Hintergründe, Fakten, Meinungen – Verbandsnews 11.03.2021

Verbandsnachrichten

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ifo Institut: Coronakrise bremst die Ausgaben für Forschung in der Industrie | #Corona #Wirtschaft

München, 11. März 2021 – Die Unternehmen in der Industrie haben im Corona-Jahr 2020 weniger für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das geht aus einer neuen Umfrage des ifo Instituts hervor. Demnach sank der Anteil auf 3,2 Prozent vom Umsatz, verglichen mit 3,5 Prozent im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Insbesondere in der Autobranche sank der Anteil von 6,9 auf 4,8 Prozent.

Selbst die Pharmabranche kürzte die Forschungsausgaben, von 7,2 auf 7,0 Prozent vom Umsatz. „Verstärkt wurde der Rückgang dadurch, dass gleichzeitig der Umsatz in vielen Branchen sank“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Umfragen beim ifo Institut. „Dennoch setzten viele Unternehmen auch während der Krise auf Forschung und Entwicklung.“

„Es gibt einen Lichtblick: Der Anteil der Firmen, die angeben, Forschung und Entwicklung zu betreiben, ist immerhin von 65,8 auf 68,6 Prozent aller Unternehmen gestiegen“, fügt Wohlrabe hinzu. Allerdings ist der Anteil der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung zurückgegangen. Über alle Branchen hinweg rutschte er ab von 4,9 Prozent im Schnitt der Jahre 2016 bis 2019 auf 4,2 Prozent im vergangenen Jahr. Spitzenreiter ist hier die Pharmabranche mit 12,8 Prozent 2020, allerdings nach 15,1 Prozent im Schnitt der Vorjahre.

Die Gesamtzahlen verbergen große Unterschiede im Niveau und im Trend der einzelnen Branchen. So legte in der Chemie der Umsatzanteil der Forschung zu, von 4,0 auf 4,7 Prozent, im Textilgewerbe von 2,1 auf 4,8 Prozent. Im Maschinenbau sank er dagegen von 4,2 auf 4,1 Prozent.

Aufsatz: „Industrieunternehmen setzen auch während der Coronakrise weiter auf Forschung und Entwicklung“, von Stefan Sauer und Klaus Wohlrabe, in Schnelldienst digital 8/2021;
nachzulesen hier: https://www.ifo.de/node/62102

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Poschingerstr. 5
81 679 München


Brut- und Setzzeit ist da: Hunde bitte anleinen! | #Tierschutz

VIER PFOTEN bittet um Rücksichtnahme, um Wildtiere nicht zu gefährden

Hamburg, 11. März 2021 – Der Frühling naht und damit ist auch die Brut- und Setzzeit angebrochen. Hasen, Rehe, Enten, Gänse, Singvögel, Füchse und andere heimische Wildtiere bekommen in dieser Jahreszeit Nachwuchs. Zum Schutz der Wildtiere sollten alle HundehalterInnen ihre Vierbeiner in den Monaten März bis Juli dort anleinen, wo Wildtiere vorkommen können.

Streunende oder stöbernde Hunde können eine tödliche Gefahr für Jungtiere werden. Denn Wildtiere stellen, wenn sie drastisch gestört werden, oft die Versorgung ihres Nachwuchses ein. Besonders Bodenbrüter wie Brachvögel, Kiebitze und andere Arten sind durch freilaufende Hunde gefährdet. Spürt ein Hund Bodenbrüter auf, werden sie ihre Jungtiere verteidigen oder fliehen. Bleiben die Jungtiere zurück, bedeutet es für sie meistens den sicheren Tod. Auch für Rehkitze, Junghasen und Nestlinge diverser Vögel stellt jeder freilaufende und wildernde Hund einen immensen Stress und eine ernste Gefahr dar.

„Hunde lieben es, sich in der Natur frei zu bewegen. Verantwortungsvolle Hundehalterinnen und Hundehalter sollten jedoch stets darauf achten, dass keine Wildtiere bei den Streifzügen ihres Hundes gefährdet werden. Aktuell, während der Brut- und Setzzeit, ist das Anleinen daher wichtiger denn je. Aber Vorsicht: Auch angeleinte Hunde können an Feld-, Wald- und Wiesenrändern Jungtiere aufschrecken. Wir bitten darum, in dieser Zeit beim Spazierengehen besonders aufmerksam zu sein und den Hund, wenn nötig, an der kurzen Leine zu führen“, sagt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN.

