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Nachrichten vom 10.03.2021 |Newsticker| Verbandsnachrichten

Verbandsnachrichten

Breites Bündnis fordert: Konsequente Energiewende statt Atomkraft | #Energie #Umweltschutz

Berlin. Atomkraft ist ein tödliches Relikt ohne Zukunft! Anlässlich des zehnten Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan an diesem Donnerstag bekräftigen über 50 Umweltverbände, Jugendorganisationen und Anti-AKW-Initiativen in einem gemeinsamen Papier ihre Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft – in Deutschland und weltweit. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Mitinitiator des Positionspapiers, hat bereits vor drei Jahren vorgerechnet, dass der Atomausstieg längst hätte vollzogen werden können, neben einem Kohleausstieg bis 2030.

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: „Atomkraft ist lebensfeindlich, von der Urangewinnung bis zur Ewigkeitsaufgabe der Endlagerung. Zehn Jahre Reaktorkatastrophe in Fukushima, 35 Jahre Tschernobyl und viele zerstörte Menschenleben und Lebensräume sind Zeugnis ihrer Unberechenbarkeit und Unkontrollierbarkeit. Gleichzeitig verhindern Atomkraftwerke den Aufbau eines erneuerbaren und sozialen Energiesystems und haben, genauso wie fossile Energieträger, keinen Platz in einer nachhaltigen Energieversorgung. Wir dürfen nicht weiter sehenden Auges in die nächste Katastrophe laufen. Zumal die Lösung offen vor uns liegt: der ambitionierte, naturverträgliche Ausbau erneuerbarer Energien.“

Die Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima vom 11. März 2011 sind bis heute in Japan spürbar. Aber auch in Deutschland bedroht Atomkraft weiterhin Mensch und Natur. Denn auch wenn Ende 2022 die letzten Reaktoren vom Netz gehen, bleibt Deutschland Teil des nuklearen Systems: Die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen produzieren weiterhin Brennstoffe für ausländische AKW, sogar für marode in Grenznähe.

Alexandra Struck aus dem Vorstand der BUNDjugend: „Es ist unsere Pflicht als Gesellschaft unermüdlich über die Risiken und Folgeprobleme der Atomtechnologie aufzuklären, um die junge Generation vor gefährlichen Scheinlösungen zu schützen. Wir brauchen eine gerechte und zukunftsfähige Energieversorgung, statt eines wachsenden Bergs an Altlasten für zukünftige Generationen. Deshalb fordern wir hundert Prozent erneuerbare Energien weltweit.“

Das Verbändebündnis stellt klar: Die energiepolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden nicht mit den gescheiterten, nicht-nachhaltigen Technologien des letzten Jahrtausends gelöst. Der einzig realistische Weg zu einer sicheren und stabilen Energieversorgung der Zukunft ist und bleibt die weltweite Energiewende mit zu hundert Prozent erneuerbaren Energien.

Das Papier steht allen interessierten Verbänden, Initiativen und Gruppen weiterhin zur Zeichnung offen.

Mehr Informationen:
Link zum Papier: www.bund.net/anti-atomkraft-buendnis_energiewende
Uran-Atlas: www.bund.net/uranatlas
BUND-Abschaltplan von 2018: www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/kohle/kohle_bund_abschaltplan_kohle_atom.pdf

Herausgeber

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Petra Kirberger (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin


Klimarunde BAU begrüßt Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie | #Klima #Nachhaltigkeit #Bauindustrie

Klimarunde BAU begrüßt Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie – Nachhaltigkeitsstrategie muss gezielt bauliche Potenziale nutzen

Führende Verbände und Organisationen der Baustoffindustrie, der Planer und der Bauausführenden, die sich in der „Klimarunde BAU“ zusammengeschlossen haben, begrüßen die Verabschiedung der Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie durch die Bundesregierung.

Die Wertschöpfungskette Bau werde selbstverständlich ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hierfür sei eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erforderlich, erklärte die „Klimarunde BAU“ heute.

Zu Recht strebt die Bundesregierung eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen im gesamten Lebenszyklus der Bauwerke an. Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes sei ein sehr wichtiger Aspekt, der auch deutlich forciert werden müsse.

Für einen effektiven Klimaschutz im Bausektor sei es nicht ausreichend, den Fokus ausschließlich auf die Betriebsemissionen von Gebäuden zu legen. Zukünftig sollte der gesamte CO2-Fußabdruck von Bauwerken in Verbindung mit dem Ressourcenverbrauch und einer Bilanzierung der Umweltauswirkungen sowie einer langfristigen Betrachtung der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden.

Für die ausgewogene Planung und Beurteilung eines Bauwerks sollten die unterschiedlichen Dimensionen und Kriterien der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus in Relation zueinander betrachtet werden. Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekte sowie soziokulturelle Aspekte spielen von der Gewinnung der Baustoffe bis über die Nachnutzungsphase eine Rolle. Die Baurestmassen stellen ein wertvolles Rohstofflager der Zukunft dar, die nachhaltig nutzbar gemacht werden sollten.

Es ist zu begrüßen, dass die Bundesregierung die Praxistauglichkeit bestehender Bewertungssysteme für das Nachhaltige Bauen weiterentwickeln will, und praxisgerechter gestalten will, um ihren Einsatz in der Breite zu fördern.

Die ganzheitliche Betrachtung umfasst zahlreiche Schnittstellen zwischen den Arbeitsbereichen bei der Planung und Bauwerkserstellung. Die Digitalisierung kann einen Beitrag dazu leisten, Schnittstellenprobleme zu lösen und bietet den wechselnden Verantwortlichen über den Lebenszyklus eines Bauwerks eine Orientierungshilfe für nachhaltige Entscheidungen.

Herausgeber

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.

Kurfürstenstraße 129 – 10785 Berlin


BdV gibt Tipps zum richtigen Versicherungsschutz | #Versicherung

Ab Donnerstag drohen Orkanböen

Hamburg – Nachdem der Winter in vielen Teilen Deutschlands wieder eingekehrt ist, sollen ab Donnerstag einige Sturmtiefs das Land überqueren und uns bis zum Ende der Woche begleiten. Mit teils schweren Sturmböen und sogar Orkanböen bis ins Flachland muss gerechnet werden. „Wer sein Hab und Gut rechtzeitig sichert, kann Sturmschäden vermeiden. Kommt es dennoch zu Sachschäden, hilft der richtige Versicherungsschutz“, sagt Bianca Boss, Pressesprecherin beim Bund der Versicherten e. V. (BdV).

Sturmschäden sind vor allem von der Hausrat- beziehungsweise der Wohngebäudeversicherung gedeckt. Damit die Versicherungen wegen Sturm leisten, muss mindestens Windstärke 8 (rund 63 km/h) geherrscht haben, denn erst dann spricht man von Sturm. Die Hausratversicherung umfasst Beschädigungen an Möbeln und andere beweglichen Gegenständen. Sturmschäden am Haus, wie beispielsweise ein abgedecktes Dach oder ein zerstörter Schornstein sind indes ein Fall für die Wohngebäudeversicherung. Auch etwaige Folgeschäden am Gebäude sind hierüber abgesichert.

Wer sich darüber hinaus vor den finanziellen Folgen von Überschwemmung, Schneedruck, Lawinen oder Erdrutschen, Rückstau oder Erdbeben schützen möchte, kann dies durch eine erweiterte Elementarschadenversicherung als Ergänzung zur Hausrat- und/oder Wohngebäudeversicherung tun.

„Hat man für sein Auto eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abgeschlossen, ist es gegen Sturmschäden durch herabfallende Äste oder Dachziegel versichert. Die reine Kfz-Haftpflichtversicherung reicht hier nicht aus“, so die Verbraucherschützerin.

Wichtige Hinweise zum Verhalten im Schadenfall und weitere Informationen gibt es im BdV-Infoblatt „Unwetter“, das hier kostenlos heruntergeladen werden kann.

Herausgeber

Bund der Versicherten e. V.


Aussaat, Pflanzenschutz, Ernte: Das Ackerbarometer 2021 geht an den Start | #Agrar #Naturschutz

Aktuelle Informationen für den Landwirt zu Aussaat und Pflanzenschutz –Ernte-Monitoring Getreide, Raps und Mais komplettiert Ackerbarometer 2021 – Gemeinsame Initiative von raiffeisen.com, DLG und ADAMA

(DLG). Was wird auf deutschen Äckern aktuell ausgesät? Welche Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen werden durchgeführt? Und am Ende: Welche Erträge bringen Mais oder Weizen und wie steht es um deren Qualität? Das Ackerbarometer 2021, eine Initiative von raiffeisen.com, der Firma ADAMA und der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), liefert ab sofort ganzjährig aktuelle Informationen für Praktiker.

Landwirte haben online die Möglichkeit, anonym und unverbindlich Angaben zur Aussaat, zu Pflanzenschutzmaßnahmen und zur Ernte in eine Datenbank einzutragen, um so ihre eigenen Werte mit denen ihrer Berufskollegen in ganz Deutschland zu vergleichen.
Mit den Themen Aussaat der Sommerungen und Pflanzenschutz startet das Ackerbarometer in die Saison. Ab sofort können Landwirte ihre Informationen in die Datenbank eintragen. So lassen sich die Aussaattermine und die Pflanzenschutzmaßnahmen deutschlandweit verfolgen und durch eigene Werte vervollständigen.

Das Ackerbarometer „Aussaat“ und „Pflanzenschutz“ ist über folgende Websites zu erreichen:

  • DLG: www.dlg.org/ackerbarometer
  • Raiffeisen: www.raiffeisen.com/pflanzen/aussaatbarometer
  • ADAMA: www.myadama.com/services/ackerbarometer

Das Ernte-Monitoring für Getreide, Raps und Mais komplettiert das Ackerbarometer 2021 in den kommenden Monaten.

Weitere Informationen:

  • Katrin Kuhn, raiffeisen.com, kuhn@raiffeisen.com
  • Guido Oppenhäuser, DLG, g.oppenhaeuser@DLG.org
  • Dr. Norbert Schlang, ADAMA, norbert.schlang@adama.com

Herausgeber

DLG e.V.
Eschborner Landstr. 122, 60489 Frankfurt am Main


Auch Menschen in der Illegalität müssen in der Pandemie geschützt werden | #Corona #Hilfe

Berlin, 10. März 2021. Menschen, die sich illegal in Deutschland aufhalten, leben weitgehend unter dem Radar. Die Gefahr ist groß, dass sie vor Corona nicht adäquat geschützt werden können, wenn sie etwa keinen Zugang zu staatlich-finanzierten Tests oder zu Impfungen haben.

Der Deutsche Caritasverband fordert, dass Zugänge ermöglicht werden und zudem – mindestens für die Zeit der Pandemie – die Übermittlungspflicht, die öffentliche Stellen verpflichtet, einen illegalen Aufenthalt zu melden, im Gesundheitsbereich ausgesetzt wird. Nur so können sich die Betroffenen angstfrei testen und impfen lassen – zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz anderer.

„Es halten sich mehrere Hunderttausend Menschen illegal in Deutschland auf, die in äußerst prekären Verhältnissen leben und arbeiten. Sie haben hier keine Stimme und versuchen, nicht aufzufallen – dennoch können sie an Corona erkranken. Sie brauchen unseren Schutz,“ so Caritas-Präsident Peter Neher.

Am 9. und 10. März findet, dieses Jahr digital, die Jahrestagung Illegalität, veranstaltet vom Katholischen Forum „Leben in der Illegalität“ statt, in dem der Deutsche Caritasverband Mitglied ist. Praxis, Wissenschaft und Politik befassen sich mit aktuellen Fragen, die Menschen in der Illegalität betreffen. Schwerpunkt der Tagung ist dieses Jahr die Sichtbarkeit, Repräsentation und Teilhabe für Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität.

Mehr Informationen
In Deutschland leben geschätzt mehrere Hunderttausend Menschen, die weder eine Aufenthaltserlaubnis noch -gestattung oder Duldung haben. Die Gründe dafür sind fast immer komplexer als ein bloßes „Hierbleibenwollen“. Ohne legalen Aufenthaltsstatus müssen sie ständig damit rechnen, entdeckt, festgenommen oder ausgewiesen zu werden. Die Caritas leistet in Beratungsstellen, Diensten und Einrichtungen konkrete Hilfe, um grundlegende Menschenrechte zu gewährleisten – etwa um zu ermöglichen, dass Kinder ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können, oder in Form von medizinischer Hilfe für Menschen ohne Krankenversicherung. Weitere Informationen zum Thema finden sich auch auf der Seite des Katholischen Forums Leben in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität www.forum-illegalitaet.de.

Herausgegeben von
Deutscher Caritasverband e.V.


COVID-19- Impfstoffe: Schnelle Anpassung an die Virus-Mutationen möglich | #Corona #Medizin

In Rekordzeit entwickelte die pharmazeutische Industrie sehr wirksame und sichere Impfstoffe gegen die SARS-CoV-2 Viren. Leider sind inzwischen Mutationen des Erregers aufgetreten, die teilweise virulenter sind und mit einer höheren Sterblichkeit verbunden sein können.

Die gute Nachricht: Die Hersteller der bislang entwickelten Impfstoffe können ihre Impfstoffe gegen diese „Mutanten“ anpassen. Dank besonderer Studiendesigns und flexiblen regulatorischen Rahmenbedingungen können die Zulassungsbehörden die angepassten Impfstoffe schnell und sicher bewerten. So finden sie in kürzester Zeit ihren Weg in die Zulassung und zu den Impfwilligen.

Um den pandemischen Notstand so schnell wie möglich einzudämmen, zogen Forschungseinrichtungen, die pharmazeutische Industrie und die Zulassungsbehörden alle an einem Strang. Das Ziel: Die in Rekordzeit entwickelten Impfstoffe zuzulassen.

