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Nachhaltigkeit: CO2-Grenzwerte für Dienstreisen selten in Firmen

Nachhaltigkeit im Fokus: Neue Herausforderungen für Geschäftsreisen

Berlin (ots) – Bereits Ende dieses Jahres müssen erste Unternehmen ihre Emissionen aus Geschäftsreisen im Nachhaltigkeitsbericht offenlegen. Laut einer Umfrage des Deutschen Reiseverbandes (DRV) bereiten sich neun von zehn Firmen darauf vor, jedoch fehlt es vielerorts noch an klaren CO2-Richtlinien. Nur etwa ein Drittel der deutschen Unternehmen hat bislang Grenzwerte für Dienstreisen festgelegt. Während 41 Prozent der Mitarbeiter eine Anpassung der Reisebudgets aufgrund ihrer Umweltauswirkungen wünschen, setzen viele Unternehmen verstärkt auf digitale Meetings als umweltfreundliche Alternative. Welche Maßnahmen künftig zur effizienteren und nachhaltigeren Gestaltung von Geschäftsreisen beitragen können, zeigt die aktuelle Studie "Chefsache Business Travel".

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Unternehmen müssen sich künftig intensiver mit der Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsreisen auseinandersetzen. Bereits Ende dieses Jahres wird erwartet, dass erste Firmen die Emissionen ihrer Dienstreisen offenlegen. Dies erfordert die Einhaltung der neuen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), wie eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Reiseverbandes (DRV) zeigt.

Die Umfrage, Teil der Initiative “Chefsache Business Travel”, offenbart eine Diskrepanz zwischen der steigenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und den aktuellen Reiserichtlinien. Nur rund ein Drittel der deutschen Unternehmen hat bislang CO2-Grenzwerte für Geschäftsreisen eingeführt, und weniger als die Hälfte empfiehlt die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Interessanterweise wünschen sich jedoch 41 Prozent der Mitarbeitenden, dass die Reisebudgets nach ihrer ökologischen Wirkung angepasst werden. Dies verdeutlicht einen wachsenden Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit in der Arbeitswelt.

Die Dringlichkeit für nachhaltige Maßnahmen liegt auf der Hand: Geschäftsreisen tragen erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei und müssen als sogenannte Scope-3-Emissionen offengelegt werden. Markus Orth, Managing Director von Lufthansa City Center, betont die Verantwortung der Unternehmen, ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen bereits jetzt auf virtuelle Meetings umsteigen – besonders in der Dienstleistungs- und Industriebranche, wo 64 beziehungsweise 63 Prozent diese Alternative nutzen.

Im Handel hingegen bleibt das Reisen Alltag, mit nur etwa einem Drittel, das auf alternative Kommunikationsmittel setzt. Zudem gibt es in nur vier von zehn Unternehmen Vorgaben zur Nutzung von Bahn statt Flugzeug, Übernachtungen in umweltzertifizierten Hotels oder Maßnahmen zur CO2-Kompensation.

Ein mögliches Mittel zur Förderung umweltbewussterer Geschäftsreisen könnte ein CO2-Budget sein. Fast die Hälfte der Befragten würde ein individuell zugeteiltes Budget befürworten, was ebenfalls von Markus Orth unterstrichen wird: „Es kann ein Anreiz sein, um umweltfreundliche Reiseoptionen zu wählen.“

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Neben der Reduzierung von Emissionen spielt auch die Effizienzsteigerung bei Dienstreisen eine bedeutende Rolle. Eine Flexibilisierung der Reiserichtlinien halten 74 Prozent der Befragten für notwendig, um individuellere und gleichzeitig nachhaltigere Reiseplanungen zu ermöglichen. Die Digitalisierung und Automatisierung der Reiseplanung steht bei sieben von zehn Befragten hoch im Kurs. Besondere Akzeptanz findet diese Ansicht in den Führungsetagen: Acht von zehn Geschäftsführern sehen deutlichen Bedarf an Veränderungen.

Der gesamtwirtschaftliche Vorteil nachhaltiger Dienstreisen ist nicht zu unterschätzen. Angesichts des Kostendrucks können Unternehmen Geld sparen, etwa durch die Wahl des passenden Transportmittels oder die Entscheidung für Economy Class statt Business Class. Zudem verbessern sie ihre Reputation und Attraktivität als Arbeitgeber.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nachhaltige Geschäftsreisen eine zunehmend zentrale Rolle spielen, sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht. Entscheidend ist dabei eine transparente Kommunikation und Schulung aller Mitarbeitenden, um diese Ziele gemeinsam zu erreichen.

