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Vereine und Verbände informieren | Nachrichten vom 19.03.2021

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Recht auf Gesundheit: AWO fordert Rechtsanspruch für Assistenz im Krankenhaus |#Gesundheit

Recht auf Gesundheit: AWO fordert Rechtsanspruch für Assistenz im Krankenhaus

Berlin, den 19.03.2021. Die AWO unterstützt den gemeinsamen Appell der Patientenbeauftragten, des Behindertenbeauftragten und des Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung. Aus Sicht der AWO muss es noch in dieser Legislaturperiode zu einer Lösung des jahrelangen Streits über die Übernahme der Assistenzkosten bei Krankenhausaufenthalten von Menschen mit Behinderung kommen.

„Die Bundesregierung muss dieses konkrete und drängende Problem endlich lösen. Der unsägliche Streit zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Trägern der Eingliederungshilfe wird auf dem Rücken von Menschen mit Behinderungen und ihrer Unterstützer*innen ausgetragen“, mahnt Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes, „Jedes Mal, wenn eine medizinisch notwendige Behandlung mangels individueller Begleitung nicht durchgeführt werden kann, verschoben wird oder vielleicht sogar ganz entfällt, ist das eine nicht hinnehmbare Menschenrechtsverletzung, die unseres Rechtsstaates unwürdig ist.“

Deutschland ist seit 2009 zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. Die AWO fordert seit Jahren, dass diese bekannte, gesundheitsgefährdende Versorgungslücke zu schließen ist, damit Menschen mit Behinderungen ihr Recht auf Gesundheit im Falle eines Krankenhausbesuches genießen können. Deswegen unterstützt die AWO den gemeinsamen Appell der Beauftragten ausdrücklich.

Hintergrund:

In einem gemeinsamen Appell haben sich der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke MdB, und der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, an die Koalitionäre der CDU/CSU und SPD gewandt. Sie fordern die Bundesregierung auf, noch in dieser Legislaturperiode eine gesetzliche Regelung vorzulegen und zu verabschieden, die endlich dafür sorgt, dass die Finanzierung für die Begleitung von Menschen mit Assistenzbedarf im Krankenhaus geregelt wird.

Die AWO setzt sich seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention u. a. dafür ein, dass diese seit langem bekannte Versorgungslücke für Menschen mit Behinderungen geschlossen wird.


DRV schaltet zum Wochenende zwei Mal live nach Mallorca | #Reisen

DRV schaltet zum Wochenende zwei Mal live nach Mallorca – Tourismus auf Mallorca im Fokus: Instagram-Live am Freitag und Clubhouse am Samstag, jeweils 19 Uhr

Tourismus auf Mallorca im Fokus: Instagram-Live am Freitag und Clubhouse am Samstag, jeweils 19 Uhr

Der Deutsche Reiseverband (DRV) bietet am Freitag und Samstag je eine digitale Live-Diskussion zum Mallorca-Tourismus an. Am Freitag, den 19. März um 19 Uhr spricht Oliver Wulf von Urlaubsexperte.de auf Instagram-Live darüber, wie sich Mallorca auf die Öffnung an Ostern vorbereitet. Oliver Wulf, der zudem Mitglied des DRV-Vorstands ist, ist seit einigen Wochen auf der Insel und kennt die Gegebenheiten vor Ort. Es wird um Corona-Regeln wie Sperrstunden und Maskenpflicht gehen, aber auch diskutiert, welche Aktivitäten sich aktuell auf der Insel anbieten und was derzeit aufgrund der Coronabeschränkungen nicht möglich ist. Das Gespräch moderiert Ellen Madeker, Leiterin Strategie des DRV. Wer teilnehmen möchte, braucht einen Instagram-Zugang und klickt am Freitagabend auf den Account des DRV unter www.instagram.com/deutscher_reiseverband. Es gibt die Möglichkeit, sich über den Chat einzubringen oder direkt Fragen zu stellen.

Am Samstag, den 20. März um 19 Uhr steht der Mallorca-Tourismus im Fokus der von DRV-Hauptgeschäftsführer Dirk Inger moderierten Diskussion auf Clubhouse. Dabei sind Oliver Wulf von Urlaubsexperte.de und Heimke Mansfeld, Präsidentin und Mitgründerin von HOPE Mallorca. Die Freiwilligen-Initiative wurde im Mai 2020 gegründet und verteilt Lebensmittel und Kleiderspenden an Bedürftige, deren Zahl aufgrund der Coronakrise deutlich zugenommen hat. Wer die Clubhouse-Runde hören möchte – es handelt sich um ein reines Audioformat – muss aktuell über ein IPhone mit installierter Clubhouse-App verfügen. Wer sich einbringen möchte, kann dies über ein virtuelles Heben der Hand signalisieren.

Herausgeber

Über den DRV:

Der Deutsche Reiseverband (DRV) repräsentiert die Reisewirtschaft in Deutschland. Als Spitzenverband bündelt der DRV eine bedeutende Wirtschaftskraft. Seine Mitglieder stehen für den größten Teil des Umsatzes im Reiseveranstalter- und Reisemittlermarkt. Die Tourismusbranche bietet rund 3 Millionen Arbeitsplätze. Mehrere Tausend Mitgliedsunternehmen, darunter zahlreiche touristische Dienstleister, machen den DRV zu einer starken Gemeinschaft, die die vielfältigen Interessen vereint – nach dem Motto „Die Reisewirtschaft. Alle Ziele. Eine Stimme.“

Deutscher Reiseverband


Nicht sauber, sondern Rhein – Greenpeace | #Umweltschutz

Stellen Sie sich vor, Sie stehen in Köln am Rheinufer: Kommt Ihnen in den Sinn, dass der Fluss pro Tag etwa 190 Millionen Plastikkügelchen in Richtung Nordsee transportiert? Vielleicht ab jetzt: Eine aktuelle Greenpeace-Studie belegt nämlich die kontinuierliche Verschmutzung des Gewässers mit Kunststoff.

Im September und Oktober des vergangenen Jahres waren Greenpeace-Mitarbeiter:innen mit dem Aktionsschiff Beluga II auf dem Rhein unterwegs, um Wasserproben zu nehmen. Ähnliche Untersuchungen von Greenpeace gab es bereits in den Jahren zuvor in deutschen Gewässern, darum war mit dem Ergebnis zu rechnen: Wer nach Mikroplastik sucht, findet welches – in wirklich jeder der 250 an Bord genommenen Wasserproben fanden sich winzige Plastikpartikel von wenigen Millimetern Durchmesser oder kleiner. Besonders hohe Konzentrationen ließen sich in der Umgebung von Industriegebieten nachweisen.

Das Ganze ist außerordentlich schädlich für Mensch und Umwelt. Denn Wissenschaftler:innen gehen davon aus, dass das Plastik in unseren Flüssen auch in den Meeren landet. An der Oberfläche von Kunststoffen können sich Schadstoffe anlagern; wenn diese Teilchen von Tieren verschluckt werden, geraten Plastik und Umweltgifte in die Nahrungskette – und schlussendlich in unseren Lebensmitteln. In früheren Studien hat Greenpeace gezeigt, dass sich Plastikpartikel inzwischen in Austern und Miesmuscheln sowie im Verdauungstrakt von Heringen finden lassen.

Ursachen der Verschmutzung

Für die Studie haben Greenpeace-Umweltschützer:innen im vergangenen Herbst zunächst vom Aktionsschiff Beluga II aus zwischen Duisburg und Koblenz 44 Wasserproben genommen. Anschließend wurden von Schlauchbooten weitere 206 Proben in der Nähe von Industriegebieten bei Krefeld und Dormagen gezogen. Erstmals fanden diese Probenahmen durchgängig über 24 Stunden statt. So ließen sich die möglichen Ursachen der Verschmutzung weiter eingrenzen.

Diese Proben wurden in Greenpeace-Laboren, aber auch direkt an Bord der Beluga II, ausgewertet. In jeder Probe finden sich Plastikpartikel mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern. “Im Rhein wird offenbar Mikroplastik verklappt. Die Umweltbehörden in Nordrhein-Westfalen muss jetzt ermitteln, wer den Fluss verschmutzt”, fordert Daniela Herrmann, Umweltwissenschaftlerin von Greenpeace.

Plastik aus Wasseraufbereitungsanlagen?