Dafür wurden spezielle Studiendesigns geschaffen und Daten bereits während der laufenden klinischen Studien bewertet (mehr Infos zum „Rolling Review“-Verfahren lesen Sie in unserem BPI-FAQ). Das verkürzte die benötigte Entwicklungszeit enorm: Statt der üblichen fünf bis zehn Jahre, konnten weniger als ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie bereits die ersten Impfdosen sicher verimpft werden.

Doch leider ist das Virus genetisch sehr aktiv – und daher extrem anpassungsfähig. Inzwischen sind Mutationen des Ursprungs-Virus aufgetreten, die es notwendig machen, die ursprünglichen Impfstoffe anzupassen. Technisch gesehen können die pharmazeutischen Unternehmen innerhalb weniger Wochen ihre Impfstoffe weiterentwickeln. Im Zusammenspiel mit der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), die ihre eingespielte regulatorische Flexibilität dazu nutzt, die eingereichten Daten schnell und sicher zu prüfen, entsteht so ein maßgeschneidertes System für die beschleunigte Zulassung der angepassten Impfstoffe.

Ein effizienter regulatorischer Rechtsrahmen, der die Bewertung der Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit im Rahmen der gesetzten Flexibilität garantiert, ist für die Gewährleistung des Vertrauens der Bürger in die Impfstoffe von wesentlicher Bedeutung. Eine gute Nachricht im Kampf gegen die Pandemie!

Bewährtes Verfahren: Beispiel Grippeimpfung

Ein schnelles Verfahren ist übrigens nicht neu, sondern für Grippeimpfstoffe bereits seit mehreren Jahren erfolgreich etabliert. Die Grippeimpfstoffe werden jedes Jahr an die aktuellen Virusvarianten angepasst.

Mehr zum Thema Corona erfahren Sie in unserem FAQ.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Rund 270 Unternehmen haben sich im BPI zusammengeschlossen.

Herausgeber

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
Friedrichstraße 148
10117 Berlin


Ausbau der Stromnetze auf der Grundlage Erneuerbarer Energien voranbringen | #Energie

BEE-Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan: Ausbau der Stromnetze auf der Grundlage Erneuerbarer Energien voranbringen

Berlin, 10.03.2021. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) hat sich mit einer Stellungnahme an der Konsultation eines Entwurfs der Übertragungsnetzbetreiber zum Netzentwicklungsplan 2035 beteiligt. „Der Ausbau der Stromnetze muss so gestaltet werden, dass die Klimaziele erreicht und der tragenden Säule der Erneuerbaren Energien im Stromsystem entsprochen wird.

Keines der vorgelegten Szenarien des Netzentwicklungsplans ist jedoch dazu geeignet, die Anforderungen des Klimaschutzplans zu erfüllen. Besonders der Bedarf, der sich aus der vermehrten Sektorenkopplung ergibt, liegt laut BEE-Berechnungen etwa 2,5-mal höher als im ambitioniertesten Szenario für 2035 angenommen“, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter. „Die Annahmen selbst für dieses Szenario reichen nicht aus, um die Einhaltung der bisherigen Klimaziele zu garantieren. Das ist insbesondere im Hinblick auf die baldige Erhöhung der EU-Klimaziele inakzeptabel. Es braucht eine Anpassung der für die zukünftigen Stromanwendungen benötigten Bedarfe und eine entsprechende Erhöhung der Ausbauziele für Erneuerbare Energien“, so Peter weiter.

Darüber hinaus würden die Planungen für die Verteilnetze nicht in ausreichendem Maße in die Übertragungsnetzplanung einbezogen. An verschiedenen Stellen sei eine gemeinsame Planung von Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreibern netz- und volkswirtschaftlich von Vorteil, etwa bei der Blindleistungsbeschaffung.

„Der Stromnetzausbau muss so kosteneffizient wie möglich gestaltet und die Potenziale der Verteilnetze für eine stärkere Auslastung der Stromnetze unbedingt herangezogen werden. In einem ersten Schritt sind die größten Verteilnetzbetreiber in die Übertragungsnetzberechnung einzubeziehen, um Netzausbaukosten zu senken“, so Peter.

Zusätzlich sei im Zuge der aktuellen politischen Diskussion um Wasserstoff- und Power-to-Gas-Standorte eine integrierte Strom- und Gasnetzinfrastruktur voranzubringen. Bisher unterscheiden sich die Netzberechnungen der Strom- und Gasnetze in ihrer Zielstellung und ihren Planungshorizonten.

„Eine systemintegrierte Planung kann Synergieeffekte heben, indem bei der Errichtung auch bereits bestehende Netze mit einbezogen werden. So kann die Gesamteffizienz deutlich verbessert und ein umfangreicher Beitrag für den Klimaschutz und eine erfolgreiche Energiewende geleistet werden“, so Peter abschließend.

Weiterführende Informationen:

  • Die ganze BEE-Stellungnahme finden Sie hier.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 50 Verbänden und Unternehmen aus den Branchen der Wind-, Bio- und Solarenergie sowie der Geothermie und Wasserkraft. Wir vertreten auf diese Weise 30 000 Einzelmitglieder, darunter mehr als 5 000 Unternehmen, 316 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

Herausgeber

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.


Auf dem Weg in eine nachhaltigere Finanzwelt: Der aktuelle Stand der Disclosure-Verordnung | #Finanzen

Heute, am 10. März 2021, ist es so weit: Ab sofort müssen Finanzmarktteilnehmer sowie Finanzberater zentrale Daten zu nachhaltiger Finanzwirtschaft offenlegen. Denn nun gelten die wesentlichen Anforderungen der Offenlegungs-(oder auch Disclosure-)Verordnung als wichtiger Bestandteil des europäischen Gesetzgebungspaketes zur Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit wird damit dauerhaft zu einer wichtigen Säule der Kommunikationspflicht der Banken gegenüber den Kapitalmarktteilnehmern und der Öffentlichkeit. Erklärtes Ziel der neuen gesetzlichen Regeln ist es auch, private Kapitalströme in nachhaltigere Investitionen zu lenken. Last but not least soll zudem die öffentliche Hand dabei unterstützt werden, den schon länger bestehenden Stau bei „grünen Investitionen“ aufzulösen.

Es ist klar: Mehr Klimaschutz geht nur mit den Banken, denn sie müssen den Weg zu einer klimafreundlichen Wirtschaft und Gesellschaft finanzieren. Doch sie brauchen dafür klare, verlässliche Rahmenbedingungen. Politik und Finanzwirtschaft müssen hier an einem Strang ziehen. Wie sieht es damit bei der Disclosure-Verordnung aus?

Wer muss die Verordnung anwenden?

In der Pflicht, wesentliche Informationen zur Nachhaltigkeit zu veröffentlichen, sieht der Gesetzgeber insbesondere die großen Kapitalsammelstellen, die in der Disclosure-Verordnung nach „Finanzmarktteilnehmern“ und „Finanzberatern“ unterschieden werden:

Zu den Finanzmarktteilnehmern gehören danach

· Versicherungsunternehmen, die Versicherungsanlageprodukte, so genannte Insurance-based Investment Products (IBIPs) anbieten

· Wertpapierdienstleistungsunternehmen, die Portfolioverwaltung erbringen

· Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung

· Hersteller von Altersvorsorgeprodukten

· Kapitalverwaltungsgesellschaften, die alternative Investmentfonds (Alternative Investment Fund Managers – kurz AIFM), Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW), einen qualifizierten Risikokapitalfonds oder einen qualifizierten Fonds für soziales Unternehmertum verwalten

· Anbieter von europäischen langfristigen Investmentfonds (European Long-Term Investment Funds – ELTIFs)

· Anbieter von europaweiten privaten Altersvorsorgeprodukten (Pan-European Personal Pension Product – PEPP)

· Kreditinstitute, die Portfolios verwalten

Als Finanzberater gelten laut Verordnung

· Versicherungsunternehmen und Versicherungsvermittler, die Beratungsleistungen für IBIPs erbringen

· Kreditinstitute

· Wertpapierdienstleistungsunternehmen

· AIFM und OGAW-Kapitalverwaltungsgesellschaften, die Anlageberatung anbieten

ESG-Kriterien als Maßstab

Alle diese Akteure müssen nun den Anlegern noch transparenter belegen, wie sie Nachhaltigkeitsrisiken in ihre Investitions- und Anlagestrategien einbeziehen. Zudem sind sie verpflichtet offenzulegen, wenn ihre Investitionen negative Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit haben. Als Maßstab sind die sogenannten ESG-Kriterien (Environment, Social, Gouvernance) anzulegen. Die jeweiligen Investitionsentscheidungen sind also daraufhin abzuklopfen, welche ökologischen, sozialen und unternehmenspolitischen Folgen sie haben. Je nach Thema und Art der Information muss die Unterrichtung über unterschiedliche Kanäle erfolgen, beispielsweise über die Webseite der Unternehmen oder etwa im Rahmen der Produktbeschreibung für den Anleger in den dafür vorgesehenen vorvertraglichen Informationen.

Es gilt der Grundsatz: Je stärker ein Produkt als nachhaltig beworben wird, desto höher sind die Transparenzanforderungen. Sukzessive werden diese Anforderungen in den kommenden Jahren weiter steigen. So werden ab 2022 explizite Warnhinweise hinzukommen, wenn ein Produkt nicht oder nur teilweise nachhaltig ist. Dem Anleger soll es mit diesen Informationen zukünftig leichter fallen, als nachhaltig angebotene Produkte miteinander zu vergleichen und, sofern gewünscht, auf dieser Basis nachhaltigere Investitionsentscheidungen zu treffen.

Mehr Transparenz? – Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Kann die Disclosure-Verordnung ihre hehren Ziele auch erreichen? Trotz mancher Fortschritte lässt sich bereits jetzt sagen: sicher nicht sofort. Denn sie startet zunächst als eine Art Rumpfverordnung, die viele Fragen offenlässt. Gleichzeitig werden sehr hohe Erwartungen geweckt. Es scheint fast so – um ein Bild zu verwenden -, als habe die Europäische Kommission einen riesigen Automaten für bislang nicht bekannte Süßigkeiten aufgestellt, die Nachhaltigkeitsinformationen symbolisieren. Nur bei näherem Hinsehen zeigt sich: der Automat ist so gut wie leer. Allenfalls eine Schokoladentafel hier, eine Keksrolle dort.

Das liegt daran, um im Bild zu bleiben, dass die „Süßigkeitenhersteller“, hier die Finanzmarktteilnehmer und die Finanzberater, nicht liefern konnten, solange die Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) nicht endlich mit den Regeln und Vorschriften rausrückten, nach denen sie produzieren dürfen. Die European Banking Authority (EBA), European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) und die European Securities and Markets Authority (ESMA) arbeiteten zwar fieberhaft daran, doch aufgrund des engen Zeitrahmens und Unstimmigkeiten in den Rezeptvorlagen konnte die Produktion bislang noch nicht wie erhofft anlaufen. Frühzeitige Warnungen wurden in den Wind geschlagen, und so steht der Automat nun da und wartet noch immer darauf, befüllt zu werden.

Anwendbarkeit der konkreten Regeln: verschoben

Um das Problem zu lösen und die Rumpfverordnung noch mit Leben zu füllen, wurden die sogenannten Regulatory Technical Standards (RTS) auf den Weg gebracht. Diese hätten eigentlich schon bis zum Jahresende 2020 final vorliegen sollen. Doch selbst wenn dies bei einem optimalen Verlauf gelungen wäre, hätten den Banken damit gerade einmal fünf Wochen bis zum Anwendungsstart zur Verfügung gestanden. Das ist eine unmögliche Frist für die seriöse Umsetzung, insbesondere um all die Informationen zu verarbeiten und in die IT-Systeme zu integrieren.

Deshalb hatte der Bankenverband, gemeinsam mit anderen Verbänden der Finanzindustrie, schon im vergangenen Jahr eindringlich an die Europäische Kommission appelliert, den Start des Anwendungszeitraums der Disclosure-Verordnung auf Anfang 2022 zu verschieben. Doch die Verschiebung blieb aus. Was nun auf diesen späteren Zeitpunkt verschoben wurde, ist die Anwendbarkeit der jetzt sogar erst drei Wochen vor dem offiziellen Starttermin veröffentlichten technischen Standards RTS. Die RTS sind noch von der Kommission zu prüfen und sollen dann sukzessive im Laufe des Jahres verabschiedet werden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erwartet von den Unternehmen, dass sie das restliche Jahr nutzen, um ihre Berichtsprozesse bestmöglich auf das Inkrafttreten der delegierten Rechtsakte vorzubereiten. Dabei sollen sich die Unternehmen laut EU-Kommission an den finalen Entwürfen des ESAs orientieren. Vager geht es kaum! Auf einer unsicheren Grundlage und einer unvollständigen Datenlage sollen sich die Finanzmarktteilnehmer auf etwas vorbereiten, das sie noch nicht kennen – ein „Vertrag“ auch zu Lasten der Kreditinstitute.

Viele offene Fragen

Der Katalog offener Fragen im Rahmen der Umsetzung der Verordnung ist lang. Er reicht von Fragen der Anwendbarkeit auf bestimmte Kapitalverwaltungsgesellschaften und reinen Herstellern von Produkten, über die Frage, wann ein Finanzprodukt wirklich nachhaltig investiert oder nur einzelne Nachhaltigkeitskriterien nachweisen kann, bis zur Frage, wie Portfolien behandelt werden sollen, wenn diese auch nicht-nachhaltige Produkte beinhalten. Auch besteht noch keine Klarheit, wann Kunden genau worüber zu informieren sind. Die delegierten Rechtsakte werden diese Fragen 2021 Schritt für Schritt beantworten, aber Zeit für die Umsetzung bleibt trotz der späteren Anwendbarkeit der RTS immer weniger. Hinzu kommt, dass die Disclosure-Verordnung je nach Umweltziel ab 2022 oder 2023 durch die Taxonomie-Verordnung mit zusätzlichen vorvertraglichen und periodischen Informationspflichten ergänzt wird. Verlangt wird dann beispielsweise ein Warnhinweis für nicht nachhaltige Produkte.

