– 2. bundesweiter Slow Food Tag: Sonntag, 21. September 2025, deutschlandweit.
– Über 80 lokale Convivien bieten Verkostungen, Kochabende und Märkte für nachhaltige Ernährung.
– Ziel: sozial und ökologisch verantwortungsvolles Lebensmittelsystem erlebbar machen und Diskussion fördern.
Slow Food deutschlandweit: Verantwortungsvoll genießen am 21. September 2025
Am Sonntag, den 21. September 2025, findet der 2. bundesweite Slow Food Tag statt. Slow Food Deutschland lädt an diesem Tag und in der umliegenden Woche bundesweit zu vielfältigen Veranstaltungen ein, die zeigen, wie ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Lebensmittelsystem aussehen kann – eines, das Mensch, Tier, Umwelt und Klima gleichermaßen schützt. Dabei machen über 80 lokale Gruppen, die sogenannten „Convivien“, Genuss erlebbar und verbinden ihn mit einem bewussten Umgang mit Ernährung und Ressourcen. Unter dem Motto, dass Genuss und Verantwortung zusammengehören, bieten die Gruppen zahlreiche Aktionen wie Verkostungen regionaler Spezialitäten, Wanderungen, Kochabende sowie saisonale Menüs, die Regionalität und Handwerk meisterhaft miteinander verbinden.
Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., betont die Dringlichkeit dieses Ansatzes: „Damit unsere Ernährung auch in der Zukunft nachhaltig gesichert ist, kommen wir nicht drum herum, Genuss und Geselligkeit mit Verantwortung für das Klima, die Umwelt und die Menschen zusammen zu denken.“ Der Slow Food Tag lädt Menschen jeden Alters ein, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und in Austausch zu treten: „Wir hoffen auf eine breite Teilnahme und freuen uns auf spannende Gespräche.“
Von Montag, 15., bis Samstag, 27. September, präsentieren die Sächsischen Convivien und über 20 Restaurants in Sachsen ihre Menüs, die im Slow Food Genussführer 2025/2026 gelistet sind, und setzen dabei auf regionale und saisonale Highlights. Am Samstag, 20. September, veranstaltet das Convivium Düsseldorf, Mönchengladbach und Region einen vegetarischen Kochabend mit erntefrischem Gemüse aus einer Bio-Gärtnerei, die samenfeste Sorten kultiviert. Am eigentlichen Slow Food Tag am 21. September lädt das Convivium Augsburg zum Regionalvermarktertag „Gesund, regional, lecker“ mit vielfältigen lokalen Produkten ein. Weitere Aktionen wie der Genießermarkt in Fulda, eine Wanderung durch das Karstal mit Bierverkostung in der Pfalz, Veranstaltungen mit Ziegenhofprodukten in Leipzig oder ein Kochabend in Düsseldorf mit regionalen Pilzen und Nüssen runden das Programm ab. Auch ein 3-Gänge-Menü in der Schulküche in Osnabrück zeigt, wie frische, regionale Ernährung in der Praxis aussehen kann. Am darauf folgenden Sonntag präsentiert das Convivium Stuttgart auf dem Markt der „Arche des Geschmacks“ seltene Lebensmittel aus Baden-Württemberg.
Das breite Programm demonstriert eine lebendige Bewegung, die Ernährungskompetenz fördert und ein nachhaltiges Lebensmittelsystem vorantreibt. Slow Food Deutschland ist mit seinen über 80 regionalen Convivien als ernährungspolitische Stimme etabliert und nutzt den Aktionstag, um den Zusammenhang von Genuss, Verantwortung und sozial-ökologischer Nachhaltigkeit erlebbar zu machen. Weitere Informationen und Termine sind im Online-Kalender abrufbar.
Warum Slow Food immer mehr Menschen bewegt
Die Slow-Food-Bewegung gewinnt in Deutschland kontinuierlich an Bedeutung, weil sie einen klaren Gegenentwurf zur schnellen, industriell geprägten Ernährungsweise bietet. Immer mehr Menschen achten darauf, woher ihr Essen kommt, wie es produziert wird und welche Folgen ihr Konsum für Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit hat. Nachhaltige Ernährung wird dabei nicht nur als Trend wahrgenommen, sondern als Teil eines bewussteren Lebensstils, der Verantwortung übernimmt.
Hintergrund dafür ist ein wachsendes Bewusstsein für die Auswirkungen konventioneller Landwirtschaft und globaler Lebensmittelketten: Umweltbelastungen, der Verlust an biologischer Vielfalt und soziale Ungerechtigkeiten zählen zu den zentralen Herausforderungen. Slow Food setzt hier an, indem es für ein Lebensmittel- und Ernährungssystem wirbt, das ökologisch, sozial und kulturell verträglich ist. Dabei spielt regionales, saisonales und handwerklich hergestelltes Essen eine wichtige Rolle.