Beispielsweise wurde in der Umgebung des Industrieparks Dormagen eine fast dreimal so hohe Konzentration von primären Mikroplastikpartikeln gefunden als im Durchschnitt einige Kilometer stromaufwärts. Primäres Mikroplastik, das ist solches, das bewusst als Ausgangsmaterial für andere Plastikprodukte hergestellt wird: kleine Kügelchen oder Pellets, die zum Beispiel in Fabriken geschmolzen und zu Verpackungsfolien gezogen werden. Neben industriellen Produktionsprozessen könnten die Mikroplastikpartikel allerdings auch aus Ionenaustauschern in Filtersystemen von Wasseraufbereitungsanlagen stammen, so eine These der Greenpeace-Untersuchung. Sogenanntes sekundäres Mikroplastik entsteht, wenn größere Plastikteile zerstört und zerrieben werden – das ist die mengenmäßig größere Belastung, die sich in unseren Meeren ansammelt.

Die potenziellen Verursacher der Plastikverschmutzung im Rhein sehen die Verfasser:innen der Studie in der Verantwortung, den Fluss sauber zu halten. “Beim Einsatz von primären Mikroplastik muss sichergestellt sein, dass die Partikel während der Produktion, des Transports, der Verwendung und der Entsorgung zu keinem Zeitpunkt in die Umwelt gelangen”, sagt Daniela Herrmann. Das meiste, was die Untersuchenden an Plastik in ihren Netzen fanden, ist vermutlich aus reiner Fahrlässigkeit ins Wasser gelangt – und stellt dort über Jahrzehnte eine Bedrohung für die Umwelt dar.

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.greenpeace.de


Projekt „Grüner Stall“ legt Fokus auf Biodiversität | #Nachhaltigkeit

Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN) – NewstickerAuftakt machen Wettbewerbe für Vereine und Betriebe

Warendorf (fn-press). Klimawandel, Umweltverschmutzung, Nachhaltigkeit – diese Schlagwörter sind aus dem Wortschatz unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Auch Pferdesportler*innen müssen sich die Frage stellen: Was können wir dazu beitragen, damit die Menschheit auch in 100 Jahren noch auf dieser Erde leben kann? Das können kleine Dinge sein, wie Strom- und Müllsparen, Behälter für Futter- und Pflegemittel wiederzuverwenden oder Weideflächen zu erhalten und damit verschiedenen Tierarten einen Lebensraum zu bieten. Mit dem Projekt „Grüner Stall“ möchte die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) erreichen, dass die Gesellschaft den Pferdesport als wertvollen Beitrag zu biologischer Vielfalt, Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit wahrnimmt. Im Rahmen des langfristig angelegten Projekts finden 2021 zwei Wettbewerbe sowie Seminare zu den genannten Themen statt.

Dass der Pferdesport per se eine Natursportart ist, wird kaum ein*e Pferdsportler*in bestreiten. So wird doch, wenn es das Wetter zulässt, jede Möglichkeit genutzt, um draußen auf dem Reitplatz an der frischen Luft zu reiten oder Ausritte und Kutschfahrten durch Feld und Wald zu unternehmen. Oftmals liegen Pferdesportanlagen am Rande von Siedlungen und bieten mit ihren Stallungen, Scheunen, Außenanlagen und Weiden einer Vielzahl von Kleinlebewesen wie Insekten, Säugetieren und vielerlei Vögeln einen passenden Lebensraum. Vor allem die Vielfalt an Strukturen und Kleinklimaten sowie die extensive Nutzung von Weiden und Heuwiesen sind Grundlage für teilweise spezialisierte und gefährdeten Arten, die als „Begleitarten“ der Pferde bezeichnet werden können. Dazu zählen zum Beispiel Schleiereule, Rauchschwalbe, Schafstelze und Kiebitz, außerdem Fledermäuse, Heuschrecken, Tagfalter und Dungkäfer. Viele von ihnen kommen sowohl in ländlichen als auch in städtischen Räumen vor.

Langfristig Kosten sparen mit dem Öko-Check
Andererseits benötigen Pferdesportanlagen Ressourcen wie Wasser und Strom. Bei der Pflege und Fütterung von Pferden fällt zudem Verpackungsmüll an. Alte Gebäude sind oftmals nicht ausreichend gedämmt und verbrauchen viel Energie. Hier knüpft der erste Teil des Projekts „Grüner Stall“ an. Für fünf Vereine/Betriebe übernimmt die FN die Kosten für einen sogenannten Öko-Check und begleitet sie dabei. Beim Öko-Check erhalten Vereine/Betriebe eine bauliche, energetische und nachhaltige Beratung durch Experten der Landessportbünde zu Heizung, Strom, Wasser, Beleuchtung, Fördermitteln und möglichen Baumaßnahmen. Ziel ist es, die Energiekosten im Verein/Betrieb langfristig zu senken. Die Bewerbungsphase endet am 31. März, das Bewerbungsformular ist hier als Download zu finden.

Die biologische Vielfalt vergrößern
Beim zweiten Wettbewerb unter dem Dach des „Grünen Stalls“ prämiert die FN die schönsten „Biodiversitäts-Ecken“. Vereine/Betriebe können selbständig oder in Kooperationen mit Kindergärten und Schulen Projekte zum Thema Artenvielfalt rund um den Pferdestall einreichen. Mit Fotos und Texten können die Teilnehmer*innen berichten, an welchen Winkeln und Ecken auf ihrer Pferdesportanlage es schon „Biodiversitätsecken“ mit verschiedenen Pflanzen, Insekten- und Säugetierarten gibt und was sie dafür tun, um die Vielfalt der Lebewesen auf der Anlage zu erhalten und zu vergrößern. Projektstart ist Mitte April, Bewerbungsdetails folgen.

Online-Seminare in Corona-Zeiten
Über die beiden Wettbewerbe hinaus strebt die FN Beratung und Seminarangebote für Vereine/Betriebe zu den Themen Biodiversität und Nachhaltigkeit an. Die Seminare befinden sich derzeit in der Planung. Mehr Informationen zum Thema Naturschutz mit Pferd gibt es auch unter https://www.pferd-aktuell.de/wertpferd/naturschutz-mit-pferd.

Lese-Tipp: Das Buch „Pferdehaltung, Ställe & Reitanlagen – Orientierungshilfen für Bau und Modernisierung“ von Autorin Gerlinde Hoffmann ist beim FNverlag erhältlich. Dieses Standardwerk ist ein Muss für alle Bauherr*innen und Pferdehalter*innen, die nach Orientierung für Neubauprojekte suchen oder ihr Angebot zukunftsfähig und umweltschonend weiterentwickeln möchten.  jbc

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.pferd-aktuell.de


Am 23. März ist Tag der Hundewelpen | #Tierschutz

VIER PFOTEN warnt vor illegalem Online-Handel und gibt Tipps für
verantwortungsvollen Welpenkauf

Hamburg, 19. März 2021 – Am 23. März ist Tag der Hundewelpen. Die globale Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN nimmt dies und die aktuell riesige Nachfrage nach Hunden zum Anlass, vor illegalem Welpenhandel zu warnen und Tipps für einen verantwortungsvollen Welpenkauf zu geben.

„Ein Hund ist ein wertvoller Begleiter, die Anschaffung sollte dennoch wohlüberlegt sein. Denn die Entscheidung bringt auch einige Jahre der Verantwortung mit sich. Besonders aufgrund der aktuell hohen Nachfrage floriert der illegale Welpenhandel mehr denn je. Vor allem auf Online-Plattformen betreibt die Welpenmafia ihr grausames Geschäft, denn hier können Händlerinnen und Händler noch immer anonym viel zu junge und kranke Tiere aus osteuropäischen Vermehrerstationen

anbieten. Die Bundesregierung muss den Online-Handel daher dringend

regulieren. Am besten schaut man aber ohnehin im örtlichen Tierheim nach

einem passenden vierbeinigen Weggefährten“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

Checkliste für einen verantwortungsvollen Welpenkauf

Bei der Suche nach einem Hund ist es enorm wichtig, nur auf seriöse Angebote zurückzugreifen. Um möglichst sicherzugehen, dass es sich beim angebotenen Welpen nicht um ein Tier aus illegaler Herkunft handelt, sollte man diese Tipps von VIER PFOTEN beachten:

