– Ein VIER PFOTEN Report zeigt, dass 42 Prozent der untersuchten Modemarken keine zertifiziert mulesingfreie Wolle einsetzen.
– In Australien werden jährlich über zehn Millionen Lämmer ohne ausreichende Betäubung verstümmelt.
– Verbraucher sollten auf anerkannte Tierwohlsiegel wie RWS oder recycelte Wolle achten.
Wollmode zu Weihnachten: Viele Geschenke verbergen Tierleid
In der Weihnachtszeit gehören warme Pullover, Socken und Schals zu den beliebtesten Geschenken. Hinter vielen dieser Wollprodukte steht eine grausame Praxis: die Verstümmelung von Lämmern, das sogenannte Mulesing. Die Untersuchung von 102 Modeunternehmen (Stand: 11. Dezember 2025) ergab, dass 42 Prozent keine zertifiziert mulesingfreie Wolle einsetzen. Nur 19 Prozent der geprüften Marken verwenden vollständig zertifizierte Wolle.
Die Informationspolitik der Unternehmen ist mangelhaft: 67 Prozent klären Kund:innen unzureichend über Lämmerverstümmelung auf, und lediglich 33 Prozent kennzeichnen ihre Wollprodukte mit anerkannten Tierwohlsiegeln (Stand: 11. Dezember 2025). Hochgerechnet bedeutet dies, dass immer noch vier von zehn Modemarken Wolle beziehen, die mit dieser Tierquälerei in Verbindung steht (Stand: 11. Dezember 2025).
Die Konsequenz dieser intransparenten Lieferketten ist immenses Tierleid. In Australien, dem Hauptlieferanten für Merinowolle, werden Lämmern im Alter von zwei bis zwölf Wochen ohne ausreichende Betäubung handtellergroße Hautstücke entfernt. Trotz tierfreundlicher Alternativen sind davon mehr als zehn Millionen Lämmer jährlich betroffen (Stand: 11. Dezember 2025). Die öffentliche Empörung ist groß: Nach Aufklärung über die Hintergründe fordern 85 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Umfrage, dass Modeunternehmen die Praxis konsequent ausschließen sollten (Stand: 11. Dezember 2025).
„Immer mehr Marken setzen auf zertifiziert mulesingfreie Wolle. Dennoch müssen viele Unternehmen nachziehen: Sie sollten ihre Wollprodukte eindeutig kennzeichnen und transparent über die Herkunft informieren. Nur so können Konsument:innen, die Wert auf Tierwohl legen, bewusste Kaufentscheidungen treffen und tierleidfrei schenken“, sagt Leon Rein, Textil-Campaigner bei VIER PFOTEN. (Stand: 11. Dezember 2025)*
Warum Herkunft und Kennzeichnung oft fehlen
Wer ein Kleidungsstück aus Wolle kauft, erhält selten verlässliche Auskunft über dessen Herkunft oder die Haltungsbedingungen der Tiere. Diese Informationslücke ist kein Zufall, sondern Folge einer unzureichenden gesetzlichen Regelung. Die bestehenden Vorschriften schützen Verbraucher:innen kaum vor intransparenten Produkten.
EU-Regelung vs. Verbraucherinteressen
Die rechtliche Grundlage für die Kennzeichnung von Textilien in Europa bildet die EU-Textilkennzeichnungsverordnung Nr. 1007/2011 (Stand: 2012). Ihr Fokus liegt primär auf der korrekten Angabe der verwendeten Fasern, nicht auf ethischen oder tierschutzrelevanten Aspekten. Diese enge Auslegung schafft erhebliche Lücken.
Das deutsche Textilkennzeichnungsgesetz verdeutlicht dieses Problem: Der Begriff ‚Wolle‘ darf laut Gesetz Mischungen mit Haaren von bis zu zwölf verschiedenen Tierarten bezeichnen (Stand: 2020). Eine verpflichtende Kennzeichnung zur Herkunft der Fasern oder zu den Tierwohlstandards bei der Haltung und Schur sieht das Gesetz nicht vor. Verbraucher:innen können daher nicht erkennen, ob ein Pullover aus reiner Schafswolle besteht oder ob Fasern anderer Tiere beigemischt wurden – geschweige denn, unter welchen Bedingungen die Tiere lebten.