Ausblick: „Wir ertrinken in Informationen, aber wir hungern nach Wissen…“

Die jüngst veröffentlichen RTS gilt es nun zu prüfen und bis Januar 2022 umzusetzen – eine weiterhin herausfordernde Aufgabe für die Banken. Denn neben der Sicherheit, wie die Anforderungen umzusetzen sind, brauchen die Institute natürlich auch eine valide Datengrundlage, um sie erfüllen zu können. Der Bankenverband wird seine Mitglieder hierbei weiterhin tatkräftig unterstützen.

Eine Frage bleibt: Werden den Anlegern die vielen neuen Informationen, die durch die Disclosure-Verordnung geliefert werden sollen, helfen den Überblick zu bewahren und Finanzprodukte besser einschätzen und vergleichen zu können? Wahrscheinlich erst einmal wohl nicht. Gerade bei Privatkunden sollte ein „information overload“ vermieden werden – denn damit wäre letztlich dem Transparenzgedanken ein Bärendienst erwiesen.

Herausgeber

Bundesverband deutscher Banken


Kontrollen von Tierkadavern: Kleinstkorrekturen statt großer Wurf bei der Änderung des Tierschutzgesetzes | #Tierschutz

Geplante Regelung zu Kontrollen von Tierkadavern in Verarbeitungsbetrieben ungenügend / weiterhin klaffende Lücken beim Schutz von Nutz,- Heim- und Wildtieren

Hamburg, 10. März 2021 – Das Bundeskabinett hat heute einen Entwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes beschlossen. Damit soll eine Rechtsgrundlage für Tierschutzkontrollen von Tierkadavern in Verarbeitungsbetrieben geschaffen werden. Den Beschluss des Bundeskabinetts kommentiert Femke Hustert, Leiterin Hauptstadtrepräsentanz VIER PFOTEN Deutschland:

„Die Regelung zur Datenerfassung bei Tierkadavern in Deutschland ist längst überfällig: Jährlich werden allein 13,5 Millionen tote Schweine in den Tierkörperbeseitigungsanlagen wie Müll entsorgt. Niemand kontrolliert, woran und wie die Tiere verendet sind, ob sie schlimme Verletzungen hatten oder fachgerecht getötet wurden. Damit bleiben Tierleid und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz regelmäßig unbemerkt. Der jetzt vorliegende Entwurf kam nur aufgrund des Drucks der Bundesländer zustande und hat noch zu viele blinde Flecken. Es ist absolut unverständlich, warum nur Kadaver von Schweinen und Rindern kontrolliert werden sollen. Auch Tierschutzverstöße bei Schafen, Ziegen, Einhufern und Geflügel müssen nachverfolgt werden können. Hier muss dringend nachgebessert werden.

Mit dem jetzt vorgelegten Entwurf verpasst die Bundesministerin Julia Klöckner auch die Chance, die großen Lücken im Tierschutzgesetz zu schließen: Immer noch können Hundewelpen oder gefährdete Exoten und Wildtiere unreguliert verkauft, unter vier Wochen alte männliche Rinder, Schafe und Ziegen betäubungslos kastriert und auch Kälbern die Hornanlagen ohne Betäubung ausgebrannt werden. All das ignoriert Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner mit ihrem Entwurf, frei nach dem Motto: Lieber Kleinstkorrekturen statt großem Wurf. Sie versäumt es, das Tierschutzgesetz so zu reformieren, dass es die Tiere auch wirklich schützt. Jetzt sind die Bundesländer und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages gefordert, im weiteren parlamentarischen Verfahren eine dringend notwendige Überarbeitung des Tierschutzgesetzes voranzubringen.“

Weitere Informationen zu Tierkörperbeseitigungsanlagen

Bisher wurden auf den sogenannten Tierkörperbeseitigungsanlagen keine Daten von den Behörden erhoben, wie die Tiere in den Ställen zu Tode gekommen sind. Faktisch ist jeder dort angelieferte Tierkadaver eine nicht identifizierte Leiche. Hohe Sterblichkeitsraten sind im industriellen Tierqualsystem mitkalkuliert. Eine Studie von 2017 hat gezeigt, dass 13,5 Millionen Schweine in Deutschland jährlich schlicht und einfach im Müll landen und das gesamte System von Erzeugern, Behörden und Politikern die Augen verschließt, wie und warum das passiert. 13 Prozent der Tiere haben laut der Studie mit „länger anhaltenden erheblichen Schmerzen und/oder Leiden“ gelebt. Fast 62 Prozent waren mangelhaft betäubt und/oder getötet worden. Der Bundesrat hat bereits 2019 die Bundesregierung aufgefordert, eine entsprechende Regelung zu formulieren. Der Bundesrat hatte keine Beschränkung auf bestimmte Tiergruppen vorgenommen.

Forderungen von VIER PFOTEN zum Entwurf

Neben Rindern und Schweinen müssen auch Schafe, Ziegen, Einhufer und Geflügel auf den Verarbeitungsbetrieben kontrolliert werden. Bis auf Geflügel ist eine Einzeltierkennzeichnung zu implementieren. Bei Geflügel ist es möglich, anhand der angelieferten Charge den Haltungsbetrieb zu ermitteln.
Um Tierkadaver routinemäßig zu überwachen, müssen die personellen Kapazitäten und finanziellen Mittel bereitgestellt werden.
Für die fachgemäße Sachkunde im Umgang mit kranken oder verletzten Tieren und bei der Nottötung müssen regelmäßig verpflichtende Schulungen angeboten werden.
Das Positionspapier zu weiteren Änderungen des Tierschutzgesetzes von VIER PFOTEN finden Sie hier.

Quellen:
E. große Beilage (2017): Untersuchungen an verendeten/getöteten Schweinen in Verarbeitungsbetrieben für tierische Nebenprodukte, Hannover 2017, DVG-Service GmbH, ISBN 978-3-86345-389-3

Herausgeber

VIER PFOTEN –

Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120
22767 Hamburg


Bundesweiter Lesespaß: Veranstaltungen zu m Welttag des Buches am 23. April 2021 | #Bildung

Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e. V., der Deutschen Post DHL Group, der Stiftung Lesen und der Verlagsgruppe Random House

Bundesweiter Lesespaß: Veranstaltungen zum Welttag des Buches am 23. April 2021

Buchgeschenk für rund 1 Million Kinder / Lesungen online und vor Ort, Videoclips und Überraschungspost schaffen vielseitige Lesefreude

In ganz Deutschland laufen die Vorbereitungen für das bundesweit größte Lesefest. Buchhandlungen, Verlage und Schulen bereiten sich zusammen mit vielen Partnern auf den Welttag des Buches am 23. April vor. Denn auch in Zeiten von Corona sollen an diesem Tag das Lesen und die Freude an Geschichten im Mittelpunkt stehen. Die zentralen Aktionen von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, cbj Verlag, Deutsche Post und ihren Partnern sind hier auf einen Blick zusammengestellt. Die Planungen werden flexibel an die dann geltenden Pandemiegegebenheiten angepasst.

„Ich schenk dir eine Geschichte“– 25. Mal Buchgeschenk für Schulkinder
Seit 1997, und damit in diesem Jahr zum 25. Mal, erhalten Schülerinnen zum Welttag des Buches von den Buchhandlungen vor Ort ein Buch geschenkt. Vom 20. April bis 30. Juni können Kinder der 4. und 5. Klassen sowie aus Förderschul- und Übergangsklassen ihr persönliches Exemplar des extra für den Welttag des Buches 2021 verfassten Comicromans „Biber undercover“ in einer von rund 3.500 Buchhandlungen in Empfang nehmen. Üblicherweise bekommen die Kinder ihr Buch bei einem Klassenbesuch in einer zuvor ausgewählten Buchhandlung gegen Vorlage ihres Gutscheins überreicht. Sollten die Corona-Maßnahmen diese Abwicklung nicht zulassen, bieten die Initiatorinnen flexible Übergabelösungen an, abgestimmt auf die lokalen Hygienebedingungen für Schulen und Buchhandlungen. Die Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ steht unter der Schirmherrschaft der Kultusminister*innen der Länder. Weitere Informationen unter: www.welttag-des-buches.de

Digitale Leseabenteuer fürs Klassenzimmer und zuhause
Am 23. April um 11 Uhr können sich Schulklassen zum Livestream des cbj Verlags (Penguin Random House Verlagsgruppe) zuschalten. Im Fokus steht der Comicroman „Biber undercover“: Während Autor Rüdiger Bertram daraus vorliest, zeichnet Illustrator Timo Grubing live. Zuschauende Kinder können ihre Fragen stellen, Günter Keil moderiert. Übertragen wird der Livestream u. a. auf dem Facebook Account der cbj und cbt Verlage und auf www.litlounge.tv.
Auch auf der Website www.welttag-des-buches.de​​​​​​​ werden eine kleine Video-Lesung und weitere Videoclips rund um das Thema „Wie entsteht ein Buch und wie kommt es zu seinen Leser*innen?“ zu finden sein.
Buchhandlungen und Schulen können überdies per E-Mail an verena.otto individuelle Online-Lesungen mit Rüdiger Bertram vereinbaren.

Literarische Überraschung an der Haustür
Zwischen 23. April und dem Start der Sommerferien in den jeweiligen Bundesländern überraschen zahlreiche Zustellerinnen der Deutschen Post Kundinnen in ganz Deutschland mit einem kostenfreien Buchgeschenk. Ziel ist es, in verschiedensten Haushalten Lesefreude zu vermitteln und zur Beteiligung am Welttag des Buches anzuregen. Informationen zu Aktionen in Ihrem Verbreitungsgebiet erhalten Sie unter pressestelle.duesseldorf.

„Lese-Reise“ für Kinder und Jugendliche
Trotz der Widrigkeiten durch die Pandemie entführen Kinder- und Jugendbuchautorinnen ihre jungen Zuhörerinnen auch in diesem Jahr wieder bei rund 60 Lesungen in Buchhandlungen in ferne Welten. Sollten Lesungen vor Ort nicht möglich sein, bieten die Mitwirkenden online alternative Angebote, um auch in Zeiten von Kontaktverboten Lesespaß zu vermitteln. Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e.V. (avj) und der Börsenverein organisieren die Aktion zum vierzehnten Mal.

Informationen für die Presse
• Die Pressemitteilung inkl. Kontakten für Veranstaltungen und Aktionen in Ihrem Verbreitungsgebiet sowie
• Buch-Cover, Logo des Welttags und Medienbilder
sind abrufbar unter: www.welttag-des-buches.de/presse-downloads

Hashtags: welttagdesbuches, ichschenkdireinegeschichte

Bonn/Frankfurt a.M./Mainz/München, 10. März 2021


Bayerns Volksbanken und Raiffeisenbanken bestehen Corona-Stresstest | #Corona #Finanzen

München, 10. März 2021 – „Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken haben den Corona-Stresstest bestanden und sind gut durch das Geschäftsjahr 2020 gekommen“, sagte Jürgen Gros, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in München.

„Das Geschäftsmodell der Bankengruppe mit seiner regionalen Ausrichtung erweist sich als robust“, ergänzte Gros. Sowohl bei aufgenommenen Kundengeldern als auch bei ausgereichten Krediten verzeichnen die Volksbanken und Raiffeisenbanken eine deutliche Zunahme.

„Das Kreditwachstum erreichte mit 7,6 Prozent den höchsten Wert seit 20 Jahren“, stellte der GVB-Präsident heraus. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 8,5 Prozent von 175,7 Milliarden Euro auf 190,7 Milliarden Euro.

Die Höhe der ausgereichten Kredite stieg um 7,6 Prozent und beläuft sich zum Ende des Jahres 2020 auf 117,1 Milliarden Euro – ein Jahr zuvor waren es 108,8 Milliarden Euro. Damit hat das Kreditwachstum die Steigerung der Vorjahre nochmals übertroffen und den höchsten Wert seit 20 Jahren erreicht. Die Ausleihungen an Privatpersonen stiegen um 6,8 Prozent von 48,5 Milliarden Euro auf 51,8 Milliarden Euro. Stark blieb das Kreditgeschäft mit Firmenkunden. Das Volumen an Unternehmensdarlehen legte um 8,7 Prozent zu – sie beliefen sich auf 61,9 Milliarden Euro, nach knapp 57 Milliarden Euro im Jahr davor.

Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken waren wichtige Drehscheiben bei der Vergabe von Krediten im Zuge der Bekämpfung der Corona-Folgen. Neben Darlehen auf das eigene Kreditbuch vergaben die Institute im vergangenen Jahr insgesamt 7.023 Förderkredite im Volumen von mehr als 1,8 Milliarden Euro. 90 Prozent davon entfielen auf Kredite der KfW, zehn Prozent auf solche der LfA. Den mit Abstand größten Anteil hatte der KfW Unternehmerkredit KMU, der 62 Prozent, beziehungsweise 1,1 Milliarden Euro ausmachte.

„Das Modell der regionalen Hausbank hat in der Corona-Krise seine Stärke bewiesen“, betonte Gros. „Die bayerischen Kreditgenossenschaften stehen seit Beginn der Pandemie an der Seite ihrer Kunden und sichern kurzfristig Liquidität durch Stundungen, Förderkredite und Firmendarlehen.“

Stabiles Immobiliengeschäft

Weiterhin stabil entwickelte sich das Immobiliengeschäft. Die Baubranche zeigte sich von der Pandemie unbeeindruckt und die Investitionen waren ungebrochen. Kredite für den Wohnungsbau wuchsen von 60,9 Milliarden Euro auf 66,2 Milliarden Euro – das entspricht einem Plus von 8,8 Prozent.