  • Die Übergabe sollte beim Anbieter zu Hause stattfinden: Nur so können Sie die genaue Herkunft des Welpen kennen.
  • Keine Mutter, kein Kauf: Bestehen Sie darauf, das Muttertier zu sehen: Ist sie gesund? Hat sie ein Gesäuge? Manchmal zeigen Online-Verkäufer irgendeine Hündin der gleichen Rasse, während die wahre Mutter in Osteuropa in einer Welpenfabrik leidet.
  • Vorsicht, wenn der Verkäufer viele verschiedene Welpen anbietet: Bei einer großen Auswahl unterschiedlicher Rassewelpen verschiedenen Alters ist davon auszugehen, dass der Verkäufer als Zwischenhändler fungiert.
  • Welpen brauchen die Mutter mindestens bis zur achten Woche: Erst dann sind sie in ihrer Entwicklung so weit, dass sie von ihren Wurfgeschwistern und von der Mutter getrennt werden können.
  • Vorsicht bei Desinteresse des Verkäufers: Ein verantwortungsvoller Züchter will sichergehen, dass es seinen Welpen in ihrem neuen Zuhause gutgeht.
  • Kaufen Sie niemals aus Mitleid: Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt und Sie Zweifel an der Seriosität des Verkäufers haben, kaufen Sie nicht. Informieren Sie stattdessen die Polizei oder das Veterinäramt.
  • Schließen Sie einen Kaufvertrag ab: Dort können Sie alle wichtigen Details zum Hund und Personalien festhalten.
  • Registrieren Sie Ihren Hund: So stellen Sie nicht nur sicher, dass Sie Ihren Hund zurückbekommen, falls er jemals verloren gehen sollte, sondern helfen auch dabei, europaweit aktuelle Registrierungsdaten für Haustiere sicherzustellen, die für Statistiken und zur Regulierung des Online-Handels mit Haustieren benötigt werden.

Modelllösung zur Regulierung des Online-Handels mit Tieren
Auch Tierheime, Tierschutzorganisationen und seriöse AnbieterInnen nutzen Kleinanzeigen-Plattformen, um Tiere in liebevolle Hände zu vermitteln. Deshalb braucht es dringend eine gesetzliche Regulierung, um Inserate illegaler HändlerInnen aussortieren zu können, noch bevor diese online gehen. VIER PFOTEN hat eine Modelllösung entwickelt, die eine vollständige Rückverfolgbarkeit des EU-weiten Online-Handels ermöglicht. Um die Herkunft eines Tieres erfassen zu können, müsste zunächst jeder Hund und langfristig auch jede Katze von einer Tierärztin oder einem Tierarzt mit einem Mikrochip versehen und in einer Datenbank registriert werden. Zu der Chipnummer würden alle Personen erfasst, die im Leben des Tieres eine Rolle gespielt haben und aktuell spielen: Von ZüchterIn und VerkäuferIn über TierärztInnen bis hin zum/zurneuen HalterIn. Bei Auffälligkeiten könnten Strafverfolgungsbehörden die Verantwortlichen binnen kürzester Zeit identifizieren. Zudem müssten Anbietende sich bei der Erstellung eines Inserats vorab verifizieren.

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. www.vier-pfoten.org


Internationaler Tag der Wälder | #Wald

BUND fordert mehr Waldwildnis in Deutschland und einen Einschlagstopp für alte Laubwälder

Berlin. Zum internationalen Tag der Wälder am kommenden Sonntag fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), mehr heimische Wälder als Naturwälder unter strengen Schutz zu stellen. Auf mindestens zehn Prozent der Waldfläche in Deutschland muss es wieder Wälder geben, in denen kein Baum mehr gefällt wird. Die natürlichen Wälder der Erde schwinden in rasantem Tempo, weltweit sind über eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Durch die Corona-Krise ziehen sich die Verhandlungen über das neue globale UN-Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt hin. Deutschland hat sich der Initiative vieler Staaten angeschlossen, bis 2030 weltweit 30 Prozent der Landesfläche unter Schutz zu stellen. Zehn Prozent sollen streng geschützt werden.

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: „Wälder sind ökologische Schatzkammern, Kulturgut und Sehnsuchtsort für Jung und Alt. Ich appelliere an die Bundesregierung, sie mit aller Kraft zu schützen. Daher wünsche ich mir wirksamen Einsatz für den Erhalt von Regenwäldern und mit derselben Kraft die Ausweisung und den Schutz eigener Naturwälder im unserem Land. Weniger als drei Prozent der Wälder in Deutschland dürfen sich derzeit frei von menschlichen Eingriffen entwickeln. Deutschland steht damit im internationalen Vergleich schlecht dar. Die Bundesregierung hat auch ihr selbst gestecktes Ziel verfehlt, bis 2020 fünf Prozent des Waldes dauerhaft aus der forstlichen Nutzung zu entlassen.“

In einigen Bundesländern gibt es erkennbare Fortschritte beim dauerhaften Schutz von Naturwäldern. Bei der Ausweisung von Naturwäldern und dem Schutz von alten Buchenwäldern kommt den Bundesländern eine besondere Aufgabe zu. Bandt: „Insbesondere die Länder müssen in den wenigen noch verbliebenen großflächigen Laubmischwäldern endlich dauerhaft auch große zusammenhängende Waldgebiete unter Schutz stellen. Wir fordern die Bundesregierung auf, ein Programm zur Sicherung von Naturwäldern auf den Weg zu bringen, in das Bund, Länder und Kommunen einbezogen werden.“ Private Waldbesitzende, die ihre Wälder dauerhaft als Naturwälder ausweisen wollen, sollen hierfür finanziellen Ausgleich in Form einer Einmalzahlung erhalten können. Hierfür soll die Bundesregierung einen Waldnaturschutzfonds auflegen.

Der BUND fordert zudem einen sofortigen Einschlagstopp für 100 Jahre alte Laubwälder in öffentlicher Hand. In Zeiten von Klimakrise und Waldsterben gilt es, ältere Laubwälder wie Schatzkammern und Denkmäler besonders zu schützen und sie nicht durch Zerstörung der schützenden Laubdächer noch stärker Hitze und Trockenheit preiszugeben. Denn selbst in ökologisch wertvollen, älteren Laubwäldern finden mancherorts massive Fällungen von Bäumen statt. Noch immer sind zudem zu wenig alte Laubwälder unter strengen Schutz gestellt. Dies gilt insbesondere für die heimischen Rotbuchenwälder, für deren Erhalt Deutschland als Hauptverbreitungsgebiet international eine besondere Verantwortung trägt.

Hintergrund:
Nach Auffassung des BUND müssen mindestens zehn Prozent der Wälder dauerhaft ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden. Denn eine intakte Waldwildnis ist ein essentieller Baustein für den Schutz der biologischen Vielfalt. Viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die auf die Alters- und Zerfallsphasen der Bäume und eine natürliche Dynamik im Wald angewiesen sind, sind hierzulande stark gefährdet. Denn ihr Schutz schließt eine forstliche Nutzung aus – Waldwildnis ist wichtig für die biologische Vielfalt. Weißrückenspecht, Eremit oder Igel-Stachelbart haben nur dann eine Chance, wenn sich die Wälder auf großer Fläche wieder frei entwickeln können.

Mehr Informationen:
BUND-Forderungen zu Deutschlands Wäldern in der Klimakrise: www.bund.net/waldkrise

Auch das aktuelle BUNDmagazin widmet sich dem Schwerpunktthema Wald: www.bund.net/bundmagazin


Hartmannbund fürchtet Hemmnis für schnelles Impfen | #Impfugen #Gesundheit

Überflüssige Bürokratie darf nicht zum Nadelöhr in den Praxen werden!

Der Hartmannbund hat davor gewarnt, überflüssige Bürokratie zum Nadelöhr für das effektive Impfen in den Praxen zu machen. „Andere Länder impfen, Deutschland schreibt erst einmal Regelbücher“, spitzt der Vorsitzende des Arbeitskreises „Ambulante Versorgung“, Dr. Marco Hensel, die Kritik am geplanten Bürokratismus für die anstehenden Impfungen in den Praxen zu. Die vom Gesetzgeber geforderten Abläufe vor und nach einer Corona-Schutzimpfung seien enorm zeitaufwendig. Sie verlangsamten, worauf es jetzt ankomme – eine zügige „Durchimpfung“ der Bevölkerung als einzigem Weg aus dem Lockdown.

„Aufklärung vor Erstimpfung und Aufklärung vor Zweitimpfung, bis zu sechs Unterschriften auf Aufklärungs-, Anamnese und Einwilligungsbögen, jeder Schritt muss dokumentiert werden. Das gleicht dem Aufwand vor einer Operation“, macht Hensel seinem Ärger Luft. Niemand wolle auf Kosten der Patientensicherheit aufs Tempo drücken, aber mit dem anstehenden Ballast an Dokumentation und Information werde man die angepeilten Impfziele verfehlen.

