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Vereine und Verbände informieren | Nachrichten vom 18.03.2021

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ifo Institut: Jedes fünfte Unternehmen sieht sich durch Coronakrise bedroht | #Corona

München, 18. März 2021 – Durch die Coronakrise sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland bedroht.

Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor. Demnach waren es im Februar 18,7 Prozent, nach 17,6 Prozent im November 2020 und 21,8 Prozent im Mai 2020. „Besonders gefährdet unter den großen Wirtschaftszweigen fühlte sich im Februar der Einzelhandel mit 34,5 Prozent der Firmen, vor den Dienstleistern mit 26,3 Prozent“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Unterdurchschnittlich bedroht sehen sich der Großhandel mit 12,8 Prozent der Unternehmen, die Industrie mit 7,5 Prozent und der Bau mit 3,6 Prozent. „Insbesondere Unternehmen mit Liquiditätsproblemen fürchten um ihre Zukunft “, ergänzt er.

Die stärksten Existenzängste verspürt die Reisebranche mit 83,7 Prozent der Firmen, Hotels mit 82,3 Prozent sowie Restaurants und Gaststätten mit 72,3 Prozent. Es folgen die Vermietung von beweglichen Sachen mit 33,3 Prozent, die Getränkeherstellung mit 27,3 Prozent sowie Werbung und Marktforschung mit 24,4 Prozent.

Vergleichsweise entspannt sind der Maschinenbau mit 5,6 Prozent, die Elektrobranche mit 4,4 Prozent, die Chemie mit 3,9 Prozent, die Autoindustrie mit 2,3 Prozent, die Rechts- und Steuerberater mit 1,2 Prozent und die Pharmabranche mit 0,9 Prozent.

Aufsatz: „Konjunkturumfragen im Fokus: Deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz Lockdown robust“, von Stefan Sauer und Klaus Wohlrabe, in: ifo Schnelldienst 3/2021

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Über das ifo Institut:
Information und Forschung: Dafür steht das ifo Institut seit seiner Gründung im Januar 1949. Es ist eines der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Europa. Seine Forschung untersucht, wie staatliches Handeln wirtschaftlichen Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig wahren und steigern kann. Das ifo Institut kooperiert eng mit der Ludwig-Maximilians-Universität, dem Center for Economic Studies (CES) und der CESifo GmbH und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Verantwortlich im Sinne des § 5 TMG: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrag: Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest.


Tag des Waldes: Erhalt des Ökosystems Wald ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung | #Wald #Klima

Wälder sind von existenzieller Bedeutung als Sauerstofflieferant und Klimaschützer

Anlässlich des 50. Internationalen Tag des Waldes am kommenden Sonntag (21. März) fordert AGDW-Präsident Hans-Georg von der Marwitz, die Klimaschutzleistung des Waldes in den Fokus zu nehmen. „Unsere Wälder sind von existenzieller Bedeutung als Sauerstofflieferant und Klimaschützer“, sagte von der Marwitz.

„Es handelt sich daher um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, unsere Wälder mit Blick auf die kommenden Generationen zu stabilisieren.“

Jedoch können die Waldbewirtschafter den klimaresilienten Waldumbau und die Pflege der Wälder nicht mehr allein aus dem Holzverkauf bestreiten. Ein Hebel sei daher die Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes, um für ausreichend Unterstützung zu sorgen.

Von der Marwitz machte deutlich, dass die Mittel, die aus der CO2-Bepreisung des Gebäude- und Verkehrssektors eingenommen werden, im Wald richtig angelegt seien. „Wald und Holz sind die besten Klimaschützer“, sagte der Präsident, „wer den Klimaschutz ausbauen und gleichzeitig CO2-Emissionen senken will, muss in den klimastabilen Waldumbau investieren.“

Laut von der Marwitz stehen die rund zwei Millionen Waldeigentümer besonderen Herausforderungen gegenüber. Viele Waldbesitzer müssen bei sinkenden Holzpreisen und schwindenden Einnahmen in den Waldumbau investieren. Und Sie müssen für sich die Frage beantworten, welche Baumarten die nächsten Jahrzehnte überstehen.

Die Waldeigentümer bewirtschaften in Deutschland im Durchschnitt weniger als drei Hektar Wald. „Daher brauchen wir besondere Anreize für den Kleinprivatwald, um dessen Engagement im Wald zu erhöhen“, sagte von der Marwitz. Dazu zähle, dass die zahlreichen Forstlichen Zusammenschlüsse wie Waldgenossenschaften, Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbauvereine gestärkt werden, indem sich möglichst viele Waldeigentümer organisieren. „Die Stärkung dieser Gemeinschaften ist eine zentrale Voraussetzung für die Stabilisierung unserer Wälder und für ihre hohe Biodiversität“, sagte von der Marwitz.

Mir der Waldbewirtschaftung wird nicht nur der Rohstoff Holz zur Verfügung gestellt, sondern auch ein vielfältiger gesellschaftlicher Beitrag erbracht. Die Wälder sind ein wichtiger Erholungsort für die Bevölkerung, sie sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sie sind Wasserfilter und Klimaschützer. „Die Wälder sind unsere Lebensgrundlage und damit systemrelevant“, sagte der AGDW-Präsident.

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AGDW – Die Waldeigentümer


DIN und DKE kooperieren mit South African Bureau of Standards (SABS)

Zusammenarbeit und Wissensaustausch wird gestärkt

(Berlin, Frankfurt/Main, 18.03.2021) DIN und DKE haben eine Kooperationsvereinbarung (Memorandum of Understanding) mit der südafrikanischen Normungsorganisation SABS unterzeichnet. Ziel ist es, die enge Zusammenarbeit in der Normung zwischen den drei Organisationen weiter zu vertiefen und damit den wirtschaftlichen Austausch zu fördern.

Enge Wirtschaftsbeziehungen
Südafrika ist für deutsche Unternehmen ein chancenreicher Markt und gleichzeitig Tor zu weiteren afrikanischen Märkten in der Region. Deutschland wiederum ist für Südafrika einer der wichtigsten bilateralen Handelspartner. „Eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit unserer Länder sind internationale Normen, die sowohl den deutschen als auch den südafrikanischen Unternehmen den Marktzugang für Produkte und Dienstleistungen erleichtern“, erläutert Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender von DIN.

Technologiefelder identifizieren
„Gemeinsam mit SABS wollen wir zunächst Technologiefelder identifizieren, in denen wir bei der Entwicklung von Standards noch enger kooperieren wollen“, erklärt Michael Teigeler, Geschäftsführer der DKE. „So können wir gezielt Themen in die internationale Normung einbringen, deutsche Interessen vertreten und gleichzeitig die wirtschaftlichen Beziehungen unserer Länder weiter verbessern.“ Dazu ist auch eine Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten angedacht, deren Ergebnisse Normung und Standardisierung den Weg auf den Markt ebnen kann.

Wissensaustausch im Fokus
Darüber hinaus sieht die Kooperationsvereinbarung einen noch stärkeren Wissens- und Best-Practice-Austausch zwischen den beteiligten Organisationen vor. Dies betrifft zum Beispiel internationale Normungsprojekte, aber auch Fragen der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Normung. DIN und DKE werden in diesem Zusammenhang auch Schulungsmaßnahmen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit anbieten, um so die Qualitätsinfrastruktur in Südafrika zu verbessern.

Über DIN
Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) ist die unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit. Als Partner von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft trägt DIN wesentlich dazu bei, die Marktfähigkeit von innovativen Lösungen durch Standardisierung zu unterstützen – sei es in Themenfeldern rund um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft oder im Rahmen von Forschungsprojekten. Rund 36.000 Experten aus Wirtschaft und Forschung, von Verbraucherseite und der öffentlichen Hand bringen ihr Fachwissen in den Normungsprozess ein, den DIN als privatwirtschaftlich organisierter Projektmanager steuert. Die Ergebnisse sind marktgerechte Normen und Standards, die den weltweiten Handel fördern und der Rationalisierung, der Qualitätssicherung, dem Schutz der Gesellschaft und Umwelt sowie der Sicherheit und Verständigung dienen. Weitere Informationen unter www.din.de.

Über VDE DKE
Die vom VDE getragene DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (VDE DKE) ist die Plattform für rund 9000 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zur Erarbeitung von Normen, Standards und Sicherheitsbestimmungen für die Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Normen unterstützen den weltweiten Handel und dienen u. a. der Sicherheit, Interoperabilität und Funktionalität von Produkten und Anlagen. Als Kompetenzzentrum für elektrotechnische Normung vertritt die DKE die Interessen der deutschen Wirtschaft in europäischen (CENELEC, ETSI) und internationalen Normenorganisationen (IEC). Darüber hinaus erbringt die DKE umfangreiche Dienstleistungen rund um die Normung und das VDE Vorschriftenwerk. Mehr Informationen unter www.dke.de.

VDE Verband der Elektrotechnik
Elektronik Informationstechnik e.V.


Weintemperierschrank: Kleine und große Einbaugeräte für Weinliebhaber | #Immobilien #Wirtschaft

Mannheim, 18.03.2021. „Man muss kein Sommelier oder passionierter Weinliebhaber sein, um sich für einen Einbau-Weintemperierschrank zu begeistern. Die neuen Lifestyle-Geräte für verschiedene Nischenhöhen finden auch unter nur gelegentlichen Weintrinkern immer mehr Anhänger“, sagt Geschäftsführer Volker Irle von der AMK – Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

Eine knusprige Entenbrust à l’orange, Zanderfilets mit frischen Kräutern, Backofengemüse auf Schafskäse, oder ein herzhafter veganer Nudelauflauf – und zu jedem Gericht die passende Begleitung in Form eines guten Weins, Proseccos/Cavas mit oder auch ohne Alkohol. Alles sofort zur Hand bei der jeweils optimalen Trinktemperatur, sofern die Flaschen in einem Weinkühl- bzw. Weintemperierschrank bevorratet werden.

„Weinkühlschränke sind eines der neuen Lifestyle-Produkte für die Küche“, beobachtet AMK-Chef Volker Irle. Die wohltemperierten, edlen Jahrgänge lagern dabei in Design-Einbaugeräten, perfekt geschützt und mit Durchblick. Dafür sorgen hochwertige Edelstahltüren mit getöntem Sicherheitsglas inklusive UV-Schutz und markante Edelstahlgriffe. Alternativ grifflose Türen mit komfortablen Öffnungshilfen wie einer Push-to-open Funktion. Beide Designvarianten lassen diese eleganten Einbaugeräte zu Eyecatchern in jeder Küche werden.

Eine Reihe innovativer Features macht es möglich, dass Connaisseure und angehende Weinsammler ihre edlen Tropfen nicht nur in einem Weinkeller, sondern auch in ihrer Lifestyle-Küche lagern können. Dazu zählen vibrationsarme Kompressoren, damit die Flaschen schonend und ruhig lagern. Auch ein sanftes Schließen der Gerätetüren trägt dazu bei: ganz leise und wie von selbst dank integrierter Dämpfung, damit die Weine vor Erschütterungen geschützt sind.

Weitere Voraussetzungen für ideale Lagerbedingungen sind eine optimale Luftqualität und Luftfeuchtigkeit im gesamten Kühlraum sowie konstant gleichmäßige Temperaturen ohne Schwankungen. Für eine bestmögliche Luftqualität sind die Einbaugeräte mit einem Aktivkohlefilter ausgestattet. Ähnlich wie ein Schwamm bindet und neutralisiert er unangenehme Gerüche, damit im Innenraum eine neutrale Umgebungsluft vorherrscht. Auch die richtige Luftfeuchtigkeit spielt bei einer längerfristigen Lagerung der Flaschen eine wichtige Rolle. Sie liegt bei etwa 50 Prozent. Das bewahrt z. B. auch die Korken vorm Austrocknen.

Die richtigen Temperaturen werden über hochauflösende TFT-Touchdisplays eingestellt. Als Faustregel gilt: Alles was altern und reifen soll, wird im Bereich 10 bis 14 °C bevorratet. Die ideale Einstellung für Rotweine liegt zwischen 15 bis 18 °C, für Weißweine im Bereich 8 bis 13 °C und für Schaumweine bei 12 °C.

„Die meisten Einbaugeräte“, so Volker Irle, „sind mit zwei oder drei Temperaturzonen ausgestattet. So können Rotweine, Weißweine, Sekt und Champagner gleichzeitig in einem Weintemperierschrank gelagert werden.“ Die Flaschen liegen waagerecht auf ausziehbaren Flaschenablagen – ganz aus Echtholz oder kombiniert mit edlen Metallleisten in gebürstetem Aluminium. Bei flexibel konzipierten Holzablagerosten können einzelne Stege so versetzt werden, dass auch große Magnum-Flaschen Platz finden. Besonders kostbare und auserlesene Jahrgänge lassen sich auf einem 45°-Präsentationsbord stilgerecht zur Schau stellen.

Damit man die Übersicht über seine Vorräte nicht verliert, sind die Holzablagen bei Premium-Weinschränken z. B. vorne mit magnetisch anhaftenden Leisten ausgestattet. Sie lassen sich mit Kreide beschriften. So hat man immer auch gleich die Herkunft, Rebsorte oder den Jahrgang im Blick. Bei Connectivity-fähigen Einbaugeräten kann das Getränke-Management zudem per Smartphone/Tablet PC und App durchgeführt werden. Spitzenmodelle sind noch mit einem schicken Sommelier-Set oder einem Humidor für Zigarren ausgestattet.

Eine blend- und wartungsfreie LED-Beleuchtung rückt die edlen Vorräte ins beste Licht. Diese langlebige Technik sorgt nicht nur für eine optimale und sehr energieeffiziente Ausleuchtung des Innenraums. Die Flaschen lagern dabei ungestört, da LEDs kaum Wärme erzeugen. Selbst wenn man seine Lieblingsweine über einen längeren Zeitraum beleuchtet anschauen oder seinen Gästen präsentieren möchte, die Flaschen erwärmen sich währenddessen nicht.

Damit der eigene Weinvorrat nicht nur in größeren oder großen Lifestyle-Wohnküchen Freude macht, sondern auch in kleinen, gibt es Weinkühlschränke in diversen Größen: Vom kleinen Einbaugerät für die 45 cm hohe Möbelnische, in das bis zu 21 Bordeauxflaschen à 0,75 Liter passen. Über mittelgroße Modelle für Einbau-Nischenhöhen von 88 cm und 122 cm mit Lagerkapazitäten von mehr als 30 und 50 Flaschen. Bis zu Platzwundern (178 cm), in die dann über 80 Flaschen passen. Besonders stylish wirkt auch ein individuell zusammengestelltes Einbaugeräte-Duo, -Trio oder -Quartett: beispielsweise ein 45 cm hoher Weinkühlschrank kombiniert mit einem 45 cm hohen Kompakt-Backofen, -Dampfgarer und/oder -Kaffeevollautomaten, alternativ könnte es ein 90 cm hoher Weintemperierschrank zusammen mit zwei 45-cm-Kompaktmodellen sein. (AMK)

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Die AMK ist der Fach- und Dienstleistungsverband der gesamten Küchenbranche. Sie engagiert sich auf den Gebieten Technik & Normung, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit, Internationalisierung sowie Messewesen. Der AMK gehören mehr als 140 Mitgliedsunternehmen an, alle sind namhafte Hersteller von Küchenmöbeln, Elektro-/Einbaugeräten, Spülen, Zubehör sowie Zulieferer, Handelskooperationen und Dienstleistungsunternehmen. Sie ist Schirmherrin für den „Tag der Küche“, der jährlich mit Live-Events in zahlreiche Küchenausstellungen im deutschsprachigen Raum lockt. Nächster Termin: 25. September 2021. Weitere Informationen im Internet unter www.amk.de und www.tag-der-kueche.de. (AMK)


Impfen mit Wirtschaftsbeteiligung beschleunigen | #Impfungen #Wirtschaft

DIE JUNGEN UNTERNEHMER zum Impfgipfel

Sarna Röser: „Mehr Tempo durch Einbindung der privaten Wirtschaft“

Berlin, 18. März 2021. Der verschobene Impfgipfel findet hoffentlich bald statt. Der Wirtschaftsverband DIE JUNGEN UNTERNEHMER fordert die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten auf, jetzt endlich auch private Akteure in die Test- und Impfkampagne einzubeziehen. Sarna Röser, Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, kritisiert scharf, dass der Staat zu lange vergeblich versucht hat, alle Probleme alleine zu lösen.

„Der Staat kann es nicht, jedenfalls nicht allein. Impfen, Testen und dadurch Öffnungen ermöglichen, ist für den Staat ein Krampf. Das Versagen des Staates mitten in der größten Krise zeigt uns: Wir alle zusammen – als ‚Team Deutschland‘ – müssen mit anpacken. Fähigkeiten, die es im Land bei privaten Organisationen und bei Unternehmen reichlich gibt, müssen endlich abgerufen werden. Dazu muss der Gesetzgeber die Voraussetzungen schaffen, ggf. auch schnell auf dem Verordnungsweg. Wir brauchen Flexibilität, und wir brauchen diejenigen an der Unfallstelle, die jeweils ihr Handwerk am besten beherrschen.

Haus- und Betriebsärzte sollten schnellstmöglich eingebunden werden und beispielsweise auch am Wochenende impfen dürfen. Unternehmen können daneben auch für Tempo bei der Koordinierung von Impfterminen sorgen, die Logistik für flächendeckende Tests entwickeln sowie bereitstellen und auch die digitale Verzahnung von Testnachweisen und Kontaktnachverfolgung leisten. Daneben müssen wir bei der digitalen Verzahnung des Testens und Impfens sowie der Kontaktnachverfolgung unbedingt besser werden. Der Datenschutz muss dafür neu gedacht werden und vielleicht auch mal für einen Zeitraum von zunächst bis zu einem halben Jahr gelockert werden. Gesundheitsschutz geht vor Datenschutz!

Gerade jetzt müssen wir doch in einen ‚echten‘ Krisenmodus umschalten. Unsere Unternehmen unterstützen den stolpernden Staat gerne bei der Bewältigung der Corona-Krise. Um das zu tun, brauchen wir nur endlich die passenden Rahmenbedingungen.“

Mit den konkreten Vorschlägen möchten wir einen Impuls für einen ReStart Deutschland geben.