Ausgewiesene Hundeauslaufflächen als Alternative
Die kommenden vier bis fünf Monate müssen weder für Hund noch für HalterInnen frustrierend verlaufen. Auf ausgewiesenen Hundeauslaufflächen kann der Hund weiterhin mit Artgenossen toben. Die Auslaufflächen sind im besten Fall großflächig, naturnah angelegt und eingezäunt.

So verhalten Sie sich im Ernstfall
Trotz bester Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass sich der Hund entfernt und ein Wildtier verletzt oder gar getötet hat. In diesem Fall sollte umgehend die Polizei kontaktiert werden. Diese wendet sich an den zuständigen Förster oder eine Wildtierstation in der Nähe. So kann einem verletzten Wildtier eventuell noch geholfen werden.

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VIER PFOTEN –
Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120

22767 Hamburg


Tierschutzorganisationen kämpfen für Erhalt des Vermarktungsverbotes | #Tierschutz

Tierversuchsverbot für Kosmetik muss bleiben: Aufruf an die EU-Kommission

Vor genau acht Jahren wurden Tierversuche für die Herstellung und Vermarktung von Kosmetika in der EU verboten – dennoch werden kosmetische Inhaltsstoffe nach wie vor an Tieren getestet. Tierschutzorganisationen aus ganz Europa haben sich nun zusammengeschlossen und fordern von der EU, neue Anträge für Tierversuche abzulehnen und die Sicherheit kosmetischer Produkte sowie ihrer Inhaltsstoffe ausschließlich mit tierversuchsfreien Verfahren zu testen.

Am 11. März 2013 trat das EU-weite Vermarktungsverbot für in Tierversuchen getestete Kosmetika trat in Kraft. Das Verbot, geregelt in der EU-Kosmetikverordnung, beendete die überholte Abhängigkeit von Tierversuchen. Zudem entstand dadurch ein Anreiz zur Entwicklung überlegener, tierfreier Testmethoden und ein Goldstandard für ähnliche tierleidfreie Initiativen weltweit. Doch jetzt steht fest, dass die Verordnung – entgegen den Versprechungen gegenüber den EU-BürgerInnen – nicht konsequent umgesetzt wird und immer noch Tiere für Testungen neuer kosmetischer Inhaltsstoffe leiden und sterben.

Tierversuchsverbot wird untergraben
Kosmetische Inhaltsstoffe werden nach der industriellen Chemikalien-Regelung, besser bekannt als die REACH-Verordnung („Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe“), an Tieren getestet. Jüngste Entscheidungen der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), unterstützt von der Widerspruchskammer, bestätigen, dass die ECHA Tests an Tieren im Rahmen von REACH sogar für solche Inhaltsstoffe für vertretbar hält, die ausschließlich für Kosmetika verwendet werden. Dieses Vorgehen untergräbt die EU-Kosmetikverordnung in gravierender Weise.

Hersteller gewährleisten tierfreie Testung
Der Aufruf zur Aussetzung dieser Tests folgt auf den Offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Dezember letzten Jahres, der von 463 Kosmetik-Herstellern und Tierschutzorganisationen mitgetragen wurde. In dem Brief versicherten die Hersteller, dass die Sicherheit für Konsumenten und Mitarbeiter, die in der Produktion ihrer Produkte involviert sind, unter der Verwendung tierfreier Testmethoden gewährleistet werden kann und betonten, dass viele der betroffenen Inhaltsstoffe schon seit langer Zeit gefahrlos verwendet werden.

EU-Parlament will Kosmetik-Tierversuche beenden
Die Tierschutzorganisationen verweisen auf die große Unterstützung der europäischen BürgerInnen für das Kosmetik-Tierversuchs-Verbot und drängten abermals auf die Einhaltung der Regelungen, so wie sie zum Zeitpunkt der Einführung der Verordnung durch den Gesetzgeber beabsichtigt waren. Dies entspräche auch den Bestrebungen des Europäischen Parlaments für ein weltweites Ende von Tierversuchen für Kosmetika.