Bei allem Verständnis für den besonderen Schutz für vulnerable Gruppen stellt Hensel auch die Priorisierung bei der Impfkampagne in Frage. „Mindestens sobald ausreichend Impfstoff vorhanden ist, sollte ausschließlich nach STIKO-Empfehlung geimpft werden, wie bei allen anderen Impfungen auch“, fordert der Mediziner. Am Ende des Tages verliere Deutschland zu viel Zeit mit Diskussionen über Priorisierungsgruppen, Schnelltests, Selbsttests, PCR-Tests, Schließungen und Öffnungen, Stufenplänen und auch mit Diskussionen über Sanktionen. Hensel: „Auch wenn sich die Umstände in anderen Ländern nicht immer mit Deutschland vergleichen lassen, wäre hier die eine oder andere Anregung jenseits unserer Grenzen vielleicht durchaus nützlich“.


Größter Einsatz seit dem letzten Weltkrieg | #Rettung

Seit März 2020 sind mindestens 1.874 ehren- und hauptamtliche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler in Hessen im Einsatz gegen Corona (722 Ehrenamtliche und 1.152 Hauptamtliche). Sie engagieren sich in den Impfzentren, bei den mobilen Impfteams und bei den Testungen, stellen den Hintergrunddienst im Rettungsdienst sicher, arbeiten in den koordinierenden DRK-Einsatzstäben und übernehmen Sonderaufgaben z. B. in den Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Größter Rotkreuz-Einsatz seit Kriegsende
Norbert Södler, Präsident des DRK-Landesverbandes Hessen e.V. ist voller Anerkennung: „Dieser Rotkreuzeinsatz hat eine noch größere Dimension als der Einsatz bei der Flüchtlingshilfe in 2015 und ist der größte Dauereinsatz seit dem letzten Weltkrieg. Die Belastung, seit einem Jahr im Einsatz zu sein, ist für alle Beteiligten enorm, wie etwa beim aufwändigen Infektionsschutz im Rettungsdiensteinsatz oder in der ambulanten und stationären Pflege. Ich kann mich an dieser Stelle nicht ausführlich genug bei Ihnen für diesen historischen Einsatz bedanken. Ich werde mich immer voller Stolz und Anerkennung an das derzeit Geleistete erinnern!“
Vor 12 Monaten verursachte der Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 einschneidende Veränderungen für die Menschen auf allen Ebenen. Er hatte Auswirkungen auf alle ehren- und hauptamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler und auf sämtliche DRK-Geschäftsfelder.

Die Erfüllung der Kernaufgaben wurde trotz erhöhten Aufwands und durch schnelle Umsetzung einer großen Digitalisierungsoffensive sichergestellt; einige Angebote mussten im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben und zum Schutz der Risikogruppen beschränkt oder eingestellt werden.

DRK Hessen testet in über 40 Zentren

Mit Stand 18. März 2021 werden 41 Schnelltestzentren und mobile Teststationen von DRK-Kreisverbänden in Hessen betrieben. 28 der 37 DRK-Kreisverbände in Hessen sind in Testaktivitäten eingebunden.
Im Auftrag der Kommunen erhalten Bürgerinnen und Bürger kostenlose Schnelltestangebote durch das DRK in

  • Frankfurt,
  • Landkreis Fulda,
  • Groß-Gerau,
  • Hersfeld-Rotenburg,
  • Kassel Land,
  • Kassel Stadt,
  • im Main-Kinzig-Kreis (einschließlich Hanau),
  • im Main-Taunus,
  • im Odenwald,
  • im Vogelsbergkreis,
  • Waldeck-Frankenberg,
  • Wiesbaden

Weitere DRK-Testzentren befinden sich tagesaktuell in Planung.

Mobile DRK-Teams starteten bereits im Herbst 2020 mit Testungen in Kitas, Schulen, stationären Einrichtungen etc. Die Testung auf den Corona-Virus gilt als wichtiger Schlüssel, um Infektionsketten früh zu unterbrechen.

DRK Hessen schult 900 Bundeswehrangehörige

Seit Ende Januar 2021 schulte das DRK in Hessen über 900 Bundeswehrangehörige in der Durchführung von Schnelltests. Sie versehen bis Ostern ihren Dienst in stationären Einrichtungen und werden dann von ebenfalls geschulten Freiwilligen abgelöst.
Im Januar 2021 startete das Bundesgesundheitsministerium eine Schulungskampagne, bei der Angehörige der Bundeswehr und später Freiwillige der Bundesagentur für Arbeit durch das DRK in ganz Deutschland geschult werden. Innerhalb einer Woche organisierte das Rote Kreuz in Hessen dafür einen Schulungsplan mit Örtlichkeiten, Multiplikatoren und Zeitplänen.

DRK Hessen beteiligt an 21 von 28 Impfzentren

Zehn Impfzentren werden seit Ende Dezember 2020 von folgenden DRK-Kreisverbänden (KV) und einer GmbH als Dienstleister betrieben, davon vier in Alleinverantwortung des DRK, sechs in Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen oder Partnern:

  • DRK-KV Dillenburg e.V. in Lahnau-Waldgirmes (Lahn-Dill-Kreis)
  • DRK-KV Eschwege e.V. mit DRK-KV Witzenhausen e.V. – Eschwege (Werra-Meißner-Kreis)
  • DRK-KV Frankfurt e.V. in der Festhalle (Stadt Frankfurt)
  • DRK-KV Limburg e.V. mit DRK-KV Oberlahn e.V. in Limburg-Dietkirchen (Kreis Limburg-Weilburg), gemeinsam mit MHD
  • DRK-KV Marburg-Gießen e.V. (gemeinsam mit JUH)
    in Marburg (Kreis Marburg-Biedenkopf) und Heuchelheim (Kreis Gießen)
  • DRK-Rettungs- und Sozialdienste Starkenburg GmbH in Reinheim (Kreis Darmstadt-Dieburg, gemeinsam mit JUH)
  • DRK-KV Main-Taunus (gemeinsam mit ASB) in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis)
  • DRK-KV Fulda mit DRK-KV Hünfeld und weiteren Kooperationspartnern in Fulda (Kreis Fulda)
  • DRK-KV Odenwaldkreis in Erbach (Odenwaldkreis)

Bei elf weiteren hessischen Impfzentren stellt das DRK Teilkomponenten wie Impfpersonal, den Sanitätsdienst, mobile Impfteams oder Logistik.

Im Vorfeld waren etwa 285 ehrenamtliche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus dem Katastrophenschutz am Aufbau von sieben Impfzentren beteiligt.

DRK-Ehrenamtliche stemmen großes Zusatzpensum

An vielen Stellen bei den genannten Aufgaben sind nicht nur hauptamtliche, sondern auch ehrenamtliche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aktiv im Einsatz. Darüber hinaus unterstützen sie in 16 hessischen DRK-Kreisverbänden im Hintergrund-Rettungsdienst.
Im Dezember 2020 halfen zahlreiche ehrenamtliche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler bei alltäglichen Versorgungsaufgaben und der Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Einrichtungen.

Umfangreiches, meist ehrenamtliches Engagement findet seit Pandemiebeginn auch in den DRK-Einsatzstäben vor Ort in den Kreisen und auf Landesebene statt, um die Zusatzaufgaben zu koordinieren.

Herausgeber

Das Rote Kreuz in Hessen

Das hessische Rote Kreuz gliedert sich in 37 Kreisverbände und 424 Ortsvereine. Die fünf Gemeinschaften Bereitschaften, Wasserwacht, Bergwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie das Jugendrotkreuz sind die Elemente des Deutschen Roten Kreuzes in Hessen.
Wir haben 322 Bereitschaften, 193.130 Fördermitglieder, 18.429 aktive Helferinnen und Helfer, darunter 4.579 Jugendrotkreuzmitglieder in 260 JRK-Gruppen. Zudem arbeiten 7.976 hauptamtliche Mitarbeiter im DRK Hessen.

DRK Landesverband Hessen e.V.

65189 Wiesbaden | Abraham-Lincoln-Str. 7


Serieller und modularer Wohnungsbau: Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr bezahlbarem Wohnraum | #Immobilien

Serieller und modularer Wohnungsbau: Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr bezahlbarem Wohnraum

Berlin – Quer durch Deutschland entstehen derzeit neue Mehrfamilienhäuser in zukunftsweisender Bauart. Planung und Realisierung dauern nur wenige Monate. Die Baustellenzeit sogar nur einige Wochen. Möglich macht das die serielle und modulare Bauweise.