Zertifikate: Was sie (nicht) abdecken
Angesichts dieser gesetzlichen Leerstelle übernehmen freiwillige Siegel und Zertifizierungen eine wichtige, aber lückenhafte Rolle. Sie sind derzeit der einzige Weg für Verbraucher:innen, sich über bestimmte Standards zu informieren. Ein Beispiel ist der Global Organic Textile Standard (GOTS), der für Tierfasern eine Herkunft aus kontrolliert biologischer Tierhaltung und jährliche Vor-Ort-Prüfungen der gesamten Produktionskette vorschreibt (Stand: 2020).
Doch solche Zertifikate sind nicht verpflichtend und decken nicht alle relevanten Tierschutzfragen flächendeckend ab. Die Kennzeichnungspraxis bleibt uneinheitlich und für Kund:innen oft undurchsichtig. Organisationen wie die Welttierschutzgesellschaft fordern deshalb seit 2021 eine gesetzliche Deklarationspflicht und lückenlose Rückverfolgbarkeit für tierische Fasern. Sie sehen darin die einzige Möglichkeit, Transparenz zu erzwingen und Verbraucher:innen eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.
Die Diskrepanz ist deutlich: Während die Gesetzgebung nur die Faserzusammensetzung regelt, wächst der Wunsch der Öffentlichkeit nach Informationen über Ethik und Herkunft. Solange keine verbindlichen Vorgaben für diese Transparenz existieren, bleibt die Kennzeichnung von Wollprodukten eine freiwillige Leistung der Hersteller – mit allen damit verbundenen Unsicherheiten.
Belege für Tierleid und Lieferketten-Risiken
Die Kritik an der Wollproduktion ist nicht pauschal, sondern fußt auf konkreten wissenschaftlichen Befunden und Marktdaten. Diese belegen sowohl das Tierleid durch Praktiken wie Mulesing als auch die strukturelle Abhängigkeit der globalen Modeindustrie von Regionen, in denen solche Methoden verbreitet sind.
Studienlage zum Tierwohl
Eine Studie der Universität Gießen aus dem Jahr 2022 liefert objektive, physiologische Belege für die Belastung der Tiere. Die Untersuchung zeigt, dass der Eingriff des Mulesing den Cortisolspiegel der Lämmer über Tage hinweg erhöht – ein klarer Indikator für anhaltenden Stress und Schmerzen*. Die Wissenschaftler:innen stellen zudem fest, dass die Mortalität der Tiere infolge des Eingriffs ansteigen kann. Diese Erkenntnisse untermauern die Vorwürfe von Tierschutzorganisationen mit messbaren Daten und widerlegen die Darstellung des Mulesing als harmlosen Routinevorgang.
Woll-Herkunft und Menge
Die Risiken für Verbraucher:innen und Marken ergeben sich aus der spezifischen Herkunftsstruktur der Wolle. Laut der Tierschutzorganisation PETA stammen rund 90 Prozent der in der Bekleidungsindustrie verwendeten Merinowolle aus Australien (Stand: 2023). Dort ist Mulesing nach wie vor eine gängige Praxis. PETA gibt an, dass im Jahr 2023 noch etwa 58 Prozent der australischen Schafe diesem Verfahren unterzogen wurden (Stand: 2023).
Dieser dominante Marktanteil australischer Merinowolle in globalen Lieferketten bedeutet ein erhebliches Risiko. Marken, die nicht durchgängig auf zertifiziert mulesing-freie Ware setzen, laufen Gefahr, unwissentlich Wolle aus dieser umstrittenen Produktion zu beziehen. Für Verbraucher:innen ist eine Unterscheidung am Endprodukt ohne verlässliche Siegel praktisch unmöglich.
