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Politik vor Ort: CDU-Abgeordneter Bastian Ernst besucht Oldenburger Pflanzen GmbH und spricht mit Baumschul-Branche über Zukunftsthemen
Ein ungewöhnlich praxisnaher Tag für die Politik: Im Rahmen des Projekts "Praxis für die Politik" besuchte CDU-Bundestagsabgeordneter Bastian Ernst gestern die Oldenburger Pflanzen GmbH und ließ sich tief in die Herausforderungen und Arbeitswirklichkeit der deutschen Baumschulwirtschaft einführen. Die Begegnung verlief nicht nur informativ, sondern offenbarte eindringlich, wie stark wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltige Produktion mit politischen Rahmenbedingungen verflochten sind.
Der Betrieb als Spiegelbild des Sektors
Die Oldenburger Pflanzen GmbH, 1980 gegründet und heute von Silke und Helge zu Jeddeloh in zweiter Generation geführt, ist eine auf Containerbaumschulen spezialisierte Firma, die auf rund 7 Hektar bodendeckende Laubgehölze sowie eine breite Sortenvielfalt kultiviert. Gemeinsam mit Hajo Hinrichs, Präsident des Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., und Ocko Martens, Vertreter des BdB-Landesverbands Weser-Ems, diskutierte Ernst unter anderem über die Bedingungen für den Mittelstand.
„Ich habe mich sehr über die Einladung zu dem Projekt gefreut“, so Ernst. „Durch die Führung durch den Betrieb und die Gespräche konnte ich mir ein direktes Bild machen. Wir wissen alle um die Wichtigkeit des Produktionsstandorts Deutschlands. Ich werde mich in Berlin dafür einsetzen, den Mittelstand zu entlasten und damit zu stärken“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).
Drei Kernanliegen der Baumschulen
Während des ausführlichen Rundgangs verdichteten sich drei zentrale Forderungen und Themenbereiche, die den Alltag der Branche prägen:
- Wasser als Standortfaktor. Der Zugang zu Wasser entscheidet mittlerweile massiv über die Wettbewerbsfähigkeit von Gartenbaubetrieben. Klimawandel und Ressourcenknappheit treffen die Branche hart.
- Flexible Beschäftigungsmodelle. Nur wer flexibel und familienfreundlich arbeiten lassen kann, wird dem steigenden Kostendruck und dem Fachkräftemangel begegnen können.
- Digitalisierung und Bürokratieabbau. Wenn Prozesse digital schlank laufen, bleibt mehr Raum für Innovationen. Statt detaillierter Regulierung braucht es ein modernes Förderklima.
"Wir brauchen einen Staat, der nicht nur reguliert, sondern auch ermöglicht – besonders wenn es um Investitionen in moderne, klimafitte Produktion geht", so Helge zu Jeddeloh (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).
Praktische Einblicke: Politik packt mit an
Vor Ort durfte der Bundestagsabgeordnete auch selbst Hand anlegen und sich in der vegetativen Vermehrung üben: Ernst steckte Jungpflanzen der Amethystbeere (Symphoricarpos x doorenbosii ‚Magic Berry‘), einem Gehölz, das besonders als bienenfreundlich und vielseitig gilt. So wurde anschaulich, wie viel Know-How und Handarbeit im Alltag steckt.
Ein Projekt mit Signalwirkung
Das bundesweite Projekt „Praxis für die Politik“, koordiniert vom Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) e.V., hat ein klares Anliegen: direkter Austausch zwischen politischen Entscheidungsträger:innen und Unternehmen, die das Rückgrat der mittelständischen Wirtschaft bilden. Diese Nähe bringt nicht nur Verständnis, sondern gibt Mut für dringend geforderte Strukturreformen.
Politische Rahmenbedingungen und Mittelstand im Fokus
Die Zukunft der deutschen Baumschulwirtschaft steht auf dem Spiel. Vor allem das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedeutung nachhaltiger, regionaler Produktion wächst. Intakte Baumschulen sichern Artenvielfalt, schaffen Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel.
Ernst kündigte an, die Interessen des Mittelstands in Berlin energisch zu vertreten – ein Signal, das in dieser angespannten Zeit Hoffnung macht. Die Begegnung in Wardenburg zeigt: Zukunftsorientierte Politik muss zuhören, verstehen und vor Ort mitgestalten.