Möglich: Sichere Produkte ohne Tierversuche
Die sofortige Aussetzung geforderter Tierversuche für Inhaltsstoffe für rein kosmetische Anwendungen würde es der Industrie ermöglichen, sich mit Entscheidungsträgern und Regulations-Behörden zusammenzusetzen, um zu verdeutlichen, dass ihr ein umfangreicher Werkzeugkasten an modernen, tierfreien Methoden zu Verfügung steht. Die erforderliche Sicherheit kann gewährleistet werden, ohne Tausende Tiere weiter für Kosmetik leiden zu lassen.

Tierversuchsverbot schützen und umsetzen
„Es ist völlig inakzeptabel, dass die EU mit der REACH-Verordnung ihr eigenes Tierversuchsverbot für Kosmetik untergräbt. Die BürgerInnen der EU dürfen erwarten, dass das vor acht Jahren als Meilenstein für den Tierschutz gefeierte EU-weite Vermarktungsverbot konsequent angewendet wird. Dies ist nicht nur aus ethischen Gründen geboten, die EU hat sich in der EU-Tierversuchsrichtlinie klar dazu bekannt, Verfahren mit lebenden Tieren durch Förderung von tierfreien Methoden vollständig zu ersetzen, sobald dies wissenschaftlich möglich ist (1). Wir erwarten, dass das Tierversuchsverbot für Kosmetik geschützt und konsequent umgesetzt wird, ansonsten trägt die EU selbst dazu bei, den Ruf der europäischen Demokratie zu beschädigen“, kritisiert die Tierärztin Dr. Stefanie Schindler, Fachreferentin für tierversuchsfreie Methoden beim Bundesverband Menschen für Tierrechte.

Die Notwendigkeit, das Tierversuchsverbot für Kosmetik ohne Einschränkungen zu erhalten, ist nach Ansicht des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte gerade jetzt besonders wichtig, da die neue EU-Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit potenziell zusätzliche Tierversuche für Inhaltsstoffe in Kosmetika und anderen Alltagsprodukten mit sich bringen könnte.

Hintergrundinformation:
Die Unterzeichner des Offenen Briefes sind: Eurogroup for Animals, European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE), Humane Society International Europe, People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), Cruelty Free Europe. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist Mitglied der Eurogroup for Animals und der ECEAE und setzt sich auf europäischer Ebene für eine Zukunft ohne Tierversuche ein.

Herausgeber

Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Severinusstr. 52, 53909 Zülpich


GOR 21: Verlängerung der Einreichfrist bis 19. März 2021 | #Wissenschaft

Köln, 11. März 2021 Die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF) hat die Einreichfrist für die Konferenztracks der General Online Research GOR 21 bis Freitag, 19. März 2021 23.59 Uhr verlängert. Die neue Frist gilt für Einreichungen für die Bereiche Online- und mobile Umfrageforschung (Track A), Data Science: Von Big Data zu Smart Data (Track B) und Politik, öffentliche Meinung & Kommunikation (Track C) sowie für den Wettbewerb um den GOR Thesis Award 2021.

Bis zum 14. April können weiterhin Beiträge für den GOR Best Practice Award 2021 Wettbewerb eingereicht werden. Einreichungen in dieser Rubrik befassen sich mit dem konkreten Einsatz von Online-Forschungsmethoden in der betrieblichen Praxis. Bis zum 24. Mai 2021 können außerdem noch Vorschläge für Poster und den GOR Poster Award 2021 abgegeben werden.

Die englisch- und deutschsprachige General Online Research Konferenz (GOR) der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) befasst sich mit aktuellen Entwicklungen und Innovationen im Bereich der Online- und digitalen Forschung. Sie findet von Mittwoch, 8. bis Freitag, 10. September 2021 als Online-Konferenz statt. Die GOR wird in Zusammenarbeit mit der HTW Berlin veranstaltet. An der ersten virtuellen GOR im September 2020 hatten mehr als 250 Teilnehmer/-innen von Hochschulen, Instituten und Unternehmen aus dem In- und Ausland teilgenommen.

Weitere Informationen zur GOR-Konferenz und den Einreichmodalitäten für das Konferenzprogramm gibt es auf www.gor.de. Die Einreichung der Beiträge erfolgt ebenfalls über die Konferenzwebsite (ConfTool).