Schmerzhafter Anstieg bei Kundengeldern

Bei den Kundengeldern verzeichneten die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken einen schmerzhaften Anstieg um 6,5 Prozent von 136,6 Milliarden Euro auf 145,5 Milliarden Euro. Firmenkundengelder beliefen sich zum Jahresende auf 39,6 Milliarden Euro, eine Steigerung um neun Prozent, beziehungsweise 3,3 Milliarden Euro. Auf Seite der Privatkunden stiegen die Einlagen um 6,2 Prozent, beziehungsweise 5,6 Milliarden Euro auf 96 Milliarden Euro. Grund für diese Zunahme dürften die anhaltenden Unsicherheiten sowie eingeschränkte Konsummöglichkeiten sein. Viele Kunden schichteten bei ihren Einlagen zudem um. Während Termin- und Spareinlagen im abgelaufenen Jahr zurückgingen, legten liquide Sichteinlagen um 12,6 Prozent, beziehungsweise elf Milliarden Euro zu.

Bayerns Volksbanken und Raiffeisenbanken unter profitabelsten Bankengruppen Europas

Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken blicken beim Ergebnis auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück. Dem Corona-bedingten Wirtschaftseinbruch zum Trotz blieb das Gesamtbetriebsergebnis (operatives Ergebnis) mit 1,5 Milliarden Euro nahezu stabil. Nach Risikovorsorge und Wertberichtigung erwirtschafteten die Banken ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro. Das liegt zwar um 254 Millionen Euro niedriger als im Vorjahresvergleich. Das Jahr 2019 war aber durch Sondereffekte wie hohe Wertpapierzuschreibungen geprägt. Um diese Sondereffekte bereinigt, blieb das operative Ergebnis damit auf dem Niveau der Vorjahre. Insgesamt zählen die Volksbanken und Raiffeisenbanken weiterhin zu den profitabelsten Bankengruppen Europas.

Trotz des turbulenten Börsenjahres wird es kaum Abschreibungen bei Wertpapieren geben. Auf ihr Wertpapierportfolio mussten die 222 Banken lediglich 55 Millionen Euro abschreiben.

Kreditgenossenschaften stärken Kapitalbasis

Die Genossenschaftsbanken im Freistaat hatten 2020 ihre Kreditbücher eng im Blick. Bislang ist die Risikosituation unauffällig. „Die viel heraufbeschworene Insolvenzwelle, verbunden mit einer kräftigen Zunahme der Kreditausfälle, ist bisher nicht erkennbar“, sagte Gros. Das dürfte sich auch im Jahresverlauf nicht ändern, obwohl der weitere Ausblick von vielen Unsicherheiten behaftet bleibe. Ein wesentlicher Grund dafür sei der sehr heterogene Verlauf der Lockdowns, der Branchen höchst unterschiedlich erfasst. „Branchen, die unter den politischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens besonders leiden, gehören nur in geringem Maße zu den Kreditnehmern der bayerischen Kreditgenossenschaften“, betonte Gros.

Und auch innerhalb der Branchen zeigten sich Unterschiede. So litten beispielsweise Hotels in Ballungszentren, mit starker Ausrichtung auf Geschäfts- und Kongresskunden, besonders unter den politischen Einschränkungen. In ländlichen Regionen hingegen sind diese Betriebe bei allen Herausforderungen bisher zumeist besser durch die Lockdowns gekommen – diese Unternehmen sind häufig familiengeführt, wirtschaften in der eigenen Immobilie und konnten im Sommer von den zahlreichen Heimaturlaubern profitieren.

Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken agieren weiterhin vorsichtig und vorausschauend, um gegen mögliche Pleiten gewappnet zu sein. Im Forderungsbereich nahmen die genossenschaftlichen Institute Abschreibungen in Höhe von 73 Millionen Euro vor. Diese Abschreibungen sind im Wesentlichen regulatorisch bedingt und kein Anzeichen für erhöhte insolvenzbedingte Wertkorrekturen.

Insgesamt konnten die Institute ihre Kapitalbasis weiter stärken. Das harte Kernkapital legte um knapp 1,2 Milliarden Euro auf rund 17 Milliarden Euro zu – eine Steigerung um etwa 7,6 Prozent. Die harte Kernkapitalquote belief sich auf 15,89 Prozent, eine Zunahme um 0,25 Prozentpunkte.

Niedrigzinsumfeld bleibt Herausforderung

Nach wie vor bleibt das Niedrigzinsumfeld aufgrund der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Herausforderung für die Banken. Der weiterhin hohe Passivüberhang ist für die Banken zunehmend belastend. Aus diesem Grund schrumpft die Ertragsspanne der Banken weiter.

Das Zinsergebnis lag bei 2,855 Milliarden Euro und gab damit um 2,6 Prozent (75 Millionen Euro) nach. Die Zinsspanne betrug 1,56 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme, nach 1,71 Prozent im Jahr 2019. Der Rückgang im Zinsgeschäft konnte teilweise durch eine Zunahme im Provisionsgeschäft ausgeglichen werden. Das Provisionsergebnis belief sich auf 1,245 Milliarden Euro und damit 45 Millionen Euro (3,8 Prozent) über dem Niveau des Vorjahres. Die Provisionsspanne lag bei 0,68 Prozent, nach 0,70 Prozent im Jahr davor.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken arbeiten zudem kosteneffizient. Die Betriebskosten gingen im vergangenen Jahr leicht zurück und betrugen rund 2,6 Milliarden Euro. Der Anteil der Kosten an der durchschnittlichen Bilanzsumme lag mit 1,44 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,54 Prozent. Die Cost-Income-Ratio (CIR) verbesserte sich leicht auf 64,2 Prozent – im Jahr 2019 lag diese bei 64,3 Prozent. Die Banken konnten ihre Effizienz weiter steigern.

Fünf Fusionen hat die genossenschaftliche FinanzGruppe in Bayern im vergangenen Jahr verzeichnet. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 gab es in Bayern 222 Volksbanken und Raiffeisenbanken. Deren durchschnittliche Bilanzsumme stieg um elf Prozent von 774 Millionen Euro auf 859 Millionen Euro. Der Median der Bilanzsumme liegt aktuell bei 464 Millionen Euro.

Bargeld muss ein Stück Freiheit bleiben

Die Planungen der EZB zur Einführung eines digitalen E-Euro knüpft der GVB an Bedingungen. „Im Falle einer Einführung müssen in jedem Fall einige Kriterien erfüllt sein“, betonte Gros. So dürfte ein E-Euro das zweistufige Bankensystem nicht infrage stellen. „Durch ihre Transmissionsfunktion schaffen Banken aus einem Euro Zentralbankgeld zehn Euro Buchgeld in Form von Krediten. Dieser Mechanismus darf nicht unterbrochen werden“, forderte Gros. Ansonsten könne es zu Einschränkungen bei der Kreditvergabe kommen und der Wirtschaftskreislauf würde empfindlich gestört.

Darüber hinaus dürfe der E-Euro nicht zu einem geldpolitischen Instrument werden. Im Gegensatz zu Bargeld wäre ein E-Euro programmierbar. „Die EZB könnte per Knopfdruck die Zinsen auf den gesamten E-Euro-Bestand verändern. Diese Zweckentfremdung von Zahlungsmitteln zur Geldpolitik muss ausgeschlossen sein“, stellte Gros fest.

„Der E-Euro sollte Bargeld allenfalls ergänzen, nicht ersetzen“, sagte Gros: „Bargeld ist ein Stück Freiheit. Daher muss es den Menschen überlassen bleiben, welches Zahlungsmittel sie wählen. Die persönlichen Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte sind im Bereich des Zahlungsverkehrs ein hohes Gut, das es zu schützen gilt.“

GVB positioniert sich zur Bundestagswahl

Im Bundestagswahljahr hat der GVB Positionen mit Forderungen an die Politik formuliert. So spricht sich der GVB für einen wirksamen Kampf gegen Geldwäsche aus. Die Geldwäschebekämpfung funktioniere in der Praxis aber nicht immer, weil die zuständige Behörde, die FIU (Financial Intelligence Unit), mit der Menge an Meldungen überfordert ist. „Anstatt regulatorisch immer mehr draufzusatteln, sollten geltende Gesetze wirksam angewandt werden“, sagte Gros. So müssten die Ressourcen bei der FIU ausgebaut und auch andere Bereiche außerhalb des Finanzsektors stärker in den Blick genommen werden. „Ständig neue bürokratische Vorgaben für Banken sind nicht zielführend.“

Der GVB bekennt sich dazu, Nachhaltigkeit im Finanzsektor zu fördern. „Das muss aber mit den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft erreicht werden, nicht mit dirigistischen staatlichen Eingriffen“, stellte Gros fest. Der Staat müsse sich darauf beschränken, einen ordnungspolitischen Rahmen vorzugeben und alles Weitere den Marktakteuren überlassen.

Auf Goldplating verzichten

An die Politik appelliert Gros zudem, künftig auf „Goldplating“ zu verzichten. Unter Goldplating versteht man die Verschärfung von EU-Richtlinien durch den nationalen Gesetzgeber. Entgegen eigener Bekundungen sei es in der laufenden Legislaturperiode 14-mal dazu gekommen. „Der deutsche Gesetzgeber sollte seinen Ankündigungen auch Taten folgen lassen und ein Anti-Goldplating-Gesetz verabschieden“, sagte Gros. In Österreich sei ein solches Gesetz bereits beschlossen worden.

Die komplette elektronische Pressemappe zur Bilanzpressekonferenz:

https://www.gv-bayern.de/presse

Herausgeber

Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) vertritt seit mehr als 125 Jahren die Interessen bayerischer Genossenschaften. Zu seinen 1.181 Mitgliedern zählen 222 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 959 Unternehmen aus Branchen wie Landwirtschaft, Energie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Sie bilden mit rund 50.000 Beschäftigten und 2,9 Millionen Anteilseignern eine der größten mittelständischen Wirtschaftsorganisationen im Freistaat (Stand: 31.12.2020).


AMK: Attraktive modulare Küchenplanungen | #Wirtschaft #Immobilien

Mannheim, 10.03.2021. „Sehr attraktive Lifestyle-Wohnküchen entstehen, wenn Küchenspezialistinnen und -spezialisten neben Materialien, Formen, Designs und Farbstellungen mit unterschiedlichen Rastermaßen in der Höhe und Breite und modularen Konzeptideen gekonnt spielen. Dann entstehen faszinierende, sehr individuelle und fantasievolle Wohlfühlküchen“, sagt Volker Irle, Geschäftsführer der AMK – Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

Alles im 60-cm-Raster und an einer Wand entlang, so wurden die einstmals reinen Funktionsküchen geplant, vergleichbar mit einem industriellen Arbeitsplatz, der seinen Zweck effizient erfüllt. Wie faszinierend wirken dagegen die heute individuell geplanten, offenen Wohnküchen. Sie haben sich in verschiedene Erlebnis- und Wohnbereiche ‚aufgelöst‘ – in Möbelelemente und Zonen, die optisch und funktional äußerst geschickt miteinander kombiniert und fantasievoll verzahnt werden.

„Man hat das Gefühl, sich vielmehr durch eine Lifestyle-Wohnlandschaft mit attraktiven Solitärmöbeln zu bewegen als in einer Küche zu stehen“, so Volker Irle. Auch wenn es sich nach wie vor um die traditionellen Zonen bzw. Arbeitsbereiche Kochen, Spülen, Kühlen und Bevorraten handelt, bei diesen architektonisch anspruchsvollen, individuell gestalteten Küchen wirkt alles aufregend und einzigartig. Und wenn sie auch in jedem Detail hoch funktional, komfortabel und top ergonomisch gestylt sind, so steht in diesen offenen Koch- und Genuss-Oasen immer Wohlfühlen im Mittelpunkt.

Modular konzipierte Lifestyle-Küchen, das können Wohnlandschaften mit Möbelelementen auf Sockeln, Stützen, Füßen oder Metallkufen sein, kombiniert mit wandhängenden Schrank-Ensembles und Regalwänden, Hochschränken, Lowboards, Thekenelementen und Sitzecken. Beispielsweise schräg gestellt, über Eck arrangiert, einander gegenüber, an einer Wand oder frei im Raum platziert.

Gerade diese unkonventionelle und offene Gestaltung macht den besonderen Charme modularer Küchenplanungen aus. Moderne Stadtnomaden werden zudem an ihrer Umzugsfreundlichkeit Gefallen finden, da sich die Möbelelemente auch in neue Grundrisse integrieren und dort arrangieren lassen. Hausgeräte und Zubehör werden, wo gewünscht, sichtbar eingebaut oder komplett verborgen wie beispielsweise in eleganten Hochschankmodulen mit Einschub- oder Schiebetüren.

In Premium-Küchen gleichen die Küchen-Module exklusiven Masterpieces – ausgesuchten Designobjekten, an denen sich das Auge täglich neu erfreut. Das setzt keine übergroßen Räume voraus, sondern raffinierte Planungen mit einem hohen ästhetischen Anspruch und Erlebnischarakter.

Attraktive modulare Küchenplanungen gibt es in vielen Stilrichtungen –klassisch, modern, heavy oder filigran. Sehr gut machen sich die einzelnen Küchenmodule in Kombination mit illuminierten Vitrinenschränken und Regalsystemen. Das sorgt für eine sehr wohnliche und gemütliche Atmosphäre und bringt zudem einen Hauch von Eleganz, Luxus, Exklusivität und Lifestyle in jeden Wohnraum. Ganz gleich, ob es sich dabei um eine modern-urbane oder traditionell-nostalgische Landhausküche, eine Loftküche im Rough Industrial Style, eine kleine Pantry- und Tiny Kitchen oder eine Modulküche handelt, die in einem Apartment als Raumteiler fungiert. Interessant ist auch ein Mix verschiedener Stilarten. Dann kombinieren die Planungsspezialisten sehr unterschiedliche Möbelprogramme, die zu außergewöhnlichen Eyecatchern werden.