DIE JUNGEN UNTERNEHMER sind das Forum für junge Familien- und Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre. Unter dem Motto Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung bezieht der Verband klar Stellung für eine wettbewerbsorientierte und soziale Marktwirtschaft sowie gegen überflüssige Staatseingriffe. Die Verbandsmitglieder sind Inhaber oder Gesellschafter eines Unternehmens.

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DIE JUNGEN UNTERNEHMER
DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
Charlottenstraße 24 | 10117 Berlin


Landnutzung im EU-Klimaziel 2030: Ökosysteme sind mehr als Kohlenstoffspeicher | #Klima #Agrar

Die Bewirtschaftung von Wäldern, Acker- und Grünlandflächen hat Wirkung auf die Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre. Deshalb müssen diese Aktivitäten im Klimaschutzziel der EU berücksichtigt werden. Über das „wie“ streiten EU-Parlament und EU-Ministerrat zurzeit – doch es ist entscheidend dafür, ob das Klimaschutzziel insgesamt ambitionierter oder verwässert wird.

Denn durch die Nutzung von Naturräumen wie Wäldern, Mooren oder Grünflächen werden entweder Treibhausgase freigesetzt oder es können sogenannte natürliche Senken entstehen, die CO2 aus der Atmosphäre ziehen und als Kohlenstoff in Pflanzen und Boden speichern.

Wälder schützen, aufforsten und nachhaltig bewirtschaften. Feuchtgebiete bewahren und wiederherstellen durch Vernässung von Acker- und Grünland. Diese und weitere Maßnahmen tragen dazu bei, die natürlichen Kohlenstoffspeicher in der EU auszubauen, damit diese ihre wichtigen Funktionen im Klimasystem wahrnehmen und bei der Anpassung an den Klimawandel helfen können. Sie helfen außerdem, Artenvielfalt zu sichern – ein zentrales Ziel der EU-Biodiversitätsstrategie.

In einer Kurzanalyse für Greenpeace Deutschland hat das Öko-Institut Optionen für ein Ziel für natürliche Senken für die Europäische Union erörtert. Die Studie analysiert neben der potenziellen CO2-Speicherung die Leistungen aber auch Konflikte, die ein Ausbau der Senken für die EU-Strategien zum Ausbau der erneuerbaren Energien, zur Anpassung an den Klimawandel sowie den Schutz der Biodiversität hat.

Rolle von Senken im EU-Klimaschutzziel ambivalent

Die EU verpflichtet sich, bis zum Jahr 2030 mindestens 55 Prozent ihrer klimaschädlichen Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990 zu reduzieren, um 2050 schließlich klimaneutral zu werden. Die EU-Kommission plant aktuell, dass dieses Ziel auch den Landnutzungssektor (engl.: Land Use, Land-Use Change and Forestry, LULUCF) einschließen soll und hat dies auch in ihrem aktualisierten Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen berücksichtigt.

Im Jahr 1990 betrug die Netto-Senke des LULUCF-Sektors in den 27 EU-Mitgliedsstaaten 275 Millionen Tonnen (Megatonnen, Mt) CO2 pro Jahr. Obwohl der Netto-Kohlenstoffaufbau durch Senken 2006 einen Höchststand von 355 Mt CO2 pro Jahr erreichte, ist er seither wieder auf 280 Mt CO2 pro Jahr im Jahr 2018 zurückgegangen – was in etwa dem Niveau von 1990 entspricht. Trotzdem könnten andere Sektoren im Jahr 2030 etwa 110 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente mehr ausstoßen, gut zwei Prozent der EU-Emissionen von 1990, allein dadurch, dass die Senke ins Klimaziel einbezogen wird.

Klimaziel verschärfen und Ziel für Senken festlegen

Deshalb sollte einerseits das Klimaziel verschärft werden, um die Ziele der EU an denen des Pariser Klimaschutzabkommens auszurichten und andererseits ein separates Ziel für Senken festgelegt werden. Dieses soll helfen, Anreize zu setzen, natürliche Senken zu erhöhen aber auch durch Wiederherstellung und Schutz von Ökosystemen, deren Situation insgesamt zu verbessern. Zurzeit prüft die EU-Kommission ob die bisher geltenden Regeln für LULUCF, die die Integration nicht berücksichtigen, angepasst werden müssen.

Bereits bis zum Jahr 2030 könnten natürliche Senken in der EU jährlich 400 bis 600 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgasemissionen speichern. Als Rahmen dafür muss die EU rechtlich verbindliche, durchsetzbare, quantitatives nationale Ziele für den Aufbau und Schutz von Senken definieren. Nicht zuletzt braucht es genaue Regeln zur Bilanzierung und Berichterstattung sowie soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien für die Senken.

Hohe Bedeutung natürlicher Senken für Biodiversität und Klimaschutz

Senken entstehen durch das Wachstum von Biomasse, die langfristig Kohlenstoff in Vegetation, Böden und Produkten, wie Möbeln oder Bauholz speichert. Gleichzeitig werden jedoch auch Emissionen aus der Nutzung von Biomasse freigesetzt, durch die intensive Landwirtschaft und die Vernichtung von Wald und Acker- und Grünland etwa für den Bau neuer Wohngebiete oder anderer Infrastrukturen.

„Wenn wir alte Wälder schützen, Moore renaturieren oder küstennahe Ökosysteme wie Salzwiesen unter Schutz stellen, sorgen wir dafür, dass sie weniger stark von Schädlingen befallen werden oder widerstandsfähiger gegen extreme Klimaphänomene wie Stürme werden“, erklärt Judith Reise, Mitarbeiterin im Projekt am Öko-Institut. „Damit erhalten sie gleichzeitig mehr Raum und Kapazität, um mehr Kohlenstoff aufzunehmen und zu speichern. Eine Win-win-Situation für den Arten- und Klimaschutz.“

Situation der Senken in der EU heute – Beispiel Wälder

Die Studie gibt auch einen Überblick über die Situation der schützenswerten Ökosysteme in der EU. So umfassen etwa die Wälder der 27 EU-Mitgliedsstaaten und in Großbritannien heute eine Fläche von 167 Millionen Hektar. Sie enthalten Biomasse, die insgesamt 9,8 Gigatonnen CO2 speichert. Doch gerade der Wald ist Störungen in Folge des Klimawandels stark ausgesetzt. So führen Stürme und Trockenheit dazu, dass Bäume absterben, Schädlinge sich leichter ausbreiten und noch mehr Pflanzen vernichten. Schätzungen gehen davon aus, dass solche Störungen dazu führen, dass die europäischen Wälder von 2021 bis 2030 jährlich 180 Mt weniger CO2 speichern. Die Netto-Waldsenke schrumpft damit um mehr als 50 Prozent.

Aber auch Waldbrände setzen große Menge vormals gespeichertes CO2 frei. So sind etwa durch die Brände in Portugal und Italien im Jahr 2017 insgesamt rund 23 Mt CO2 freigesetzt worden – das waren rund 40 Prozent der Wald-Kohlenstoffsenken in den beiden Ländern in den Vorjahren.

Studie „Exploratory Analysis of an EU Sink and Restoration Target“ des Öko-Instituts

Weitere Informationen

Pressemitteilung “Weitere Ausgestaltung des EU-Klimaziels für 2030 maßgeblich für Klimaschutz“ (Dezember 2020) des Öko-Instituts

Infografik “Der Weg zur Klimaneutralität in der EU“ des Öko-Instituts

Ansprechpartner und -partnerin am Öko-Institut

Dr. Hannes Böttcher
Senior Researcher im Institutsbereich
Energie & Klimaschutz
Öko-Institut e.V., Büro Berlin
Telefon: +49 30 405085-389
E-Mail: h.boettcher

Judith Reise
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institutsbereich
Energie & Klimaschutz
Öko-Institut e.V., Büro Berlin
Telefon: +49 30 405085-310
E-Mail: j.reise

Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.

www.oeko.de | blog.oeko.de | twitter.com/oekoinstitut | www.oeko.de/e-paper

Öko-Institut e.V.


Kostenlose Online-Weiterbildung zum Normenportal Feuerwehrwesen | #Rettung

Berlin – Tipps und Tricks zu erweiterten Funktionen, ein Überblick über Lizenzen und Preismodelle und die Möglichkeit zum Austausch mit Experten: Das sind die Inhalte der kostenlosen Online-Weiterbildung „Einfacher arbeiten mit Feuerwehr-Normen“ der Beuth Verlag GmbH zum Normenportal Feuerwehrwesen am Dienstag, 30. März 2021, von 10.00 bis 10.30 Uhr.

Das Normenportal Feuerwehrwesen bietet den Zugang zu fast 300 Normen, die durch den Deutschen Feuerwehrverband (DFV) zusammengestellt worden sind – und damit einen Auszug der wichtigsten Publikationen in diesem Bereich. Die Inhalte werden regelmäßig aktualisiert. „Es ist eine tolle Lösung für Feuerwehren, kommunale Brandschutzdienststellen oder Feuerwehrverbände, um kostengünstig feuerwehrrelevante Normen zu erhalten“, wirbt DFV-Vizepräsident Lars Oschmann für die Kooperation.

Im Kurzseminar werden auch die erweiterten Funktionen des Normenportals vorgestellt:

  • Dokumente vergleichen, mit Lesezeichen und Notizen versehen
  • alle DIN-Normen direkt im Browser öffnen, auch ohne separaten PDF-Viewer oder Plug-in
  • Notizen und Lesezeichen exportieren und im Team teilen (bei Mehrplatz-Lizenzen)
  • Referenzen direkt anklicken und zu anderen Textstellen oder Dokumenten springen
  • weitere Normen und Regelwerke zukaufen und ins Portal einbinden.

Die Anmeldung ist bis Freitag, 26. März 2021, unter https://www.beuth.de/de/online-weiterbildung/einfacher-arbeiten-mit-feuerwehr-normen-tipps-und-tricks-zum-normenportal-feuerwehrwesen/334760353 möglich.

Informationen zum Normenportal Feuerwehrwesen gibt es online unter https://www.feuerwehrverband.de/service/normenportal-feuerwehrwesen/.

Deutscher Feuerwehrverband e.V


Sieben Monate Lockdown – Gastgewerbe fordert Perspektiven und Ausgleich für Sonderopfer | #Gastgewerbe #Corona

(Berlin, 18. März 2021) Nach einem Jahr Corona ist die Not im Gastgewerbe riesig. Ende März befindet sich die Branche seit Beginn der Pandemie insgesamt sieben Monate im Lockdown.

Viele Betriebe wie Discotheken und Clubs sind seit einem Jahr durchgehend geschlossen. „In der Branche wachsen Verzweiflung, Wut und Zukunftsängste dramatisch“, sagt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband).

Mit Blick auf den Bund-Länder-Gipfel am 22. März fordert Zöllick einen konkreten Fahrplan zur sicheren und verantwortungsvollen Öffnung der Betriebe sowie schnelle und verbesserte Hilfszahlungen. „Wenn die Politik dem Gastgewerbe erneut ein Sonderopfer abverlangt, damit andere Wirtschaftszweige sowie Schulen und Kitas geöffnet bleiben können, müssen die finanziellen Ausfälle entschädigt werden. Die Hilfen sind aufzustocken und zu verlängern.“

Corona-Krise trifft Gastgewerbe und seine Partner besonders hart
Restaurants und Hotels verzeichnen im Zuge der Corona-Krise nie dagewesene Umsatzverluste. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts brachen die Umsätze im Jahr 2020 real um 39,0 Prozent ein. Wie aus einer Umfrage des DEHOGA vom 9. März hervorgeht, beklagen die Betriebe seit 1. März 2020 bis heute Umsatzeinbußen von 63,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Februar 2021 sank der Umsatz laut Angaben der 6.500 Umfrageteilnehmer um 77,9 Prozent. „Die Kon-ten sind leer, die Rücklagen sind aufgebraucht, die Nerven liegen blank“, erklärt Zöllick. „Die Angst der Betriebe vor dem endgültigen Aus nimmt zu.“ 72,2 Prozent der Unternehmer bangen um ihre Existenz. Jeder Vierte (24,8 Prozent) zieht konkret eine Betriebsaufgabe in Erwägung.

Auch die Partner der Branche wie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Brauereien, Ausstatter, Einrichter, landwirtschaftlichen Betriebe, den Großhandel und das Handwerk sind massiv betroffen. Laut einer aktuellen DEHOGA-Umfrage, an der sich 1.300 Zulieferfirmen beteiligt haben, beliefen sich die Umsatzverluste aufgrund der Einschränkungen für das Gastgewerbe in 2020 auf durchschnittlich 37,0 Prozent. Für Januar und Februar 2021 beklagen die Unternehmen Einbußen in Höhe von 46,5 Prozent. „Die Zahlen belegen die große Bedeutung des Gastgewerbes für das Funktionieren der Wirtschaftskreisläufe und für die Wertschöpfung über die Branchengrenzen hinaus“, so Zöllick.

„Am 22. März muss es einen klaren Fahrplan geben, wann unter welchen Voraussetzungen die Restaurants und Hotels öffnen dürfen. Uns geht es nicht um eine Öffnung um jeden Preis. Wir benötigen jedoch eine verlässliche Perspektive. Sicher und verantwortungsvoll.“ erklärt Guido Zöllick, Präsident DEHOGA Bundesverband.
© DEHOGA Bundesverband/Svea Pietschmann

Hotels und Restaurants erwarten Öffnungsfahrplan
Vom nächsten Treffen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am kommenden Montag erwartet Zöllick konkrete Zusagen für die Branche und ihre Partner.

„Am 22. März muss es einen klaren Fahrplan geben, wann unter welchen Voraussetzungen die Restaurants und Hotels öffnen dürfen. Uns geht es nicht um eine Öffnung um jeden Preis. Wir benötigen jedoch eine verlässliche Perspektive. Sicher und verantwortungsvoll.“ Der Endlos-Lockdown sei keine Lösung.

Im Kampf gegen die Pandemie mahnt Zöllick zielgerichtete, widerspruchsfreie und effektive Maßnahmen an. „Unseren Betrieben ist nicht zu vermitteln, dass die Bundesregierung einerseits Urlaub auf Mallorca wieder möglich macht, aber einen Besuch im Biergarten weiterhin nicht erlaubt. Das führt zu maximalem Frust in unserer Branche.“ Auch in Deutschland gebe es Regionen mit zum Teil sehr niedrigen Inzidenzwerten. Hotels und Restaurants hätten zudem umfassende Hygienekonzepte erarbeitet. „Das heimische Gastgewerbe ist nachweislich kein Pandemietreiber. Lockerungen dürfen unsere Branche nicht benachteiligen. Wir erwarten Gleichbehandlung mit anderen Branchen und Sachverhalten“, stellt Zöllick klar. „Es ist Aufgabe der Politik, alles dafür tun, dass die Betriebe keinen Tag länger als gesundheitspolitisch geboten geschlossen bleiben.“ Dazu gehöre insbesondere auch ein besseres Management beim Impfen und Testen.

Hilfen kommen zu spät und sind nicht ausreichend
Neben fehlenden Perspektiven kritisiert Zöllick die Defizite bei den Hilfen. „Die zugesagten Hilfen fließen nach wie vor viel zu langsam und sind insbesondere für die großen Hotel- und Gastronomieketten nicht ausreichend, um einen monatelangen Lockdown zu überstehen.“ Die schnelle Auszahlung der vollständigen November- und Dezemberhilfen müsse jetzt Priorität haben. Zudem müssten auch verbundene Unternehmen, die ebenso erhebliche Verluste erlitten haben und im Verbund ein negatives Betriebsergebnis ausweisen, Anspruch auf die November- und Dezemberhilfe haben. Weiter seien Nachbesserungen bei den Überbrückungshilfen unverzichtbar. Zöllick fordert die Berücksichtigung eines Unternehmerlohns und die Heraufsetzung der erstattungsfähigen Fixkosten für alle Unternehmen auf 100 Prozent. „Es darf dabei keine Benachteiligung der größten Arbeitgeber der Branche geben“, so Zöllick.

„Es geht es um die Zukunftssicherung einer Branche mit 222.000 gastgewerblichen Unternehmen und 2,4 Millionen Beschäftigten“, hebt Zöllick die wirtschaftliche Bedeutung des Gastgewerbes hervor und betont zugleich die hohe gesellschaftliche Relevanz der Branche: „Es geht um den Erhalt einer Branche, die wie keine zweite für Lebensqualität, Vielfalt und Genuss steht und die für das soziale Miteinander in unserem Land unverzichtbar ist.“


EU und Länder müssen Nationalen Biotopverbund stärken – Grünes Band an weitere Lebensraumnetzwerke anbinden | #Naturschutz

Berlin. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert Bundesregierung und Länder auf, den Biotopverbund in Deutschland zu stärken und auszuweiten und sich für die durchgängige Sicherung und Anbindung des Grünen Bandes an weitere Lebensraumnetzwerke einzusetzen. Eine der großen Bedrohungen für das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten sind ihre zerstörten oder zerschnittenen Lebensräume. Das Grüne Band entlang der einstigen innerdeutschen Grenze ist der bisher einzige existierende länderübergreifende Biotopverbund in Deutschland, in dem mehr als 1.200 gefährdete Arten nachgewiesen wurden.

Mit seinen Forderungen greift der BUND die Ankündigung der EU-Kommission auf, noch in diesem Jahr verbindliche Ziele zur Renaturierung zu beschließen, also zur Wiederherstellung von artenreichen Lebensräumen auf durch Menschen geschädigten Flächen, wie Moore, Auen und übernutztes Grünland. In Deutschland muss die EU-Initiative zu mindestens 15 Prozent renaturierter Landesfläche führen, die insbesondere auch den Biotopverbund stärkt. Der BUND zeigt mit den Ergebnissen eines EU-Vorhabens zur Vernetzung des Grünen Bands, wie dies gelingen kann und wo Maßnahmen besonders zielgerichtet umsetzbar sind.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: „Am Grünen Band zeigt sich einmalig, wie ein Biotopverbund im großen Maßstab funktionieren kann. Die aktuelle Diskussion zur Renaturierung in ganz Europa gibt jetzt die Richtung für die Zukunft vor: Das zerschnittene Nebeneinander von Schutzgebieten muss durch ein lebendiges Netzwerk naturnaher und extensiv genutzter Lebensräume ergänzt werden. Nur dann können diese Gebiete auch langfristig erhalten werden.“

Konkrete Beispiele am Grünen Band zeigen darüber hinaus: Alle Maßnahmen zur Verbesserung des bundesweiten Biotopverbunds wirken dann besonders, wenn sie die lokalen und regionalen Besonderheiten von Natur, Landschaft und Kultur berücksichtigen. Die Ergebnisse unseres transnationalen Projekts zur Konnektivität von Schutzgebieten am Grünen Band zeigen, wo sich die Vernetzung von Lebensräumen besonders gezielt und wirksam verbessern lässt.