10. Jahrestag des Reaktorunglücks in Fukushima – Energieversorgung sicher und sauber gestalten | #Energie #Naturschutz

Berlin, 11.03.2021. Heute jährt sich die Nuklearkatastrophe von Fukushima bereits zum zehnten Mal. Am 11. März 2011 hatte die japanische Regierung den atomaren Notstand erklärt – im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war es zu einer Reihe von Unfällen gekommen, die die Freisetzung großer Mengen radioaktiver Emissionen zur Folge hatten.

„Der Jahrestag des Atomunglücks von Fukushima mahnt uns, diese Hochrisikotechnologie global zu beenden. Radioaktive Strahlung kennt keine Grenzen und belastet die Umwelt für mehrere Millionen Jahre. Bereits jetzt stehen ausreichend erneuerbare Technologien zur Verfügung, die die Energieversorgung in allen Sektoren sauber und sicher übernehmen können“, erklärt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE).

Umso wichtiger sei es, den Anlass zu nutzen, mit den Mythen rund um atomare Energieversorgung aufzuräumen. Laut einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde zwischen 1951 und 2017 kein rentabler Atomreaktor gebaut.

„Atomkraft wurde für Atomwaffen entwickelt. Für die konventionelle Stromerzeugung war sie nie gedacht und kann dadurch nicht einmal wirtschaftlich betrieben werden“, so Peter. Neben den hohen Kosten und den Risiken während des Betriebs sei aber vor allem die Zeit danach von großer Bedeutung für Mensch und Umwelt.

„Die Zwischen- und Endlagersuche des bereits produzierten Atommülls stellt die Staaten vor eine große Herausforderung, ist mit horrenden Kosten versehen und kann nie hundertprozentige Sicherheit gewährleisten. Zudem behindern konventionelle Energieträger die gesetzlich verankerte Vorfahrt der Erneuerbare Energien im Netz und reagieren im neuen, auf Erneuerbaren Energien basierenden Strommarkt zu inflexibel. Deshalb ist es gut, dass der Atomausstieg in Deutschland bald abgeschlossen ist.

Die Bundesregierung muss sich aber auch vehement auf EU- und internationaler Ebene für den Atomausstieg einsetzen. Der Teufel Kohle kann nicht durch den Beelzebub Atomkraft ausgetrieben werden. Beide Energieträger behindern die globale Energiewende“, so Peter weiter. „Die erneuerbaren Technologien sind umweltfreundlich, hinterlassen keine gefährlichen Abfälle und tragen zur regionalen Wertschöpfung und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes bei. Hier liegt die Zukunft der Energieversorgung, es braucht 100 Prozent Erneuerbare Energien“, so Peter abschließend.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 50 Verbänden und Unternehmen aus den Branchen der Wind-, Bio- und Solarenergie sowie der Geothermie und Wasserkraft. Wir vertreten auf diese Weise 30 000 Einzelmitglieder, darunter mehr als 5 000 Unternehmen, 316 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Friederike Treuer
EUREF-Campus 16
10829 Berlin


Sensibilisieren für die sozialen und ökologischen Aspekte des Reisens | #Reisen #Umweltschutz

DRV-Kampagne hashtag „reisebewusst“: Sensibilisieren für die sozialen und ökologischen Aspekte des Reisens

Tipps und Tricks für achtsames Reisen auf Instagram

Die Wertschätzung für Reisen wird nach Abklingen der Pandemie ansteigen, prognostiziert der Deutsche Reiseverband (DRV). Nicht nur werden die Menschen ihr Fernweh lindern und Reisen als Weg aus der Isolation schätzen. Auch wird das in den letzten Jahren gestiegene Bedürfnis nach Achtsamkeit im Umgang mit Mensch und Natur, ebenso wie das Bewusstsein für Nachhaltigkeit auf Reisen weiter zunehmen.