Eine Vielzahl natürlicher oder sehr naturnaher Oberflächen sowie die neuen Dusty Colours – dunkle, matte, gedämpfte Farbstellungen – tun ein Übriges dazu, dass man sich in diesen offenen, stylishen Küchenlandschaften rundherum wohl und geborgen fühlt. „Die vergangenen Monate zeigen“, so AMK-Geschäftsführer Volker Irle, „dass der Fokus auf ein schönes Zuhause, indem man sich sicher und geschützt fühlt, enorm an Bedeutung gewinnt. Ebenso die Freude an einer nachhaltigen, gesunden Ernährung und der Trend wieder selbst zu kochen.

Diese Entwicklungen sowie die neue, längere Verweildauer zu Hause haben den ohnehin schon sehr hohen Stellenwert der offenen Wohnküche in Deutschland nochmals deutlich erhöht. Individuell und auf Wunsch modular geplant, so entstehen individuelle Traumküchen mit einem sehr persönlichen Touch, in denen ihre Besitzerinnen und Besitzer Freude und Erholung auch in diesen sehr herausfordernden Zeiten finden.“ (AMK)

Die AMK ist der Fach- und Dienstleistungsverband der gesamten Küchenbranche. Sie engagiert sich auf den Gebieten Technik & Normung, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit, Internationalisierung sowie Messewesen. Der AMK gehören mehr als 140 Mitgliedsunternehmen an, alle sind namhafte Hersteller von Küchenmöbeln, Elektro-/Einbaugeräten, Spülen, Zubehör sowie Zulieferer, Handelskooperationen und Dienstleistungsunternehmen. Sie ist Schirmherrin für den „Tag der Küche“, der jährlich mit Live-Events in zahlreiche Küchenausstellungen im deutschsprachigen Raum lockt. Nächster Termin: 25. September 2021. Weitere Informationen im Internet unter www.amk.de und www.tag-der-kueche.de. (AMK)

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Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)
Harrlachweg 4, 68163 Mannheim


ZIA begrüßt Zielsetzung des Digitalkompass 2030 | #Immobilien

Berlin, 10.03.21 – Die Europäische Kommission hat gestern ihren „Digitalkompass 2030“ mit dem Ziel vorgestellt, dass in der Europäischen Union mindestens 80 Prozent der Erwachsenen über grundlegende digitale Kompetenzen und alle Haushalte über eine Gigabit-Anbindung verfügen, alle wichtigen öffentlichen Dienste online verfügbar sind und 75 Prozent der Unternehmen Cloud-Computing-Dienste, Big Data und künstliche Intelligenz (KI) nutzen.

Der ZIA unterstützt die Intention der Europäischen Union, ein innovationsfreundliches Umfeld für Bürger und auf Daten- und KI-Basis operierende Unternehmen zu schaffen. „Digitale Kompetenzen, eine leistungsfähige technische Infrastruktur und ein modernes rechtliches und administratives Umfeld sind für zunehmend wissensbasierte Volkswirtschaften überlebenswichtig“, stellt Aygül Özkan, Geschäftsführerin des ZIA, fest.

Auch für die Immobilienwirtschaft spielen Daten, die größtenteils von nicht-europäischen Unternehmen verwaltet werden, eine wesentliche Rolle. Ihre Sammlung, Auswertung und Verwendung ist die Grundlage einer Vielzahl interner Arbeitsprozesse, angebotener Services und zukünftiger Geschäftsmodelle. Auch der Datenaustausch zwischen angrenzenden Softwarelösungen und die Nutzung von Cloud-Speicher sind dabei entscheidende Faktoren.

Das gilt ebenso für Zukunftstechnologien wie KI, Blockchain oder Supercomputer: Vom Planen und Bauen über Projektentwicklung bis hin zur Gebäudebewirtschaftung ermöglichen diese Technologien innovative Ansätze, um Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und die Immobilienwirtschaft nachhaltiger zu gestalten.

„Gebäudebezogene Daten können nicht nur die bereits heute signifikante volkswirtschaftliche Wertschöpfung der Branche steigern, sondern darüber hinaus maßgeblich zur Verwirklichung des europäischen Green Deal beitragen“, sagt Geschäftsführerin Özkan.

Ebenso wie bei Green Deal und Renovierungswelle werden sich der ZIA und seine Mitglieder bei der Umsetzung des Digitalkompass´ 2030 aktiv mit ihrer Expertise einbringen.

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Der ZIA

Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht durch seine Mitglieder, darunter 28 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der ZIA gibt der Immobilienwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt eine umfassende und einheitliche Interessenvertretung, die ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft entspricht. Als Unternehmer- und Verbändeverband verleiht er der gesamten Immobilienwirtschaft eine Stimme auf nationaler und europäischer Ebene – und im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). Präsident des Verbandes ist Dr. Andreas Mattner.

Kontakt:
Stefan Weidelich
ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.
Leipziger Platz 9
10117 Berlin


VKU: Erstmals mehr als 1.500 Mitglieder | #Verbandintern

VKU-Vorstand nimmt 15 neue Mitglieder auf

Berlin, 10.03.2021. Der Bundesvorstand des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) hat in seiner heutigen Sitzung 15 Unternehmen als neue Mitglieder aufgenommen. Der Spitzenverband der kommunalen Wirtschaft hat nun 1.502 Mitgliedsunternehmen.

VKU-Präsident Michael Ebling: „Der VKU ist der größte kommunale Wirtschaftsverband Europas, der gleichermaßen Interessen großer, mittlerer und kleiner Ver- und Entsorger gleichermaßen vertritt. Die Mitgliederentwicklung des VKU in den letzten Jahren zeigt, wie wichtig die Interessenvertretung für die Kommunalwirtschaft auf Europa, Bundes- und Landesebene ist. Daseinsvorsoge ist und bleibt en vogue.“ Ebling weiter: „Nichts geschieht, wenn es nicht vor Ort geschieht. Unsere Unternehmen helfen entscheidend dabei mit, Deutschland am Laufen zu halten. Das zeigt sich insbesondere in Krisenzeiten.“

Die neuen Mitglieder sind:

  • Abwasserbetrieb Geesthacht – 21502 Geesthacht
  • Bad Belzig Kur GmbH – 14806 Bad Belzig
  • ENA Energienetze Apolda GmbH – 99510 Apolda
  • Gemeinde Hosenfeld – 36154 Hosenfeld
  • Gemeindewerke Nottuln – 48301 Nottuln
  • KEVAG Telekom GmbH – 56073 Koblenz
  • Lagune Cottbus GmbH – 03044 Cottbus
  • MEAB Märkische Entsorgungsanlagen Betriebsgesellschaft mbH – 14476 Potsdam
  • NaturTherme Templin GmbH – 17268 Templin
  • Stadtbäder und Freizeitanlagen GmbH Radebeul – 01445 Radebeul
  • Technische Werke Eberswalde GmbH – 16225 Eberswalde
  • Trinkwasser- und Abwasserzweckverband Oderaue – 15890 Eisenhüttenstadt
  • Wasser- und Abwasserzweckverband „Scharmützelsee-Storkow/Mark“ – 15859 Storkow
  • Wasserwerk der Stadt Varel – 26316 Varel
  • Wildauer Sportbetriebsgesellschaft mbH – 15745 Wildau

AvD Wahlprüfsteine zu den anstehenden Landtagswahlen | #Verkehr

AvD Wahlprüfsteine zu den anstehenden Landtagswahlen

  • Parteien beantworten 10 Fragen zur Mobilitätspolitik
  • Das eigentliche Problem bleibt unberücksichtigt
  • Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Am 14. März wird gewählt

Das Jahr 2021 wird ein Super-Wahljahr werden, denn es stehen nicht weniger als sieben Landtagswahlen, zwei Kommunalwahlen und schließlich die Bundestagswahl auf dem Plan. Wie bereits bei den zurückliegenden Wahlen zum Europaparlament, den Landtagen von Thüringen, Brandenburg und Sachsen sowie der Bürgerschaftswahl in Hamburg wird der Automobilclub von Deutschland (AvD) auch im Vorfeld der kommenden Abstimmungen den Parteien auf den sprichwörtlichen Zahn fühlen und deren verkehrspolitische Positionen in Form der AvD Wahlprüfsteine abfragen.

Den Anfang machen die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In beiden Bundesländern hat der AvD den im Landtag vertretenen Parteien 10 Fragen zur Mobilitätspolitik vorgelegt und um Beantwortung gebeten. Bis auf die CDU Baden-Württemberg und die FDP Rheinland-Pfalz haben die Angeschriebenen uns ihre Antworten zukommen lassen. Für jedes der beiden Bundesländer haben wir die Antworten zusammen mit den Fragen ungekürzt und unbearbeitet zusammengestellt.

  • AvD Wahlprüfsteine Baden-Württemberg
  • AvD Wahlprüfsteine Rheinland-Pfalz

Damit kann sich jeder Leser zu den einzelnen Fragen einen eigenen, unverfälschten Eindruck von den Standpunkten der einzelnen Parteien verschaffen. Es fehlen lediglich die CDU Baden-Württemberg sowie die FDP Rheinland-Pfalz, von denen bis zum Stichtag leider keine Rückmeldung vorlag.

Die einzelnen Antworten hat der Politikexperte Clarsen Ratz im Auftrag des AvD ausgewertet und daraus die verkehrspolitischen Positionen der Parteien abgeleitet. Er kommt zu folgender Einschätzung:

Die SPD Baden Württemberg möchte analog zur Kohlekommission die Umgestaltung der Automobilindustrie angehen und einen landeseigenen Fond dazu auflegen. In Rheinland Pfalz dagegen zielen die Sozialdemokraten auf eine noch stärkere Nutzung der bestehenden Gesetze, wie das „Gute Arbeit von Morgen“-Gesetz und mehr öffentliche Mittel in Forschung investieren.

Die CDU spricht sich in Rheinland-Pfalz ebenso wie die FDP Baden-Württemberg für mehr Investitionen in technologieoffene Forschung und Entwicklung aus. Gleichzeitig sollte die Mobilität der jeweiligen Landesverwaltungen umgerüstet werden und Wasserstoff eine stärkere Rolle spielen. Die Grünen legen in beiden Bundesländern einen Schwerpunkt auf die Entwicklung und Förderung alternativer Technologien für den Umweltbereich. Ähnlich konsistent zeigt sich auch die AfD, die in Rheinland-Pfalz wie auch in Baden-Württemberg der Autoindustrie durch längere Übergangsphasen den Umbruch erleichtern will. Eine Fixierung auf die Elektrifizierung der Mobilität hält die AfD für grundlegend falsch. Dass das Thema „Automatisiertes Fahren“ große Chancen für die Zukunft mit sich bringt, darüber herrscht parteiübergreifend weitgehend Einigkeit. Allein die AfD in Baden-Württemberg äußert sich kritisch.

Offenbar bestehen zwischen allen Parteien zahlreiche Schnittpunkte, die darauf abzielen, mit einem Mobilitätsplan oder einer Mobilitäts-App die individuelle Mobilität zu fördern und die verfügbaren Mobilmöglichkeiten dem Bürger aufzuzeigen. Allerdings fällt dabei auf, dass Grüne und SPD speziell dem Radfahrerverkehr in Zukunft den Vorrang geben wollen und dazu eine intensivierte Verkehrslenkung verbunden mit einem weiter ausgebauten ÖPNV umsetzen wollen. Am weitesten geht dabei die SPD in Baden-Württemberg, die auch im ländlichen Raum das Fahrrad zum alltäglichen Hauptverkehrsmittel machen will. Durch einen ausgeglichenen Fahrzeugmix und die Stärkung von Bahn und ÖPNV wollen alle die Emissionen senken. Das 365-Euro-Ticket für das Jahr hat offenbar echte Chancen auf politische Umsetzung. Das einst stark propagierte E-Carsharing scheint inzwischen nur noch für wenige Parteien wichtig und hat sich zum Randthema entwickelt.

In beiden Bundesländern ist für die Grünen die einseitige Ausrichtung der Verkehrspolitik auf den Straßenverkehr ein grundlegender Fehler, weshalb sie auch die bestehenden Fahrverbote für Kraftfahrzeuge beibehalten wollen. Eine derart eindeutige Position zur Ausrichtung der Verkehrspolitik lassen CDU und SPD zwar vermissen, die CDU macht aber ihre ablehnende Haltung gegenüber Fahrverboten deutlich, die auch AfD und FDP äußern.

Auch einem einseitigen Hinlenken zur Elektro-Mobilität erteilen AfD und Liberale eine Absage. Die Mobilitätswende müsse in jedem Fall technologieoffen angegangen werden. Nur aus dem Zusammenspiel von technischer Entwicklung und den Kräften der Marktwirtschaft könnten tatsächlich zukunftsfähige Lösungen entstehen. Überzogen strenge Grenzwerte, zum Beispiel für CO2-Emissionen, seien vor diesem Hintergrund kontraproduktiv und würden nur einseitig eine Technologie bevorteilen.

Grundsätzlich sprechen sich alle Parteien für eine freie, individuelle Mobilität aus, wobei den Grünen ein deutlicher Hang zum Kollektivismus nicht abzusprechen ist. Für die Gestaltung einer zukünftigen Mobilität könnten die Vorstellungen, die die SPD Rheinland-Pfalz in ihrer Antwort auf Frage 8 skizziert, eine tragfähige Diskussionsgrundlage sein. Denn während sich nahezu alle Parteien eine Zukunft des Verbrennungsmotors gut vorstellen können, wenn dieser mit synthetischen Kraftstoffen betrieben wird, scheinen die Grünen diesen erst abschaffen zu wollen, um ihn später dann wieder zu reanimieren.

