Mischfutterproduktion in Deutschland rückläufig: Tiernahrungswirtschaft spürt Einbußen am landwirtschaftlichen Markt

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.
Die deutsche Mischfutterproduktion ging 2023 um rund 360.000 Tonnen auf 21,7 Millionen Tonnen zurück, maßgeblich bedingt durch einen Rückgang von etwa 500.000 Tonnen im Schweinebereich, während Rinder- und Geflügelfutter leicht zunahmen. Regional sanken die Mengen im Norden, im Süden wurden dagegen minimale Zuwächse verzeichnet, und der Branchenumsatz fiel von 10,5 auf 9,4 Milliarden Euro. Der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) sieht die Tiernahrungswirtschaft angesichts dieser Einbußen vor der Aufgabe, mit neuen Strategien und Innovationen gegenzusteuern.

Inhaltsverzeichnis

Über uns:
Seit über 20 Jahren sind wir im Bereich Marketing und Kommunikation tätig und unterstützen Verbände, Organisationen und Institutionen mit fundierter Praxis- und Branchenexpertise. Unsere Arbeit wird durchweg positiv bewertet – unter anderem auf Trustpilot, ProvenExpert und in Google Bewertungen.

– Deutsche Tiernahrungsproduktion 2023 um 360.000 Tonnen auf 21,7 Millionen Tonnen gesunken.
– Schweine-Mischfutter um 500.000 auf 8 Millionen Tonnen stark rückläufig, Wiederkäuer- und Geflügelzuwächse.
– Branchenumsatz 2023 von 10,5 auf 9,4 Milliarden Euro eingebrochen durch steigende Kosten und Preisdruck.

Rückgang in der deutschen Tiernahrungswirtschaft: Entwicklung, Zahlen und Herausforderungen

Die deutsche Tiernahrungswirtschaft erlebt eine bedeutende Veränderung: Nach Jahren stetigen Wachstums verzeichnet die Branche nun einen Rückgang in der Produktion von Mischfutter. Im Jahr 2023 sank die Gesamtproduktion um etwa 360.000 Tonnen auf 21,7 Millionen Tonnen, wie die vom DVT präsentierten Daten zeigen. Besonders stark betroffen ist das Schweinesegment, das mit einem Produktionsrückgang von etwa einer halben Million Tonnen auf lediglich 8 Millionen Tonnen einen deutlichen Verlust verbucht.

Im Gegensatz dazu entwickelten sich die Segmente für Wiederkäuer und Geflügel leicht positiv und konnten kleine Zuwächse erzielen. Auch regional zeigen sich Unterschiede: Während im Norden Deutschlands, der traditionell den Hauptanteil der Mischfutterproduktion trägt, ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist, weist der Süden ein minimales Wachstum auf.

Diese Entwicklungen schlagen sich auch im Umsatz nieder: Von rund 10,5 Milliarden Euro im Jahr 2022 ging der Umsatz auf 9,4 Milliarden Euro im Jahr 2023 zurück. Damit erleben die deutschen Mischfutterhersteller einen spürbaren Umsatzeinbruch. Der DVT, ein unabhängiger Wirtschaftsverband, der die Interessen der Futtermittelindustrie vertritt, beschreibt die Situation als „herausfordernde Marktsituation“. Früher geprägt von einer beständigen Aufwärtsentwicklung, steht die Branche nun vor der Aufgabe, neue Strategien zu entwickeln, um sich in einem veränderten ökonomischen Umfeld zu behaupten.

Die Auswirkungen dieser Entwicklungen gehen weit über die Branche hinaus und betreffen auch die Landwirtschaft sowie die Verbraucher. In diesem Kontext betont der DVT: „Es steht außer Frage, dass die strategische Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit zur Innovation Schlüsselfaktoren für die Zukunft der deutschen Tiernahrungswirtschaft sein werden.“

Weitere Einblicke und aktuelle Informationen zur Branche stellt der DVT auf seiner Webseite und in den sozialen Medienkanälen zur Verfügung.

Mehr Informationen zu den Mischfutter-Wirtschaftszahlen 2023: Schweinesegment weiter rückläufig

Mischfutter im Wandel: Herausforderungen für Landwirtschaft, Verbraucher und Branche

Der Markt für Mischfutter befindet sich in einem deutlichen Veränderungsprozess, der tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Endverbraucher hat. Strukturelle Ursachen liegen dabei vor allem in sich wandelnden Tierhaltungsstrukturen und globalen Entwicklungen, die traditionelle Prozesse und Marktkonstellationen herausfordern. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen und regionalen Produkten steht im Spannungsfeld zu ökonomischen Zwängen und politischen Rahmenbedingungen, die die Branche beeinflussen.

Wie reagieren Landwirtschaft und Verbraucher?

Landwirtschaftliche Betriebe passen sich zunehmend an, indem sie ihre Futtermittelstrategien überdenken und auf Innovationen sowie mehr Transparenz setzen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein der Verbraucher für die Herkunft und Qualität von Mischfuttern und deren Einfluss auf Tierwohl und Umwelt. Daraus resultiert eine verstärkte Nachfrage nach nachhaltigen und ressourcenschonenden Produkten, die neue Anforderungen an die Hersteller stellt.

Welche Chancen bieten Innovation und Nachhaltigkeit?

Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen eröffnen sich für die Produktion von Mischfutter neue Perspektiven durch innovative Verfahren und nachhaltige Ansätze. Die Integration umweltfreundlicher Rohstoffe, die Optimierung von Futtermischungen zur Reduktion von Emissionen sowie digitale Technologien zur effizienten Ressourcenplanung zählen zu den wichtigsten Treibern. Dieses Zusammenspiel von Innovation und Nachhaltigkeit könnte nicht nur ökologische Vorteile schaffen, sondern auch ökonomische Chancen für die gesamte Branche ermöglichen.

Wesentliche Treiber und Zukunftsfaktoren im Überblick:

  • Anpassung an veränderte Tierhaltungsstrukturen
  • Nachhaltigkeitsanforderungen von Verbrauchern und Politik
  • Globale Marktveränderungen und geopolitische Einflüsse
  • Technologische Innovationen zur Effizienzsteigerung und Emissionsreduzierung

Der Wandel im Mischfuttersektor fordert von allen Beteiligten langfristige Strategien und kooperative Ansätze. Nur so können ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit verbunden werden, während Verbraucheransprüche und landwirtschaftliche Realitäten gleichermaßen berücksichtigt bleiben.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Mischfutter-Wirtschaftszahlen 2023: Schweinesegment weiter rückläufig

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge

Dieser Beitrag gehört zu den folgenden Kategorien: