Tankrabatt vorbei: Warum die Spritpreise seit Anfang Juli steigen

An der Zapfsäule ist das Ende des Tankrabatts sofort zu merken: Super E10 und Diesel sind Anfang Juli deutlich teurer als in der Vorwoche. Der ADAC hält das Preisniveau dennoch für zu hoch und nennt einen einfachen Zeitpunkt, wann Tanken günstiger sein soll.

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Preistafel an Tankstelle mit Benzin- und Autogaspreisen, graue Limousine im Hintergrund.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Super E10 kostet aktuell durchschnittlich 2,024 Euro, Diesel 1,953 Euro pro Liter, jeweils über 9 Cent teurer als letzte Woche.
  • Seit 1. Juli wurde die Energiesteuer wieder um rund 17 Cent je Liter erhöht, was die Preiserhöhung an der Zapfsäule beeinflusst.
  • Der ADAC hält die aktuellen Preise trotz niedriger Rohölpreise für zu hoch, da Super E10 stärker gestiegen ist als der Brent-Ölpreis.
  • Die günstigste Tageszeit zum Tanken ist kurz vor 12 Uhr mittags, da Preise danach deutlich ansteigen.
  • Die ADAC-Spritpreis-App ermöglicht den Preisvergleich an über 14.000 Tankstellen in Deutschland rund um die Uhr.

Wer in diesen Tagen an die Tankstelle fährt, sieht die höheren Preise sofort. Laut aktueller ADAC-Auswertung kostet Super E10 bundesweit im Schnitt 2,024 Euro je Liter, Diesel 1,953 Euro. Gegenüber der Vorwoche ist das ein Plus von 10,1 beziehungsweise 9,4 Cent.

Der Preisanstieg fällt zeitlich mit dem Ende des Tankrabatts zusammen. Seit dem 1. Juli ist die Energiesteuer wieder um rund 17 Cent je Liter angehoben worden; ein Teil der Wirkung wurde nach ADAC-Angaben bereits in den letzten Junitagen sichtbar.

Warum der ADAC die Preise für zu hoch hält

Nach Einschätzung des ADAC ist das aktuelle Preisniveau an den Tankstellen ungerechtfertigt hoch. Als Vergleich nennt die Organisation den Rohölpreis der Sorte Brent, der derzeit bei etwa 75 US-Dollar liegt und laut ADAC ungefähr auf dem Niveau vor dem Ausbruch des Irankriegs Ende Februar liegt.

Trotzdem sei Super E10 heute deutlich teurer als noch am 28. Februar 2026. Damals kostete der Liter nach ADAC-Angaben 1,789 Euro und damit 23,5 Cent weniger als jetzt. Beim Diesel fällt der Vergleich schwieriger aus. Nach Angaben des ADAC wird der Kraftstoff in großen Mengen unter anderem aus dem Nahen Osten nach Deutschland importiert; die damit verbundenen Unsicherheiten wirkten sich auch auf die Preise an den Tankstellen aus.

Wichtig ist die Trennung zwischen Steuer und Marktpreis. Mit dem Ende des Tankrabatts ist der steuerliche Anteil an einem Liter Kraftstoff wieder gestiegen. Wie viel davon an der Zapfsäule weitergegeben wird, hängt aber auch von den Marktbedingungen und der Preisgestaltung der Anbieter ab.

Wann Tanken laut ADAC am günstigsten ist

Wer beim Tanken sparen will, sollte nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren. Nach ADAC-Angaben sind die Kraftstoffpreise zu dieser Zeit im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie deutlich an und sinken danach nur langsam wieder.

Als Orientierung verweist der ADAC außerdem auf die Spritpreis-App ADAC Drive. Dort lassen sich nach Angaben der Organisation rund um die Uhr die aktuellen Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Weitere Informationen stellt der ADAC unter www.adac.de/tanken bereit.

Für Autofahrer zählt vor allem der richtige Zeitpunkt

Das Ende des Tankrabatts ist an der Zapfsäule angekommen. Für viele Autofahrer macht das schon bei einzelnen Tankfüllungen einen spürbaren Unterschied.

Wie sich die Preise in den nächsten Tagen entwickeln, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Wer regelmäßig fährt, dürfte deshalb vor allem vom Preisvergleich und vom passenden Zeitpunkt beim Tanken profitieren.

Quellen

ADAC: Aktuelle Kraftstoffpreise und Informationen zum Kraftstoffmarkt

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