Die Zukunft der Mobilität sehen die meisten der befragten Parteien in einem breiten Mobilitätsmix mit leistungsfähigem ÖPNV und starkem Schienensystem. Eine breite Übereinstimmung zeigen die Positionen der Parteien auch in der klaren Befürwortung, die Entwicklung des Wasserstoffantriebs bzw. der Brennstoffzelle weiter zu fördern. Allein die Grünen bekennen sich in beiden Bundesländern zu einer drastischen Reduzierung von Autoverkehr und Autoindustrie.

Unter dem Strich zeigen sich quer durch das politische Spektrum zahlreiche Schnittmengen zwischen den befragten Parteien, die einer modernen Mobilität durchaus förderlich sein können. Damit es dazu kommt, wird aber die Qualität der politischen Ausgestaltung und Umsetzung entscheidend sein. Eine geradezu ablehnende Haltung gegenüber dem motorisierten Individualverkehr lassen hingegen die Positionen der Grünen erkennen, die mit dem Auto oder besser dem Autofahrer auf „Kriegsfuß“ zu stehen scheinen.

Herausgeber

AvD – Die Mobilitätsexperten seit über 120 Jahren

Als traditionsreichste automobile Vereinigung in Deutschland bündelt und vertritt der AvD seit 1899 die Interessen der Autofahrer. Mit seiner breiten Palette an Services wie der weltweiten Pannenhilfe, einschließlich einer eigenen Notrufzentrale im Haus, weltweitem Auto- und Reiseschutz, Fahrertrainings und attraktiven Events unterstützt der AvD die Mobilität seiner Mitglieder und fördert die allgemeine Verkehrssicherheit. Das Gründungsmitglied des Automobilweltverbandes FIA betreut seine rund 1,4 Millionen Mitglieder und Kunden ebenso persönlich wie individuell in allen Bereichen der Mobilität und steht für Leidenschaft rund ums Auto.

Automobilclub von Deutschland e.V.
Goldsteinstraße 237
60528 Frankfurt am Main


Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie erfordert Umsteuern noch in dieser Legislaturperiode | #Nachhaltigkeit #Naturschutz

Anlässlich der heute im Bundeskabinett verabschiedeten Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie kommentiert Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Es ist wichtig, dass die Bundesregierung ihre Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt. Doch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden ökologischen und sozialen Krisen braucht es weit mehr. Zentrale Nachhaltigkeitsziele wird Deutschland mit einem Weiter-so nicht erreichen. Deshalb ist noch in dieser Legislaturperiode ein entschiedenes Umsteuern bei Energieeffizienz, Flächenverbrauch, Verkehr, Agrarpolitik und Biodiversität erforderlich.

Zu Recht verweist die Bundesregierung auf unsere planetaren Grenzen und benennt zentrale Handlungsfelder: Energiewende und Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft. Hier müssen jetzt aber die richtigen Weichen gestellt werden: mit einem sofortigen Stopp umweltschädlicher Subventionen. Mit klaren Aussagen, wie das Ausbauziel von 20 Prozent Ökolandbau finanziert werden soll. Mit einem wirksamen Erneuerbaren-Energien-Gesetz und mit einer Verkehrsplanung, die dem Ziel im Klimaschutzgesetz von 2019 gerecht wird. Denn sonst konterkariert die Bundesregierung ihre eigene Strategie für eine wirklich nachhaltige Entwicklung.“

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Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Petra Kirberger (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin


Klimainitiative Holzindustrie: Pfleiderer Deutschland zertifiziert | #Klima #Wirtschaft

Klimaschutzinitiative erfolgreich gestartet: Holzwerkstoffproduzent Pfleiderer Deutschland GmbH zertifiziert

Bad Honnef, 10.03.2021. Die vom Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) im Dezember lancierte Brancheninitiative „Klimaschutz Holzindustrie“ hätte nicht besser starten können: Mit Pfleiderer Deutschland GmbH ist einer der Big Player der Branche Teil der neuen Initiative geworden. „Wir freuen uns sehr, dass sich das Unternehmen uns angeschlossen hat“, so HDH-Hauptgeschäftsführer Denny Ohnesorge. „Damit legt einer der führenden Holzwerkstoffhersteller in Europa den Grundstein für ein klimaneutrales Branchenunternehmen.“ Allein in Deutschland sind rund 2.000 Mitarbeiter für die Unternehmensgruppe tätig.

Pfleiderer CCO Stefan Zinn erklärt: „Wir sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit einen wesentlichen Faktor für wirtschaftlichen Erfolg darstellt. Zusammen mit dem HDH übernehmen wir Verantwortung und lassen eine CO2-Bilanzierung unserer fünf deutschen Unternehmensstandorte mitsamt aller Tochterfirmen erstellen. Damit können wir aktuelle und künftige Kostentreiber und CO2-Emittenten noch besser als bisher identifizieren, erweiterte betriebliche Energiemanagementmaßnahmen ergreifen und konsequent den nächsten wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiges Wirtschaften gehen.“

Durch die Teilnahme an der Initiative erhält das 1894 gegründete Traditionsunternehmen, dessen Fokus auf Möbelbau, Holzfachhandel, Innenausbau und konstruktivem Holzbau liegt, das HDH-Label „CO2-Bilanz und Emissionsreduzierung“. Weitere Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität werden derzeit in Zusammenarbeit mit der zuständigen Gesellschaft für Klimaschutz für die Holzindustrie (GKH GmbH) vorbereitet.

„Wir unterstützen Pfleiderer Deutschland dabei, sich auf bevorstehende Belastungen durch regulatorische Klimaschutzmaßnahmen vorzubereiten, Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Umwelt und die Wirtschaft abzuschwächen und das Unternehmen insgesamt wettbewerbsfähiger zu machen“, erklärt Ohnesorge. „Jedes Unternehmen der Initiative trägt dazu bei, den CO2-Fußabdruck der Branche dauerhaft zu reduzieren und nach Möglichkeit unvermeidbare Emissionen nachhaltig zu kompensieren.“

Die Initiative baut auf den Erfahrungen des Klimapaktes der Möbelindustrie auf. Vor dem Hintergrund immer wichtiger werdender Klimaschutzmaßnahmen ist sie ein Angebot an alle Unternehmen der Holzindustrie, sich mit der Unterstützung des Hauptverbandes und seiner Mitgliedsverbände klimaneutral zu stellen. Alle Branchenunternehmen können in einem dreistufigen Verfahren zum zertifizierten Hersteller klimaneutraler Produkte werden.

In Schritt 1 erfolgt die Ermittlung der CO2-Bilanz eines Unternehmens und die Reduzierung seiner Emissionen. In Schritt 2 erfolgt die Zertifizierung als klimaneutrales Unternehmen. Durch die Kompensation des CO2-Ausstoßes, beispielsweise über die Förderung verschiedener Klimaprojekte, wird das Unternehmen klimaneutral. Der dritte Schritt zielt dann auf die Produkte. Mit Hilfe der Kompensation des CO2-Ausstoßes werden letztlich die eigenen Produkte als klimaneutral zertifiziert.

Weitere Information zum Unternehmen: pfleiderer.com
Zur Initiative: klimaschutzholzindustrie.de

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Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie e.V.
Dorotheenstraße 35, 10117 Berlin

Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) vertritt die wirtschaftlichen, politischen und technischen Interessen der Holzindustrie mit rund 200.000 Beschäftigten und einem Gesamtumsatz von ca. 42,2 Mrd. Euro. Dabei erstreckt sich das Spektrum über die gesamte Wertschöpfungskette entlang des Werkstoffes Holz: von der Sägeindustrie, der industriellen Holzbe- und -verarbeitung über die Möbelindustrie bis hin zum Bauen mit Holz sowie der Holzpackmittelindustrie. Alle vertretenen Interessen vereint der Einsatz für den natürlichen und vielfältigen Werkstoff Holz.


BDS fordert umgehende Auszahlung der Überbrückungshilfen | #Hilfe #Corona #Finanzen

Die Nachricht erwischte viele von Corona gebeutelte Unternehmer völlig kalt und unerwartet. Nachdem am Donnerstag letzter Woche das Bundeswirtschaftsministerium festgestellt hat, dass es Betrügern gelungen ist, mithilfe von falschen Identitäten Anträge für die Überbrückungshilfen und November- bzw. Dezemberhilfen zu beantragen, werden seit Freitagnachmittag keine Abschlagszahlungen ausbezahlt.

„Nun müssen die sowieso schon leidenden Unternehmer die Fehler von Ministern und Beamten ausbaden und noch länger auf Hilfe und Unterstützung warten”, klagen die BDS-Präsidenten Bettina Schmauder und Jan Dietz und fordern das Bundeswirtschaftsministerium auf, die Auszahlungen umgehend wieder aufzunehmen. Vielmehr erneuern die Präsidenten ihre mehrfach geäußerte Forderung, man möge die Auszahlung umgehend über die Finanzämter abwickeln, um weiteren Missbrauch zu verhindern. „Das Fass ist kurz vor dem Überlaufen”, finden die betroffenen BDS-Unternehmen.

Besonders tragisch sei der Umstand, dass die Hilfen für viele mittelständische Unternehmer zu spät kommen. Aber für Einzelschicksale habe man wohl im politischen Berlin den Blick verloren. „Minister Altmaier und die Bundesregierung mögen sich an die Versprechungen an die Wirtschaft erinnern, die sie im November vollmundig getätigt haben, das jetzige Verhalten ist ein Offenbarungseid”, so die Präsidenten.

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Der Bund der Selbständigen Baden-Württemberg e.V. (BDS) ist der Dachverband und die Stimme von vielen Handels- und Gewerbevereinen im Land. Dieser Wirtschaftsverband besteht seit fast 170 Jahren.


DAAD fördert zwei neue Fachzentren | #Bildung

Der Auf- und Ausbau leistungsfähiger und nachhaltiger Ausbildungsstrukturen an afrikanischen Universitäten ist Ziel des Programms „Fachzentren Afrika“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Aktuell sind zwei weitere Fachzentren mit Fokus auf Ressourcenmanagement ausgewählt worden. Der DAAD fördert beide von deutschen Hochschulen getragenen Zentren aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA) bis 2025 mit 4,5 Millionen Euro.

„Die großen sozioökonomischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts machen nicht an Ländergrenzen Halt. Für die Lösung der drängendsten Probleme wie den Auswirkungen der Klimakrise sind daher internationale Netzwerke zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen von großer Bedeutung. Mit den neuen Fachzentren mit Fokus Ressourcenmanagement stärken wir die Bildungssysteme in den afrikanischen Partnerländern durch die Unterstützung hervorragender Master- und Doktorandenprogramme. Die Projekte tragen vor Ort zur Entwicklung von besseren Ausbildungsmöglichkeiten, mehr Beschäftigung und neuen Bleibeperspektiven bei. Als Besonderheit sollen die beiden neuen Zentren auch einen verantwortungsvollen gesellschaftlichen Umgang mit knappen Ressourcen anregen“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.

„Das erfolgreiche Fachzentren-Programm steht für unseren Willen, die deutsch-afrikanische Wissenschaftskooperation deutlich auszubauen. Mit der Gründung von zwei weiteren Zentren setzen wir einen Schwerpunkt auf Themen wie Ernährungssicherheit und Ressourcenmanagement. Ich bin mir sicher: Von den Fachzentren werden wichtige Impulse ausgehen“, sagte Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kultur- und Bildungspolitik im Auswärtigen Amt.

Logistik und Agrarwissenschaft im Fokus – die neuen Zentren

Promoting Academic Capacities for Sustainable Agricultural Resources Use in West Africa (Pro-RUWA)
Universität Kassel, Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Bürkert, Bereich Ökologische Agrarwissenschaften
Das agrarwissenschaftliche Projekt nimmt mit Partnern aus Burkina Faso, Benin und Niger in interdisziplinärer Weise die Herausforderungen des Klimawandels und die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit knappen Ressourcen in der Region in den Fokus. In einer Graduiertenschule für nachhaltige Ressourcennutzung und Ernährungssicherung bündeln die Partner dazu grenzüberschreitend ihre unterschiedlichen Kernkompetenzen. Zudem soll sich das Zentrum an bereits etablierten und exzellenten Forschungs- und Bildungsinitiativen in der Region beteiligen und so zu einer Master- und Doktoranden-Ausbildung auf hohem internationalen Niveau beitragen.

Sustainable Operations for Ressource Management and Food Supply (SCO)
Kühne Logistics University Hamburg, Ansprechpartner: Prof. Dr. Thomas Strothotte, Bereich Logistik
Ziel dieses transdisziplinären Zentrums ist Anwendung von innovativen Managementprozessen zur Steuerung von Produktion, Distribution und Verarbeitung von Lebensmitteln und weiterer gesundheitsrelevanter Ressourcen und Güter. Das Projekt richtet sich dabei an Fachkräfte, Studierende und Graduierte der Wirtschaftswissenschaften, Agrarwissenschaften, Medizin, Ingenieurswissenschaften und der Humanwissenschaften. Dabei sollen praxisorientierte und nachhaltige Lösungen insbesondere in den Bereichen Wertschöpfung, Transportwesen, Logistik und Lagersysteme entwickelt werden. Gleich zu Beginn des Projekts soll zusammen mit den Partnern aus Kenia und Tansania die Logistik zur Verteilung von Corona-Impfstoffen angegangen werden.

Centres of African Excellence
Der DAAD unterstützt seit 2008 Hochschulen in inzwischen neun afrikanischen Ländern durch die Einrichtung von Fachzentren dabei, ihre Ausbildungsqualität zu verbessern und ihre Forschungskapazitäten zu erweitern. Sie sollen die Ausbildung von zukünftigen Entscheidungsträgern nach internationalem Standard in den Ländern Afrikas ermöglichen. Bislang werden zehn Fachzentren gefördert, die jeweils von einer deutschen Hochschule getragen werden – mit den neu ausgewählten Zentren steigt die Zahl auf zwölf.