Vor diesem Hintergrund startet der DRV am 11. März seine neue Instagram-Kampagne hashtag „reisebewusst“ . „ startet auf Instagram und liefert im Wochenrhythmus Tipps und Tricks zum bewussten Reisen“, ordnet DRV-Präsident Norbert Fiebig Thema und Timing der Kampagne ein. „Damit begleiten wir den Restart der Reisewirtschaft, der in den nächsten Wochen und Monaten hoffentlich an Fahrt gewinnt.“

„Mit reisebewusst haben wir ein neues Wort konstruiert. Einerseits steckt darin ein Imperativ, wir sagen also: Reise bewusst! Gleichzeitig beschreiben wir auch ein neues Bewusstsein der Reisenden, den Wunsch, umsichtiger und achtsamer unterwegs zu sein“, so Harald Zeiss, Professor an der Hochschule Harz in Wernigerode und Vorsitzender des DRV-Nachhaltigkeitsausschusses. Kern der Kampagne reisebewusst sind von den Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten des DRV erarbeitete Tipps für achtsames Reisen. Sie empfehlen insbesondere eine intensivere Vorbereitung und Beratung im Vorfeld ebenso wie den sorgsamen Umgang mit Wasser, eine klimafreundlichen Anreise sowie die Vermeidung von Plastikmüll.

Wenn sicheres Reisen wieder Tourismus ermöglicht, schafft dies Chancen insbesondere im Globalen Süden, also in Schwellen- und Entwicklungsländern, aber auch bei uns in Europa. Hier setzt die Kampagne Hashtag-reisebewusst an, indem sie für die sozialen und ökologischen Aspekte des Reisens sensibilisiert.

In unterhaltsamen Videoclips erklären die Kommunikationsprofis Saskia Sánchez und René Morawetz, wie Reisende Ressourcen schonen und Gastgebern auf Augenhöhe und mit Offenheit begegnen können.

Noch vor einigen Jahren schuf das Phänomen Overtourism in einzelnen Destinationen soziale und ökologische Probleme. Aktuell ist in fast allen Zielgebieten das Gegenteil der Fall: Touristen können aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen nicht kommen und die gesamte touristische Infrastruktur gerät massiv unter Druck.

Die Folge: Menschen, die meist nicht von staatlichen Sicherungsnetzen aufgefangen werden, verlieren mit ihren Jobs auch ihre Zukunftsperspektiven. Hunger, Gewalt und Armut steigen an, Kinder werden in der Landwirtschaft oder im Dienstleistungssektor gebraucht und gehen daher weniger zur Schule. Die aktuelle Krise zeigt sehr deutlich, wie wichtig der Tourismus gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern ist und dort Millionen Menschen ein festes Einkommen gibt.

Herausgeber

Über den DRV

Der Deutsche Reiseverband (DRV) repräsentiert die Reisewirtschaft in Deutschland. Als Spitzenverband bündelt der DRV eine bedeutende Wirtschaftskraft. Seine Mitglieder stehen für den größten Teil des Umsatzes im Reiseveranstalter- und Reisemittlermarkt. Die Tourismusbranche bietet rund 3 Millionen Arbeitsplätze. Mehrere Tausend Mitgliedsunternehmen, darunter zahlreiche touristische Dienstleister, machen den DRV zu einer starken Gemeinschaft, die die vielfältigen Interessen vereint – nach dem Motto „Die Reisewirtschaft. Alle Ziele. Eine Stimme.“

Deutscher Reiseverband

Lietzenburger Str. 99

10707 Berlin


Pause für Säge und Heckenschere bedeutet Blüten für Insekten zu erhalten | #Naturschutz

Wachtberg, 11.03.2021: Mit Beginn der geschützten Vegetationsperiode sind seit dem 1. März bis zum 30. September Rodungen und Gehölzrückschnitte nicht mehr erlaubt. So schreibt es bereits seit 2010 der Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes vor.

Das heißt: Ab diesem Zeitpunkt ist außerhalb von Ortslagen das Freischneiden Wirtschaftswegen oder Straßenraumprofilen untersagt. Innerorts ist der Rückschnitt von Hecken und Sträuchern bis auf die jährlichen Zuwächse verboten.