„Serielles und modulares Bauen ist schnell, günstig und liefert Wohngebäude in hoher Qualität. Mit anderen Worten: Haute Couture vom Band. Es ist damit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr bezahlbarem Wohnraum in Deutschland“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, anlässlich der heute stattfindenden Zwischenbilanz-Veranstaltung zur Förderung „Serieller und modularer Bauweisen“ im Rahmen der Wohnraumoffensive der Bundesregierung.

Mit seiner Rahmenvereinbarung zum Seriellen Bauen hat der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW Pionierarbeit geleistet. Mithilfe eines erstmals durchgeführten europaweiten Wettbewerbs der besten zukunftsweisenden Wohnungsbaukonzepte hat die Wohnungswirtschaft 2018 gemeinsam mit dem Bundesbauministerium, der Bundesarchitektenkammer und der Deutschen Bauindustrie Neuland betreten. Die seitdem bundesweit entstehenden seriellen und modularen Mehrfamilienhäuser beweisen: Qualität setzt sich durch.

„Die Anwendung der seriellen und modularen Wohnungsbau-Konzepte hat in den vergangenen Monaten deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Vorteile dieser Bauweise sind groß: geringer Flächenverbrauch, hoher Wohnkomfort, vorbildliche Energieeffizienz sowie Barrierefreiheit“, sagt GdW-Präsident Axel Gedaschko.

Rund 2.500 Wohnungen sind aktuell im Zuge der GdW-Rahmenvereinbarung für serielles und modulares Bauen im Entstehen, beauftragt oder geplant. Über die Projekte aus der Rahmenvereinbarung hinaus inspiriert die GdW-Initiative auch zahlreiche weitere Bauherren, das Bauen der Zukunft in Angriff zu nehmen. So wird aktuell eine Vielzahl zusätzlicher Wohnungen im Zuge serieller und modularer Bauprojekte geschaffen, für die die GdW-Rahmenvereinbarung Idee und Anstoß liefert. Schwerpunkte der Bautätigkeit sind die Ballungsräume Berlin, Frankfurt am Main und Stuttgart.

Ein Erfolg auf dem gemeinsamen Weg zu mehr günstigem Wohnraum ist zudem, dass die Typengenehmigung in die Musterbauordnung aufgenommen wurde. „Einmal genehmigt, mehrfach gebaut ist das Gebot der Stunde, um das Ziel von insgesamt 140.000 neuen bezahlbaren Mietwohnungen pro Jahr erreichen zu können. Die Länder dürfen nicht weiter abwarten und müssen die Typengenehmigung sehr zügig in ihre Bauordnungen aufzunehmen“, so Gedaschko. „Wenn dann noch die Kommunen mitziehen und kostengünstig Grundstücke nach dem besten Wohnungsbau-Konzept statt nach Höchstpreis zu vergeben, kommen wir beim bezahlbaren Wohnen auf einen guten Weg.“

Fotos von seriellen und modularen Bauprojekten finden Sie hier zum Download.

Die GdW-Rahmenvereinbarung sowie weitere Infos finden Sie auf der GdW-Website.

Den Film der Wohnraumoffensive zum seriellen und modularen Bauen mit Statements von GdW-Präsident Axel Gedaschko und Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser gibt es hier zum Anschauen: www.bilanz-wohnraumoffensive.de/mediathek

Welche seriellen und modularen Mehrfamilienhäuser – aus der GdW-Rahmenvereinbarung oder von ihr inspiriert – sind wo in Deutschland bereits entstanden oder in Planung? Eine (nicht abschließende) Auswahl im Steckbrief-Format finden Sie im Mitgliedermagazin der Wohnungswirtschaft: wi Journal.

Den GdW-Film zum seriellen und modularen Bauen finden Sie im Youtube-Kanal des GdW.

Herausgeber

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs-

und Immobilienunternehmen e.V.

Klingelhöferstraße 5

10785 Berlin


Vitaler Wald braucht Anstrengungen aller Akteure, Waldbesitzer können es nicht allein | #Wald

München (bbv) –Zunehmende Wetterextreme wie Stürme oder Dürre, steigende Schäden durch Massenvermehrung waldschädlicher Insekten oder mehr Waldbrände setzen unseren Wäldern zu. Dadurch sind in Deutschland allein in den letzten drei Jahren Kahlflächen von 285.000 Hektar entstanden, die nun mit klimastabilen Baumarten wiederaufgeforstet werden. Dabei müssen alle einen Akteure Beitrag leisten, fordert der Bayerische Bauernverband anlässlich des 50. Internationalen Tages des Waldes am 21. März.

„Unsere Waldbesitzer haben mit der Wiederaufforstung eine gewaltige Aufgabe zu lösen. Aber auch die Politik muss ihren Beitrag zum Walderhalt leisten, insbesondere durch Bereitstellung finanzieller Hilfen sowie fachliche Beratung. Zudem ist eine konsequent waldorientierte Ausrichtung der Jagd im Rahmen der geplanten Novelle des Bundesjagdgesetzes notwendig, damit die jungen Bäumchen nicht von Reh und Hirsch verbissen werden und gesund hochwachsen können“, betont Josef Wutz, Waldpräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

Mehr Wälder in Bayern
Zwar bedecken Wälder immer noch rund 30 Prozent der Erdoberfläche, jedoch beträgt der globale Waldverlust zwischen 2010 und 2020 rund 4,7 Millionen Hektar pro Jahr. Der Schwerpunkt der Waldverluste lag dabei in den Tropen Afrikas und Südamerikas. In der EU 27 hingegen nahm die Waldfläche durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und die natürliche Ausbreitung des Waldes in den letzten zehn Jahren um über eine viertel Million Hektar jährlich zu.

Auch in Bayern ist die Waldfläche durch Aufforstungen seit 1980 um mehr als das doppelte der Fläche des Chiemsees (rund 16.000 Hektar) angewachsen. Aktuell sind rund 2,6 Mio. Hektar Bayerns mit Wald bedeckt. Das entspricht rund 2.000 m2 je Einwohner.

Schutz und Erhalt der Wälder sind gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Das Thünen Institut (Bolte et al. 2021) hat ermittelt, dass ein Viertel der deutschen Waldfläche (ca. 2,85 Mio. ha) einem hohen Risiko ausgesetzt ist. Will man diese Flächen bis zum Jahr 2050 klimastabil umgestalten, wären dies jährlich 95.000 Hektar. Die geschätzten erforderlichen Kosten über diesen Zeitraum belaufen sich auf 14 bis 43 Milliarden Euro. „Diesen enormen Aufwand können die Waldbesitzer keinesfalls alleine stemmen. Die von Bund und Ländern aktuell zur Verfügung gestellten 1,5 Milliarden Euro für die Jahre 2020 bis 2023 können also nur der erste Schritt sein. Denn unsere Wälder sind systemrelevant und damit ist deren Schutz und Erhalt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“, betont Wutz. Schließlich gehe es um den Erhalt der vielen Funktionen, die der Wald für Mensch und Natur erfüllt. Es gehe um den Wald als Klimaschützer, als Schutz vor Lawinen, Erosion und Hochwasser, als Wasserspeicher, als grüne Lunge, Erholungsort und Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere.

Für den Bayerischen Bauernverband sind die nationalen und internationalen Ziele des Klimaschutzes nur zu erreichen, wenn die Wälder gesund bleiben und nachhaltig bewirtschaftet werden. Josef Wutz: „Pro Sekunde wächst in Bayern ein Kubikmeter Holz zu, der eine Tonne des Klimagases CO2 bindet. Wird dieses Holz genutzt und z.B. in Holzprodukten, wie einem Holzhaus oder Möbel, langfristig gebunden, dann ist dies Klimaschutz in allerbestem Sinne. Damit leisten nachhaltig bewirtschaftete Wälder nachweislich mehr für den Klimaschutz als stillgelegte Wälder.“ Aktuell werden 35 Mio. Tonnen CO2 jährlich durch die nachhaltige Nutzung der Wälder in Bayern vermieden oder in Holzprodukten gespeichert. Dieser Wert könnte aber noch gesteigert werden. „Für die Klimaschutzleistung nachhaltiger Waldbewirtschaftung fordern wir deshalb eine flächenabhängige Prämie für unser Waldbesitzer“, erklärt Wutz.