Bandt: „Wer sicherstellen will, dass es den Menschen, der Wirtschaft und der Natur gut geht, muss Naturschutz in den Förderinstrumenten, Konjunkturprogrammen und Investitionsplänen auf EU-, Bundes- und Landesebene verankern. Europäische Agrarpolitik, nationale Förderung durch die Gemeinschaftsausgabe Agrar- und Küstenschutz und Länderprogramme müssen helfen, den Biotopverbund zu einem erlebbaren, lebendigen Netz des Lebens werden zu lassen.“

Hintergrund:
Das transnationale Interreg-Projekt „DaRe to Connect“ (Zeitraum Juni 2018 – November 2021, Gesamtbudget über zwei Millionen Euro) unter Federführung des BUND identifiziert mittels innovativer technischer Ansätze und Fernerkundungsmethoden mögliche Korridore zur Vernetzung von Biotopen. Anhand dieser können Natura 2000-Gebiete und andere geschützte Bereiche am Grünen Band miteinander verbunden werden und so der Biotopverbund Grünes Band gestärkt werden. Das Vorhaben liefert konkrete Leitlinien und Empfehlungen für die Planung und Schaffung von ökologischen Korridoren von der transnationalen bis zur regionalen Ebene.

Das Projekt wird im Interreg Danube Transnational Programme der EU gefördert. Insgesamt arbeiten elf Partnerinstitutionen aus acht europäischen Ländern im Projekt. Die Ergebnisse des Projektes zum Biotopverbund Grünes Band im Donauraum sind in einem Leitbild zusammengefasst. Dieses „Transnational Guiding Principle“ (in englischer Sprache) finden Sie hier.

Mehr Informationen:
www.interreg-danube.eu/d2c und https://www.bund-naturschutz.de/natur-und-landschaft/gruenes-band/interreg-projekt-dare-to-connect

EU-Renaturierungsintiative: Die EU hat in ihrer Biodiversitätsstrategie bis 2030 beschlossen, ein neues rechtsverbindliches Instrument für die Renaturierung von geschädigten Lebensräumen zu schaffen. Zurzeit befragt die Kommission die Öffentlichkeit bis zum 5. April 2021, wie Natur-Wiederherstellung in der EU aussehen soll. Mehr Informationen zum Biotopverbund und zur EU-Renaturierungsinitiative: www.bund.net/biotopverbund

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Petra Kirberger (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin


CO2-Speicherleistung des Waldes: Wald ist Klimaschützer Nr. 1 | #Wald #Klima

Drei Viertel der Bevölkerung befürworten eine Vergütung der CO2-Speicherleistung des Waldes

Anlässlich des 50. Internationalen Tag des Waldes am 21. März stellen die AGDW – Die Waldeigentümer und die Familienbetriebe Land und Forst die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage vor. Danach sprechen sich 76 Prozent der Bevölkerung für eine dauerhafte Unterstützung des Waldes und seiner Bewirtschafter aus Mitteln des neuen Energie- und Klimafonds (EKF) aus. „Der Wald speichert rund 14 Prozent der bundesdeutschen CO2-Emissionen und ist damit der Klimaschützer Nr. 1“, sagten die beiden Vorsitzenden Hans-Georg von der Marwitz und Max von Elverfeldt.

Klimaresilienter Waldaufbau muss im Focus stehen

„Das Ergebnis dieser Umfrage bestärkt uns in unserem Einsatz für eine Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes und seiner Bewirtschafter“, erklärt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. Sein Verband setzt sich im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Wald ist Klimaschützer“ für diese Honorierung ein. Der Hintergrund: Die Verursacher von CO2-Emissionen zahlen seit dem 1. Januar 2021 25 Euro pro Tonne CO2 in den Energie- und Klimafonds ein.

„Wälder sind die Lebensgrundlage unserer Gesellschaft. Es handelt sich daher um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Wälder mit Blick auf die kommenden Generationen klimastabil umzubauen“, sagte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer.

93 Prozent der Deutschen sehen im Wald einen wichtigen Baustein für mehr Klimaschutz

Der Wald in Deutschland speichert rund 127 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. 93 Prozent der Befragten stufen ihn daher als wichtigen Baustein für den Klimaschutz ein; für 83 Prozent der Befragten ist der Klimaschutz grundsätzlich ein wichtiges oder sehr wichtiges Thema. Daher der gemeinsame Appell der beiden Verbände: „Der Wald ist systemrelevant. Um unsere Wälder angesichts des Klimawandels für die Gesellschaft langfristig stabilisieren und um den nachhaltigen Rohstoff Holz weiterhin zur Verfügung stellen zu können, müssen wir jetzt in ein Vergütungssystem einsteigen, das die Klimaschutzleistung der Wälder honoriert.“

Multitalent Wald bindet jährlich acht Tonnen CO2 pro Hektar

Der Wald bindet nicht nur CO2, auch als Ökosystem ist er ein wahres Multitalent: Wälder sind Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Wald ist Erholungsort, er produziert Sauerstoff, er ist Wasserspeicher, und er besitzt die Eigenschaft, der Atmosphäre durch Photosynthese CO2 zu entziehen und dieses in seinem Holz zu binden. Ein nachhaltig bewirtschafteter, wachsender Wald bindet jährlich bis zu acht Tonnen CO2 pro Hektar; dies entspricht der Pro-Kopf-Emission pro Jahr und Einwohner in Deutschland.

Ein schlüssiges Honorierungsmodell liegt bereits vor Für Für die Honorierung der Klimaschutzleistung liegt bereits ein schlüssiges Modell auf dem Tisch. Es orientiert sich an dem stofflichen Anteil des zuwachsenden Holzes, der nicht energetisch genutzt wird. Mit dem festgelegten CO2-Preis von anfänglich 25 Euro würde die Klimaleistungsprämie danach 112,50 Euro pro Jahr und Hektar betragen. Gemessen am Finanzplan der Bundesregierung, der 26,8 Mrd. Euro Klimainvestitionen aus dem Energie- und Klimafonds vorsieht, entspricht die Forderung der Waldeigentümer – bezogen auf 11,4 Mio. Hektar Wald in Deutschland – nicht einmal fünf Prozent dieser Klimainvestitionen, so die beiden Vorsitzenden.

Hinweis zur Umfrage:

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.018 Personen zwischen dem 05.03.2021 und 08.03.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Weiterführende Informationen

AGDW – Die Waldeigentümer


Reform der Pflegeversicherung: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft protestiert gegen geplante Kürzungen | #Pflege

Berlin, 18. März 2021. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an einem Gesetz zur Reform der Pflegeversicherung. Inzwischen wurde bekannt, dass dort unter anderem Kürzungen bei den Leistungen für die Tagespflege und der Verhinderungspflege vorgesehen sind, obwohl viele Verbände bereits im Vorfeld dagegen protestiert haben. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft lehnt dies aufs Schärfste ab.

„Die Tagespflege ist ein Angebot, das es gerade Angehörigen von Menschen mit Demenz oft überhaupt ermöglicht, die Pflege zu Hause sicherzustellen“, erklärt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG). „Wenn nun die Leistungen dafür auf die Hälfte reduziert werden sollen, nur weil ergänzend auch noch der Pflegedienst beispielsweise die morgendliche Körperpflege übernimmt, dann bricht in vielen Familien die Pflegeorganisation zusammen. Nicht zuletzt die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege wird so in vielen Fällen unmöglich gemacht.“

Wer aufgrund von Berufstätigkeit die Versorgung seiner pflegebedürftigen Eltern nur abends und am Wochenende selbst übernehmen kann, hat schon nach der bisherigen Regelung einen nicht unbedeutenden Anteil der Kosten für Tagespflege und den Einsatz des Pflegedienstes an fünf Tagen pro Woche aus eigen Mitteln zu bestreiten. Eine noch höhere finanzielle Belastung können sich die wenigsten leisten.

Gerade in der Corona-Pandemie ist die Bedeutung des Tagespflegeangebots deutlich geworden. Viele Familien sind an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gelangt, weil Tagespflegeeinrichtungen geschlossen wurden und immer noch nur ein eingeschränktes Platzangebot vorhalten können.

„Es kann nicht sein, dass eine solche Verschlechterung für die häusliche Versorgung gewollt ist“, betont Sabine Jansen. „Wir werden uns zusammen mit den anderen Organisationen, die die Interessen der Betroffenen vertreten, dagegen zur Wehr setzen.“

Hintergrund

In Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Etwa zwei Drittel davon werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen neu. Ungefähr 60 Prozent davon haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzerkrankten wird bis 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt.

Herausgeber

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Sie informiert die Öffentlichkeit über die Erkrankung und ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Medien, Fachverbände und Forschung. In ihren Veröffentlichungen und in der Beratung bündelt sie das Erfahrungswissen der Angehörigen und das Expertenwissen aus Forschung und Praxis. Als Bundesverband von mehr als 130 Alzheimer-Gesellschaften unterstützt sie die Selbsthilfe vor Ort. Gegenüber der Politik vertritt sie die Interessen der Betroffenen und ihrer Angehörigen.

Die DAlzG setzt sich ein für bessere Diagnose und Behandlung, mehr kompetente Beratung vor Ort, eine gute Betreuung und Pflege sowie eine demenzfreundliche Gesellschaft.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Friedrichstraße 236, 10969 Berli


Weltwassertag: Sichere Versorgung erfordert Wertschätzung des Lebensmittels Nummer Eins | #Ernährung

Weltwassertag am 22. März 2021, Motto: „Wert des Wassers“

Berlin, 18. März 2021 – Hochwertiges Trinkwasser frisch aus dem Hahn ist für die Menschen in Deutschland selbstverständlich. Rund um die Uhr in einwandfreier Qualität steht es für den täglichen Bedarf zur Verfügung. Dagegen haben weltweit laut Vereinten Nationen über zwei Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser; weit mehr noch entbehren angemessene sanitäre Einrichtungen.

Die deutsche Trinkwasserversorgung zählt zu den leistungsfähigsten weltweit. Allerdings sind in der Öffentlichkeit die Anstrengungen, die die Branche für das hohe Versorgungsniveau erbringt, kaum bekannt. Die Herausforderungen zur Sicherung der Trinkwasserqualität und Verfügbarkeit werden unterdessen immer größer: Zum einen beeinträchtigen steigende Schadstoffeinträge wie Nitrat oder Medikamentenrückstände die Qualität der Rohwasserressourcen in immer stärkerem Maße; zum anderen erfordern die Auswirkungen des Klimawandels auf das Wasserdargebot umfassende Anpassungen der Infrastruktur und im Ressourcenmanagement.

„Obwohl unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Wohlergehen vom Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser abhängt, ist sein Wert im Bewusstsein der Allgemeinheit kaum verankert. Gut ist, dass der diesjährige Weltwassertag das Augenmerk darauf lenkt und dazu beitragen will, die öffentliche Wahrnehmung für den Wert des Wassers zu schärfen“, betont Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW, mit Blick auf den 22. März. „Um die hohe Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können, muss Trinkwasser eine höhere Wertschätzung erfahren,“ mahnt Merkel.

Mit dem „Wasser-Impuls“ hatte der DVGW bereits vor zwei Jahren die Debatte um den Wert des Wassers erfolgreich angestoßen. „Dass auch die Vereinten Nationen das Thema aufgreifen, befürworten wir sehr“, sagt Merkel. Die Dialogkampagne hat die enormen Zukunftsaufgaben in der Wasserwirtschaft in den öffentlichen Fokus gerückt. Diese finden nun auch in der Politik Gehör: „Die Ankündigung einer Wasserstrategie des Bundesumweltministeriums ist ein positives Signal. Darauf müssen konkrete Taten folgen, andernfalls wäre die Strategie nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Merkel.

Insbesondere der Klimawandel erzeugt einen starken Handlungsdruck auf die Branche. Ausgeprägte Hitze- und Dürreperioden etwa erfordern eine robuste und resiliente Infrastruktur über die gesamte Prozesskette hinweg einschließlich eines anderen Umgangs mit der Ressource – auch, um sich abzeichnende Nutzungskonflikte zu vermeiden: „Wir müssen künftig den gesamten Wasserkreislauf in den Blick nehmen. Nachhaltige Bewirtschaftungskonzepte müssen Berücksichtigung finden, wenn es darum geht, den steigenden Wasserbedarf zum Beispiel der Landwirtschaft zu decken,“ sagt Merkel.

Auf die Bewältigung dieser und weiterer Zukunftsaufgaben richtet der DVGW auch seine Wasserforschung aus. Eine neue strategische Innovationsagenda, die Ende Mai 2021 veröffentlicht wird, fokussiert auf die ganzheitliche Betrachtung des Wasserkreislaufes, auf zukunftsfähige Infrastrukturen und starke Partnerschaften.


Selbsttests in Verantwortung der Schulen – mangelnder Bezug zur Praxis und nicht zu Ende gedacht. | #Bildung #Corona

Die Verordnung des bayerischen Kultusministeriums zu Selbsttests an bayerischen Schulen sieht die Durchführung von Selbsttests von Schülerinnen und Schülern in den Schulen vor. Die neue Strategie der Staatsregierung ist nach Meinung der KEG Bayern nicht praktikabel, löst die Probleme des Gesundheitsschutzes nicht und wirft neue Fragen auf.

Die steigende Zahl der äußerst ansteckenden Corona Mutanten (über 70% englische Mutanten auch unter Kindern und Jugendlichen) lässt Testungen an den Schulen nicht zu.

Die KEG Bayern bewertet diese Teststrategie als unverantwortlich.

Die Kontaktmöglichkeiten unter Kindern, beginnend auf dem Schulweg (öffentliche Verkehrsmittel), dem Pausenhof, über das Anstehen zum Händewaschen bis zur Testphase ohne Maske im Klassenzimmer sind immens. Alleine dies ist ein Gesundheitsrisiko. Hinzu kommt das Warten auf das Testergebnis bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ein positiv getestetes Kind von seinen Eltern abgeholt wird. Ohne individuelle Testergebnisse sind die Schülerinnen und Schüler bereits mindestens eine Stunde mit ihren Klassenkameraden zusammen.

Das stößt auf Unverständnis seitens der KEG. Gesundheitsschutz sieht anders aus. Zumal in den Testzentren die Testenden, anders als die Lehrkräfte, volle Schutzmontur tragen müssen. Als äußerst bedenklich sieht die Landesvorsitzende der KEG Bayern, Walburga Krefting, zusätzlich den Umgang mit sensiblen persönlichen Daten und den Gefühlen der Schülerinnen und Schülern. Beginnend bei der Abfrage zur Bestellmenge der Tests in der Klasse, dem Bangen um die Testergebnisse, über die Reaktionen, wenn ein Kind in der Klassengemeinschaft positiv getestet und separiert wird, bis hin zu der isolierten Wartezeit bis zur Abholung.

Wer verhindert zusätzlich, dass die positiv getesteten Kinder gemobbt oder gehänselt werden und nachmittags in den sozialen Netzwerken oder Chats erscheinen?

Folgerichtig muss die Testung in das private Umfeld.

„Schulkindern und ihren Familien ist das nicht zuzumuten“, stellt Krefting fest und fordert: „Die Klassenzimmer müssen Räume des Vertrauens, der Bindung und des Lernens sein. Die kostenfreien Tests müssen in der Familie, unter Aufsicht der Erziehungsberechtigten stattfinden. Das gilt auch für die Verantwortung in Bezug auf die angedachte Durchführungs-Pflicht. Ungenau durchgeführte Tests in der Schule bergen in der Summe mehr Gefahren, als die Unsicherheit, dass einige Eltern ungetestete Kinder in die Schule schicken. Hier muss man auch auf die Solidarität der Gesellschaft vertrauen und nicht die Dienstpflichten der Lehrkräfte überstrapazieren „, schließt Krefting.

KEG Bayern


tlv fordert allgemeine Testpflicht nach Ostern | #BIldung #Corona

Erfurt, 18.03.2021 – Angesichts erster zutage tretender Logistikschwierigkeiten bei den Schnelltests an den Schulen formuliert der tlv-Landesvorsitzende Rolf Busch eine deutliche Forderung an die Landesregierung: „Wir erwarten, dass ab dem ersten Schultag nach den Osterferien eine allgemeine Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte schulische Personal gilt“. Getestet werden müsse zweimal pro Woche – und zwar so lange, bis ein Großteil der Bevölkerung, auch die Kinder und Jugendlichen, ein Impfangebot erhalten hätten.