Die bisherigen Zentren:

  • Ghanaisch-Deutsches Fachzentrum für Entwicklungsstudien: University of Accra und Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)
  • Kongolesisch-Deutsches Fachzentrum für Mikrofinanz: Université Protestante au Congo, Kinshasa, und Frankfurt School of Finance and Management
  • Namibisch-Deutsches Fachzentrum für Logistik: Namibia University of Applied Sciences and Technology, Windhuk, und Hochschule Flensburg
  • Südafrikanisch-Deutsches Fachzentrum für Entwicklungsforschung: University of the Western Cape, Kapstadt, und Ruhr-Universität Bochum
  • Südafrikanisch-Deutsches Fachzentrum für Strafjustiz: University of the Western Cape, Kapstadt, und Humboldt Universität Berlin
  • Tansanisch-Deutsches Fachzentrum für Rechtswissenschaften: University of Dar es Salaam und Universität Bayreuth
  • Ost- und Südafrikanisch-Deutsches Fachzentrum für Bildungsforschung, -methoden und -management: Moi University, Eldoret, und Universität Oldenburg
  • Kenianisch-Deutsches Fachzentrum für Bergbau, Umwelttechnologie und Ressourcen Management: Taita Taveta University College, Voi, und Fachhochschule Dresden
  • Westafrikanisch-Deutsches Fachzentrum für nachhaltige ländliche Entwicklung: University for Development Studies in Tamale, Ghana, Université Abdou Moumouni de Niamey, Niger und Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)
  • Westafrikanisch-Deutsches Fachzentrum für nachhaltige und integrative lokale Verwaltung und Governance: CESAG Business School in Dakar, Senegal, Université Abdou Moumouni de Niamey, Niger, Université des Sciences Juridiques et Politiques de Bamako, Mali und Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl

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Deutscher Akademischer Austauschdienst


AWO Bundesverband zeichnet Nachhaltigkeitsprojekte aus | #Nachhaltigkeit

Berlin, den 10.03.2021. Gestern verlieh der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt den „Wir-Arbeiten-Dran“-Preis für den Einsatz für nachhaltiges Engagement. Aus 120 Projekten überzeugte das Projekt „R.A.P. Rhymes Against Pollution“ des AWO Kreisverbandes Wesel sowohl die Jury als auch die Teilnehmenden der auf Facebook durchgeführten Online-Abstimmung.

Bei R.A.P. machen Schüler*innen der Klassen 2-4 im Song „Unsere Erde“ auf Umweltverschmutzung und alles, was Kinder dazu beschäftigt, aufmerksam. Unterstützt wurde die Umsetzung durch einen Künstler vor Ort. Rhymes Against Pollution schafft so Bewusstsein für Nachhaltigkeit über ein Sprachrohr, mit dem sich Kinder identifizieren können – und das zum Nachdenken anregt. Das in diesem Rahmen produzierte Musikvideo gibt Einblicke in das Projekt:

Auf der Kampagnenwebseite www.wirarbeitendran.awo.org hatten sich seit September 2020 über 120 AWO-Projekte und -Initiativen sichtbar gemacht, die Nachhaltigkeit in allen Dimensionen aufgreifen und einen Beitrag zur Umsetzung der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung vor Ort leisten. Aus diesen wurden 15 Projekten mithilfe der Kriterien Innovation, Inklusion, Reichweite, Wirksamkeit und Verständnis von Nachhaltigkeit ausgewählt.

„Es ist eine Freude, zu sehen, mit wieviel Begeisterung und Engagement im Verband Projekte zum Thema Nachhaltigkeit partizipativ und inklusiv umgesetzt werden. Das ist AWO!“, erklärt dazu Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes, „Genau diesen Einsatz und diese Ideenvielfalt brauchen wir in unserer Gesellschaft, um die Herausforderung, unser aller Leben nachhaltiger zu gestalten, meistern zu können.“

Eine Online-Abstimmung durch die AWO-Facebook-Community resultierte in 6 Projekten, die ins Finale des Wir arbeiten dran-Preises einzogen. Ziel der Preisverleihung war, die Projekte sichtbar zu machen, ihr Engagement wertzuschätzen und den Best-Practise-Charakter der Projekte herauszustellen. Eine externe Expertinnen-Jury vergab im Rahmen der Preisverleihung Punkte an die Finalistinnen.

Die Jurymitglieder waren:

  • Marie-Luise Abshagen (Forum Umwelt und Entwicklung, SDG-Expertin)
  • Prof. Peter Stepanek (FH Campus Wien, Schwerpunkt Nachhaltigkeitsmanagement in der Sozialwirtschaft)
  • Dr. Viola Muster (TU Berlin, Schwerpunkt u.a. Nachhaltigkeitsinnovationen & Transformationsprozesse in Unternehmen)

Aus den Begründungen der Jury:
„Verbindung von Anti-Rassismus und Umweltschutz, Bildung und Aktivismus, Musik und Politik; toll, dass die Kinder so engagiert selbst mitwirken und dadurch viel Selbstbefähigung und Empowerment erleben.“ (Marie-Luise Abshagen)

„Das Projekt verbindet kulturelle Bildung mit Umweltschutz, fördert Sozialkompetenz, Umweltschutz in kinder- und jugendgerechter Sprache.“ (Peter Stepanek)

„(…) Die Idee ist in hohem Maße übertragbar auf andere Einrichtungen mit Kindern und Jugendlichen, kann öffentlichkeitswirksam präsentiert werden und andere zum Mitmachen und weitführen anregen.“ (Viola Muster)

Die weiteren Projekte im Finale waren:

Die Kampagne #WirArbeitenDran
Allen Menschen stehen politische, soziale, bürgerliche, kulturelle und wirtschaftliche Grundrechte zu. Unsere Kampagne „Wir arbeiten dran“ stellt die Gemeinsamkeiten der Agenda 2030 und unserer Grundsätzen heraus und zeigt, was nachhaltige Entwicklung für uns in der Praxis bedeutet.


ZIA fordert Klärung offener Auslegungsfragen beim ESG-Reporting | #Immobilien

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, unterstützt das ab heute für Immobilienfondsmanager geltende ESG-Reporting nach der Offenlegungsverordnung (SFDR). Durch das Regelwerk müssen Kapitalverwaltungsgesellschaften und andere Finanzmarktteilnehmer u.a. über die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen von Investitionsentscheidungen sowie der ESG-Ausrichtung ihrer Fondsprodukte berichten. Die betroffenen Unternehmen müssen diese Angaben über ihre Website und ihren vorvertraglichen Informationen zur Verfügung stellen. Weitere Offenlegungen in den Jahresberichten sind ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend.

„Die Offenlegungsverordnung ist ein Paradigmenwechsel im ESG-Reporting. Sie macht Investitionen in nachhaltige Anlagen transparent und leistet auf diesem Wege ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der EU“, so Dr. Andreas Mattner Präsident des ZIA. „Gleichwohl fordern wir sowohl die EU-Kommission als auch die BaFin eindringlich dazu auf, die noch offenen Auslegungsfragen zur Umsetzung des neuen Reportings zügig zu klären. Nur so kann die gewünschte Transparenz gegenüber Anlegern vollumfänglich erreicht und Wettbewerbsnachteile vermieden werden.“ So fehlen z.B. bislang nach wie vor dringend notwendige Definitionen für die Einstufung von Finanzprodukten in die durch die Offenlegungsverordnung eingeführten Nachhaltigkeitskategorien.

Herausgeber

Der ZIA

Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht durch seine Mitglieder, darunter 28 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der ZIA gibt der Immobilienwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt eine umfassende und einheitliche Interessenvertretung, die ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft entspricht. Als Unternehmer- und Verbändeverband verleiht er der gesamten Immobilienwirtschaft eine Stimme auf nationaler und europäischer Ebene – und im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). Präsident des Verbandes ist Dr. Andreas Mattner.

ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.
Leipziger Platz 9
10117 Berlin


Stromspiegel 2021 | #Energie #Klima

Verbraucher können in Deutschland durch verbesserte Effizienz pro Jahr 15,5 Millionen Tonnen CO2 und 10 Milliarden Euro Stromkosten einsparen

Berlin, 10.03.2021. Ein Zwei-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus kann pro Jahr bis zu 320 Euro Stromkosten einsparen. Das geht aus dem neuen Stromspiegel für Deutschland hervor, den die co2online gemeinnützige GmbH heute veröffentlicht hat. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ist seit Anbeginn Partner der Initiative.

Mit den bundesweiten Vergleichswerten des Stromspiegels und der eigenen Stromrechnung können Privathaushalte ihren individuellen Stromverbrauch einordnen und vergleichbaren Haushalten gegenüberstellen. Ähnlich wie bei den Energieeffizienzklassen bei Elektrogeräten wird der Stromverbrauch in Kategorien eingeteilt – von A („gering“) bis G („sehr hoch“). Dabei werden Faktoren wie Haushaltsgröße, Gebäudetyp und die Art der Warmwasserbereitung (mit oder ohne Strom) berücksichtigt.

Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU): „Verbraucher können durch einen effizienten Stromverbrauch viel bewirken. Der neue Stromspiegel verschafft Mietern und Hauseigentürmern schnell einen Überblick über den eigenen Stromverbrauch und Effizienzpotenziale. Denn wer seinen Stromverbrauch kennt, kann sein individuelles Verhalten in Richtung Umwelt- und Klimaschutz hinterfragen und dementsprechend handeln – und dabei auch bares Geld sparen.“

Stellen Haushalte durch den Stromspiegel fest, dass ihr Verbrauch im Vergleich zu hoch ist, helfen die kommunalen Energieversorger weiter. Stadtwerke bieten ihren Haushaltskunden ein umfangreiches Angebot an Energieberatungsdienstleistungen an. Sie identifizieren Effizienzpotenziale und unterstützen damit ihre Kunden dabei, Energie einzusparen.

Weitere Hilfestellungen bietet die Website www.stromspiegel.de. Der kostenlose Online-Ratgeber, den viele Stadtwerke bereits in ihrem Portfolio haben, hilft beim Aufspüren von Stromfressern im Haushalt.

Hintergrund zum Stromspiegel:

Der Stromspiegel soll Haushaltskunden eine Orientierung bei der Einordnung ihres Stromverbrauchs bieten. Dem Stromspiegel 2021 liegen rund 290.000 bundesweite Verbrauchsdaten zugrunde. Der Stromspiegel wird vom Bundesumweltministerium gefördert und von einem breiten Netzwerk unterstützt. Neben dem Verband kommunaler Unternehmen sind auch der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e. V., der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V., die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), der Deutsche Mieterbund e. V., die EnergieAgentur.NRW GmbH, die Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V., das Öko-Institut e. V. und die Energieberatung der Verbraucherzentrale Partner.

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VKU-Abteilung Kommunikation und Public Affairs


DLG-Testzentrum stellt Futtermittelzertifizierung komplett neu auf | #Agrar

Komplexere Ansprüche an die Tierhaltung – mehr Qualität und Sicherheit in der Wertschöpfungskette – Umstellung auf DLG-Qualitätssiegel

(DLG). Im Zuge steigender Anforderungen an die Qualität und Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln tierischen Ursprungs sieht sich die komplette Wertschöpfungskette mit immer weiter zunehmenden und immer komplexer werdenden Anforderungen konfrontiert. Damit dienen auch Futtermittel nicht nur der Bedarfsdeckung, sondern sind ein Garant für die Gesundheit und Leistung der Tiere, für eine umwelt- und tiergerechte Erzeugung von Lebensmitteln, für die Sicherheit und Qualität in der Wertschöpfungskette und für die Wirtschaftlichkeit des landwirtschaftlichen Betriebes.

Um diesen neuen Anforderungen auch prüfungsseitig gerecht zu werden, hat das DLG-Testzentrum sein Vorgehen im Bereich der Futtermittelzertifizierung grundlegend reformiert. Für die Zertifizierung von N-/P-reduzierten Futtermitteln als Pilotgruppe, die auch künftig mit der Auszeichnung mit dem DLG-Qualitätssiegel abschließt, wurden nun die ersten Prüfungsinhalte vorgestellt. Weitere Schwerpunkte folgen in Kürze.

„Wir tragen mit der Neuaufstellung der DLG-Futtermittelzertifizierung dem Umstand Rechnung, dass die Futtermittel in der Tierhaltung im Gegensatz zur Vergangenheit nicht mehr nur Garant für eine optimale Nährstoffversorgung der Tiere und damit hohen Leistungen sind,“ fasst Sander Schwick, Prüfingenieur für Futtermittelzertifizierung am DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel die Motivation zur Neufassung der Prüfkriterien zusammen. Ihm pflichtet Dr. Michael Eise, Bereichsleiter für alle Betriebsmittelprüfungen, bei und ergänzt: „Moderne Futtermittel können und müssen künftig auch höheren Tierwohlansprüchen genügen und können in Sachen Umweltschutz beispielsweise den Nährstoffaustrag aus den Ställen sehr positiv beeinflussen. Diese Aspekten tragen wir mit den komplett neu konzipierten Prüfvorschriften Rechnung.

Stefano Mastrogiovanni, Geschäftsführer des DLG-Testzentrums bewertet vor allem die strategische Neuausrichtung der DLG-Futtermittel positiv, die Bewährtes erhält, wie die Zertifizierung des Herstellungsprozesses, die Einhaltung der Versorgungsempfehlungen und die kontinuierliche Produktüberwachung, aber gleichzeitig die Möglichkeit schafft, eine prüfzeichenspezifische Produktzertifizierung zu speziellen, genau definierten Zusatzkriterien in die Prüfung einzubeziehen.

Er sagt: „Mit dieser neuen, modularen Prüfungsstruktur können wir künftig wesentlich schneller auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren, da wir nur diese speziellen Prüfkriterien im Prüfrahmen ergänzen und diesen nicht komplett überarbeiten müssen.“ Zur höheren Flexibilität trägt auch der Wechsel auf das DLG-Qualitätssiegel als Auszeichnung bei.

