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Der große Sprung steckt in den Gruppen

Beim CATCH & CLEAN DAY ist nicht vor allem die Müllmenge gewachsen, sondern die Zahl der Gruppen. Das macht den Aktionstag sichtbar breiter – und zeigt zugleich, wie vorsichtig man mit der 20-Tonnen-Schätzung umgehen muss.
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Das Wichtigste in Kürze

  • 2026 nahmen über 6.100 Menschen in mehr als 440 Gruppen am CATCH & CLEAN DAY teil.
  • Die Aktion verbindet Angeln mit Müllsammeln an Gewässern und richtet sich an Vereine und private Gruppen.
  • Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 1.264 Teilnehmenden die höchste Beteiligung.
  • Der DAFV schätzt die gesammelte Müllmenge auf rund 20 Tonnen, basierend auf Teilnehmer- und Müllangaben.
  • Die Bilanz nennt nicht, wie der gesammelte Müll nach der Aktion entsorgt wird.

Mehr als 6.100 Menschen, mehr als 440 Gruppen, mehr als 6.000 gefüllte Müllsäcke: Der CATCH & CLEAN DAY ist in diesem Jahr vor allem in der Breite gewachsen. Das fällt sofort auf, wenn man die Bilanz des veranstaltenden Deutschen Angelfischerverbands, kurz DAFV, mit der des Vorjahres vergleicht. 2025 hatte der Verband rund 300 Gruppen und etwa 6.000 Teilnehmende gemeldet. Für 2026 nennt er nun deutlich mehr Gruppen und etwas mehr Beteiligung. Der deutlichste Zuwachs zeigt sich damit bei der Zahl der gemeldeten Gruppen.

Was die Zahlen wirklich zeigen

Der Aktionstag verbindet das Angeln mit dem Müllsammeln an Gewässern. Organisiert wird er vom DAFV gemeinsam mit den Initiatoren Niclas Benna und Kai Behme von CATCH & CLEAN. Nach Verbandsangaben waren neben Vereinen auch Familien, Freundeskreise und Einzelpersonen dabei; diese privaten Initiativen machten demnach fast zwei Drittel der Anmeldungen aus. Das ist für den Charakter der Aktion wichtig: Sie wirkt nicht nur als Vereinsprojekt, sondern offenbar auch als Mitmachformat .

Regional lag Nordrhein-Westfalen in der aktuellen Verbandsbilanz vorn, mit 1.264 angemeldeten Personen. Es folgten Niedersachsen mit 600 und Schleswig-Holstein mit 564 angemeldeten Personen. Einzelne Einsätze zeigen, wie schnell sich das aufsummieren kann: In Nordrhein-Westfalen sammelten laut DAFV 40 Helferinnen und Helfer an einem Vormittag 100 Säcke und rund eine Tonne Abfall. Das ist eindrucksvoll, aber eben kein Durchschnittswert für alle Aktionen.

Die 20 Tonnen sind eine Schätzung

Besonders aufmerksam liest man die Zahl von rund 20 Tonnen Müll. Der DAFV bezeichnet sie als Hochrechnung und Schätzung. Die Aktionsseite nennt keine veröffentlichte Rechenformel dafür. Der Verband sagt nach eigenen Angaben, dass er für die Dokumentation einzelner Aktionen jeweils die Zahl der Teilnehmenden, die Menge der Mülltüten und das Gesamtgewicht abfragt. Aus diesen Angaben ergibt sich die Bilanz des Verbandes; wie genau daraus die Gesamtsumme von rund 20 Tonnen berechnet wird, bleibt aber offen.

Auch beim Vergleich mit dem Vorjahr hilft vor allem der Blick auf denselben Veranstalter: Für 2025 nennt der DAFV rund 300 Gruppen, etwa 6.000 Teilnehmende und rund 15 Tonnen Müll. Für 2026 sind es über 440 Gruppen, mehr als 6.100 Teilnehmende und rund 20 Tonnen geschätzter Müll. Die Richtung ist klar: Der Aktionstag wächst. Nur sollte man die Tonnage nicht wie eine amtlich nachgewiesene Messung lesen, sondern als Verbandsrechnung.

Offen bleibt nach der Bilanz noch eine praktische Frage, die bei solchen Sammelaktionen fast immer mitgedacht werden muss: Was geschieht mit dem eingesammelten Müll anschließend? Dazu sagt die veröffentlichte Bilanz nichts. Genau an dieser Stelle zeigt sich, wie viel der Aktionstag bereits erreicht hat – und wo die nächste Auskunft eigentlich anfangen müsste.

Quellen

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