Es habe sich an konkreten Beispielen gezeigt, so Busch, dass die von der Landesregierung finanzierten 300.000 Schnelltests für die Schulen nicht ausreichten, um die mit der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen vertraglich vereinbarten regelmäßigen Tests bis zum 31. März flächendeckend durchzuführen. „Unsere Nachfrage bei der KVT hat ergeben, dass die Anzahl der Testungen in den Schulen nur schwer kalkulierbar war und sich teilweise Dynamiken ergeben haben, die an anderen Stellen deutlich mehr Tests als vorgesehen notwendig machten. Dadurch bestehen jetzt mancherorts Lücken.“

Deshalb sei die Landesregierung gefordert, bereits jetzt entsprechend für die Zeit nach Ostern vorzuplanen. „Inzwischen wurde die sogenannte Bürgertestung eingeführt, das heißt, jeder Mensch in Thüringen hat das Recht, sich einmal wöchentlich testen zu lassen. Dieser Bürgertest sollte sinnvollerweise für alle, die in die Schule gehen, dorthin verlagert werden – und selbstverständlich von eigens dafür vorgesehenem Personal durchgeführt werden, denn die Pädagogen sollen unterrichten und nicht testen.“ Einen zweiten wöchentlichen Test vor Ort, so der tlv-Landesvorsitzende, sollte die Landesregierung finanzieren, solange es notwendig sei. Dies sei das Mindeste, was angesichts der immer wieder behaupteten hohen Priorität der Wiederaufnahme des Schulbetriebes zu erwarten sei. „Sachsen hat es vorgemacht: Eine allgemeine Testpflicht ist nötig und sinnvoll. Sie sorgt aber nur dann für ausreichend Sicherheit, wenn sie für alle Jahrgangsstufen gilt – und wenn langfristig genügend Tests zur Verfügung stehen.“

Allerdings, betont Busch, könnten verpflichtende Tests die höhere Priorisierung von Erzieherinnen und Lehrern in allen Schulformen bei den Impfungen keineswegs ersetzen: „Wir brauchen mehr als ein Werkzeug, um die Schulen wieder zu einigermaßen sicheren Orten zu machen.“

tlv thüringer lehrerverband


Bericht zu Gewalt gegen Frauen nimmt Bundesregierung in die Pflicht | #Frauen

Pressemitteilung vom Bündnis Istanbul-Konvention

Das Bündnis Istanbul-Konvention veröffentlicht heute seinen Alternativbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland. Auch drei Jahre nach Inkrafttreten des Übereinkommens fehlen in Deutschland eine ressortübergreifende Gesamtstrategie, handlungsfähige Institutionen und die notwendigen Ressourcen, um das Recht aller Frauen und Mädchen auf ein gewaltfreies Leben umzusetzen, stellt das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) fest.

Insbesondere für Gruppen, wie Frauen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, mit Behinderungen, diversen geschlechtlichen Identitäten oder in Wohnungslosigkeit, ist der in der Konvention verankerte Zugang zu Prävention, Schutz, Beratung und Recht nach wie vor mangelhaft.

Der in einem fast einjährigen Prozess erstellte Alternativbericht liefert eine differenzierte Analyse des Status Quo und zeigt dringend notwendige Schritte zur Umsetzung der rechtlich bindenden Konvention auf. Anders als der Staatenbericht der Regierung vom September 2020 weist der Bericht des Bündnisses auf die noch immer vorhandenen Lücken in der Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen hin und formuliert detaillierte Empfehlungen. Als kritischer und zugleich konstruktiver Impuls nimmt er die Regierung dabei in die Pflicht. Bund, Länder und Kommunen müssen sich an diesen direkten Handlungsempfehlungen in Zukunft messen lassen, fordert das Bündnis.

„Unser fast 200 Seiten starker Alternativbericht ist ein Meilenstein. Wir haken drei Jahre, nachdem die Istanbul-Konvention in Deutschland geltendes Recht wurde, ein und zeigen genau auf, wo die Vorschriften nicht umgesetzt sind“, so Britta Schlichting von der Zentralen Informationsstelle Autonome Frauenhäuser, ZIF.

„Noch immer sind Frauen und Mädchen in Deutschland durch Lücken im Hilfesystem nicht ausreichend vor Gewalt geschützt. Wir als NGOs treten hier in den direkten Dialog mit der Regierung, um den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt voranzubringen“, bekräftigt Dorothea Zimmermann, Vertreterin von BAG FORSA.

Das BIK strebt dabei einen intersektionalen Ansatz an, nimmt also Mehrfachdiskriminierungen, die oft unbeachtet bleiben, in den Blick. „Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich nicht nur zur Gleichbehandlung aller Frauen und Mädchen, sondern auch, geeignete Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, um bestehende geschlechterbezogene Rollenstereotypen und ungleiche Machtverhältnisse abzubauen. Leider existiert nicht einmal ein Aktionsplan hierfür“, erklärt Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra, dem Dachverband der Migrantinnenorganisationen.

Im Bündnis Istanbul-Konvention haben sich 2018 führende Frauenrechtsorganisationen, Bundesverbände und Expert*innen mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Deutschland zusammengeschlossen. Ziel des Bündnisses ist es, die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland zu begleiten und voranzutreiben sowie das öffentliche Bewusstsein für die Rechte und Pflichten, die sich aus der Konvention ergeben, zu stärken. Dazu gehört das gemeinsame Erstellen von GREVIO-Alternativberichten.

Im Herbst wird der durch den Europarat eingesetzte unabhängige Expert*innenausschuss GREVIO die Umsetzung der Konvention mit einer Delegation in Deutschland prüfen. Es ist das erste Überprüfungsverfahren, bei dem die Bundesregierung Rechenschaft ablegen muss. Daher kommt dem Alternativbericht des BIK, der heute an GREVIO übergeben wurde, eine besondere Bedeutung zu.

Der Alternativbericht des Bündnisses Istanbul-Konvention steht hier in einer barrierefreien Version zum Download bereit. Pünktlich zur Veröffentlichung sind jetzt auch alle wichtigen Informationen zum BIK auf der eigenen Webseite des Bündnisses zu finden: www.buendnis-istanbul-konvention.de.

Mitgliedsorganisationen: BAG Autonome Mädchenhäuser, BAG FORSA e.V., BAG kommunaler Frauenbüros, BAG Täterarbeit Häusliche Gewalt e.V., BAG Wohnungslosenhilfe e.V., bff – Frauen gegen Gewalt e.V., BIG e.V., BVFeSt e.V., CORA – stark machen e.V., DaMigra e.V., Deutscher Frauenrat e.V., djb e.V., Frauenhauskoordinierung e.V., GESINE Intervention e.V., JUMEN e.V., KOK e.V., medica mondiale e.V., MIA e.V.i.G, S.I.G.N.A.L. e. V., Weibernetz e. V., Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser

Beratende Expert*innen: Prof. Dr. Ariane Brenssell, Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel; Karin Heisecke, politische Beraterin und Expertin zu Gewalt gegen Frauen; Dr. Monika Schröttle, Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte (FOBES) am Institut für empirische Soziologie, Nürnberg

Deutscher Frauenrat
National Council of German Women’s Organizations
Axel-Springer-Str. 54a
10117 Berlin


Magazin des Tierschutzbundes wird 50:DU UND DAS TIER in neuem Gewand | #Tierschutz

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums seines Magazins DU UND DAS TIER wirft der Deutsche Tierschutzbund einen Blick zurück auf die Heftgeschichte und präsentiert das Blatt nach einem Relaunch in neuem Gewand.

Seit 1971 informiert DU UND DAS TIER angeschlossene Landesverbände und Tierschutzvereine, Mitglieder und Unterstützer des Verbandes sowie Politiker und Journalisten über wichtige Entwicklungen im Tierschutz und zeigt Missstände, aber auch Lösungsansätze auf. Die neue Ausgabe reflektiert die Anfänge der eigenen redaktionellen Arbeit und widmet sich aktuellen Themen wie den vergessenen Elterntieren in der Landwirtschaft und dem Sterben der heimischen Vogelwelt.

„Bei der Zeitreise durch unser Archiv für die Jubiläumsausgabe wird deutlich: Einige alte Tierschutzprobleme sind heute kaum noch vorstellbar, auch dank der Arbeit des Tierschutzbundes. Andere schon vor Jahrzehnten beschriebene Missstände sind leider aktueller denn je“, sagt Chefredakteurin Verena Jungbluth. „Im Tierschutz braucht es einen langen Atem und eine gehörige Portion Optimismus. DU UND DAS TIER gibt nun schon seit fünf Jahrzehnten Themen einen Raum, die im gesamtgesellschaftlichen Diskurs oft zu wenig Beachtung finden – und vermittelt gleichzeitig immer wieder, wie die Welt für Tiere in Zukunft besser werden kann. Wir hoffen, dass unsere Leser daraus nicht nur Infos, sondern ebenso Kraft für ihren Einsatz für die Tiere ziehen können wie wir selbst.“

Die aktuelle Ausgabe beleuchtet unter anderem das Leben und Leiden der Elterntiere in der Fleischindustrie. Jährlich werden Millionen Schweine, Puten und Hühner in Deutschland geschlachtet, während das Leben ihrer Eltern hingegen hauptsächlich im Verborgenen stattfindet. Das Magazin des Deutschen Tierschutzbundes erklärt, wie die Tiere künstlich im Akkord besamt werden, unter der Hochleistungszucht leiden und weshalb man sie teilweise sogar systematisch hungern lässt. Außerdem nimmt DU UND DAS TIER eine Bestandsaufnahme der schwindenden heimischen Vogelwelt vor, die besonders unter dem massiven Einsatz von Pestiziden, monotonen Kulturlandschaften und versiegelten Flächen leidet. Neben anderen Themen beschäftigt sich die Ausgabe auch mit Elchen, die vermehrt durch heimische Wälder streifen, und räumt mit Vorurteilen gegenüber Eseln auf – einer unterschätzten Tierart, die den Menschen seit Jahrtausenden begleitet.


Breites Bündnis ruft zu Fahrraddemo am 19. März auf: Klimaschutz braucht die Verkehrswende jetzt! | #Verkehr #Klima

Das Bündnis „Berliner Straßen für Alle“ unterstützt Fridays For Future beim morgigen globalen Klimastreik mit einer Verkehrswende-Fahrraddemo. Zu der Fahrraddemo am Freitag, 19. März rufen Powershift, ADFC Berlin, Changing Cities, BUND Berlin, Greenpeace Berlin, Naturfreunde Berlin, Grüne Liga, VCD Nordost und Fuß e.V. im Bündnis auf.

„Seit Jahrzehnten hinkt der Verkehrssektor beim Klimaschutz hinterher. Statt klimaschädliche CO2-Emissionen zu senken, wird munter an den nächsten Kilometern Autobahn gebaut. Während andere Städte wie New York, Seoul, Paris ihre Stadtautobahnen zurückbauen, wächst die fragwürdige A100 in Berlin weiter und weiter, und soll immer teurer werden. Der ADFC-Fahrradklima-Test zeigt: Radfahrende in Berlin sind mit den Wegen fürs Rad noch nicht zufrieden. Statt den Kfz-Verkehr zu fördern, muss Berlin jetzt stadtweit in klimafreundliche Radinfrastruktur investieren“, fordert Frank Masurat aus dem Vorstand des ADFC Berlin.

„Zukunftsfähige Mobilität für alle heißt konsequenter Umstieg auf den Umweltverbund. Wertvolle Flächen, die heute durch abgestellte Privat-Kfz belegt sind, können wir besser nutzen: Für Straßenbahnen, die im eigenen Gleisbett am Stau vorbeifahren, für ein durchgängiges Netz von Fahrradrouten in ganz Berlin, mehr Platz für Fußverkehr insbesondere in Einkaufsstraßen und Ortsteilzentren, mehr Stadtgrün um dem Klimawandel entgegenzuwirken, mehr Aufenthalts- und Spielflächen und vieles mehr. Wir müssen unsere Straßen für die Menschen zurückerobern!” erklärt Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost.

„Was als Marathon angefangen hat, muss zu einem Sprint werden: Jahrzehntelang dümpelte die Verkehrswende vor sich hin, als müssten die Planerinnen und die Politik Kräfte sparen. Jetzt ist Zeit für den Endspurt: Ärmel hochkrempeln und die Städte ab sofort zu einem Ort machen, wo Menschen gerne und entspannt leben, wo die Luft nicht nach Abgasen stinkt und Autos nur selten gesichtet werden. In diesem Superwahljahr 2021 werden insbesondere die Stadtbewohnerinnen mit ihrer Stimme zum Ausdruck bringen, dass man mit einem Weiter-wie-bisher keine Wahlen mehr gewinnen kann“, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.

Pressekontakte Berliner Straßen für alle!:

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender VCD Nordost
heiner.v.marschall, Tel.: 0174-465 6523

Antje Heinrich, Changing Cities e.V.
antje.heinrich, Tel.: 0178 475 28 08

Lisa Feitsch, ADFC Berlin
presse, Tel. (auch mobil): +49 (0)30 – 44 04 99 74

Hintergrund zu dem Bündnis: www.berliner-strassen-fuer-alle.de


KDFB Katholische Frauen sind sich einig: „Das System muss dringend verändert werden | #Frauen

Rein juristisches Gutachten reicht nicht

Köln/Düsseldorf, 18. März 2021. Betroffene sexualisierter Gewalt müssen im Mittelpunkt stehen und die Machtstrukturen in der katholischen Kirche grundlegend verändert werden. Das fordern anlässlich der heutigen Veröffentlichung des Gutachtens der Kanzlei Gercke & Wollschläger im Erzbistum Köln der kfd-Diözesanverband Köln e.V., der KDFB-Diözesanverband Köln sowie Maria 2.0 Rheinland.

Die Pressekonferenz hat deutlich gezeigt, dass eine rein juristische Begutachtung der Vorgänge nicht ausreicht – auch im Hinblick auf die katastrophale Aktenlage.

„Das Erwartbare ist passiert. Die noch im Erzbistum in Amt und Würden stehenden Kleriker, denen Pflichtverletzungen nachgewiesen wurden, sind suspendiert. Damit allein ist es jedoch nicht getan. Was uns besonders bestürzt: Bei Lai*innen wurden sofort arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen; bei Klerikern nicht. Um es deutlich zu sagen: Sexualisierte Gewalt in jeder Form ist eine Sünde, kein Kavaliersdelikt“, sagt Elisabeth Bungartz, Vorsitzende des kfd-Diözesanverbands Köln.

„Der Missstand liegt vor allem im System. Die katholische Kirche als Institution muss alles tun, um solche Straftaten zu verhindern und Täter*innen zu ahnden. Das heißt konkret: Strukturen müssen verändert werden, Hierarchie muss abgebaut werden und die Bistumsleitung muss, auch hier in Köln, die Verantwortung für den Transformationsprozess übernehmen“, so Rotraut Röver-Barth, Vorsitzende des KDFB-Diözesanverbands Köln.

„Die Kirche ist nicht in der Lage, Straftaten und deren Vertuschung in ihren Räumen selbst aufzuklären. Das hat Köln gezeigt. Nur eine unabhängige Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission kann Licht in das Dunkel bringen. Die Tragödie, die wir in Köln erleben, wird sich in anderen Bistümern wiederholen. Köln sollte eine Mahnung für die deutschen Bischöfe sein“, sagt Maria Mesrian, Sprecherin von Maria 2.0 Rheinland.

Die katholischen Frauen sind sich einig, dass ein Neuanfang in der katholischen Kirche dringend nötig ist. Nur mit dem ehrlichen und aufrichtigen Willen zur Aufklärung, dem Schuldeingeständnis der Täter, der Übernahme von persönlicher Verantwortung und dem unbedingten Willen aller Beteiligten vor allem strukturell präventiv zu handeln, kann dies gelingen. Die Forderungen werden unterstützt von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. und dem Katholischen Deutschen Frauenbund e.V. (KDFB).

Katholischer Deutscher Frauenbund – Bundesverband

Kaesenstr. 18

50677 Köln


ABDA: Neues Portal für Schnelltest-Apotheken | #Gesundheit

Berlin, 18. März 2021 – Verbraucher können über die neue Webseite www.mein-apothekenmanager.de Apotheken finden, die kostenlose Antigen-Schnelltests auf eine SARS-CoV-2-Infektion durchführen.

„Unser Portal wurde gestern scharf geschaltet. In Ballungsgebieten findet man schon leicht eine Schnelltest-Apotheke, in ländlichen Regionen ist das bislang noch etwas schwieriger“, sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands.

„Im Moment melden sich aber ständig weitere Apotheken an.“ Bereits am ersten Tag befanden sich auf dem Portal bundesweit bereits rund 400 Apotheken, die solche Schnelltests anbieten.

Dittrich: „Die Suche nach einer Apotheke, die Antigen-Schnelltests durchführt, ist nur der erste Nutzwert dieser Seite für Verbraucherinnen und Patientinnen. Weitere Angebote der Apotheken werden hier in naher Zukunft zu finden sein.“

Apotheken, die auf dem Verbraucherportal entsprechend gelistet werden wollen, müssen sich dazu an anderer Stelle registrieren: Unter www.mein-apothekenportal.de können sie ihre Dienstleistung anmelden. Der DAV stellt dieses ‚Profiportal‘ seit Dezember 2020 allen bundesdeutschen Apotheken zur Verfügung. Sie können dort Mehrwertinformationen zum Beispiel zu ihren Botendiensten eintragen.

„Je mehr Apothekeninhaber*innen sich daran beteiligen, umso aussagekräftiger wird das Angebot für die Patienten sein“, sagt Dittrich. „Die Mehrwertinformationen können ab Juli 2021 auch in die staatliche Gematik-App für das E-Rezept eingespeist werden“, sagt Dittrich.

„Der Zuspruch zu unserem Portal ist bislang gut – aber ich wünsche mir, dass wirklich jede öffentliche Apotheke dort zu finden ist. Daran arbeiten wir.“

ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.
Bundesapothekerkammer
Deutscher Apothekerverband e. V.


Klimabilanz 2020: Handlungsbedarf im Gebäudesektor | #Klima #Immobilien

(Berlin, 18.03.2021) Die vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten CO2-Emissionsdaten für das Jahr 2020 haben eine klare Botschaft gesetzt: Der Gebäudesektor ist der einzige Bereich, in dem die Ziele des Klimaschutzgesetzes verfehlt wurden. Um fünf Millionen Tonnen sollten die CO2-Emissionen sinken. Nur ca. drei Millionen Tonnen Minderung hat das UBA ermittelt, rund zwei Millionen Tonnen zu wenig. Auch wenn daran eine intensivere Gebäudenutzung durch die Corona-Pandemie vermutlich einen Anteil hatte: Bereits jetzt besteht dringender politischer Handlungsbedarf, um die Klimazielmarke in 2030 erreichbar zu halten.