Zum Internationalen Tag des Waldes
Der 21. März ist der „Internationale Tag des Waldes“. Die FAO (Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen) hatte diesen Tag erstmals vor 50 Jahren als Reaktion auf die weltweite Vernichtung der Wälder ins Leben gerufen. „Wälder schützen durch nachhaltiges Nutzen“ lautet seitdem die Botschaft, die in Deutschland bereits seit über 300 Jahren in der Forstwirtschaft und den 700.000 bayerischen Waldbesitzerfamilien als Grundprinzip fest verankert ist.

Mehr zum Internationalen Tag des Waldes finden Sie unter http://www.fao.org/international-day-of-forests/en/

Herausgeber

Bayerischer Bauernverband – Kommunikation
Max-Joseph-Straße 9 – 80333 München


Wasserressourcen müssen besser geschützt werden | #Umweltschutz

Jedes Jahr am 22. März rufen die Vereinten Nationen zum Weltwassertag auf. 2021 steht er unter dem Motto „Valuing Water“ (deutsch: „Wert des Wassers“).

„Der Wert von Trinkwasser für den Menschen kann gar nicht zu hoch angesetzt werden, es ist für uns alle lebensnotwendig “, betont Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Trinkwasser ist nicht nur das Lebensmittel Nummer 1, sondern zum Beispiel auch für die Körperhygiene und das regelmäßige Händewaschen unentbehrlich. In der aktuellen Corona-Pandemie ist das besonders wichtig.“

Die Wasserwirtschaft nehme ihren Versorgungsauftrag im Rahmen der Daseinsvorsorge sehr ernst: „Die Wasserversorger haben die Pflicht, die Bevölkerung mit Trinkwasser in ausreichender Menge und rund um die Uhr in einwandfreier Qualität zu versorgen, auch in Krisenzeiten. Diesen Auftrag erfüllen sie verlässlich seit vielen Jahrzehnten.“

Auch neuen Herausforderungen stellt sich die Wasserwirtschaft: Die zunehmende Zahl extremer Wetterereignisse aufgrund des Klimawandels, wie Dürreperioden oder Starkregenereignisse machen Anpassungen der Wasserinfrastruktur notwendig. Um das Versorgungssystem und die Anlagen kontinuierlich in Stand zu halten und an die aktuellen Herausforderungen anzupassen, investiert die öffentliche Wasserversorgung jedes Jahr rund drei Milliarden Euro. Sie gehört damit zur Spitzengruppe der Investoren der Wasserversorgung in Europa und hat mit die niedrigsten Wasserverluste bezogen auf das Bruttowasseraufkommen.

„Wasser ist eine unserer wichtigsten Ressourcen. Deshalb gilt es, sie zu schützen“, sagt Weyand. „Das Trinkwasser in Deutschland ist von höchster Qualität. Damit das auch so bleibt, sollten wir besonders sorgsam damit umgehen. Verschmutzungen, zum Beispiel durch Nitrateinträge oder Arzneimittelrückstände, gilt es dringend zu verringern. Gerade mit Blick auf Hitzeperioden wird es immer wichtiger, die Grundwasserqualität zu sichern. Je weniger Wasserressourcen verschmutzt werden, desto mehr Grundwasser steht zur Verfügung. Dabei ist das Verursacher- und das Vorsorgeprinzip zu beachten: Die Einträge sind bereits an der Quelle zu minimieren.“

Im Rahmen des Weltwassertages kürt das Umweltbundesamt auch jährlich den „Gewässertyp des Jahres“. 2021 ist dies der geschichtete Alpensee.


Tafeln gegen Rassismus: Kampagne soll Zusammenhalt während der Pandemie stärken | #Gleichberechtigung

Digitale Aktionen zu den Wochen gegen Rassismus

Tafel Deutschland ist erneut Partner der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die vom 15. bis 28. März 2021 unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos.“ stattfinden. Unterstützt von Tafel-Aktiven aus ganz Deutschland startet der Dachverband eine digitale Kampagne gegen Diskriminierung und für eine gleichberechtigte, solidarische Gesellschaft.

„Solidarität ohne Wenn und Aber – so arbeiten auch die Tafeln. Wir unterstützen alle Menschen, die Hilfe benötigen – unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Religion oder sexueller Orientierung“, erklärt Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland.

Tafeln verteilen nicht nur Lebensmittel an Menschen mit wenig Geld, sondern schaffen auch Orte der Begegnung. Mit interkulturellen Projekten, gemeinsamen Veranstaltungen oder Gesprächen in den Ausgaberäumen fördern Tafeln aktiv das Einander-Zuhören und Sich-Voneinander-Erzählen. Auf diese Weise können Vorurteile abgebaut und Verständnis geschaffen werden.

Die Pandemie bestimmt seit einem Jahr nicht nur die medialen Debatten, sondern auch die Abläufe in den Ausgabestellen der Tafeln. Viele Begegnungsprojekte können nicht stattfinden. Umso wichtiger sind gerade jetzt antirassistisches Engagement und das Schaffen diskriminierungsfreier Strukturen in allen gesellschaftlichen Bereichen.

„Nur, wenn wir in der gesamten Gesellschaft entschlossen gegen Rassismus und Diskriminierung eintreten, hat jeder Mensch die gleichen Chancen auf ein gerechtes und selbstbestimmtes Leben“, so Jochen Brühl. Anlässlich der diesjährigen Wochen gegen Rassismus zeigt Tafel Deutschland deshalb online in den sozialen Netzwerken Gesicht: Gemeinsam mit Tafel-Aktiven sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern setzen sie unter dem Hashtag Hashtag-TafelngegenRassismus ein Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz, Vielfalt und Solidarität. „Tafeln bilden soziale Netze, online wie offline“, sagt Jochen Brühl.

Interkultureller Zusammenhalt wird bei den Tafeln aktiv unterstützt. Mit dem vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat geförderten Projekt MOTIV („Maßnahmen zur Offenheit der Tafeln für Interkulturelles und Vielfalt“) bildet die Tafel-Akademie Tafel-Aktive für die interkulturelle Zusammenarbeit weiter, unterstützt die Vernetzung mit Migrant:innen-Organisationen vor Ort und fördert Projekte finanziell. Dadurch entsteht Raum für interkulturelle Begegnung und Austausch.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden jedes Jahr rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März statt. Den Gedenktag riefen die Vereinten Nationen 1966 ins Leben, um an das Massaker von Sharpeville in Südafrika zu erinnern, bei dem Polizisten im Jahr 1960 69 schwarze Anti-Apartheid-Demonstrant:innen erschossen.

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen.

Herausgeber

Tafel Deutschland e. V.

Lebensmittel retten. Klima schützen. Menschen helfen.

Die über 950 gemeinnützigen Tafeln in Deutschland sammeln einwandfreie überschüssige Lebensmittel von Händlern und Herstellern und verteilen diese regelmäßig an mehr als 1,6 Millionen armutsbetroffene Menschen im ganzen Land. Damit schaffen sie eine Brücke zwischen Verschwendung und Armut. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland e. V.

www.tafel.de


DOKR-Ausschüsse: Aktivenvertreter gewählt | #Wahlen

Aktive schlagen Ausschussvorsitzende vor

Warendorf (fn-press). Im Superwahljahr 2021 mit sechs Landtagswahlen und der Bundestagswahl werden auch in Pferdesport und -zucht die Gremien und Ausschüsse neu gewählt. Den Anfang haben die Aktiven gemacht. Sie haben ihre Aktivenvertreter gewählt und einen Vorsitzenden für ihren Disziplinausschuss beziehungsweise -beirat vorgeschlagen. Letztere bedürfen allerdings noch der Zustimmung durch die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) beziehungsweise durch den Vorstand Sport/DOKR.

Erstmals wurden in diesem Jahr die Aktivenvertreter in zwei Altersklassen getrennt gewählt: Sowohl die Spitzenkader (Olympiakader, Perspektivkader und Nachwuchskader-U25-) als auch sämtliche U21-Nachwuchskader jeder Disziplin konnten jeweils einen Aktivensprecher sowie Stellvertreter benennen. Die Aktiventreffen fanden online statt, die Wahl anschließend schriftlich im Umlaufverfahren „Die Disziplinausschüsse sind seit 2010 in zwei Arbeitsgruppen unterteilt: Spitzensport und Nachwuchssport. Da ist es nur sinnvoll, dass in jeder Gruppe ein Vertreter der Aktiven mitwirken kann. Im Springen und in der Dressur haben wir das schon so getestet und dort hat sich als sehr bereichernd erwiesen“, sagt DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler.