Äußerst bedauerlich findet der Präsident des Deutschen Imkerbundes e.V. (D.I.B.), Torsten Ellmann, jedoch radikale Weidenrückschnitte bis auf den Stock vor diesem Termin. Er erklärt den Grund: „Weiden sind ein wichtiger Pollen- und Nektarspender für unsere Honigbienen. Sie tragen zur Erstversorgung des Bienenvolkes nach der Winterruhe bei. Wechselseitige Beschnitte von Weidenbeständen würden zum Beispiel helfen, diese Versorgungslücke zu schließen.“

Diesbezügliche Gespräche wurden bereits mit dem Bundesumweltministerium geführt, das jedoch auf die zuständigen Länderstellen verweist. Leider fehlen dort bis heute entsprechende Verbotsklauseln in den Durchführungsverordnungen, die solche Radikalschnitte vermeiden würden.

Der D.I.B. setzt sich seit vielen Jahren aber nicht nur für Honigbienen, sondern auch für die stark bedrohten Wildbienenarten ein. Auf landwirtschaftlichen Flächen, aber auch im Privatbereich verarmt die Landschaft leider zunehmend und bedroht die Artenvielfalt. Daher ist Aufklärungsarbeit von großer Bedeutung, welche Maßnahme welche Auswirkungen habe, so Ellmann.

Das Rückschnittverbot gilt bisher leider auch nicht für private Hausgärten. Der Bienenexperte weiß: „Vielen ist die Bedeutung des Verbotes nicht klar. Mit dieser Gesetzesregelung sollen zwar in erster Linie Vögel und deren Nistplätze geschützt werden, aber Insekten, wie Bienen und Schmetterlinge, profitieren ebenfalls davon. Für diese ist unser Hausgarten ein wichtiges Refugium. Der Flugradius von Wildbienen beträgt zum Beispiel nur wenige 100 Meter. Sie sind deshalb in diesem Radius auf Nist- und Nahrungsmöglichkeiten angewiesen, um zu überleben. Werden Bäume, Büsche, Ziersträucher, lebende Zäune oder Hecken im Garten geschnitten, gehen mit jedem Schnitt viele pollen- und nektarreiche Blüten verloren, die im Frühjahr und Sommer eine wichtige Nahrungsquelle für die verschiedensten Insektenarten darstellen. Deshalb sollte jeder genau überlegen, welcher Formschnitt wirklich nötig ist.“

Blüten besuchende Insekten finden immer weniger Lebensräume. Das kann sich nur ändern, wenn insbesondere auch die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisiert wird.

Jeder kann mit der Anlage eines blütenreichen, bienenfreundlichen Gartens zur Verbesserung des Kleinklimas und der Artenvielfalt beitragen. Informationen, welche Pflanzen besonders geeignet sind und was bei der Anlage des Gartens beachtet werden sollte, gibt es mittlerweile reichlich, zum Beispiel auf der Homepage des D.I.B. (deutscherimkerbund.de).

Herausgeber

DEUTSCHER IMKERBUND E.V.

Villiper Hauptstr. 3

53343 Wachtberg


Rechtsgutachten zu Ungleichbehandlung bei Coronahilfen | #Corona #Wirtschaft

Rechtsgutachten: Gute Erfolgsaussichten für Klagen des Handels auf Dezemberhilfen

Ein vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass Klagen betroffener Handelsunternehmen wegen einer Ungleichbehandlung bei den November- und Dezemberhilfen der Bundesregierung gute Erfolgsaussichten haben. Der Einzelhandel ging bei den von der Politik vorgesehenen Umsatzentschädigungen Ende des letzten Jahres bisher leer aus.

Vor allem die Gastronomie erhielt dagegen bis zu 75 Prozent des ausgefallenen Umsatzes ersetzt. Der HDE kündigt an, seinen Mitgliedsunternehmen über die Landesverbände vor Ort bei entsprechenden Klagen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Herausgeber

Handelsverband Deutschland – HDE e.V.
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin


Neue Broschüre: Auswirkungen der Coronapandemie auf LSBTIQA+ | #Gleichberechtigung #Corona

Die Coronapandemie betrifft alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens. Sie wirkt als Brennglas für die Probleme unserer Gesellschaft: Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten verschärfen sich. Menschen, die schon vorher sozial benachteiligt waren, sind von den Einschränkungen in der Pandemie stärker betroffen und haben weniger Ressourcen, mit den teils gravierenden Auswirkungen der Pandemie umzugehen.

Lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche, queere und asexuelle Personen (LSBTIQA+) sind durch die Pandemie und damit einhergehende politische Maßnahmen und gesellschaftliche Veränderungen mit besonderen Herausforderungen und Härten konfrontiert. Diese auch im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl zu untersuchen und sichtbar zu machen, ist das Ziel der neuen gemeinsamen Broschüre der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, des Bundesverband Trans*, Intergeschlechtliche Menschen e. V. und des Lesben- und Schwulenverbands.

Ab sofort ist die neue Broschüre „Auswirkungen der Coronapandemie auf lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche, queere und asexuelle Personen in Deutschland” hier zum Download erhältlich und kann kostenfrei, solange der Vorrat reicht, unter info@lsvd.de bestellt werden.

Die vom Bundesfamilienministerium mitfinanzierte Broschüre basiert auf mehreren Fachgesprächen mit Expert_innen aus verschiedenen Bereichen sowie einer Befragung von LSBTIQA+ Organisationen und Initiativen. Dabei haben wir vier große Themenbereiche identifiziert: Communitystrukturen, Gesundheit, Lockdown und Kontaktbeschränkungen sowie gesellschaftliche Debatten und Agenda Setting.

Mit dieser Broschüre wollen wir Entscheidungsträger_innen in Politik und Verwaltung in Bund, Land und Kommunen motivieren und auffordern, die Auswirkungen der Pandemie auf unterschiedliche Gruppen in den Blick zu nehmen. Es gilt, mit LSBTIQA+ Communityvertreter_innen ins Gespräch zu kommen und mit ihnen kurz- und langfristige Lösungsansätze zu erarbeiten.

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Menschenrechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Herausgeber

Lesben- und Schwulenverbands (LSVD)
Almstadtstr. 7, 10119 Berlin


DRK: Humanitäre Lage in Syrien verschlechtert sich von Jahr zu Jahr | #Hilfe #Gesundheit

Im März 2021 tritt Syrien in das zweite Jahrzehnt eines Konflikts ein, der bereits Millionen von Menschen in Mitleidenschaft gezogen hat.

„Nach zehn Jahren bewaffneter Auseinandersetzungen und verschiedener sich überlagernder Krisen müssen wir einer äußerst bitteren Wahrheit ins Auge blicken: Die humanitäre Lage in Syrien hat sich Jahr um Jahr weiter verschärft – zuletzt durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen.

Rund 13,4 Millionen Menschen, weit über 70 Prozent der syrischen Bevölkerung, sind aktuell auf humanitäre Hilfe angewiesen; 90 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Diese Zahlen sind erschütternd. Unsere Schwestergesellschaft, der Syrische Arabische Rote Halbmond, hat mit humanitären Hilfsmaßnahmen im vergangenen Jahr insgesamt 6,2 Millionen Menschen erreicht und wird dabei seit 2012 vom Deutschen Roten Kreuz unterstützt“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

Zehn Jahre bewaffneter Konflikt bedeuten die weitreichende Zerstörung zentraler Infrastruktur wie Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie massive interne Vertreibungen und grenzüberschreitende Fluchtbewegungen. „Jeder Zweite wurde vertrieben, entweder innerhalb des Landes oder ins Ausland. Rund die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen ist nicht funktionsfähig und über zwei Millionen Kinder konnten 2020 nicht zur Schule gehen.

In Syrien ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter 25 Jahre alt. Die Krise bringt eine ganze Generation um ihre Chancen“, sagt Reuter weiter. Auch der große Bedarf im Bereich der mentalen Gesundheit dürfe nicht unterschätzt und ignoriert werden.

Das DRK unterstützt den Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC) vor allem beim Betrieb eines logistischen Netzwerks von landesweit 277 Lagerhäusern für Hilfsgüter aller Art, dazu zählt auch das größte Lagerzentrum in Tartous. In der Corona-Pandemie liefert das DRK auch Ausrüstung und Materialien zum Schutz der SARC-Freiwilligen. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Europäischen Union wurden durch das DRK im Jahr 2020 knapp 4,3 Millionen Euro für Hilfsmaßnahmen eingesetzt.

Herausgeber

Deutsches Rotes Kreuz e.V.
DRK-Generalsekretariat
Carstennstraße 58
12205 Berlin

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