Perspektivwechsel bei Klimaschutz in Gebäuden nötig
Die Gefahr: Kommt es weiterhin zu Verfehlungen der Klimaziele im Gebäudesektor, wird es extrem schwierig, diese später wieder aufzuholen. Dazu Thomas Drinkuth, Leiter der Hauptstadtrepräsentanz Transparente Gebäudehülle: „Die Energiewende im Gebäudesektor jetzt konsequent und mit einer langfristigen Planungssicherheit anzugehen, ist eine zentrale Aufgabe für die kommende Legislaturperiode. Eine entsprechende Perspektive und konkrete Politikinstrumente dürfen in keinem Wahlprogramm fehlen. Klar ist: Ein ‚Weiter wie bisher‘ wird in jedem Fall zu wenig sein. Wir brauchen einen Perspektivwechsel und eine neue Priorität für Klimaschutz im Gebäudesektor.“

Der Gebäudesektor ist für die Erreichung der Klimaschutzziele zentral, denn er bietet hohe Energieeinsparpotenziale, die mit etablierten Technologien und Bauprodukten erschlossen werden können. Gleichzeitig trifft der ambitionierte Zielpfad des Klimaschutzgesetzes hier auf einen Markt, der eine gewisse Anlaufphase braucht. Die für die Klimaziele dringend notwendige Gebäudesanierung kann und muss stetig auf eine Sanierungsrate von mindestens zwei Prozent hochgefahren werden. Sanierungen müssen geplant, Investitionsmittel beschafft, Ressourcen aufgebaut werden. Dafür ist Planungssicherheit notwendig. Dass die in 2020 bereits verbesserte staatliche Förderung Wirkung zeigt und die Förderzahlen deutlich gestiegen sind, belegt, dass der Sanierungsmarkt auf politische Impulse reagiert.

Der bisherige klimapolitische Fokus auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien kann die bestehenden Probleme im Gebäudesektor nicht allein lösen. Soll der Energiebedarf für Heizung und warmes Wasser erneuerbar gedeckt werden, muss er deutlich sinken – durch mehr und bessere energetische Gebäudesanierung. Dafür sind die richtigen politischen Impulse nötig. „Für die kurzfristige Wirkung bleibt ein Fokus auf der Förderung, die noch einige Verbesserungspotenziale bietet“, empfiehlt Drinkuth. „Gleichzeitig ist es aber dringend an der Zeit, weitere starke Instrumente wie den CO2-Preis oder neue energetische Mindeststandards für Bestandsgebäude so zu entwickeln, dass sie Impulse für mehr und bessere Sanierung setzen und von Eigentümern gut umgesetzt werden können.“

Im nächsten Schritt wird der von der Bundesregierung einberufene Expertenrat die 2020er Emissionsdaten umfassend bewerten und dabei auch die Umstände und Rahmenbedingungen abwägen. Stellt er einen Handlungsbedarf fest, müssen die jeweils zuständigen Ministerien kurzfristig ein Sofortprogramm entwickeln.

Die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle ist das gemeinsame Hauptstadtbüro des Bundesverbands Flachglas, des Industrieverbands Rollladen Sonnenschutz Automation und des Verbands Fenster + Fassade zusammen mit den Unternehmen Somfy, Velux und Warema. Sie ist Impulsgeber und Dialogpartner für alle Politikakteure und Stakeholder, die die bau- und energiepolitischen Rahmenbedingungen gestalten.


Protest am Kanzleramt: ZDK fordert bundesweite Öffnung des Autohandels | #Wirtschaft

Berlin, 18. März 2021. Mit einer Protestaktion in Berlin hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) seiner Forderung nach bundesweiter Öffnung der Autohäuser Nachdruck verliehen.

Drei beladene Pkw-Transporter hielten auf ihrer Rundfahrt durch Berlin-Mitte auch in der Nähe des Kanzleramts. Die gut sichtbare Botschaft: „Frisör, 10m2, 1 Kunde: geöffnet. Autohaus, 500m2, 1 Kunde: geschlossen. Politiker*innen: Lernt endlich Rechnen! „.

„Niemand versteht mehr, warum viele Autohäuser mit ihren großen Flächen nach wie vor geschlossen bleiben müssen, während beim Frisör zehn Quadratmeter pro Kunde als unproblematisch angesehen werden“, bedauert ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. „Ich weiß nicht, wann die Politikerinnen und Politiker, die über den Lockdown entscheiden, zuletzt in einem Autohaus gewesen sind. Es ist dringend an der Zeit, dass sie sich vor Ort ein Bild von der Situation machen. Dazu laden wir sie gerne ein.“

Klar ist: 90 Prozent aller Verkäufe werden stationär im Autohaus vor Ort und nicht online abgewickelt. Die Auftragseingänge im Januar und Februar waren laut den Ergebnissen einer Blitzumfrage des ZDK von Ende Februar unter rund 2 000 Autohäusern und Kfz-Betrieben um bis zu 60 Prozent eingebrochen.

Das so wichtige Frühjahrsgeschäft drohe laut ZDK-Präsident Karpinski zum zweiten Mal in Folge weitgehend auszufallen. Ohne Zweifel müsse alles getan werden, um die Verbreitung des Virus und seiner Mutationen nachhaltig zu stoppen. „Mit ihren großen Verkaufsräumen bei geringer Kundenfrequenz sowie unter erprobter Einhaltung der Corona-Schutzauflagen sind Autohäuser jedoch sichere Orte“, betont Karpinski.

Schon der Einzelhandel insgesamt trage laut Robert-Koch-Institut kaum mehr zum Infektionsgeschehen bei als etwa Zusammenkünfte im Freien (Platz 13 unter 17 untersuchten Kategorien).

Dieses schon im Schnitt niedrige Infektionspotenzial unterschreite der Automobilhandel aufgrund seiner besonderen Verhältnisse nochmals deutlich. „Damit liegt auf der Hand, dass sich dieses Risiko in unseren Betrieben bei nahezu Null bewegt“, so Karpinski.

„Deshalb fordern wir vom nächsten Corona-Gipfel ein klares Ja zur bundesweiten Wiedereröffnung aller Autohäuser.“

Landesverband Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes
Am Landeshaus 6 65187 Wiesbaden


Glaukom jenseits des Augeninnendruckes | #Gesundheit

Welche neuen Erkenntnisse gibt es?

Das Glaukom ist eine der Hauptursachen für irreversible Erblindung weltweit. Insgesamt sind Schätzungen zufolge derzeit fast 80 Millionen Menschen betroffen. Im Jahr 2010 waren es noch circa 68 Millionen Patienten, davon erblindeten 6,7 Millionen. Das Glaukom ist eine altersabhängige Erkrankung.

Die Inzidenz, also die Zahl der Patienten, die neu erkranken, verdreifacht sich pro Jahrzehnt Lebensalter, während die Inzidenz der Erblindung sich pro Jahrzehnt Lebensalter verzehnfacht. Aufgrund des demografischen Wandels, einschließlich einer alternden Bevölkerung, beträgt die geschätzte Zahl der Glaukompatienten im Jahr 2020 weltweit 79,6 Millionen. Daher wird mit zunehmender Alterung der Bevölkerung die Prävalenz und Bedeutung der Erkrankung steigen.

Das Glaukom ist durch einen zunehmenden Verlust von Ganglienzellen der Netzhaut (RGC) und eine Schädigung des Sehnervs mit den Axonen gekennzeichnet. Diese unterlaufen dem programmierten Zelltod der Apoptose. Hauptrisikofaktoren sind neben dem Alter der erhöhte Augeninnendruck des Patienten.

Die Therapie heute: Augeninnendruck senken

Die einzige evidenzbasierte Behandlung des Glaukoms ist derzeit die Augeninnendrucksenkung, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Dies geschieht dabei zunächst medikamentös oder durch Lasern. Ist dies nicht ausreichend oder nicht möglich, kann das Glaukom mit einer Operation behandelt werden. Bislang ist die Trabekulektomie der Goldstandard in der operativen Behandlung. Es hat sich gezeigt, dass eine Senkung des Augeninnendrucks um 20 bis 40 Prozent die Rate des progressiven Gesichtsfeldverlusts deutlich verringert.

Risikofaktoren jenseits des Augeninnendrucks

Bei einem erheblichen Teil der Glaukompatienten tritt jedoch trotz erfolgreicher Augeninnendrucksenkung ein Sehverlust auf. Dabei spielen Risikofaktoren eine Rolle, die nicht vom Augeninnendruck abhängig sind. Trotz der Tatsache, dass Maßnahmen zur Senkung des Augeninnendrucks das Progressionsrisiko senken und den Beginn des Glaukoms verzögern, sind die Ursachen des Glaukoms umstritten und noch nicht geklärt.

Die Erkrankung wird durch momentane diagnostische Maßnahmen wie Gesichtsfeld erst spät erkannt und bleibt damit oft unentdeckt. 50 Prozent der Patienten wissen nicht, dass sie das Glaukom haben. Früherkennungsuntersuchungen mit Sehnerv-Check und Messung des Augeninnendrucks sind die einzige Möglichkeit, ein Glaukom zu erkennen, bevor ein nicht wieder gut zu machender Schaden entstanden ist. Der Bedarf an neuen Behandlungsansätzen und Neuroprotektiva (den Nerv schützenden Medikamenten) ist hoch.

Neue Einsichten in das Krankheitsgeschehen

In den letzten zehn Jahren hat unser Verständnis der pathophysiologischen molekularen Mechanismen des Glaukoms erheblich zugenommen. Darauf aufbauend, wurde eine Vielzahl von neuroprotektiven Mitteln vorgeschlagen, die auf molekulare Veränderungen abzielen.

Zu den Mechanismen, die einen Verlust an RGC auslösen, gehören:

(1) Exzitotoxizität, also der Tod der Nervenzelle durch andauernde Reizüberflutung

(2) oxidativer Stress, der von freien Sauerstoff-Radikalen ausgelöst wird

(3) Stickoxidschaden,

(4) Mikroglia-Überaktivierung, die eine Entzündung fördert und

(5) Apoptose.

Beim Glaukom werden giftige Substanzen wie Glutamat, reaktive Sauerstoffspezies und Stickoxid (NO) freigesetzt. Mikroglia werden überaktiviert, die Funktion der Mitochondrien (der „Kraftwerke der Zellen“) nimmt ab und die Transkription von Genen wird moduliert. Gemeinsame abschließende Signalwege werden aktiviert mit anschließender Neuronen-Apoptose bei RGC. Ein erhöhter Augeninnendruck und andere Mechanismen scheinen einen sich selbst aufrechterhaltenden Prozess der RGC-Degeneration auszulösen.

Viele Erkenntnisse aus Zellkultur- und Tiermodellen

Neuroprotektion könnte eine wesentliche Rolle bei der Verlangsamung der mit dem Sehverlust verbundenen pathologischen Prozesse spielen und durch den Schutz von RGCs und des Sehnervs zur Verringerung des Sehverlusts bei diesen Patienten beitragen. In den letzten Jahrzehnten ist relativ viel in Tiermodellen zu Wachstumsfaktoren (BDNF, CNTF; NTF), Apoptoseregulatoren (Bxl-2, Bcl-x) oder auch Glutamatverminderung (Memantine) geforscht worden. Dies zeigte in Tiermodellen viele neuroprotektive Ergebnisse. Die Übertragung dieser Erkenntnisse auf Behandlungskonzepte für Menschen (Translation) fehlt bislang.

Es gibt viele Ergebnisse in Tiermodellen, die leicht und standardisiert zu analysieren sind. Wichtig ist aber auch die Translation zum Menschen. Man kann verschiedene Tier- und Zellkulturmodelle unterschiedlichen Alters mit einzelnen Zellen und Zellverbänden zur Imitation des Glaukoms verwenden. Auf zellulärer Ebene können typische Reaktionen der verschiedenen Zellen und Zellverbände der retinalen Ganglienzellen, der Mikroglia sowie der Endothelzellen und Gefäße gesehen und proteomische (die Gesamtheit der Eiweiße der Zellen betreffend) sowie genetische Veränderungen analysiert werden.

Die Modelle eignen sich gut, um die gewünschten Augeninnendrucksituationen zu imitieren und/oder um einen retinalen Ganglienzellverlust zu provozieren. Die Gefäße und Gefäßzellen zeigten Augeninnendruck induzierte Veränderungen der Morphologie und Funktion. Diese Modelle eignen sich auch, um die Wirkung möglicher neuer Medikamente zu testen. Insbesondere die Crystalline, H2S, ßIII-Tubulin und CRMP-5 zeigten auf molekularer Ebene interessante Expressionsverschiebungen bei erhöhtem Augeninnendruck und im weiteren Versuchsverlauf neuroprotektive und/oder sogar regenerative Effekte in vivo und in vitro.

Neurone lassen sich mit Gentherapie verjüngen

Interessant in diesem Kontext und zukunftsträchtig scheint die Fokussierung auf altersabhängige Veränderungen. Forschungsarbeiten an Mitochondrien zeigen sehr interessante Ergebnisse, ebenso Arbeiten zur Epigenetik. Der Begriff Epigenetik definiert alle vererbbaren Veränderungen in der Genexpression, die nicht in der DNA-Sequenz selbst codiert sind. Diese können durch Umwelteinflüsse verändert werden.

Diese epigenetischen Muster entstehen unter anderem durch sogenannte Methylierungen, also chemische Gruppen, mit denen das Erbgut während der Embryonalentwicklung bestückt wird. Sie regeln die Aktivität der Gene. Ihr Muster und damit auch die Zellfunktionen verändern sich im Laufe des Lebens, da gewisse Gene nur in bestimmten Lebensabschnitten gebraucht werden. Manche Funktionen gehen beispielsweise im Alter verloren, obwohl die eigentliche Information weiterhin in den Genen verankert ist. Diese Art der zeitweiligen Feinregulierung von Genen fällt in den Bereich der Epigenetik.

In ihrer Studie verjüngten die Forschenden Neurone des zuvor verletzten Sehnervs in alten Mäusen, indem sie mithilfe einer Gentherapie drei sogenannte Transkriptionsfaktoren in den Zellen dauerhaft aktivierten. Das veränderte die Methylierungsmuster auf dem Erbgut so, dass es erneut jenen junger Mäuse glich.

Dadurch erlangten die reprogrammierten Zellen offenbar ihre ursprüngliche Fähigkeit zurück, sich nach einer Verletzung regenerieren zu können – im Fall der Experimente nach einer Augenerkrankung oder einer mechanischen Verletzung. Labormäuse mit einem induzierten grünen Star (Glaukom) reagierten nach der Behandlung wieder auf optische Reize und konnten sich immerhin anhand von Mustern in einem Raum orientieren, woraus die Forschenden auf ein wiedergekehrtes Sehvermögen schließen.

Da die Expression dieser Transkriptionsfaktoren auch in Zellkulturexperimenten menschliche Neuronen umprogrammierte, könnte der Ansatz auch potenziell beim Menschen zum Erfolg führen, mutmaßen die Autoren. In einem parallel veröffentlichten Begleitartikel kommt der Autor Andrew Huberman zu dem Schluss, dass diese Studie eine neue Ära der Medizin einleiten würde, gealterte und geschädigte Gehirne therapieren zu können.

Eine Translation zum Menschen muss noch erfolgen.

Fazit

Die Behandlung des Glaukoms besteht aktuell in der Senkung des Augeninnendrucks, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Bereits eingetretene Schäden lassen sich auf diese Weise bisher nicht reparieren. Doch das Verständnis der Mechanismen, die beim Glaukom zum Absterben der retinalen Ganglienzellen und der Sehnervenfasern führen, ist in den vergangenen Jahren erweitert worden. Das eröffnet den Weg zu neuen Behandlungsansätzen, die auf den Schutz des Sehnervs abzielen. Mit einer Gentherapie scheint sogar eine Regeneration des Sehnervs möglich. Bisher liegen dazu allerdings erst Ergebnisse aus Tiermodellen vor, eine Translation der Erkenntnisse auf den Menschen muss noch erfolgen.

Prof. Dr. Verena Prokosch-Willing

Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln

Kerpener Str. 62

50937 Köln

Tel. 0221 / 478 7720

E-Mail: verena.prokosch-willing@uk-koeln.de

Herausgeber: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf


Tarifverhandlung Metall – Tarifrunde 2021/22 – Man kann die Realität nicht wegstreiken | Tarifverhandlungen

Auch in der fünften Runde der Tarifverhandlungen 2021/22 zwischen NORDMETALL und der IG Metall Küste, die heute im Bremer Gewerkschaftshaus im kleinen Kreis stattfand, hat es keinen Durchbruch gegeben. „Die Gewerkschaft sollte die knappe Zeit nicht für Protestaktionen, sondern lieber zur Lösungssuche nutzen“, mahnte NORDMETALL-Verhandlungsführerin Lena Ströbele.

„Die Tarifparteien müssen jetzt möglichst schnell Antworten auf die Corona-Krise und den Strukturwandel finden. Die Realität in unseren Betrieben lässt sich nicht wegstreiken“, betonte die Personaldirektorin der Fr. Lürssen Gruppe.
Sie rückte auch die Behauptung der IG Metall gerade, dass es in den letzten Jahren keine Lohnzuwächse für die M+E-Beschäftigten gegeben habe.

„Die Gewerkschaft weiß genau, dass wir 2019 de facto ein Plus von mehr als zwei Prozent vereinbart haben, und zwar durch das sogenannte tarifliche Zusatzgeld (T-Zug). In 2020 gab es eine Einmalzahlung von 350 Euro, mit der die Realeinkommen gesichert oder das Kurzarbeitergeld aufgestockt werden konnten“, so die Arbeitgebervertreterin.

Umso dringender appellierte Ströbele an die Gewerkschaft, sich weiter mit den Arbeitgebern ernsthaft um eine schnelle Tarifeinigung zu bemühen: „Wir brauchen in dieser unsicheren Zeit langfristige Planungssicherheit für die Betriebe. Deshalb ist aus unserer Sicht eine Einigung noch vor Ostern notwendig“, sagte die NORDMETALL-Tarifverhandlungsführerin.

Die von der Gewerkschaft geforderten Zukunftstarifverträge dürften dabei keine neuen Belastungen durch erhöhten Organisationsaufwand oder eine Ausweitung der Mitbestimmung verursachen.

Und beim Thema Arbeitszeitverkürzung müsse sich die IG Metall von der Idee eines arbeitgeberfinanzierten Teilentgeltausgleichs verabschieden. „Erst wenn das passiert ist, können wir über die Lohnerhöhung sprechen, die NORDMETALL für die Zeit ab 2022 grundsätzlich in Aussicht gestellt hat“, sagte Lena Ströbele.

Ein weiterer Verhandlungstermin zwischen NORDMETALL und IG Metall Küste wurde nicht vereinbart.