Wie nachhaltige Ernährung in Deutschland Trends setzt
Die Nachfrage nach nachhaltigen und fair produzierten Lebensmitteln steigt deutlich – sowohl im Lebensmittelhandel als auch in der Gemeinschaftsverpflegung. Verbraucherinnen und Verbraucher sind zunehmend bereit, Qualität über Quantität zu stellen und Wert auf Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu legen. Slow Food fördert diesen Wandel aktiv und zeigt, dass Genuss und Verantwortung zusammengehören.
Typische Entwicklungen sind:
- Zunahme regionaler Erzeuger- und Vermarktungsinitiativen, die lokale Spezialitäten und traditionelles Handwerk bewahren
- Verstärkte Integration von ökologischen Kriterien in Anbau, Verarbeitung und Verkauf
- Aufkommen von Bildungsangeboten, die Ernährungswissen und -kompetenz erweitern
- Stärkere politische Forderungen nach fairen Konditionen für Erzeuger und nachhaltigen Rahmenbedingungen
Slow Food: Visionen für die Zukunft unseres Essens
Slow Food steht für eine umfassende Vision: Ein Ernährungssystem, das Mensch, Tier und Umwelt schützt und biologische Vielfalt erhält, während es Gemeinschaft und kulturellen Austausch fördert. Die Bewegung organisiert bundesweit Veranstaltungen, bei denen Lebensmittel in den Mittelpunkt rücken, die aus fairem Handel, ökologischer Landwirtschaft und regionaler Herkunft stammen.
Diese Aktivitäten machen sichtbar, wie wichtig es ist, Lebensmittel als Teil einer sozialen und ökologischen Lebenswelt zu verstehen. Die Unterstützung von Samenfesten Sorten, vielfältigen Nutzpflanzen und selten gewordenen Tierarten trägt dazu bei, das kulinarische Erbe zu bewahren und langfristige Ernährungssicherheit zu ermöglichen.
Der Nutzen für Verbraucherinnen und Regionen liegt auf der Hand: Wer sich für Slow Food engagiert, stärkt nachhaltige Strukturen vor Ort, sorgt für verbesserte Umweltbedingungen und genießt gleichzeitig Lebensmittel mit gutem Geschmack, transparenten Produktionsbedingungen und hohem Gesundheitswert. Die Slow-Food-Bewegung schafft damit konkrete Alternativen zum konventionellen Massenmarkt und fördert eine Kultur des bewussten Essens.
Dieser Beitrag stützt sich auf eine Pressemitteilung von Slow Food Deutschland e. V. zum 2. bundesweiten Slow Food Tag.
11 Kommentare
Es ist ermutigend zu sehen, dass immer mehr Menschen sich für nachhaltige Ernährung interessieren! Habt ihr Tipps, wie man seinen eigenen Essensstil nachhaltig ändern kann? Es wäre toll, Erfahrungen auszutauschen.
Ich versuche immer mehr regionale Produkte einzukaufen! Das macht einen großen Unterschied.
Das finde ich klasse! Vielleicht könnten wir gemeinsam Rezepte ausprobieren und uns darüber austauschen.
Ich liebe die Idee der regionalen Spezialitäten! Was haltet ihr von den Rezepten aus den lokalen Kochabenden? Könnten wir vielleicht ein Buch mit diesen Rezepten veröffentlichen?
Das wäre eine großartige Idee! Ich würde definitiv so ein Buch kaufen!
Eine Sammlung von Rezepten könnte auch helfen, mehr Interesse an lokaler Küche zu wecken!
Das Thema ist wirklich wichtig für unsere Zukunft. Ich denke, viele Leute wissen nicht genug über die Folgen ihrer Essenswahl. Was denkt ihr über Bildungsprogramme in Schulen?
Die Veranstaltungen klingen toll! Ich frage mich, wie viele Menschen tatsächlich an den Kochabenden teilnehmen werden. Gibt es irgendwelche Statistiken dazu? Vielleicht könnten wir auch mehr regionale Märkte einführen?
Ich habe gehört, dass regionale Märkte sehr erfolgreich sind! Wir sollten vielleicht eine Umfrage machen, um das Interesse zu messen.
Ja, das wäre interessant! Vielleicht könnten wir auch Schulen einbeziehen und Kinder für gesunde Ernährung begeistern.
Ich finde den Ansatz von Slow Food wirklich spannend. Die Idee, Genuss und Verantwortung zu vereinen, ist sehr wichtig. Wie können wir mehr Menschen erreichen, die noch nicht über nachhaltige Ernährung nachdenken? Gibt es spezielle Programme?