Pilot-Produktgruppe: N-/P-reduzierte Futtermittel
Mit einem speziellen Prüfzeichen für N-/P-reduzierte Futtermittel gemäß den Anforderungen, die in den DLG-Merkblättern 418, 444 und 457 für die Nutztierarten Rind, Schwein und Geflügel beschrieben sind, steht das DLG-Testzentrum nun kurz vor den ersten Zertifizierungen. Stickstoff- und Phosphor-reduzierte Futtermittel garantieren die optimale Versorgung der Tiere mit Protein bzw. Aminosäuren und Phosphor bei gleichzeitiger maximaler Reduktion der Ausscheidungen von Stickstoff und Phosphor über Kot und Harn.

Bis zu 20 % weniger Nährstoffaustrag aus dem Stall können hier – gerade in viehreichen Regionen – wesentlich zu einer Verringerung z. B. der Nitratbelastung von Boden und Grundwasser beitragen, ohne dem Tierhalter immense Kosten aufzubürden. Wie für alle von der DLG ausgezeichneten Futtermittel üblich, unterliegen auch N-/P-reduzierte Futtermittel einer kontinuierlichen Kontrolle. Durch mindestens einmal jährlich stattfindende Wiederholungsprüfungen bzw. Audits des Herstellers wird eine gleichbleibende Produktqualität sichergestellt.

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DLG e. V. – Offenes Netzwerk und fachliche Stimme der Land-, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft
Die DLG fördert mit Wissens-, Qualitäts- und Technologietransfer den Fortschritt in der Land-, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft weltweit und trägt dazu bei, die globalen Lebensgrundlagen nachhaltig zu sichern. Als offenes, internationales Netzwerk erarbeitet die DLG mit Experten aus aller Welt zukunftsorientierte Lösungen für die Herausforderungen der Branche. Sie organisiert international führende Messen und Veranstaltungen in den Kompetenzfeldern Pflanzenbau, Tierhaltung, Land- und Forsttechnik, Energieversorgung und Lebensmitteltechnologie. Ihre Qualitätsprüfungen für Lebensmittel sowie Landtechnik und Betriebsmittel sind international führend. Durch ihre Facharbeit und ihr Expertennetzwerk verleiht die DLG der Praxis immer wieder neue Impulse.


Landtagswahlen in Baden-Württemberg: Parteien beim Tierschutz gespalten | #Tierschutz

Eine Analyse der Wahlprogramme der am 14. März in Baden-Württemberg antretenden Parteien zeigt, dass zentrale Forderungen – wie das Ende der Massentierhaltung, die Förderung einer pflanzlichen Ernährung sowie der Ausstieg aus dem Tierversuch – sich in den Wahlprogrammen wiederfinden. Leider vernachlässigen gerade die „großen“ Parteien diese wichtigen Zukunftsthemen.

Am kommenden Sonntag wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Eine Sichtung der Wahlprogramme der zwanzig antretenden Parteien ergab, dass besonders kleinere und weniger bekannte Parteien ambitionierte Ziele bezüglich des Tierschutzes verfolgen. Die Umstellung von tierhaltenden Betrieben zu Erzeugern pflanzlicher Nahrungsmittel ist dabei oft mit dem Klimaschutz verknüpft. Allerdings enttäuschen die etablierten Parteien CDU, SPD und FDP
auf die Fragen, ob sie eine Senkung des Fleischkonsums oder Maßnahmen zur Reduzierung der Tierversuchszahlen verfolgen.

Industrielle Tierhaltung beenden
Das Ziel die Massentierhaltung zu beenden, beziehungsweise die ökologische Landwirtschaft durchzusetzen, findet sich in den Programmen der Grünen, der ÖDP, der LINKEN, WiR 2020, der Klimaliste, der „Eine für Alle-Partei“, bei Demokratie in Bewegung und bei Volt. Für die Förderung einer vorwiegend pflanzlichen Ernährungsweise sprechen sich neben den Grünen auch die Linke, die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP), die Partei der Humanisten, Volt, WiR2020 und die Klimaliste aus.

Nötig: Konsequente Ausstiegskonzepte
„Die Landwirtschaft kommt angesichts der Gefahr weiterer Pandemien, des fortschreitenden Klimawandels und des massiven Artensterbens um eine radikale Transformation nicht herum. Eine konsequente Agrarwende lässt sich nur in Kombination mit einer Ernährungswende, hin zu einer vorwiegend pflanzlichen Ernährungsweise, umsetzen. Dies kann nur mit einer Gesamtstrategie gelingen. Ähnlich sieht es bei den Tierversuchen aus. Auch hier brauchen wir ein konsequentes Ausstiegskonzept. Wählbar sind nur die Parteien, die bereit sind, diese wichtigen Zukunftsthemen endlich anzugehen“, sagt Christina Ledermann, Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Neu: Förderung pflanzlicher Ernährung
Im Klimaliste-Wahlprogramm heißt es dazu: “Wir erleichtern die Umstellung (…) von Betrieben aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung auf die Erzeugung pflanzlicher Nahrungsmittel durch finanzielle Förderung und Beratung.“ Auch die Humanisten setzen sich für die Förderung der Forschung zu Tierersatzprodukten ein, weil diese „positive Folgen für das Tierwohl, die Umwelt und das Klima“ haben.

Ausstieg aus dem Tierversuch
Das Thema Tierversuche ist leider nur in den Programmen der Grünen, LINKEN, ÖDP und WiR2020 vertreten. Die Grünen wollen einen Ausstieg aus dem Tierversuch einleiten. Dazu planen sie, Professuren zur Entwicklung und Anwendung von Alternativen zu Tierversuchen auszubauen. Sie wollen sowohl die Entwicklung als auch die praktische Umsetzung von Alternativmethoden fördern. Mit beteiligten Unternehmen und Hochschulen soll ein Masterplan erstellt werden, um Tierversuche zunächst um 50 Prozent zu reduzieren. Auch WiR2020 fordern eine verbindliche Ausstiegsstrategie aus Tierversuchen, während die ÖDP ein Ende von „quälerischen und leidvollen“ Tierversuchen verfolgt. Die LINKE will alternative Verfahren zu Tierversuchen fördern und zum Standard machen.

Eine Übersichtstabelle der großen Parteien, sowie die ausführlichen Antworten auf die Wahlprüfsteine hat unser Mitgliedsverein Menschen für Tierrechte – Baden-Württemberg e.V. zusammengestellt unter: www.tierrechte-bw.de

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Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Severinusstr. 52, 53909 Zülpich


Caritasverband: Umfassende Pflegeversicherungsreform muss jetzt kommen! | #Pflege

Berlin, 10. März 2021. Der Deutsche Caritasverband fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Nachdruck auf, die lange erwartete Reform der Pflegeversicherung endlich auf den Weg zu bringen.

„Die Corona-Pandemie hat allen vor Augen geführt, was wir schon lange wissen: Gute Pflege braucht gute Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und gute Arbeitsbedingungen brauchen eine auskömmliche Finanzierung aus der Pflegeversicherung. Der Einsatz und die Belastungen der Pflegekräfte seit Beginn der Pandemie sind enorm. Mit jedem Tag, der verstreicht, schwindet ein bisschen Hoffnung, dass es in dieser Legislaturperiode noch zum bereits angekündigten Reformpaket kommt,“ so Caritas-Präsident Peter Neher.

„Die Diskussion um einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Altenpflege darf nicht den Blick darauf verstellen, dass die wichtigsten Fragen für die Zukunft der Pflege an anderer Stelle blockiert werden. Offenbar konnte zwischen den Ministern Spahn und Scholz bis heute über wichtige Fragen der Finanzierung noch kein Konsens erzielt werden.“

Vielversprechende Eckpunkte

Das Bundesgesundheitsministerium hat im Herbst vielversprechende Eckpunkte einer Pflege-Reform bekannt gegeben. Begrüßenswert war für den Caritasverband nicht zuletzt die geplante Tarifbindung. Diese sieht vor, dass nur Einrichtungen und Dienste, die ihre Altenpflegekräfte nach Tarif entlohnen, am Markt zugelassen werden – ein Meilenstein für faire Bezahlung in der Altenhilfe.

Damit die zusätzlichen Personalkosten nicht auf die Pflegebedürftigen und ihre Ehepartner abgewälzt werden, braucht es eine Deckelung des Anteils an den Pflegekosten, den die Pflegebedürftigen selbst beisteuern. Auch eine solche Deckelung ist in den bereits veröffentlichten Eckpunkten der Reform vorgesehen. „Wir hoffen sehr, dass die Deckelung der Eigenanteile jetzt kommt,“ so Neher.

Der Deutsche Caritasverband hat dafür bereits 2019 einen eigenen Vorschlag vorgelegt. Nach sechs Monaten Aufenthalt in einem Heim soll die Pflegeversicherung Jahr für Jahr einen steigenden Anteil des Eigenanteils übernehmen. In der letzten Stufe sollten den Pflegebedürftigen nicht mehr als ca. zwanzig Prozent des Eigenanteils verbleiben, so dass auch ein längerer Aufenthalt im Heim kein Armutsrisiko wird.

Gerechte Finanzierung

Zum Thema „gerechte Finanzierung“ gehören für den Caritasverband ein Risikostrukturausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung, die Übernahme der medizinischen Behandlungspflege in der Altenhilfe durch die Krankenversicherung und die Notwendigkeit, die Bundesländer stärker in die Pflicht zu nehmen. Diese sind per Gesetz ausdrücklich dazu verpflichtet, die Investitionskosten der Pflegeeinrichtungen zu fördern.

Die Pflegereform muss auch pflegende Angehörige in den Blick nehmen und Wege für eine bessere Honorierung ihrer Leistung – etwa in der Rente – aufzeigen sowie die Situation der Live-In-Pflegekräfte verbessern, die Menschen zuhause betreuen.

Herausgegeben von
Deutscher Caritasverband e.V.


Integrationsgipfel: AWO fordert verpflichtende Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Integration | #Vielfalt

Berlin, den 10.03.2021. Der AWO Bundesverband begrüßt die Ergebnisse des gestrigen Integrationsgipfels. Gleichzeitig forderte der Verband, die erarbeiteten Maßnahmen müssten nun zügig verbindlich umgesetzt werden. Dazu erklärt Jens M. Schubert, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes:

„Vielfalt ist Grundlage und Ziel einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft. Deshalb ist es zentral, die politische Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte aktiv zu fördern und zu ermöglichen. Dabei sind Politik und Gesellschaft in der Pflicht, die strukturellen Benachteiligungen und Hürden abzubauen. Wir können die vielen Talente und Perspektiven wahrlich gut gebrauchen.“

Bei diesem 13. Integrationsgipfel, an dem auch die AWO wieder beteiligt war, standen die Abschlussdokumente der beiden letzten Phasen des Nationalen Aktionsplans Integration mit den Themen „Zusammenwachsen“ und „Zusammenhalt“ im Zentrum. Er war in den zurückliegenden Jahren von etwa 300 Akteurinnen aus Politik und Zivilgesellschaft erarbeitet worden. Dabei war die Perspektive von Migrantinnenorganisationen intensiv mit einbezogen worden – sowohl bei der Identifizierung von Handlungsfeldern als auch bei der Vorstellung guter Praxisbeispiele.

„Damit unsere vielfältige Gesellschaft abgebildet werden kann, müssen Möglichkeiten zu Teilhabe und Partizipation gefördert werden. Dies ist in diesem Prozess gelungen“, zeigt sich Jens M. Schubert zufrieden und mahnt, „Nun muss es darum gehen, die auf dem Papier beschlossenen Maßnahmen auch finanziell abzusichern und zu fördern.“


ifo Institut: Coronakrise bremst die Ausgaben für Forschung in der Industrie | #Wirtschaft #Corona

München, 11. März 2021 – Die Unternehmen in der Industrie haben im Corona-Jahr 2020 weniger für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das geht aus einer neuen Umfrage des ifo Instituts hervor. Demnach sank der Anteil auf 3,2 Prozent vom Umsatz, verglichen mit 3,5 Prozent im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Insbesondere in der Autobranche sank der Anteil von 6,9 auf 4,8 Prozent. Selbst die Pharmabranche kürzte die Forschungsausgaben, von 7,2 auf 7,0 Prozent vom Umsatz. „Verstärkt wurde der Rückgang dadurch, dass gleichzeitig der Umsatz in vielen Branchen sank“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Umfragen beim ifo Institut. „Dennoch setzten viele Unternehmen auch während der Krise auf Forschung und Entwicklung.“

„Es gibt einen Lichtblick: Der Anteil der Firmen, die angeben, Forschung und Entwicklung zu betreiben, ist immerhin von 65,8 auf 68,6 Prozent aller Unternehmen gestiegen“, fügt Wohlrabe hinzu. Allerdings ist der Anteil der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung zurückgegangen. Über alle Branchen hinweg rutschte er ab von 4,9 Prozent im Schnitt der Jahre 2016 bis 2019 auf 4,2 Prozent im vergangenen Jahr. Spitzenreiter ist hier die Pharmabranche mit 12,8 Prozent 2020, allerdings nach 15,1 Prozent im Schnitt der Vorjahre.

Die Gesamtzahlen verbergen große Unterschiede im Niveau und im Trend der einzelnen Branchen. So legte in der Chemie der Umsatzanteil der Forschung zu, von 4,0 auf 4,7 Prozent, im Textilgewerbe von 2,1 auf 4,8 Prozent. Im Maschinenbau sank er dagegen von 4,2 auf 4,1 Prozent.

Aufsatz: „Industrieunternehmen setzen auch während der Coronakrise weiter auf Forschung und Entwicklung“, von Stefan Sauer und Klaus Wohlrabe, in Schnelldienst digital 8/2021;
nachzulesen hier: https://www.ifo.de/node/62102

Herausgeber

www.ifo.de
www.cesifo.org

Poschingerstr. 5
81 679 München

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