NORDMETALL Verband der Metall- und Elektroindustrie e.V.
Haus der Wirtschaft
Kapstadtring 10
D-22297 Hamburg


Zero Food Waste Challenge – NABU Hamburg | #Ernährung #Naturschutz

Einen Monat kein Essen wegwerfen!

Bei der Aktion der NAJU Hamburg vom 1.-29.4.2021 geht es darum, einen Monat lang möglichst wenig Lebensmittel zu verschwenden. Mitmachen können Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien. Am Ende warten tolle Preise.

Jedes Jahr wird ein Drittel der produzierten Lebensmittel weggeworfen. Das sind rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel. In Deutschland werden jährlich rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, dabei stammen rund 55 Kilogramm pro Kopf und Jahr aus Privathaushalten.

Der Wert dieser Lebensmittel scheint in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit geraten zu sein. Es ist daher wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass für die Herstellung jedes Lebensmittels Wasser und Ackerfläche verbraucht und CO₂ ausgestoßen wurde. Es muss etwas gegen die enorme Ressourcenverschwendung durch Lebensmittelabfälle getan werden!

Die NAJU Hamburg möchte deshalb auf die Problematik aufmerksam machen und zum Handeln motivieren. Der Jugendverband startet dazu eine Mitmach-Aktion für alle interessierten Hamburgerinnen und Hamburger: Im Rahmen einer sogenannten Zero Food Waste Challenge sollen die Teilnehmenden einen Monat lang versuchen, so wenig Essbares wie möglich wegzuwerfen. Dabei ist es egal, ob sie sich bereits mit dem Thema auseinandersetzten und Lust haben, endlich aktiv zu werden oder einfach neugierig sind.

Teilnehmen kann jede*r: Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Familien – entweder als Einzelperson oder als gesamter Haushalt.


Teilnahme

Los geht es am 1. April. Von da an sollen die Teilnehmenden bis zum 29.04. versuchen, möglichst viele Dinge auszuprobieren, die zu weniger Lebensmittelabfall beitragen.

Ob man eine Foodsaving-Initiative nutzt, seinen Kühlschrank neu sortiert oder ein neues Rezept mit Möhrengrün ausprobiert, all dies sind Schritte in die richtige Richtung. Am Ende jeder Woche teilt jede*r seine Erfolge und neuen Entdeckungen der letzten Woche über ein Formular auf der NAJU Hamburg Homepage. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir am Ende der Challenge tolle Preise.

Am 8. April werden die Ergebnisse das erste Mal eingesendet. Bis zu diesem Zeitpunkt kann man sich noch anmelden.


Mehr Infos und Anmeldung

Auftaktveranstaltung

Den Auftakt der Mitmach-Aktion bildet eine digitale Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 1. April um 19.30 Uhr. Zu der Veranstaltung unter dem Titel „THEMA BEIM NABU: Zero Food Waste“ ist jede*r herzlich eingeladen nützliche Tipps und Tricks mitzunehmen, damit jede*r Zuhause selbst anfangen kann, Lebensmittelabfälle zu minimieren. Zudem gibt es dort weitere Informationen zum Ablauf und den Regeln der NAJU-Challenge. Die Veranstaltung ist kostenfrei und offen für alle, die am Thema weniger Lebensmittelabfall interessiert sind. Eine Anmeldung zur Auftaktveranstaltung ist nicht erforderlich.

Über diesen Zoom Link kann man sich am 1. April um 19:30 Uhr einwählen:
https://us02web.zoom.us/j/85875592236?pwd=NjRBYXBESGZoYkwzS2oyWXlIOEwyUT09. Meeting-ID: 858 7559 2236, Kenncode: 676520

Mehr zum Thema

Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website

Quelle: hamburg.nabu.de


Volkssolidarität fordert gezielte Förderung der Sozialstruktur und Zivilgesellschaft Ostdeutschlands | #Soziales

Die Ergebnisse der aktuellen „Raumordnungsprognose 2040“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung belegen, dass in rund 71 Prozent der ostdeutschen Landkreise die Bevölkerungszahlen deutlich sinken werden – in manchen Regionen um 20 Prozent (West: 15 Prozent). Der Altersdurchschnitt wird zum Teil auf 52 Jahre ansteigen.

Die Präsidentin der Volkssolidarität, Susanna Karawanskij, ist besorgt: „Die Zahlen bestätigen leider, was wir seit vielen Jahren beobachten – ostdeutsche Regionen werden mehrheitlich immer leerer und älter. Das hat natürlich Ursachen, denn die Auswirkungen von Demontage und Planwirtschaft nach der Teilung sowie dem Marktschock nach der Wiedervereinigung auf die Wirtschaftskraft Ostdeutschlands wird bis heute dramatisch unterschätzt.“

Zahlen verdeutlichen außerdem, dass 77 Prozent der Ostdeutschen ihre Lebensleistung nach der Wende nicht ausreichend wertgeschätzt sehen. Die Lohnangleichung zum Westen stockt seit Jahren. Die Fachkräfte in allen Arbeitsbereichen werden knapper. 2030 werden allein in Sachsen 140.000 Beschäftigte in Gesamt- und Privatwirtschaft sowie dem Öffentlichen Dienst fehlen.

Susanna Karawanskij warnt vor Folgen auf politischer Ebene: „Abwanderung bedeutet nicht zuletzt auch immer weniger politische Teilhabe. Durch die Gebietsreformen seit 1990 hat der Osten zudem drei von vier Kommunalpolitikern verloren. Von 294 Landkreisen in Deutschland liegen heute nur rund ein Viertel in den ostdeutschen Bundesländern. Das macht gleichberechtigte Teilhabe auf Augenhöhe auf Bundesebene fast unmöglich.

Was der Osten braucht, um diesem dauerhaften Gefühl des Abwickelns zu entkommen, ist auch eine Wiederbelebung der Zivilgesellschaft.“ fordert die Präsidentin der Volkssolidarität. „Was hier gefördert werden muss, sind Projekte auf lokaler Ebene, die den Menschen das Möglichkeit zur Erfahrung der Selbstwirksamkeit geben und Gemeinschaft zu erfahren. Direkte Beteiligung an Entwicklungen und Veränderungen im Lebensumfeld sind notwendig, dafür müssen lokale Demokratie und Institutionen gestärkt, Behördenstrukturen dezentralisiert und Fördermöglichkeiten vereinfacht werden. Das sind einige der notwendigen Schritte, um die Attraktivität ostdeutscher Regionen als Lebensmittelpunkte zu erhöhen.“

Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Alexander Lohse
Alte Schönhauser Str. 16
10119 Berlin
Deutschland


Gewerkschaften kritisieren Bundesfinanzministerium für Rückzug | #Finanzen #Tarifverhandlungen

Anhörung zum Besoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetz 2021/2022 Das Bundesinnenministerium hat innerhalb kürzester Zeit einen neuen Entwurf des Besoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetz 2021/2022 auf den Weg gebracht. Damit wird zumindest die bereits im Koalitionsvertrag vereinbarte zeit- und systemgerechte Übertragung der Ergebnisse des Tarifvertrages auf die Beamtinnen und Beamten des Bundes abgesichert.

„Ein Affront gegen die Beamtinnen und Beamten ist allerdings, dass der Ursprungsentwurf vom Finanzministerium gestoppt wurde. Dieser beinhaltete auch diskutable Lösungen für die Umsetzung der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur amtsangemessenen Alimentation“, sagte der zweite Vorsitzende des dbb Friedhelm Schäfer in der Anhörung zum aktuellen Gesetzentwurf am 18. März 2021.

„Besonders irritiert, dass von Seiten des Finanzministeriums nicht ansatzweise ein alternativer Lösungsvorschlag unterbreitet wurde. Eine solche Politik geht insbesondere zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen in den unteren Einkommensgruppen. Es kommt zudem der Verdacht auf, dass Olaf Scholz beim öffentlichen Dienst schon mal mit der Rückzahlung der Verpflichtungen aus seiner teilweise wenig durchdachten Bazooka-Politik beginnen will“, so Schäfer.

Dieter Dewes, Bundesvorsitzender der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ), kommentierte den Entwurf in eine ähnliche Richtung: „Wir begrüßen die vorgesehene Linearanpassung von 1,2 Prozent zum 1. April 2021 sowie weiterer 1,8 Prozent zum 1. April 2022.

Nicht akzeptabel ist jedoch, dass das finanzielle Volumen des nicht übertragenen Mindestbetrages aus dem Tarifabschluss den Beamtinnen und Beamten nicht über andere, systemgerechte Maßnahmen zu Gute kommt. Dafür käme insbesondere die seit Jahren vom dbb geforderte Rückführung der einseitig erhöhten Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten in Betracht.“

Auch Heiko Teggatz, Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, ist enttäuscht: „Es ist bedauerlich, dass die ursprünglich vorgesehenen Umsetzungen der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts nicht mehr im Gesetzentwurf enthalten sind.

Dies hätte durch die Einführung eines regionalen Ergänzungszuschlages gerade für Kolleginnen und Kollegen in Hochpreisregionen erhebliche Einkommenszuwächse mit sich gebracht und auch zur Anhebung der Grundgehälter des einfachen und mittleren Dienstes geführt.

Das entwickelte neue Besoldungselement des regionalen Ergänzungszuschlags war zwar noch verbesserungsbedürftig, aber dafür hätte man im parlamentarischen Verfahren kämpfen können. Die Aufgabe des Ursprungsentwurfs jetzt aber als Erfolg zu verkaufen, wie es von einigen Gewerkschaften erfolgt, ist angesichts der Tatsache, dass nunmehr mit der Umsetzung der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu rechnen ist, etwas zu kurz gedacht und verkennt die finanzielle Lage, in der sich die Kolleginnen und Kollegen in den unteren Einkommensgruppen seit Jahren befinden.“

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Quelle: www.dbb.de


Greenpeace: Klimaschutz wachsen lassen | #Klima

Wälder, Moore, Wiesen, Acker- und Grünland-Flächen, Salzmarschen und Seegraswiesen zählen zu unseren Verbündeten in der Klimakrise. Sie nehmen viel CO2 aus der Atmosphäre auf und können deshalb helfen, die Erderwärmung zu begrenzen.

Doch: Eine intensive Nutzung schadet den für Klima- und Naturschutz gleichermaßen wichtigen Ökosystemen. Das Öko-Institut hat im Auftrag von Greenpeace die natürlichen sogenannten CO2-Senken der Europäischen Union (EU) analysiert. Fazit: Bei ökologischer und eingeschränkter Nutzung könnte die Natur bis 2030 mehr als doppelt so viel CO2 speichern.

Um das Pariser Klimaabkommen umzusetzen, muss die EU ihre Klimaziele bis 2030 überarbeiten. Die Europäische Kommission hat letztes Jahr einen Vorschlag gemacht, der nach wissenschaftlichen Einschätzungen nicht genügt. Um 55 Prozent soll laut Kommission der CO2-Ausstoß bis 2030 sinken. Das Europäische Parlament hat 60 Prozent weniger Emissionen gefordert. In einer umfangreichen Studie stellte das Climate Action Network Europe (CAN), ein Zusammenschluss von Klimaschutz-fordernden Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), dar, dass mindestens 65 Prozent weniger Emissionen nötig wären, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten. Derzeit verhandeln die Länder des Europäischen Rates, das Europäische Parlament und die Europäische Kommission um das Ziel und das EU-Klimagesetz im Trialog.

Das Klima verhandelt nicht

Die CO2-Senkenleistung von Wäldern und anderer Landnutzung darf nicht in den viel zu schwachen Ziel-Vorschlag der Kommission eingerechnet werden”, sagt Greenpeace Klimaexperte Jannes Stoppel. “Bei diesem Vorschlag verbleibt kaum noch etwas von der angestrebten Klimaschutz-Ambition des EU Green Deals. Das Klima verhandelt nicht.

Die Reduktion von Emissionen auf der einen und die CO2-Speicherung auf der anderen Seite müssen möglichst genau und separat definiert sein. Alles andere verwässert die angestrebten Emissionseinsparungen.” Deswegen setzt sich Greenpeace zusammen mit anderen für ein eigenes Ziel der Senken ein, das definiert, wie viel CO2 bis 2030 durch die Landnutzung gespeichert werden soll.

Senken nennt man im Fachjargon die natürlichen Speicher, die Kohlenstoff aus der Atmosphäre ziehen und in Biomasse oder dem Boden “versenken” – vor allem wachsende Wälder und Pflanzen.

Da die Natur in natürlichen Kreisläufen funktioniert, ist es nicht einfach, die Leistung der Senken zu berechnen. Sie ergibt sich aus der Möglichkeit, CO2 durch wachsende Bäume und Pflanzen und als Ablagerung in Holz und Böden zu speichern und wiederum den Emissionen, die durch die Zersetzung, Kompostierung oder Verbrennung von Pflanzen und Bäumen entstehen. Um das zu klären, überarbeitet die EU gerade die sogenannte „Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft“-Regulierung (LULUCF). Das ist ein Regelwerk für die Berechnung von Emissionen im Land-Sektor.

Mit der Studie des Öko-Institutes definiert Greenpeace in dieser Debatte, wie hoch ein ökologisch vertretbares EU-Senken-Ziel sein sollte – und welche Voraussetzungen dafür durch eine Reform der LULUCF-Regulierung gesetzt werden müssten.

“Lassen wir die Wälder wachsen und diversifizieren wir die europäische Landnutzung, können bis 2030 zwischen 400 bis 600 Millionen Tonnen Kohlenstoff pro Jahr gespeichert werden“, sagt Jannes Stoppel. Dies wäre mehr als das Doppelte dessen, was Pflanzen und Bäume 2018, abzüglich der landwirtschaftlichen Emissionen in Europa speicherten.

Doch dies geht nicht, ohne den Leistungen der Natur für die Sicherung unserer Lebensgrundlagen einen anderen Wert zu geben. “Die Transformation unserer Land- und Forstwirtschaft ist eine Mammutaufgabe, denn wir müssen weniger nutzen und die Natur mehr wachsen lassen.

Dies erfordert andere Bewirtschaftungskonzepte, eine umfassende Förderung und integrierte Planungsprozesse, um Landkonflikte zu vermeiden ”, sagt Stoppel. “Wenn wir es schaffen, die Senkenleistung ökologisch zu erhöhen, schaffen wir einen großen Sprung für den Schutz der Biodiversität und sichern uns gleichzeitig gegenüber zukünftigen Auswirkungen der Klimakrise ab. Hierfür braucht es Gestaltungs-Mut für eine Ökosystempolitik von morgen.”

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Quelle: www.greenpeace.de


Smart-Meter-Rollout in Gefahr | #Immobilien #Energie

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster hat am 4. März 2021 eine Verpflichtung zum Einbau von intelligenten Stromzählern vorerst gestoppt.

Der Grund: Die am Markt verfügbaren intelligenten Messsysteme genügten laut OVG nicht den gesetzlichen Anforderungen. Sie seien nicht wie vorgeschrieben auf geltende Anforderungen zur technischen Zusammenarbeit mit anderen Systemen hin zertifiziert worden.

Geklagt hatten 47 Unternehmen, darunter zahlreiche Stadtwerke. Für diese Unternehmen gilt also die Einbaupflicht intelligenter Messsysteme künftig vorerst nicht mehr. Aber: Alle weiteren Messstellenbetreiber sind vermutlich weiterhin verpflichtet, die Zähler einzubauen. Die Wirkung der OVG-Entscheidung ist derzeit unklar.

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Quelle: www.vku.de


Lehner Haus ist seit fünf Jahren Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau | #Immobilien

Pressemitteilungen von Fertigbau.deBad Honnef/Heidenheim. Das Unternehmen Lehner Haus aus Heidenheim an der Brenz ist seit fünf Jahren Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Mit einer Urkunde gratulierte BDF-Geschäftsführer Achim Hannott dem Haushersteller und dankte Firmenchef Thomas Lehner für seinen wertvollen Beitrag zum qualitätsorientierten Fertighausbau sowie für sein Engagement im Verband.

„Als Kassenprüfer unseres Bundesverbandes bekleidet Thomas Lehner ein wichtiges Ehrenamt. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich, aber zwingend erforderlich, damit wir als Organisation erfolgreich wirken und die moderne Holz-Fertigbauweise gemeinsam mit allen unseren Mitgliedsunternehmen nach vorne bringen können“, so Hannott.

Als Mitglied im BDF verpflichtet sich Lehner Haus zudem zur Einhaltung der Satzung der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau. Das Regelwerk umfasst Qualitätsstandards, die zum Teil deutlich über die Anforderungen des Gesetzgebers hinausgehen. In regelmäßigen Qualitätskontrollen im Werk und auf der Baustelle wird die Einhaltung der Anforderungen überwacht. So können sich Bauherren von Lehner Haus sicher sein, ein hochwertiges und langlebiges Eigenheim zu bekommen.

Kurt Emil Lehner gründete im Jahr 1963 eine Zimmerei, die sich bis heute zu einem der führenden Anbieter von Holz-Fertighäusern entwickelt hat. Das mittelständische Familienunternehmen beschäftigt 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und baut pro Jahr etwa 100 individuell geplante und industriell vorgefertigte Häuser. Zu den wichtigsten Vertriebsstandorten gehört das Musterhaus in der FertighausWelt Günzburg, die vom BDF betrieben wird. Weitere Musterhäuser befinden sich in UIm, Fellbach bei Stuttgart, Bad Vilbel bei Frankfurt, Poing bei München und am Firmenstandort in Heidenheim. Das Bundesland Baden-Württemberg ist mit einem Fertigbauanteil von fast 40 Prozent bundesweit Vorreiter für den Ein- und Zweifamilienhausbau in nachhaltiger Holz-Fertigbauweise. BDF/FT

Mehr Informationen zu Fertighäusern unter www.fertighauswelt.de und www.fertigbau.de.

Pressekontakt:
Fabian Tews
Pressesprecher
Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.
Flutgraben 2, D-53604 Bad Honnef
Tel. +49 2224 9377-13
f.tews@fertigbau.de

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Quelle: www.fertigbau.de


Wirtschaftspolitik muss Medizintechnik-Mittelstand besser unterstützen | #Wirtschaft #Medizin

Eine bessere Wahrnehmung und Unterstützung der mittelständisch geprägten Medizintechnik-Branche durch die Wirtschaftspolitik in Deutschland hat der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, angemahnt.