Dem steht eine begrenzte inländische Produktion gegenüber. Ein Bericht der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) beziffert das jährliche Aufkommen an Rohschurwolle in Deutschland für den Untersuchungszeitraum 2018–2021 auf rund 6.000 Tonnen. Nach dem Waschen bleiben etwa 4.200 Tonnen nutzbare Wolle (Stand: 2022)*. Diese Menge kann den Bedarf der hiesigen Textilindustrie bei weitem nicht decken und unterstreicht die Abhängigkeit von Importen.
| Jahr/Untersuchungszeitraum | Wert | Einheit/Bemerkung | Quelle/Stand |
|---|---|---|---|
| 2018–2021 | 6.000 | Tonnen Rohschurwolle pro Jahr (Deutschland) | FNR – Stand: 2022* |
| 2018–2021 | 4.200 | Tonnen nutzbare Wolle nach dem Waschen | FNR – Stand: 2022* |
| 2023 | ca. 90 % | Anteil australischer Merinowolle in der Bekleidungsindustrie | PETA – Stand: 2023* |
| 2023 | ca. 58 % | Anteil der per Mulesing verstümmelten Schafe in Australien | PETA – Stand: 2023* |
Die Kombination aus wissenschaftlich belegtem Tierleid und der marktbeherrschenden Stellung des Hauptproduktionslandes Australien schafft ein transparentes Problem. Es zeigt, warum Forderungen nach verbindlicher Zertifizierung und Kennzeichnung keine marginale Nischenforderung, sondern eine zentrale Voraussetzung für ethisch informierte Konsumentscheidungen und risikofreie Lieferketten sind.
Zertifikate und ihre Grenzen
Zertifikate für Wollprodukte schaffen Transparenz und setzen messbare Standards. Labels wie der Global Organic Textile Standard (GOTS) fordern beispielsweise, dass alle Tierfasern aus kontrolliert biologischer Tierhaltung stammen müssen, und sehen jährliche Vor-Ort-Prüfungen der gesamten Produktionskette vor (Stand: 2020)*. Diese Anforderungen sind ein wichtiger Schritt zu mehr Tierwohl und Nachhaltigkeit. Für Verbraucher:innen bieten sie eine erste, oft entscheidende Orientierung im unübersichtlichen Mode-Dschungel. Doch wie verlässlich ist diese Orientierung wirklich?
Zertifikatsumfang und Kritik an Prüfpraktiken
Die Wirksamkeit eines Siegels hängt maßgeblich von der Tiefe und Häufigkeit der Kontrollen ab. Hier setzt die Kritik von Tierschutzorganisationen an. PETA weist darauf hin, dass Kontrollen bei zertifizierter Wolle häufig nur angekündigt und stichprobenartig sind (Stand: 2023)*. Diese Praxis könne Tierleid nicht grundsätzlich ausschließen, da Missstände zwischen den Prüfungen oder außerhalb der Stichproben unentdeckt bleiben können.
Die Welttierschutzgesellschaft fordert daher unter anderem eine gesetzliche Deklarationspflicht und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Wollprodukten (Stand: 2021)*. Die Organisation plädiert zudem für einheitliche, aussagekräftige „Mulesing-free“-Labels, um Verwirrung bei den Konsument:innen zu vermeiden. Diese Forderungen zeigen: Selbst anerkannte Siegel sind kein Allheilmittel, sondern Teil eines komplexen Systems, das weiterer Verbesserungen bedarf.
Ein realistischer Umgang mit Unsicherheit
Was bedeutet das für den Einkauf? Zertifikate sind ein sinnvolles Werkzeug, aber keine absolute Garantie. Käufer:innen können die Unsicherheit verringern, indem sie aktiv werden. Fragen Sie Marken direkt nach der Herkunft ihrer Wolle und den konkreten Kontrollmechanismen hinter ihren Siegeln. Eine Kombination mehrerer strenger Labels kann das Risiko weiter minimieren. Zudem bietet sich der Kauf lokaler oder regionaler Wolle an, wo Transparenz und kurze Lieferketten die Nachvollziehbarkeit oft erleichtern. Letztlich bleibt der kritische Blick und die bewusste Nachfrage der stärkste Hebel, um mehr Druck für echte Verbesserungen in der gesamten Lieferkette aufzubauen.
Verantwortungsvoll schenken: So treffen Verbraucher:innen die richtige Wahl
Die Entscheidung an der Kleiderstange oder im Onlineshop hat konkrete Auswirkungen. Sie kann die Nachfrage nach tierfreundlicher Wolle stärken und Unternehmen signalisieren, dass Transparenz und Tierwohl für Kund:innen zählen. Jede Kaufentscheidung ist ein Stimmzettel für die Art von Modeindustrie, die wir in Zukunft sehen wollen. Die gesellschaftliche Relevanz des Themas zeigt sich auch in der breiten Zustimmung für Veränderung: Laut einer repräsentativen Umfrage im VIER PFOTEN Report fordern 85 % der Befragten, dass Modeunternehmen Lämmerverstümmelung konsequent aus ihren Lieferketten ausschließen sollten*.
Um dieses Ziel zu unterstützen, können Verbraucher:innen mit gezielten Fragen und bewussten Entscheidungen Druck aufbauen. Hier sind einige praktische Schritte:
- Nach Siegeln und Rückverfolgbarkeit fragen: Verlassen Sie sich nicht auf vage Begriffe wie „ethisch“ oder „tierfreundlich“. Fragen Sie im Geschäft oder per E-Mail gezielt nach anerkannten, rückverfolgbaren Tierwohlsiegeln. Dazu zählen laut Global Organic Textile Standard (GOTS) unter anderem der Responsible Wool Standard (RWS) oder ZQ Merino (Stand: GOTS-Info 2020).
- Alternativen in Betracht ziehen: Für viele Produkte existieren tierfreundliche Materialalternativen. Dazu gehören laut VIER PFOTEN Lyocell, Modal oder gebürstete Baumwolle.
- Transparenz einfordern: Nutzen Sie Tools wie den VIER-PFOTEN-Markenkompass, um Unternehmen zu bewerten. Fragen Sie konkret nach: Woher kommt die Wolle? Wie wird die Tierhaltung kontrolliert? Diese Nachfrage zeigt Händlern, dass das Thema wichtig ist.
Damit verantwortungsvolles Einkaufen einfacher wird, sind auch politische und marktliche Änderungen nötig. Eine zentrale Forderung ist die verpflichtende und detaillierte Deklaration von Wollherkunft und Tierwohlstandards auf dem Produktlabel. So könnten Verbraucher:innen auf einen Blick erkennen, was sie kaufen. Organisationen wie die Welttierschutzgesellschaft fordern zudem ein gesetzliches Verbot des Mulesings und die verpflichtende Einführung schmerzfreier Alternativen in den Herkunftsländern (Stand: Welttierschutzgesellschaft 2021)*. Der Markt reagiert bereits: Immer mehr Marken setzen auf zertifizierte Ware. Damit dieser Trend zur Norm wird, müssen Unternehmen ihre Wollprodukte eindeutig kennzeichnen und lückenlos über die Herkunft informieren. Nur so entsteht die notwendige Transparenz für wirklich bewusste Entscheidungen – und letztlich für eine Modebranche, die Tierleid konsequent ausschließt.
Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz.
