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10 Jahre Bundesverband NeMO: Migrantenorganisationen stärken Teilhabe und Vielfalt in Deutschland

Der Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen (NeMO) hat am 12. September in Berlin sein zehnjähriges Bestehen gefeiert und vertritt heute über 800 Vereine in 21 lokalen Verbünden in zehn Bundesländern. Unter dem Motto „Stark in schwierigen Zeiten“ standen gesellschaftliche Teilhabe, Vielfalt und die Zukunft der Einwanderungsgesellschaft im Mittelpunkt von Podiumsgesprächen, Barcamps und Kulturprogramm. Das Jubiläum machte deutlich, welche Schlüsselrolle migrantische Organisationen als Netzwerk für Integration, Gerechtigkeit und demokratischen Zusammenhalt übernehmen.

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– Bundesverband NeMO feierte 10-jähriges Jubiläum am 12. September im Berlin Global Village.
– Verband vereint 21 lokale Verbünde in 10 Bundesländern mit über 800 Vereinen.
– Jubiläumsmotto „Stark in schwierigen Zeiten“ umfasste Podiumsgespräche, Barcamps und Kulturprogramm.

Zehn Jahre Bundesverband NeMO: Migrantische Organisationen stärken Teilhabe und Vielfalt

Am 12. September feierte der Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen e.V. (BV NeMO) sein zehnjähriges Bestehen im Berlin Global Village – eine Veranstaltung, die fast 800 Vereine aus ganz Deutschland zusammenbrachte. Unter dem Motto „Stark in schwierigen Zeiten“ standen Podiumsgespräche, Barcamps und ein vielfältiges Kulturprogramm im Fokus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten intensiv über die Zukunft der Einwanderungsgesellschaft und die Bedeutung migrantischer Organisationen für eine inklusive, demokratische Gesellschaft.

Seit seiner Gründung im Jahr 2015 hat sich der Verband kontinuierlich als wichtige Plattform etabliert und vereint heute 21 lokale Verbünde in 10 Bundesländern. Dabei verfolgt NeMO das Ziel, migrantische Organisationen zu vernetzen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. „Unsere Arbeit zeigt: Migrantinnenorganisationen sind nah an den Menschen und für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar“*, betonte Dr. Elizabeth Beloe, Vorsitzende des Bundesverbands. „NeMO steht für Teilhabe, für Gerechtigkeit und für eine starke, solidarische Einwanderungsgesellschaft – heute und in Zukunft.“

Die Jubiläumsfeier spiegelte die wachsende Bedeutung migrantischer Initiativen wider, die weit über kulturelle Angebote hinausgehen und zentral zur Gestaltung einer vielfältigen Gesellschaft beitragen. Das Engagement und die Vernetzung von Organisationen innerhalb des Bundesverbands NeMO setzen Impulse für mehr gesellschaftliche Teilhabe und zeigen, wie migrantische Vereine als Schnittstellen zwischen Communities und der Mehrheitsgesellschaft fungieren – ein unverzichtbarer Beitrag in einem Einwanderungsland wie Deutschland.

Migrantische Organisationen als Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Migrantische Organisationen nehmen in Deutschland eine zentrale Rolle ein, wenn es um den Zusammenhalt einer zunehmend vielfältigen Gesellschaft geht. Angesichts des spürbaren Fachkräftemangels, wachsender polarisierender Debatten und den Veränderungen durch neue Einwanderungsrealitäten gewinnen diese Netzwerke an Bedeutung, weil sie nicht nur die Integration fördern, sondern auch zur demokratischen Stabilität beitragen. Sie agieren als Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen und ermöglichen Teilhabe, die für eine offene Gesellschaft unerlässlich ist.

Die Herausforderungen, vor denen migrantische Organisationen stehen, sind vielfältig. Häufig mangelt es an ausreichender Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit und damit verbunden auch an verlässlicher Finanzierung, um ihre Arbeit langfristig zu sichern. Zudem besteht oft eine Herausforderung darin, ihre Einflussmöglichkeiten auf politische Entscheidungsprozesse auszubauen, um die Interessen der Gemeinschaften besser vertreten zu können. Trotz dieser Hürden zeigen zahlreiche Beispiele, dass migrantische Organisationen genau dort ansetzen, wo staatliche Strukturen oft nur schwer Zugang finden: Sie sind nah an den Menschen, verstehen lokale Bedürfnisse und schaffen Räume für Austausch und Unterstützung.

Ihre Funktionen sind dabei vielseitig:

  • Förderung von Integration durch kulturelle und soziale Angebote
  • Unterstützung bei Bildung und beruflicher Orientierung
  • Beratung in rechtlichen und bürokratischen Fragen
  • Stärkung der demokratischen Teilhabe und politischen Mitwirkung

Im europäischen Vergleich investieren Länder wie die Niederlande und Schweden systematisch in die Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen, um Migration als Chance zu nutzen statt als Belastung darzustellen. Dort gelten solche Netzwerke als anerkanntes Bindeglied in der Einwanderungsgesellschaft, das aktiv gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Deutschland befindet sich in dieser Hinsicht auf einem ähnlichen Weg, wobei der Aufwand, migrantische Organisationen sichtbarer und wirksamer zu machen, weiter steigt.

Der Bundesverband NeMO, der seit 2015 über 800 Vereine in 10 Bundesländern vernetzt, verdeutlicht diesen Wandel. Die Vorsitzende Dr. Elizabeth Beloe bezeichnet migrantische Organisationen als „unverzichtbar“ für eine demokratische Gesellschaft. Unter dem Motto „Stark in schwierigen Zeiten“ stehen für NeMO Teilhabe, Gerechtigkeit und Solidarität im Mittelpunkt ihrer Arbeit – Werte, die gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen und demografischer Veränderungen an Relevanz gewinnen.

Neue Netzwerke stärken Integration und Demokratie

Die Entwicklung neuer Netzwerke migrantischer Organisationen zeigt, wie sich diese Gruppen zunehmend professionalisieren und strategisch vernetzen. Sie gestalten politische Diskurse mit und fördern das Verständnis für kulturelle Vielfalt als Bereicherung. Durch ihre Arbeit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Gesellschaft. Die Anerkennung und Förderung dieser Netzwerke kann nicht nur soziale Herausforderungen mindern, sondern auch das demokratische Fundament stärken.

Migrantische Organisationen sind damit keine Randakteure, sondern Schlüsselfaktoren für eine Gesellschaft, die auf Vielfalt und Zusammenhalt setzt. Ihre Bedeutung wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, wenn es gelingt, die bestehenden Hürden anzugehen, ihnen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und ihre Chancen konsequent zu nutzen. Somit leisten sie nicht nur einen Beitrag zur Integration, sondern auch zu einer lebendigen, demokratischen Einwanderungsgesellschaft.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung von Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen e.V.

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