„Der MedTech-Mittelstand war bislang Innovationstreiber, Wachstumsfaktor und Jobmotor. Das ändert sich gerade durch immer neue bürokratische Hürden, die die kreativen Kräfte ersticken. Wir brauchen eine bessere Unterstützung durch die Wirtschaftspolitik“, so der BVMed-

Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan auf der Mitgliederversammlung des deutschen MedTech-Verbandes am 18. März 2021. Prof. Dr. Dennis A. Ostwald, Geschäftsführer des Wirtschaftsforschungs-Instituts WifOR, betonte in seinem Gastvortrag die große Bedeutung der mittelständischen Medizintechnik-Branche „als Leitbranche einer zukunftsorientierten Industriepolitik“.

57 Prozent der Bruttowertschöpfung und 67 Prozent der Erwerbstätigen in der Medizintechnik kommen von kleinen und mittleren Unternehmen. „Die MedTech-Branche ist ein Stabilisator des deutschen Mittelstands“, so Ostwald.

93 Prozent der MedTech-Unternehmen beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter. „Die MedTech-Branche ist mittelständisch geprägt, dynamisch und innovativ“, so der BVMed-Vorsitzende Dr. Meinrad Lugan. „Deshalb ist für uns eine bessere Verzahnung von Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitspolitik von großer Bedeutung, um die Innovationskraft der MedTech-Branche zu erhalten.“

Die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, wie unentbehrlich und systemrelevant Medizinprodukte für das Gesundheitssystem und die Patientenversorgung sind. „Die Pandemie hat den Blick auf intensivmedizinische Produkte, auf medizinische Schutzausrüstung, aber auch auf Spritzen und Kanülen gerückt. Denn: ohne Spritzen keine Impfung!“, so der BVMed-Vorsitzende.

Die Branche habe aber aktuell mit vielen bürokratischen Hürden aus immer neuen gesetzlichen Anforderungen sowie den stark gestiegenen regulatorischen Anforderungen der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) zu kämpfen. Lugans Forderung: „Wir müssen die Krise als Innovationstreiber nutzen. Wir brauchen eine Entbürokratisierungs-Offensive, eine Gesamtstrategie für die Medizintechnik-Branche und eine bessere Unterstützung durch die Wirtschaftspolitik.“

Wertschöpfung der MedTech-Branche

Die Herstellung von Medizinprodukten gehört neben der Arzneimittel-Herstellung zu den bedeutendsten Teilbereichen der produzierenden industriellen Gesundheitswirtschaft, betonte Prof. Dr. Dennis A. Ostwald vom WifOR-Institut. Mit einer Bruttowertschöpfung von rund 15 Milliarden Euro generiert die Branche 18,5 Prozent der gesamten Wertschöpfung der industriellen Gesundheitswirtschaft. Das Wachstum der Medizintechnik-Wertschöpfung betrage seit 2010 insgesamt 3,5 Prozent bzw. 4 Milliarden Euro.

Die Branche bietet über 200.000 Arbeitsplätze, was einem Anteil von fast 20 Prozent am Arbeitsmarkt der industriellen Gesundheitswirtschaft entspricht. Seit dem Jahr 2010 seien 22.000 Erwerbstätige hinzugekommen, so Ostwald. Darüber hinaus hinterlässt die Branche aufgrund ihrer wirtschaftlichen Aktivität indirekte und induzierte Wertschöpfungs- und Erwerbstätigeneffekte in Höhe von rund 32 Milliarden Euro und fast 455.000 Erwerbstätigen in der Gesamtwirtschaft. „Durch jeden Job in der MedTech-Branche wird ein weiteres Arbeitsverhältnis in der Gesamtwirtschaft gesichert“, sagte der Wirtschaftsforscher auf der BVMed-Mitgliederversammlung.

Die Medizintechnik sei insgesamt ein wichtiger, stabilisierender und nachhaltiger Wertschöpfungs- und Beschäftigungsfaktor für Deutschland. „Nicht erst seit Corona steigt die politische Aufmerksamkeit für die industrielle Gesundheitswirtschaft sowie ihre Forschung und Produktion. Sie etabliert sich als neue Leitbranche.“ Ostwald sprach sich für erhöhte Investitionen in Forschung und Entwicklung der Medizintechnik aus, da diese Investitionen „zur höheren Wertschöpfung sowie höheren Erwerbstätigenzahlen führen“.

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Quelle: www.bvmed.de


So wirkte sich Corona aus | #Corona #Sport

Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN) – NewstickerTurniersport 20 auf die Hälfte reduziert / Late Entry-Turniere verdoppelt

Warendorf (fn-press). Vier Monate Lockdown und in den übrigen Monaten strenge Hygieneauflagen: Die Corona-Pandemie hat auch im Turniersport deutliche Spuren hinterlassen. Doch nicht alle Veranstalter haben sich abhalten lassen. Laut aktueller Turniersportstatistik konnten immerhin 1.880 nationale Turniere stattfinden, das entspricht etwa der Hälfte des Vorjahres.

„Wie vermutet, ist vor allem der ‚professionelle‘ Turniersport vergleichsweise gut in der Krise zurechtgekommen, sowohl auf Reiter- als auch auf Veranstalterseite. Der schon vorher bestehende Trend zu sogenannten ‚Arbeitsturnieren‘, bei denen die Aktiven weitgehend unter sich sind, wurde durch die Pandemie weiter verstärkt. Dagegen haben die Einschränkungen die Amateure, und hier vor allem die Einsteigerklassen, aber auch den Fahr- und Voltigiersport besonders hart getroffen“, zieht Fritz Otto-Erley, Leiter der Abteilung Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), ein erstes Fazit.

Im Jahr 2019 wurden 3.567 nationale Turniere mit 66.281 Prüfungen oder Abteilungen und rund 1,34 Millionen Starts gezählt. Im Corona-Jahr waren es 1.880 Turniere mit 28.218 Prüfungen und 652.595 Starts. Betrachtet man die Zahlen genauer, stellt man fest, dass es zwar nur knapp halb so viele Turniere sind wie im Vorjahr (-47,3 %), allerdings deutlich weniger Prüfungen (-57,4 %) bei gleichzeitig höherer Starterfüllung. Diese sank nur um 51,2 Prozent im Vergleich. „Das lässt sich leicht damit erklären, dass aufgrund der Hygieneauflagen nur eine bestimmte Personenanzahl gleichzeitig auf dem Turniergelände sein durfte. Daher waren auch weniger Prüfungen möglich“, sagt Fritz Otto-Erley.

Weniger Turniere, noch weniger Prüfungen, aber höhere Starterfüllung
Angesichts des bundesweiten Flickenteppichs an Regelungen verwundert es auch nicht, dass die Rückgänge in den einzelnen Verbandsbereichen unterschiedlich ausgefallen sind. Unter den Turniersporthochburgen ragt Hannover mit einem Minus von rund 32 Prozent hervor (Prüfungen -47 %, Starts -40 %) und auch in Westfalen erreichten die Turnierzahlen 2020 etwa zwei Drittel des Vorjahresstandes: minus 34 Prozent (Prüfungen -58 %, Starts -51 %). Besonders stark betroffen von der Krise war dagegen das Saarland mit einem Rückgang um rund 72 Prozent. Am besten kam Bremen durch die Krise.

Der Stadtstaat kann als einzige Region Deutschlands sogar ein Plus an Turnieren melden. Hier fanden 15 statt 13 Turniere statt, umgerechnet ein Plus von rund 15 Prozent. Auch an Prüfungen (-10 %) und Starts (-11 %) hatte Bremen in 2020 die geringsten Einbußen zu verzeichnen. Das größte Minus an Prüfungen gab es in Berlin-Brandenburg. Auf rund 61 Prozent weniger Turnieren als 2019 wurden hier 71 Prozent weniger Prüfungen und auch 70 Prozent weniger Starts gezählt.

Internationale Turniere in Deutschland
Wie die nationalen Turniere waren auch die internationalen Turniere in Deutschland von der Pandemie betroffen, wie die zahlreichen Absagen renommierter Topveranstaltungen zeigte. Dennoch wurden 50 Prozent der internationalen Dressur- und Springturniere ausgetragen, 42 Prozent der Fahrturniere und 35 Prozent der Vielseitigkeitsturniere. „Das heißt aber nicht, dass diese Turniere stattgefunden haben wie geplant. Terminverschiebungen waren an der Tagesordnung, genauso wie plötzlich neue Veranstaltungsorte aufgetaucht sind und neue Angebote gemacht haben. Damit stehen wir im europäischen Vergleich gar nicht so schlecht da. Insbesondere war Deutschland Vorreiter mit den ersten Veranstaltungen nach dem Lockdown im Frühjahr“, sagt Otto-Erley.

Doppelt so viele Late-Entry-Turniere
Die Corona-Pandemie hat sich aber nicht nur auf die reinen Turniersportzahlen ausgewirkt. Sie hat auch generelle Veränderungen in der Turniersportlandschaft mit sich gebracht beziehungsweise diese beschleunigt. „Not macht erfinderisch, das haben wir in der Krise auch gemerkt. So haben noch mehr Veranstalter im Jahr 2020 ein Geschäftsmodell daraus entwickelt, Turniere in Serie anzubieten. Diese gab es zwar auch schon vor Corona, aber nicht in dieser Fülle“, sagt Fritz Otto-Erley. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das insbesondere einen Anstieg an Late-Entry-Turnieren von 354 im Jahr 2019 auf 698 im vergangenen Jahr, was etwa einer Verdopplung entspricht. Umgerechnet auf alle Turniere hatten Late-Entry-Turniere damit einen Anteil von 37 Prozent am Gesamtturniergeschehen.

Turniersportzentren auf dem Vormarsch
Spitzenreiter in Sachen Late-Entry-Turnieren war 2020 Westfalen mit 132 Veranstaltungen, gefolgt von Baden-Württemberg (120), Hannover (106) und Rheinland (103). Dabei traten vor allem verbandsgeführte Pferdesportzentren wie Elmshorn, Langenfeld, Münster-Handorf, Verden, Warendorf oder Zweibrücken oder auch privat geführte Anlagen in Darmstadt-Kranichstein, Halver, Hamm-Rhynern, Holle-Wüsting, Luhmühlen, Riesenbeck, Wipperfürth, Zeven und andere mehr in der Anzahl an Late-Entry-Veranstaltungen besonders in Erscheinung.

„Das Turnierangebot hat gezeigt, dass das Veranstalten von Turnieren ohne Zuschauer vor allem mit einem überschaubaren personellen Aufwand möglich ist, sofern die entsprechende Infrastruktur steht“, sagt Otto-Erley. „Die Möglichkeit, einen Corona-Zuschuss von den Reitern zu erheben, hat aber sicher ebenfalls dazu beigetragen.“ Auch von der Möglichkeit, Geldpreise nicht auszuzahlen, wurde deutlich mehr Gebrauch gemacht. Flossen noch 2019 rund 88 Prozent der ausgeschriebenen Geldpreise in die Tasche der Pferdebesitzer, waren es 2020 noch 69 Prozent. Insgesamt wurden 8.682.515 Euro ausgeschüttet.

Gemischte LPO/WBO-Turniere besonders betroffen
Während auf der einen Seite die Late-Entry-Turniere also einen wahren Boom erlebt haben, haben die klassischen gemischten LPO-/WBO-Turniere auf der anderen Seite besonders gelitten. Ihre Zahl sank von 2.505 im Jahr 2019 auf weniger als ein Drittel (809). „Diesen Trend gab es bereits im vergangenen Jahr, aber 2020 ist es jetzt besonders drastisch. Dazu kommt, dass es nach Aussage der Landesverbände nur wenige WBO-Veranstaltungen gab“, sagt Fritz Otto-Erley und ergänzt: „Wir wünschen uns daher sehr, dass neben den Turniersportzentren in diesem Jahr auch die traditionellen Turnierveranstalter möglichst wieder zum Zuge kommen – vor allem im Interesse unserer Amateure, des Nachwuchses und der Neueinsteiger, die wir für den Turniersport begeistern wollen.“

E- und A-Prüfungen am stärksten im Minus
Die Turniersituation unter Corona-Bedingungen spiegelt sich auch in den Prüfungsklassen und Disziplinen wider. So waren es die S-Prüfungen, die den geringsten Rückgang verzeichnen mussten (-47 %), während E-Prüfungen (-66 %) und A-Prüfungen (-64 %) am stärksten zurückgingen.

Ebenfalls nicht verwunderlich ist, dass der Rückgang an Springpferdpferdeprüfungen mit einem Minus von nur 43 Prozent vergleichsweise gering ausgefallen ist. Springprüfungen gingen um 55 Prozent, Dressurpferdeprüfungen um 54 Prozent und Dressurprüfungen um 64 Prozent zurück. Besonders gravierend waren dagegen die Einschnitte bei den Vielseitigkeits- und Fahrprüfungen mit einem Minus von 53 beziehungsweise 87 Prozent. Einen Ausreißer bilden lediglich die Geländepferdeprüfungen mit einem Minus von nur rund 38 Prozent.

Besonders verheerend wirkte sich die Pandemie auf das Voltigieren als Kontaktsportart aus. Die Zahl der nationalen und internationalen Voltigierveranstaltungen ging von 220 auf 16 zurück, die Zahl der Prüfungen sank um rund 93 Prozent von 1.446 auf 107.

Einbruch auch bei Jahresturnierlizenzen und Pferdefortschreibung
Wie Turniere, Prüfungen und Starts hat sich die Corona-Pandemie auch negativ auf die Zahl der Jahresturnierlizenzen und Pferdefortschreibungen ausgewirkt. So sank die Zahl der Jahresturnierlizenzen von 80.342 auf 67.587, die Zahl der fortgeschriebenen Pferde von 132.193 Pferde auf 111.683. Das ist in beiden Fällen ein Minus von rund 16 Prozent. „Die dennoch recht hohen Zahlen hängen auch damit zusammen, dass zu Beginn des Jahres 2020 keiner mit einer Pandemie rechnen konnte“, sagt Otto-Erley. Im laufenden Jahr verhalten sich die Reiter daher eher abwartend. Bis Februar 2021 wurden verglichen mit Februar 2020 gerade einmal 43 Prozent Jahresturnierlizenzen ausgestellt und auch nur 55 Prozent Turnierpferde fortgeschrieben.„Das wird sich aber sicherlich in dem Moment ändern, in dem die Ampeln für den Turniersport wieder auf Grün stehen“, ist sich Otto-Erley sicher.

Die aktuellen Turniersportzahlen können kostenlos aus dem FN-Shop heruntergeladen werden. Der komplette FN-Jahresbericht 2020 erscheint voraussichtlich Ende April. Hb

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Quelle: www.pferd-aktuell.de


Krankheitstage im Verteidigungsministerium gehen deutlich zurück | #Gesundheit

Berlin: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Krankheitstage im Verteidigungsministerium und den nachgeordneten Dienststellen insgesamt zurückgegangen.

Dabei sind zivile Beschäftigte im Ministerium allerdings etwa doppelt so lange krank wie Soldaten – in nachgeordneten Dienststellen, zu denen das Beschaffungsamt (BAAINBw) gehört, gar rund viermal so lange. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Schriftliche Frage des FDP-Abgeordneten Alexander Müller hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag.

Soldaten waren demnach 2020 nach noch unvollständigen Zahlen im Schnitt 5,3 Tage krank (2019: 6,6). Zivilisten im Ministerium waren durchschnittlich 12,96 Tage krank (2019: 14,94). In nachgeordneten Dienststellen wurden für Zivilisten im vergangenen Jahr 20,09 Krankheitstage verzeichnet (2019: 23,1).

Als wahrscheinlicher Grund für den Rückgang gilt die Zunahme von Arbeit im Homeoffice wegen der Corona-Pandemie und die Reduzierung menschlicher Kontakte und Ansteckungsmöglichkeiten insgesamt. Auffällig bleibt aber der Unterschied zwischen Zivilisten und Soldaten.

«Das Verteidigungsministerium muss seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei allen Reformen mitnehmen und vermehrt ein modernes betriebliches Gesundheitsmanagement anbieten», forderte Müller, der FDP-Obmann im Verteidigungsausschuss ist. «Unser Ziel, einer gut ausgestatteten und einsatzfähigen Bundeswehr, werden wir nur gemeinsam schaffen – mit den Soldatinnen und Soldaten und den zivilen Beschäftigten.»

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Quelle: www.dbwv.de


Jörg-Peter Althaus feierte 65. Geburtstag | #Auszeichnung

Berlin/Bad Homburg – Der Vorsitzende der BDSW Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, Jörg-Peter Althaus, beging vor wenigen Tagen seinen 65. Geburtstag.

„Wir gratulieren Herrn Althaus herzlich und wünschen ihm, im Namen des Präsidiums, der Geschäftsführung und der Landesgruppe alles erdenklich Gute und vor allem weiterhin Gesundheit“, sagte Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW.

Seit nunmehr 18 Jahren bekleidet Herr Althaus die Position als Landegruppenvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern. Er wurde 2003 als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Walter Tauchmann zum Vorsitzenden gewählt. Zuvor war er viele Jahre als stellvertretender Landesgruppenvorsitzender tätig. Herr Althaus ist damit der am längsten amtierende aller Landesgruppenvorsitzenden des BDSW.

Althaus hat sich aktiv für Einführung des bundesweiten Mindestlohntarifvertrags unter dem Dach des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes eingesetzt, obwohl dies zur damaligen Zeit für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern eine nicht erhebliche Mehrbelastung mit sich brachte.

Später war er eine treibende Kraft bei der Implementierung der Tarifunion mit Sachsen-Anhalt und später auch mit Berlin und Brandenburg. Bisheriger Höhepunkt seines Engagements in der Landesgruppe war die erstmalige Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrages für Sicherheitsdienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2014.

Diese hat für die Mitgliedsunternehmen des BDSW eine erhebliche tarifpolitische Bedeutung und führte zu einer nachhaltigen Stärkung der Tarifbindung der Landesgruppe. Auch die folgenden Tarifverträge haben die Allgemeinverbindlichkeit erreicht, was eine langjährige Kontinuität für die Unternehmen der Branche in Mecklenburg-Vorpommern zur Folge hatte.