Weiterführende Quellen:
- „Seit 2012 gilt in der EU die Textilkennzeichnungsverordnung Nr. 1007/2011, die nur die Faserzusammensetzung vorschreibt, aber keine Pflicht zur Angabe von Herkunft, Haltungsform oder Tierwohlstandards bei Wolltextilien enthält (Stand: 2012).“ – Quelle: https://tierschutzdresden.de/kennzeichnung-tierischer-bestandteile-in-textilien/
- „Nach deutschem Textilkennzeichnungsgesetz darf der Begriff ‚Wolle‘ auch Mischungen mit Haaren bis zu zwölf Tierarten bezeichnen; eine Kennzeichnung zur Herkunft oder zum Tierwohl ist nicht verpflichtend (Stand: 2020).“ – Quelle: https://www.aktiontier.org/tierschutz-kampagnen/todschick-wolle
- „Die Welttierschutzgesellschaft kritisiert fehlende einheitliche ‚Mulesing-free‘-Labels und fordert gesetzliche Deklarationspflicht sowie Rückverfolgbarkeit der Tiere und Haltungsbedingungen (Stand: 2021).“ – Quelle: https://welttierschutz.org/merinowolle/
- „Die GOTS-Zertifizierung verlangt, dass alle Tierfasern aus kontrolliert biologischer Tierhaltung stammen und die gesamte Produktionskette jährlich vor Ort geprüft wird (Stand: 2020).“ – Quelle: https://www.aktiontier.org/tierschutz-kampagnen/todschick-wolle
- „Eine Studie der Universität Gießen von 2022 belegt, dass Mulesing den Cortisolspiegel von Lämmern über Tage erhöht und die Mortalität nach dem Eingriff ansteigen kann, was ein gravierendes Tierwohlproblem darstellt.“ – Quelle: https://www.uni-giessen.de/resolveuid/997c4b4f74974754b145b8aca77da4a5
- „PETA berichtet, dass Mulesing vor allem in Australien weit verbreitet ist, meist ohne Betäubung erfolgt und eine besonders schmerzhafte Praxis zur Profitmaximierung darstellt (Stand: 2023).“ – Quelle: https://www.peta.de/themen/mulesing/
- „PETA kritisiert, dass Kontrollen bei zertifizierter Wolle häufig nur jährlich oder alle drei Jahre angekündigt und stichprobenartig erfolgen, wodurch Tierleid nicht grundsätzlich ausgeschlossen wird (Stand: 2023).“ – Quelle: https://www.peta.de/themen/zertifizierte-wolle/
- „Rund 90 % der in der Bekleidungsindustrie verwendeten Merinowolle stammen aus Australien, wo Mulesing stark verbreitet ist (Stand: 2023).“ – Quelle: https://www.tierschutzverein-rhein-kreis-neuss.de/nachricht/mulesing-das-grausame-verstuemmeln-von-merinoschafen.html
- „PETA beziffert, dass im Jahr 2023 noch etwa 58 % der australischen Schafe per Mulesing verstümmelt wurden (Stand: 2023).“ – Quelle: https://www.peta.de/themen/wolle/
- „In Deutschland fallen jährlich rund 6.000 Tonnen Schafschurwolle als Rohwolle an, wovon nach dem Waschen etwa 4.200 Tonnen für weitere Nutzung zur Verfügung stehen (Untersuchungszeitraum 2018–2021; Bericht Stand: 2022).“ – Quelle: https://www.fnr.de/fileadmin/projektdatenbank/2221NR074X.pdf
7 Antworten
„Transparenz in der Lieferkette ist so wichtig! Jeder sollte wissen, woher seine Kleidung kommt und unter welchen Bedingungen sie produziert wird. Gibt es Organisationen oder Kampagnen, die dafür kämpfen?“
Die Informationen über Mulesing sind schockierend und ich wusste nicht mal, dass es so verbreitet ist! Warum gibt es keine strengen Gesetze dagegen? Ich würde gerne mehr darüber erfahren.
Das ist wirklich ein großes Problem! Die Gesetzgebung muss sich ändern und mehr Druck auf die Firmen ausgeübt werden. Wo kann ich mich engagieren oder Informationen finden?
Die Zahlen sind alarmierend und zeigen deutlich, wie wenig sich viele Firmen um das Tierwohl kümmern. Ich habe kürzlich eine Marke entdeckt, die zertifizierte Wolle verwendet. Kennt jemand von euch ähnliche Marken?
Ja, ich habe auch von solchen Marken gehört! Es wäre gut, wenn wir eine Liste mit diesen Marken erstellen könnten. So können wir gezielt bewusster einkaufen.
Ich finde es wichtig, dass wir mehr über die Herkunft der Wolle wissen. Die mangelnde Kennzeichnung ist ein großes Problem. Welche Alternativen gibt es für Menschen, die tierleidfrei einkaufen wollen?
Es ist erschreckend zu hören, dass 42 Prozent der Modemarken keine mulesingfreie Wolle verwenden. Diese Praxis muss unbedingt aufhören! Was können wir als Verbraucher tun, um die Unternehmen zu einem Umdenken zu bewegen?