippen. Hier zeigt sich, wie eng der Zustand des Meeres von den Aktivitäten im Fluss abhängt. Wenn die Elbe vertieft oder mit Schwermetallen belastetes Grubenwasser aus dem Erzgebirge eingeleitet wird, wirkt sich das auch auf die Nordsee und das Weltnaturerbe Wattenmeer aus. Falsche Entscheidungen können ganze Ökosysteme ins Wanken bringen.

Der NABU sorgt sich auch um Deutschlands Mündungsbereiche und fordert eine bessere Politik für Elbe, Ems und Oder. Sie sind die Lebensadern ganzer Regionen und wirken sich positiv wie negativ auf den Zustand der Nord- und Ostsee aus. Die extremen Dürresommer der letzten Jahre haben Hamburg und die Elbe zusammen mit der neunten Elbvertiefung in eine fast ausweglose Sackgasse geführt. Der Fluss stirbt, wichtige Flachwasserbereiche gehen verloren, der Sauerstoffgehalt sinkt und der Stint-Bestand (Fisch in der Tideelbe) ist eingebrochen. Während die Verschlickung der Elbe und des Hamburger Hafens weiter zunehmen und Kosten explodieren, drohen durch den weltweiten klimabedingten Meeresspiegelanstieg verstärkte Hochwasser und Sturmfluten bis weit ins Landesinnere.

Der NABU warnt bereits seit Jahren vor den Folgen der Elbvertiefung. Hamburg sucht aktuell mit Hochdruck nach zusätzlichen Möglichkeiten, um den belasteten Hafenschlick in der Nordsee und an der Grenze zum UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer zu verklappen. Das Meer sei keine Müllkippe des Hamburger Hafens und kein Endlager des Bergbaus in Sachsen. Der NABU fordert daher ganzheitliche Konzepte für Fluss-, Ästuar- und Sedimentmanagement. Die Elbe dürfe nach der Ems nicht ein weiterer toter Fluss werden. Gefordert wird eine Gesamtstrategie der Küstenländer und des Bundes für nachhaltiges Fluss-, Seehafen- und Küstenschutzmanagement. Angesichts von Klimakrise und der internationalen Verschiebung der Hauptumschlaghäfen aus dem Norden Europas gen Mittelmeer sei kein Platz für sektorale Irrläufe und Kleinstaaterei.

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Quelle: www.nabu.de


Bund fördert Drohnen für Kitzrettung | #Tierschutz

Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt es, dass das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Kitzrettung fördert. Es ist eine effektive Methode für die Wildtierrettung bei der Frühjahrsmahd.

„Die Förderung des Drohnenkaufs ist ein erfreuliches Signal an die ehrenamtlich tätigen Jägerinnen und Jäger, die sich für Tierschutz einsetzen“,  sagte DJV-Präsidiumsmitglied Detlef Zacharias. Insgesamt stehen drei Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Verantwortlich für die Vergabe ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Diese veröffentlichte Ende vergangener Woche die Förderrichtlinien und den Förderantrag. Eine Förderung können eingetragene Vereine erhalten, zu deren satzungsmäßigen Aufgaben Pflege und Förderung des Jagdwesens sowie Tier-, Natur- und Landschaftsschutz gehören, ebenso wie Rettung von Wildtieren. Förderfähig sind Drohnen mit Wärmebildkameras und Home-Return-Funktion ab einer Akkulaufzeit von mindestens 20 Minuten.

Der Zuschuss beträgt 60 Prozent des Anschaffungspreises, höchstens jedoch 4.000 Euro pro Drohne. Je Verein können bis zu zwei Drohnen gefördert werden.

Wie läuft das Antrags- und Anschaffungsverfahren ab?

Auf den Antrag auf Förderung (online oder postalisch) bei der BLE folgt der Bewilligungsbescheid. Liegt dieser vor, kann die Drohne angeschafft werden. Danach wird der Antrag auf Auszahlung gestellt und die Förderung wird ausgezahlt. Jägerschaften können Anträge ab jetzt bis zum 1. September 2021 stellen. Der Antrag auf Auszahlung der Fördersumme, nach Anschaffung der Drohne, muss dem BLE bis zum 30. September 2021 vorliegen. Die BLE hat zu Förderung und Antragsprozess ein ausführliches Frage-und-Antwort-Papier veröffentlicht. Aus diesem geht auch hervor, welche Anlagen den Anträgen beizulegen sind.

Weitere Infos und Beratung bietet die Norddeutsche Wildtierrettung

Interessierte können sich auf der Website der Norddeutschen Wildtierrettung informieren. Dort gibt es einen Überblick zu Drohnen und Wärmebildtechnik sowie Infos für Drohnenpiloten und Jagdpächter – auch zur Vereinsgründung. Weiterhin bietet die Norddeutsche Wildtierrettung unter der E-Mail-Adresse foerdermittel@norddeutsche-wildtierrettung.de Beratung und Hilfe bei der Beantragung der Fördermittel. Für Teams, die sich bei der Norddeutschen Wildtierrettung registrieren lassen, ist diese kostenlos. Zudem gibt es eine eine kostenlose Internetpräsenz.

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Quelle: www.jagdverband.de

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