„Wir bedanken uns bei Herrn Althaus für sein über 20 Jahre währendes ehrenamtliches Engagement für die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern“, so Olschok.

Jörg-Peter Althaus ist Geschäftsführer der WIKING SAFE Sicherheitsunternehmen in Mecklenburg GmbH.

Herausgeber

Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 267 000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2019 lag der Umsatz bei rund 9,25 Mrd. Euro – davon entfallen auf die Segmente Geld und Wert ca. 613 Mio. Euro und Luftsicherheit 962 Mio. Euro, insgesamt also 1,5 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Der Umsatz beträgt ca. 900 Mio. Euro.

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Quelle: www.bdsw.de


Wasser ist für den Erfolg der Landwirtschaft wichtig | #Agrar

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.

Zum Tag des Wassers erinnert das Landvolk an die Bedeutung des Elements

L P D – „Gerade für uns Landwirte hat Wasser einen entscheidenden Einfluss auf Erfolg und Misserfolg, sowohl in der Tierhaltung, aber noch mehr beim Pflanzenbau in der freien Natur“, sagt Hubertus Berges, neuer Vorsitzender des Umweltausschusses im Landvolk Niedersachsen, anlässlich des Weltwassertages am 22. März.

Das Thema Wasser wird oft emotional diskutiert, weiß der Landwirt aus dem Landkreis Cloppenburg. Landwirtschaftliche Nutzung hat einen Einfluss auf die Umwelt. Jede anthropogene, also von Menschen verursachte, Handlung beeinflusst die Natur. Die entscheidende Frage ist, ob daraus Probleme entstehen. Eine nachhaltige Wirtschaftsweise zeichnet sich dadurch aus, dass die Ressourcen erhalten bleiben oder sogar verbessert werden. „Hier ist die Bodenfruchtbarkeit für uns Landwirte von zentraler Bedeutung“, erklärt Berges.

Weil Ackerfläche verloren geht, wird sie intensiv genutzt. Diese Nutzung muss nach Ansicht des Landvolks aber trotzdem nachhaltig sein. Bodenschutz bedeutet auch automatisch Wasserschutz, denn der Boden hat im Wasserhaushalt die zentrale Bedeutung: Es wird Wasser gefiltert und gespeichert. Die höchste Grundwasserneubildung hat man unterhalb des Ackerlandes.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Anpassungen in der Düngeverordnung erinnert Berges daran, dass den Landwirten in den zurückliegenden Jahren durch Novellen und immer neue Vorgaben einiges abverlangt worden ist: „Wir müssen noch genauer kalkulieren und vor allem dokumentieren, was mit den Nährstoffen passiert.

Der Schutz des Grundwassers soll so noch weiter verbessert werden, und da helfen wir so gut wie möglich mit.“ Deutschland ist eines der wenigen Länder weltweit, in dem das Wasser aus dem öffentlichen Netz höchste Qualität hat. Daran haben besonders die Landwirte ihren Anteil, die in Wasserschutzgebieten wirtschaften und die gemeinsam mit den Wasserversorgern diese hohe Qualität sichern. „Wir Landwirte werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass bei der Produktion von Lebensmitteln die Ressourcen geschützt werden, denn das ist die Basis unserer Höfe“, sagt Berges abschließend. (LPD 22/2021)

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Quelle: landvolk.net


Junglandwirte kritisieren Landesdüngeverordnung – Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V. | #Agrar

Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.

Brunkhorst fordert bessere Zukunftsperspektiven für den Berufsnachwuchs

L P D – „Mit großer Unsicherheit sind wir niedersächsischen Junglandwirtinnen und Junglandwirte in das aktuelle Düngejahr gestartet“, sagt Henrik Brunkhorst, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen. Die Junglandwirte fordern eine praxisgerechtere Gestaltung der Düngevorgaben in den „roten Gebieten“. „Die ohnehin sehr angespannte Einkommenssituation vieler landwirtschaftlicher Betriebe wird durch die Einschränkungen in den „roten Gebieten“ weiter verschlechtert“, meint Brunkhorst. Auch wenn seit dem 15. März endlich Klarheit herrscht, welche Flächen in einem „roten Gebiet“ liegen, muss die Übergangskulisse so schnell wie möglich ihre Geltung verlieren.

Die Länder Nordrhein-Westfalen und Bayern machen vor, was möglich ist: Trotz vergleichbarer Nutzungsintensität liegt der Anteil der dortigen „roten Gebiete“ mit elf bzw. zwölf Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche weit unterhalb des Anteils in Niedersachsen von derzeit 24,5 Prozent. „Die Landesregierung muss die angekündigte Regionalisierung der „roten Gebiete“ schnellstmöglich umsetzten“, sagt Brunkhorst. Die Junglandwirte begrüßen zwar, dass in Zukunft auch einzelbetriebliche Daten bei der Ermittlung der „roten Gebiete“ berücksichtigt werden sollen. Die Enni-Verordnung muss dazu jedoch praxisgerecht ausgestaltet werden. Niedrige Erträge durch Extremwetterlagen müssen zudem künftig Berücksichtigung finden.

Wichtig ist weiter, dass die ohnehin stark eingeschränkten Landwirte in den „roten Gebieten“ nicht noch stärker benachteiligt werden. Die geplanten Vorgaben des Landes für das Ziehen der Frühjahrs-Stickstoff-Proben (Nmin) müssen praxisgerecht sein: Anstelle der Beprobung aller Einzelschläge müssen auch in „roten Gebieten“ Bewirtschaftungseinheiten zusammengefasst werden können. Brunkhorst hält hingegen die geplante Vorgabe zur Einarbeitung von Wirtschaftsdünger bzw. Gärsubstrat innerhalb einer Stunde nach Ausbringung für sinnvoll, denn Ausgasungsverluste von Stickstoff können so vermindert werden.

Bei Betrieben, die innerhalb „roter Gebiete“ bereits vorbildliches Gewässerschutzmanagement praktizieren, besteht jedoch Nachholbedarf: Sie müssen durch eigenes Handeln von den Auflagen für „roten Gebiete“ befreit werden können. „Gerade diese Betriebe brauchen eine Chance, ihre Pflanzen wieder nach Bedarf versorgen zu können“, sagt Brunkhorst. Die Junglandwirte haben Agrarministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies um Unterstützung gebeten, sich für Belange der Junglandwirte und die erforderlichen rechtlichen Änderungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene einzusetzen. (LPD 22/2021)

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Quelle: landvolk.net


EU und Länder müssen Nationalen Biotopverbund stärken – Grünes Band an weitere Lebensraumnetzwerke anbinden | #Naturschutz

Berlin. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert Bundesregierung und Länder auf, den Biotopverbund in Deutschland zu stärken und auszuweiten und sich für die durchgängige Sicherung und Anbindung des Grünen Bandes an weitere Lebensraumnetzwerke einzusetzen. Eine der großen Bedrohungen für das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten sind ihre zerstörten oder zerschnittenen Lebensräume. Das Grüne Band entlang der einstigen innerdeutschen Grenze ist der bisher einzige existierende länderübergreifende Biotopverbund in Deutschland, in dem mehr als 1.200 gefährdete Arten nachgewiesen wurden.

Mit seinen Forderungen greift der BUND die Ankündigung der EU-Kommission auf, noch in diesem Jahr verbindliche Ziele zur Renaturierung zu beschließen, also zur Wiederherstellung von artenreichen Lebensräumen auf durch Menschen geschädigten Flächen, wie Moore, Auen und übernutztes Grünland. In Deutschland muss die EU-Initiative zu mindestens 15 Prozent renaturierter Landesfläche führen, die insbesondere auch den Biotopverbund stärkt. Der BUND zeigt mit den Ergebnissen eines EU-Vorhabens zur Vernetzung des Grünen Bands, wie dies gelingen kann und wo Maßnahmen besonders zielgerichtet umsetzbar sind.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: „Am Grünen Band zeigt sich einmalig, wie ein Biotopverbund im großen Maßstab funktionieren kann. Die aktuelle Diskussion zur Renaturierung in ganz Europa gibt jetzt die Richtung für die Zukunft vor: Das zerschnittene Nebeneinander von Schutzgebieten muss durch ein lebendiges Netzwerk naturnaher und extensiv genutzter Lebensräume ergänzt werden. Nur dann können diese Gebiete auch langfristig erhalten werden.“

Konkrete Beispiele am Grünen Band zeigen darüber hinaus: Alle Maßnahmen zur Verbesserung des bundesweiten Biotopverbunds wirken dann besonders, wenn sie die lokalen und regionalen Besonderheiten von Natur, Landschaft und Kultur berücksichtigen. Die Ergebnisse unseres transnationalen Projekts zur Konnektivität von Schutzgebieten am Grünen Band zeigen, wo sich die Vernetzung von Lebensräumen besonders gezielt und wirksam verbessern lässt.

Bandt: „Wer sicherstellen will, dass es den Menschen, der Wirtschaft und der Natur gut geht, muss Naturschutz in den Förderinstrumenten, Konjunkturprogrammen und Investitionsplänen auf EU-, Bundes- und Landesebene verankern. Europäische Agrarpolitik, nationale Förderung durch die Gemeinschaftsausgabe Agrar- und Küstenschutz und Länderprogramme müssen helfen, den Biotopverbund zu einem erlebbaren, lebendigen Netz des Lebens werden zu lassen.“

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Quelle: www.bund.net


Langzeitpflege: Was kommt nach der Impfung? | #Corona #Pflege

Weil die COVID-Impfungen in der stationären Langzeitpflege relativ gut vorangehen, werden die Rufe nach einer schnellen Öffnung der Einrichtungen lauter. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) warnt vor voreiligen Schritten, in denen die individuellen Bedingungen vor Ort nicht berücksichtigt werden.

„Selbstverständlich wünschen wir alle uns, dass die Pflegeeinrichtungen schnell wieder zur Normalität zurückkehren können, mehr Teilhabe und auch Besuche bei den Bewohnerinnen und Bewohnern wieder leichter möglich werden“, sagt DBfK-Präsidentin Christel Bienstein. „Man darf hier aber keine unbedachten Schritte in Richtung Öffnung machen, ohne die Situation in den jeweiligen Einrichtungen im Blick zu haben. Ich warne daher vor allgemeinverbindlichen Standardregelungen auf Länderebene, die dies nicht berücksichtigen. Eine große Hürde für gute Lösungen ist nach dem DBfK vorliegenden Berichten zudem die Zuständigkeit unterschiedlicher Behörden.“

Es gibt weiterhin Einrichtungen, in denen nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner und auch nicht das gesamte Personal geimpft sind. Außerdem ziehen immer wieder Menschen neu in die Einrichtungen, die noch nicht geimpft wurden. „Wenn hier nun schnelle Lockerungen der Besuchsregelungen verordnet werden, ist all das Erreichte, wofür die beruflich Pflegenden in der Langzeitpflege sich nun seit einem Jahr über die Maßen engagieren, schnell wieder dahin. Es steigt das Risiko für Infektionen und auch für schwere Verläufe“, so Bienstein weiter.

„Die Einrichtungen vor Ort können am besten abschätzen, welche Öffnungsschritte möglich sind, wenn sie den Infektionsschutz und die soziale Teilhabe im Sinne ihrer Bewohnerinnen und Bewohner vereinen wollen. Hier gilt es sorgfältig abzuwägen zwischen dem berechtigten Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer Angehörigen nach mehr Lebensqualität und dem Risiko einer schweren Erkrankung. Eine gewisse Flexibilität der Vorgaben ist hier unerlässlich und es ist notwendig, auf die Fachlichkeit der Pflegefachpersonen zu hören“, mahnt Bienstein.

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Quelle: www.dbfk.de


Aufwärtstrend beim Feldhasen hält an | #Tierschutz

Etwas mehr als 14 Feldhasen pro Quadratkilometer Offenland haben im Frühjahr 2020 durchschnittlich in Deutschland gelebt – zwei mehr als 2019. Damit hält der leichte Aufwärtstrend seit vier Jahren an. Begünstigt wurde der ursprüngliche Steppenbewohner durch warmes, sonniges Wetter: Im Herbst zählten Jägerinnen und Jäger 25 Prozent mehr Tiere als im Frühjahr.

Das sind die vorläufigen Ergebnisse des Monitorings in bundesweit 460 Referenzgebieten, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute veröffentlicht hat. Wegen der Einschränkungen durch Corona sank die Beteiligung gegenüber 2019 um ein Fünftel.

Feldhase liebt das Nordwestdeutsche Tiefland

Die Unterschiede der Feldhasenzahlen sind je nach Großlandschaft stark ausgeprägt. Spitzenreiter sind das Nordwestdeutsche Tiefland und das Südwestdeutsche Mittelgebirge mit 18 Feldhasen pro Quadratkilometer. Im Nordostdeutschen Tiefland leben hingegen die wenigsten Tiere: durchschnittlich 5 pro Quadratkilometer.

Im Schnitt haben Jägerinnen und Jäger im Herbst 2020 mehr Feldhasen pro Fläche gezählt als im Frühjahr 2020. Diese sogenannte Nettozuwachsrate ist ein Gradmesser für die Fitness der Population. Erfreulich: In allen Großlandschaften war der Wert 2020 positiv. Im Nordwestdeutschem Tiefland war der Zuwachs am größten: 27 Prozent. Im Bundesschnitt lagen mit 25 Prozent Westdeutsches Mittelgebirge, Südwestdeutsches Mittelgebirge und Ostdeutsches Mittelgebirge.

Witterung gut, Lebensraum ausbaufähig

Der Feldhase hat 2020 ebenso wie in den beiden Jahren zuvor vom Wetter profitiert. Das Frühjahr 2020 zählt laut Deutschem Wetterdienst zu den sechs niederschlagsärmsten, der April sogar zu den sieben wärmsten seit 1881. Günstige Witterung allein reicht jedoch nicht für langfristig stabile Feldhasenbestände.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass große zusammenhängende Felder negativ sind. Im Innern gibt es keinen Lebensraum für Feldhasen. Zudem fehlen die krautreichen Feldränder, die Nahrung bieten. Besonders Maisfelder meidet der Feldhase. Mehrjährige Brachen mit wertvollen Wildkräutern sind innerhalb eines Jahrzehnts von fast 9.000 Quadratkilometern auf etwa 3.000 geschrumpft. Der DJV fordert deshalb, dass Landwirte unbürokratisch entlohnt werden, wenn sie beispielsweise Blühstreifen mit Wildkräutern anlegen.

Fangjagd ist wichtig

Maßgeblich für das Überleben des Feldhasens ist neben Witterung und Lebensraum die Zahl der Raubsäuger. Rotfuchs und Marder müssen beispielsweise intensiv bejagt werden. Dazu sind auch Fallen notwendig. Der DJV fordert im Sinne des Artenschutzes ein klares politisches Bekenntnis zur Fangjagd.

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Quelle: www.jagdverband.de


Spenden statt Vernichten – Der Paritätische Gesamtverband | #Wirtschaft #Spenden

Der Paritätische Gesamtverband Auf unseren Apell „Spenden statt Vernichten“, den der Paritätische gemeinsam mit dem Handelsverband Deutschland (HDI) und der Bundestagsfraktion Bündnis90/ Grünen am 24.2.2021 an die Bundesregierung gerichtet hat, hat das Bundesfinanzministerium reagiert. Das Bundesministerium der Finanzen hat heute zwei Schreiben veröffentlicht, die die umsatzsteuerrechtliche Beurteilung von Sachspenden betrifft.

In einem Erlass wird der Umsatzsteuer-Anwendungserlass im Abschnitt 10.6 überarbeitet, der die Bemessungsgrundlage für die Sachspende neu regelt. Danach unterscheidet der UStAE künftig danach, ob Gegenstände zum Zeitpunkt der unentgeltlichen Wertabgabe nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt verkehrsfähig ist.

Dies soll insbesondere bei Lebensmitteln, Kosmetika, Tierfutter, Blumen und anderen Gegenständen zutreffen, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. Der Ansatz einer Bemessungsgrundlage auf 0 € kommt nur in dieser Fallgruppe in Betracht.

Ist die Verkehrsfähigkeit hingegen eingeschränkt, weil z.B. erhebliche Material- oder Verpackungsfehler vorliegen oder die Ware aufgrund von fehlender Marktgängigkeit nicht verkauft werden kann, so kann kann bei einer unentgeltlichen Wertabgabe nur eine geminderte Bemessungsgrundlage angesetzt werden.

Keine eingeschränkte Verkehrsfähigkeit liegt jedoch dann vor, wenn Neuware ohne jegliche Beeinträchtigung aus wirtschaftlichen oder logistischen Gründen aus dem Warenverkehr ausgesondert werden. Selbst wenn diese Waren sonst vernichtet würde, führt dies nicht dazu, dass diese Neuware ihre Verkehrsfähigkeit vollständig verliert. Damit ist auch in diesen Fällen ein fiktiver Einkaufspreis zu ermitteln.

In einem weiteren Erlass wird geregelt, dass es keine Umsatzbesteuerung von Sachspenden von Einzelhändlern gibt, wenn an steuerbegünstigte Organisationen gespendet wird. Diese befristete Billigkeitsregelung gilt nur für Spenden, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2021 erfolgen. Auf diese Möglichkeit wird auch in den FAQs des BMWi und BMF zu den sog. Überbrückungshilfen III, Anhang 2 „Handel“ hingewiesen.

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQ-Ueberbrueckungshilfe-lll/ueberbrueckungshilfe-lll.html

Dies ist ein guter erster Ansatz, den wir ausdrücklich begrüßen. Langfristig fordern wir eine umfassende Regelung für Sachspenden, die dauerhaft die Spendenbereitschaft von Unternehmen an gemeinnützige Organisationen erhöht und auch Produkte umfasst, die aus Überproduktionen entstanden sind oder von brauchbaren Waren aus Retouren.

Es kann nicht sein, dass eine Vernichtung aufgrund der bestehenden Umsatzsteuerregelung günstiger ist als das Spenden.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte den beigefügten Dokumenten.

2021-03-18-umsatzsteuerrechtliche-beurteilung-von-sachspenden-keine-umsatzbesteuerung-einzelhaendler.pdf 2021-03-18-umsatzsteuerrechtliche-beurteilung-von-sachspenden.pdf

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Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: www.der-paritaetische.de

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