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Vom Bundestag in die Baumschule: MdB Bastian Ernst absolviert „Praktikum“ bei der …
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Entwicklungen und Perspektiven in der deutschen Baumschulwirtschaft: Zwischen Tradition und Zukunft
Die deutsche Baumschulwirtschaft steht derzeit an einem entscheidenden Wendepunkt. Während die Branche auf eine lange Tradition und große Bedeutung für die heimische Pflanzenproduktion zurückblicken kann, sorgen aktuelle Herausforderungen wie Bürokratie, Klimawandel und der zunehmende Fachkräftemangel für Handlungsbedarf. Besonders in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, den wichtigsten Baumschulregionen, geraten mittlere und kleinere Betriebe zunehmend unter Druck, ihre Produktionsprozesse weiter zu modernisieren und gleichzeitig nachhaltiger zu werden.
Vergleichbare Besuche von Politiker:innen und Entscheidungsträger:innen in anderen deutschen Regionen zeigen, dass der direkte Dialog zwischen Politik und Unternehmen wichtige Impulse für die Anpassung politischer Rahmenbedingungen geben kann. Dank Initiativen wie „Praxis für die Politik“ entstehen praxisnahe Einblicke, aus denen konkrete politische Maßnahmen erwachsen können – etwa im Bereich der Förderung digitaler Innovationen und flexibler Arbeitszeitmodelle im Gartenbau. Besonders die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) werden zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Fachleute prognostizieren, dass Unternehmen, die frühzeitig auf schlankere Prozesse und moderne Technologien setzen, auch unter erschwerten Standortbedingungen wettbewerbsfähig bleiben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Wasserbewirtschaftung. Wasser als Standortfaktor entwickelt sich zunehmend zu einem kritischen Thema – angesichts sich verändernder Klimabedingungen und strenger werdender Umweltauflagen. Investitionen in ressourcenschonende Produktionsmethoden und die Entwicklung klimaresilienter Gehölzsorten werden daher immer relevanter für den mittel- und langfristigen Erfolg der Branche.
Vor diesem Hintergrund ergibt sich für die deutsche Baumschulwirtschaft ein klares Bild: Die Kombination aus Tradition, Innovation und politischem Engagement bildet das Fundament für eine zukunftsfähige Entwicklung. Zahlreiche Informationsquellen und Beratungsangebote etwa über die Website des Bundes deutscher Baumschulen oder branchenspezifische Portale bieten Interessierten vertiefte Hintergründe und Erklärungen zu aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten für Investitionen in dieser bedeutenden Branche.
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10 Kommentare
Ich sehe das ähnlich! Auch flexible Arbeitsmodelle sind wichtig für die Baumschulen und helfen vielleicht sogar beim Fachkräftemangel? Welche Modelle kennt ihr oder haltet ihr für sinnvoll?
Flexibilität ist echt ein Schlüsselthema heute! Wenn wir mehr darüber diskutieren könnten – was gibt es denn für gute Beispiele?
Die Verbindung zwischen Politik und Wirtschaft ist entscheidend! Ich finde es super, wenn Abgeordnete wie Ernst in den Betrieben aktiv sind! Wie könnte man diesen Austausch noch intensivieren?
‚Praxis für die Politik‘ scheint ein guter Schritt in die richtige Richtung zu sein. Wenn Politiker selber Hand anlegen, können sie besser nachvollziehen, was gebraucht wird. Was haltet ihr von solchen Projekten?
Die Themen wie Wasser und Digitalisierung sind echt kritisch für die Zukunft der Baumschulen. Ich hoffe, Herr Ernst setzt sich wirklich dafür ein. Glaubt ihr, dass wir bald Fortschritte sehen werden?
Das hoffe ich auch! Vor allem Wasser wird immer wichtiger für alle Branchen. Es gibt schon viele gute Ideen dazu!
Ich denke, es braucht mehr Druck von uns Bürgern! Wir sollten unsere Politiker öfter daran erinnern.
Ich finde den Ansatz, dass Politiker wie Herr Ernst sich direkt in der Baumschulwirtschaft informieren, wirklich wichtig. Es zeigt, dass sie die Realität der Branche verstehen wollen. Was denkt ihr über solche Besuche? Können sie wirklich etwas bewirken?
Ich stimme zu, Anny! Direkter Kontakt ist nötig. Aber ich frage mich, ob es auch genug Einfluss auf die Gesetze hat? Was denkt ihr darüber?
Ja, das wäre interessant zu wissen! Vielleicht sollten wir mehr solche Initiativen fördern, damit Politiker die Herausforderungen vor Ort besser kennenlernen.