Neue Aktivenvertreterin in der Dressur ist Helen Langehanenberg (Billerbeck). Die Olympia-Silbermedaillengewinnerin mit dem Team und ehemalige Mannschafts- und Vizeweltmeisterin löst Reitmeister Hubertus Schmidt (Borchen-Etteln) ab, der zum stellvertretenden Aktivensprecher gewählt wurde. Das neue Amt der U21-Aktivensprecherin übernimmt die Vize-Europameisterin der Jungen Reiter Lia Welschof aus Paderborn, ihre Stellvertreterin ist Semmieke Rothenberger (Bad Homburg). Für den Ausschussvorsitz wurde Klaus Roeser aus Lohne zur Wiederwahl vorgeschlagen.

Im Springen bleibt Derbysieger und FN-Präsidiumsmitglied Holger Wulschner aus Passin weiterhin Aktivensprecher. Als Stellvertreter wurde Mario Stevens aus Molbergen gewählt. Neue Aktivensprecherin der Nachwuchsreiter ist ehemalige Vizeuropameisterin der Jungen Reiter, Justine Tebbel aus Emsbüren. Sie löst Laura Klaphake (Steinfeld) ab, die vor vier Jahren als erste „inoffizielle“ U21-Aktivenvertreterin frischen Wind in den Ausschuss brachte. Ihr Stellvertreter ist Max Haunhorst aus Hagen a.T.W.. Darüber hinaus setzen die Aktiven auf Kontinuität an der Spitze des DOKR-Ausschusses und nominierten ihren langjährigen Vorsitzenden Peter Hofmann aus Mannheim für eine weitere Amtsperiode, der auch verantwortliches Präsidiumsmitglied für den Spitzensport ist.

In der Vielseitigkeit sprachen die Aktiven Dr. Annette Wyrwoll erneut ihr Vertrauen aus. Die Tierärztin und ehemalige Olympiareiterin aus Duggendorf bleibt auch die nächsten vier Jahre Ü21-Aktivensprecherin. Ihre Stellvertreterin ist Ingrid Klimke aus Münster. Als Vertreter der Nachwuchsreiter wurde Jerôme Robiné (Warendorf/Darmstadt), ehemaliger Mannschaftseuropameister der Jungen Reiter und Perspektivgruppenmitglied, gewählt, seine Stellvertreterin ist Antonia Baumgart (Düsseldorf). Wunschkandidat der Aktiven für den Ausschussvorsitz bleibt Dr. Jens Adolphsen (Hungen).

Im Voltigieren sind die beiden bisherigen Aktivensprecher im Amt bestätigt worden: Aktivensprecherin ist Longenführerin Simone Drewell aus Steinhagen, dem Pas-de-Deux-Vizewelt- und –europameister Torben Jacobs aus Köln gaben die U21-Voltigierer ihre Stimme. Ihre Stellvertreter sind Erik Heine aus Radebeul beziehungsweise Andreas Bäßler aus Bärwalde (U21). Als neue Vorsitzende wurde die Hamburgerin Kerstin Nimmesgern als Nachfolgerin von Jochen Schilffarth vorgeschlagen.

In der Para-Dressur wurde der mehrfache Paralympics-Teilnehmer Steffen Zeibig aus Arnsdorf im Amt bestätigt, seine Stellvertreterin bleibt Regine Mispelkamp (Geldern). Den Vorsitz des DOKR-Beirats Para Equestrian soll auf Wunsch der Aktiven auch in Zukunft in Händen von Dr. Jan Holger Holtschmit aus Homburg liegen, der auch Vorsitzender des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten ist.

Eine etwas andere Regelung als in die übrigen Disziplinen gibt es im Fahren. Hier wurde neben einem U21-Aktivensprecher – Carl Holzum aus Steinfeld – jeweils ein Aktivenvertreter je Anspannungsart gewählt. Danach vertritt künftig der Doppel-Weltmeister von 2012, Christoph Dieker aus Gescher, die Einspännerfahrer. Vertreter der Zweispännerfahrer ist der mehrfache WM-Teilnehmer Arndt Lörcher. Er gewann zuletzt 2019 mit der deutschen Mannschaft Bronze bei der Zweispänner-WM in Drebkau. René Poensgen aus Eschweiler bei Aachen fährt seit vielen Jahren erfolgreich Vierspänner und nahm unter anderem an den Weltmeisterschaften in Riesenbeck 2012 teil. Er vertritt die Interessen der Vierspännerfahrer. Neu als Aktivenvertreter gewählt wurde Steffen Brauchle aus Pfalzgrafenweiler. Der amtierende Weltmeister der Pony-Vierspänner und mehrfache Deutscher Meister vertritt sämtliche Pony-Anspannungsarten. Für den Ausschussvorsitz wurde der bisherige stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende Rainer Bruelheide (Melle) vorgeschlagen, der die Nachfolge des verstorbenen, langjährigen Ausschussvorsitzenden Rudolf Temporini antreten soll.

Im Distanzreiten ist Ursula Klingbeil aus Buch als Aktivenvertreterin gewählt worden. Ihre Stellvertreterin ist Anne Wegner aus Hannoversch Münden. Die Nachwuchsreiter haben Moira Al Samarrai aus Rothenburg an der Fulda als U21-Aktivenvertreterin gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Jule Klingbeil (Buch).

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.pferd-aktuell.de


Corona-Sonderregeln für die Ausstellung von Krankschreibungen | #Corona

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat gestern die Corona-Sonderregeln für die Ausstellung von Krankschreibungen, für ärztlich verordnete Leistungen und Krankentransporte sowie für die telefonische Beratung in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung über den 31. März hinaus um weitere drei bzw. sechs Monate verlängert. Nachfolgend eine Übersicht über die verlängerte Geltungsdauer der Corona-Sonderregeln:

– Arbeitsunfähigkeit:
Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können wie bisher telefonisch für bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden. Gilt bis 30. Juni 2021.

– ASV:
In der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) bleibt der Behandlungsumfang um die Möglichkeit zur telefonischen Beratung für alle Patientengruppen erweitert. Gilt bis 30. Juni 2021.
Entlassmanagement:
Krankenhausärztinnen und -ärzte können weiterhin im Rahmen des Entlassmanagements eine Arbeitsunfähigkeit für eine Dauer von bis zu 14 Kalendertagen statt bis zu 7 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus bescheinigen. Ebenso können sie für die Dauer von bis zu 14 Tagen häusliche Krankenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Soziotherapie sowie Hilfs- und Heilmittel verordnen, insbesondere dann, wenn das zusätzliche Aufsuchen einer Arztpraxis vermieden werden soll. Außerdem können die Verordnungsmöglichkeiten von Arzneimitteln bei der Entlassung aus dem Krankenhaus wie bisher flexibler gehandhabt werden. Gilt bis Ende der epidemischen Lage.

– Erleichterte Vorgaben für Verordnungen:
Heilmittel-Verordnungen bleiben auch dann gültig, wenn es zu einer Leistungsunterbrechung von mehr als 14 Tagen kommt. Darüber hinaus bleiben Ausnahmen für bestimmte Fristen bei Verordnungen im Bereich der häuslichen Krankenpflege bestehen: Folgeverordnungen müssen nicht in den letzten 3 Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums ausgestellt werden. Außerdem können Ärztinnen und Ärzte Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege für bis zu 14 Tage rückwirkend verordnen. Ebenfalls muss vorübergehend eine längerfristige Folgeverordnung von häuslicher Krankenpflege nicht begründet werden. Gilt bis 30. September 2021.

– Krankentransport:
Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an Corona erkrankten Versicherten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, bedürfen wie bisher vorübergehend nicht der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse. Gilt bis Ende der epidemischen Lage.

– Verlängerung der Vorlagefrist für Verordnungen: Die Frist zur Vorlage von Verordnungen bei der Krankenkasse bleibt weiterhin für häusliche Krankenpflege, Soziotherapie sowie spezialisierte ambulante Palliativversorgung von 3 Tagen auf 10 Tage verlängert. Gilt bis 30. September 2021.

– Verordnungen nach telefonischer Anamnese: Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel und Heilmittel dürfen weiterhin auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch die Ärztin oder den Arzt erfolgt ist. Die Verordnung kann dann postalisch an die Versicherte oder den Versicherten übermittelt werden. Dies gilt im Bereich der Heilmittel auch für Folgeverordnungen von Zahnärztinnen und Zahnärzten. Ebenso sind weiterhin Verordnungen von Krankentransporten und Krankenfahrten aufgrund telefonischer Anamnese möglich. Gilt bis 30. September 2021.