Die Initiative “Chefsache Business Travel” des DRV, getragen von führenden Travel Management Companies, setzt sich seit 2012 für professionelles Geschäftsreisemanagement ein. Mit jährlich aktualisierten Studien, wie dieser jüngsten Umfrage unter 200 deutschen Entscheidungsträgern, liefert sie wertvolle Einblicke und Handlungsempfehlungen zur Optimierung von Geschäftsreisen. Der Deutsche Reiseverband selbst repräsentiert als Spitzenverband eine beträchtliche Wirtschaftskraft und vereint unter seinem Dach tausende Mitgliedsunternehmen der Tourismusbranche.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Umfrage: CO2-Grenzwerte für Dienstreisen in deutschen Unternehmen noch selten / …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen


Personen:
– Markus Orth
– Kerstin Heinen
– Torsten Schäfer

Organisationen:
– DRV Deutscher Reiseverband e.V.
– Travel Management Companies im Deutschen Reiseverband (DRV)
– Lufthansa City Center

Unternehmen:
– ADAC Reisevertrieb
– BCD Travel
– DERPART Travel Service

Institutionen:
– Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)

Meldung einfach erklärt

Hier ist der Beitrag in leichter Sprache:

  • Datum und Uhrzeit: 27. Juni 2024, 11:00 Uhr

  • Organisation: DRV Deutscher Reiseverband e.V.

  • Ort: Berlin (ots)

  • Was müssen Unternehmen tun?

    • Ende dieses Jahres müssen erste Unternehmen die CO2-Emissionen ihrer Geschäftsreisen im Nachhaltigkeitsbericht offenlegen.
    • Neun von zehn Unternehmen bereiten sich auf diese Berichterstattung vor.
  • Aktueller Stand:

    • Nur ein Drittel der deutschen Unternehmen hat CO2-Grenzwerte für Dienstreisen.
    • Weniger als die Hälfte empfiehlt die Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel (wie Fahrgemeinschaften oder ökologischere Fortbewegungsmittel).
  • Was wünschen sich die Mitarbeiter?

    • 41 Prozent der Mitarbeitenden möchten, dass die Reisebudgets nach Umweltauswirkung bewertet und angepasst werden.
  • Warum ist das wichtig?

    • Die gesetzliche Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung fordert Unternehmen auf, die Emissionen ihrer Geschäftsreisen zu verringern.
  • Welche Alternativen gibt es?

    • Viele Beschäftigte nutzen bereits Videokonferenzen anstelle von persönlichen Treffen, besonders in der Dienstleistungsbranche und Industrie.
    • Im Handel wird weiterhin viel gereist und wenig alternative Meetings genutzt.
  • Bisherige Maßnahmen:

    • Vier von zehn Unternehmen haben Regelungen, zum Beispiel Bahn statt Flugzeug zu wählen, Hotels mit Umweltzertifizierungen zu buchen, oder CO2-Kompensation anzuwenden.
  • Was wünschen sich Dienstreisende noch?

    • Ein CO2-Budget für Geschäftsreisen, 46 Prozent der Befragten unterstützen dies.
  • Zukünftiger Trend:

    • Sieben von zehn Befragten erwarten, dass CO2-Budgets und Grenzwerte in Zukunft wichtiger werden.
  • Mehr Flexibilität gefordert:

    • 74 Prozent der Befragten wünschen flexiblere Reiserichtlinien.
    • Firmenchefs (82 Prozent) sind besonders dafür.
  • Bedeutung der Digitalisierung:

    • Viele erwarten steigende Bedeutung von Digitalisierung und Automatisierung, z. B. um umweltfreundlichste Reiseoptionen hervorzuheben.
  • Effizienzsteigerung bei Reisen:

    • Bündelung von Terminen in einer Region.
    • 76 Prozent der Geschäftsführer halten die CO2-Kompensation für zunehmend wichtig.
  • Wichtigkeit nachhaltiger Reisen:

    • Spart Kosten durch Auswahl effizienter Transportmittel und Klassen (Economy statt Business Class).
    • Verbessert Unternehmungsreputation und Arbeitgeberattraktivität.
    • Transparente Kommunikation und Schulungen sind wichtig.
  • Über "Chefsache Business Travel":

    • Initiative des Deutschen Reiseverbandes (DRV) zusammen mit mehreren Travel Management Companies.
    • Ziel: Geschäftsreisen als strategisches Managementthema etablieren.
  • Zur Studie:

    • Seit 2012 befragt der DRV jährlich Geschäftsreisende.
    • Letzte Umfrage: 200 Entscheidungsträger aus Handel, Dienstleistung und Industrie.
  • Über den DRV:

    • Repräsentiert die deutsche Reisewirtschaft.
    • Bindet eine große Wirtschaftskraft.
    • Mitglieder bieten rund 3 Millionen Arbeitsplätze im Tourismus.
  • Kontakt für weitere Fragen:
    • Kerstin Heinen, Pressesprecherin
    • Telefon: (030) 2 84 06-15
    • E-Mail: presse@drv.de
    • Verantwortlich für den Inhalt: Torsten Schäfer, Leiter Kommunikation
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