– Videobehandlung: Eine Behandlung kann weiterhin auch per Video stattfinden, wenn dies aus therapeutischer Sicht möglich und die Patientin oder der Patient damit einverstanden ist. Diese Regelung gilt für eine Vielzahl von Heilmitteln, die von Vertrags(zahn)ärztinnen und -ärzten verordnet werden können. Auch Soziotherapie und psychiatrische häusliche Krankenpflege können mit Einwilligung der Patientin oder des Patienten per Video erbracht werden. Gilt bis 30. September 2021.

Die Beschlüsse hierzu treten zum 1. April 2021 in Kraft.

Sämtliche vom G-BA beschlossenen befristeten Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind unter folgendem Link zu finden: www.g-ba.de/sonderregelungen-corona.

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.der-paritaetische.de


Springreiterin spricht über sexualisierte Gewalt im Pferdesport | #Sport #Frauen

Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN)

Interview mit Springreiterin zur sexualisierten Gewalt im Pferdesport

Warendorf (fn-press). Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) richtet einen Betroffenenrat zur Prävention, Aufarbeitung und Intervention von sexualisierter Gewalt ein.

Noch bis zum 15. April können Betroffene sich melden, um sich in dieses ehrenamtliche Gremium einzubringen. Ihre Mitarbeit angeboten hat bereits Lisa Marie Kreutz. Die Springreiterin hat die Kampagne Hashtag-uyvequestrian ins Leben gerufen. Mit dem Aufruf „use your voice“ (uyv) – zu Deutsch „Benutze deine Stimme“ – setzt sie sich gegen sexuelle Belästigung von Pferdeportler*innen und für einen respektvollen Umgang im Pferdesport ganz generell ein. FN-aktuell hat mit Lisa Marie Kreutz über ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt und ihre Motivation, im FN-Betroffenenrat mitzuarbeiten gesprochen. Ausführliche Informationen zum Betroffenenrat und das Formular zur vertraulich behandelten Interessensbekundung finden sich auf der FN-Homepage

FN-aktuell: Sie engagieren sich seit über einem Jahr gegen sexualisierte Gewalt im Pferdesport. Wie kam es dazu? Was sind Ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt?
Lisa Marie Kreutz: „Ich habe angefangen mich gegen sexualisierte Gewalt einzusetzen, weil ich wütend war. Als ich 2019 die Social Media-Aktion „Use your voice equestrian“ gestartet habe, wurde das Thema sexualisierte Gewalt im Pferdesport nur sehr selten öffentlich behandelt, weshalb dahingehend allgemein auch nur ein sehr geringes sensibilisiertes Bewusstsein vorhanden war. Ich habe miterlebt, wie Betroffenen keinen Glauben geschenkt und über Täter hinweggesehen wurde. Ich persönlich wollte nicht länger wegsehen und anstattdessen etwas tun, dass sowohl das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein stärkt, aber vor allem auch Betroffene ermutigt und ihnen im besten Fall sogar hilft, mit ihrer eigenen Situation bestmöglich umgehen zu können.
Durch meine eigene Betroffenheit weiß ich, wie grausam die Auswirkungen solcher Erlebnisse sein können. Ich weiß wie es ist, wenn man noch lange Zeit nach der Tat, die Berührungen spüren kann und sich aus der eigenen Haut schälen will. Wie es ist, wenn einenm die Gedanken daran verfolgen und den Schlaf rauben.
Ich hatte das große Glück, die passende Unterstützung im Hintergrund zu haben und alles Eerlebte sehr gut verarbeiten zu können. Allerdings war mir auch bewusst, dass andere dieses Glück nicht haben und vielleicht sogar überhaupt nicht darüber sprechen können.
Dagegen wollte ich etwas tun. Ich wollte zeigen, dass niemand mit derartigen Erlebnissen allein ist und das Thema ein Stück weit enttabuisieren.
Immerhin sind wir Sportler der einzigen olympischen Sportart, in der Männer und Frauen gleichberechtigt gegeneinander antreten. Bei uns darf dieses Thema einfach nicht ignoriert werden. Ignoranz ist eine Entscheidung, keine Lösung.“

FN-aktuell: Die FN richtet gerade einen Betroffenenrat ein – ein ehrenamtliches Gremium, in dem Betroffene ihre Expertise und Sichtweise in die Prävention, Aufarbeitung und Intervention sexualisierter Gewalt einbringen können. Sie haben Ihre Mitarbeit im FN-Betroffenenrat angeboten. Was möchten Sie erreichen?
Lisa Marie Kreutz: „In der Öffentlichkeit konnte ich bisher gut auf das Thema aufmerksam machen und bereits vielen Betroffenen weiterhelfen. Der Betroffenenrat ist in meinen Augen das nächste Level. Er gibt uns die großartige Chance, hinter den Kulissen und an den Wurzeln der Thematik zu arbeiten. Mit meiner Mitarbeit dort möchte ich zu Sensibilisierungs- und Präventionsmaßnahmen beitragen, aber auch weitere Schritte bezüglich der Hilfe und dem Umgang mit Betroffenen besprechen.
Die FN ist der erste deutsche Sportverband, der diesen wichtigen Schritt geht und ein derartiges Gremium ins Leben ruft. Ich möchte einfach die Möglichkeit nutzen, etwas Wwichtiges bewegen zu können und unseren Sport ein kleines bisschen sicherer zu machen.“

FN-aktuell: Noch bis zum 15. April können Betroffene ihre Mitarbeit im FN-Betroffenenrat anbieten. Nicht jeder geht so selbstbewusst oder öffentlich wie Sie mit dem Thema um. Wie oder womit würden Sie Betroffene ermutigen, sich in den FN-Betroffenenrat einzubringen?
Lisa Marie Kreutz: „Es ist auf keinen Fall einfach, so öffentlich mit den eigenen Erlebnissen und der Thematik umzugehen. Von daher finde ich es wichtig zu sagen, dass die Arbeit beim Betroffenenrat auch anonym stattfinden kann. Darüber hinaus kann es auch helfen mit Menschen zu arbeiten, die ähnliche Dinge erlebt haben und vor allem sollte einem bewusst sein, dass die Arbeit in dem Gremium langfristig vielen weiteren hilft, die unter sexualisierter Gewalt gelitten haben. Wir haben die Möglichkeit zu helfen und zu verändern. Das ist eine riesige Chance, die wir nutzen sollten. Es ist für viele sicherlich ein großer Schritt, die eigene Expertise einzubringen und sich wieder mit dem Thema auseinanderzusetzen. Aber an der Stelle kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich lohnt. Sowohl für den eigenen Umgang mit dem Eerlebten, als auch für all die anderen, denen man damit helfen kann.“
Das Interview führte Adelheid Borchardt.

FN-Betroffenenrat
Mit einem Betroffenenrat will die FN ihre Maßnahmen zur Prävention, Aufarbeitung und Intervention von sexualisierter Gewalt ergänzen. Bei der Einrichtung dieses ehrenamtlichen Gremiums hat die FN sich Hilfe bei dem international agierenden Verein gegen sexuellen Kindesmissbrauch Innocence in Danger e.V. (IID) geholt.

Der Verein hat bereits Erfahrung mit der Einrichtung eines Betroffenenrates. Wer im Betroffenenrat mitarbeiten möchte, kann sein Interesse bis zum 15.4.2021 bei Innocence in Danger bekunden. Ausführliche Informationen zum Betroffenenrat und das Formular zur vertraulich behandelten Interessensbekundung finden sich auf der FN-Homepage unter www.pferd-aktuell.de/deutsche-reiterliche-vereinigung/verbandspositionen/schutz-vor-sexualisierter-gewalt
Gemeinsam mit dem DOSB und seinen Mitgliedsorganisationen setzt sich die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gegen sexualisierte Gewalt im Sport ein.

Die körperliche und emotionale Nähe, die im Sport entstehen kann und in keinem anderen Zusammenhang ähnlichen Stellenwert findet, birgt Gefahren sexualisierter Übergriffe. Eine Kultur der Aufmerksamkeit und des Handelns Verantwortlicher muss dazu beitragen, Betroffene zum Reden zu ermutigen, potentielle Täter abzuschrecken und ein Klima zu schaffen, das Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sport vor sexualisierter Gewalt schützt. In den letzten zehn Jahren hat die FN eine Reihe von Maßnahmen zur Prävention von sexualisierter Gewalt im Pferdesport ergriffen, beginnend bei der Verankerung von Präventionsmaßnahmen in den Verbandsstrukturen bis hin zu Hilfsangeboten für Betroffene.

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.pferd-aktuell.de

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